Das ewige Leben

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2003, Seiten: 222, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2004, Seiten: 220, Originalsprache
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2006, Seiten: 204, Originalsprache
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2005, Seiten: 204, Originalsprache

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Peter Kümmel
Nicht für jeden was, aber von allem was drin

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Krimi-Couch-Volltreffer April 2003

Ja, der Wolf Haas, mit der Sprache so seine Schwierigkeiten, weil Prädikat geht halt öfter mal vergessen. Da muß man sich schon erst mal gewöhnen dran. Wenn Du einen Haas liest, das nicht so wie ein gewöhnlicher Krimi. Nein, so ein Haas hat schon was eigenes. Da muß man schon ein wenig ding sein im Kopf. Und ich bin sicher ziemlich ding im Kopf, doch ging mir das Buch wirklich nicht leicht von der Hand, will sagen, von den Augen in Kopf rein.

Doch will ich Euch erst mal erzählen, was in dem Wolf Haas seinem "ewigen Leben" überhaupt so vorkommt, weil erst dann kann man den Brenner so richtig kennen. Der Detektiv Simon Brenner früher mal bei der Polizei gewesen. Jetzt wacht er am Neujahrsmorgen in der Klinik auf und lebt noch. Das mag ja an und für sich noch nichts ungewöhnliches sein, wirst Du sagen, dass einer am Neujahrsmorgen aufwacht und noch lebt. Der Brenner aber war ein ganz Hoffnungsloser gewesen, weil er hat eine Kugel im Kopf gehabt. Nun hat jeder geglaubt, der Brenner wollte sich selber umbringen, weil Abschiedsbrief und so, nur der Brenner selber hat das nicht geglaubt, weil er hat so eine Erinnerung, und da hat er den Aschenbrenner mit einer Pistole gesehen.

Ein Kripo-Chef, der Banken überfällt

Der Heinz Aschenbrenner jetzt der Kripochef von Graz. Früher auf der Polizeischule, da waren sie alle Kumpels. Der Brenner, der Aschenbrenner, der Köck und der Saarinen. Und aus Jux haben sie damals zusammen eine Bank überfallen. Als sich da beim Saarinen ein Schuß gelöst hat, in der ganzen Hektik auf der Flucht haben sie dann das Geld gleich wieder verloren und der Saarinen mit seinem Motorrad sogar sein Leben, weil die Ampel. Der Aschenbrenner, weil er heute der Kripochef, will natürlich jetzt von der ganzen Sache nichts mehr wissen. Alle vier haben sie Walther-Pistolen gehabt, und so eine Kugel aus so einer Walther haben sie beim Brenner aus dem Kopf rausgeholt. Und mit dem Köck hat er vorher noch blöd dahergeredet, dass sie den Kripochef mit der Geschichte fertig machen könnten. Und dann hat der Kripochef ihn fertig gemacht.

Als es dem Brenner dann langsam wieder besser gegangen ist, hat er sich am Faschingsdienstag aus der Klinik davon gemacht, weil da ist er beim Faschingsumzug mit seinem Verband nicht so aufgefallen. Mit dem Sehen hat er noch Probleme gehabt, weil mit einem Auge alles grün, mit dem anderen alles rot. Der Köck jetzt der Hausmeister vom Schwarzenegger-Stadion. Und den Köck hat er dann auch gleich gefunden. Doch der hat jetzt auch ein Loch im Kopf gehabt. Und wie der Brenner ihm gerade die Kugel aus dem Kopf rausoperieren will, da ist einer gekommen und der Brenner musste flüchten.

Kugel aus Brenners Kopf - Schlaganfall

Dann ist er zum Aschenbrenner gefahren und hat dem die Kugel aus dem Köck seinem Kopf gezeigt. Hat der Aschenbrenner jedenfalls gedacht, weil in Wirklichkeit die Kugel aus dem Brenner seinem eigenen Kopf. Das ist dem Aschenbrenner nun überhaupt nicht bekommen, weil er darauf gleich einen Schlaganfall gekriegt.

