Segel aus Stein

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Norstedt, 2002, Titel: 'Segel av sten', Seiten: 463, Originalsprache
  • München: Claasen, 2003, Seiten: 480, Übersetzt: Angelika Kutsch
  • Berlin: List, 2005, Seiten: 510
  • Berlin: List, 2006, Seiten: 528
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Boris Aljinovic

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Lars Schafft
Zwei Stories - eine überflüssig

Buch-Rezension von Lars Schafft Nov 2003

Nach dem fulminanten Himmel auf Erden durfte man auf den neuen Krimi mit der Ermittlertruppe um Kommissar Erik Winter aus Göteborg gespannt sein: Gelingt es Ake Edwardson, Henning Mankell vom Thron der zeitgenössischen skandinavischen Krimi-Autoren zu verdrängen? Schafft Edwardson es, seine Figuren weiterzuentwickeln und dies mit einem spannenden Plot zu kombinieren? Wird man den Autor jetzt, mit dem sechsten Winter-Roman, ebenfalls in einem Atemzug mit Sjöwall / Wahlöö nennen? Nun, der Schwede bleibt seiner Linie treu. Und leider nur insofern, dass seine Krimi-Reihe auch weiterhin einer Achterbahnfahrt aus spannend geschriebenen Thrillern und langweiligen Marathon-Psychogrammen ähnelt. "Segel aus Stein" gehört leider zur letzteren Sorte.

Zwei Handlungsstränge führt Edwardson recht schnell ein: Zum einen verschwindet Axel Osvald, Vater von Johanna Osvald, einer "Verblichenen" unseres Kommissars, spurlos in den schottischen Highlands. Ein anonym an ihn addressierter Brief, der besagte, dass die Dinge nicht so sind, wie sie zu sein scheinen, genügte, um Hals über Kopf in den Norden der britischen Insel zu reisen. Diese Nachricht bezog sich vor allem auf den als ertrunken geglaubten Vater Osvalds, der - dessen ist man sich in Göteborg sicher - zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs zusammen mit der Mannschaft der "Marino" vor Island untergegangen ist. Zum anderen gehen Erik Winters Kollegen Aneta Djanali und Halders einer vermeintlichen Misshandlung nach, wo die Dinge eigentlich das zu sein scheinen, was sie vorgeben. Doch die potenziell Misshandelte ist für die Polizei nicht zu sprechen. Und so fehlt auch hier jeder rationale Ansatz für ein Verbrechen.

Genau deswegen herrscht auf den ersten der gut 500 Seiten von Segel aus Stein auch in jeder Hinsicht Flaute, um im maritimen Bild von "Segel aus Stein" zu bleiben. Djanali und Halders versuchen einem Verbrechen auf die Spur zu kommen, dass keiner gesehen haben will. Winter versucht ein Verbrechen aufzudecken, das wohlmöglich nie geschehen ist. Und das über 250 Seiten!

250 Seiten viel Geplänkel, 250 Seiten tiefe Einblicke in die Psyche von Aneta Djanali, die sich nach Afrika sehnt, obwohl die schwarze Polizistin in Schweden geboren ist. 250 Seiten Momentaufnahme der Gedankenwelt des jüngsten Kommissars Schweden, wie für diesen die Polizeiarbeit weniger wichtig und wie der Snob und Karrierist Erik Winter zum mehr oder minder spießigen Familienmenschen wird, der davon träumt, mit seiner Frau Angela und Töchterchen Elsa an der Küste ein Haus zu bauen.

Relevant ist das alles - und damit ist nichts vorweggenommen - für den weiteren Verlauf der Handlung nicht. Mag sein, dass dies die Grundsteine für weitere Romane dieser Serie darstellen und elementar für das Gesamtkonzept der Winter-Reihe sind - auf jedenfall sind diese 250 Seiten grottenlangweilig und selbst große Fans skandinavischer Kriminalliteratur und auch Anhänger Edwardsons kann kaum verübelt werden, bis dahin das Buch wegzulegen.

Schließlich, nach immerhin der Hälfte des Buches, geschieht doch noch etwas. Axel Osvald wird tot in den Bergen bei Loch Ness aufgefunden. Völlig entkleidet - aber auch hier lässt sich beim besten Willen kein Kriminalfall daraus machen: Spuren von Gewalt suchen die Ermittler an der Leiche vergebens. Da die Sachlage sich aber zum einen recht eigenartig gestaltet und Erik Winter die Chance nur allzu gern ergreift, seinen Freund und Kollegen Steve Macdonald, gebürtiger Schotte, an Ort und Stelle wiederzutreffen, machen sich die beiden auf, Licht ins Dunkel des Untergangs der "Marino" und damit des Verbleibs von John Osvald zu bringen ... Sollte der schwedische Fischer gar noch am Leben sein?

