Die fünfte Kirche

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • London: Madmillan, 2001, Titel: 'A crown of lights', Seiten: 486, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: rororo, 2010, Seiten: 558, Übersetzt: Nicole Seifert

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In ihrem dritten Abenteuer bekommt es die anglikanische Pfarrerin Merrily Watkins, Beraterin der Kirche für spirituelle Grenzfragen und frisch ernannte Exorzistin, mit einem ganzen Dorf zu tun. In Old Hindwell hat ein junges Pärchen, Betty und Robin Thorogood, ein Grundstück erworben, auf dem die verfallene Kirche St. Michael steht – und unter deren Fundament wird ein altes heidnisches Heiligtum vermutet. Als sich nun herausstellt, dass die Thorogoods alles andere als gute Christen sind, sondern einem heidnischen Glauben anhängen und als Hexe und Hexer das alte Gemäuer zum Zentrum eines heidnischen Kultes machen wollen, rebelliert die Dorfgemeinschaft: Denn es handelt sich ausgerechnet um eine der fünf Sankt-Michaels-Kirchen, die das Land nach alter Überlieferung vor dem Bösen bewahren. Unter der Führung des fanatischen Pfarrers Nicholas Ellis wendet sich das ganze Dorf gegen Betty und Robin, um "das Böse" unter ihnen auszumerzen. Selbst die Kirche ist beunruhigt über Ellis’ radikale Aktionen, der es ein bisschen zu weit treibt mit seinem Kampf gegen die Andersgläubigen, daher wird Merrily Watkins nach Old Hindwell gesandt, um den Pfarrer in seine Grenzen zu weisen. Schnell stellt sie fest, dass auch Ellis etwas zu verbergen hat. Und dann verschwindet auch noch die junge Barbara Buckingham, deren Schwester Menna kurz zuvor mit nur 39 Jahren gestorben war und deren Schwager ein sehr eigentümliches Verhalten an den Tag gelegt hatte, da er seine verstorbene Frau nicht hatte gehen lassen wollen ...

Die fünfte Kirche

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Letzte Kommentare:
04.02.2011 14:24:35
anyways

Die bekennenden Wicca Robin und Betty Thorogood ziehen nach Radnor Valley. Ein Bauernhaus mit einem von der Kirche stillgelegten Gotteshaus, das jetzt aber nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, schmückt ihr neues Grundstück. Für Robin ein Zeichen, war dies doch vor vielen jahrhunderten eine heidnische Weihestätte. Nur für Betty scheint der Umzug in die ländliche Umgebung Unbehagen auszulösen. Sie empfängt negative Schwingungen. Die Lage ändert sich für das Ehepaar dramatisch, als der dorfeigene Hassprediger ein Auge auf die „Heiden“ wirft und unbedingt die alte Kirche erneut weihen will. Eine Hetzjagd wie im Mittelalter bricht auf einmal in der Dorfgemeinschaft aus, so dass auch die Expertin für religiöse Grenzfälle hinzugezogen wird. Die Exorzistin Merrily Watkins steht zwischen beiden Seiten und versucht sich einen Überblick zu verschaffen und auch zu vermitteln. Für mein Empfinden schafft sie das nicht, sie beobachtet den aus Amerika zurückgekommenen Sensationsprediger, der eine depressive statt zum Arzt zu schicken mit Hilfe eines Kreuzes vergewaltigt, unter dem Deckmantel des Exorzismus, ohne einzuschreiten. Die Hexen und ihre Anhänger bleiben solche für sie, sie bringt kaum Verständnis für sie auf, obwohl sich das ganze Dorf schon seit Jahren beider Kulturen bedient.

06.01.2011 06:26:02
KimVi

Es handelt sich bei diesem Buch bereits um den dritten Teil der Bücherserie um die Pfarrerin Merrily Watkins. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, ist die Lektüre der ersten beiden Teile nicht unbedingt notwendig. Wenn man allerdings an Merrilys Werdegang, ihrem Verhältnis zu Tochter Jane und Hintergrundinformationen über einige Hauptprotagonisten interessiert ist, sollte man die Reihenfolge der Serie beachten. Das ist allerdings nicht zwingend erforderlich. Die Bände lassen sich gut unabhängig voneinander lesen, denn durch kurze Rückblicke kann man der aktuellen Handlung gut folgen. Da ich bei Bücherserien gerne die Weiterentwicklung der agierenden Personen verfolge, habe ich die Bände allerdings in vorgesehenen Reihenfolge gelesen.