Das Buch wird von einem fiktiven Erzähler erzählt, der den Leser zwischendurch immer wieder direkt anspricht. Obwohl doch der Erzähler immer nahe beim Brenner dran ist, bleibt er doch unbekannt. Bis zur letzten Seite. Und als das Buch aufhört - nicht als es zu Ende ist -, weil es hört einfach so auf, da erfährt man dann auch, wer der Erzähler ist.

Von was das Buch am allermeisten hat, ist das sogenannte Lokalkolorit. Weil davon gibts in Puntigam, was ein Stadtteil von Graz ist, jede Menge, weil "lustig samma, Puntigamer".

Wolf Haas und der verschnupfte Erfolgstrainer

Und auch vor Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens machte der Haas nicht halt. So war da "...dieser Trainer, der seine blauen Augen derart aufgerissen hat, dass man glauben hätte können, seine roten Haare und sein roter Schnurrbart sind nicht von Natur aus rot, sondern vor Schreck. Weil der hat immer noch viele Haare gehabt, obwohl der Köck dem Brenner letztes Mal erzählt hat, dass der arme Mensch aus einem inneren Zwang heraus dauernd seine Haare den Drogentestern hinterherträgt." Und wenn man wissen will, warum dieser Fußballtrainer dann doch nicht nach Graz gekommen ist, sondern nach Wien, der muß dieses Buch unbedingt lesen, weil die Haarwuchsmittel.

Doch man erfährt noch viele andere wichtige Sachen. Was der Brenner mit dem Schwarzenegger zu tun hat und warum das Schläge austeilen auch nicht ungefährlich ist. "Über Schläge kann man natürlich viel diskutieren [...] Nicht nur das Einstecken tut weh, man kann sich auch beim Austeilen verletzen. Der eine verstaucht sich das Handgelenk, der andere bricht sich die Finger, das hängt dir noch nach, wenn die klaffende Schädelwunde vom Opfer schon längst tadellos verheilt ist."

Sprachwitz, Lokalkolorit, Satire

So hat man beim Haas von allem was. Vom Sprachwitz hat man ein ganze Menge, eigentlich ja durchgehend was. Vom Lokalkolorit hat man viel, vom Humor hat man noch viel mehr, was man Satire nennt. Und dann hat man natürlich noch eine Handlung, weil ohne ja keine Spannung. Und von der Spannung ist reichlich vorhanden. Wie dann der Brenner die ganze Geschichte aufklärt, das ist schon alles recht durchschaubar gemacht. Und auch recht geschickt konstruiert mit den dauernden Wendungen, weil wenn Du glaubst, Dir ist jetzt endlich alles klar geworden, dann glaubst Du falsch, weil alles doch ganz anders. Ob ich jetzt sagen soll, dass es auch logisch ist, das ist so eine Sache, weil irgendwie logisch, aber mehr so eine Art Haas-eigener Logik.

Weil aber so ein Roman vom Wolf Haas sicherlich nicht für jeden was ist, hab ich Dir vom "ewigen Leben" jetzt genauso erzählt, wie der Haas seine Geschichten erzählt, so daß Du jetzt vielleicht schon selber weißt, ob Du so ein Buch überhaupt lesen willst.

Was aber das Fatale an dem Roman ausmacht, ist, dass es der letzte Brenner-Krimi gewesen sein soll, weil es kommt dann nichts mehr.

Das ewige Leben

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Letzte Kommentare:
11.05.2016 17:09:16
uknig

Mein Fall war es diesmal nicht. Natürlich hat der Stil von Wolf Haas seine Qualitäten, sind manche Sätze wahre humoristische Meisterwerke. Aber diesmal ist die Story doch eher schwach und der Haas-Stil vernebelt doch manchmal den Plot. Zudem ist die Auflösung eher enttäuschend, ich finde die Geschichte wenig spannend und auch nicht unbedingt voller überraschender Wendungen. Zum ersten Mal hatte ich bei Haas Probleme, das Buch bis zum Schluss zu lesen. Schade.