Erst - und das ist beinahe unverzeihlich - gewinnt "Segel aus Stein" an Fahrt, als Erik Winter schottischen Boden betrifft. Das Tempo nimmt zu, die Reise durch ehemals belebte Fischerdörfer, durch die Highlands und vor allem durch die Geschichte ist endlich das, was man von Edwardson kennt: Spannende Unterhaltung und diesmal mit dem besonderen, da nicht-skandinavischem, Flair. Hätte der Roman doch direkt damit angefangen! Hätte Edwardson doch auf die Parallelhandlung mit der misshandelten Göteborgerin verzichtet. Hätte, wäre, wenn - hat er nicht und somit "Segel aus Stein" ganz gehörig in viel zu seichte Wasser gesteuert.

Es ist einfach ärgerlich, für 200 sehr gute Seiten Kriminalroman 300 völlig belanglose in Kauf nehmen zu müssen. Denn am Ende muss der ausdauernde Leser leider feststellen, dass das ganze Drumherum, die Parallelhandlung, die Psychogramme von Aneta Djanali, Halders und - völlig überflüssig! - Lars Bergenheim (einem weiteren aus der Ermittlertruppe), nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Verschwinden Axel Osvalds zu tun hat. Da ist der Krimileser von heute mit ausgeklügelten Plots, wo wirklich jeder Faden zusammen läuft, einfach zu verwöhnt, um am Aufbau von "Segel aus Stein" Gefallen finden zu können.

Dazu kommt, dass Ake Edwardson das Einbinden von englischsprachigen Songtexten und Dialogen auf die Spitze treibt. Hier und da ein, zwei englische Sätze mögen den mordernen Anspruch des Autors unterstreichen - ganze Unterhaltungen unübersetzt zu lesen, ist schlichtweg nervig. Und wenn Zitate aus Evergreens aus Rock und Jazz das einzige sind, was den Gefühlszustand einer Person beschreiben kann, muss schon die Frage erlaubt sein, ob der Autor nicht in der Lage ist, Emotionen mit eigenen Worten wiederzugeben.

Unterm Strich bleibt eine der zwei Handungsstränge in Erinnerung, nämlich die Verfolgung eines Phantoms an der Küste Schottlands. Alles andere ist schnell vergessen, was letztendlich dazu führt, dass der Leser für seine Ausdauer zwar mit einem Happyend belohnt wird, dennoch aber arg unbefriedigt die "Segel aus Stein" in den Wind schießt. Ob der Vorgänger ein Ausrutscher nach oben und dieses Buch die wahre Fähigkeit Edwardsons beschreibt, einen guten Krimi abzuliefern oder ob "Segel aus Stein" nur ein misslungenes literarisches Experiment darstellt und Ake Edwardson mit dem sicherlich erscheinenenden Nachfolger zu bereits gezeigter Stärke zurückfindet, wird die Zukunft zeigen. "Segel aus Stein" ist zumindest ein Beleg dafür, wie ein an sich guter Schriftsteller mit einem viel zu aufgeblasenen Roman Schiffbruch erleiden kann.

Segel aus Stein

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Letzte Kommentare:
12.12.2014 22:46:14
Ulimar

Chronologisch habe ich alle Winter-Krimis heruntergelesen; von Mal zu Mal wurde es langweiliger. Dieses Buch war der Tiefpunkt, diese ewigen englischen Songtexte, immer wieder überlegen: wer ist das noch, das Durcheinander der Handlungsstränge, die Hauptstränge, die nichts miteinander zu tun haben ... Das war wirklich keine Spitzenklasse. da lobe ich mir Hakan Nesser oder Adler-Olson.

