Tiefer Schmerz

  • Autor: Arne Dahl
  • Verlag: steinbach sprechende bücher

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Malmö: Bra böcker, 2001, Titel: 'Europa Blues', Originalsprache
  • Schwäbisch Hall: steinbach sprechende bücher, 2005, Seiten: 7, Übersetzt: Hagen, Till
  • München; Zürich: Piper, 2006, Seiten: 410

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Eine lange Nadel steckt in seinem Kopf: Es ist ein kühler, berechnender Mord, der an dem renommierten schwedischen Nobelpreiskandidaten verübt wird. Warum aber muss der fast Neunzigjährige auf so qualvolle Weise sterben? Und in welchem Zusammenhang steht sein Tod mit dem einer fürchterlich zugerichteten Leiche, die Paul Hjelm und sein Team im Stockholmer Freizeitpark Skansen entdecken? Es gibt nur eine Spur, die die Ermittler verfolgen können: Epivu. Dieses merkwürdige Wort hat der Tote von Skansen in die Erde gekratzt - und auch das andere Opfer schien diese Buchstaben gekannt zu haben. Eine komplexe Mordserie von internationalen Ausmaßen hält die Stockholmer Sonderermittler um Kerstin Holm und Paul Hjelm in Atem.

Tiefer Schmerz

Tiefer Schmerz

  • Autor: Arne Dahl
  • Verlag: steinbach sprechende bücher

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Letzte Kommentare:
21.07.2019 16:05:54
Eselsohr

Wieder mal erstaunt mich die relativ mäßige Zustimmung, die ein Buch von Arne Dahl hier unter den "Rezensenten" findet. Ich habe vor diesem Buch einen der vielen aktuell angesagten "Regionalkrimis mit Suchtpotential" eines deutschen Autors gelesen, dazwischen liegen Welten.
Welten, was die Komplexität des Plots angeht, Welten, was die Tiefe der Charaktere angeht, obwohl hier ja ein ganzes Team in seinen aktuellen Befindlichkeiten dargeboten wird, und Welten, was schlicht die Art zu schreiben betrifft.
Der Schreibstil ist virtuos und kreativ zugleich, trotz aller Spannung, trotz harter sozialkritischer Töne und einer eindeutigen moralisch historischen Positionierung durchzieht immer wieder ein erstaunlicher Humor das Buch.
Was den Plot angeht, ja, man mag einiges für konstruiert halten, etwa Arto Söderstedts Verwicklung in den Fall, und manches für unglaubwürdig, z.B. die Perfektion der Erynnien und der Ablauf des Showdowns.
Aber zwischendurch wird auch wieder traditionell ermittelt, kombiniert und recherchiert. Intuition und Kombinationsgabe und das Team als denkender Organismus, das sind die bekannten Qualitätskrterien dieser Ermittlergruppe. Für mich ein weiteres gutes Stück Kriminalliteratur (mit Betonung auf beiden Teilen des Wortes) und absolut empfehlenswert.


P.S. Man mag einige historische Fehler für unverzeihlich halten, für mich zählt da die Haltung mehr.
Wenn Siemens etwa nichts mit den Krematoriumsöfen zu tun hat, dann doch nicht deshalb, weil man ein unbescholtener Vertreter der deutschen Industrie gewesen wäre.
Die kritische Haltung gegenüber den vielen Geschichtsklitterungen von Finnlands Mannerheim bis zu offen faschistischen Organisationen in Schweden damals und heute finde ich beachtlich und lobenswert.

09.02.2016 15:01:45
trafik

Es ist schon das vierte Buch, daß ich von Arne Dahl gelesen habe.
Meiner Meinung ist es mittelmässig.
Der Schreibstiel gefällt mir schon.
Die Story ist ein wenig fragwürdig. Viele Leerläufe!
Kann mit den vorherigen nicht ganz mit.
Nach diesen vier Büchern weis man nicht, ob man die Serie um das A Team noch weiterlesen sollte.
Vielleicht ist das fünfte wieder besser.