21.04.2016 01:54:40
Frank Stähle

Mit dem Schreibstiel habe ich mich sehr heimisch gefühlt, kommt er doch dem Schweizerdeutsch entgegen. Auch die gedanklichen Ausflüge waren sehr amüsant und unterstützten die Story. Die Spannung hat angehalten. Doch war die Auflösung für mich enttäuschend. Wer hat nun eigentlich diesen wunderbar geschilderten Schusskanal in Schäfers Hirn verursacht? Bleischwer angedeutet bleibt aus der Schilderung nur dieser "-" übrig (ich will jetzt für künftige Leser nicht vorgreifen). Doch warum?? Ich konnte mir einfach kein Motiv zusammenreimen, zumal auch zeitlich dieser exzellent ausgeführte Schuss doch einige Zeit vor den geschilderten Ereignissen geschah. Vielleicht bin ich schwer von Begriff, doch ich finde es Schade, wenn eine so spannend geschriebene Story nicht aufgeht.

22.02.2016 19:34:22
Jossele

Ich habe es schon öfter geschrieben: Haas‘ Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlassen kann, dann ist diese Art zu schreiben einzigartig in der Krimilandschaft. Ich jedenfalls kenne keinen vergleichbaren Autor. Der Fall tritt entsprechend immer ein wenig in den Hintergrund, ist aber schon von Belang. Es ist keine rein humoristische Lektüre. Aber ich musste auch bei diesem Band mehrmals lachen und/oder schmunzeln. Wer einen Krimi auch gern mal etwas anders mag, also abseits ausgetretener Pfade, der ist an der richtigen Adresse. 75°

05.01.2014 11:07:47
hans franz

Für mich als 14 Jähriger Schüler ist das leider nichts. Meine Verwandten finden das Buch zwar super aber der schreibstiel ist nichts für mich. ich sage aber trotzdem, ihr solltet es lesen denn der Inhalt ist doch spannend ich gebe diesen buch eine Punktzahl zwischen eins und 10 wobei 10 super ist.
Punktzahl:4,5

09.06.2013 13:15:25
frank buschmann

Ich bin ehrlich - ich konnte mit dem 200seitigen Schmäh nix anfangen. Ich hab mich wacker durchgekämpft, wollte das Buch regelmäßig in die Ecke donnern, fand die eine oder andere Formulierung tatsächlich auch ganz witzig, auf die Dauer aber ging mir der ganze gestelzte Quark total auf den Keks. Von allen Haas-Krimis der mit Abstand unlesbarste!

25.04.2012 14:53:39
-rpr-

So eine Rückkehr in die Heimatstadt ist, ob du es glaubst oder nicht, nicht immer zu empfehlen, weil das kann ganz schön ungesund sein, vor allem wenn die Vergangenheit dann plötzlich auf einen wartet und bevor du dich versiehst hast du ein Loch im Kopf und 3 Wochen Koma. Normalerweise würdest ja jetzt im Krankenhaus liegen bleiben, weil kostenloses Essen, nette Gesellschaft, anregende Gespräche mit dem Psychiater und fürs Aufschütteln vom Kopfkissen musst ja auch nichts bezahlen.
Aber nicht so der Brenner, und das ist ja dann eigentlich auch wieder normal, weil merke, Brenner ist immer irgendwie anders normal als die Normalen.
Mit dem Satz "Lustig samma, Puntigamer" im Kopf, ungefähr da wo das Loch ist; dafür ohne Erinnerung an die Zeit vor dem Koma, raus aus dem Krankenhaus und rein erstmal nach Graz. Ihr wisst schon Graz = Heimatstadt = Vergangenheit = Löcher.
Aber der Brenner schert sich nicht drum und ermittelt. Muss man betonen er ermittelt wie immer? - also während er sucht, finden ihn die Lösungen.

Ob das Buch empfehlenswert ist? Also wem Wolf Haas bisher nicht gefallen hat, der braucht auch dieses nicht zu lesen. Wolf Haas Fans werden auch bei diesem Buch gut aufgehoben sein.

21.08.2011 22:01:05
vifu

.was soll ich Neues schreiben?
Aber dieser Brenner ist natürlich mal wieder total ding!
Diese wunderbaren Formulierungen und gedanklichen Mäander, zum laut lachen!!
Der einzige Wermutstropfen ist, für mich bleibt jetzt nur noch Band 7.
Und was schreibt der Haas dann???
Hoffentlich was Neues mit neuen Marotten! In diesem Sinne, viel Spass beim Lesen und Genießen!

