Adrenalin

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • London: Time Warner, 2004, Titel: 'The Suspect', Seiten: 486, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 444, Übersetzt: Kristian Lutze
  • Frechen: Delta Music, 2007, Seiten: 5, Übersetzt: Axel Gottschick
  • München: Goldmann, 2009, Seiten: 444
  • München: Goldmann, 2011, Seiten: 444

Couch-Wertung:

85°

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B:84.2
V:9
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Jörg Kijanski
Ein neuer Stern am Krimi-Himmel!?

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jan 2007

Nach dem Fund einer Frauenleiche neben dem Grand Union Kanal wird Professor Joe O'Loughlin, einer der bekanntesten Psychotherapeuten Londons, von Detective Inspector Vincent Ruiz um Hilfe gebeten. Er soll sich die Leiche ansehen und ihm seine Eindrücke vermitteln. Bei der Frau handelt es sich jedoch nicht wie zunächst angenommen um eine Prostituierte, sondern um eine Krankenschwester aus Liverpool, die bei einem Bewerbungsgespräch vorsprechen wollte. Da das Bewerbungsgespräch bei O'Loughlin selbst erfolgen sollte und dieser zunächst mit der Erkenntnis zurückhält, dass er die junge Frau namens Catherine McBride von seiner früheren Tätigkeit als Arzt in Liverpool kennt, wird Ruiz misstrauisch.

Während die Ermittlungen nicht so recht voran kommen wollen, entdeckt O'Loughlin bei seinem Patienten Bobby Moran, dass dieser Gewaltphantasien hegt, die den Verletzungen welche Catherine vor ihrem Tod zugefügt wurden auffallend ähneln. Immer mehr glaubt der Psychologe, dass sein Patient der Mörder sein könnte, doch nachdem er Ruiz einen entsprechenden Hinweis gibt, droht auf einmal O'Loughlins Leben völlig zusammen zu brechen. Es gibt nämlich keinen Bobby Moran. Stattdessen entdeckt Ruiz eine alte Anzeige von Catherine, die damals in Liverpool O'Loughlin der sexuellen Belästigung beschuldigte. Das O'Loughlin für die Tatnacht zudem kein Alibi angibt, macht die Sache für ihn auch nicht besser. Nach einigen Tagen in Haft wird O'Loughlin freigelassen und versucht nun aus eigener Kraft, den Mörder zu finden. Aber Ruiz, der von seiner Schuld überzeugt ist, bleibt ihm auf den Fersen...

Man kann den Protagonisten die Hand reichen...

Michael Robothams Debütroman lebt von seiner intensiven Darstellung seines Protagonisten O'Loughlin, der ein etwas seltsamer Kauz ist. Als er erfährt, dass er unheilbar an Schüttellähmung (Parkinson) erkrankt ist, hält er diese Mitteilung seines Arztes fast für ein Todesurteil und sieht die gemeinsame Zukunft mit seiner Frau Julianne und der achtjährigen Tochter Charlie gefährdet. Er verspürt das Bedürfnis sich mit einem Menschen auszusprechen, wendet sich jedoch nicht an seine Frau sondern an die ehemalige Prostituierte Elisa, die vor einigen Jahren bei ihm in Behandlung war. Dabei kommen sich die beiden näher als beabsichtigt und da O'Loughlin diesen Fehltritt vor seiner Frau geheim halten möchte hat er nun ein ernsthaftes Problem, denn Elisa ist sein Alibi für die Nacht von Catherines Ermordung. Da Ruiz anfängt tiefer zu graben, gerät O'Loughlin immer mehr ins Verderben und muss letztendlich nicht nur um seine Freiheit, sondern auch um seine Familie kämpfen.

 

"Bei der Jagd gibt es Füchse und Hunde und Saboteure, Professor. Was sind Sie?"
"Ich glaube nicht an die Fuchsjagd."
"Ach nein? Der Fuchs auch nicht."

 

Sehr geschickt wird O'Loughlin von dem eigentlichen Täter immer subtiler in die Sache verwickelt und so bleibt es nur dem Unvermögen der Polizei zu verdanken, dass er sich lange genug auf der Flucht befinden kann, um das Rätsel letztlich selber zu lösen. Der Roman ist sehr ruhig angelegt und wer auf Action oder gar grausige Mordszenarios hofft, der ist hier definitiv im falschen Buch. Erst nach gut 50 Seiten betritt Ruiz zum ersten Mal die Handlung und bittet O'Loughlin um dessen Hilfe. Das Buch ist sehr dialoglastig und beschreibt ausführlich die Szenerie und den Hintergrund der Personen, vor allem die des Professors, bei dem man den Eindruck gewinnt, seine gesamte Lebensgeschichte zu erfahren. Sehr eindringlich wird die Arbeit des Psychotherapeuten dargestellt und ebenso umfangreich wird das Thema Sozialarbeit verarbeitet, da man Bobby früher den Umgang mit dessen Vater verwehrte. Dieser hatte sich angeblich sexuell an dem Jungen vergangen.

