Erntedank

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Memmingen: Dietrich, 2004, Seiten: 379, Originalsprache
  • München: Piper, 2006, Seiten: 375, Originalsprache, Bemerkung: Ungekürzte Taschenbuchausgabe
  • Augsburg: Weltbild, 2007, Seiten: 375, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2009, Seiten: 375, Originalsprache
  • Berlin: DAV, 2008, Seiten: 3, Übersetzt: Volker Klüpfel & Michael Kobr

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Peter Kümmel
Kluftingers zweiter Fall verkommt zur Provinzposse

Buch-Rezension von Peter Kümmel Jan 2005

Wasserrohrbruch im Hause Kluftinger. Das ganze Badezimmer steht unter Wasser. Da kommt es dem Kommissar gar nicht mal so ungelegen, als ein Anruf kommt, der ihn von zu Hause wegbeordert. Am Tatort angekommen wird ihm schnell klar, dass dort noch weitaus unangenehmere Dinge auf ihn warten. Die Leiche sieht nicht schön aus: die Kehle aufgeschnitten, ein Auge entfernt und auf der Brust des Ermordeten liegt eine tote Krähe.

Der Fundort ist nicht der Tatort und die Leiche schön drapiert, als wollte der Täter ein Rätsel hinterlassen. Die Identität des Toten findet man relativ schnell aufgrund der Vermisstenmeldungen heraus. Es handelt sich um einen Veranstalter von Kaffeefahrten, der Frau und Kinder hinterlässt. Mit seinem Geschäft hat er zwar manche alte Leute ausgenommen, stand sogar schon vor Gericht, doch hier das Motiv für den Mord zu suchen, scheint Kluftinger eher zweifelhaft.

Die Reparatur des Rohrbruchs erweist sich aufwändiger als gedacht. Da Kluftingers jetzt ohne Wasser sind, hat Ehefrau Erika für ein Ausweichquartier gesorgt. Kluftinger hat schon befürchtet, dass sie bei seinen Eltern übernachten müssten, doch es kommt weitaus schlimmer. Bei Langhammers zu übernachten bereitet dem Kommissar schon im Vorfeld Alpträume. Frau Langhammer ist zwar Erikas beste Freundin, doch Klufinger selbst ist deren Mann, der besserwisserische Arzt, absolut verhasst. Und so kommt es, wie es kommen muß: beim gemeinsamen Trivial Pursuit zeigt Dr. Langhammer seine Überlegenheit und das Frühstück am nächsten Morgen wird zur Katastrophe. Keine Wurst, kein richtiger Kaffee. Nur Müsli und andere gesunde Sachen. Da muß schon eine Notlüge herhalten, damit Kluftinger in sein Büro fliehen kann.

Es kommt nicht von ungefähr, dass in meiner Zusammenfassung des Geschehens das Drumherum dominiert. Der Mord gerät fast zur Nebensache. Im ersten Drittel des Buches wird praktisch nicht ermittelt.

Das junge Allgäuer Autorenduo kann die mit ihrem hervorragenden Debütroman "Milchgeld" selbst gesteckten hohen Erwartungen in keiner Weise erfüllen. Die spontanen Gags und der Charme des Vorgängers fehlen. Die Witze wirken zwar bemüht, ziehen aber nicht. Nach dem gelungenen Einstand, wo alles passte, wirkt hier vieles nur aufgesetzt, so daß "Kluftingers zweiter Fall" zur Provinzposse verkommt. Das, was vorher lustig war, wird hier weiter breit getreten und ist nur noch für die witzig, die Kluftinger erst kennenlernen.

Wirklich störend aber ist, dass man versucht, zwanghaft witzig zu sein, dabei aber die zündenden Ideen fehlen. In "Milchgeld" wirkte alles wie aus einem Guß, da waren die Höhepunkte wie Kluftingers Observierung voll integriert, hier wird ein Schwimmbadbesuch ausgewalzt bis zum Gehtnichtmehr, der überhaupt keine Verbindung zum zentralen Geschehen, das die Autoren zeitweilig aus den Augen verlieren, aufweist.