03.10.2014 10:17:43
Susanne

Ich kann mich nur anschließen. Ich habe schon einige Erik Winter Krimis gelesen.
Aber dieses Buch ist so was von langweilig!. Ich habe mich durch 500 Seiten gekämpft in der Hoffnung eine Handlung zu erkennen. Aber vieles in dem Buch ist so was von überflüssig. Vor allen Dingen diese vielen englischen Sätze. Total irritierend. Macht kein Spaß dieses Buch nochmals zu lesen

13.11.2013 09:29:44
Pregartbauer

Ich (als bisheriger Fan von dem "Winter-Team") habe mich schon zum letzten Drittel des Buchs durchgekämpft. Durchhalten laßt mich die Hoffnung, dass in den folgenden Romanen auch auf diesen Bezug genommen wird, also etwas zum Verständnis fehlen würde wenn man die Tortur abbräche; man wird sehen.
Ansonsten kann ich den zumeist negativen Kommentaren weitestgehend folgen. Vor allem die Wiedergabe von Song-Texten ist äußerst öde und offebart (hoffentlich keine) Unfähigkeit des Autors zu eigenen Worten in der von ihm selbst geschaffenen Situation.
Als Einzelbuch hätte ich es schon in die ecke geworfen - als Teil einer "Serie" hallte ich es für unverzichtbar.

25.03.2012 10:25:20
Stefan

Die Rezension trifft es genau. Ich habe das Buch gestern Abend beendet und war komplett enttäuscht. Es war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe und es wird definitiv auch das letzte bleiben. In Erwartung einer großen Wende habe ich mich tapfer durch die 500 Seiten gequält, um dann doch enttäuscht zu werden. Ich habe nicht verstanden, was diese parallele Handlung mit Djanali/Halders sollte. Leider ist das Ende sehr vage und ohne wirkliche Lösung. Gleiches gilt aber auch für die "Haupt"handlung, denn auch hier ist die Lösung am Ende sehr konfus und ohne klarem Überblick, was überhaupt passiert ist. Sehr enttäuschend! Ich ärgere mich inzwischen, dass ich nicht bereits vorher Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe. Allerdings war ich immer in großer Erwartung eines intelligent gemachten Top-Krimis und wollte mir die Spannung zu verderben. Schade.

15.09.2011 19:39:57
Koanz

Gut, dass ich keine Kommentare über dieses
Buch gelesen habe. Hätte es mir nicht gekauft und dies wäre ein Verlust gewesen!
Habe es im Urlaub in vier Tagen durchgele-
sen. Jede Zeile war es wert. Die zwei Hand-
lungen konnte ich sehr gut auseinanderhal-
ten. Beide waren sehr spannend geschrieben. Alleine die Beschreibungen von
Edwardson, wie er den Himmel beschreibt,
ist große Poesie. Für mich überragend.
Nahezu an 100%.

26.11.2010 11:43:39
Fenrir

Ich beziehe mich hier auf die gekürzte Lessung (HörbuchHamburg)von "Segel aus Stein". Hier wurde der 2. Erzahlstrang (Djenali) integral gestrichen. Wie ich den Rezensionen entnehme, ist das für einmal kein Verlust. Dennoch: Das Buch bleibt auch in der gekürzten Fassung eine Qual. Nicht enden wollende sinnleere Gespräche über Nichtigkeiten haben mich beinahe zum Wahnsinn getrieben. In den Rezensionen wird oft von Psychogrammen gesprochen. Ich halte die klischierten Trivialitäten aber eher für psychologisierte Schaumschlägerei. Dieses Buch empfehle ich als fieses Weihnachstgeschenk für unliebsame Verwandte.

06.11.2010 08:31:07
g.werner

Mir gefallen die Bücher von Ake Edwardson grundsätzlich nicht. Diese unzähligen englischen Sätze, seine Einlassungen über Musik - auch in englischer Sprache - was soll das? Will er mit seinen Sprachkenntnissen prahlen? Mumpitz! Und" !Segel aus Stein" ist eine Zumutung.GÄHN!!0tter
Nicht alles, was an Krimis aus Skandinavien kommt, ist lesenswert. Bis jetzt ist Mankell unübertroffen.

06.11.2010 08:30:38
g.werner

Mir gefallen die Bücher von Ake Edwardson grundsätzlich nicht. Diese unzähligen englischen Sätze, seine Einlassungen über Musik - auch in englischer Sprache - was soll das? Will er mit seinen Sprachkenntnissen prahlen? Mumpitz! Und" !Segel aus Stein" ist eine Zumutung.GÄHN!!0tter
Nicht alles, was an Krimis aus Skandinavien kommt, ist lesenswert. Bis jetzt ist Mankell unübertroffen.