Trotz meiner Vorkenntnisse hatte ich bei diesem Band leichte Startschwierigkeiten. Denn der Anfang wirkte auf mich recht zäh und nicht besonders flüssig zu lesen. Die Handlung besteht aus mehreren Erzählsträngen, die parallel verlaufen und auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Dies hemmt den Lesefluss zunächst, doch sobald sich die ersten Handlungsfäden miteinander verknüpfen, nimmt das Geschehen deutlich an Fahrt auf und die bisher vermisste Spannung setzt ein. Durch geschickte Perspektivenwechsel, an entscheidenden Stellen, wird diese Spannung bis zum Schluss gehalten.

Durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin kann man sich die Handlungsorte sehr gut vorstellen. Die teilweise neblige und unheimliche Atmosphäre passt sehr gut zu diesem "Merrily-Watkins-Mystery". Denn so lautet die Bezeichnung auf dem Cover. Die beiden Vorgänger waren noch als "Merrily-Watkins-Krimi" gekennzeichnet, wobei ich die aktuelle Bezeichnung passender finde. Zwar ist auch in diesem Band eine Kriminalhandlung enthalten, doch der Mysteryanteil überwiegt deutlich. Merrily ist ja auch keine klassische Ermittlerin, sondern gerät eher zufällig in den Sog der Ereignisse.

Die Protagonisten werden ebenfalls ausführlich beschrieben. Man kann sich in sie hineinversetzen und empfindet ganz spontan Sympathie oder Abneigung. Besonders Hauptprotagonistin Merrily wirkt glaubwürdig und sympathisch. Sie ist keine überfromme und weltfremde Pfarrerin, sondern kann auch mal herzhaft fluchen, wenn es ihr angebracht erscheint. Sie frönt auch in diesem Band noch ihrem alten Laster, dem Zigarettenkonsum, doch diese kleinen Details machen sie so liebenswert.

Mein Fazit

Insgesamt bewerte ich den dritten Teil der Serie mit vier von fünf Sternen. Den einen ziehe ich aufgrund des schleppenden Anfangs ab. Die Spannung startete zwar spät, doch nachdem die Handlung einmal in Fahrt gekommen war, fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Da ich ein Fan der Pfarrerin von Ledwardine bin, werde ich mir auf jeden Fall den für Oktober 2010 angekündigten vierten Teil der Serie gönnen.

22.09.2010 14:11:16
Kuschelbu

Die fünfte Kirche war mein erstes Buch der Merrily Watkins Reihe von Phil Rickman. Eine Exorzistin als Hauptrolle eines Krimis klang interessant und daher wollte ich unbedingt einen Band lesen, um selbst herauszufinden, warum es um diese Buchreihe so einen Hype in England gibt.

Voller Skepsis bin ich also in die Welt des Heidentums und Christentums hinabgestiegen und habe mich tatsächlich von der Geschichte packen lassen.

Besonders gelungen fand ich vorallem den Aufbau des Buches. Das Hin und Her springen zwischen den Geschichten der unterschiedlichen Personen des Krimis, die sich am Ende zu einem logischen Ganzen zusammenfügen. Am Anfang hat der Leser noch keine Ahnung was ihn erwartet. Der klassische Mord am Anfang des Buches bleibt erstmal aus. Doch je weiter man liest, desto mehr ahnt man Verbindungen zwischen den Dorfbewohnern von Old Hindwell. Der Doktor, der Anwalt, der Pfarrer, und die Frau des Landrates haben jeder ihre eigene Geschichte - jeder seine eigene Leiche im Keller verborgen. Diese gilt es zu entdecken nicht nur von Merrily, ihrer Tochter Jane und dem herzlichen Gomer, sondern auch von dem Heidenpärchen Betty und Robin, die die verlassene Kirche von St Michael erworben haben und schnell merken, dass mehr hinter den Einheimischen verborgen zu sein scheint, als vorher geahnt.

Ich denke, dass Buch war durchaus gelungen, Langeweile beim Lesen kam keine auf und lediglich das Ende fand ich etwas schade, da sich einige Charakterrollen plötzlich nach all dem Durchlebten zum Christentum bekennen. Ich finde, jeder hätte seine Religion, von der er am Anfang überzeugt war, doch auch weiterleben können und nicht ein künstliches Happy End durch Bekehrung erschaffen werden müssen.