Der Schreibstil des Autorenduos ist routinierter geworden. Verbessert haben sie sich auch in der Darstellung der Nebenfiguren. So lernt man nun auch Kluftingers Kollegen - insbesondere Hefele - besser kennen, die in "Milchgeld" noch ziemlich farblos blieben. Leider verkommt Kollege Maier dabei immer mehr zum Deppen, der in dieser Art und Weise nichts bei der Kriminalpolizei su suchen hat. Positiv dagegen die Weiterentwicklung des Charakters der Sekretärin Sandra Henske und die Einführung von neuen Charakteren wie den des Staatsanwalts.

Der zweite Fall an sich lässt gegenüber dem ersten reichlich an Realismus vermissen. Selbst bei US-Thrillern ziehen die Serienmörder mit besonders brutalen Morden, die den Ermittlern rätselhafte Hinweise hinterlassen, nicht mehr so recht. Doch mit der Auflösung des Ganzen können sich die Autoren noch einigermaßen gut aus der Affäre ziehen.

Alles in allem ist "Kluftingers zweiter Fall" für mich eine Enttäuschung, dem die spontane Naivität des Erstlings fehlt. Viel zu verkrampft versuchen die Autoren dort noch eine Schippe draufzulegen, wo es nichts zu verbessern gibt.

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Letzte Kommentare:
20.12.2014 16:33:13
Silke Schieritz

Klüpfel/Kobr sind Spitze! Ja, es ist auch der Blickwinkel, aus welchem man den Krimi sieht bzw in welchem Metier der Roman spielt.
Hoch interessant ist der letzte Roman: *Grimmbart*.
Spielt im adligen Milieu.
Auch die bisher verfilmten Bücher finde ich persönlich sehr gut.
Einziges Manko: als geborene Sächsin versteh ich Klufti nur etwas, aber die Henske um so besser.
LG Silke Pirna/Sachsen

01.02.2013 20:58:18
Schnippi

Wer leichte Kost sucht, ohne viel nachdenken zu müssen, der liegt bei "Erntedank" richtig. Allerdings sollte man auch ein wenig für die Bayern als "Völkchen" übrig haben. Unterhaltsam und mit Witz entlockt "Erntedank" dem Leser auch schon mal ein Lächeln. Ein lokal geprägter "Krimi", der Hochspannung vermissen läst --- was wohl so auch nicht gedacht ist.
Wer nicht nur blutrünstige und hochspannende mit Humor durchsetzte Handlungen mag, liegt hier richtig.
Für alle anderen: "Hände weg !"... ihr werdet enttäuscht sein.
Mir hat's gefallen...der 3. Fall wartet auf mich.

19.06.2012 14:10:05
owt

Noch nie habe ich etwas langweiligeres gelesen...was eine Quälerei! War schon der erste Teil nur leidlich spannend, schläft man beim Zweiten völlig ein. Zwischendurch wusste ich mehrfach gar nicht mehr, wer eigentlich wo und unter welchen Umständen ermordet wurde. Einen dritten Teil wird es für mich nicht geben. Kann den Hype nicht im Ansatz nachvollziehen...

25.05.2012 19:12:03
Maggie

Ein Lesevergnügen KÖNNTE es sein, wenn nicht oft schmerzlich ein gutes Lektorat vermißt würde. Es sind etliche (auch grammatikalisch!) fehlerhafte Formulierungen im Text, was in Anbetracht eines Lehrers als Mitautor schon verwundert. Dazu gibt es stilistische Ungeschicklichkeiten und Brüche, was den Lesefluß unterbricht und oft dazu verleitet, das Buch zur Seite zu legen. Ich liebe Krimis - auch Kluftinger ist als Typ nicht schlecht - aber ich lasse mich ungern unter meinem Niveau unterhalten. Schade.