05.02.2016 16:03:14
m.Albrecht

Also wenn es einer der besseren Dahls' war möchte ich die anderen erst gar nicht lesen.
Viel zu viele Charkatere des sogenannten A Teams die einen immer wieder rätseln lassen "wer jetzt nochmal", aber viel schlimmer Spannung =0,0.
Unnötige Längen im ganzen Buch , am schlimmsten ist das Dinner des A Teams, warum haben sie sich nicht noch Wetten das oä . angeschaut?
Und das Final erst als die die Bodyguards buchstäblich von derTarantel oder wem auch immer (er) gestochen werden, wei o wei.
Ein who ist who von Altnazis, Irrungen Wirrungen im ganzen Buch.
Wem Dahl damit etwas sagen wollte , weiß ich nicht-mir jedenfalls nicht.

02.03.2015 12:28:42
Carolina

Ich habe gestern im ZDF die Verfilmung gesehen und wollte mal lesen, was so an Kommentaren über das Buch geschrieben wurde. Ich habe alle 10 Bücher über das A-Team in den letzten Jahren gelesen. Kommentar hab ich nicht abgegeben anfänglich, da ich erst seit kurzem Internetanschluss habe. Ich lese lieber und mit Computern hatte ich im Beruf überreichlich zu tun. Also meine Meinung: Wenn man die Bücher gelesen hat und von ihnen begeistert war, sollte man sich keine Verfilmungen ansehen. Der Inhalt ist logischerweise verkürzt und die Protagonistern hat man sich doch sicher ganz anders vorgestellt.

05.01.2012 22:36:22
Psychologische Struktur

Ich kann nur zustimmen. Der Schreistil ist wirklich einer der bessern und zum Teil relativ intelligent und komisch. Die Story ist realistisch ausgedacht, und hat mich als Leser völlig mit hineingesaugt. Keine unnötigen Cliffhanger ein schnelles unspektakuläres Ende da die Schicksale im Verlauf des Buches sehr ergreifend sind und es nicht noch einen fulminanten Schluß benötigt, ein furioses Konzert ohne Paukenschlag am Schluß. Einzige kleine Kritik für Spitzfindige, zum Schluß gibt es einen Zufall zu viel, finde ich. Die Ähnlichkeit und Familienzugehörigkeit des wichtigsten Komissars mit einem der gesuchten, ehemaligen SS Ärzte ist vielleicht sehr zufällig, aber ansonsten würde die Geschichte so nicht stattfinden.Trotzdem sehr spannendes Buch das auf wenigen Seiten ( im Vergleich zu manchen anderen Wälzern ) viel Inhalt und wenig Nebnsächliches zu bieten hat.
Leider bin ich nicht so "geschichtsfest", daß mir , ohne die Hinweise des Vorredners, die Ungenauigkeiten aufgefallen wären, wäre natürlich, aufgrund des brisanten Themas, schon angebracht, daß auch die kleinen Details richtig recherchiert werden.

23.05.2011 11:58:32
Pilaf

Sprachlich ist der Roman gut zu lesen, auch die Figuren sind recht interessant. Es ist jedoch etwas unglaubwürdig, dass die misshandelten Frauen binnen kürzester Zeit zu einer Art Ninja-Kämpferinnen mutieren, um sich an ihren Peinigern rächen zu können.
Echt unangenehm ist allerdings der Umgang des Autors mit historischen Fakten, die sich für jedermann leicht überprüfen lassen. Vermutlich wird das den durchschnittlichen Leser nicht stören (leider!!), aber eigentlich hätte man bei einem Autor wie Arne Dahl eine verlässlichere Recherche erwartet.