Mein letzter Merrily Watkins Roman wird es dennoch nicht bleiben...

16.07.2010 10:32:32
Moehrchen

Hexenkult und ein fanatischer Prediger

Merrily Watkins, von neunen Bischoff in ihrem Amt als Beraterin für spirituelle Grenzfragen - oder politisch inkorrekt als Exorzistin - bestätigt, bekommt wieder einiges zu tun. Ein junges Paar, das einen heidnischen Hexenkult praktiziert, kauft eine alte Kirche, welche laut einer Überlieferung das Land vor Bösem schützen soll. Merrily muss an einer Talkshow teilnehmen, dort erfahren die Zuschauer von diesem Paar. Eine Hexenjagd beginnt, unter anderem angefacht durch einen fanatischen Prediger und dann geschieht ein Mord...

Der dritte Teil der Serie um Merrily Watkins beginnt etwas zäh und will zunächst nicht in Fahrt kommen. Es passiert einfach zu viel und es scheint keinen Zusammenhang zu geben. Dann aber wendet sich das Blatt und die Story nimmt an Fahrt auf, so dass man das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen kann, weil man wissen möchte, wie es ausgeht.

Dieses Mal befasst sich Phil Rickmans Protagonistin mit dem Hexenkult und muss noch einen fanatischen Kollegen im Zaum halten, was gar nicht so einfach ist. Rickman schafft es immer wieder das Thema mystische Grenzfragen zu variieren, so dass die Serie nicht langweilig wird. Die immer wiederkehrenden Protagonisten wachsen einem auch so langsam ans Herz und man möchte unbedingt wissen, wie sich diese weiter entwickeln.

Die Entscheidung des Verlags, den Roman mit "Ein Merrily-Watkins-Mystery" zu untertiteln ist auf jeden Fall besser und trifft auch mehr zu als die Bezeichnung der Vorgängerromane mit "Kriminalroman".

Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit Merrily und ihrer Tochter Jane oder sollte ich sagen Wiederlesen?

02.06.2010 16:57:00
Marius

Von Christen und Antichristen ...

Beim Betrachten des dritten Merrily-Watkins-Krimi fiel mir zunächst auf, dass dieser nun nicht mehr als Krimi sondern vielmehr als „Mystery“ bezeichnet wurde. Was genau unter diesem Anglizismus zu verstehen ist und warum man ausgerechnet bei diesem Buch zu der Bezeichnung übergegangen ist, war mir nicht klar. Vielleicht wurde dem Verlag klar, dass die Romane aus der Feder von Phil Rickman keine spannenden Krimis sondern vielmehr stimmige Beschreibungen von Land und Leuten und manchmal auch von Spuk sind. Doch wie gesagt, über die Gründe für die Umbenennung kann man nur spekulieren!
Auch im neuen Roman aus der Folge steht wieder die Beraterin in spirituelle Grenzfragen (vulgo Exorzistin) Merrily Watkins aus Herefordshire mit ihrer Tochter Jane im Mittelpunkt der Handlung. Im Nachbarort hat das Paar Robert und Betty, das der heidnischen Religion anhängt, eine verfallene ehemalige Kirche erworben, die ihnen nun mit Freunden für heidnische Rituale dienen soll.
Schon bald kommt auch der örtliche neu zugezogene Pfarrer Nick Ellis hinter den Plan der Heiden und es entspannt sich ein spannungsgeladener Konflikt zwischen den beiden Parteien der Christen und Heiden, die beide auf ihre Religion bestehen. In dem Zwiespalt zwischen altem vorchristlichen Glauben und ihrer Aufgabe als christliche Pfarrerin wird Merrily nun in eine Talkshow eingeladen, wo sie den christlichen Standpunkt klarmachen soll. Doch nicht nur dieser Auftritt geht gründlich schief und bleibt ohne Folgen.
Da ich bereits Mittwinternacht, also den Vorgängerband zu „Die fünfte Kirche“ gelesen habe, erwartete ich mir nicht allzu viel von dem Buch, was auch so gut war, denn es konnte mich nicht überzeugen. Der ganze Plot ist mir zu langatmig angelegt und die Spannung konnte ich auch nur in mikroskopischer Dosierung ausmachen, weswegen das Buch es nicht geschafft hat, mich zu fesseln und nach mehr zu gieren!