Schutzpatron

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Osterwold Audio bei Hörbuch Hamburg, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Volker Klüpfel & Michael Kobr

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Jörg Kijanski
Krimi-Comedy (fast) vom Feinsten.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jan 2011

Gerichtsmediziner Böhm bittet Kriminalhauptkommissar Kluftinger von der Kripo Kempten sich eine Leiche anzusehen. Es handelt sich um die 82-jährige Maria Zahn, die als natürlicher Todesfall eingeliefert wurde. Doch Böhm hat aufschlussreiche Würgemale am Hals der Toten entdeckt, so dass Kluftinger unerwartet in einem Mordfall ermitteln muss. Dabei findet er schnell heraus, dass die Ermordete alles andere als beliebt war und ihr die Nachbarn den Spitznamen "Giftzahn" gaben. Als wäre dies nicht schon Arbeit genug, erfreut ihn sein Chef, Polizeipräsident Lodenbacher, mit einer Sonderaufgabe. Ein seit einigen Jahren auf "Tournee" befindlicher Burgschatz soll in einem neuen Museum in Altusried fortan zu sehen sein. Teil des Schatzes ist eine hochwertvolle Reliquienmonstranz mit den sterblichen Überresten des heiligen Magnus, des Schutzpatrons des Allgäus.

Kluftinger und sein Team ermitteln nach Kräften und entdecken in besagtem Mordfall bald eine erste Spur in der stillgelegten Autowerkstatt von Zahns Ehemann, wo auch deren Leichnam entdeckt wurde. Ein "geheimer Raum" ist mit einem seltsamen Gebilde ausgestattet, welches Kluftinger als Nachbildung jenes Museumsraumes erkennt, in dem in Kürze die berühmte Monstranz untergebracht werden soll. Offenbar scheinen die beiden Fälle zusammen zu hängen…

Schutzpatron ist bereits der sechste Fall für den "Kommissar ohne Vornamen" des deutschen Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr. Die beiden in Kempten geborenen Autoren sind seit ihrem ersten Fall auf der Überholspur und dies mit einem Protagonisten, der kein Fettnäpfchen auslässt, ja den man in der Realität aus lauter Fürsorgepflicht sogar umgehend in einer Fachklinik einliefern würde. "Klufti" ist eine geniale Mischung aus (nun ja) cleverem Ermittler und dem typisch deutschen Spießer, der zwar von Nichts eine Ahnung hat, aber immer fleißig mitredet. Dass da der erste Flug des Kommissars nicht in einem wahren Fiasko endet, ist vor allem seinem Mitarbeiter Maier zu verdanken, der auf seine Weise natürlich auch ordentlich einen an der Klatsche hat. Schutzpatron ist, um es klar zu sagen, falls es jemand noch nicht wissen sollte, kein Kriminalroman im üblichen Sinn, sondern vielmehr eine recht überdrehte Kriminalkomödie. Der Spruch "Dümmer als die Polizei erlaubt" schwirrt einem ständig im Hinterkopf. Natürlich gibt es Verbrechen und es wird tatsächlich ermittelt, aber in erster Linie scheint es dem Autorenduo darum zu gehen, ihre Leser mit aller Gewalt zum Lachen zu bringen. So zum Beispiel als Kluftinger von seinem Sohn Markus erfährt, dass dieser die Japanerin Yumiko heiraten möchte.

 

"Wo wollt ihr feiern? Beim Mondwirt oder im Stiefel?" "Das kommt jetzt halt drauf an, ob wir hier oder drüben heiraten", erklärte Markus. Kluftinger blickte ihn entgeistert an: "In der DDR?" Sein Sohn verdreht die Augen: "In Japan natürlich."

 

Da die Wiedervereinigung schon einige Jahre her ist, dürfte ein solch schaler Kalauer nicht allen gefallen. Überhaupt schießen die Autoren im vorliegenden Fall ein klein wenig über das Ziel hinaus. Kurz vor dem vermeintlichen Zugriff auf den oder die Täter heißt es

 

"Hör mal zu, ich hab eine verdächtige Person auf dem Schirm. Elf Uhr." Kluftinger blickte auf seine Armbanduhr: Ich hab’s erst zehne." "Wie?" "Nach meiner Uhr ist es erst zehn." "Ach so, ja, nein, ich meine die Richtung. Elf Uhr. Südost, wenn dir das besser gefällt." Kluftinger seufzte: "Probier’s mal mit rechts oder links."

