Seegrund

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • München; Zürich: Piper, 2006, Seiten: 336, Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2008, Seiten: 340, Originalsprache
  • Berlin: DAV, 2007, Seiten: 3, Übersetzt: Volker Klüpfel & Michael Kobr

Couch-Wertung:

72°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

2 x 91°-100°
1 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
1 x 1°-10°
B:72.6
V:4
W:{"1":1,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":1,"81":0,"82":1,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":2}
Peter Kümmel
Inspiriert vom Mystery-Boom

Buch-Rezension von Peter Kümmel Sep 2006

Wie bereits bei den Vorgängern "Milchgeld" und "Erntedank" braucht das Allgäuer Autorenduo wieder sehr lange - fast zu lange -, bis es wirklich zur Sache geht. Zunächst darf Kommissar Kluftinger mal wieder von einem Fettnäpfchen zum nächsten tappen. Inmitten japanischer Touristenscharen vor den bayerischen Königsschlössern lernen die Kluftingers "Miki", die neue Freundin ihres Sohnes kennen, die sich natürlich prompt als Japanerin Yumiko entpuppt. Beim anschließenden Familienausflug zum nahe gelegenen Alatsee stolpert man dann über eine Leiche: ein Taucher liegt in einer großen Blutlache - so scheint zumindest der erste Eindruck. Doch dann entdeckt Kluftinger Lebenszeichen an der vermeintlichen Leiche - und das "Blut" entpuppt sich als eine geheimnisvolle Substanz, die an verschiedenen Stellen des Sees vorkommt.

Unerwünschte Unterstützung erhält das Team um Kommissar Kluftinger bei den Ermittlungen von Friedel Marx, einer sehr männlich wirkenden Zigarillos rauchenden Beamtin der Kripo Füssen. Da der Taucher im Koma liegt, können die Polizeibeamten auf diesem Weg keine Hilfe erwarten, und so gehen die Ermittlungen nur sehr schleppend voran.

Ein Charakter mit Potential zum Außenseiter-Kultstar

Der Taucher war Mitglied einer Forschergruppe um Professor Guthknecht, die die ökologischen Besonderheiten des Alatsees untersucht, in dem Tauchen streng verboten ist. Erste Spuren führen zu einem Souvenirladen sowie zu einem bekannten Architekten, und irgendwann versteift sich Kluftinger darauf, daß das Geheimnis auf dem Seegrund des Alatsees zu finden ist, bis zu dem bisher keiner durchgedrungen ist.

Etwas zuviel Inspriration haben sich die Allgäuer Autoren wohl beim derzeitigen Mystery-Boom geholt, denn so nach und nach scheint sich herauszustellen, daß sagenhafte Schätze aus der Nazizeit im See auf ihre Schatzsucher warten. Dies führt zu einem zwar interessanten, aber doch reichlich konstruierten Plot, mit dem man aber innerhalb der Kluftiger-Reihe weiterhin für Abwechslung sorgen kann.

Die Charaktere der Nebendarsteller scheinen weiterhin noch etwas unausgegoren zu sein. So mausert sich Richard Maier, der in "Erntedank" zum für die Polizei unwürdigen Depp verkommen war, zum lernfähigen Polizisten. Vielleicht hat man sich hier Kritik zu Herzen genommen. Der Staatsanwalt, dem in "Erntedank" eine größeres Rolle zugedacht war, fehlt diesmal völlig, dafür wurde mit Friedel Marx ein neuer Charakter geschaffen, der das Potential zum Außenseiter-Kultstar hat.

Nicht jeder Gag ein Treffer

Das Team rauft sich schließlich zusammen und kommt mit zielstrebigen Ermittlungen dem Ziel Schritt für Schritt näher. Doch bleibt es letztendlich dem sonst so tollpatschigen Kluftinger vorbehalten, mit genialen Gedankenzügen auf des Rätsels Lösung zu kommen und die Schuldigen zu entlarven.

