Die dritte Jungfrau

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Paris: Viviane Hamy, 2006, Titel: 'Dans les bois éternels', Originalsprache
  • Berlin: Der Audio Verlag, 2007, Seiten: 2, Bemerkung: Produziert vom WDR

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Adamsberg hat ein altes, kleines Haus mitten in Paris erworben. Doch in dem Haus spukt es, sagt der Nachbar. Der Schatten einer frauenmordenden Nonne aus dem 18. Jahrhundert schlurft des Nachts über den Dachboden. Gehört hat der Kommissar das schon, aber was macht ihm das aus, wo er es doch mit viel gegenwärtigeren, furchtbaren Schatten zu tun hat. Einem zum Beispiel, der in einer Pariser Vorstadt zwei kräftigen Männern mit einem Skalpell die Kehle durchgeschnitten hat. Was keiner außer sieht: Beide haben Erde unter den Fingernägeln. Wonach haben sie gegraben, das sie das Leben kostete?

Die dritte Jungfrau

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Letzte Kommentare:
23.09.2016 19:52:16
Gert Samuel

Ich hatte mich auf eine spannende Lektüre im Urlaub gefreut: viele gute Krimis von Fred Vargas gaben zu dieser Hoffnung Anlass.
Doch dieses Mal war ich echt enttäuscht: so viel Synthetik kannte ich von der Autorin bisher nicht. Abstruse Geschichtchen, ebenso Gestalten – irgendwann interessierte es mich nur noch, wie sie aus dem geschaffenen Schlamassel heraus kommen würde.
Der bisher schwächste Krimi einer ansonsten tollen Autorin. Schade!

24.07.2014 11:41:01
Benw15

Dieses Buch war mein "1. Vargas" und es war auch nicht mein letzter Kriminalroman dieser ungewöhnlichen und dennoch positiv aus dem Krimi-Einheitsbrei herausragenden Schriftstellerin.
Die Handlung ist mystisch angehaucht, bestialische Morde geschehen. Die Charaktere sind sehr skurril und dennoch nicht klischeehaft. Man kann sich in sie sehr gut hineinfühlen. Die Sprache ist metaphorisch, leicht, symbolisch und locker, aber nur für diejenigen gut und nachvollziehbar, die solch einen Stil mögen.
Der Titel des Buches ist lange Zeit nicht nachzuvollziehen, die Autorin legt gekonnt mehrere falsche Fährten, um den Aha-Effekt bei den Lesern zum Ende hin so groß wir möglich ausfallen zu lassen. Die Story erscheint dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen.
Und genau das mag ich an diesem Buch so sehr: Die Auflösung ist GENIAL. Ich liebe es bei einem Kriminalroman, die ganze Zeit, was die Frage nach der/dem Täter/in angeht, in die Irre geführt zu werden, sodass die Entlarvung dessen mich eben auch wirklich von den Socken haut. Und das war bei "Die dritte Jungfrau" definitiv der Fall. Danke, Frau Vargas.

08.09.2010 16:33:56
Liz60

Und wieder war ich gefangen im Vargas-Universum. Die Protagonisten sind mir mit ihren Schwächen und Stärken mittlerweile ans Herz gewachsen.
Es ist wie immer eine ruhige, aber dennoch spannende Geschichte, die von den witzigen und intelligenten Diaologen lebt.

Wie immer agieren neben den bekannten Hauptcharakteren auch so einige skurile, eigenwillige und höchst interessante Nebencharaktere. Bei Vargas erfährt man Dinge, die fürs Leben eigentlich nicht wichtig sind, aber es dennoch irgendwie bereichern.

18.08.2010 19:56:59
Samoa

Und wiederum ist Vargas ein bezaubernd-surrealer Krimi gelungen, mit den altbekannt skurrilen Protagonisten und deren unnachahmlich angeschrägt-witzigen Dialogen.