10.01.2010 11:48:05
Barbara Gloor

Gähn kann ich da nur sagen! Im Gegensatz zu Lars Schafft fand ich die Misshandlungsgeschichte, die Halders und Djanali aufdecken sollen noch am spannendsten. Es ist einfach jammerschade, wenn man eigentlich eine gute Story hätte, diese dann aber nicht ein bisschen spannender voran treiben kann. Genau genommen überhaupt nicht spannend! Hätte man das Buch um einen Drittel gekürzt, es wäre nichts verloren gegangen. Schade, nach "Himmel auf Erden" hatte ich wirklich Hoffnung, Edwardson würde es doch noch schaffen spannende, gute Krimmis zu schreiben. Dieser aber ist des Lesens nicht wert und man kann ihn getrost auslassen!

01.08.2009 17:09:47
BZKKAI

Leider muss ich, auch als Fan des Kommissars Erik Winter, sagen, dass mich der Roman enttäuscht hat. Die zwei Handlungsstränge verwirren mehr als sie fesseln. Jede Geschichte an sich mag interessant sein, aber beide eignen sich aus meiner Sicht nicht, in einem Roman zu erscheinen.
Und wenn man erwartet, dass sich die Story überwiegend in Schottland abspielt, wird enttäuscht. Viel zu spät reisen Winter und sein Freund McDonald dorthin. Gerade dieser Teil hat mich interessiert.
Die Story von Aneta Djanali ist uninteressant und überflüssig. Schade

Von mir eine 50

03.08.2008 18:53:11
bunbury

Ich höre einfach auf meinen Bauch.
Und der hat nach der Lektüre des Buches
zustimmend gebrummt!
Gelangweilt hab ich mich zu keiner Sekunde, die "unwichtige" Nebenhandlung fand ich äußerst unterhaltsam. Auch Kriminaler sind Menschen mit allen Stärken und Schwächen. Und das darf der Autor auch ausführlich beschreiben.
Ich freue mich zumindest schon auf den nächsten Roman.

27.04.2008 22:30:38
Kinsey

Während ich die ersten paar Krimis aus der Reihe um Kommissar Erik Winter durchaus schätze, hat mich dieser Krimi von Ake Edwardson schwer enttäuscht,. So viel überflüssiges, eine Geschichte, die über viel zu viele Seiten nicht in Fahrt kommen will – ich war allen Ernstes versucht, das Buch halb gelesen wegzulegen. Es ist, als hätte der Autor diesmal mehr präsentieren wollen als einen guten Krimi, etwas, das höheren literarischen Ansprüchen gerecht wird. Na ja, das ist meiner Meinung nach gründlich in die Hose gegangen. All die Passagen über das Innenleben der Personen – das wirkt so gewollt, so mühsam stilisiert. Das können andere besser. Also Herr Edwardson: Schuster bleib bei deinen Leisten!

16.03.2008 01:02:39
scheve60

Ein ausgezeichnetes Buch für Leser, die sich mit Geduld auf Charaktere, Atmosphäre und Stil einzustellen bereit sind; ein schwieriges Buch für den typischen Krimileser - mich hat es jedenfalls von der erste´n bis zur letzten Seite gefesselt

24.09.2007 13:31:53
numerobis

Das einzige Buch Edwardsons, bei dem ich richtige Probleme mit dem lesen hatte.

Viel um den heißen Brei herum, ein Erik Winter, der nicht der Erik Winter aus den anderen Büchern ist, eine Aneta Djanali, die ständig an Afrika denkt, das sie nie gesehen hat, Wurzeln die sie nicht kennt.

Mühsam, sehr mühsam

29.08.2007 13:28:31
Martin

Tödliche Langeweile - Dieses Buch ist eher eine Zumutung für den Leser.

Quälend lange Beschreibung der Personen - ca. 2/3 nur Nebenhandlungen.

Und das auf 512 Seiten.

Ein richtiges Ende konnte ich auch nicht erkennen; kann aber auch daran gelegen haben, dass ich einige Absätze nur noch überflogen habe.

19.10.2006 12:26:22
Hartmut

Ich habe mich mit diesem Buch gequält. Es ist zu weiten Teilen sowas von langweilig, manchmal fand ich die "Psychogramme" fast so kitschig wie bei M. Zimmer-Bradley. Gut gefallen hat mir der schottische Teil, das ist wunderbar beschrieben und auch mit gewisser Spannung, so daß sich das Buch da gut weg liest. Völlig unbegreiflich ist mir auch die Parallelhandlung, die zudem ziemlich verworren ist und nicht mal eine richtige Lösung findet. Wozu zwei unzusammenhängende Krimis in einem? Um die Seiten zu füllen?
Ich mach\' jedenfalls erstmal Pause mit diesem Schrifsteller.