So mancher Seitenhieb wie den auf Reinecker-Krimis sitzt, doch bei einigen Scherzen entpuppt sich die Pointe auch als Rohrkrepierer. Auch die ständigen Duelle zwischen Kluftinger und Dr. Langhammer bieten gelegentlich nicht mehr als peinliche Albernheiten, dazwischen aber auch gelungene Gags. Doch "Seegrund" kann ebenso wie "Erntedank" leider nicht an den Anfangserfolg "Milchgeld" anknüpfen. Natürlich ist es schwer, auf einen Anfangserfolg noch einen draufzusetzen. Das sollte aber auch nicht unbedingt das Ziel der Autoren sein. Mit der unverkrampften Originalität der Krimis mit ihrer Mischung aus Lokalkolorit, ernsthafter Krimihandlung und nicht ganz so ernsthaftem Beiwerk lässt sich ein großes Publikum besgeistern.

Bleibt zu hoffen, daß sich die beiden vielversprechenden Autoren nicht verheizen lassen, sprich: sich nicht von den Verlagen so in Termindruck bringen lassen, daß den Lesern unausgereifte Romane vorgesetzt werden, wie das leider bei so manchem Schriftsteller nach Anfangserfolgen der Fall ist. Die Fans warten auch gerne zwei Jahre, wenn sie dafür einen Kluftinger-Krimi erhalten, in dem auch wirklich alles passt.

Deine Meinung zu »Seegrund«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
09.02.2019 17:22:43
Mabel

Diese Buch ist eine absolute Peinlichkeit für den deutschen Buchmarkt. Die Szenen mit der asiatischen Schwiegertochter sind nicht witzig, sondern ziemlich unverhohlen rassistisch. Der Protagonisten ist absolut unsympatisch und die Story, die eh nur am Rande eine Rolle spielt, dünpelt lustlos vor sich hin.
Muss ich vielleicht Bayer sein, um den ganze Erfolg zu verstehe? Verwechsel ich Unfreundlichkeit mit Urigkeit, unangebrachte Vorurteile mit Gutbürgerlichkeit?

20.11.2016 13:46:38
Schnippi

Wieder eine Handlung, die eine gewisse Spannung von Anfang bis Ende bei behält. Manche Pssagen sind allerdings (vor allem, wenn es um die privaten Dinge, Eigenheiten und Befindlichkeiten des ermittelden Kommisars gehen) zu langatmig geschrieben. Sie verleihen dem Buch aber auch ein "gewisses Extra" dass einen Lokalkrimi ausmacht. Für Freunde handfester Krimis allerdings nicht geeignet.

01.10.2013 05:04:52
kianan

Was soll ich sagen: Hier steht nicht unbedingt der Kriminalfall im Vordergrund, sondern der absolut treffend herrliche Humor und Lokalkolorith. Zwischendrinnen habe ich wirklich sehr gelacht - es entspricht m. E. vielem der Wahrheit ohne beleidigend zu wirken. Trotzdem war die Geschichte spannend. Es handelt sich um kein Pageturner - aber für mich ein absolut lesenswertes, unterhaltsames Buch und aus meiner Sicht bisher das Beste der Serie, die ich definitiv weiterlesen werde!!! Ein gelungenes Buch!!!