 

"Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Prediger und einem Psychopathen?
Sie hören verschiedene Stimmen."

 

Gelungenes Debüt mit sehr eigenwilligem "Helden"...

Die Story, wonach der Held zunächst zum Verdächtigen und dann wieder zum Held wird ist sicher nicht neu, doch Robotham bereichert das Genre dank seines ungewöhnlichen Protagonisten. Behindert durch seine Krankheit kann er nicht die direkte Konfrontation suchen. Ihm bleiben nur zahlreiche Gespräche und Analysen, um das Rätsel zu lösen. Mit einer guten Prise Humor würzt der Autor seine Story, die teilweise etwas schwerfällig daher kommt, immer dann, wenn man einen Tick mehr Action erhofft und doch "nur" mit einem weiteren Rückblick in die Vergangenheit vertröstet wird. Dafür hat der Leser allerdings jederzeit den Eindruck mitten in der Handlung zu stehen und den Figuren die Hand reichen zu können. Man folgt dem Ich-Erzähler O'Loughlin und fiebert dem Ende entgegen. Die Art der Lösung ist zwar ebenfalls nicht unbekannt, aber dafür gelungen in Szene gesetzt.

 

"Ein Mann wird überfallen und liegt blutend auf der Straße. Zwei Psychologen gehen vorbei, und der eine sagt zum anderen: ´Lass uns den Menschen finden, der das getan hat - er braucht Hilfe.'"

 

Kurzweilige Unterhaltung mit nur wenigen Längen, die allerdings Interesse an Psychologie, Sozialarbeit und artverwandten Themen voraussetzt. Sonst könnte es in Ermangelung von Handlung im Sinne von Action vielleicht doch ein wenig langweilig werden. Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird dennoch belohnt und lernt einen viel versprechenden neuen Autor (aus Australien übrigens) kennen, auf dessen zweiten Psycho-Thriller Amnesie (ebenfalls mit O'Loughlin und Ruiz) wir gespannt sein dürfen.

Adrenalin

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Letzte Kommentare:
07.03.2017 11:27:43
mg11

Habe das Buch nach ein paar Jahren nochmals gelesen und fand es erneut sehr gut. Der Schreibstil und der Humor gefallen mir sehr gut.
Die Protagonisten sind sympatisch und glaubwürdig. Der Plot ist gut konstruiert.
Nicht das aller beste was der Markt zu bieten hat, aber das Buch hebt sich dennoch gut aus der breiten Masse ab.
Nun folgt nochmals Band 2 (Amnesie).
Gute Bücher können auch mehrmals gelesen werden :-)

15.09.2016 16:25:20
Sky

Michael Robthem ist ein Weltklasseautor. Es ist ein Psychothriller, wobei sich "Psycho" auf den den Psychotherapeut Joe O Laughlin bezieht. Das Buch handelt sich um Joe und einen Patienten, der davon träumt jemanden umzubringen. Nachdem eine Leiche aus dem Fluss gezogen wird, kommen Joe und Detective Inspector Vincent Ruiz in Kontakt.
Es ist alles sehr gut durchplant und ausgeklügelt.
Ich freu mich schon die weiteren Bücher von Michael Robothem zu lesen!

30.03.2016 16:03:39
trafik

Weltklasse!
Es war mein erstes Buch von Michael Robotham und ich hwar richtig begeistert.
Die Geschichte ist von Anfang an total spannend und die Hauptperson sehr sympatisch.
Der Aufbau ist auch extrem gut. Es steigert sich bis zum Grande Finale.
Ein super Thriller von Weltformat.
Hoffe, die nächsten können mit diesem mithalten

24.04.2015 09:21:38
stefed

Das Buch ist richtig ärgerlich. Der Titel "Adrenalin" verspricht Spannung pur. Pustekuchen. Die Geschichte ist wirklich gut und auch gut entwickelt, aber jedes Aufkommen von Spannung wird im Keim erstickt. Der Held ist sympatisch, na klar, und das Ganze läßt sich lesen, aber der Begriff "Thriller" ist hier völlig fehl am Platz. Maximal 50%.

18.09.2014 00:24:59
Thomas Kaltenegger

Ich habe es mal wieder gemacht und den Rezessionen der Krimi-Couch vertraut - und wieder war ich voll begeistert.
Die Story ist logisch aufgebaut, spannend und humorvoll erzählt. Die Charaktere sorgfältig und treffend gezeichnet. Man kann sich schnell mit ihnen identifizieren und lebt mit.
Kein Buch für nebenbei - es kommr der Punkt, an dem man es nicht mehr aus der Hand legen will.
Freue ich auf den Folgeroman.