Man folgt erstaunt und ungläubig zahlreichen, völlig abwegig erscheinenden Handlungsfäden – und wird, wie so oft bei Vargas, zunächst kunstvoll in die Irre geführt.
Ein Doppelmord, zwei getötete Hirsche, ein Kindheitstrauma, der Geist einer Nonne (der ruhelos auf Adamsbergs Dachboden umherschleicht), eine mittelalterliche Rezeptur, Schuhcreme auf Schuhsohlen, ein Schatten, eine heroische kleine Katze namens "Die Kugel"… all dies wird meisterhaft verwoben und verflochten, auf intelligente und höchst amüsante Art und Weise zusammengefügt.

Vargas ist unnachahmlich – in ihrer Art, mit Sprache zu spielen, den Leser damit zu betören und ihn vorbehaltlos und willig eintauchen zu lassen in das luftige Gedankenuniversum des Wolkenschauflers Adamsberg.

Unwiderstehlich faszinierend. 95°

15.08.2010 10:33:15
Maria-luise

"Die dritte Jungfrau" ist das erste Buch, dass ich von Frau Vargas gelesen habe. Mein erster Eindruck war, dafür ist also Papier verschwendet worden. Ich habe es zu Ende gelesen. Empfinde ich als Leistung. Zum Glück ist das Buch nur aus der Bücherei geliehen worden. Sie hat sehr bizarre Typen geschaffen und vielleicht muss man ihre Bücher in der Reihenfolge lesen, um ihre Bücher zu würdigen . Frau Vargas fabuliert gut, sie hat viel Sprachwitz, aber das reicht nicht aus. Ich glaube ihre Bücher muss man in einem Rutsch lesen. Ich habe es über mehrere Tage verteilt gelesn und muss oft zurückblättern. Vielleicht lese ich noch einmal ein anderes.

30.07.2010 16:20:40
Annemarie Siefert

Über die "Die dritte Jungfrau": Dieser Roman ist der unglaublichste Schmarren, den ich im Leben gelesen habe. Doch ich las ihn zu Ende und vermute, dass mir Fred Vargas deshalb so sympathisch ist und mich fasziniert, weil sie so liebevoll über die Schwächen ihrer Mitmenschen spricht und auch die seltsamsten Skurrilitäten akzeptabel findet. Sie hat ein großes Herz!!Doch fällt mir noch auf, dass Frauen bei ihr nur schemenhaft vorkommen. Nie werden ihre Frauencharaktere wirklich lebendig und glaubhaft. Fast immer werden sie etwas karikiert; sie sind entweder extrem dick, essen unentwegt ohne zuzunehmen oder sind "weißlich-wabbelig wie Wale" und oft Mörderinnen mit abstrusesten Gedankengängen.
Zwei Fotos sah ich bisher von ihr. Sie ist eine Frau von wirklich großer und sehr lebendiger Schönheit, dazu sieht sie humorvoll und sehr intelligent aus - doch eine große Schriftstellerin ist sie wohl kaum. In der "Dritten Jungfrau" gibt sie einem leibhaftigen Schaf auf einer Wiese den Namen \'George Sand\'. Ob ihr dieser Witz über die GROSSE Schriftstellerin und Geliebte Chopins wohl zukommt? Wohl eher nicht!Doch sind ihre Bücher für mich eine angenehme "Gegenwart" in meiner Leseecke, wenn ich sonst absolut nichts anderes im Haus habe.Annou

21.06.2009 18:46:21
mylo

Nun wieder ein echter Vargas mit den bekannten Figuren wie Adamsberg, Danglard, Camille, aber auch "die Dicke" Retancourt. Man hat sie über die vielen Folgen hin lieb gewonnen, brauch hier aber auch das eine oder andere Buch als Background.
Die Geschichte fängt etwas verhalten an, nicht gleich der Spannungsbrüller, unterhaltsam, sprachlicher Witz und intelligent zusammengesponner Plot der alles zum Schluss, wenn auch überraschend zusammenfügt.

Nicht direkt als erstes Buch von Vargas zum Lesen zu empfehlen.
Aber für mich immer noch 80 Punkte wert.