1. Häftlinge in KZ Buchenwald (Arbeitslager) wurde - anders als bspw. in Auschwitz (Vernichtungslager) – keine Häftlingsnummer eintätowiert.
2. Die Firma Siemens einen kriegswichtiger Betrieb, baute aber keine Öfen für die KZs. Dies wird im Buch unrichtig dargestellt. „Marktführer“ war hier die Firma Topf & Söhne (Erfurt), auf deren ehemaligen Betriebsgelände eine Gedenkstätte eingerichtet wurde. Weiterhin baute die Firma H. Kori GmbH in Berlin Krematorien für Konzentrationslager und NS-Tötungsanstalten.
3. Der erste Parteitag der NSDAP fand nicht in Weimar statt, sondern 1923 in München. Richtig ist, dass der zweite Parteitag 1926 in Weimar abgehalten und hier auch die Hitlerjugend gegründet wurde. Dies ist für die thüringische Landesgeschichte von großer Bedeutung. Trotz einer deutlichen Wahlniederlage der Linksparteien konnte die neue rechtsbürgerliche Regierungskoalition ab 1924 nur mit der Unterstützung der „Vereinigten Völkischen Liste“, also der Nazis im Landtag, regieren. Diese Unterstützung wurde u.a. mit einem politischen Zugeständnis erkauft: Hitler, der nach dem Putschversuch von 1923 und der anschließenden Festungshaft in ganz Deutschland Redeverbot hatte, durfte nun zumindest in Thüringen auftreten. Das Zentrum der deutschen Kultur und der Ort der Nationalversammlung von 1919 war natürlich ein symbolträchtiger Ort, den Hitler gerne für seine politischen Ziele zu instrumentalisieren wusste.
Mit dichterischer Freiheit lässt sich das alles leider nicht einfach entschuldigen. Das Thema ist einfach zu sensibel, als dass man solche Unkorrektheiten unkommentiert lässt. Schade auch, dass solche solche Punkte der offziellen Kritik der Medien (uninformiert ??) entgehen, die den Roman nur hochjubeln.

06.01.2011 12:49:58
Dorothee

Ich habe "Tiefer Schmerz" als Hörbuch konsumiert und bin begeistert. Es war zum einen gut gelesen, zum anderen liebe ich die Sprache von Arne Dahl, dieser trockene Humor ist wunderbar. Auch die Handlung fand ich außergewöhnlich, darauf muß man erst einmal kommen, eine solche Geschichte zu konstruieren. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich kann "Tiefer Schmerz" bedenkenlos weiterempfehlen. Die nächsten Bücher von Arne Dahl und dem A-Team stehen schon auf meiner Einkaufslite!

03.05.2010 15:09:46
Friedrike

Ich habe das Buch, mein erstes von Arne Dahl, bei meiner Mutter aus dem Regal gezogen, nachdem eine Buchhändlerin ihn mir ans Herz gelegt hatte.
zur Handlung: Ich finde die Handlung sehr interessant - hängt evtl. mit dem GeschichtsLK zusammen...- und mal etwas, was vom "Kommissar jagt psychopathischen Serienmörder"-Schema abweicht. Ich war bis zum Schluss sehr gefesselt und die Auflösung bzw. die verschiedenen Wendungen haben mir sehr gut gefallen.
zum A-Team: ein cooles Ermittlerteam, nicht so einzelpersonenlastig wie z.B. bei Nesbo, wobei Helm und Hjelm natürlich ein bisschen öfter vorkommen.
zum Stil: Also ich für meinen Teil finde Arne Dahls Stil überragend. Etwas "literarisch anspruchsvoller" (Zitat Buchhändlerin). Er arbeitet mit verschiedenen Stilmitteln, sodass es manchmal schon übertrieben ist. Doch auch das ist kein Fehler, es wirkt dann auf mich eher ironisch.
Fazit: Sehr guter, etwas tiefer gehender Krimi.:)

08.06.2009 15:29:23
ullala

Tiefer Schmerz war nicht das erste Buch, das ich von Arne Dahl gelesen habe, und obwohl ich am Anfang auch Mühe hatte in die Geschichte reinzukommen, hat dieses Buch von Dahl mir bis jetzt am Besten gefallen, weil es nicht ein reiner Kriminalroman ist...sondern doch auch zum Nachdenken über die Vergangenheit anregt...