 

Soll ein derartiger Ermittler wirklich weitere Fälle lösen oder lieber in einem Sanatorium seiner baldigen geistigen Genesung entgegen fiebern? Eine kleine Verneigung der Autoren vor der österreichischen Kultfigur Kottan kommt daher nicht von ungefähr. Man kann sich mit dem Schutzpatron dennoch großartig amüsieren und so freuen sich die Fans der Serie schon jetzt auf den nächsten Fall. Priml.

Schutzpatron

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Letzte Kommentare:
02.03.2017 20:12:26
Schnippi

Na ja - da scheiden sich die Geister. Ich habe schon besseres gelesen und frage mich, ob ein derart "vertrottelter" Kommisar in der Wirklichkeit bestehen könnte. Also betrachte ich diesen "Krimi" mehr von der humorvollen Seite (denn ein schmunzeln oder Lacher sind immer mal wieder drin)...nehme ihn nicht als "Bierernst" und kann somit diesem Buch einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Leider stehen Nebensächlichkeiten (Privatleben usw) zu sehr im Vordergrund und werden (so mein Gefühl) viel zu sehr ausgeschmückt und breit getreten. Trotz aller "Trottelligkeit" schafft es Kluftinger aber immer wieder (was einer gewissen Bauernschläue geschuldet sein muss) die aktuellen Fälle zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu bringen. Alles in allem ... ein unterhaltsames, humorvolles aber nicht so ernst zu nehmendes Buch. ...leichter Lesestoff eben.

11.01.2017 11:15:35
Wolfgang Seckler

Ich muss in de. Chor der Abgenervten einstimmen.
Findet man den. ahezu grenzdebilen Kluftinger anfangs noch recht amüsant, wird spätestens ab Band 3 die Frage akut, wie ein derartig ungebildeter, ahnungsloser und vollständig verspiesserter Ignorant Hauptkommissar werden konnte, bzw. überhaupt die Einstellungsprüfungen der Polizei bestehen konnte.
Man beleidigt Jörg Maureres Jennerwein und Rita Falks Eberhofer, wenn man dieses Musterbeispiel für Fremdschämen in die Reihe der bayrischen Originale in Uniform einreihen würde.

03.07.2014 06:03:19
Gustl Löhrl

Aufhören-aufhören-aufhören- Klufti wird zum absoluten Volltrottel. Es geht den beiden Autoren nur noch ums Kohlemachen.
Die ersten Bände waren ja noch o.k.
Nachdem man mir noch eine CD der beiden geschenkt hatte, war bei mir endgültig der Spaß zu Ende.
Mich kriegt Ihr zwei nicht mehr dran!
In der Verfilmung ist Herbert Knaup ein absoluter Volltreffer. Gottseidank wird sich für eine Verfilmung des letzten "Schrotts" niemand mehr finden.
Ich wünsche den Autoren, daß sie privat wieder auf den Boden zurück kommen.

03.12.2013 13:21:05
Hans Jürgen Möller

Ich bin sehr froh, alle Kommentare gelesen zu haben, denn zunächst dachte ich, aufgrund der Papularität der Reihe, nur ich fände den Roman unerträglich. Über fast die Hälfte des Buches einem unerträglichen Trottel über die Schulter sehen zu müssen, ist mehr als nur anstrengend. Ein etwas provinzieller Kommissar mit eigentümlicher Sicht auf die Dinge des Alltags, gut. Besonders wenn es dann noch witzig verpackt ist. Aber einen grenzdebilden Menschen erleben zu müssen, ist zu viel.
Übertreibungen, nein, unerträgliche Übertreibungen haben nichts mehr mit Humor oder gar Originalität zu tun. Kann mich nur anschließen: Bitte aufhören.

