Schlussblende

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • London: HarperCollins, 1997, Titel: 'The Wire in the Blood', Seiten: 372, Originalsprache
  • München: Droemer Knaur, 1999, Seiten: 475, Übersetzt: Klaus Fröba
  • Augsburg: Bechtermünz, 2001, Seiten: 475, Übersetzt: Klaus Fröba
  • München: Droemer Knaur, 2003, Seiten: 480, Übersetzt: Klaus Fröba
  • Moorrege: AME hören, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Elke Schützhold

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Sabine Reiß
Die Großspurigkeit eines Täters

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2003

Tony Hill ist Profiler, d.h. er erarbeitet Täterprofile bei Serienstraftaten, wobei es sich meist um die schlimmste Form von Verbrechen handelt: Serienmord. Der Psychologe hat gerade eine Truppe von jungen Polizisten aus ganz England zusammengestellt, die er im Auftrag des Innenministeriums in der Erstellung dieser Täterprofile schult. Zur Übung erhalten die jungen Leute Informationen über 30 Mädchen, die im Laufe der Jahre verschwunden sind. Mit großer Akribie geht die ehrgeizige Shaz Bowman an die Sache heran. Obwohl es nur um eine Übungsaufgabe geht und die Polizei niemals einen Zusammenhang untersucht hat, arbeitet sie sich tief in die Fälle ein und findet bei 7 der Mädchen einige Gemeinsamkeiten: am Tage ihres Verschwindens nehmen sie ihre schönsten Kleidungsstücke mit, sie entsprechen einem bestimmten Typ und besonders interessant: sie waren kurz vorher noch auf einer Veranstaltung des Fernsehstars Jacko Vance.

Als Shaz vor ihrer Gruppe ihre Ergebnisse vorstellt, wird sie nicht ernstgenommen, ihre Kollegen machen sich teilweise sogar lustig über sie. Das bringt die Polizistin zur Weißglut und sie will es allen zeigen. Mit Hilfe einer ehemaligen Kollegin bei der Londoner Polizei verschafft sie sich die Adresse des Fernsehlieblings Jacko und arrangiert ein Treffen. Shaz ist plötzlich verschwunden, sie verpasst das Treffen mit ihren Kollegen aus der Profilergruppe und diese machen sich so langsam Sorgen, als sie nach dem Wochenende auch beim Unterricht fehlt. Als Tony Hill daraufhin zur Wohnung seiner Schülerin fährt, macht er einen grausigen Fund...

Nun hat er ein Problem: er sowie ein Mitglied der Gruppe stehen unter Verdacht und die Polizei hält die Aussage, dass ein bekannter Fernsehstar in einen Mord verwickelt sein könnte, für absoluten Humbug und glaubt an ein Ablenkungsmanöver. Wie soll es Tony Hill gelingen, die Ermittlungen zu beeinflussen?

Bei "Schlussblende" handelt es sich um den Nachfolger von Das Lied der Sirenen, jedoch bauen die Geschichten keineswegs aufeinander auf, so dass man diesen Krimi völlig unabhängig vom ersten Band lesen kann. Einzig ein paar Anspielungen auf die grausamen Geschehnisse der Vergangenheit tauchen auf und Carol Jordan (eine der Hauptpersonen im Vorgänger) darf bei den Ermittlungen helfen. Was die beiden Bücher unterscheidet: hier weiß der Leser von Anfang an, wer der Mörder ist. Nun, zunächst war ich ein wenig enttäuscht. Das soll schon alles gewesen sein? Es passte meines Erachtens so gar nicht zu Val McDermid, dass sie ihr Pulver gleich am Anfang verschießt. Doch das Wissen übt auch einen großen Reiz auf den Leser aus. Mit Spannung habe ich verfolgt, wie Tony Hill sich in dieser schier ausweglosen Situation abmüht, die Polizei zu überzeugen, teilweise verspürte ich selbst die Verzweiflung der Serienfigur.