22.05.2009 09:18:47
Fisu

ein richtig guter, angenehm zu lesender Krimi.
Ohne Hektik;
Man taucht in Adamsberg Welt ein, ein wenn man wieder aussteigt hat man schöne Stunden in Paris verbracht
Der Schluss ist wie immer bei Vargas überraschend, aber nichts desto troz logisch und konsequent.
Allerdings ohne Vorwissen schlecht verständlich

13.01.2009 21:22:43
JaneM.

Jetzt bin ich durch und muß mein Urteil revidieren: ein großartiges Buch! Alle Handlungstränge fließen gekonnt zusammen. Die Morde in Paris, die Geschichte in der Normandie, der Geist im eigenen Haus und der neue Kollege. Über allem steht die geheimnisvolle Rezeptur aus dem Mittelalter. Der Zusammenfluß bleibt verschroben/ charmant ohne "an den Haaren herbeigezogen" zu wirken. Insgesamt passt alles zur Stimmung des Buches.
"Die dritte Jungfrau" hat vielleicht Anlaufschwierigkeiten, aber es lohnt sich. Im letzten Drittel steigt auch der Spannungsbogen deutlich. Vielleicht kein Krimi, bei dem man sich vor Erregung die Nägel kurz kaut, aber geistreich, unterhaltsam, intelligent und keineswegs vorhersehbar.

03.01.2009 01:15:08
JaneM.

Mein erster Krimi von Fred Vargas- ich bin ca. auf Seite 90 und überlege, ob ich das Buch weglegen soll. Nicht, weil es schlecht ist, bei weitem nicht. Positiv sind auf jeden Fall, die originelle Sprache und besonders die verschrobenen Charaktere. Auch dass Adamsberg von der üblichen Wallander/Rebus etc. -Schiene abweicht, ist erfrischend. Insgesamt ein sehr "europäisches" Buch. Anders als bei amerikanischen Werken kann man es nicht überfliegen und schlaftrunken im Bett gelesene Seiten müssen meist am nächsten Tag nochmal gelesen werden, weil doch Konzentration nötig ist.
Aber die Person Adamsberg bleibt für mich nicht greifbar- verschwommen- wie die Autorin meint. Anders sieht es mit den Nebencharakteren aus: z.B. der alte Nachbar, der vom Spuk im Haus berichtet.
Nett, die skurille Geschichte des "neuen Bullen", der seine Tage zunächst mit Überwachung im Wandschrank verbringen muss. Warum die (Ex-)Freundin von Adamsberg aber Personenschutz genießt, hat sich mir bisher nicht erschlossen!!! Falsche Reihenfolge der Krimis? Möglich ist es- es sollte vorgewarnt werden.
Insgesamt gibt es bisher viele-durchaus unterhaltsame und anspruchsvolle- Nebenschauplätze. Wie die Gesichte im Gasthaus in der Normandie. Man versinkt aber beim Lesen in diese Szenerie, um sich hinterher wieder zu fragen, worum es eigentlich geht:ach ja, die Morde in Paris.
Insgesamt: literarisch sicher anspruchsvoll, liebenswert schrullig.
Aber leider bisher alles andere als spannend.
Ein bißchen halte ich noch durch.

23.11.2008 20:46:18
VOLKER

Wieder einmal genial ! Man läuft Gefahr,
sich zu wiederholen immer wieder von den phantasievoll-witzigen Dialogen
und den verschrobenen,mittlerweile lieb-
gewonnenen Charakteren zu schwärmen.
Fred Vargas scheinen die originellen Ideen niemals auszugehen,im Gegenteil,
von Roman zu Roman staunt man immer mehr,was diese Frau sich alles ausdenkt.
(oder kommen ihr die Ideen wie Adams-
berg als füchtige Gedankenflocken zu-geflogen?)
Bei allem Witz und aller Originalität
kommt dabei- und das ist schon eine
Kunst- der eigentliche Plot und die
Spannung niemals zu kurz.
Einziger Kritikpunkt: Fred Vargas stra-
paziert die Bereitschaft des Lesres, ihr
auch einige nicht ganz glaubwürdige
Passagen abzukaufen von Buch zu Buch
ein wenig mehr, und hier scheint dir
Grenze beinahe erreicht.
Dies ist jedoch für mich kein Grund,vom
Prädikat "GROSSARTIG" abzurücken.Wann erscheint endlich der nächste
Roman?