03.04.2012 23:13:20
machichsonstnie

Als Späteinsteiger in den Klufti-Hype wollte ich nach der Hälfte des Premierenromans "Milchgeld" schon wieder aufhören - hätte ich nicht zufällig noch Rauhnacht" zuhause liegen gehabt; danach begann das Klufti-Fieber auch bei mir und eine Ausgabe folgte der Nächsten. Zu Weihnachten bekam ich dann den "Schutzpatron". Und muss sagen - war e t w a s enttäuscht. Die Recherche mag intensiver und genauer geworden sein, die Geschichte ausgefeilter, aber Klufti himself verliert an Kautzigkeit. (Wer hat sich nicht gebogen vor Lachen bei der Beschreibung des Running Sushi?!im Seegrund)
Wäre im Schutzpatron nicht die Szene "Kluftinger im Flieger", würde ich dieses Buch fast schon hinter Milchgeld einreihen;
Ich möchte mich einigen Meinungen hier anschliessen - für einen GUTEN Kluftinger warten wir auch länger als 1 Jahr.EINE "Dan-Brown-Blockade" reicht;bitte nicht soviel Druck, dass es auch hier zu einem Nachfolgeroman kommt, der das Papier nicht wert ist auf dem er gedruckt wurde...
schlimm genug, dass die hochgelobte Doku im BR so stinkelangweilig war, dass ich mich als Klufti-Fan vor sämtlichen Bekannten und Verwandten blamiert habe mit meinem Tipp "unbedingt ansehen, wir sehen die Location der Kluftinger Romane und erfahren etwas über den Inhalt der Bücher."
Von wegen - dadurch konnte ich nicht einen Neu-leser dazugewinnen.Fazit: Wir warten sehnsüchtig auf einen neuen kauzigen Klufti - und Vorfreude ist bekanntlich die Schönste Freude; also, bitte nicht mit übereilten Schritten ein Buch auf den Markt werfen, dass nur auf Kommerz zielt aber nicht "zieht". toitoitoi

01.09.2011 12:11:29
T.Sch.

Ich habe "Seegrund" als erstes Buch in der Kluftinger-Reihe gelesen. Ich bin eigentlich der absolute Thriller-Fan, angefangen bei Charlotte Link über Joy Fielding, Tess Gerritsen, u.s.w. .und mir kann es gar nicht spannend genug sein.
Nun bekam ich Seegrund ausgeliehen von einem absoluten Kluftinger-Fan. Ich habe nach der Hälfte - ehrlich gesagt - aufgehört zu lesen, weil ich regelmässig eingeschlafen bin vor Langeweile. Ich finde es einfach langatmig, dass über mehrere Seiten beispielsweise ein Restaurantbesuch beschrieben wird bis ins kleinste Detail, aber eine wirkliche Spannung kam bisher gar nicht auf.
Fazit: Ich bleibe lieber bei meinen Thrillern und gebe Seegrund wieder zurück. ;-0)))

11.03.2011 08:17:13
Julchen1988

Die Bücher von Volker Klüpfel und Michael Kobr ist die beste Krimireihe überhaupt!! Der urige Kommissar mit teilweise ganz alltäglichen Problemen ist sehr real geschrieben. Auch im Roman "Seegrund" fühl ich mich, wie in allen anderen Titeln, sehr wohl. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Freue mich bereits schon auf den nächsten Roman mit Kommissar Kluftinger.

26.02.2011 17:48:36
A.Paul

Ein toller Krimi, ein herrlicher Kommissar mit einem ehrlich normalen Team. Als ebenfalls über 50ig Jähriger amüsiere ich mich an der Familie Kluftinger ebenso wie am Krimi. Da wird in gutem Deutsch Unterhaltung und Spannung geboten. Weiter so, ich warte gerne auf weitere Taten. Zudem sind die Figuren wirklich echt. Es gibt Leute, die mit dem Handy keine Fotos machen können, es gibt Leute, die mit Elektronik nicht umgehen können, echt und natürlich!

23.10.2010 23:05:40
koepper

Mir hat "Seegrund" überhaupt nicht gefallen. Das Buch hat einfach kein Tempo. Da wird über mehrere Seiten beschrieben, wie ein befreundeter Arzt den "Helden" der Geschichte, den Kripobeamten Kluftinger, wegen einer Grippe untersucht. Dieser Kluftinger tappt von einer Peinlichkeit in die Nächste. Das soll wohl humorig sein, auf mich wirkte es einfach zu bemüht. Die Person Kluftinger ist schon sehr unglaubwürdig angelegt. Er ist nicht in der Lage mit einem Handy ein Foto zumachen, man muss ihm auch erklären, dass im Sushi Restaurant roher Fisch verspeist wird. Und solch ein Trottel ist ein erfolgreicher Ermittler. DIe Krimihandlung kommt arg zäh in Gang und so hat mich " Seegrund" im Grunde nur gelanweilt. Keine Empfehlung.