Ebenfalls sehr gut beschrieben ist die Großspurigkeit, mit der sich der Täter bewegt. Seine Gedanken und Gefühle werden sehr plastisch dargestellt und man empfindet Abscheu, wenn man darüber nachdenkt, dass er vielleicht nicht überführt werden kann. Zum Ende bleibt wenig zu sagen, ohne etwas zu verraten. Ich hätte mir da etwas anderes erhofft, aber Val McDermid hat dem Buch einen roten Faden gegeben, der sich schlüssig durch die gesamte Handlung bis zu diesem Ende zieht, es passt...

Die Autorin hat mich schon im ersten Profiler-Roman mit der Bildhaftigkeit ihrer Sprache beeindruckt. Wo sich die Kate Brannigan-Serie fast durch Harmlosigkeit auszeichnet, wird hier mit Grausamkeit wahrlich nicht gespart, allerdings weitaus weniger brutal als bei Das Lied der Sirenen. Damals schrieb ich: ...nichts für empfindsame Gemüter. Diese Aussage gilt in geringem Maße auch für "Schlussblende", die Dosierung ist hier bekömmlicher.

Fazit: Für mich nicht das beste Buch von Val McDermid, aber spannende und kurzweilige Unterhaltung ohne große Mängel, Prädikat lesenswert.

Schlussblende

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Letzte Kommentare:
03.02.2015 22:09:22
Biggi

Klasse - obwohl man gleich zu Beginn weiß, wer der Serienkiller ist, fiebert man bis zum Schluss um das Schicksal von Donna Doyle mit. Interessant auch, wie sich die Beziehung von Tony zu Carol und umgekehrt weiterentwickelt. Es sind Seelenverwandte mit unterschiedlichen Lebensweisen, die zusammengehören, aber irgendwie auch nicht. Ein wenig zu weit hergeholt fand ich die Alleingänge der "Azubis", aber naja.sie waren dennoch sehr spannend. Ich fand "Schlussblende" genauso toll wie "Das Lied der Sirenen". Und ich habe mir daraufhin auch "Ein kalter Strom" bestellt, den ich nun lese.

28.08.2011 15:31:05
hades01

schlussblende hat mir gegenüber dem 1. buch dieser reihe weitaus besser gefallen, da auf die detaillierte beschreibung von folter (bis auf ein paar ausnahmen) verzichtet wurde. Das Augenmerk wurde diesmal eher auf die Psyche des Mörders und seine Vergangenheit gerichtet. Obwohl man von Anfang weiss, wer der Mörder ist, konnte das Buch ungeheure Spannung aufbauen.

15.05.2011 15:54:35
Frankie

Kompliment,Mc Dermid liefert auch hier einen sehr guten Thrill ab.Er mag seinem Vorgänger wohl nicht das Wasser reichen aber spannend geschrieben ist er allemal. Vorallem gefiel mir die Art des Täters und die Tatsache,dass jeder von Anfang an wusste wer es war.Der einzige Wehrmutstropfen aus meiner persönlicher Sicht war,dass nicht auskam was mit dem Täter passierte. Hier kann der Leser seiner Fantasie freien Lauf lassen. Das Buch war das Geld wert. Freue mich auf die nächste Folge.

23.11.2009 21:06:39
koepper

Einen guten Krimi hat Val McDermid mit "Schlussblende" geschrieben, mein erstes Buch von diesem Autor. Das Buch ist spannend obwohl von Anfang an klar ist, wer der Mörder ist. Spannend ist der Kampf von Tony Hill mit seinem Team gegen ignorante Ermittler, das Zusammentagen der Indizien, die sich immer enger schließende Schlinge um den Mörder. Mc Dermids Schreibstil ist schnörkellos und leicht zu konsumieren. er schreibt bildhaft und bis auf einen sprachlichen Schnitzer ("sein Magen gefror zu Eis") - der ein Mangel des Übersetzers ist - sehr bildhaft und klar. Es ist einfach der Handlung zu folgen.
Ich werde wohl noch weitere Bücher von MCDermid lesen. Empfehlung.