06.06.2009 19:47:18
Keera

Zwei Mordfälle, die keiner von ihnen „so richtig normal“ findet, haben die Ermittler des A-Teams von Stockholm zu lösen. Da ist der von den Vielfraßen des Freizeitparks Skansen verspeiste Zuhälter im rosa Anzug und da ist der hoch angesehene fast neunzigjährige Nobelpreiskandidat und Hirnforscher. Die Art der Morde lässt auf eine Verbindung der beiden Fälle schließen.
Arne Dahl schildert oft minutiös die Ermittlungsarbeit der 8-köpfigen Sonderermittlungsgruppe. Dabei wachsen dem Leser die Ermittler, zum Teil echte „Typen“, mehr und mehr ans Herz, so dass man auch Spaß an ihren Frotzeleien und an ihrem Alltagsleben bekommt.
Der von den anderen RezensentInnen oft kritisierte Stil von Arne Dahl gefällt mir ausgesprochen gut. Sein Sarkasmus, sein trockener Humor und seine kritische Distanz zu Staat, Polizei und Leben machen das Lesen zu einem Genuss.Und dann ist da der Fall, den es zu Lösen gilt. Er führt mitten hinein in gegenwärtige Gewaltstrukturen und endet bei der Gewalt des „3. Reiches“. Diese wird hier nicht nur als eine Angelegenheit des deutschen Volkes dargestellt, es werden auch Verwicklungen von schwedischen und finnischen Menschen und Gruppen in die unglaublichen Gräuel der Judenverfolgung und der Konzentrationslager aufgezeigt (Was NICHT als Entlastung der deutschen Menschen zu sehen ist!!!). Bemerkenswert ist auch, dass Arne Dahl die Folgen der damaligen Geschehnisse bis in die heutige Zeit hinein aufzeigt. Da wurden nicht nur die Leben der im Konzentrationslager Getöteten zerstört, sondern auch die Leben der Überlebenden und ihrer Kinder. Selbst die Täter und ihre Familien kommen nicht ungeschoren davon.Insgesamt ein Krimi, der nicht nur Spaß macht und nicht nur spannend ist, sondern zum Nachdenken anregt.

10.03.2009 20:33:55
Jasmin

Ich habe das Buch gelesen und mir erscheint es im Gegensatz zu anderen Kriminalromanen sehr gut geschrieben. Ich mag die Art seines Schreibens. Er kann einfache Gedankengänge des Menschen in spannende und tiefgründigen Erzählungen verwandeln. Allerdings muss ich sagen, dass ich es erst zwei mal lesen musste bevor ich mir die Handlung und den Schreibstil anschauen konnte. Anfangs hatte ich nämlich gewisse Vorurteile gegen Kriminalromane. Ich dachte es wäre soetwas wir die ganzen Krimis die man so im Fernsehen sieht. Erst dieses Buch hat mich dazu angeregt mehr Kriminalromane zu lesen.

07.02.2009 00:03:11
Marion

Das Buch ist spannend zu lesen. Was ich bei den bisherigen Kommentaren vermisse ist die Erwähnung, dass es die geschilderten oder ähnliche Verbrechen in unserer Vergangenheit leider gegeben hat und man das Buch deshalb nicht als reinen Krimi lesen kann.
Mich hat es deshalb recht nachhaltig be-
schäftigt.
Zu Dahls Stil: am Anfang fand ich ihn erfrischend anders, mittlerweile wird er
recht selbstverliebt, das nervt zum Teil.