17.02.2014 12:11:59
meni77

Robotham baut die Story (oder besser ausgedrückt die Serie um die beiden Hauptcharaktere) sehr behutsam und ausgeprägt auf. Ich finde seinen Schreibstil und die Nebengeschichten sehr angenehm, er verzichtet auf blutrünstige Beschreibungen und versucht die Spannung langsam auf zu bauen. Für ein Debüt durchaus gelungen, jedoch haben die Kritiken mehr versprochen, als es für mich war. Es wird sicherlich nicht mein letztes Buch vom Autoren sein, jedoch finde ich, kommt es nicht an die Debütromane von Beckett oder Barclay nicht heran, trotzdem gute 82 Grad

08.02.2014 16:25:49
Manfred Rathunde

MICHAEL ROBOTHAM „Adrenalin“ ,Goldmann‘

Robotham lesen und sterben, das ist zu viel verlangt. Lesen reicht. Im Kronleuchter der Thriller ist er eins der hellsten Lichter, die es derzeit gibt und das verdankt er nicht nur dem undankbaren Thema, dem er sich widmet, sondern eher der Art sich zu formulieren. Schon knorke, wie seine Figuren kommunizieren. Der eine redet von Äpfeln, der zweite von Birnen, während dahinter jemand wartet, der vermutlich Fantasien davon hat, das Ronald Reagan und George Bush, in doppelter Ausführung, Friedensstifter seien. Manche Leute sind so weit weg von der Realität, dass es richtig amüsant wird und diese Leute reflektiert Micha einfach unnachahmlich. Er ist zwar ein Autor von schockierenden Ereignissen, aber das lässt er sich nicht nehmen, ist ein Hobby von ihm. Alles in allem kreiert er hier wieder einen, bis zu Schluss spannenden, Thriller. „Adrenalin“ schießt durch die Adern, wie eine Droge, selbst wenn man will, man kann nicht schlafen gehen, ohne zu wissen, wie sieht das Ende aus. Man ist verdammt, besser dazu auserkoren, einfach weiter zu lesen. Robotham baut eine richtig perfide Situation auf, das man Magenschmerzen bekommt und wer muss das ausbaden? Joe O´Loughlin, Psychologe, mit einem Patienten geschlagen, der zum „Heiligen Krieg“ gegen Mütter geblasen hat. Nur ist der mit, fast, allen Wassern gewaschen und recht erfinderisch, vor allem was Spuren hinterlassen angeht. Einen Ansatz zu ihm gibt es nur latent und nur wenn man genau hinschaut. So wird Joe zum Zielpunkt. Alle Spuren deuten in seine Richtung. Eine Mordanklage sitzt ihm im Nacken, nur um von einer zweiten noch Unterstützung zu bekommen. Futter für den Polizisten Vincent Ruiz, der zwar mit einem rasiermesserscharfen Verstand gesegnet ist, hier jedoch auf dem Holzweg wandern will, da die Indizien, so klar wie Hühnerbrühe ohne Eierstich, grellleuchtende Pfeile auf seinen Hauptverdächtigen schießen. Dazu lässt Micha noch eine Note des „man mag sich nicht“-Soße darüber fließen und schon hat die Wirklichkeit ihre wahre Not. Nur hat Micha damit nichts zu tun, immerhin machen ja seine Gestalten die Geschichte und er ist fein raus. Joe ist jedenfalls nicht um seinen geistigen Vater zu beneiden, scheint eher eine Art Stiefsohn zu sein. (MRD)
ISBN 978-3-442-47671-8 445 Seiten 9,99 € (D) 10,30 € (A)

27.12.2013 12:53:05
Kluftiinger

Ein fulminantes Debüt ! sehr gut geschrieben - sehr sorgfältige Entwicklung der Figuren -ein gelungener Plot .Das Buch beginnt recht verhalten, nimmt im weiteren Verlauf aber richtig Fahrt auf - eher Psychothriller als brutaler Actionthriller durchaus mit Tiefgang und Anspruch. Und der Beginn einer Krimiserie, auf deren Fortgang man gespannt sein darf.

02.09.2013 15:13:16
tassieteufel

Professor Joseph O’Loughlin, ein renommierter Londoner Psychotherapeut scheint alles im Leben zu haben, was man sich nur wünscht, eine gut gehende Praxis, ein nettes Haus nebst hübscher Gattin und einer tollen Tochter. Erste Schatten ziehen auf, als eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Als er nach einem brutalen Mord an einer jungen Krankenschwester von der Polizei zu Rate gezogen wird, beginnt er, Parallelen zu einem seiner Patienten zu ziehen und vermutet, dass dieser in den Fall verwickelt sein könnte. Doch schon bald wendet sich das Blatt und er selbst wird von der Polizei verdächtig. O’Loughlin erkennt, dass er in eine perfekt vorbereitete Falle getappt ist, die sich zu schließen droht.