22.10.2009 18:23:58
Vince-Garron

Der Roman war toll zu lesen.Den Fall den das Team um Dr.Hill und Carol Jordan zu lösen hatten,so fand ich, war richtig Klasse.Auch die vielen Perspektiven die man in diesen Roman von den Figuren bekommt macht Spass diesen Roman zu lesen.Leider hatte ich mich vergriffen und habe statt den ersten Teil ,den zweiten gekauft und so erstmal den zweiten gelesen.Freue mich schon auf den nächsten Fall

06.01.2009 15:19:26
Daniel

Ähnlich wie im ersten Teil wechselt die Perspektive zwischen Ermittlung und Sicht des Täters hin und her, doch finde ich es besonders gelungen das sich die Perspektive nicht nur auf Dr. Hill und Carol Jordan beschränkt, sondern auch weitere Profiler etc. zeigt.

Die Spannungskurve bleibt meiner Meinung nach auf demselben Level, wie beim ersten Band und dazu trägt auch die Beziehung zwischen Dr. Hill und Jordan sowie die Vergangenheit einen kleinen Teil bei.

Auf gehts zum Buch Nr 3.

25.07.2008 11:40:00
WelpeMax

Spannend weiterhin, aber im Vergleich zum ersten deutlich schlechter! Die Serie an sich ist aber interessant zu lesen und auch die Charaktere entwickeln sich weiter, dies auf alle Fälle ein Pluspunkt! Man sollte sie also in Reihenfolge lesen!

14.05.2008 07:53:30
dufftown

Dieses Buch ist toll. Obwohl der Krimi so aufgebaut ist, wie ich ihn normalerweise nicht mag, hat Val Mcdermid es doch geschafft die Spannung zu halten. Das Buch habe ich nicht aus der Hand gelegt. Toll. Die Charactere haben sich auch gut weiterentwickelt. Ich kann dieses Buch auf jedenfall weiterempfehlen.

07.03.2008 15:06:16
Heaven23

Auf jeden Fall war das Buch sein Geld wert! Vor längerer Zeit als Remittende erstanden und vor kurzem verschlungen ! Wirklich sehr spannend aufgemacht. McDermid hat eine einzigartige Art zu schreiben, die man sich nicht entgehen lassen sollte

16.02.2008 15:11:47
Silke

Ausgezeichnete Geschichte.Konnte das Buch gar nicht mehr weglegen und das kommt nicht oft vor.

Obwohl man schon früh weiß, wer der Täter ist, war es doch spannend zu sehen, wie ein Profil vom Täter angefertigt wird und dieses dann auch mit der wirklichen Figur übereinstimmte.

Auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

09.02.2008 02:25:43
Rolf.P

Val McDermid ist es wieder gelungen, einen absolut spannenden und fesselnden Psychothriller zu schreiben.
McDermids Fähigkeit, in die gestörte Psyche eines Kriminellen einzudringen, ist furchterregend, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. McDermid hat ein unglaubliches Talent Charaktere zu beschreiben und diese in die Geschichte einzubetten das man völlig in dem Roman versinkt.
Klasse Thriller, sehr spannend von Anfang bis zum Schluss!

19.11.2007 11:43:31
Karl-Georg

Schlussblende war das erste (und sicher nicht das letzte) Buch von Val McDermid, das ich gelesen hab - und ich war begeistert von der Geschichte, den Charakteren und den Verwicklungen.
Der Schluss war für meinen Geschmack zu vage gehalten, was mich vermuten lässt, dass die Autorin mit dem Feindbild Jacko Vance in ihren folgenden Werken noch so einiges vor hat.

18.10.2007 21:14:50
NessySheep

Wieder ein klasse Buch, ohne Frage !
Ich war zwar enttäuscht das Tony und Carol am Anfang nicht zusammen arbeiten, dafür entschädigt aber der Schluss mit der gemeinsamen jagt nach dem Killer.
Das einzige was man verbieten sollte war Carols geschwafel am Ende von wegen "Freundschaft kann zwei Menschen mehr verbinden als Liebe", die kann sich echt nicht entscheiden...;)

02.09.2007 14:18:11
Moschi

Mein drittes Buch von McDermid und ich wurde wieder nicht enttäuscht: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, auch wenn ich mir ein etwas stärkeres Finale für den Bösewicht gewünscht hätte. Das Duo Hill/Jordan paßt einfach zusammen, die Handlung ist logisch aufgebaut und für den Leser nachvollziehbar. Alles in allem: Guter
Lesestoff, der einen süchtig machen kann.