24.07.2005 15:03:32
Markus

Ich kann mich der negativen Ansicht über "Segel aus Stein" nicht anschließen. Mir gefällt gerade die Verknüfpung von zwei Handlungssträngen gut. Generell scheinen die Bücher von Edwardson mehr als nur Krimis nach dem Muster "Who dunnit?" zu sein. Das mag manchen Leser nerven, macht es aus meiner Sicht jedoch reizvoll.

03.05.2005 12:00:17
MARTINA ERNEN

Martina E. s Meinung zu "Segel aus Stein" 03.05.05, 11:40 U

Ich bin schon etwas enttäuscht von diesem Buch. Es ist langweilig
und langatmig. Ich habe alle Vorgänger gelesen und mag seine
Schreibweise. Doch hiermit hat er keine Glanzleistung abgeliefert.
Es kann nur wieder besser werden. Hoffentlich!

29.04.2005 10:01:20
prr

ich fand das buch spannend; hab mich nicht gelangweilt. das zitieren englischer liedtexte ohne übersetzing finde ich mutig. man darfdem leser auch etwas zutrauen.
das buch bricht mit gängigen formen und mir schien das sehr lesenswert.

07.04.2005 17:15:00
Wolfgang

Es war erst mein zweiter Krimi von Edwardson. Kann mich den schlechten Rezessionen dieses Krimi nicht anschliessen.
Habe die über 500 Seiten genossen. Viel Stil und viel Psychogramme. E. lässt sich halt viel Zeit Situationen zu beschreiben.
Was die englischen Texte betrifft halte ich sie für passend, speziell wenn Winter in Schottland unterwegs ist.
Wer harten Stuff will muss bei Arne Dahl reinschauen. Da ist mir allerdings der Appetit vergangen.

04.04.2005 20:28:25
Carsten

Puuuuuh, das war wirklich starker Tobak! Nachdem man sich also selbstaufopfernd duch die ersten 300 Seiten gequält hat (mit einer geradezu überflüssigen Zweithandlung und ebensolchen Charakteren sowie einer an Melancholie kaum zu überbietenden Stimmung - die durch geradezu penetrant eingeflochtene englischsprachige Songtexte aus den 60-80er Jahren stark an den Nerven und an der Ausdauer des geneigten Lesers zerrte), erschliesst sich auf dem letzten Drittel so etwas wie eine (vorhersehbare) \'Kriminalstory\' - letzteres lässt sich wirklich nur in Anführungsstrichen ausdrücken. \'Segel aus Stein\' - für mich persönlich komplett auf Grund gelaufen und sich damit perfekt in die generelle Langeweile skandinavischer Krimi-Autoren einreihend - man muss sie halt mögen, die skandinavischen Autoren...aber dies ist wie gesagt nur ein ganz persönlicher Eindruck!

11.03.2005 22:02:02
Markus Streich

Das Buch ist sterbenslangweilig. Zeitweise bin ich beim Lesen eingeschlafen. Nach 2/3 habe ich es aufgegeben und das Buch im Regal "entsorgt". Den Rest werde ich wohl nie lesen. Es ist mir aber irgendwie auch egal ...

11.02.2005 13:14:49
Karin Kurowsky

Ich kann dem Verfasser der Kritik leider nur voll und ganz zustimmen. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich derart gelangweilt hat - leider habe ich immer darauf gewartet, dass noch etwas wesentliches passiert, sonst hätte ich es aus der Hand gelegt. Mit den englisch-sprachigen Passagen hat Edwardson arg übertrieben. Zum Kommentar vom 25.01.05: Ich suche sicherlich nicht ausschließlich den Thrill und habe auch andere Bücher von Edwardson gelesen (seine Schreibe ist insgesamt nicht ganz einfach aber interessant)-abe den Einblick in das Innerste des Menschen zu geben, das kann man auch etwas weniger wortreich und langatmig formulieren.