02.06.2011 23:21:21
iwtumn

Gut, ich habe glaube ich, das Buch als ich es gelesen habe nicht ganz durchschaut. Ich war damals aber auch noch 3 Jahre jünger- 3 Jahre dümmer als jetzt. Wenn man sich einmal an den Stil des guten Herrn Haas gewöhnt hat, dann ist das Buch auf jeden Fall einfach nur noch fantastisch. Ich kenne Graz. Ich kenne die Menschen dort. Ich kenne Migräne. Und so fühlte ich mich auch damals (wobei damals eben nur 3 Jahre her ist) schon, als würde ich auch den Brenner kennen.Seit "Das ewige Leben" habe ich weitere Brenner gelesen. von hinten. Der 1. und der 2. fehlen. Noch. Aber sie werden noch kommen. Denn Haas\' Bücher sind einfach ding. Ernsthaft jetzt. Sie sind grandios.

24.10.2009 14:02:03
Officer

Nur zur Info:

Derzeit läuft "Das ewige Leben" am Schauspielhaus Graz in einer Inszenierung von Christine Eder. Dramatisierung: Pia Hierzegger

Der Standard schreibt:
"Die Grazer Schauspielerin und Dramatikerin Pia Hierzegger adaptierte den Krimi Das ewige Leben äußerst bühnentauglich - mit Liebe zu den Details der Grazer Eigenheiten, wie der gescheiterten Bürgerwehr oder den slowakischen Bettlern. Regisseurin Christine Eder schafft mit einem starken Team von sechs Schauspielern, die fast das gesamte Roman-Personal geben, einen witzigen Abend: Franz Solar überzeugt als Simon Brenner, der sich von Blackout zu Lucidum intervallum weitertastet. Lange weiß er dabei nicht, ob er einen Selbstmordversuch überlebt hat oder ob ihn sein ehemaliger Kollege, der Grazer Polizeichef, Aschenbrenner, beseitigen lassen wollte, weil er seine dunkle Vergangenheit kennt. Dominik Warta spielt Aschenbrenner umwerfend machtbewusst. Andrea Wenzl fasziniert, wenn sie ohne Bruch von der naiven Krankenschwester zur verlebten Wirtin wechselt." (Colette M. Schmidt, DER STANDARD/Printausgabe, 24./25./26.09.2009)

26.08.2008 09:32:17
pescheg

«Das ewige Leben» ist der krönende Abschluss einer grandiosen Krimireihe. Die sechs Brenner-Romane sind nicht nur fantastisch aufgebaut und spannend zu lesen, sie sind auch sprachlich eigenständig, in ihrem Humor einzigartig und so durch und durch österreichisch (aus meiner Sicht jedenfalls), dass es eine wahre Freude ist.

Die Romane von Wolf Haas gehören zu meinen liebsten. Muss man sich beim ersten Buch vielleicht noch etwas an die ungewohnte Art des Geschriebenen gewöhnen, beginnt man diese mit jedem weiteren Buch zu schätzen, zu genießen und zu lieben. Witzig, sarkastisch, skurril und manchmal traurig und berührend. Einfach großartig.

12.05.2008 15:17:33
Peter Sonik

Ich kenn dieses buch net, ich hab s nicht gelesen, ich bräuchte hilfe von jemanden, búdde.. wer könnte mia damit helfen, ich bräuchte Inhaltstangabe zu diesem werk,, aber ganze,, von anfang bis ende,, wer könnte mirs schicken,, wenn ja , bitte : nba@post.sk

auch wenn sie andere haben,, zB.. Komm, süßer tod, Silentium, wie die tiere , der knochenmann,, DANE DANKE seeehr,

13.04.2008 21:40:47
Zahara

ich fand das Buch ehrlich gesagt anfangs sehr langweilig aber... nachdem ich das öfters gelesenn habe supper:D das würde ich einfach mal jedem weiter empfehlen ... lieben gruß an allle

16.04.2007 16:08:44
Henrik

Das Buch ist ein Wahnsinn! Die Handlung ist zwar nicht ganz so verrückt wie in den Vorgängern, aber am Ende werden andere Dinge bedeutender... Ich kann "Das Ewige Leben" nur weiterempfehlen!