30.05.2007 12:09:39
rena

Auch das zweite Buch war wirklich Klasse, von Val. Ich fand es auch gut das die zwei hauptdarsteller zwei verschiedene Fälle zu bearbeiten hatten. Feue mich schon auf den dritten Fall obwohl der nicht so gut sein soll.

27.05.2007 14:16:41
Kaiclyn

Die ist das Zweite Buch das ich von Val McDermid gelesen habe, und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen.
Genau wie "Das Lied der Sirenen" konnte ich dar nicht mehr aufhören zu lesen, weil die Handlung mich so sehr in ihren Bann gezogen hat.
Mich würde mal interessieren, was nach dem Epilog passiert (will jetzt nicht megr sagen, ist doof wenn das jemand noch nicht gelesen hat). Wird das in späteren Krimis nochmal aufgegriffen.
Das Einzige war, dass ich manchmal Schwirigkeiten hatte der Handlung so richtig zu folgen, weil ich mit den Personen durcheinander kam (wer war noch mal der Schwarze?!)
Alles in allem aber ien spannendes Buch, das ich nur weiter empfehlen kann...
Ach ja, lest es am Wochenende, wenn ihr nämlich was zu tun hab seit ihr ständig abgelenkt, weil ihr wissen wollt wie es weiter geht ;-)

11.12.2006 14:17:06
Gian-Luca

Dieses Buch von Val McDermid hat mich angenem überascht.Der psichologe d.r. Tony Hill gefällt mir sehr gut.ein sehr spannender und gut zu lesendes buch konnte es nicht aus der hand legen.

02.08.2006 11:59:50
Linn

Ich fand "Schlussblende" sehr gut.

Mir gefallen die Protagonisten und auch die Tatsache, das sie nicht mit der Polizei, sondern eher allein, aber dennoch mit Hilfe ihrer Studenten ermitteln sehr gut.

Ich mochte es, dass man den Täter schon recht früh kennt, aber doch mitfiebert, wie sie es schaffen ihn zu stellen.

"Schlussblende" ist ein guter Thriller, der hilft, die Geschichte der beiden Protagonisten besser zu verstehen. Die Handlung ist spannend und sehr gut beschrieben.

Da ich alle Bücher der Reihe gelesen habe, kann ich jedem nur empfehlen, dies auch zu tun. Sie steigern sich mit jedem Buch und dieses ist schon ein sehr gutes.

14.11.2005 09:50:04
Uwe Hammon

Nach "Tödliche Worte" und "Das Lied der Sirenen" ist "Schlussblende" nun mein dritter Roman vo9n Val McDermid.
Trotz einer gut aufgebauten Spannung, guten Einsichten in die Arbeit von Profilern, und einem Paradebeispiel von psychopatischem Täter, hat mich das Buch insgesamt etwas enttäuscht. Die geographische Anhäufung von ignoranten Kriminalern, die der Profilergruppe die eigenmächtigen Ermittlungen erst ermöglicht ist ein sehr künstlich wirkendes Konstrukt und das Ende ist mehr als flau.

16.08.2005 19:43:21
Angie

"Schlußblende" war mein ertses Buch von Val MCDermid. Auch wenn der Täter am Anfang schon bekannt wird, so finde ich das es doch spannend ist. Nach und nach zu lesen, wie sie denn nun den Täter kriegen, ist mal eine Abwechslung zu anderen Büchern, wo man erst am Schluß erfährt, wer der Täter ist. Zumindest habe ich es nicht sehr gerne aus der hand gelegt. Und das zeugt doch für eine nicht ganz schlechte Storry. Ein Buch, das es durchaus verdient hat, gelesen zu werden. Sicher gibt es bessere. Aber auch bedeutend schlechtere! Werde mir " Das Lied der Sierenen" auf jedenfall noch zu Gemüte führen. MFG taxigurke

03.01.2005 10:09:28
bee

Hallo Jörg,

heute würde ich dem Buch vielleicht auch nicht mehr 85 Grad geben, aber schlecht war es doch nicht, oder? Klar, man weiß von Anfang an, wer der Mörder ist, das habe ich doch auch so geschrieben...