21.10.2010 20:28:00
Thommy191968

"Seegrund" reiht sich reibungslos in seine Vorgänger "Milchgeld" und "Erntedank" ein. Auch hier haben wir eine tolle Story, die mit historischen Elementen, aber auch mit lustigen Elementen angereichert ist. Auf jeden Fall löst "Klufti" in seiner eigenen Art den Fall und auch so manche privates "Scharmützel". Der Roman ist einfach "priml" und ich freue mich schon auf "Laienspiel".

04.08.2010 15:32:39
Vince-Garron

Ich bin gerade mit den dritten Teil(Seegrund) fertig geworden und ich muß sagen,das es für mich bis jetzt der beste von Klufti ist.Es war super toll gemacht,die ganze Story super gestaltet mit richtig tollen Einlagen zum lachen .Aber auch der Krimi kommt nicht zu kurz!!Ich werde heute noch anfangen den vierten zu lesen.Ich bin schon ganz gespannt was mich als nächstes erwartet!

15.06.2010 17:16:23
Purzelina

Kluftinger ist Kult! Der Lokalkolorit, gerade in den "Dialekt"-Passagen ist einfach hinreißend gelungen, man "hört" die Protagonisten geradezu schwäbeln.
Der Krimi-Fall wird da etwas zur Nebensache, der Roman ist insgesamt trotzdem sehr lustig und nett zu lesen.
Man kann sich wirklich auf noch viele weitere
Bücher der Kluftinger-Serie freuen!

12.06.2010 11:58:23
Theatermichel

In "Milchgeld" debütierte Kluftinger als liebenswerter Kauz, jetzt hat er Maier als Volltrottel des Teams abgelöst. Ich konnte leider am ersten Drittel des Buches nichts Humorvolles entdecken, dafür waren die "Gags" zu vorhersehbar (z. B. das Essen am Fließband ...), vielmehr war es für mich einer der mühevollsten Einstiege in einen Krimi, die ich bisher bewältigen musste. Und Rückblenden als besonderes Stilmittel gehen mir auch langsam auf die Nerven, darum bleibe ich mit meiner Wertung auch noch deutlich unter der der Rezension.

05.02.2010 13:38:46
Hankyfranky

Der Anfang des Buches war sehr vielversprechend. Auch das Alltagsleben von Kluftinger ist sehr interessant und teilweise sehr humoristisch geschrieben. Was gar nicht ging, war der Fall an sich. Ich kann es nicht mehr hören und lesen, wenn Fälle aus dem dritten Reich bzw. Nazizeit sich "rübergerettet" haben in diese Zeit. Wir sollten die Zeit lassen, wo sie hingehört, in die Vergangenheit. Ansonsten freue ich mich auf eine neue Herausforderung für Kluftinger mit einem "normalen" Mordfall.

16.01.2010 20:47:39
Sibylle Rossa

Herr Kümmel - Ihr letzter Absatz in Gottes Ohr! Oder auch in das von Klüpfel und Kobr!
Denn die Romane an sich gesehen sind echt spitze. So urig, so originell! Man könnte sich durchaus vorstellen, daß es so passieren könnt´. Ist direkt mit dem Charme von 2 ausgewachsenen allgäuer Lausbuben geschrieben. Herrlich! Krimis vom Feinsten! Und so ortsgebunden!
Also ich freu mich schon auf weitere Bücher von den Beiden.

