Schleichendes Gift

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • München: DerHörVerlag, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Berkel, Christian
  • London: HarperCollins, 2007, Titel: 'Beneath the bleeding', Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2009, Seiten: 537

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Eva Bergschneider
Giftmörder und Bombenleger

Buch-Rezension von Eva Bergschneider Aug 2008

Drei Jahre haben die Fans der Jordan/Hil-Reihe auf den fünften Teil Schleichendes Gift (Beneath the Bleeding) warten müssen. Zu welchen Abgründen der Seele wird Val McDermid ihre Leser dieses mal führen? Und wie wird sich die private Beziehung der Ermittlerin und des Profilers weiter entwickeln?

Im November-Podcast der Krimi-Couch verriet die Schottin, dass es um Giftmord, Terror und Fußball gehen wird.

Ein Fußballstar wird vergiftet

"Ich weiss, es klingt verrückt, aber haben Sie an eine Rizinvergiftung gedacht?"

Mit dieser Diagnose, die die Assistenzärztin Elinor Blessing ihrem Chef mitteilt, besiegelt sie das Schicksal des Top-Spielers der ersten Mannschaft von Bradfield Victoria. Robbie Bishop hat gegen Rizin keine Chance, denn es gibt es keine Therapie. Chief-Inspektorin Carol Jordan ermittelt in diesem Giftmord bereits, bevor das Opfer verstorben ist und tritt dennoch lange auf der Stelle. Bishop war ein netter Kerl und führte ein Leben ohne Skandale. An dem Abend, bevor der Fußballspieler krank wurde, traf er einen ehemaligen Schulkameraden in der Disco. Ist Robbies Mörder ein Ehemaliger der Harriestown High School?

Die Bombe im Stadion

In der Nähe der VIP-Lounge des Victoria Park Stadions explodiert im ersten Premier League Spiel nach Bishops Tod eine Bombe, die über 30 Menschen tötet. Die Antiterroreinheit CTC übernimmt die Ermittlungen. Man glaubt an einen fundamentalistisch- islamistischen Hintergrund, weil kurz vor der Explosion ein junger Pakistani Zugang zu dem Block erhielt, um die Elektronik zu reparieren. Mitten in der verzweifelten Panik rettet Tom Cross viele Verletzte aus dem Blutbad. Später wird der Ex-Polizist selbst in die Klinik eingeliefert, die Ärzte stellen bei ihm die Symptome einer Vergiftung durch Digitalis fest.

Tony und Carol

Nein, die Polizistin und der Psychologe finden immer noch nicht zueinander, auch das verriet Val McDermid im Interview. Vielleicht bleibt ihre Beziehung gerade deswegen so spannend.

In Schleichendes Gift ermitteln beide etwas unabhängiger voneinander, als man das aus den anderen Bänden der Reihe gewohnt ist. Tony liegt im Krankenhaus nachdem ein Patient der psychiatrischen Klinik mit der Axt sein Knie zertrümmert hat. Ausgerechnet jetzt taucht seine kaltherzige Mutter auf und erweckt Erinnerungen, die er eigentlich lieber ruhen lassen würde. Carol hat ebenfalls mit sich selbst genug zu tun. Sie leidet zunehmend darunter, dass Personalverantwortung auch Schuldgefühle mit sich bringt, wenn jemandem aus ihrem Team etwas passiert. Diesen Frust versucht sie, mit Alkohol abzubauen und büßt manchmal ihr Urteilsvermögen ein.

Carols und Tonies Zusammenarbeit funktioniert nach dem bewährten Muster. Carols Team ermittelt die Fakten, der Profiler ergründet die Psyche der Täter. Tony wirkt in Schleichendes Gift besonders sympathisch, weil er im Umgang mit seiner Mutter Nerven zeigt und trotz seiner Verletzung unnachgiebig Mörder jagt. Selbstbewusst verfolgt er auf eigene Faust Spuren, die Carol bereits abgeschrieben hat und trifft genau ins Schwarze.

Kontrastreiche Themen

Val McDermid verknüpft in Schleichendes Gift ein klassisches und ein brandaktuelles Verbrechensmotiv. Selten wird in einem zeitgenössischen Krimi mit Gift gemordet, denn es ist weder spektakulär, noch blutig. Diese Merkmale treffen eher auf das zweite Thema, die Bombenexplosion im Stadion zu.

