Der Kojote wartet

Erschienen: Januar 1992

Bibliographische Angaben

  • New York: Harper & Row, 1990, Titel: 'Coyote waits', Seiten: 292, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1992, Seiten: 283, Übersetzt: Wulf Bergner
  • München: Goldmann, 1994, Seiten: 283
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000, Seiten: 283

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Sabine Reiß
eine der schwächeren Geschichten von Tony Hillerman

Buch-Rezension von Sabine Reiß Jun 2003

Ein schrecklicher Vorfall überschattet die Navajo Tribal Police. Als Jim Chee unterwegs ist, um sich mit seinem Kollegen Delbert Nez auf einen Kaffe zu treffen, gibt dieser ihm über Funk die Information, dass er noch jemandem auf der Spur ist, den er verdächtigt, die in letzter Zeit aufgetauchten Farbschmierereien an einer Bergspitze verursacht zu haben. Delbert kommt nicht zum Treffpunkt und Jim macht sich voller Sorgen auf den Weg. Er erreicht das brennende Wrack von Delberts Auto, wo jede Hilfe zu spät kommt. Beim Versuch, seinen Kollegen zu bergen, zieht Jim sich starke Verbrennungen zu. Unweit des Tatorts verhaftet er den Schamanen Ashie Pinto in völlig betrunkenem Zustand und mit einer Pistole, aus der drei Schuss abgefeuert wurden. Die Sache ist für ihn und auch das FBI klar, Pinto ist ihr Mann. Doch da stellen sich noch einige Fragen: Warum befragt das FBI nicht den kambodschanischen Lehrer Hunan Ji, dessen Auto Jim in der Nacht ebenfalls in der Nähe des Tatorts sah. Wie kam der alte Schamane in die betreffende Gegend, die rund 200 km weit weg von seinem Zuhause ist und warum macht er keine Aussage, sondern sagt lediglich, dass er sich schämt?

Auch Lieutenant Joe Leaphorn ermittelt zunächst unabhängig von Jim Chee, denn die Nichte von Ashie Pinto stammt aus dem gleichen Clan wie seine verstorbene Frau. Er kann sich dieser Verpflichtung also kaum entziehen, noch dazu, da eine sehr nette Professorin nicht locker lässt, die ihre Hintergrundinformationen von dem alten Schamanen bezog.

Etwas zäher als sonst beginnt die Geschichte, in die die beiden Ermittler dieses Mal verwickelt sind. Leaphorn und Chee ermitteln zunächst unabhängig voneinander und tauschen sich erst spät aus, was dazu führt, dass sich Redundanzen ergeben, die das Buch langatmig wirken lassen. Insgesamt ist die Geschichte dünn und auch das Ende kann nicht ganz mit dieser Tatsache versöhnen. Wie in seinen anderen Büchern legt Tony Hillerman zwar wieder viel Wert darauf, dem Leser das Leben und die Denkweise der Navajos nahezubringen, indem er viele Mythen und Geschichten einbaut, allerdings fehlt der Spurensuche fast gänzlich der Überraschungseffekt, der bei den anderen Romanen der Reihe heraussticht, wenn Chee bzw. Leaphorn aufgrund ihres Charakters bzw. ihrer Herkunft ihre Schlüsse ziehen.

Lesenwert ist das Buch für diejenigen, die bereits Gefallen an den Büchern von Tony Hillerman gefunden haben und die die Serie über die Navajo Tribal Police Officer gerne vollständig lesen möchten, da man einige private Details erfährt, die sich wunderbar in die Gesamtgeschichte einfügen. Bestimmt sollte man "Der Kojote wartet" nicht als Maßstab für die Qualität und schriftstellerische Leistung bzw. Erzählkunst von Tony Hillerman werten, es ist zweifellos eine der schwächeren Geschichten. Stil und Lesefluss sind wie immer gut, die Charakterisierung der Personen liebevoll und detailliert, so dass man als begeisterter Leser der Reihe dennoch nicht bereuen muss, zu dem Buch gegriffen zu haben. Erstlesern von Tony Hillerman ist allerdings abzuraten...

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