04.11.2009 21:32:44
Ticva

Es geht um einen Fall, der allen vorgaukeln will, gar keiner zu sein.
Kluftinger findet einen Taucher am Ufer eines Sees, halbtot, fast erfroren. Alles sieht nach einem Unfall aus, würden manche Dinge, wie das Fehlen der Taucherausrüstung, ihn nicht stuzig machen.
Die Ermittlungen führen den Kommissar und sein Team sogar zurück in die Zeit des Dritten Reiches.

Es fängt schon recht lustig an, als er die Freundin seines Sohnes zum ersten Mal trifft. Kurz darauf hat er Probleme mit der Handycamera, was mich ebenfalls sehr zum Lachen brachte. Ein Tolpatsch hoch zehn sag ich da nur *g*
Und so zieht sich das Humorvolle eigentlich durch das ganze Buch.
In diesem Band scheint es sich eh sehr viel um das Privatleben des Kommissars zu drehen, was teils sehr amüsant war und mich absolut nicht störte.

Während die Ermittlungen fortschreiten, entwickelt sich bei Kluftinger eine heftige Erkältung die ihn ziemlich in seinem Denken einschränkt.
Und so ist er ab und an eventuell doch ganz froh, Hilfe einer Kollegin von auserhalb, der Kriminalpolizei von Füssen, mit an Bord zu haben.
Zwischendrin gibt es immer wieder Abschnitte, die in Kursivschrift gehalten sind und sehr merkwürdig klingen. Anfangs machten sie noch keinen Sinn, was sich mit der Zeit allerdings ändert. Je weiter die Handlungen voranschreiten, umso deutlicher werden auch diese Abschnitte. Bei denen es sich offenbar mit der zeit immer mehr herauskristalisiert, dass es sich um Mitschnitte von ein paar Jungs eines Sonderkommandos handelt.

Die Krimi war teils historisch angehaucht und man wurde durch die Ermittlungen auf die Lösung gestoßen. So war es zwar keine übermäßige Überraschung, die Aufklärung des Falles hatte es aber trotzdem in sich.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Ein kleiner Minuspunkt sind die nicht gekennzeichneten Kapitel. Es sind nur Absätze, was mich etwas störte.

Fazit:
Trotz des teils historischen Themas des Dritten Reiches, war es ein sehr humorvoller krimi mit einem schönen Einblick in Kluftingers Familienwelt!
Volle Punktzahl, fünf Sterne.

23.03.2009 14:21:43
detno

Schwächer als "Milchgeld", stärker als "Erntedank".
Bei der Klärung dieses Falles steht dem Kluftinger das Mannweib Friedel Marx von der Kripo Füssen zur Seite, die aus meiner Sicht eine Bereicherung darstellt und die im entscheidenen Augenblick keinen Zigarillo, dafür eine Harpune in der Hand hält. Die Privatlebenszenen sind unterschiedlich ausgefallen: Klasse das Sushi-Essen mit der Familie, weniger gelungen der Ski-Ausflug.
Aber insgesamt hat das Lesen Spaß gemacht, darauf kommt es ja nun mal an.
83°

15.12.2008 00:10:29
Luna

Ich habe den Roman auf Empfehlung gelesen.
Nachdem ich ihn zwischendurch mal weggelegt habe, weil am Anfang einfach keine Spannung aufkommen wollte, habe ich Kluftinger doch noch eine zweite Chance gegeben.
Alles in allem ein interessanter Fall, der aber leider erst zur Mitte des Falles wirklich spannend wird. Das Opfer wird zwar relativ früh gefunden und kann auch fast als Leiche durchgehen, weil es im Koma liegt und damit nicht zu den Ermittlungen beitragen kann.
Auch die Idee mit den kursiv gedruckten Textpassagen fand ich super, die Szenen waren gut eingebaut, so dass sie zur Spannung wesentlich beigetragen haben. Leider kamen sie erst ab der Mitte des Buches.
Was mich etwas gestört hat, war dass Kluftingers Privatleben so ausgewälzt wurde. Manches war ja noch ganz witzig zu lesen, aber insgesamt hätte man seine Fehde mit dem Arzt Langhammer doch etwas kürzen können. Ich fand es auch nicht so gut, dass Kluftinger sich vor ihm immer so blamieren muss. Dadurch wird er etwas lächerlich gemacht und man nimmt ihn nicht mehr so ernst, wie man gerne möchte.
Also insgesamt das Privatleben von Kluftinger etwas reduzieren und dafür den Mord ein wenig mehr in den Vordergrund rücken. dann wäre der Krimi perfekt! Die schrulligen Kollegen und Charaktere, die tatsächlich mit dem Beinahe-Mord zu tun haben, sind übrigens wirklich spitze!