So gegensätzlich wie die Fälle, so unterschiedlich sind auch die Mittel, mit denen die Autorin Spannung und Atmosphäre erzeugt. Während der Giftmörder unantastbar im Hintergrund zu lauern scheint, verfolgt der Leser jedes Detail der Planung des Attentats. Am Ende verblüfft die Autorin in zweifacher Hinsicht. Die eine Lösung schien greifbar nah zu sein, die andere hätten wohl die Wenigsten überhaupt in Betracht gezogen.

Die häufigen Schauplatzwechsel sorgen für Abwechslung und Energie, unnötige Längen sucht man in Schleichendes Gift vergeblich. Jedoch bleibt bei dem hohen Tempo viel von der gewohnten atmosphärischen Dichte auf der Strecke, worunter vor allem die Rahmenhandlung mit den beiden Hauptprotagonisten leidet. Wer tiefgründige Momente und entscheidende Signale für ihre Beziehung erwartet, muss sich ganz bis zum Ende gedulden.

Alles in allem hat Val McDermid mit einer interessanten Kombination von Verbrechen viel gewagt und Einiges gewonnen. Nicht oft wird man so elegant getäuscht und nachhaltig gefesselt, ohne das immer wieder Blut fließen muss.

Schleichendes Gift

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Letzte Kommentare:
24.05.2015 14:01:50
Leoni

Hat mich nicht vom Hocker gerissen.
Hab's als Hörbuch gehört und man muss schon sehr aufpassen, um den Faden nicht zu verlieren.
Es werden zwei Handlungsfäden vermixt:
zwei Leute im Krankenhaus, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben - zwei Fälle.
Nerviges Beziehungsgerangel.

Reichlich platte Motive - und sehr grob geschnitzte Täter.

Und: Warum macht sich jemand die Mühe, jedes Mal ein anderes Gift zu verwenden, wenn er noch genug vom alten hat?

Alles nicht so recht plausibel.

Meiner Ansicht nach wird der Autor überbewertet.

24.03.2015 22:29:56
Biggi

Wer die Reihe um Tony Hill/Carol Jordan chronologisch liest, der ist beinahe an der Entwicklung/Beziehung der beiden mehr interessiert an an dem eigentlichen Fall. So zumindest geht es mir. Auch Paula McIntyre entwickelt sich super. Da kann die eigentliche Story ruhig mal schwächeln.

Mir gefällt der charakterliche Tiefgang der Charaktere immer mehr.

Wem es überwiegend um Tony und Carol geht, findet dieses Buch wieder mal klasse - ein reiner Thrillerliebhaber wird es aber eher nicht so toll finden.

Für ich ist es ein tolles, gelungenes Werk.

21.01.2013 12:23:55
Markus

Spannend war das Buch nicht, und die Charaktere werden wieder einmal nicht besonders tiefgründig gezeichnet. Warum lande ich immer wieder bei den Romanen dieser Autorin? Ich glaube, daran ist die deutlich packendere TV-Serie schuld.
McDermids mitunter reißerischer und unnötig blumiger Sprache merkt man zu häufig an, dass sie mal Journalistin war. Geschmackssache, aber mein Fall war es nicht, ich habe bestimmt (mit Unterbrechungen, weil ich einfach mal was zwischendurch brauchte, was ich gern las) für die Lektüre zwei Monate gebraucht. Schade!

21.08.2011 13:23:24
Leollo

Das ist ein bischen zu viel des Guten. Die Dame Autorin will hier ihre Leserschaft auf den Arm nehmen. Zwei total unglaubhafte Storys. Die gute Carol wird zum lamentierenden und saufenden Frustriertchen (die Autorin ist lesbisch, quasi emanzipiert). Hill hat jetzt Gesichte, so unerklärlich werden seine Intuitionen (Die Autorin vorenthält uns nun vollends die Quellen aus denen Hill schöpft.) Und wie passend, bekommt der arme Irrenarzt auch noch eine Knieverletzung von einem Irren verpasst, um die Autorenerfahrungen ihrer Knieoperationen zu verarbeiten. Man fragt sich, ob Madam überhaupt noch mit Lektoren zusammen arbeitet. Sie bedankt sich bei sehr vielen Leuten, auch bei ihrem "Team". Sie sollte vor dem Druck ihrer Bücher lesen, was das Team geschrieben hat.
NIE WIEDER MCDERMID! ( Habe ich aber schon nach der Moorleiche gsagt!)