21.03.2011 07:47:58
rolandreis

Er ist über 50, körperlich etwas aus dem Leim geraten, seit Jahrzehnten verheiratet, er hat einen angehenden Psychologen mit Berufswunsch "Profiler" zum Sohn und seine Sekretärin, mit sächsischem Zungenschlag behaftet, beherrscht den Polizeicomputer wesentlich besser als Kriminalkommissar Kluftinger dies jemals bereit wäre zuzugeben. Höchst unterhaltsam und mit viel Witz und Lokalkolorit geschrieben. Kommissar Kluftinger ist ein echtes Unikum. Wer Hochspannung erwartet,für den ist Erntedank nicht das Richtige. Kluftinger ist halt einfach auch was zum Schmunzeln

15.02.2011 10:08:39
Klaus Mauch

Ich schließe mich den Ausführungen in der Krimirezension von Herrn Kümmel an. Über viele Seiten hinweg tritt dei Krimihandlung völlig in den Hintergrund. Kluftinger wird im Laufe der Handlung immer mehr zu einer komischen, fast schon slapstickartigen, Figur. Ich denke dabei z.B. an die Szene mit dem Wurstsalat im Gästezimmer der Langhammers. Nach mehr als zweihundert Seiten entwickelt sich langsam eine Lösung, die für mich eher "aufgesetzt" und wenig plausibel wirkt, so als habe man die "Heimatkomödie" allmählich wieder in eine Krimihandlung zurückführen und zum Abnschluss bringen müssen.
Man könnte das Buch eher als heitere Provinzgeschichte mit einer Krimihandlung als Hintergrund ansehen.

19.09.2010 16:38:44
Thommy191968

"Erntedank-Kluftingers zweiter Fall" ist eine sehr gute Fortsetzng der Reihe um Kommissar Kluftinger. Der Krimi-Strang ist sehr spannend aufgebaut und findet eine überraschende Lösung. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Immer wieder kommt "Klufti" in Situationen, in denen die Lachmuskeln echt angestrengt werden. Die kurzen Querverweise auf "Milchgeld" runden das gesamt sehr gute Bild ab. Der Krimi ist echt sagenhaft gut, die Schreibweise gibt Kluftinger einen richtig runden menschlichen Charakter. Ich freue mich auf "Seegrund".

25.07.2010 18:22:19
Vince-Garron

Das war jetzt mein zweiter Roman von Klufti!Er hat mir wirklich gut gefallen.Es war alles drin was ein guter Krimi braucht.Gute Story,gute Unterhaltung und eine gute Schippe Humor.Auch ist die Spannung in diesen Fall nicht zu kurz gekommen.Ich kann jeden der einen guten Krimi und eine gute Schippe Humor haben will,diesen Roman an Herz legen.Ich werde Morgen mit den dritten Teil anfangen zu lesen.

24.02.2010 13:55:49
lalalalalala

Ich finde das buch sehr gut hab allerdings die anderen teile noch nicht gelesenvorallem das es nicht nur um die ermittlung sondern auch um nebensachen die das buch auflockern vorkommen find ich gut
auch das ich da ich selber in kempten wohne mich mit der umgebung auskenne macht das ganze originäl kann das buch nur weiter empfehlenwas ich auch machen werde da ich dieses buch in deutsch vorstellen muss
wie gesagt mir gefällt das buch obwohl ich eig nicht sehr auf krimis steh und mit dem allgäuer-dialegt nicht viel anfangen kann^^ doch im buch kommt zwar ein bisschen der dialegt zum vorschein aba nicht übertrieben und so gut verständlich das einzige was ich schade finde ist das beim hörbuch meiner meinung falsche stellen rausgelassen wurden und so der charakter der einzelnen personen anderst zum vorschein kommt

26.10.2009 19:10:42
CSIler

Ich hab jetzt zum 2. Mal "Erntedank" gelesen u. diesmal war es noch besser als beim 1. Mal.
Hab das Buch mit den Film verglichen u. das Buch ist DEFINITIV viel besser.
Es gibt auch auf jedenfall eine Steigerung zum 1. Roman.

Es gibt viele lustige Situationen, welche ich mir sehr bildhaft vorstellen kann. Musste auch wieder viel lachen.

Echt empfehlenswert!

WICHTIG: Zuerst das Buch lesen, dann den Film anschauen!!!