01.09.2008 15:29:14
Gröpel Harald F.

Ich bin durch Zufall in der Stadtbiliothek Köln auf dieses Buch gestossen. Welch eine Freude so ein herzerfrischendes Unikum wie Komissar " Knuffi " vor meinen geisten Auge durchs Allgäu streifen zu sehen. Voller bayrischen Witz und Humor über den kleinen Dingen des Alltags zu stehen, und doch nicht der Depp vom Dienst zu sein. Handlung und Beschreibung der Landschaft sowie die Story als Rahmen sind gut beschrieben und lassen den Leser nicht aus seinem Bann. Liebenswerte und menschliche Charaktere aller Personen sind gut getroffen und lassen ein heiliches Schmunzeln aufkommen. Alles in Allem ein gelungener " Bayernkrimi " wie er Spass macht.

08.08.2008 13:26:43
Rieke

Ich finde es sehr mutig, einen Krimi zu schreiben, in dem es in erster Linie mal keine Leiche gibt. Sehr gut gefallen hat mir der wissenschaftliche Aspekt der Geschichte. Und so sehr ichdie Beschreibungen Kluftingers mag... an manchen Stellen sind Kobr und Klüpfel meiner Meinung nach etwas zu weit gegangen. AB einem gewissen Punkt fand ich die vermeintlich humorigen Beschreibungen zu übertrieben und nervig. Vor allem der Skiausflug mit den Langhammers hätte etwas dezenter ausfallen können. Trotzdem bin ich gespannt auf den vierten Band und hoffe dort auf etwas mehr Zurückhaltung und weniger Plumpheit Kluftis.

22.06.2008 17:06:46
Kinsey

Am Anfang war ich etwas genervt. Müssen immer die Nazis dafür herhalten, daß in irgendwelchen Seen angeblich sagenhafte Schätze versenkt wurden? Aber die hier präsentierte Geschichte bietet dann doch mehr als die üblichen Legenden und hat den Vorzug, daß sie teilweise auf wahren Begebenheiten beruht: Ein See mit einem merkwürdigen Phänomen, wissenschaftliche Forschungen, jede Menge Gerüchte über geheime Versuche und eben ein versenkter Goldschatz!
Besonders originell finde ich das Ende. Es ist eben eine Frage der Perspektive, was man als echten „Schatz“ betrachtet!
Nur eins verstehe ich nicht – warum um alles in der Welt so viele Leser den Kluftinger so lieben. Mir ist der Mann total unsympathisch. In meinen Augen ist er nichts weiter als ein unangenehmer, kleinkarierter Spießer in der Provinz!

06.06.2008 11:58:34
queenodt

Ein typischer Kluftinger! Hab' mich zwischendurch wieder mit dem Lachen nicht zurückhalten können. Aber auch die Tatsache, dass vieles rund um den Alatsee auf historischen Fakten beruht macht den Fall sehr interessant, auch wenn eine richtige Leiche fehlt.
Freue mich schon darauf "Laienspiel" zu lesen.

29.04.2008 08:22:50
Florian H.

Ich fand Seegrund ein wunderschönes Buch. Es hat mir gut gefallen, da auch der Hintergrund mich total angesprochen hat. Kluftinger ist mit sicherheit einer der interessantesten Figuren in der Krimiwelt.

Es ist gut zu lesen, macht einfach Lust auf mehr.