18.10.2008 07:38:38
krimileser26

Auch wenn hier so viele von dem Buch begeistert sind, ich fand es einfach nur langweilig und habe es somit auch nicht zu Ende gelesen. Aber, wenn mich eine Handlung nicht gleich packt oder wenigstens auf den ersten 50 Seiten ins Rollen kommt, dann bin ich nicht gewillt mich noch weiter durch das Buch zu quälen.
Ist schon interessant, dass hier so viele den Lesestoff so ganz anders einschätzen.
Ich hatte das Buch als Leseexemplar, noch bevor es in aller Munde und Frau Vargas in der Presse so hoch gelobt wurde. Um so verwunderter war ich über die vielen positiven Kritiken. Aber zum Glück bin ich ja hier nicht ganz allein mit meiner Meinung.

10.08.2008 01:20:00
Jane_Doe

Das Buch hat mich auch beim zweiten Mal lesen verzaubert. Es war das erste, das ich von Vargas gelesen habe, nun kam es noch einmal in der richtigen Reihenfolge dran.
Die mit viel Liebe ausgearbeiteten Charaktere und das spezielle Vargas-Gefühl, das beim Lesen aufkommt, sorgt dafür, dass man das Buch immer wieder lesen kann.
Die Geschichte ist so gut wie immer, mit vielen unvorhersehbaren Wendungen, aber das Drumherum wird von Buch zu Buch besser, da die Charaktere mitlerweile eingeführt sind und in ihrer vollen Pracht agieren können.
Da kommt es nun immer zu witzigen Dialogen (jetzt beginne ich, meinem Vordermann zu gleichen) und den interessanten Nebenhandlungen, die Vargas' Welt so ausmachen und den Leser in den Bann ziehen.

17.07.2008 17:50:28
Rolf.P

Fred Vargas verzaubert uns in ihrem Roman “Die dritte Jungfrau“ durch einen packenden Plot, viele schräge Dialoge, poetische Fantasien und ein Ermittlerteam, dass in seiner Perfektion und Schrulligkeit kaum etwas mit der Realität zu tun hat.
Witzige Dialoge, intelligente Anleihen an altfranzösische Dichtkunst und eine wahrhaft unwiderstehliche Mischung aus durchgeknallt Agierenden machen diesen Roman der "Königin des französischen Kriminalromans" zu einem Krimierlebnis ersten Ranges!
Nein, Fred Vargas kann man nicht mit den üblichen Maßstäben messen. Ihre Krimi-Welt ist ein Kosmos für sich, bevölkert mit fantastischen Charakteren wie Adamsberg, Danglard oder dem dichtenden Veyrenc mit dem Kindheitstrauma, das ihn und Adamsberg verbindet; ihr Kosmos ist eine schillerndes Universum zärtlicher bis absurder Gedanken, geistreicher Dialoge, düsterer Geschichten, skurriler Einfälle, und am Schluss fügt sich das alles wunderbar zusammen, fast wie von einer Zauberin.
Immer gelingt es der Autorin zudem, zwei, drei mögliche Lösungen auf den letzten Seiten zu präsentieren, man denkt, man weiß jetzt, woran man ist, nur um festzustellen, dass man doch wieder an der Nase herumgeführt wurde.
Fred Vargas schreibt einfach genial. Mit viel Witz und Intelligenz, sehr geistreichen Dialogen und außergewöhnlichen Protagonisten schafft sie es, die Leser Satz für Satz in die Geschichte zu ziehen.

Vargas ist ein Tipp für alle die, die gute Krimiliteratur zu schätzen wissen und sich nicht von schlecht geschriebenen reißerischen Thrillern (made in USA) benebeln lassen wollen.

