Föhnlage

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Argon, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Jörg Maurer

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Jörg Kijanski
Selten so gelacht!

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2009

Bei einem Konzert der skandalträchtigen Klavierspielerin Pe Feyninger stürzt ein Mann von der Decke und ist tot. Übrigens genauso tot wie der Besucher, auf den er fällt. Doch obwohl rund vierhundert Personen im Saal anwesend sind, will niemand den Sturz bemerkt haben. Schlimmer noch: Es gibt für Polizeihauptkommissar Hubertus Jennerwein und seine Mannschaft kaum verwertbare Spuren, denn im Publikum saßen fast ausnahmslos Mediziner, die nach dem Vorfall alle helfen wollten. So wundert es kaum, dass jemand in der Blutlache ausrutscht, um sich kurz darauf beim Aufstehen an jener Sitzlehne abzustützen, die zu dem Stuhl des Opfers gehörte. Auch so können Spuren verwischt werden.

Währenddessen gehen die Bestattungsunternehmer Ursula und Ignaz Grasegger einem lukrativen Nebenerwerb nach, in dem sie Leichen unauffällig verschwinden lassen. Kurz vor der Beerdigung eines Verstorbenen fügen sie dem Sarg, der automatisch in das Grab herabgelassen wird, eine zweite Leiche hinzu. Bevorzugt aus Italien, wo sich die dortige Mafia des Öfteren unliebsamer Personen entledigt. Aber auch die Öffnung nach Osteuropa lässt blühende Geschäfte erwarten.

Jennerwein und sein Team ermitteln auf Hochtouren, jedoch scheint irgendwie allen Beteiligten der Föhn zu schaffen zu machen.

Wenn ein Kabarettist einen Krimi schreibt

Föhnlage ist der Debütroman des preisgekrönten Musikkabarettisten Jörg Maurer. Mehr müsste man an dieser Stelle eigentlich gar nicht schreiben, denn wenn ein Kabarettist einen Krimi schreibt... - genau, dann geht das in erster Linie auf Kosten der Lachmuskulatur. Der Krimiplot selber ist ordentlich strukturiert, aber natürlich alles andere als ernst zu nehmen und so ist oftmals nicht Kommissar Jennerwein, sondern Kommissar Zufall der Retter in der Not. Wenig verwunderlich also, dass Jennerwein bislang noch jeden seiner Fälle lösen konnte.

 

"Morgen habe ich eine Matinee, eine Vormittagsvorstellung..."
"Ich weiß, was eine Matinee ist. Die Hälfte aller bayrischen Polizisten hat Abitur. Ich bin einer davon."

 

Dabei steht Jennerwein mit beiden Beinen fest im Leben, auch wenn er unter einer merkwürdigen Krankheit, der Bewegungsblindheit, leidet. Er ist immer gerade heraus, bloß kein Fachchinesisch.

 

"Von dort oben kann man herunter springen."
"Das kann von einem Balkon immer."
"Ich meine, man kann so herunter springen, dass man da landet, wo das Opfer aufgefunden wurde."
"Jetzt sind wir doch wieder bei der Flugparabel angekommen. Ypsilon im Quadrat ist gleich zwei p mal x ..."
"Hören Sie auf, Becker! Das tut mir weh! Sie behindern die Ermittlungen!"

 

Fast auf jeder Seite bestimmen skurrile Situationen, schreiend-komische Dialoge das Geschehen. So bereits zu Beginn als sich zahllose Ärzte um die beiden Verletzten (Toten) kümmern wollen und mit dem Ruf "Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt" ein heilloses Chaos anrichten. Auch nett, wenn Jenningers Team, eine rauchfreie Raucherpause einlegt.

Die Handlung spielt in einem nicht namentlich genannten Kurort im Alpenvorland, auf dessen Namen sich jedoch zahlreiche Hinweise finden. Sollte es jemand wider Erwarten dennoch nicht mitbekommen, so sei ein Hinweis auf den Geburtsort des Autors erlaubt:

 

"Wir befinden uns hier in einem halbwegs luxuriösen Fremdenverkehrsort.
Es ist nicht gerade St. Moritz oder Kitzbühel, aber auch nicht Hinterpfuideifl."