Mein persönliches Statement: Unbedingt kaufen!

25.03.2008 13:59:50
silke

Ich finde das Buch genauso gut wie die anderen.Es ist wieder lustig und hier kommt meiner Meinung nach auch viel Spannung auf.
Ich bin regelrecht vernarrt in Kommissar Kluftinger und freue mich schon auf Laienspiel.

11.03.2008 15:22:58
Pumsmogul

Schade, der 3. Krimi der Kluftinger-Reihe ist der mit Abstand schlechteste: Mühsam versucht das Autorenduo einen Handlungsstrang zu installieren, doch es bleibt nur gähnende Langeweile. Der Witz der die beiden ersten Bücher so auszeichnete, findet sich nur in winzigen Fragmenten. Die Charaktere der Figuren spielen nur eine unbedeutende Nebenrolle und bleiben ohne Berücksichtigung. Mit diesem Werk sind die Autoren auf dem harten Boden der Schreibwirklichkeit gelandet, leider...

17.08.2007 11:01:19
Chelsea

Ih fand "Seegrund" besser als "Erntedank". Den Fall fand ich recht spannend und gut gefallen hat mir wieder die Beschreibung der Gegend. Und das Sushi-Essen von klufti war wirklich gut :-) Insgesamt war der 3. Band aus meiner Sicht weniger auf Schenkelklopfer ausgelegt als der Vorgänger. der war mir doch zu klamottig.

10.07.2007 16:48:41
Claudinsche

Das schlechteste der 3 Klufti-Bücher, meiner Meinung nach. Klufti privat ist mal wieder hervorragend, aber den Fall fand ich ziemlich langatmig und nicht sehr spannend.

12.05.2007 15:57:48
maybe

Ich kann die Lektüre der Kluftinger-Romane nur empfehlen - ich habe alle drei verschlungen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Kemptnerin bin und mich immer wieder mal dabei ertappe nach dem Auto von Klufti zu schauen, wenn ich bei der Polizei vorbeifahre.

18.03.2007 12:54:27
rena thiele-neff

ich finde diese krimis prima. sie sind
atmosphärisch genauso dicht wie die
donna leon-krimis. kluftinger ist mir als mensch äusserst sympatisch. hoffentlich
erscheint bald der nächste krimi.

19.02.2007 15:40:31
Simon

Besser als der Vorgänger, nicht so gut wie der erste Roman!
Trotzdem einer meiner liebsten Krimis!
K l u f t i ist eben sympathisch und einzigartig!

22.11.2006 01:50:06
Karin Friedrich

Nach den anderen beiden Büchern kam mir Geschichte etwas zu langatmig vor. Die Aufarbeitung der Geschichte fand ich sehr interessant, den Bezug zur Realität nicht wirklich wichtig. Die Charaktere machen meiner Meinung nach die meisten Punkte in den Klüpfl/Kobr-Büchern aus. Das ist wahre Schreibkunst, - Personen wirklich wirken zu lassen, so dass man sich mühelos in sie hereinversetzen kann, - ja sie fast sieht und hört oder meint sie persönlich zu kennen. Ich freue mich schon auf das nächste Werk der beiden. Ich kann das Buch "Seegrund" auf jeden Fall empfehlen.

12.11.2006 09:50:05
beowulf

Bleibt zu hoffen, dass auch ein Kritiker seinen Beitrag mit etwas Sorgfalt redigiert oder lektoriert wird und dann solche Dreckfuhler in Eile nicht mehr stören müssen.

Auch ein wenig mehr Recherche, zum Beispiel zum Alatsee hätte gutgetan. Dann stünde in der Rezi vielleicht ein Satz wie dieser: "Die jahrzehntelangen Gerüchte und die biologischen Geheimnisse des Alatsees verarbeiten die beiden Autoren als Hintergrund ihres neuen Allgäukrimis", statt irgendwelche nichtvorhandenen Bezüge zu einem Mystery- Boom zu sehen und Formulierungen zu verwenden wie "irgendwann versteift sich".