01.07.2013 07:45:23
rolandreis

Grundsätzlich lese ich die schrulligen Geschichten um den Allgäuer Kommissar sehr gern, lassen Sie einen doch immer wieder recht schmunzeln. In diesem Buch kommen zwar auch einige gute Pointen vor, dennoch bin ich der Meinung das dies bisher das schwächste Buch der Serie ist. "Schutzpatron" ist mit Einschüben geschrieben, die aus Sicht des Verbrecherteams Einblicke in das geben, was diese vor haben. Für mich ein Störfaktor, der mich in meinem Lesefluss immer wieder unterbrach. Daher hat es sich diesmal etwas geschleppt, das Lesen hat mir nicht ganz die gewohnte Freude bereitet.

22.04.2013 17:07:28
Darixfriends

Kluftinger agiert dieses Mal in seiner Heimatgemeinde Altusried. Dort soll die St. Mang Minstranz, im neuen Museum ausgestellt werden. K. ermittelt zusätzlich in der großen Welt, in Wien, einige Slapstik-Einlagen, die Kommunikation mit seinem niederbayerischen Polizeichef, K. auf dem Golfplatz in der Heimgolfanlage bei seinem Nachbarn Dr. Langhammer. Hinzu der Diebstahl seines Passats. Beziehungsstress mit seiner Frau, der Sohn Markus möchte seine japanische Freundin heiraten. Kluftinger im Flugzeug als überzogener, aufgeregter Fluggast. Das die Monstranz gestohlen wird, ein ehemaliger Kunsträuber die Fäden zieht, die Diebesbande mit Decknamen von Heiligen agiert. Unterhaltsam ist anders, zu überzogen, von der Story her eher dünn. Maximal Durchschnittlich, die bestimmt noch folgenden Bände müssen nicht zwingend gelesen werden. Kluftinger nutzt sich ab.

13.03.2013 14:12:21
Reinhardt Richard

Das schlechteste Buch aus der Kluftingerserie.
Werde keins mehr lesen. Klufti wurde zum
Vollidioten degradiert.
Habe die Seiten von der Wohnung in Wien
nur überflogen. Wer braucht das ?
Das sein Auto nicht gestohlen sonder er
den Stellplatz vergessen hatte war von Anfang an klar.
So wie die Autoren schreiben ist Ihnen der Stoff ausgegangen. Mein Tipp aufhören und Geld verleben.

27.07.2012 22:05:46
Ekkehard Senn

Jeder 10-jährige kann im Netz brauchbare Suchanfragen stellen , jeder 6-jährige weiß, dass man beim Telefonieren mit neuen Adressaten sich erst einmal vorstellt. Wie ein solcher Trottel (kluftinger) Kult werden kann, bleibt mir ein Rätsel.
Die Flugpassage nach Wien ist einfach nur peinlich, und nicht witzig. Falls jemand gerne Krimis von heimischen Autoren liest, sollte er unbedingt zu den Krimis von Uwe Ritzel greifen (relevante Themen und spannend). K.und K. halte ich für völlig überschätzt.

05.07.2012 13:57:33
Silberfee28

In dem neuen Kluftinger , der von mir wie von vielen anderen auch schon sehnsüchtig erwartet wurde geht es um einen Schatz , den es zu schützen gilt.


Nachdem der letzte Kluftinger schon grenzwertig war , dachte man als Leser es kann eigentlich nur besser werden. So viel so Optimismus. Leider war der Optimismus das was zuletzt starb oder auch als erstes je nachdem aus welcher Sicht man es betrachten will...

Die Person Kluftinger ist Kult, darin sind sich alle Leser einig. Aber die Entwicklung die der liebe Kommisar so im Laufe der Bücher durchlebt ist sowas von unterirdisch da lag der sagenumwobene Schatz von Altusried noch sehr weit oben.
Kluftinger wird in dem neuen Buch als absoluter Vollidiot dargestellt, DAS kann man als Leser schon gar nicht mehr glauben. Auch die Personen um ihn herum werden so skizziert als ob sie blind oder blöd oder alles zusammen sind (Stichwort Erika seine Frau).
Damit bleiben die Dailoge auch seicht und unausgegoren, einfach nicht passend.

Die Handlung selber kann da auch nicht viel herausreißen, sie mag kurzfristig ablenken von der kluftingerschen Entwicklung aber retten kann sie das Buch keinesfalls. Die Bücher leben und sterben eben mit Kluftinger selbst (leider!) .

FAZIT: Es war das erste Buch dieser Reihe welches ich entnervt zur Seite gelegt habe und wo ich mich wirklich frage was in die beiden Autoren gefahren ist (oder was über sie gefahren ist wer weiß).