14.02.2007 16:55:29
Kristina

Ich dabke meiner Mutter dafür, dass sie mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat, denn zweifelsohne ist dieser Roman ein Schatz. Ja, ein Schatz, an Wortwitz und österreichischem Schmäh, auch wenn die Erzählweise, fehlende Prädikate usw. , mir anfangs sehr suspekt war. Trotzdem, superliches Buch, ich habe mich gezwungen es nur freitags beim Zugfahren in die Stadt zu lesen, da es sonst so schnell zu Ende sein würde. Doch das Ende kam, was ja unvermeidbar war, und ich war traurig, und deswegen möchte ich die anderen fünf Brenner-Romane auch lesen. Ich kann jedem das Buch empfehlen, der etwas für Schmäh und Sprachwitz übrig hat!

12.07.2006 08:43:11
Pascal

In der Hoffnung noch einige seiner Bücher lesen zu dürfen, verneige ich mich wie immer vor der grandiosen Sprache. Grandios Hilfsausdruck!

Die Story selbst fand ich nicht ganz so gelungen wie bei den Vorgängern. Vorallem der Hauptkommissar war mir etwas ding.

Ein neuer Erzähler muss her.

18.03.2006 12:24:39
Angelo

Alles von Haas gelesen. "Das ewige Leben" ist der (ein) Höhepunkt. Haas ist Kult!! Schon vielen Freunden, und das sind oft Vielleser, habe ich Haas als Jungbrunnen empfohlen... und Begeisterung geerntet. Jetzt aber komme ich ernsthaft ins Grübeln: Es soll Schluss sein mit Brenner?! - Hoffentlich nicht!

22.11.2005 11:40:18
Hannes Schörkhuber

Dieses Buch ist für mich das eindeutig beste Buch das Haas je geschrieben hat und deswegen fände ich das sehr schade, dass Haas die Brenner-Geschichten aufgeben will.
Ich empfehle das Buch jeden der Brenner-Bücher liebt und schon gelesen hat!"!

09.04.2005 22:10:18
Fritz

Einfach gut!
was soll man mehr schreiben, das Buch war einfach gut!
Ja, das triffts obwohl ich mir manchmal nicht ganz durchgeblickt habe wie ich das Buch jetzt deuten soll!
Aber schad jetzt das es aus is mit der Brennerserie!
Ein Buch wäre noch drinnen glaub ich bevor der Saft aus dem Kommissar draussen ist!

12.02.2005 13:52:50
Keshali

Die feinen politisch/gesellschaftlichen Tiefschläge aus dem österreichischen Umfeld fehlten mir.
Dadurch ensteht bei mir der Eindruck, dass Wolf Haas seinen Schreibstil "archiviert" hat, es fehlen die aktuellen Begebenheiten, die Umgangssprachlich den Bezug stellten, zu reellen Ereignissen in Österreich und ein fast satirisches Krimigenre´ schafften.
Schade eigentlich, übrig bleibt die Lust zu imitieren, wie ich hier lese.

Die Grazer Bettlerdiskussion ist zwar real, aber eher lahm wiedergegeben (und auch nicht aktuell), es fehlt mir der zündende Funke.

06.01.2005 04:08:21
Gilles

Danke Claudia, du hast völlig recht : "wie die Tiere" habe ich auch als schmerzlichen Tiefpunkt empfunden...und "komm süsser Tod" als ein unglaubliches Meisterwerk !
Jedenfalls schade, dass die Brenner-Serie ein Ende nehmen soll !