18.07.2009 03:17:25
raphaela rea

Dank meiner in Deutschland lebenden Schwester, habe ich Erntedank relesen and bin begeistert! Die allgauer Elemente sind betoerend, besonders wenn man in den USA lebt; Kluftinger ist so originell, real, nachvollziehbar dass man fuehlt dass man ihn persoenlich kennt.
Seine dominierende Frau Erika braucht einen "wake-up call," sie sollte ihrem Mann mehr Loyalitaet zeigen als ihrer ziegenhaften Langhammer Freundin. Ich wundere mich ob sie ihm mehr Respekt zeigen wuerde wenn sie selbst die Salzkristall Laempchen erarbeiten muesste!!! Ich lese nun Milchgeld und hoffe dass wir hier (Virginia) alle weiteren Buecher kaufen koennen.
Empfehlung: Kluftinger transzendiert Bayern und Deutschland und wuerde in den USA einen angenehmen Nerf treffen, sozusagen. Er wuerde sicher die New York Bestseller list machen!
Raphaela, USA

10.07.2009 14:09:09
Ticva

Man merkt, dass die zwei Autoren mit Kommissar Kluftinger wachsen und es hier eine Steigerung zum ersten Fall gibt.
Dieser Fall ist schon etwas anspruchsvoller, rätselhafter und mysteriös. Ich war positiv überrascht!

Diesmal müssen Kluftinger und seine Kollegen sich mit einem Gedicht und örtlichen Sagen rumschlagen, um an den Täter zu kommen. Ein Rätsel löst das andere ab und die meiste Zeit tritt die Polizei auf der Stelle. Aber es gibt immer wieder eine Aussage oder etwas Schriftliches, so dass man als Leser nie in ein Loch fällt und es langweilig wird. Zumindest empfand ich so.

Besonders aber im Privatleben von Kommissar Kluftinger geht es wieder lustig zu und ich musste oft schmunzeln. Dr private Kluftinger isch oifach genial!
Auch hatte ich das Gefühl, in diesem Fall war eher mehr privates von dem Kommissar zu lesen, als berufliches, sprich Polizeiarbeit. Der Fall an sich spielte sich für mich eher am Rande ab. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich den "privaten" Kluftinger einfach mehr mag.
Aber nichts ist besser, als die kleinen Tobsuchtsanfälle begleitet mit den gebührenden, tiefbayrischen, Flüchen, die mich immer wieder zu einem Grinsen verführten.

Was mich allerdings störte, (worauf die Autoren es aber wahrscheinlich abgesehen hatten) waren die fehlenden Kapitel und nur gekennzeichneten Abschnitte, die dadurch immer zum Weiterlesen verleiteten. Das war zwar auch schon beim ersten Band der Fall, worauf ich damals allerdings nicht eingegangen bin.
Es wird alles gut beschrieben und man kann sich die weitflächigen Wiesen mit ihren Kühen und das ländliche Leben richtig gut vorstellen.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ist ein schöner deutscher Krimi, so wie ich sie mag!

Ich hab die gebundene Weltbildausgabe, deren Schutzumschlag richtig schön ist. Oben werden 3 riesige Glocken von Kühen auf einem Brett gezeigt und darunter eine Wiese durch die sich ein klapperiger Holzzaun schlängelt.
In der Mitte in Fettschrift und schön groß sichtbar steht "Erntedank", darunter kleiner "Kluftingers zweiter Fall", beides in Weiß. Über dem "Erntedank" stehen die zwei Namen der Autoren in Hellblauer Schrift, ebenfalls etwas kleiner.
Auf der Rückseite am linken unteren Rand ist dann noch ein Rabe abgelichtet, der seinen gewissen Teil zum Buch beiträgt.