Michael Robothams Debütroman entwickelt sich zunächst nur langsam, der Autor läßt sich viel Zeit seine Hauptfigur auszuleuchten und schildert, auch immer mal in Rückblicken, Szenen aus dessen Leben, seinen Werdegang, man erfährt etwas über seine Familie, seine Krankheit und damit über seine Sorgen und Nöte. So lernt man Joe O’Loughlin recht gut kennen und kann sich in ihn hineinversetzen. Das alles ist recht kurzweilig geschrieben und auch wenn hier noch die Spannung fehlt, so wird doch das Interesse auf den weiteren Verlauf der Geschichte geweckt.
Die Ermittlungen im Mordfall kommen zunächst auch nicht so recht voran, erst als O’Loughlin seinen Patienten Bobby Moran zu verdächtigen beginnt, wird es langsam interessanter. Moran ist nicht nur ziemlich gewaltbreit sondern auch sehr manipulativ und so merkt O’Loughlin gar nicht, dass er sich immer mehr in den ausgelegten Fallstricken seines Patienten verwickelt. Richtig Spannung kommt auf, als Joe als Verdächtiger ins Visier der Polizei gerät und das Leben des Psychotherapeuten gründlich aus dem Ruder läuft. Hier ist es dem Autor sehr gut gelungen zu schildern, wie schnell ein eigentlich recht perfektes Leben in die Brüche gehen kann, denn kleine Geheimnisse gibt es überall und gerade die werden für O’Loughlin nun zu Fallgruben. Doch der Professor beschließt sich nicht unterkriegen zu lassen und auch wenn vieles gegen ihn spricht, seine Unschuld zu beweisen. Quasi auf der Flucht, versucht er gegen alle möglichen Widerstände die gegen ihn gesponnene Intrige aufzudröseln und bis er das schafft, bekommt der Leser einige unerwartete Wendungen geboten.
Der Autor hat einen eingängigen, lebendigen Schreibstil, der sich flott lesen läßt, das Augenmerk liegt aber mehr auf der Psyche der Protagonisten als auf rasanter Action und bis zum Finale gibt es auch ab und an kleine Längen, die man aber insgesamt verschmerzen kann.

FaziT: eine sehr authentische und recht sympathische Hauptfigur läßt hier über kleinere Längen hinwegsehen, insgesamt ein spannender Psychothriller der als Serienauftakt allemal gelungen ist!

12.03.2013 16:23:42
kuba1971

Diesen Roman habe ich erst kürzlich für mich entdeckt (der Krimi - Couch sei Dank). Ähnlich wie Håkan Nesser schreibt Michael Robotham sehr subtil bzw. besonnen und verzichtet nahezu völlig auf blutige oder brutale Szenen. Mir gefällt es sehr, wie der Autor immer wieder kleine Nebengeschichten einbaut, um seinen Figuren Leben einzuhauchen. Der Roman ist meiner Meinung nach sehr dialoglastig. Und das ist auch gut so, denn die einzelnen Unterhaltungen zwischen dem Protagonisten und dem Ermittler re­s­pek­ti­ve dem mutmaßlichen Täter sind wirklich ein Highlight. Fazit: Ein absoluter Volltreffer und weitere Bücher von Robotham müssen her, und zwar schnell.

kuba1971

08.06.2012 17:16:55
koepper

Adrenalin entwickelt sich langsam. Der Autor läßt sich Zeit,er erzählt ausführlich dieses und jenes, manches ist interessant manches könnte er weglassen. Am Anfang hat mich das nicht gestört. Robotham kann erzählen, er schreibt in einer klaren, lebendingen Sprache, das ist durchaus lesenwert. Mit der Zeit nimmt die Spannung zu, das Buch nimmt Tempo auf. Allerdings ist im Prinzip ziemlich schnell klar, wohin die Reise geht. Auch wenn Adrenalin ab Mitte des Buches wirklich spannend ist, nimmt Rhobotham immer wieder das Tempo raus, indem er langatmig Nebensächlichkeiten schildert. Mit der Zeit hat mich das wirklich genervt, ich wollte endlich den Ausgang der Geschichte wissen. Daher kann ch das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen. Nicht schlecht aber kein Knaller.

15.05.2012 02:18:36
Sagota

Ich habe VOR dem 1. Buch Robothams wirklich zwei erstklassige, jedoch völlig anderer Art geschriebener Krimis bzw. Thriller gelesen: Doch ich muss sagen, dass diese (für mich neue, da ruhige und wirklich erst im späten 2. Drittel des Buches an Spannung Fahrt aufnehmende Art und Weise, wie der Inhalt des Werkes auf einen gelungenen Plot hinausläuft, mich sehr positiv überraschte und sich die Knäuel (der Handlung)auf sehr psychologisch-faszinierende Art entwirrt haben... Mir hat genau diese Form von Psychothriller sehr gefallen, die nicht so sehr ans "sezieren" geht und auf brutalste Weise Morde beschrieben werden, sondern wo es um die Abgründe der menschlichen Seele geht - die meist zuvor auf die eine oder andere Art verletzt wurde ... Von mir daher 93 Punkte!

15.01.2012 21:59:20
mylo

Wie schon in vielen Meinungen vor mir festgestellt muss man sich schon durch das erste Buch durchlesen bis gegen Ende Spannung ins Spiel kommt. Diese steigert sich nun über Buch zwei und drei.
Die Geschichte ist interessant geschrieben, Einblicke in die Psychologie der Menschen und die Hauptfigur Joe wird interessant dargestellt. Inspektor Ruiz kommt mir etwas blass dargestellt rüber - liegt wohl auch etwas mehr an der die ihm zugedachte Rolle, abseits der Haupthandlung oder abseits von dem Hauptprotagonisten.
Nicht das Topbuch wie hin und wieder geschrieben steht, nein aber ein gutes ordentliches Buch mit reellen 80 Punkten.