02.01.2005 12:38:14
muku-muku

also mir haben alle brenner-bücher gefallen die ich gelesen habe, aber am besten war noch immer wie die tiere!
auch wie das leben ist einfach nur total genial!
allein schon die szene mit der Waltraud K. am Bankerl am Murufer!!*sooo gut*

16.12.2004 23:54:24
Kommissar Kis

Ich kann mich Peter Felders Meinung nur anschließen: einen Autor/ein Buch zu beschreiben, indem man dessen Stil kopiert, geht unweigerlich schief. Der Autor kanns einfach besser, deshalb kennt man ihn nämlich.
Darum mein Rat an alle, die nur die hier abgegebenen Lesermeinungen bzw. die Rezensur und nicht das Buch gelesen haben: Der Roman ist trotzdem lesenswert!

14.12.2004 22:10:34
Peter Felder

Ich habe selten eine derart schlechte Rezension gelesen, wie jene von Peter Kümmel. Erstens: sich in einer Rezension der Sprache des Autors zu bedienen ist selten gut. Der kann das nämlich meistens besser, vor allem wenn es dann eine derart schlechte Nachahmung ist wie jene. Zweitens: Die Brenner-Romane sind nicht nur sprachlich besonders, Haas war erfolgreicher Werbetexter, er weiss also wie Sprache wirken kann, sondern sind von einer weitaus interessanteren Vielschichtigkeit, als sie auf den ersten Blick scheinen mögen (Also keine "sinnlose Sprachspielerei"- da hat schon alles seinen Platz und Zweck...
also: mit freundlichen Grüßen, Peter

13.11.2004 00:28:12
Bernardo

Spricht aus dem Leben, und auch wie das Leben... wer kann schon behaupten, immer in ganzen (und gramatikalisch richtigen) Saetzen zu sprechen?
Haas schreibt nieder, was den Personen so in den Kopf kommt, auch wenn nicht unbedingt alles mit der aktuellen Handlung zu tun hat. Das macht die Handelnden mehr als nur sympathisch.

Alles in allem: Ein Buch zum "Verschlingen"

15.10.2004 12:47:50
gottfried

hab heute einer freundin über die brenner-romane vorgeschwärmt und bin über google auf diese seite gekommen - was seh ich da? da gibts 2 bücher, die ich bisher noch nicht kenne? dieses und "brenners erste fälle".
also was tun? nachmittag sofort ins nächste buchgeschäft und gekauft - weil das wochenende soll eh schlecht werden!
ich freu mich aufs wochenende!

29.09.2004 13:39:55
afnusa

So mit dem Lesen dieses Haas\'schen Schreibstils hatte ich Probleme.
Hab\'s dann einfach mal als Hör-CD gehört. Einfach genial, zumal der Autor selbst es liest.
Ich glaube, dass auch Wolf Haas der einzige ist, der seinen Stil so gekonnt vorlesen kann.
Wer auch sonst

06.09.2004 10:30:30
Niki

Hab das Büch für meine Matura lesen müssen, und es ist am anfang wirklich nicht leicht, so mit ding und so! Aber Haas hat einen Schreibstil, an dem man sich schnell gewöhnt, und es macht einfach Spaß seine Bücher zu lesen!
Lg Niki

12.08.2004 09:01:29
Hippi

Peace Mann, Wolf Haas-Bücher sind echt alle ausnahmslos saugeil, der Schreibstil is geil und der Brennner is sowieso der geilste. Die Bücher kann man einfach nicht mehr aus der hand legen

11.02.2004 12:29:39
Jasmin, alias snob

wow, so ein tolles buch hab ich noch NIE gelesen! mein absolutes lieblingsbuch!!! ich habs schon 100 mal gelesen, so sehr mag ich es!

20.01.2004 13:39:14
bart

Ich denke Haas ist so quasi ein bisschen Ding

10.01.2004 00:35:54
Wolfram

Nun bei meinem ersten Haas.....hatte ich noch Schwierigkeiten, weil der Autor doch einen eminent seltsamen Schreibstil verwendet und der "Redner", oder "Stimme aus dem Off" viel drumherum erzählt, aber...... ein Wolfgang Haas und sein Protagonist der Brenner Simon lassen einen das Buch nicht mehr weglegen, wenn man sich an ihn gewöhnt hat und man ertappt sich dabei, das man "Komm süßer Tod" sogar als Video mit piefkenischen Untertiteln anschaut.
Bei diesem Buch hat sich Haas eine Option offen gelassen und vielleicht ermittelt der Brenner wieder irgendwo und vielleicht kommt er zu der Einsicht seine Genossenschaftswohnung neu zu bestellen.
Denn einmal Haas...immer Haas