Fazit:
Ein abwechslungsreicher Krimi mit humorvollen Einblicken in das Privatleben des Kommissars.
Ich freue mich nun schon auf den dritten Fall.
4 Sterne

10.06.2009 10:12:16
Manuela

Ich bin eine "Allesleserin". "Erntedank" war mein erster "Kluftinger". Zuerst skeptisch, aber dann zunehmend begeistert, habe ich das Buch ruck, zuck gelesen. Ich finde die Mischung aus Krimi und Komik wurde hier ganz toll miteinander verbunden. Zum Teil so spannend, dass ich es nicht mehr weglegen konnte, dann wieder komische Parts, bei denen ich lauthals auflachen musste. – Ich habe jetzt gleich "Laienspiel" hinterher geschoben. Nach dem ersten Kapitel habe ich den gestrigen Tag nur grinsend verbracht, bis mich abends die weitere Handlung wieder total gefesselt hat. Gerne berichte ich weiter, ich weiß jedoch genau, dass nach "Laienspiel" gleich noch "Milchgeld" lesen werde. – Weiter so – Volker Klüpfel und Michael Kobr – denn deutsche Schriftsteller wie Euch braucht das Land, besonders in dieser schwierigen Zeit.

19.04.2009 11:45:52
Sandra

Ich finde das Buch toll, wir lesen es in der Schule als Deutschlektüre und müssen auch den Inhalt zusammenfassen, das ist aber einfach. Da ihr das Buch auch schön geschrieben habt!!! Ich würde auch gern noch die anderen Bücher von euch lesen, vielleicht kaufe ich sie mir auch noch, mal sehen. Ich finde es außerdem toll, das es verfilmt wird, vielleicht sehen wir es von der Schule aus an, ich hoffe ja.

11.03.2009 19:34:37
vfl1848er

absolut lesenswert!!für mich sind jedoch die Zwischenmenschlichen Intermezzos zu langatmig , so dass das gesamte Buch wesentlich kürzer gefasst werden könnte.
Aber andere finden dies gerade klasse , man lernt halt Famlie Kluftinger kennen und liebenwerde trotzdem den 3. Band sicher demnächst angehen!!

29.12.2008 17:38:18
detno

Leider schwächer als MILCHGELD, jedenfalls was den Krimi als solchen betrifft.
Die menschlischen ( und deshalb so liebenswerten) zwischenmenschlichen Probleme dagegen weiterhin stark wie in Band 1.

Ein lesenswerter, spaßiger Roman aus dem Allgäu, aber nicht der absolute Hammer. Mal sehen, was der Band 3 bringt.

28.04.2008 15:39:49
Florian H.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich bin zum echten Kluftinger-Fan geworden. Ich find es einfach nur klasse geschrieben und freue mich sehr auf die nächsten Bücher aus der Serie.

17.04.2008 15:13:09
queenodt

Fand das Buch, noch besser als den Vorgänger. Sehr amüsant und leicht zu lesen. Allerdings stimmt es schon, dass Kollege Maier zu sehr zum Deppen gemacht wird, so dass er im Gegensatz zu allen anderen Protagonisten nicht sehr realistisch wirkt.

10.03.2008 08:51:44
silke

Mir hat das Buch mindestens genauso gut gefallen wie Milchgeld.Es war wieder mal lustig,ich find den Kommissar einfach nur klasse und außerdem fand ich es sogar spannender als den ersten Teil.Toll geschrieben,freue mich auf den nächsten Teil.

16.02.2008 21:19:37
Andrea Cramer

Ich bin genauso begeistert , wie vom ersten Krimi vom Autorenduo Klüpfel/ Kobr. Man beißt vor Lachen fast ins Tischbein und die Spannung kommt auch nicht zu kurz.

07.02.2008 09:54:35
Pumsmogul

Es bestätigt sich wieder einmal, dass man sich am besten selbst ein Bild verschaffen und sich nicht ungeprüft die Meinung eines Rezensenten zu eigen machen sollte. Fast hätte ich wegen Peter Kümmels eher negativer Bewertung einen der humorvollsten und sprachlich absolut gelungensten Krimis der letzten Jahre verpasst ! Selten habe ich so gelacht, wobei die Spannung nicht zu kurz gekommen ist. Sie war gut zu ertragen , aber gerade das ist es , was die Krimis des Autoren-Duos Klüpfel/Kobr auszeichnet: Nicht grausame Detailschilderung blutrünstigster Taten irrer Soziopathen stehen im Mittelpunkt des Geschehens, sondern ein Kommissar der mit seinen menschlichen Unvollkommenheiten eingebunden in das beschauliche Allgäu bereits im 2. Krimi zur Kultfigur heran gereift ist. Wer nicht dunkle Düsternis als Rahmen widerwärtiger Verbrechen braucht, wird bei Kluftinger fündig. Hier ist auch Schmunzeln und Lachen erlaubt. Und der Leser, der Kommissar Kluftinger bei der Lösung seiner Fälle und familiären Verstrickungen über die Schulter schaut, wird zur Erkenntnis gelangen: ein bißchen Kluftinger steckt in uns allen. Den Autoren-Duo besten Dank für richtig gute Unterhaltung, dass wäre meines Erachtens auch was fürs TV...