05.07.2008 03:36:26
Hannes

An einer Stelle dieses Romans werden die Mitarbeiter der Polizeibrigade eingeteilt in "Positivisten" und in "Wolkenschaufler". Ich glaube, dass das Genre des Kriminalromans gerade von dieser Spannung lebt - zwischen Alltag und dem Ungewöhnlichen, zwischen Ratio und Rätsel. Ludwig Wittgenstein hat bekanntlich in seiner Freizeit ausschließlich Krimis gelesen - die Sehnsucht des Positivisten nach Poesie und Phantasie! Und die erfüllt Fred Vargas allemal.

26.04.2008 14:24:58
Bernhard

Nach meinen fast immer aufreibenden Arbeitstagen pflege ich seit vielen Jahren zur Entspannung oft für eine halbe Stunde in einem Café zu sitzen, begleitet von Cappuchino und vorzugsweise Krimi. Vor kurzem also ein Buch von Vargas. Ich hatte nach wenigen Seiten das Gefühl, beim Lesen eine hinreißende Praline auf der Zunge zergehen zu lassen. Selbst nur jeden Abend ein Kapitel zugestanden, um nur ja nicht zu schnell zu dem Ende zu kommen, versetzte mich dieser Genuss in einen Zustand permanenter stiller, zufriedener Heiterkeit, eine Art geistiges Dauergrinsen. Ich denke, man muss diese Art zu schreiben mehr fühlen als verstehen. Eine persönliche Anlage als Wolkenschaufler ist dazu natürlich außerordentlich hilfreich. Dann beginnt auch die oft zitierte "Magie" zu wirken. Wie ist es sonst zu erklären, dass ich als fünfzigjähriges, gestandenes Mannsbild den ersten Leserbrief meines Lebens schreibe ??

27.03.2008 18:21:58
Ich-lese-gerne!

Ich finde diese Buch grenzt schon fast an Körperverletzung. Selten habe ich ein so langweiliges Buch gelesen. Die Handlung war an den Haaren herbeigezogen und mir ist absolut unklar aus welchem Grund das Buch so gute Kritiken hat. Ich habe beim Lesen immer wieder auf den Punkt gewartet, ab wo es spannend werden sollte - wurde aber auf 470 Seiten enttäuscht! Keinen Vergleich zu Patricia Cornwell, Tess Gerritsen, Val McDermid, Elizabeth Corley oder anderen weiblichen Krimiautorinnen.

10.01.2008 19:08:18
maureen

Ich finde sie einfach nach wie vor genial!!
Kann es kaum erwarten bis wieder ein neues Buch erscheint.
Toll wie sie die Charaktere von ihren Darstellern beschreibt.Die Eigenheiten und Macken!!Es ist eine Freude ihre Bücher zu lesen!
Ich kenne sonst keinen Schriftsteller der so schreibt.Wenn einer von Euch mir einen nennen kann dann würde ich mich freuen!

03.12.2007 15:25:15
Almud Magis

Der Konkurrent und gleichzeitig Gefährte von Adamsberg- Veyranc- ist eine wunderbare Erfindung mit seinem melancholischen Lächeln, seinen gescheckten Haaren und dem perfekten Gedächtnis. Eine alte leidvolle Geschichte verbindet die beiden, die sich im Laufe der Handlung Schritt für Schritt klärt und zudem die LeserInnen auf eine falsche Spur führt. Berührend, wie Adamsberg mit seiner Eifersucht umgeht, indem er seinem kleinen Sohn Thomas von den beiden Steinböcken erzählt.

15.11.2007 17:42:45
uli

Eigentlich sind Vargas Bücher eher Mysterikrimis, auch wenn das Übersinnliche stets nur angedeutet und in Fantasie der Protagonisten vorkommt. Ich mag die Autorin vor allem wegen ihrer herrlichen Dialoge und der phantasievollen Geschichten. Am Ende war ich völlig überrascht, diese Lösung hätte ich nie vermutet. Gute Unterhaltung bietet sie fast immer, allerdings finde ich die Hymnen auf ihr sprachliches Können leicht übertrieben.