24.04.2003 15:44:50
Peter Polacek

Quasi absolute Spitze! Kaum, dass Du dich versiehst. Schon mitgerissen. Denn soviel Humor und gleichzeitig Tiefgang und Lebensnähe kann man nur bei WOHA entdecken.
Ob Du´s glaubst oder nicht:
Ich bin ein Fan!

15.04.2003 12:44:16
Claudia

ich muss sagen, "das ewige leben" hat etwas gequältes. ich habe alle wolf-haas-krimis gelesen, keiner kam an "silentium" und "komm, süßer tod" heran. man merkt, dass der autor froh ist, dass mit dem simon brenner nun schluss ist. es hat was von einem kaugummi, der nach wenig schmeckt, obwohl haas sich nach dem für mich absoluten tiefpunkt "wie die tiere" wieder aufrafft und redlich bemüht.

10.04.2003 16:46:58
TheRace

Ich hab mir den neuen Haas-Krimi schon bestellt und das nur aus dem einen Grund, und zwar, wenn du einmal EINEN Haas gelesen hast, quasi zufällig entdeckt, dann musst du ALLE lesen!!!
Find es aber echt unheimlich schade, dass das der letzte sein soll!!
;-(((
,
,,,
Aber vielleicht überlegt es sich unser 1A - Autor ja noch anders und
schreibt, trotz seines ursprünglich schon immer vorgesehenen Plans, nur 6 zu schreiben, noch einen 7 oder sogar 8. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich sie lieben würde!!!
Also - kann ich nur empfehlen!! ;-)

27.03.2003 13:06:30
Maike Telkamp

Jetzt ist schon wieder was passiert. Aber nicht dass du denkst schlimm. Und ob du's glaubst oder nicht: traurig bin ich trotzdem. Weil Brenner-Krimi immer zuwenig Seiten. Aber interessant. Wenn heute einer ein richtig gutes Buch lesen will, muss er schon einen Haas lesen. Bestseller Hilfsausdruck!

23.03.2003 00:30:07
Chris

Ja, da hab ich schon wieder einen HAAS gelesen, ob`s du glaubst oder nicht, wieder ein absoluter spitzenkrimi erster Sahne.

16.03.2003 15:02:45
Karl

Bei diesen Wolf Haas Romanen wir einem immer ganz dings im Kopf. Weil Sprache und so. Aber nicht dass du mich falsch verstehst. Alle gelesen. Nur die ersten paar Seiten sind etwas schwierig weil manchmal ein paar dings Wörter fehlen. Schließlich brav gelernt in der Schule: Satz immer Subjekt Prädikat Objekt. Quasi SPO. So wie damals in Österreich: immer SPÖ. Aber jetzt schreib ich schon wie der Brenner. Der kann sich auch nie richtig konzentrieren. Aber jetzt pass auf: Wenn Du mal anfangst zu lesen kannst nicht mehr aufhören. Weil Wolf Haas Krimis immer 1A!

18.02.2003 14:59:37
iggi

unbedingt lesen-der beste Krimi aus der Reihe

11.02.2003 18:06:12
Reinhard Zierhofer

Wenn du dieses Buch in die Hand nimmst, legst du es nimmer weg, bis es aus ist, weil süchtig Hilfsausdruck! ;-)

Ein von vorne bis hinten sehr guter Krimi, vor allem der Schluss ist dings, äh genial! Alleine für die letzten sechs Seiten lohnt sich der Kauf, denn das ist eines der überraschendsten Enden, das ich je gelesen habe. Der einzige Nachteil an dem Schluss ist, dass klar wird, dass wir keine Simon Brenner Romane von Wolf Haas mehr bekommen. Aber zieht jetzt ja keine falschen Schlüsse aus dem letzten Satz... ;-)

LESEN!!!