25.01.2005 22:25:09
Antonia

Ich bin überrascht, wie es möglich ist, sich einerseits als versierten Edwardson-Leser zu beschreiben und andererseits den Stil, der Edwardsons Romane ausmacht, so offensichtlich gering zu schätzen. Ich frage mich, was den Autor der obenstehenden Rezension und die Verfasser der meisten hier geposteten Meinungsäußerungen an den übrigen Winter-Romanen fesselte. Ist es nicht gerade seine Art, in die Tiefe zu gehen, zu verweilen, genauer hinzusehen, die Edwardsons Romane so besonders macht und aus der Masse der Krimis heraushebt, so dass sie die Bezeichnung Literatur verdienen? Ist das Ergreifende, das Faszinierende nicht eben jener Einblick, den er in das Innerste seiner Figuren gewährt?! Wer "nur " einen spannenden Krimi sucht und nach Aktion und Grusel giert, ist meiner Meinung nach bei Edwardson nicht an der richtigen Adresse, er wird von Edwardsons Feingefühl und seinem Bilderschatz enttäuscht sein - wenn er ihn überhaupt bemerkt.

27.04.2004 10:21:04
Fritz T.

Der schwächste Edwardson, der mir bisher unterkam. Komplett überflüssig waren eigentlich beide Handlungsstränge, das einzig spannende war, dass in dem - geliehenen Buch - eine Seite fehlte, hier wurde dann einmal meine Phantasie angeregt. Das war es dann.

14.04.2004 21:23:19
Volker

Ein Krimi,der den üblichen banalen Ramen üblicher Krimis bricht und damit zuerst einmal Irritation hervorruft. Doch bei genauerer Bertrachtung erreicht Edwardson eine völlig neue Dimensiond der Beschreibung.der Fall entwickelt sich erst allmählich, doch dann stieg die Spannung auf das Ende ständig weiter an. Es war lange nicht wirklich klar, was die befreundeten Kommisare finden würden, doch das Ende war so nicht vorhersehbar.Der Dienst für eine alte Freundin entwickelte sich also fast zu einem persönlichen Drama, denn zum ersten Mal entwickelt sich die Handlung nicht im Dienst sondern im Versuch, einer Jugendliebe einen Gefallen zu tun; ein ambitionierter Roman, der einen aufmerksamen Leser verlangt. Ich fand ihn wieder sehr gelungen.

23.02.2004 11:02:16
Jan

Als Krimi kann man das jüngste Werk von Edwardson nicht bezeichnen. Ansprechend geschrieben mit viel Tiefgang und menschlichen Abgründen. Teils etwas träge, aber wer die übrigen Winter-Krimis gelesen hat, mag diesen vielleicht auch!

02.12.2003 10:52:17
S.R.

das erste mal, das ich beim lesen eingeschlafen bin.

19.11.2003 10:24:24
Harald Schönig

Das Buch ist eine einzige Enttäuschung: langatmig, uninspiriert und absolut belanglos! Habe es zuende gelesen, weil Edwardson aufgrund seiner vorherigen Romane bei mir einen gewissen Kredit hatte und weil ich bis zum Schluss hoffte, dass doch noch seine frühere Klasse aufblitzen könnte - aber leider vergebens! Mit "Flaute" und "Schiffbruch" treffen die vorangegangenen Kommentare voll den Sachverhalt - steht nur zu hoffen, dass der Autor mit seinem nächsten Buch wieder flott wird...

12.11.2003 14:22:08
S.T.

literarisch ansprechend, aber sterbenslangweilig.
Ist das überhaupt ein Krimi?
Defenitiv der unspannendste Edwardson.

Lieber nicht!

25.10.2003 09:33:46
Michael G.

Das Buch hat mich schon sehr enttäuscht. Zwar ist es gut geschrieben, eine Spannung kommt aber meines Erachtens nicht richtig auf, da die Lösung des Falles während des gesamten Buches kaum voran kommt und es, wie meine Vorredner schon schrieben, nur um die Lebenskrise von Winter geht. Ein Krimi muss im Laufe der Geschichte der Lösung doch immer ein Stück näher kommen, was hier bei Leibe nicht der Fall war. Schade.

16.10.2003 11:24:51
Keyser_Soze

Hmm...irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Verbrechen, die in diesem Buch stattfinden, nur als "Beilage" für die Lebenskrise Winters (wenn ich es so mal nennen darf) dienten! Aber gut geschrieben ist es trotzdem, keine Frage und am Ende ist die Spannung auch dabei!

02.09.2003 17:55:06
ilka

Leider ist dieses Buch das schlechteste Buch eines sonst sehr guten Autors. Irgendwie kommt es einem so vor, als ob einfach was aneinander gesetzt wurde, um eine Handlung zu erzeugen.
Das einzig Positive ist die Begegnung mit seinem englischen Kollegen.
Meiner Meinung nach ist das Buch nicht sehr empfehlenswert.