 

Wer gerne mal bei einem äußerst kurzweiligen Krimi ablachen will, greift hier bedenkenlos zu. Einige wenige bayerische Vokabeln könnten zwar unverständlich bleiben, aber sei es drum. Selten war ein Krimi so vergnüglich.

 

"Ja, ich rieche ein Gewaltdelikt. Ich weiß bloß noch nicht, woher der Geruch kommt."
"Ewig können Sie diesen Schnupperkurs nicht fortsetzen, Jennerwein."

 

Föhnlage

Föhnlage

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Letzte Kommentare:
27.07.2017 14:33:17
trafik

Föhnlage war mein erstes Buch das ich von Jörg Maurer gelesen habe.
Als Krimi ist er wirklich nicht der allerbeste. Dafür gibt es sehr viele Lachmomente und dies ist auch öfters sehr wichtig. Vorallem, wenn man wie ich im Jahr ungefähr 80 Krimis und Thriller liest. Lustig schreiben das kann er wirklich gut der Maurer.
Vorallem ist er nicht extrem lächerlich wie manch andere Krimischreiber. Es ist total im Rahmen.
Werde sicherlich noch weitere Krimis von Jörg Maurer lesen.

25.06.2016 07:27:12
Waltraud Riesterer

Ich habe "Föhnlage" während einer Kur in Badenweiler, also einem ähnlichen Ambiente wie im Buch, sehr amüsiert verschlungen. Dabei bin ich über die " Endlichwitwenfrisur" gestolpert. Wie sieht diese aus? Gibt es auch eine " Leiderschonwitwenfrisur? Ich möchte ja keine falschen Signale aussenden. ähnlich wie die Schleife am Dirndl...
Über eine aufklärende Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Waltraud Riesterer

05.05.2016 01:03:23
Astro Eva

Das war mein erster Jörg Maurer als Hörbuch und ich war so überrascht von dem Chaos und der tollen Art mit verschiedenen Stimmen vorzulesen. Er ist ja Schauspieler. Dieser Krimi spielt im.Theater, deshalb fand ich besonders gut.
Habe alle Maurer Krimis gehört nur der vorletzte hat mir überhaupt nicht gefallen. (Der Tod greift nicht daneben.)
Auch Oberwasser war weniger gut. Doch passable.

25.01.2015 19:38:06
angela Wollner

hervorragend wie ALLE Romane um Jennerwein.Dank der graseggers kommt auch die Kulinarik nicht zu kurz.Das beschriebene Bestattungsritual könntedoch vor allem in grossstädten übernommen werden, da platzsparend
ob das Buch auch in Garmisch-Partenkirchen gut an kommt ...hoffentlich erwischt es den tapferen Wildschütz nicht einmal selbst.Wäre sehr schade um einen der besten alpenommissare.

08.12.2014 14:20:30
DS

Hervorragend gelungene kurzweilige Lektüre! Der tiefsinnige (typisch bayrische?) Humor wird sogar von mir als Nordlicht immer verstanden. Die Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen und landestypischen Eigenarten (Werdenfelser, Allgäuer, Westfälin) sind gut dargestellt. Das Buch ist für jeden sehr zu empfehlen der die Kombination aus Spannung und Humor liebt.

15.07.2014 19:19:56
raipa

Ob das Buch nun witzig ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Aber wer in aller Welt hat nun Liebscher gestossen? Ich habe die letzten 200 Seiten über auf den grossen Unbekannten gewartet, aber wer von den üblichen Verdächtigen war es denn nun? Ich hoffe, dass mir da jemand weiterhelfen kann :)

07.03.2014 07:49:57
Fred Maurer

Die Dokumentation "Ein Tag im Leben des Jörg Maurer" und die Besprechung seines (verfilmten) Romans "Föhnlage" hat meine 'kriminalistische' Neugierde geweckt.
So werde ich mir nachher in unserer Buchhandlung seinen neusten Roman "Felsenfest" mal anschauen - und möglicherweise einen neuen Lieblingskrimiautor entdecken.