20.12.2007 14:59:47
Elin

Bei den Klufti-Krimis lese ich immer das Augenzwinkern zwischen den Zeilen mit. Ich kann die Kritik auch nicht teilen. "Erntedank" hat mir sogar deutlich besser gefallen als "Milchgeld". Priml!

02.11.2007 10:53:07
J.R.Schmid

Eindeutig eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe! Hier von Langeweile zu sprechen ist meiner Meinung völlig falsch. Selten ein Buch mit solcher Freude gelesen. Und wenn manche sagen, die Aufklärung des Mordes steht zu wenig im Mittelpunkt, so finde ich dass es gerade die anderen kleinen Geschichten sind, die dieses Buch so aussergewöhnlich machen. Deshalb: 100° !

30.10.2007 13:09:20
74379gabriele

Mir persönlich gefallen die Krimis um Kommissar Kluftinger sehr gut, obwohl ich nicht aus dem Allgäu stamme.
Die Personen sind gut gezeichnet, ich finde auch alles recht stimmig. Daß man sieht, das ein ermittelnder Beanter neben seiner Berufstätigkeit noch ein privates Umfeld hat, mit den er oft seine liebe Not hat, finde ich hier sehr erfrischend.
Ich werde mir daher sicher auch den nächsten Kluftinger-Roman (bei dem man vielleicht auch Kluftingers Vornamen kennenlernt?) zulegen!

14.08.2007 12:32:09
Melrose

Ich habe jetzt auch den zweiten Teil ausgelesen.Mir hat das Buch ganz gut gefallen.Zur Entspannung nach der Arbeit war das Buch gut geeignet und sehr witzig. Mal etwas Abwechselung zu den 'herkömmlichen' Krimi´s. Der dritte Teil ist auch schon gekauft.

03.08.2007 14:03:04
Ulrike

Gerade wenn man nicht aus dem Allgäu stammt und die örtlichen Gepflogenheiten nicht vertraut sind, entsteht der Eindruck, die Allgäuer Polizei ist zwar liebenswert aber doch auch ziemlich vertrottelt.
Ich finde es auch schön, wenn in einem Krimi ein gewisses Maß an Lokalkolorit verarbeitet wird, aber in dem zweiten Buch von Klüpfel/Kobr ist es dann doch zuviel.
Vielleicht sollten sie lieber eine Geschichte der Familien Kluftinger und Langhammer schreiben und sich vom Krimi verabschieden.
Ich schließe mich der kritischen Rezension an sage: Wenn schon Krimi draufsteht sollte auch ein Krimi drin sein.

21.07.2007 17:34:46
kahecki

Eines der besten Bücher die ich je gelesen hab! Von den drei bisher erschienen mein absolutes Lieblingsbuch, aber die anderen beiden - Seegrund und Milchgeld - sind auch nicht zu verachten.

10.07.2007 16:42:39
Claudinsche

Ein Krimi ohne detaillierte blutige Beschreibungen, aber trotzdem lesenswert, vorallem dann, wenn man auch eine gehörige Portion Humor mag. Von den 3 Büchern die bisher erschienen sind, mein Liebling. Zwar ist das Privatleben von Klufti ziemlich ausführlich eingebracht worden, aber gerade das macht es besonders lesenswert. Fast noch besser, als der eigentliche Fall, der zu lösen ist.