15.01.2012 13:17:38
ThrillerCaro

Also ich hab Adrenalin jetzt so gut wie durchgelesen und muss sagen, ist nicht unbedingt mein Fall.Alles zieht sich in die Länge und ist langatmig.Mich muss ein Buch von Anfang an fesseln, was hier leider nicht der Fall war.Als nächstes werde ich aber "dein Wille geschehe" lesen und hoffe auf mehr Spannung.

25.06.2011 01:51:59
Alexandra

Ein Krimi der ungewöhnlichen Art, der ruhigen Art. Man muß sich hineinlesen, bevor es "so richtig losgeht" ;-))
Inzwischen habe ich den zweiten Band in Arbeit, diesmal aus der Ich-Perspektive von Ruiz erzählt.
Diese Roman = "Amnesie" ist sehr spannend aufgebaut. Wer schon immer mal in die Kanalsítaton abtauchen wollte, hier wird man mitgenommen!

20.06.2011 22:12:23
B. Elisabeth Schoell-Lüders

Die Idee des Buches ist originell, der Psychologe Joe auch eine interessante
Persönlichkeit und nebenbei erfährt man
auch noch einiges über die Nervenkrankheit Parkinson, dennoch hat
das Buch entschieden Längen, zwischendurch ist es einfach langatmig,
am kurzweiligesten fand ich Teil 3.
Inzwischen habe ich auch den zweiten
Roman Robothams gelesen der einem sehr ähnlichen Schema folgt, ein bilßchen Straffung hätte dem Buch gutgetan,
an John Katzenbach reicht Robotham in meinen Augen nicht heran.

14.07.2010 19:05:09
Koffeinfrei

Zu Beginn ist es mir etwas schwer gefallen weiter zu lesen. Ich bin aufgrund der guten Kritiken dran geblieben und wirklich, ab dem 2. Buch (das Buch ist weiter in Bücher unterteilt) nimmt es auch Fahrt auf, die sich bis zum Ende richtig steigert. Es ist lesenswert, interessant im Aufbau und im Ablauf der Geschichte. Ich fand es nicht vorhersehbar, denn die menschliche Psyche lässt einiges zu, was dann doch überraschend wirkt. Dennoch habe ich mir unter dem Titel ADRENALIN mehr versprochen.

23.06.2010 15:04:28
Chrisu

Prof. Joe O\'Laughlin wird von Inspektor Vincent Ruiz gebeten, in einem Mordfall behilflich zu sein. Er erkennt die Tote an ihren Verletzungen als ehemalige Patientin und somit beginnt sein Drama. Er wird als Mörder verdächtigt und es geschehen weitere Mordfälle bzw. entdeckt er eine ganze Reihe von Unfällen und Morden, die alle auf eine Person hindeuten. Aber dann taucht auf einmal sein Freund auf und er ist sich nicht sicher, ob Jock etwas mit den ganzen Vorfällen zu tun hat. Er flieht vor der Polizei und will auf eigene Faust heraus- finden, warum das alles geschieht und wer dafür verantwortlich ist.
Ein Psychothriller der sich wirklich durch das ganze Buch zieht. Immer wieder die Frage "Wer" und "Warum". Das Motiv und die Frage "Wer" dafür verantwortlich ist, wird wirklich erst in den letzten Seiten ersichtlich.
Einfach ein wirklich spannender Psychothriller. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

22.06.2010 23:56:54
Samoa

Welch ein irreführender Titel. Adrenalin.
In geruhsamer, im Präsens gehaltener Ich-Erzähler-Perspektive, wird vielmehr psychologisiert und analysiert als temporeiche Aktion geboten.
Zu Beginn sehr gefällig, plätschert die Geschichte danach für etwa zwei Drittel, mit gelegentlichem Wortwitz und beredter Tendenz zu "Vergangenheitsbewältigungs-Geschichten", gemächlich vor sich hin.

Der in Mordverdacht geratene Hauptprotagonist, seines Zeichens Psychologe, vertuscht, verschweigt und verheimlicht bei den Ermittlungen was das Zeug hält – so dass man sich hin und wieder beiläufig fragt, ob er denn wohl die Inhalte seines Studiums tatsächlich verstanden haben kann…
Sein Gegenpart, der knurrig-bärbeissige Inspector Ruiz, kommt zwar meistens den berühmten Schritt zu spät, handelt jedoch stringent und logisch.

So richtig spannend wird es erst im letzten Drittel – dennoch ist "The Suspect", so der inhaltlich weitaus besser passende englische Originaltitel, kein Gänsehaut erzeugender Thriller, sondern stellt eher das Bemühen dar, ein ruhiges, stilistisch angenehm erzähltes Psychogramm verschiedener Personen zu zeichnen.