25.10.2013 16:55:24
Silsmaria2004

Ich schliesse mich meinen positiven Vorrednern an. Man muss eben auch einfach auch diese Art von Krimis mögen - Couchmitglied Magellan nannte diese Art mal an anderer Stelle "Wohlfühlkrimis", einfach die Füsse hochlegen, auf der Couch lümmeln und gemütlich schmökern und nen heissen (Jager)Tee dazu. ich freu mich jedes Mal, wenn ein Neuer mit dem bewegungsblinden Jennerwein und seinen Kollegen und der Kollegin erscheint,und nicht zu vergessen, das Bestatterehepaar, das dem ganzen noch zusätzliche Würze verleiht. Ich fühle mich immer wieder auf fröhliche und geistreiche Art unterhalten.

25.10.2013 12:24:16
Sophia

Die Bücher von Jörg Maurer sind spannend, interessant und der schwarze Humor gibt dem Ganzen den nötigen Kick. Ich habe bisher alle Alpenkrimis von Jörg Maurer gelesen und muss sagen, dass ich jedesmal begeistert war. Es dauert mir jedoch jetzt auch wieder zu lange, bis das nächste Buch von ihm raus ist. Kann es kaum abwarten!

10.08.2013 01:00:08
Marvin Stokes

„Föhnlage“ ist nicht brillant. Dazu macht das Buch zu viele Fehler, die eigentlich Krimi-basics sein sollten. [Hier kommt der Agatha Christie-Fan in mir hervor. :) ]
Man sollte nicht 50% aller Hinweise als unwichtig aufdecken. Man sollte den Mörder nicht durch Zufall entlarven (Jennerwein und sein Team sind oft dabei, ganz viel Nichts herauszufinden.)
Und so unglaublich lustig ist das Buch auch nicht. Es fährt nur nicht auf der Betroffenheitsschiene mit, auf der so ziemlich jeder andere Krimi heute dahingurkt. Das Buch ist stellenweise amüsant, aber mehr auch nicht.
Dennoch ist dieses Buch besser als der magere Durchschnitt, den man heute sonst so bekommt (nicht wahr, Andreas Franz!?). Die Wahrheit am Ende hat mich nämlich überrascht [was auch mit der "Menge" der Hinweise zusammenhängen könnte.]
Kurzum: Es bei weitem nicht das beste Buch, dass ich jemals gelesen habe, aber auch bei weitem nicht das Schlechteste. Es ist ganz nett. Wer unbedint einen Alpenkrimi will, der kann es sich ruhig kaufen.

16.04.2013 19:42:24
Antonia

Ich finde, es ist ein supertolles Buch!
Zuerst war ich ein wenig skeptisch, da ich von Alpenkrimis eigentlich das Vorurteil hatte, sie seien wie ein schriftliches Protokoll von einer dieser Heimatfilme.
Doch das Buch hat meine Meinung total geändert:
Die Charaktere haben eine Bandbreite von nervend (zum Beispiel Toni Harrigl) bis hinzu absolut schrullig und witzig. Fast alle Personen sind liebenswert, besonders mag ich die beiden Dorfpolizisten.
Die Schauplätze sind schön beschrieben und absolut authentisch.
Die Gespräche sind absolut top!
Alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich lese mittlerweile schon den dritten Band und der vierte steht schon in meinem Regal. Jörg Maurer hat es geschafft wirklich nette Charaktere zu entwickeln und ein schönes, lustiges Buch zu schreiben mit einem Hauch von Sarkasmus.