26.04.2010 02:15:18
Marv

\'Schleichendes Gift\', der 5. Band der Hill/Jordan - Reihe und dementsprechend mit vielen Referenzen auf Vorbände. Da ich augenscheinlich nicht mehr alle parat habe, war zumindest der Alkoholkonsum von Jordan etwas irritierend. Die Hill/Jordan Reihe tendenziell eher der stärkere Zweig des Werkes von McDermid schwächelt nach \'Ein kalter Strom\' erneut.
Zwei Handlungsstränge beginnen parallel, ein Giftanschlag auf einen Fußballer und ein Attentat auf ein Fußballstadion. Während in vielen Romanen mit zwei oder mehreren parallelen Handlungssträngen, diese erst wenig miteinander zu tun haben um dann eine wie auch immer geartete Abhängigkeit zu bekommen, geht McDermid hier einen gänzlich anderen Weg und führt den Leser und Teile des Ermiittlerteams auf eine falsche Spur. Dennoch hätte die Fokussierung auf einen Strang und eine bessere Erläuterung und Ausarbeitung der Motive dem Roman gut getan. Dennoch ist \'Schleichendes Gift\' durchaus spannend und unterhaltsam zu lesen. Definitiv kein Highlight, aber lesenswert als Lektüre zwischendurch.

17.10.2009 19:34:00
Krimikäfer

ich liebe die reihe um carol und tony und bei jedem buch steigt die spannung, ob es nun mal etwas mit den beiden wird, ich finde alle teile sehr spannend, allerdings ist das letzte "schlechende gift" ein klein wenig, tja spannungsloser.

wann wird denn "the fever of the bone" in deutsch erscheinen? konnte dazu nix finden.

28.06.2009 17:50:34
Moschi

McDermid wie man sie kennt und mag; ein guter Krimi in bewährter britischer Tradition.
Es macht einfach Spaß diese Hill/Jordan Fälle zu lesen und die logischen Täterprofile von Tony Hill nachzuvollziehen.
Gestört hat mich der (unnötige) Auftritt von Hills Mutter, der (nicht erklärte) Alkoholkonsum von Carol Jordan und die überflüssige Beschreibung verschiedener sexueller Praktiken, die in keinem Zusammenhang mit der Handlung standen.
Fazit: Zwar nicht der beste Roman der Reihe, aber dennoch empfehlenswert.

14.05.2009 15:17:33
Bjoern

Ich habe fast jedes Buch v. McDermind gelesen u. jedes Buch aus der Tony Hill Reihe. Auch das neuste Werk ist wieder recht gut gelungen. Tonys Schlussfolgerungen sind immer wieder spannend zu lesen u. die Frage: Kommen die beiden nun endlich zusammen ist natürlich auch immer so ein Thema. Der Kirmi ist grundsolide, das Motiv hat einen nicht vom Hocker aber was ich störend empand ist die gehörige Portion "platter" Sex-Thema. Da geht es um Dildos, Vibratoren, um Anal-Verkehr etc. Nix gegen eine gewisse Prise Sex in Büchern, aber nicht in solch platter Form!

13.02.2009 21:05:10
Patrick

Gut gefiel mir der verständliche Schreibstil McDermids. Die Charaktere sind allerdings recht eindimensional, zum Teil überzeichnet, und ihr Verhalten voraussehbar. Die Motivlage der Täter wird m. E. unzureichend deutlich und die Täter machen einfache, vermeidbare Fehler, so dass DCI Jordan, Dr. Hill und Co. sehr viele (wenn zum Teil auch verwirrende) Spuren finden können.
Val McDermid versteht zweifellos ihr Handwerk. "Schleichendes Gift" ist durchaus spannend, ohne aber dabei große Maßstäbe zu setzen. Nette Unterhaltung, not more, not less.

26.01.2009 16:47:09
Angel-128

Der Satz von CoCo "Bücher mit bekannten Charakteren zu lesen ist wie Heimkommen" trifft auch auf mich zu!

Meine Erwartngen an Fall Nr. 5 von Holl und Jordan wurden erfüllt. Es stimmt zwar, dass die Spannung erst zu Ende des Buches aufkommt, aber dies nimmt dem Buch meiner Meinung nach nichts.