12.12.2008 09:28:40
Tina

Als es in der Schule darum ging einen Krimi aus dem ganzen Haufen zu suchen, hatte ich das Pech und für mich blieb nur noch ein Buch mit knap 400 Seiten über.
Dass sich aber das Buch "Tiefer Schmerz" als richtig schön herausstellte dachte ich bei den ersten paar Seiten nicht. Da ich gezwungen war zu Ende zu lesen, vertiefte ich mich manchmal über ein paar Stunden in mein Buch.
Am Anfang ist es schwer in die Handlung und die Geschichte rein zu kommen, da der Erzählstil von Dahl etwas gewöhnungsbedürftig ist. Doch ich finde er setzt alle Punkte der klassischen Definition des Krimis recht gut um und arbeitet geschickt mit der Spannung und erwähnt dann und wann ein paar interssante Kleinigkeiten.

16.08.2007 11:35:50
Vera Duerkop

"Tiefer Schmerz" war mein erstes Buch von Arne Dahl. Es stand auf Kreta in der Hotelbibliothek und sah zwischen all den Konsaliks noch am verlockensten aus.

Obwohl ich die Geschichte an einigen Stellen unlogisch fand, gefiel mir der Schreibstil (immer wieder blitzt trotz aller Schrecklichkeit der Geschichte viel Humor auf) und vor allem die Zeichnung der Charaktere sehr gut.

Ich habe mir daraufhin nach und nach alle übrigen Arne Dahl Romane gekauft und es bisher nicht bereut.

22.05.2007 20:09:33
Ninaki

Da bin ich ja beruhigt, dass es anderen auch so geht (ich dachte schon es liegt an mir...). Auch ich habe sehr lange gebraucht, um mit diesem Buch warm zu werden. Ab der zweiten habe ich es dann aber verschlungen.

12.03.2007 16:45:21
Doro

sorry - ich bin 100 Seiten lang nicht reingekommen in die Story und habe dann -entgegen meiner Gewohnheit - aufgegeben.
Ich bin auch mit den vielen schwedischen Namen durcheinander gekommen und hatte Probleme, mir die Personen zu merken und zuzuorden. Schde, ich hatte mich eigentlich auf diesen Autor gefreut - bei so viel Lob!
Leider habe ich keinen Zugang gefunden!

24.01.2007 18:20:27
frieda77

fand das buch nicht schlecht, an manchen stellen allerdings ein bisschen albern, da hat er vielleicht versucht, was zu machen, damit sich der leser mal von der sonst so tragischen geschichte erholen kann. bisschen peinlich berührt war ich vom ende... die italienszene, für alle, die es schon gelesen haben, ihr wisst schon. aber trotzdem: gute geschichte, prima geschrieben!

03.11.2006 18:09:10
Cordu

sehr gutes Buch, ich habs als Hörbuch geradezu verschlungen und vor lauter Begeisterung manche Passagen öfters angehört.
Da ich \'Falsche Opfer\' noch nihct gelesen hab kann ich es nur mit den beiden ersten Büchern vergeichen. Und ich muss sagen, dieses Buch gefällt mir bis jetzt am Besten.
Ich freu mich schon auf das nächste Buch.

04.07.2006 16:20:33
Babsi0312

Gelungener Roman, wenn ich ihn mit den Vorgängern vergleiche dann fand ich nur böses Blut besser.
Arne Dahl mag man oder nicht, er hat eine eigene Art zu schreiben. Es dauert oftmals, auch hier bei dem Roman, ein paar Seiten bis man drinnen ist. Dann geht´s aber auch flott dahin und mag verschlingt das Buch.