25.02.2013 02:09:22
Beelzebub

Es war absoluter Zufall, d. ich dieses Buch erworben habe.
Mich sprach sofort der einband an und die Rezession auf der Rückseite versprach gute Laune.
Und genau diese vermittelt das Buch vom ersten Buchstaben bis zum Letzten ohne wenn und aber.
Wenn man sich selbst ertappt, weil man beim Lesen laut lachen muss, dann hat Jörg Maurer alles richtig gemacht.
Ein klasse Krimi, der zu keinem Zeitpunkt zu ernst zu nehemn ist. Wunderbar

04.02.2013 17:19:27
Marthe

Ich gehöre nun zur neuen Fangemeinde.
Zufällig habe ich mir im Bahnhofskiosk den Krimi "Niedertracht" gekauft, den ich so witzig und phantasievoll fand, daß ich mir alle übrigen Krimis sofort auch gekauft oder ertauscht habe.
Dieser hier, ist wie alle anderen, geistreich, unterhaltend, spannend.
Wer diese Krimis langweilig findet, hat einfach nicht die Humorlage.
Aber es wird auch eine Menge Bildung vorausgesetzt. Worauf da nicht alles bezug genommen wird.
Ich bin einfach glücklich über meine Entdeckung!

26.07.2012 12:27:46
M-L

Ich habe mir das Buch aus der Bücherei geholt und es nicht bereut. ich fand es sehr amüsant und habe an einigen Stellen laut lachen müssen. Ein Kabarettist schreibt einen Krimi, er hat eine gute Idee, baut die Handlung solide auf, findet glaubwürdige Ermittler und auch die Bösewichte sind sehr kreativ dargestellt ,gewürzt wird alles mit viel Wortwitz. einfach gelungen. Für die Ferien ist eine angenehme Lektüre

13.03.2012 12:10:55
Gurr

Es war einfach unbeschreiblich von Anfang an, einfach unglaubllich,nicht in Worte fassbar, nicht übertopbar langweilig!!! Nicht zum weiter empfehlen gedacht :P Ich musste sogar am Schluss ganz fürchterlich weinen, weil ich mich so gefreut habe wieder ein neues Buch zu lesen, aber dann kam sowas :( Nicht gut, gar nicht gut!mit freundlichen grüßen GurrGurr

14.02.2012 12:05:17
Lisa 10 Jahre

ich bin eine begeisterte leserin (eine vernate leseratte) . Ihc lese um die 5 Bücher die Woche, doch das war echt Scheiße! Keine Spannung und es geht viel zu lange um die selben Themen!Ich würde es niemanden weiter empfehlen,da mann es sowieso nicht zu ende liest,weil es sehr langweilig ist!Vielen Dank fürs Lesen!
Lg lisa

27.09.2011 18:41:06
Meyer

Wir haben das Hörbuch gehört, und zwar auf der Fahrt ins Allgäu. So etwas kurzweiliges habe ich selten erlebt. Kurz gesagt: Einfach K l a s s e !!! Wir freuen uns schon auf die nächsten Geschichten mit Kommisar Jennerwein. Hoffentlich dauerts nicht so lange. Also, lieber Jörg Maurer, halte dich dran!

21.09.2011 03:21:59
Ysann

Zeugenbefragung in "Föhnlage" nach den beiden Todesfällen im Kurhaus:

"Was haben Sie jetzt genau gehört? War es ein Knacks oder ein Knall? Können Sie das Geräusch nicht präziser beschreiben?"
"Nein, ich bin Konzertbesucher und kein Wortklauber!" ...

"Können Sie das Geräusch nachmachen? War es eher ein >krg

23.08.2011 16:05:56
Bernie Bär

Ich habe jede Zeile genossen!

Okay, natürlich muss man Kabarett mögen.

Ich persönlich fand den Wortwitz des Autors genial und habe mir direkt die beiden Nachfolger zugelegt.

Die Spannung steht natürlich etwas im Hintergrund, was mich aber nicht groß störte.

Einzig, dass der Fall letztendlich von einem 12-jährigen Knirps aufgeklärt wurde, wirkte etwas überzogen.