27.11.2011 17:31:36
Ticva

Das Cover ist schon humorvoll gestaltet.
Im Vordergrund ist ein Verkehrsschild mit zwei Wanderern abgebildet, die jeweils einen Heiligenschein über dem Kopf haben. Im Hintergrund des Schildes ist auf einem Berg eine Burgruine zu sehen.
Der Titel "Schutzpatron" erweist sich als äußerst treffend, wenn man die Geschichte liest, und das nicht nur auf eine Weise.

Schatzräuber der modernen Art haben es dieses Mal auf einen Burgschatz abgesehen, der in sein Zuhause bei Altusried zurückgebracht werden soll.
Während Kluftinger sich mit gestohlenen Autos und dem neugewonnenen Interesse am Golfsport beschäftigt, knüpft ein Ganove zusammen mit einer kleinen Gruppe von fähigen Dieben einen sicheren Plan, um die Artefakte zu stehlen.
Es sieht sehr lange so aus, als ob der Drahtzieher der Diebesbande Kluftinger und seine Kollegen an der Nase herumführen kann, da der Kommissar zudem auch noch mit einem Mord beschäftigt ist.
Aber all das ändert sich, als Kluftinger etwas auffällt, was dem Rest des Teams wie moderne Kunst vorkommt ...

Die Thematik des Krimis wird durch die humorvollen Einlagen von Kluftinger & Co. regelmäßig in den Hintergrund geschoben.
Spannung, welche für einen Krimi eigentlich normal ist, gab es in diesem Roman auf dramatische Weise erst zum Schluss ohne Unterbrechung. Zwischendurch blitzte sie nur auf, wenn es um die Ganoven ging.
Dafür war der Krimi äußerst humorvoll und ich musste sehr oft schmunzeln, manchmal sogar laut lachen.
Die Nebensächlichkeiten im Privatleben und im Job des Kommissars waren immer viel interessanter, als der aktuelle Kriminalfall, den er gerade löste.
Und das ist auch der Grund, weshalb ich Kluftinger nun schon bis zum sechsten Fall treu geblieben bin!
Wie bisher in jedem Band wusste ich nicht, ob ich Klufti mögen oder ihn für nicht ganz voll nehmen sollte.
Er hat so eine geniale Mischung aus beidem, was ihn sehr sympathisch macht. Seine Art an Situationen heranzugehen ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer für mich. Eine Frage ging dabei jeder Situation voraus: Wie handelt Klufti nun wieder und welche Folgen wird es haben?

Fazit:
Die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr knüpfen gekonnt Kriminalistisches mit einem äußerst tollpatschigen Ermittler und seinem witzigen Privatleben zusammen. Das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsamer und lustiger Krimi aus dem Allgäu.

17.10.2011 13:25:08
fridolinie

Bin auf Seite 30 (oder so) und kämpfe mich so durch, weil ich meine, das Buch gelesen haben zu müssen. Nur frage ich mich auf jeder Seite, warum ich mir das antue? Wird das noch besser?
Wann kommt denn bitte die Komik, von der der Rezensent so schwärmt? Weder sind die Dialoge witzig noch kann ich an den geschilderten Situationen etwas amüsant finden. "Peinlich" trifft es eher.
Ich kann den "Vor-Kritikern" nur Recht geben: die Bücher werden von Mal zu Mal ärgerlicher.
Gekauft habe ich mir schon Rauhnacht nicht mehr, falls es einen Folgeband gibt, werde ich auch in der Leihbücherei einen Bogen drum machen.

06.10.2011 22:42:15
Werni

Der beste Klufti! Habe mich selten so amüsiert und gelacht bei einem Krimi. Macht weiter so und schickt Klufti noch lange nicht in den Ruhestand. Bin gespannt was Volker Klüpfel und Michael Kobr noch so alles um Klufti einfällt. Nur schon was im wegen dem rosa Smart einfällt und ob er sich wieder ins Flugzeug setzt. Z.B. nach japan.