Ich freue mich schon auf Fall Nr. 6 der beiden!

21.01.2009 15:02:24
Mone119

Der Roman hat mich insgesamt gefesselt,allerdings verwirrt mich Jordan;s Hang zum Alkohol etwas.Sie kompensiert damit anscheinend ihre fortwährend komplizierte Beziehung zu Hill.Der kommt in"Schleichendes Gift"trotz schwerer Verletzung sehr aktiv rüber.Er ist es,der immer die richtigen Lösungsansätze findet,während sich Jordan nur im Kreis dreht.Sie funktionieren trotzdem sehr gut als Team und ergänzen sich.Ich erwarte mit Spannung den nächsten Jordan/Hill Roman.

14.01.2009 22:49:59
Coco206

Bücher mit bekannten Charakteren zu lesen ist wie Heimkommen.

Und so hab ich mich beim Lesen des 5. Teils der Reihe um Dr. Tony Hill und DCI Carol Jordan gefühlt.
Dieses Buch hat 535 Seiten, für mein Empfinden kam erst ab S. 500 Spannung auf, die nicht lange gehalten wird. Aber das empfinde ich keineswegs als negativ, denn auch die vorangegangen Seiten erzählen eine interessante Geschichte. Am Anfang hat es mich etwas genervt, dass das Thema Terrorismus so allgegenwärtig war, aber Val McDermid hat mit ihrem Buch auch eine leise kritische Stimme verlauten lassen, dass Moslem nicht gleich Terrorist bedeutet.

Carol Jordan bearbeitet die Giftmorde und den Bombenanschlag mit einem sehr sympathischen und effizienten Team. Tony Hill kommt leider nicht so oft vor, wie ich es mir gewünscht hätte, denn auch, und vor allem wegen seiner Fähigkeit, sich in den Mörder hineinzuversetzen und somit ein schlüssiges und passendes Profil erstellen zu können, gefällt mir diese Reihe so gut. Wobei man ihr auch zugute halten muss, dass er diesmal nur indirekt und in einem anderen Zusammenhang der tragische Held der Geschichte ist. ;)
Die "Beziehung" zwischen Carol und Tony ist diesmal auch eher nebensächlich.

Alles in allem hat mir Val McDermid durch diesen Roman wieder angenehme und kurzweilige Lesestunden bereitet!

05.01.2009 16:11:54
AndreaO

Dieser neue Roman aus der Hill/Jordan-Reihe hat mich enttäuscht und dürfte der schwächste der Reihe sein. Die Idee mit dem Giftmord ist originell und rätselhaft und hätte m.E. ausgebaut werden können - unter Verzicht auf den Handlungsstrang mit dem Bombenattentat. So litt der sonst so gut inszenierte Spannungsbogen, der mit der Erstellung des Täterprofils und der sich unter den Ermittlern entwickelnden Gruppendynamik einherging und atmosphärische Dichte und psychologische Tiefe erzeugte. Dies fehlt hier, obwohl der Roman sonst flüssig zu lesen und die Auflösung des Attentats recht überraschend ist. Trotzdem: Besser mit dem ersten Teil der Reihe "Das Lied der Sirenen" (Top!) beginnen und sich der Reihe nach vorarbeiten.

05.01.2009 16:11:02
AndreaO

Dieser neue Roman aus der Hill/Jordan-Reihe hat mich enttäuscht und dürfte der schwächste der Reihe sein. Die Idee mit dem Giftmord ist originell und rätselhaft und hätte m.E. ausgebaut werden können - unter Verzicht auf den Handlungsstrang mit dem Bombenattentat. So litt der sonst so gut inszenierte Spannungsbogen, der mit der Erstellung des Täterprofils und der sich unter den Ermittlern entwickelnden Gruppendynamik einherging und atmosphärische Dichte und psychologische Tiefe erzeugte. Dies fehlt hier, obwohl der Roman sonst flüssig zu lesen und die Auflösung des Attentats recht überraschend ist. Trotzdem: Besser mit dem ersten Teil der Reihe "Das Lied der Sirenen" (Top!) beginnen und sich der Reihe nach vorarbeiten.