Wirklich überzeugt hat mich der Autor mit diesem Werk allerdings nicht – er bekommt jedoch mit Amnesie noch eine zweite Chance… 79°

25.05.2010 00:36:52
Marv

In Michael Robothams Erstlingswerk ‚Adrenalin‘ besteht einer der größte Schwachpunkte in der deutschen Übersetzung des Titels. In dem Roman geht es weniger um Adrenalin, welches bei den Protagonisten oder dem Leser während der Lektüre ausgeschüttet wird, sondern vielmehr um den Psychotherapeut Joe O‘Laughlin, der des Mordes verdächtigt wird, und der, trotz seiner Krankheit, versucht, den ‚wahren‘ Täter zu finden. Der Roman kommt eher ruhig daher, der Schreibstil ist angenehm. Die Grundgeschichte ist nicht neu. Im letzten Drittel wird die Spannungsschraube dann auch etwas angezogen. Dennoch überzeugt der Roman weniger durch seine Spannungsdramaturgie, als vielmehr durch den bereits erwähnten angenehmen Schreibstil, das Psychoduell zwischen den Hauptakteuren sowie der Beschreibung der Charaktere.

24.05.2010 12:43:32
fresno89

"Adrenalin"-, zutreffend für den Inhalt des Buches und somit meine Erwartungen an das Buch erfüllend.
Ich habe von M. Robotham bisher nichts gehört, geschweige denn gelesen. Er ist zweifelellos eine Bereicherung der Krimiszene.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen, weil es nicht nur spannend ist, sondern der Autor zuweilen richtig witzige Metaphern einstreut, die einen wirklich zum Lachen bringen, es aber im nächsten Moment auch wieder zum Ersticken bringen können, aufgrund der Brenzlichkeit der Situation, in der sich der Hauptprotagonist, Joe O\'Laughlin, gerade befindet.
Mit seinen unerwarteten Geschehnissen und Wendungen ist dieses Buch wirklich ein page turner.
"Amnesie" steht schon bereit.
Unbedingt lesen!

24.03.2010 09:47:00
Gaby Roth

Ich fand das Buch total spannend. Vom Autor hatte ich bisher noch nichts gehört. Ich habe inzwischen auch das Buch Amnesie gelesen und Todeskampf und Dein Wille geschehen warten darauf ebenfalls gelesen zu werden.
Eine Bereicherung zu den anderen Thriller-Autoren. Robotham entwickelt sich zu einem Könner.

29.10.2009 08:00:22
mg11

Ein gutes Buch, jedoch mit kleineren Schwächen bezüglich der Personencharakterisierungen. Der Protagonist als auch sein Freund Jock scheinen mir in manchen Situationen etwas widersprüchlich zu handeln bzw. sich zu verhalten.

Dennoch gut herausgearbeitet finde den Detective Inspector Ruiz. Er bleibt konsequent seiner Linie treu.

Auch sehr positiv zu vermerken ist der Humor, der dem Buch seine Würze gibt. Ebenso die Erzählung aus der Ich-Perspektive finde ich gut.

Alles in allem ist das Buch, bes. für ein Debüt, weiterzuempfehlen. Band 2 (Amnesie), in dem der Detective Ruiz in die Hauprolle schlüpft, ist schon vorgemerkt.

22.08.2009 20:03:55
ElRascalito

Zunächst einmal muss ich zustimmen, dass die Wahl des deutschen Buchtitels ein wenig ungeeignet ist, sagt sie doch nicht wirklich etwas über den Inhalt aus bzw. weckt eventuell einige Erwartungen anderer Art.
Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass mich dieser Roman trotzdem überzeugt hat. Gerade die etwas ruhigere Art und Weise ist etwas, was zumindest von der üblichen Kost ein wenig abweicht. Der Protagonist O\'Loughlin ist nunmal kein John McClane-Verschnitt und auch nicht Superheld mit Psychiater-Tarnung sondern eben nur dieses Berufsstandes.
Die hauptsächlich auf Dialogen und Beschreibungen basierende Handlung fährt ganz langsam an und offenbart immer mehr die Figur des Parkinson-erkrankten "Ermittlers", der sich mit einem Mordfall an einer ehemaligen Patientin beschäftigt bzw. unfreiwillig hineingezogen wird und allmählich einen aktuellen Patienten von ihm als Täter vermutet.
Natürlich gibt es auch hier wieder die üblichen Wendungen im Plot, das Tempo verhält sich bis gegen Ende recht gemächlich, aber trotzdem weiß die Schreibart zu gefallen. Ein kleiner Blick in die Gefühlswelt eines Erkrankten, in den Pessimismus, Schuld, Hoffnungslosigkeit?
Ein interessantes Debüt in einer ruhigeren Form, aber trotzdem ansprechend,