30.10.2007 09:38:58
fremder

Beste Krimiunterhaltung mit schrägen Figuren (ja,ja, die Normannen), witzig, überraschend, manch tiefsinnigen (Jeder Mensch, ...jeder..., erzählt ein für ihn wichtiges Geheimnis, immer, ...immer..., einem Menschen, dem er vertraut, der wiederum...) Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen...

26.10.2007 13:18:54
Eva-Lotte

Für mich sind die Krimis von Fred Vargas ein Lesegenuß, auch "Die dritte Jungfrau". Allerdings muß ich auch sagen, dass ich allzuviel Realitätsnähe von der Autorin auch gar nicht erwarte. Ich möchte gut und spannend unterhalten werden, und in der Hinsicht hat sie mich noch nie enttäuscht.

05.07.2007 19:02:59
Armin Meier

Nachdem ich alle Bücher von Vargas gelesen habe, habe ich mich nun gefreut auf ihr neues Buch. Aber: es war eine Enttäuschung. Wie waren die ersten Adamsbergkrimis doch eine Wucht, und: "Fliehe weit..." fand ich besonders klasse. Ich habe aber den Eindruck, jetzt geht Vargas die Luft aus? Nichts gegen ihren besonderen Touch, obskure Handlungsstränge zu verbinden, leicht schräge Typen zu charakterisieren und auch -ja, warum auch nicht - konstruieren bis zum Äußersten - , aber diesmal wirkt alles nicht nur konstruiert, sondern vollkommen langweilig. Die Nebengeschichte (Beziehung zwischen Adamsberg und seinem neuen Mitglied in der Truppe) wird haarsträubend geklärt (Messerfund - nach unzähligen Jahren???!). Schade, eigentlich.

11.06.2007 18:55:21
Alina van de Sand

Nachdem ich "Fliehe weit und schnell" fünf Jahre im Regal stehen hatte, habe ich es gelesen und war begeistert von Fred Vargas' Schreibstil und dem ganzen Plot. Ich habe mir dann alle anderen Adamsberg-Bücher zugelegt und muss sagen, dass mich Die dritte Jungfrau teilweise schwer enttäuscht und zu Lesepausen gezwungen hat. Die Sache mit der Kugel ist völlig abstrus, auch manche Charaktere sind weit hergeholt und entsprechen nur wenig realen Menschen.
Aber: so schreibt Vargas eben! Man muss eben die Realitätsnähe nicht so genau nehmen. Ansonsten: unterhaltsam, spannend, toll geschrieben (auch wenn manche auf die Übersetzung schimpfen, besser als in Der vierzehnte Stein) - mir ist das Buch 86 Grad wert.

11.06.2007 17:29:13
krimimimi

Leider kann ich nicht so gut französisch, um das Buch im Original zu lesen. Aber auch so fand ich es mal wieder klasse! Am Anfang ein wenig schleppend, aber dann konnte ich´s nicht mehr aus der Hand legen. Wunderbar der neue Charakter aus der Heimat Adamsbergs! Aber ein bisschen wenig Sex diesmal...Selbst für mich alten "Krimihasen" ein völlig überraschendes Ende...Herrlich ! Hoffentlich dauert´s diesmal nicht wieder so lange bis zum nächsten Buch !!!

05.06.2007 23:19:02
Volker

Auch wenn durch Übersetzung einiges verloren gehen mag, bleiben doch wieder eine abgefahrene Geschicht, verschrobene Gestalten und originelle Überraschungen, die dieses Buch wie ihre Vorgängerromane wieder ausmachen. Ganz besonders gelungen und mit einem respektvollen Humor versehen finde ich die Schilderungen in der normannischen Kneipe. Im ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen. Allerdings kam die eigentlich Krimistory bei der Schilderung der zahlreichen Figuren und Verhältnisse fast ein bißchen kurz. Und an einem Punkt, war ich sogar versucht, das Buch in die Ecke zu werfen: Die Suche mit der "Kugel" ist unfassbar hirnrissig, zum Glück wird es anschließend wieder besser.

Fazit: Ein guter Vargas, aber sicher nicht der Beste.

01.05.2007 09:34:04
Torsten H.