01.01.2009 21:18:00
Todo

Mit großer Erwartung habe ich mich an den neuen Roman aus der Jordan/Hill-Reihe gemacht. Val McDermid ist ein guter Thriller gelungen, der aber meines Erachtens der Schlechteste in der Reihe ist. Die Handlungsstränge und die Chrakterportraits sind routiniert geschrieben, aber das gewisse Etwas fehlt.
Zu Beginn hat der Roman einige Längen und erst auf den letzten 150 Seiten gewinnt das Ganze an Fahrt. Die Beziehung zwischen Tony und Carol wird nicht weiter vertieft. Allerdings hat Tonys Mutter einen (leider) viel zu kurzen, aber intensiven Auftritt. Der Schluss ist auch in Ordnung, aber wer etas Besonderes erwartet, wird enttäuscht.
Naja, es kann halt nicht immer ein absoluter Topthriller rauskommen. Lesenswert (Neueinsteiger sollten mit dem Buch nihct anfangen), aber von Val McDermid wünsche ich mir schon ein bisschen mehr.

01.01.2009 07:30:27
Maria-Luise

Das ist mein erster Krimi, den ich von Val McDermid lese . Er ist sehr spannend geschrieben und läßt einen das Buch kaum zur Seite legen. Gut finde ich auch, wie das Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlungsbehörden ( Polizei - Antiterroreinheit) beschrieben wird. Ich werde wohl Ausschau nach weiteren Büchern halten.
Die Beziehung zwischen Tony und Carol finde ich sehr interessant. Mich stört nur , dass ich mal wieder mitten in einer Reihe anfange zu lesen, aber ich habe das buch geschenkt bekommen.

26.12.2008 20:48:07
Anke Ohlmann

Hallo!
Das Warten hat ein Ende: Der neue Tony Hill/Carol Jordan Roman ist da!
Ein klasse Buch (wie die ganze Reihe)! Wiedermal beweist Val McDermid ihr überdurchschnittliches Talent Kriminalfälle spannend ineinander zu verweben und gleichzeitig auf hohem Niveau zu schreiben und beschreiben. Solche Details wie "Seine Augen hatten die Farbe von Kastanien, die man im Ofen gebacken und dann am Ärmel glänzend gerieben hat."(S. 93) machen McDermids Bücher spitzenklasse und lesenswert.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und bin nun ganz traurig weil ich "weiter" lesen will.
Auch die Beziehung zwischen Tony und Carol entwickelt sich weiter, lässt den Leser aber fragend (mich hoffend :-)) zurück!
Es bleibt nur zu sagen: Hoffentlich bekommen wir Fans der Reihe ein nächstes Buch, dass wir verschlingen können und dabei die Zeit ganz vergessen können! :-)
Mit freundlichen Grüßen
Anke

20.12.2008 20:37:27
snoozer

Ein guter Krimi, den ich bis zum Schluss gerne und zügig gelesen habe, allerdings sind die ersten beiden der Jordan/Hill-Reihe immer noch ungeschlagen.

Mich wundert hier ein wenig, dass Tony in diesem Buch so dermassen als Superstar dargestellt wird, der trotz Axt-im-Knie-Handicap alles erkennt und richtig macht, während Carol eigentlich das meiste falsch macht und die Ansätze von Tony nie annehmen will. Zudem trinkt sie auch noch laufend.
Eine merkwürdige Entwicklung, die ich nicht erwartet hätte.

18.12.2008 16:29:06
queenodt

Eines der besten Bücher von Val McDermid seit langem. Natürlich gibt es immer die ein oder andere Stelle, wo einem was fehlt oder eine kleine Unschlüssigkeit auftaucht, aber alles in allem habe ich das Buch sehr gerne und schnell verschlungen. Ungewohnt, dass diesmal keine ausführliche Analyse von Tony auftaucht, dafür lernt der Leser hier seine Mutter kennen und ahnt so den Ursprung seiner tiefgreifenden Probleme...
Ich hoffe, der nächste Tony & Carol-Nachfolger-Roman lässt nicht allzu lange auf sich warten!

15.11.2008 15:38:46
Clare1512

Wurde aber auch Zeit.
Das Warten hat ein Ende. Tony und Carol
sind wieder da.
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.
Allerdings bin ich der Meinung, daß bei der Mischung von 2 Fällen, immer einer zu kurz kommt.
Die Sache mit dem Bombenanschlag hätte Frau Mc Dermid sich schenken können. Aber der Hauptfall ist einfach nur klasse.