Der Magier von Moskau

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • -: ?, 2001, Titel: 'Ljubovnica smerti ', Originalsprache
  • Berlin: Aufbau, 2005, Seiten: 304, Übersetzt: Renate & Thomas Reschke
  • Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2008, Seiten: 7, Übersetzt: Knut Müller

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Moskau 1900: Die schöne Colombina trägt eine lebende Natter um den Hals und schreibt blumige Gedichte. Die Sehnsucht nach einem Leben voller Leidenschaft hat sie nach Moskau geführt. Bald schon ist sie die Geliebte von Prospero, der einem geheimen Club von Todesanbetern vorsteht. Einer nach dem anderen folgt hier dem Ruf ins Jenseits und begeht Selbstmord. Doch wollten all diese jungen Menschen wirklich sterben? Ein Mann, der sich Prinz Gendsi nennt und einen japanischen Diener hat, erscheint im Club und stellt seltsame Fragen.

Der Magier von Moskau

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Letzte Kommentare:
24.10.2011 18:36:19
Jossele

Ich bin eigentlich ein großer Fan von Boris Akunins Krimis, aber dieser hat mir überhaupt nicht gefallen. Das einzig Positive daran ist die Erzähltechnik aus den unterschiedlichen Perspektiven. Ansonsten gelingt es Akunin nicht, die Geschichte in irgendeiner Form plausibel zu machen, weder was den Ablauf der Handlung angeht, noch was die Personen betrifft.
Nur wer über eine ausgesprochene Vorliebe für unerklärliche (und größtenteils unerklärte) Beweggründe hat, kann an diesem Buch gefallen finden. Die Handlungen der Personen kommen fast alle völlig unmotiviert daher, teilweise auch mit hanebüchenen Motivationen. Aber nichts in der Handlung macht so richtig Sinn, mal abgesehen vielleicht davon , dass Colombina der Liebe wegen nach Moskau kommt.
Leider eine große Enttäuschung. Ich werde den folgenden Band aber trotzdem lesen in der Hoffnung, dass Akunin dort zu alter Stärke zurückgefunden hat.

22.11.2005 22:35:20
Jonny

Selbstmordwelle im Moskau des Jahres 1900. Eine Landpomeranze will die große Welt kennenlernen und folgt deshalb ihrem Angebeteten in die alte Metropole. Der Angebetete verliert unter seinesgleichen schnell an Glanz. Dafür stürzt sich die junge Dame in einen Klub mit Selbstmördern und verfällt dem Oberpriester des Geheimbundes. Mit über 70 Seiten ein sehr langer Anfang!
Man braucht auch weiterhin eine sehr große Schwäche für diesen ganzen Mystizismus und die Todessehnsüchte, um nicht gelangweilt zu sein. Jede Menge Sensibelchen, Frustrierte und sonstige Durchgeknallte, die dem Mythos der Braut bzw. des Bräutigams TOD verfallen sind und nur auf eine Vermählung warten. Und mittendrin unsere junge Dame aus Sibirien und Fandorin, dem Geheimnis der Suizide auf der Spur.
Am Ende zwar eine interessante Wendung der Geschichte, aber die anderen Fandorins waren besser!

15.11.2005 23:12:13
Rene Gramer

Nun, so toll fand ich diesen Teil nicht. Verglichen mit dem vorherigen, die Entführung des Grossfürsten, fand ich ihn eher ein bisschen bleich. Prospero hatte wohl nicht die gleiche Ausstrahlungskraft wie bei anderen geneigten Lesern.

03.07.2005 14:13:14
Sandra

Sehr interessantes und mysteriöses Buch, mit viel Spannung und Wendungen. Außerdem verblüffendes Ende. Die verschiedenen Quellen, Brief, Zeitung und Erzähltext sind genial ausgestaltet und verschaffen dem Buch "Räumlichkeit", durch die verschiedenen perspektiven.
Das durch`s ganze buch verteilte geheimnisvolle spricht einen sehr an und lässt einen nicht mehr los

10.06.2005 20:36:37
cybermarek

dies ist vorerst leider der letzte fandorin-roman, der in deutscher übersetzung vorliegt - und zugleich der besten der reihe. akunin fasst hier einige der erzählerischen kniffs aus den vorgänger-bänden zusammen (wechselnde erzählperspektiven, eingestreute "quellen" etc.), führt neue, scharf umrissene und bisweilen skurrile charaktere ein, verblüfft mit geschickt konstruierten handlungswendungen und spielt diskret aber überzeugend sein historisches wissen aus. bleibt nur zu hoffen, dass der aufbau-verlag die reihe fortsetzt...

02.05.2005 12:40:14
Massa

Wuederum ein sehr guter Akunin-Fandorin-Roman, überraschende Wendungen, halbphilosophischer Background und eine gelungene Darstellung der Zeit. Die wechselnden Sichtweisen lassen genügend Platz für die eigene Phantasie.