10.07.2009 20:21:25
Krimi-Tina

Der Psychologe Joe O’Laughlin wird von der Polizei gebeten, bei der Aufklärung eines Mordes an einer Krankenschwester zu helfen. Und gerät alsbald in einen Strudel von Ereignissen, in dem er unterzugehen droht. Wir erleben diese Geschehnisse aus der Sicht O’Laughlins mit.
Das klingt jetzt an sich sehr spannend. Ist es aber nicht. Denn O’Laughlin ist an Parkinson erkrankt und verbringt seine Zeit eigentlich hauptsächlich damit, sich selbst Leid zu tun. Zudem ist seine Weltsicht extrem egozentrisch, die Folgen seiner Handlungen interessieren ihn eigentlich nur, so weit sie seine Person betreffen eventuelle negative Auswirkungen auf z.B. seine Familie nimmt er problemlos in Kauf.
Wenn er sich nicht gerade selbst Leid tut oder irgendetwas zu vertuschen versucht, regt er sich über seine Gegenspieler, Detective Inspector Vincent Ruiz, auf, den er als Personifikation aller negativen Polizisteneigenschaften ansieht. Auf den etwas weniger voreingenommenen Betrachter wirkt Ruiz zwar recht ruppig (wer kann es ihm verdenken) aber wesentlich sympathischer als O’Laughlin selbst.
So hangeln wir uns denn größten Teil des Buches von Introspektive zu Introspektive, bis dann auf den letzten 100 Seiten der große Showdown losgeht. Da kommt dann tatsächlich so etwas wie Spannung auf, das ist aber viel zu spät. Adrenalinschub hat mir das Buch jedenfalls keinen verpasst

01.07.2009 21:06:01
Sonny

An einer fortgeschrittenen Stelle des Buches sagt ein Freund des Hauptprotagonisten Joe zu eben diesem:“ Ich hab Dich immer für einen öden Langweiler gehalten.“ Nun, ich tu es auch nach Beendigung des Buches noch. Wenn Joe nicht zynisch ist, ertrinkt er in Selbstmitleid. Dabei wirkt er vollkommen unsympathisch. Der Stil Robothams ist angenehm zu lesen, macht die lahme Story aber auch nicht besser. Zwar zieht er wie bereits mehrfach erwähnt zum Ende hin das Tempo an, aber wirkliche Überraschungen hat er nicht parat. Einen ordentlichen Schub „Adrenalin“ könnte ich nach der Lektüre gut vertragen.

07.08.2008 14:12:20
Bio-Fan

Tolles Buch! Der englische Titel "The Suspect" (Der Verdächtige) trifft den Nagel auf den Kopf und das gleich mehrmals, denn Verdächtige gibt es einige. Warum die deutsche Übersetzung "Adrenalin" betitelt wurde, ist mir nicht ersichtlich geworden. Es klingt zwar reißerischer, hat aber mit dem Inhalt des Buches nichts zu tun.
Robothams Debütroman mit dem Psychlogen Joe O`Laughlin als künftigen Serienhelden kommt ganz ohne von Adrenalin gepowerte Action aus; auch fehlt die in neuer Zeit soweit verbreitete explizite Darstellung von Gewalt.
Die heile Welt des Joe O`Laughlin beginnt zu bröckeln, als bei ihm die Parkinsonsche Krankheit diagnostiziert wird und er zeitgleich in einen Mordfall involviert ist. Durch die von Robotham gewählte Ich- Perspektive der Erzählung ist man als Leser hautnah mit dabei, wenn Joe von (Selbst)zweifeln geplagt nach einem Sinn in den ganzen Geschehnissen sucht.
Wie ein Vorredner schon schrieb: einer der besten Psycho-Thriller der letzten Jahre. 95 Grad
Ich bin mal gespannt, ob Robotham diese Klasse auch in der 2. Folge "Amnesie" unter Beweis stellen wird.

05.03.2008 14:16:54
Nozmo1

Adrenalin kommt nur langsam in Fahrt, da in den ersten 150 Seiten viel über die Hauptfigur und ihr Leben geschrieben wird. Wer allerdings am Ball bleibt, und Interesse an Psychologie hat (ganz wichtig) darf sich auf einen intelligent ausgeklügelten, tiefsinnigen Psycho-Krimi freuen. Die letzten 100 Seiten bringen noch einmal ein gehöriges Maß an Spannung mit sich, das im feurigen Showdown wortwörtlich explodiert.

81 Grad

03.12.2007 13:41:19
Thurgood

Die ersten zwei Drittel des Buches habe ich mich gequält und mich zwingen müssen es nicht wegzulegen. Irgendwie wollte keine richtige Spannung bei mir aufkommen. Klar... man will wissen, wie es ausgeht, aber der letzte Funke springt nicht über.

Die letzten ca. 100 Seiten ziehen dann aber der Maßen an, dass man die vorherigen einfach unter den Tisch fallen lässt. Ab hier wird die Story so dicht, die Geschichte spannend. Die Ereignisse überschlagen sich und man fiebert mit.

Im Grunde muss ich hier zwei Teile bewerten.
Die ersten zwei Drittel: 65°.
Das letzte Drittel: 91°.

