Die Tote im Keller

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • München: btb, 2007, Seiten: 315, Übersetzt: Lotta Rüegger & Holger Wolandt
  • München: btb, 2010, Seiten: 315, Übersetzt: Lotta Rüegger & Holger Wolandt
  • Schwäbisch Hall: steinbach sprechende bücher, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Ulrike Hübschmann

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In einer eisigen Göteborger Winternacht stoßen Polizisten in einem alten Erdkeller auf die Leiche eines Mädchens. Offensichtlich wurde es über längere Zeit gefangen gehalten, missbraucht und brutal ermordet. Wer war die Tote, die niemand zu vermissen scheint? Die Ermittlungen führen Irene Huss ins Göteborger Rotlichtmilieu. Mit Hilfe ihrer Kollegin vom Dezernat für Menschenhandel kommt sie dem Kopf eines internationalen Mädchenhändlerrings auf die Spur, der sich gerade in der Stadt aufhält. Sie folgt der Fährte bis nach Teneriffa. Nach und nach deckt Irene Huss die Hintergründe dieses schmutzigen Geschäfts auf und bringt sich auf der Suche nach den Hintermännern schließlich selbst in höchste Gefahr. Aber wer hat das Mädchen tatsächlich auf dem Gewissen? Schleuser, Zuhälter, Freier? Noch ahnt niemand, dass der Mörder näher ist als gedacht ...  

Die Tote im Keller

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Letzte Kommentare:
03.02.2014 20:02:52
Jossele

Es scheint mir für meinen Geschmack eine Regel zu werden: immer wenn Tursten sich in an die organisierte Kriminalität heranwagt, dann überhebt sie sich. Das war schon in der Tätowierung so. Auch diesmal gelingt es ihr nicht, die vielen komplizierten Geschehnisse, die sie erzählt, verbünftig und logisch zu Ende zu erzählen. All die Themen, die um die organisierte Kriminalität kreisen, wirken unausgegoren, weltfremd erzählt und am Ende als reines Beiwerk, so die Handlung in Teneriffa nebst üblen Klischees über die Polizei in Spanien, die Geschichte mit den Bauarbeitern und die um den Zuhälter Becker. 30° nur, weil sie die eigentliche Mordgeschichte ordentlich auflöst. Tursten sollte sich mit menschlichen Dramen mit wenigen handelnden Personen beschäftigen. Von den richtigen Verbrechern, so scheint es mir, hat sie keine Ahnung.

28.11.2011 01:25:43
bluesbetty

Anhand des Klappentextes habe ich einen spannenden Krimi erwartet. Und tatsächlich ist das Thema des Buches auch interessant. Leider baut sich aber keine Spannung auf. Zu sehr werden hier private Probleme der Ermittler geschildert oder angedeutet, die wirklich nichts mit dem Fall zu tun haben. Auch wirken einige Ermittlungsmethoden sehr unwirklich. Überhaupt erscheint die gesamte Teneriffareise sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein. Es wird wohl niemanden geben, der einen Ermittler nur für einen kurzen Vortrag, denn von Ermittlungsarbeit vor Ort kann man hier nicht reden, quer durch Europa reisen lässt. Das hätte man sehr viel effizienter mittels Telefon(konferenz), Fax und Internet lösen können. Das mehr oder weniger vorhersehbare Ende passt zu diesem Roman. Insgesamt kann man dazusagen, nett geschrieben. Mehr bietet der Roman aber nicht.

Meine Wertung: 68°

06.09.2010 20:40:51
Larry B.

Dies war mein erster Roman von Helene Tursten und ich bin positiv überrascht. Anders als die Verfilmungen, empfand ich das Buch keineswegs als langatmig. Einzig die Reise nach Teneriffa war vollkommen überflüssige Effekthascherei. Leider war das Ende nicht besonders überraschend für mich, die Vermutung hatte ich bereits nach wenigen Seiten. Etwas weniger Familienleben und dafür etwas mehr Hintergrundinformationen über dieses brisante Thema hätten dem Roman aber bestimmt nicht geschadet.

29.10.2009 23:53:33
CRI

Ein weiteres Buch aus der Reihe: Mochte man die anderen, wird einem dieses auch gefallen. Ich finde es eigentlich ganz nett, dass diese Ermittlerin nicht total depressiv ist und säuft, sondern eine ganz nette, normale Familie hat, von mir aus auch mit Hund. Eher stört mich ihr frauenfeindlicher Kollege. Bisschen seltsam ist natürlich, dass immer so viele Ermittler sich in waghalsige Abenteuer hineinbegeben, da macht Irene Huss keine Ausnahme. Ein gut zu lesendes Buch, unterhaltsam.

13.01.2009 13:51:17
Rinquinquin

Furioser Beginn, dann zieht es sich doch hin. Die Ermittlungen kommen nicht voran. Die Reise nach Teneriffa erscheint etwas undurchsichtig und meiner Ansicht nach auch noch unglaubwürdig.
Mir gefällt aber die menschliche Seite des Romans, es wird nicht nur kriminalistisch ermittelt, sondern Inspektorin Irene Huss hat auch noch ein Familienleben, das gemeistert werden muss. Das ist sehr lebensnah erzählt.
Der Schluss ist überraschend, kommt aber ein wenig überhastet daher, ist nicht so gut ausgearbeitet.
Trotzdem alles in allem ein unterhaltsames Buch.

30.06.2008 05:35:32
wolko

Wie bei Helene Tursten üblich zieht sich das wieder enorm hin.
Durch die erste Hälfte des Buches muss man sich regelrecht durchkämpfen, dann wird es etwas besser.
Insgesamt: Nicht empfehlenswert als Krimi. Als Familiensaga einschliesslich Hund mag´s durchgehen.