21.05.2011 12:32:53
Mimi

Regionalkrimis sind zur Zeit sehr en vogue - inzwischen scheinen fast alle pittoreskeren Gebiete zwischen Flensburg und Berchtesgaden mit ihren denzugehörigne Krimis aufzuwarten: Rosenheim-Cops ermitteln im Chiemgau. der Bulle in Tölz.In den Buchandlungen hat man die Wahl zwischen Hunsrück-Krimis, Würzburg-Krimis, Allgaü-Krimis usw.Natürlich möchte da mancher Schreiber wohl mit auf den Zug aufspringen und an der momentanen Modewelle mitverdienenMit der Zeit wird hier die Spreu vom Weizen aber ganz von allein getrennt werden.
"Föhnlage" hat mir in erster Linie wegen seines Wortwitzes und seiner skurrilen Seitenhiebe auf die lieben Mitmenschen gefallen, die den doppelnamigen weltbekannten Kurort bevölkern. Kein Wunder, schließlich ist der Autor ja auch Kabarettist.Schon der dem Buch beigefügte Waschzettel wo draufsteht: "Sterben, wo andere Urlaub machen" ist genial komisch.Eine weitere Stärke des Buches ist die Fähigkeit des Autors, den Leser total in die lokalkolorierte Atmosphäre mit hineinzuziehen: Wenn da Jennerwein zum Beispiel mit seiner Crew auf einem Bergspaziergang unterwegs ist - da ist man als man als Leser sozusagen dabei, man kann gar nicht anders.Der Leser sitzt auch selber mit im Caféund sieht zu, wie Jennerwein und Dr. Maria Schmalfuß in halbrecherischem Tempo durch die Flaniermeile jagen.Der Ort und seiner umgebende Bergwelt sind hier nier nur Staffage, sondern agieren sozusagen mit.Was das Plot angeht, wer hier Realismus erwartet, ist mit \'Föhnlage\' allerdings weniger gut bedient.Das ganze Szenario erinnert mehr an das Hitchcock-Zitat: "Manche Filmesind ein stück Leben - meine sind ein Stück Kuchen. " :-)Komissar Jennerwein ist eine sympathischer, angenehm zurückhaltender Typ; aber ein Kommissar, der an einem derart beeinträchtigenden Syndrom leidet wie er, müsste im richtigen Leben schon aus Verantwortungsgefühl seinen Beruf aufgeben.Was die äußerst interessante und schillernde Figur des Swoboda angeht: er taucht auch in "Hochsaison" auf, scheint demnach zum dauerhaften Figurenarsenal in Maurers Alpenkrimis zu gehören.Swoboda ist eine so wichtige Figur als Dreh- und Angelpunkt in dem verwickelten Zusammenspiel der Handlung, dass er er meiner Meinung nach dem kompletten Jennerwein-Team die Schau stiehlt.

07.02.2011 08:05:08
rolandreis

Im Vorfeld hatte ich schon viel von diesem Buch gehört und wie humorvoll es geschrieben sein soll. Nach Lesen des Romans muss ich aber sagen, das es diese Erwartungen nicht voll treffen konnte. Vieles wird zwar etwas überzogen dargestellt und durch den Kakao gezogen (was ja auch nett ist), aber mir fehlt der letzte Pfiff. Wenn ich da zum Beispiel die Freising-Krimis von Roswitha Wildgans dagegen vergleiche, schneidet Maurers Erstlingswerk mager ab.

14.12.2010 14:15:17
momo

Sehr amüsant, teilweise überdreht, aber der Autor nimmt sich und die Hauptpersonen ernst - damit wird es nicht albern. Habe jede Seite sehr genossen. Hoffentlich gibt es bald Teil 3!
Man merkt, dass es der Kabarettist als Autor gewohnt ist genau zu beobachten und den "Finger in die Wunde zu legen", d.h., die Charaktere mit Stärken und Schwächen darzustellen.

02.10.2010 20:08:30
finsbury

Zum Teil sehr überdreht, aber äußerst witzig und mit viel Lokalkolorit. Die Oberbayern werden auf liebevolle Art durch den Kakao gezogen, Berufsgruppen wie die Kurärzte müssen da schon mehr Federn lassen.
Der Komissar bedient absichtlich und augenzwinkernd jedes Klischee und auch seine Mannschaft verkörpert auf lustige Weise manchen Stereotyp.

17.08.2010 14:43:03
gerbiline

Wir haben das Buch als Hörbuch im Urlaub gehört. Von der ersten Minute an herrlich. Zur Handlung brauche ich nichts hinzuzufügen - aber der Autor liest selbst und macht das ganz ausgezeichnet. Verschiedene alpenländische Mundarten zeichnen die einzelnen Charaktere aus. Man merkt halt, dass der Autor als Kabarettist es einfach kann.