Richtig ist zu diesem Buch- kein Fall für Actionkrimileser- ein langsam sich entwickeldes Buch, dessen erste Leiche, die dann gar keine ist, wie eine Nebensache daherkommt. Eine kantige Figur, die man mögen muss- oder eben nicht. Ein furioses Finale, das die Verwirrspiele löst.

09.10.2006 19:04:40
Lioba Suchardt

Nanu, ich dachte, es war nur das erste Buch "Milchgeld" in der Focus-Liste. Aber das war doch auch nur ein Taschenbuch, oder? Mich hat auch ein wenig gewundert, dass die ersten beiden Kluftinger-Krimis bei Piper als Taschenbuch billiger rauskamen. Obwohl sie im Dietrich-Verlag zuvor auch nur Taschenbücher waren. Aber teurer. Jetzt kommt das neue Kluftinger-Werk bei Piper komischerweise auch im Dietrich-Format raus und auch mit dem teuren Dietrich-Preis.

Was ich nicht vestehe, ist die Anspielung auf die richtig eingekauften Bücher. Was soll das heißen? Ich kenne sowas nur von den CD-Hitparaden, wenn das so gemeint ist.

Das sind schon Fragen, die man als Allgäu-Krimi-Fan gerne stellt. Vielleicht weiß ja hier jemand die Antwort?

29.09.2006 21:29:25
Ute

Ich finde das Buch-wie die Vorgänger auch- unterhaltsam und witzig geschrieben. Die Begegnungen von Kluftinger mit der neuen Freundin seines Sohnes-Allgäu meets Fernost-sind einfach zum Schreien komisch und genial erzählt. Bin Fan von Kluftinger und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

29.09.2006 19:24:45
Juana Schmidt

Die Ironie solte sich Frau mager sparen - angesichts solch unqualifizierter Fragen, warum wohl ein ambitioniertes Autorenduo zu Piper wechselt oder warum die ersten beiden Buecher nicht in der Spiegelbestsellerliste waren...Als Literaturkritikerin sollte sie wissen, dass dort nur Hardcover aufgenommen werden!
Welcher Verlag und welche Liste auch immer, das Buch ist - wie seine Vorgaenger auch - ausnahmslos zu empfehlen!

28.09.2006 14:50:19
Sonja Mager

Naja, das Titelbild ist diesmal schon professioneller. Schließlich kommt das Buch nicht wie früher bei dem Heimat-Verlag Dietrich heraus, sondern gleich bei Piper. Warum auch immer.

Es geht um einen alten Nazi-Schatz, der in einem See versenkt sein soll. Die Story zieht sich dahin, wie es nur Kässpatzen tun sollen. Aber der Schluss ist diesmal schon besser als bei den früheren Klurtinger-Krimis.

Hoffentlich kaufen die Piper-Leute auch in den richtigen Buchhandlugen ein, wie vorher die Dietrich-Leute, damit das neue Kluftinger-Werk mal wieder in die Focus-Bestseller-Liste schafft. In die Spiegel-Bestseller-Liste sind sie bisher komischerweise noch nie gekommen.

Insgesamt ist"Seegrund" ein recht unterhaltsames Buch für alle Allgäu-Freunde und Touristen.

Film & Kino
Knives Out

Bestsellerautor Harlan Thrombey feiert mit seiner Großfamilie, der Haushälterin und seiner jungen, hochgeschätzten Pflegerin Marta Cabrera, seinen fünfundachtzigsten Geburtstag im eigenen luxuriösen Herrschaftshaus. Jeder der anwesenden Verwandten bekommt an diesem Abend eine gut gemeinte, aber existentiell bedrohliche Abfuhr mit auf den Weg. Der Beginn einer unruhigen Nacht, an deren Ende der Hausherr tot aufgefunden wird. Titel-Motiv: © MRC II Distribution Company L.P.

zur Film-Kritik