08.05.2007 09:06:55
Herbert Petersen

Also ich muss sagen, dass ich das Buch echt super fande. Es war sehr amüsant zu lesen. Amüsant bei einem Krimi? wird sich jetzt der eine oder andere fragen. Ja, auch das kann ein Krimi sein! Die beiden Geschichten, die parallel im Buch verlaufen haben mir echt gut gefallen. Auf der einen Seite der brutale Mord und auf der anderen Seite die Fehde mit seinem "Feind" Langhammer. Ich kann also die Krimi-Rezension von Peter Kümmel nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es aber uach daran, dass er im Gegensatz zu mir nicht aus Kluftingers Nachbarschaft kommt.
Von mir erhält das Buch auf jeden Fall ein dickes Plus und ich freue ich schon auf Fall Nummer Vier.

02.10.2006 12:00:25
Bernd Lämmlein

Als Allgäuer, der im Finanzamt Kempten eine Ausbildung durchlaufen hat und nun als Bundesbeamter im "fernen" Berlin tätig ist, sind die Kluftinger-Gschichten einfach nur köstlich. Ich fühle mich beim Lesen in meine Allgäuer Zeit zurückversetzt nicht nur durch die typische Allgäuer Sprüche (kreuzkruzifix... )herrlich. Manchmal vielleicht ein bischen zu blumig, insgesamt aber doch wunderbare Unterhaltung.
Kluftinger ist kommt mir schon fast wie ein alter, vertrauter allgäuer Kollege vor.

01.02.2006 18:53:52
Flori

Ich finde dieses Buch äußerst langweilig. In diesem Buch stehen so viele überflüssige Dinge, dass ich glaube, dass man 50% des Buches hätte streichen können. Die verschiedenen Personen sind sehr ausführlich beschrieben, aber manche halt dann zu ausführlich.
Am Anfang des Buches wirkt Kluftinger etwas unsympatisch, was sich aber dann mit der Zeit gibt.
Natürlich wird es in dem Buch schon mal spannend, aber das viele Überflüssige löst sich die Spannung schon wieder in Langweile auf.
Na gut! Es gibt schon einige Stellen an denen man Lachen muss, aber ich wollte immer nur weiterlesen, um das Buch zu Ende zu bringen, um ein anderes anfangen zu können.
Deswegen würde ich sagen, dass dieses Buch ein mittelmäßiger Krimi ist.
Also: 50°

13.01.2006 15:38:04
frodoe

Ich habe Erntedank vor Milchgeld gelesen und war begeistert. Einige Eigenheiten sind wirklich übertrieben, aber sonst ist der Krimi spannend bis zum Schluss.
Wenn man das Buch wie ich im Ausland liest, dann fühlt man sich sofort wieder ins Allgäu versezt.
Ein wirklich spannendes Buch mit liebenswert ausgearbeiteten Charakteren.

05.01.2006 16:36:29
Bugle

Schlecht, langweilig, schlecht und nochmals schlecht. Typisch. Gelingt einem erst einmal der Durchbruch mit einem guten Buch wird ein zweites Buch aus dem Boden gestampft um verzweifelt an den Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen. Entäuschende Leistung.

13.12.2005 20:47:54
Achim

im gegensatz zu den rezensenten von krimi-couch.de gefällt mir der zweite teil noch besser als der erste.
gut, maier verkommt wirklich zum slapstick-trottel, aber die geschichte ist hochspannend, man hat bis zum schluss keine idee, wer der täter sein könnte. und die beschreibung von kluftingers eigenheiten, seine scheu vor neuerungen (langhammers kaffeemaschine oder der bad-besuch) - das sind schon fast allegorische zeichnungen allgäuer eigenheiten.

30.05.2005 17:22:14
Maggie M.K.

Echt tolles Lesevergnügen kombiniert mit Allgäuer- Urlaubsfeeling. Der Fall ist interessant, wobei das Buch vorallem durch seinen Hauptdarsteller Kluftinger besticht. Ebenso durch die blumigen und genauen Beschreibungen von Landschaft, Personen und Situationen. Die humorvollen Begebenheiten bringen mich dann beim Lesen immer wieder zum Schmunzeln. Kluftinger ist mir inzwischen genauso vertraut wie ein Freund.
Ein "muss" für alle Allgäu-Fans.

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