02.10.2011 17:45:56
Paula Eva

Es gibt einen guten Satz im Schutzpatron. "Dass so einer wie Sie eine Pistole tragen darf, finde ich unverantwortlich." Die Unbedarftheit, in der Kluftinger dargestellt wird, ist nicht mehr zeitgemäß. Die daraus entstehende Situationskomik wird einfach zu langatmig. Verschroben ist teilweise witzig, aber Kluftinger ist nur noch peinlich. Diese Darstellung wird von Krimi zu Krimi schlimmer. Ich lese nun wirklich keinen mehr.

Das ist schade, denn die Plots der Krimis sind interessant und gut recheriert. Als Grundlage für Drehbücher eher geeignet.
Vielleicht werden sie ja verfilmt. Erntedank war ja eine brauchbare Umsetzung.

Das Schlimmste an diesem Krimi war die ständige Verwendung von grinsen. Hat das WORD-Programm denn gar keine Synonyme dafür.

02.10.2011 08:58:29
helene pauli

Diese Mischung von Komödienstadl und Topkapi funktioniert einfach nicht. Kluftinger wird über weite Strecken zur Karikatur, da wirkt es dann vollkommen unglaubwürdig, dass dieser bayrische Einfaltspinsel den Fall scharfsinnig löst.
Ein über weite Strecken langweiliger Krimi: schlechte Dialoge, holprige Handlung, ärgerliche Überzeichnung der Protagonisten. Im Gegensatz zu den vorherigen Kluftinger-Krimis ein echter Flop!

13.09.2011 15:12:33
Elisabeth Vollenweider

Ich habe bis jetzt alle Kluftinger-Krimis gelesen, aber ,Schutzpatron, ist nur noch ärgerlich und seitenweise peinlich! Mir tut der Klufti leid! Was soll das? Ich möchte gerne einen guten Krimi lesen und nicht, wie ein nicht so weltgewandter Mann lächerlich gemacht wird! Was denken sich die Autoren dabei?

29.08.2011 23:41:56
ballaudo

Warum die Autoren ihre Kultfigur Kluftinger bis ins Klo verfolgen, um ihn lächerlich zu machen, ist mir ein Rätsel. Selbst seine Ehefrau Erika lässt nichts aus, um ihn bloß zu stellen. Das nervt nur noch! Seit "Rauhnacht" ist er von seinen Erfindern um des billigen Klamauks wegen zum Deppen degeneriert, dem man am allerwenigsten zutraut, einen kleinen Diebstahl, geschweige denn einen Mord aufzuklären. Schade um ihn, jetzt ist er für micht als humoristische Figur tot. Aber inzwischen gibt es ja reichlich Alternativen auf diesem Sektor.
Kobr und Klüpfl kann man nur empfehlen, mit einer anderen Haupt-Figur von vorne zu beginnen.

26.08.2011 15:06:12
Christl Ott-Allgeyer

Noch selten habe ich einen derart ärgerlichen Krimi gelesen! Der anfangs sympatische Grantler Kluftinger degradiert zur unglaubwürdigen Witzfigur. Jeder einzelne "Gag" ist vorhersehbar. Peinlich auch die Schilderung des Wiener Kollegen, nein danke, so was braucht die Welt nicht. Schade um das Geld, das meine Freundin dafür ausgegeben hat, um mir eine Freude zu machen.

15.08.2011 18:12:16
Edelbert61

Warum wird Schutzpatron eigentlich auf der Krimi-Couch vorgestellt und nicht auf der Bauerntheater-Couch? Als ehemaliger Klufti-Fan war die Rauhnacht schon schwer verdaulich, aber Schutzpatron ist für mich persönlich das Ende dieser Buchserie. Krimi? Spannung? Fehlanzeige! Dafür billiges Kasperltheater mit einem Klufti, der einem leid tun kann und für den ich mich als Leser nur noch fremdschäme. Schade.

29.07.2011 00:03:05
Peter55

Leider kann das Buch an die erstklassigen, humorvollen Vorgängerbücher nicht anknüpfen. Die Figur Kluftinger hat sich zu sehr zum negativen verändert. Keine "Kasspatzen" und keine überraschenden Geistesblitze, ein Kluftinger als Dorfdepp - nein danke! Die Handlung des "Krimis" ist sehr durchsichtig und vorhersehbar, die Aufteilung der Handlung in zwei verschiedene Sichtweisen sehr gewöhnungsbedürftig. Alles in Allem der bisher mit Abstand schwächste Kluftinger, aber die Hoffnung stirbt zuletzt .!