17.08.2010 08:17:23
bertl

Ich bin keine Leseratte und habe nicht den großen Schatz an Vergleichsmöglichkeiten, aber bei dem Buch hatte ich das Bedürfniss ein Lob auszusprechen. Es ist leicht zu lesen, aber trotzdem spannend mit einer Brise bayerischen Eigenarten versehen, die man mag oder auch nicht.
Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen

07.08.2010 21:07:41
Matthias Heidweiler

Endlich einmal ein Krimi, bei dem alles zu stimmen scheint: eine spannende und bis in die kleinsten Details hinein plausibel bleibende Handlung. Eine Fähigkeit des Autors, Personen und Situationen nicht nur anschaulich, sondern originell und äußerst kurzweilig zu beschreiben. Ein Gespür für komische, makabre, banal scheinende und wohl bayerntypische Kuriositäten und Skurilitäten - kurzum: ein Buch, dass man nur zur Hand nehmen darf, wenn man keine wichtigen Arbeiten in Kürze zu erledigen hat, denn man legt es bis zur letzten Seite nicht mehr weg. Mehr davon!

19.05.2010 14:42:21
IMI

Wem dieser Krimi nicht gefallen hat, der versteht die bayerische Lebensart und den bayerischen Humor nicht. Spannend ist er auf jeden Fall und . Ein bemerkenswertes Erstlingwerk von Maurer. Wer ihn als Kabarettisten erlebt hat wird sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich habe mich köstlich amüsiert!!!
Man muß eben Land, Leute und Sprache lieben.
IMI

25.03.2010 22:50:32
tassieteufel

In einem idyllischen Alpen Kurort stürzt während eines Konzerts ein Mann von der Decke und erschlägt dabei noch einen Konzertbesucher. Kommissar Hubertus Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf und steht zunächst vor einem Rätsel, da die Zeugenaussagen mehr als widersprüchlich sind. Handelt es sich um Mord, Sellbstmord oder einen Anschlag?
Das der Autor Kabarettist ist, merkt man dem humorigen, witzigen Schreibstil sofort an. Die Story kommt karikaturistisch und leicht überzogen daher,und als Leser sollte man sowas mögen, sonst ist man fehl am Platze. Jede Menge trockener alpenländischer Humor und liebevoll gestaltete Figuren runden das Ganze ab. Zwischen all den schrägen Gestalten, die von einer bizarren Situation in die nächste stolpern und den witzige Dialogen, entwickelt sich sogar ein Krimifall, der so übel gar nicht ist und sich als roter Faden durch die aberwitzige Geschichte schlängelt.

Fazit: äußerst kurzweilige, amüsante Unterhaltung ist hier garantiert, wer skurile Personen und bizarre Situationen mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

07.12.2009 11:15:29
schwarzerkater

Wer einen dieser amerikanischen Gewaltschocker erwartet, kauft sich sicher nicht den Krimi eines Münchner Musikkabarettisten. Wer jedoch amüsante Unterhaltung mit Wortgewandtheit und bayerischer (Selbst-)Ironie sucht, dem sei dieses Buch wärmstens zu empfehlen. Ich hab mich jedenfalls königlich amüsiert.

12.11.2009 08:48:21
Anna Hansen

An welcher Stelle hätte ich lachen sollen? Meine Mundwinkel haben nicht mal gezuckt... Insgesamt ein kurzweiliger, schnell zu lesender Krimi mit sympathischer Hauptfigur. Aber wirklich nicht mehr. 70%
Ggf. wächst hier eine Konkurrenz zu Kluftinger heran, der mir mit seinen ewigen Fettnäpfchen und dem Langhammer-Gezicke schon seit Band 3 tierisch auf die Nerven geht. ;o)

08.11.2009 01:37:56
*Swizzy*

Ich finde das buch sehr gut geschrieben doch ab und zu ein bischen unverständlich. Auserdem ist das Buch sehr lustig doch es hätte ein klein wengig mehr eleganz und unberechenbarkeit gefehlt.
Doch im ganzen ist es ein sehr guter Krimi mit höhen und tiefen.
Es hat jedoch Stellen die etwas unverständlich sind, wo zu viele Fachbegriffe hergenommen worden und in einem Kapietel geht es nur um Ärzte.
Es gibt dem Buch aber einen Gewissen scharm.