Wie immer schön in Wortwahl, Sprachrythmus und Erzählstil sind in diesem Buch vor allem wieder die herrlich verschrobenen und mit allen möglichen Macken behafteten Typen bemerkenswert. Leider leidet die Spannung doch sehr unter der literarischen Beschreibung. Die Geschichte gewinnt erst auf den letzten 150 Seiten an Fahrt, wird in seiner Auflösung dann typisch unglaublich und zum Schluss sogar etwas langweilig. Nach den tollen Vorgängern: Schade !!

24.04.2007 16:17:00
Lille

Ich kann keinen Kommentar zur Qualität der Übersetzung abgegeben, da mir die Sprachkenntnisse fehlen, um das frz Original zu lesen. Mir gefällt ( ich bin noch am Lesen) aber Sprache und Geschichte wieder deutlich besser als im 14. Stein. Adamsberg und seine skurrilen Begleiter wirkten seltsam hölzern in den Weiten Kanadas ( die Übersetzung des kanadischen Dialekts fand auch ich sehr plump).
Sprachlich und auch gedanklich gibt es einige traumhaft schöne Seiten in diesem neuen Buch. Vargas gehört zu meinen liebsten Autorinnen, auch über das Genre hinaus.

31.03.2007 21:02:21
Gerd Krumeich

Ja, es ist leider wahr, die Übersetzerin kann es nicht wirklich, im Unterschied zu Scheffel. Ich lese immer die franz. und die deutsche Version. Was willste sagen, wenn jemand aus "département Bas Rhin" "Niederrhein" macht. Scheffel hatte nur eine (schlimme) Macke: aus jedem "con" machte er ein gesteltztes "Arschloch". Arme Fred!

28.03.2007 08:16:16
Peter Schmid

Habe vor 2 Jahren die Adamsberg-Krimis entdeckt und alles gelesen, die "dritte Jungfrau" ist spannend, amüsant, die Charaktere dürfen sich in ihrer teilweisen Schrulligkeit noch immer weiter entwickeln. Man lebt fast mit ihnen mit. Traurig bin ich nur, dass ich jetzt wieder über ein Jahr oder länger auf den nächsten Fall warten muss. Für mich glatte 90 Punkte!!!

15.03.2007 08:44:42
Pascal

Auch dieses Buch finde ich einfach nur wunderbar. Vorallem die Dialoge in normannischen Kneipe. Köstlich. Die Personen in der Ermittlungsgruppe sind auch herrlich gezeichnet. Quasi für jede Eigenschaft/Tugend einen Flic. Wieder ein richtiger Vargas

Die Übersetzungskiste meiner Vorschreiber ist interessant. Habe mir zuvor nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. Aber da ist was dran. Dieses Buch ist aber wieder näher an den frühen Werken, als der vierzehnte Stein.

05.03.2007 18:27:31
waltraud

hier sieht man mal, was für eine arbeit gute übersetzer wie tobias scheffel leisten, und welch großen anteil sie an einem verkaufs-erfolg von büchern haben. seit scheffel vom verlag angemessenes geld für seine arbeit wollte, ist er "draußen"; eine dame ist ihm gefolgt, die alles zerstört, was die bücher von fred vargas ausmacht.
es empfiehlt sich, so man kann, diese bücher im o-ton zu lesen.

05.03.2007 18:21:16
peiberg

aaaaaaaaaargh!!!!! diese supertollen krimis leiden unter dieser ERBÄRMLICHEN spießigen todlangweiligen und kreuzbraven übersetzung einer romanistin ohne sex and crime. wo ist unser geliebter thomas scheffel, der dies alles so lasziv, undergroundig und ehrlich rüberbringen konnte, ohne dass er den "gestalten" ihre intelligenz, ihre ohnmacht und ihre chuzpe oder ihren witz rüberbringen konnte.
vargas in dieser neuen übersetzung ist wie viertes semester... irgendwie interessant, aber auchinrgendwie egal...

28.02.2007 13:54:04
janssen

die geizige verwendung des genitivs sowie wortkombinationen wie "...wie wenn man..."
mach das lesen leider zur tortur.
schade für einen krimi der gefällt.