22.11.2007 20:24:17
Taennsche

Sehr empfehlenswertes Debut von Michael Robotham, an sich von der ersten Seite fesselnd, ohne großartig detaillierte Gewaltbeschreibungen auskommend und doch überaus fesselnd. Der flüssige Erzählstil in Ich-Form (die ich ansonsten nicht schätze) störte mich hier überhaupt nicht, sondern ist mMn noch spannungsfördernd. Ein Roman der Lust auf mehr macht von diesem Autoren!

22.11.2007 09:36:02
Stefan83

Immer wieder, und in letzter Zeit auch immer häufiger, werden Neuerscheinungen im Bereich der Spannungsliteratur als die „Entdeckung des Jahres“ angepriesen, was schließlich zur Folge hat, dass die Bücher zwar gekauft, aber nicht selten ab der Hälfte zur Seite gelegt werden. Letztendlich ist es dann nämlich doch die Qualität des Romans selbst, welche bei all der guten Vermarktung den Ausschlag gibt. Zugegeben: Aufgrund des reißerischen Titels und des lieblosen Covers fällt es schwer Michael Robothams Debüt „Adrenalin“ die Chance einzugestehen, eben jener neue Stern am Krimi-Himmel zu werden. Doch das sollte man, denn das Zeug dazu hat er. Schon nach den ersten beiden Kapiteln vermag der kurzweilige, trockene Schreibstil zu gefallen, hat der Leser die natürliche Art des „Ich“-Erzählers“ Joe O’Laughlin lieb gewonnen. Laughlin ist erfrischenderweise mal nicht der toughe, kaputte Detektiv, sondern stattdessen ein liebevoller Familienvater, der eher zufällig in den Mordfall verwickelt wird. Wegen seines Jobs als Psychotherapeut von dem ermittelnden Detective Inspector Ruiz zu Rate gezogen, wird er im Laufe der Ermittlungen plötzlich selbst zum Hauptverdächtigen. Während er verzweifelt versucht seine Unschuld zu beweisen, um die eigene Haut zu retten, sieht er sich gleichzeitig gezwungen, den wahren Schuldigen zu finden und zu überführen. Da er aufgrund seiner parkinsonschen Krankheit nicht die direkte Konfrontation suchen kann, muss er sich mit zahlreichen Gesprächen behelfen und seinen analytischen Verstand gebrauchen, um das Rätsel zu lösen, was sehr plausibel wirkt und dank eines gleichmäßigen Spannungsaufbaus mit überraschenden, aber nachvollziehbaren Wendungen auch so rüberkommt. Positiv beeinflusst wird dies vom flüssigen, zwar stellenweise ausschweifenden, aber nie abschweifenden Schreibstil Robothams, der mit knappen, aber aussagekräftigen Beschreibungen und einer sehr bildhaften Alltagssprache gefällt. Insgesamt ist „Adrenalin“ ein sehr gutes Buch, das besonders durch einen authentischen Protagonisten, die spannende Handlung und den kurzweiligen Wortwitz besticht. Für mich definitiv einer der besten Psycho-Thriller der letzten Jahre.

07.07.2007 10:37:53
Erdnuckel77

Selbst nach zwei Dritteln des Buches, war mir immer noch zum gähnen zu mute... Meiner Meinung nach ein echt schlechtes Buch...und ich verstehe nicht, das der STERN meint, dass einem das Adrenalin in die Adern schiessen wird. Der STERN sollte mal Jilliane Hoffman lesen...

07.07.2007 05:00:08
sundary

„Adrenalin“ wird als Thriller ausgewiesen, was mich mit großer Erwartung an das Buch herantreten ließ.
Der Schreibstil ist recht gut und flüssig in Ich – Erzählung.
Was mein Lesevergnügen ein wenig gelindert hat, ist die Tatsache, das man erst zwei Drittel des Buches lesen muß, bis die erwünschte fesselnde Spannung, wie es sich für einen Thriller nun mal gehört, eintritt.
Daher stufe ich das Buch doch eher als guten Kriminalroman ein.

28.01.2007 21:47:54
rieke

ich fand das buch so klasse, ich konnte es nicht weglegen. über den inhalt ist ja nun schon das meiste gesagt worden, deshalb nur soviel: michael robotham ist einsame spitze, das buch gehört zu meinen lieblingsbüchern! definitiv ein neuer stern am krimihimmel, oh ja!

28.01.2007 21:39:37
andi

VOn "Andrenalin" war ich total begeistert. Es hat zwar zwischendrin ein paar Szenen, die ich nicht so ganz logisch fand, aber mir hat es so gut gefallen, dass mich der Icherzähler an der Nase herumgeführt hat. Man glaubt ihm, dann gibt er zu, dass er nicht alles erzählt hat, irgendwann zweifelt man total an ihm, und eben das macht ja auch die Spannung noch aus! Ich fand es ein ganz tolles Buch.

09.01.2007 14:42:50
Anja S.

Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen, er ist spannend, hat interessante Figuren, die psychologisch gut dargestellt werden (zB die Parkinsonsche Krankheit mit ihren Auswirkungen wird ausgezeichnet beschrieben) und eine ungewoehnliche Handlung.