Und meine Wertungen für "Ein Ort für die Ewigkeit" und "Echo einer Winternacht" liegen über 90 Grad, keine Sorge :-)

Gruß, Sabine

26.12.2004 22:19:42
jörg

Nö, Sabine, sorry,
aber die Bewertung scheint mir doch deutlich übertrieben! Sehr schnell wird klar, wer der Täter ist und auch sonst kommt McDermid nicht an ihre Bestseller "Ein Ort für die Ewigkeit" oder "Echo einer Winternacht" heran.
Selbst "Das Lied der Sirenen" war deutlich besser, da es einen detaillierten Einblick in die Arbeit eines Profilers lieferte.
"Schlussblende" ist wie "Die Erfinder des Todes" ein Buch von McDermid, welches man nicht wirklich lesen muss.

10.07.2004 18:41:36
Björn

Ok, ich muss zugeben, dass mir zwar "Das Lieder der Sirenen" gutgefallen hat, aber es war mir einfach mindestens eine Spur zu hart. Aber nachdem ich dann von Mo Amsung "Die Behandlung" gelesen habe, hat sich mein Magen doch an einiges gewöhnt und desshalb habe ich mein zweites Buch aus der Tony/Carole Reihe gelesen.
Besonders gut ist Val McDermind hier der Schurke gelungen, selten habe ich soviel Haß beim Lesen eines Buches entwickelt auch sprachlich ist es ordentlich, kein Vergleich zu dem Krimi von Kathy Reichs, welchen ich zuvor gelesen habe, denn die Sprachbilder von KR sind größtenteils unfreiwillig komisch.
Das Buch von Val McDermind ist zum Glück nicht ganz so hart wie "Das Lied der Sirenen". Das Heldenduo hat mir wieder besonders gut gefallen. Ungemein spannendes Buch mit einem Täter der einfach nur ein unerträgliches Arschloch ist.

26.05.2004 22:18:57
Cassandra

Eben duchgelesen.
Ein duchweg interessantes, spannendes Buch. Auch wenn es nicht an den Hil/Jordan Vorgänger "Das Lied der Sirenen" heranreichen kann. Das bleibt immer noch ungeschlagen.
Hier geht es ehr um die Polizeiarbeit und ihre Tücken. Engstirnige Vorgesetzte und die typischen Probleme des Polizisten- bzw. Profilerleben. Wer nach Blut sucht wird hier auch nicht fündig. Die Morde sind zwar brutal aber lange nicht so abartig wie in "das Lied der Sirenen".
Alles in allem ein sehr spannendes Buch, daß man kaum aus der Hand legen mag. Man weiß zwar schon von Anfang an wer der Psychopath ist, aber man ist so gespannt zu erfahren, ob sie dem aalglatten Ekelpaket doch endlich (fast) alle seine Greultaten nachweisen können.
Allerdings hat mir der Schluß doch etwas Bachschmerzen bereitet. Ich hätte es anders lieber gesehen.

23.04.2004 23:05:22
Helga

Auch dieser 2.Fall ist wieder ein unglaublich spannender Krimi. Obwohl man weiß, wer der Mörder ist, ist es äußerst schwierig ihm alles nachzuweisen und ihn zu überführen, niemand will es glauben.

Ganz super finde ich immer wieder die Sprünge zu den Gedanken des Mörders. Auch gibt es dann noch ein überraschendes Ende, mit dem man eigentlich nicht rechnet.

Und wieder arbeiten Dr.Tony Hill und Carol Jordan zusammen, obwohl sie nicht zu seiner neuen Gruppe gehört.

Val McDermid schreibt wirklich ganz hervorragend. Ich hoffe, es kommen von der Tony Hill Serie noch mehrere Bücher.