28.07.2011 09:30:54
laggmaus

Ich bin auch sehr enttäuscht von dem neuen Fall. Nach Rauhnacht war ich schon nicht sehr glücklich, wollte Klufti aber eine 2. Chance geben, da ich nach den ersten Büchern ein totaler Klufti-Fan geworden bin. Leider haben die Autoren die Chance nicht genutzt. So wie man den Kommissar darstellt ist es nicht mehr lustig, so weltfremd und "deppert". Die beiden sollten sich für Kluftinger mal etwas anderes einfallen lassen, so werde ich bestimmt kein Fan bleiben...es gibt ja auch noch andere Lokalkrimis...

14.07.2011 18:50:52
Kurt Wallander

Seltsam, ich scheine einer der ganz wenigen eingefleischten Klufti-Leser zu sein, der diesmal echt enttäuscht ist. War "Rauhnacht" schon ein ziemlicher Flopp durch seine fade, durchsichtige und langhammerlastige Handlung, so hat mich die Art und Weise, wie beim "Schutzpatron" die Person Kluftingers demontiert wird, regelrecht verärgert. In den ersten vier Bänden hatte man den Eindruck, es mit einem etwas verschrobenen, heimatverbundenen aber durchaus klugen Kommissar zu tun zu haben. Beim "Schutzpatron" ist er dagegen nur noch ein weltfremder, seniler Depp. Nach "Rauhnacht" dachte ich noch, naja, vielleicht hatten die Jungs diesmal kein großen Bock - kann ja mal passieren, das wird schon wieder - aber da habe ich mich wohl geirrt.Auch das Brunetti-Konzept der kulinarischen Häppchen im Text haben sehr gefehlt (zumindest für jemanden, der Kässpatzen mag) und die Beschreibung der Bydlinskibude war nicht wirklich appetitanregend.Dazu noch logische Fehler wie eine frischverputzte Wand am Ende eines unentdeckten Geheimganges - echt peinlich.Den nächsten Klufti werde ich mir jedenfalls nicht mehr kaufen, sondern abwarten bis er in der Leihbücherei steht - schade!

30.06.2011 01:26:05
Sola

Sola zu Schutzpatron
Der beste und lustigste Kluftinger aller Zeiten. Der Origina Allgäuer hat eine besondere Vorliebe: Er tritt in jedes Fettnäpfchen, das irgendwo aufgestellt ist. Besonders bei seiner noch-nicht-Schwiegertochter aus Japan redet er sich um Kopf und Kragen, dabei ist er keineswegs fremdenfeindlich. Er beteuert: "Ich gucke sogar manchmals das Auslandjlurnal."
Kluft im Flugzeug - eine verschmitzte Lachnummer. Bei soviel Humor kommt aber doch nicht die spannende Krimhandlung zu kurz.

29.06.2011 11:47:48
Oochim01

Kluftinger pur!Uriger Humor, gepaart mit einem netten Krimi. Das Buch ruft, nein, schreit nach einer Fortsetzung. Allein die Idee, Kluftinger in ein Flugzeug zu verfrachten, war Gold wert. Auch wenn die Langhammers etwas kurz weg kamen, atmete Kluftingers Seele aus jeder Zeile. Das Geheimnis um den neuen "Bösewicht" wird hoffentlich recht spät gelöst. Großes Kompliment.

23.06.2011 14:37:05
Michael Müller

Typischer Kluftinger - vergesslich wird der Hauptdarsteller, in der Realität solle ja auch leute geben, die Ihr aut nach vielen Jahren in einem Parkhaus finden... - des Rätselslösung ist wenig überraschend. Die Neue Figur macht jedoch Lust auf eine Fortsetzung. Leider steht hier die Beziehung zu Dr. Langhammer im Hintergrund.

23.06.2011 11:22:50
Vince-Garron

Ein wirklich toller Klufti! Dieser Roman,hatte wirklich wieder alles was man für einen guten Krimi braucht!
Ein ganz großes Kompliment an die Autoren! Sie haben da wirklich wieder tolle Arbeit abgelegt.Und richtig interesant ist die neue Figur die man da jetzt mit einbauen will! Ich bin schon ganz gespannd,wann wir wieder was neues von Klufti lesen können.

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