21.04.2006 09:53:25
Fraenki

Nur aufgrund der guten Bewertung hier hab ich das Buch nicht aus den Händen gelegt. Mit dem Stil mußte ich mich in den ersten 40 Seten schwer rumplagen, danach wird es flüssiger. Die Story an sich hat mir gut gefallen. Teilweise konnte man voraus sehen, was sich dahinter verbirgt. Der Schluß spannend, wenn alle "Fäden" zusammenlaufen.
Fazit: Es wird mit Sicherheit einges Dauern, bis ich mir den nächsten Roman von Arne Dahl gönnen werde - vom Stil her, nicht mein Ding. ciao

23.09.2005 16:49:06
Jens

Das Buch hat im großen und ganzen die selben Stärken und Schwächen wie die drei anderen Dahls. Nach einem holperigen Start (ca. 50 Seiten) wird der Roman flüssig zu lesen und auch Spannung kommt auf. Allerdings fehlen mir ein paar neue Elemente in der Story, Nach den drei anderen hatte ich den Eindruck, dass Dahl sich hier nichts wesentlich neues ausgedacht hat.
Im Gegensatz zu den anderen Büchern fand ich die Story bei "Tiefer Schmerz" ziemlich vorhersagbar, ob das daran lag, dass der Plot diesmal einfach schwächer war, oder dass ich inzwischen Dahls Stil gutgenug kenne, weiß ich nicht...
Kritikpunkt bei allen Romanen von Dahl ist, dass er sich mal ein Buch über Wahrscheinlichkeitstheorie durchlesen sollte...

Insgesamt lesenswert!!

07.06.2005 17:47:09
Iris

Ein sehr gut zu lesendes Buch. Der Handlungsaufbau verrät immer genug um spannend zu bleiben, aber nicht so viel, dass man vor den letzten Seiten ein gesamtes Bild hat.
Der Schreibstil liegt mir ebenso. Weder flaches blabla mit ellenlangen Ausflügen in Situationen, die mit der Story nichts zu tun haben. Noch so schwierig und kompliziert, dass man nach einer Pause erstmal fünf Seiten zurückblättern muss um wieder einsteigen zu können.
Insgesamt bedanke ich mich bei einer Freundin, die mich auf Arne Dahl aufmerksam gemacht hat und empfehle das Buch guten Gewissens weiter.
Als nächstes werde ich mir "Falsche Opfer" zulegen und bin sehr gespannt!

06.06.2005 22:21:36
Uli

Ein sehr spannendes Buch, mit gut gezeichneten Charakteren. Ich mag den Schreibstil von Arne Dahl sehr und freue mich bereits auf den nächsten.

Das durchaus nicht unbrisante Thema hat er wie immer meisterlich und feinfülig aufgearbeitet. Eine wahre Freude dieses Buch zu lesen.

28.02.2005 15:35:52
Ernst Däster

In "Tiefer Schmerz" geht es um Vergangenheitsbewältigung, Verdrängung, Rache und bizzare Morde Der Hintergrund der Geschehnisse lässt die Taten gewissermassen verständlich und konsequent erscheinen. Die Erzählweise ist nie platt und geschwätzig. Arne Dahl schafft es mit einer ungeheueren Brillanz, ein Thema wie die Verbrechen während des Nationalsozialismus tief und ergreifend darzustellen, ohne dazu die sinnentleerte Darstellung von pervertierter Brutalität zu brauchen. Er trifft einen ganz eigenen, oft leisen Ton. Ein im höchsten Maße spannender Krimi, der nicht nur hervorragend unterhält und zutiefst berührt, sondern auch in einer Sprache geschrieben ist, die ihn zu richtig guter Literatur macht. Beeindruckend die schriftstellerischen Fähigkeiten, die Reduktion des Ablaufstrangs auf das lebendig Wesentliche. Allen, die auch zwischen den Zeilen lesen können wärmstens empfohlen.

09.01.2005 19:54:41
NBo

Sollte der Titel eines Nachfolgers des Autorengespanns Sjöwall/Wahlöö vergeben werden, der Schwede Arne Dahl hätte ihn verdient. Daran besteht kein Zweifel, so vielfältig, ja bisweilen unübersichtlich die Szene der skandinavischer Krimiautoren auch ist. Mit seinem neuen Buch hat sich Dahl allerdings selbst übertroffen. „Tiefer Schmerz“, legt man nicht mehr aus der Hand.