22.09.2009 10:16:55
Christiane34

Zugegeben, zu Anfang hatte ich Bedenken ob es sich wohl lohnt dieses Buch zu lesen. Aber die konnte ich schnell vergeßen, es lohnt sich auf jeden fall. Aber nur für den der nicht alles so ernst nimmt.
Ich habe mich oft vor lachen ausgeschüttelt, einfach wunderbar.
Die Krimihandlung kommt schnell auf den Punkt, nach und nach kann der Leser alles nach vollziehen. Was aber nicht heißt das keine Spannung aufkommt. Den es kommen immer wieder neue Fakten hinzu, Änderungen usw.
Man kann also sagen, ein Buch für Leser mit Humor, leichte aber gute Unterhaltung.

04.09.2009 21:32:23
Pailasse

Ein sehr gutes, sehr witziges Buch, das man wirklich nur ungern zuklappt. Die Eigenarten der Bayern werden grandios auf die Schippe genommen und wirken trotzdem - oder gerade deswegen - macht es sie sympathisch. Oft ist man beim Lesen selbst am Spekulieren, doch wie es bei guten Krimis eben so ist, kommt es dann natürlich ganz anders. Humorlose Menschen werden nichts mit diesem Buch anfangen können, jedem anderen muss ich es empfehlen.

10.08.2009 18:57:31
elfi

Ich fand ihn amüsant, spannend und äußerst unterhaltsam...
es waren allerdings nicht die zitierten Sätze, die ich amüsant fand...
vielmehr die Beschreibung der Typen, der menschlichen und allzumenschlichen Handlungen und Denkweisen...

Ich kann Föhnlage nur wärmstens empfehlen!!!

Ich freue mich auch schon auf eine Fortsetzung.

08.08.2009 11:00:20
froggy

Also ich versteh nicht, weshalb dieser krimi auf der Monats-Bestenliste der Welt war! Ich fand den Krimi weder amüsant, interessant, noch unterhaltsam.
Ich habe ihn einfach zu ende gelesen, weil er so kurz war - ansonsten hätte ich das Buch schon vor der ersten Hälfte in den Wind geschossen.
Das einzig lustige - falls man einen so starken Ausdruck überhautp verwenden soll - daran war, wie die Einheimischen angefangen haben Thesen zum Mord aufzustellen.
Sorry, aber dieses Buch ist für mich ein absolutes NO GO!

06.08.2009 11:44:16
Medienmensch

Ich kann mich nicht anschließen. Sollen die genannten Zitate etwa lustig sein? Dann scheine ich keinen Humor zu haben.
Der Krimi ist weder besonders spannend noch besonders humorvoll. eher platt.
Die Hälfte aller Polizisten haben Abitur?
Gut zu wissen. Aber als Leser braucht man sicher keines.
Ablachen? Mit diesem Buch.
Der einzige Witz den ich hier sehe, ist diese Rezension.

05.06.2009 14:22:56
bellissima_bionda

Ich kann mich dieser Rezension von Jörg Kijanski nur anschließen, selten habe ich mit so viel Vergnügen einen Krimi gelesen. Man kann sich sehr gut in die Atmosphäre des Kurortes im Voralpenland hineinversetzen und alle "Baustellen", die vom Autor während der Handlung aufgemacht werden, werden am Ende wieder geschlossen, so daß für den Leser nichts offen bleibt.

11.05.2009 18:15:36
Nordilinga

Maurer hat einen durch und durch amüsanten Krimi geschrieben - hatte ich am Anfang Bedenken, dass das Ganze im Klamauk endet, war ich doch positiv überrascht, denn alle Handlungsstränge werden sauber aufgebaut und auch am Ende wieder entwirrt. Ein toller Krimi, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.