Die letzte Flucht

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2011, Seiten: 304, Originalsprache

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Der sechste Fall führt Georg Dengler nach Berlin. Professor Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht plötzlich vor einem Abgrund an Manipulationen.

Die letzte Flucht

Die letzte Flucht

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Letzte Kommentare:
16.07.2018 13:52:20
Henriette H.

Dieses Buch hätte nun wirklich eine ausführliche Rezension der Krimi-Couch-Redaktion verdient, denn es packt ein sehr heißes Eisen an: die kriminellen Machenschaften der Pharmaindustrie und der von ihnen korrumpierten Ärzte. Außerdem ist derRoman hoch spannend und flott geschrieben.
Man hat das alles schon mal irgendwo gelesen, aber selten in so schonungsloser Deutlivhkrit. Auf jeden Fall wird man sehr nachdenklich, ob man sich im Fall einer schweren Krebserkrankung noch vertrauensvoll in die Hände der Ärzteschaft begeben kann.

06.07.2014 12:32:25
Edith Sprunck

Ich finde dieses Buch auf eine grausame Weise gut. Und damit meine ich keine blutrünstige action - die gibt es nämlich nicht. Die Art, wie Politik und damit verquicktes marodes Gesundheitswesen in all ihrer Undurchsichtigkeit drastisch und sehr spannend durchschaubar gemacht werden, dürfte m.E. auch Menschen, die nicht an Politik interessiert sind, erschüttern.
Wie bei jedem Krimi mit Privatdetektiv Dengler und seiner sympathischen Gefährtin Olga (eine wahrhaft köstliche Verbindung mit Schmunzelcharakter) fasziniert mich die raffinierte Verknüpfung zwischen real existierenden Begebenheiten samt (Ex-)Politikern und Fiktion.
Auch in diesem Buch ein Geniestreich für mich! Ein Buch mit Tiefgang und Spannung von Anfang bis Ende.

06.05.2014 21:44:27
Nanette Lohmann

Dies ist mein erster Dengler Krimi, überhaupt der erste Roman von Schorlau. Ich bin begeistert, und was hier viele bemängeln, es sei zu viel Information und zu viele Handlungsstränge hineingepackt, finde ich gerade gut. Womöglich auch deswegen, weil ich mit all diesen Themen auch vertraut bin, und insgesamt ein Alternativ - Medien Junkie bin. Was dort über gängige Marketingpraxis steht, ist natürlcih wahr, und gerade eben sehe ich die Sendung Fakt mit einem Beitrag darüber, wie Neuroleptika, früher als Medikament gegen Schizophrenie im Einsatz, nun zunehmend Kindern verabreicht wird, wenn sie nicht pflegeleicht genug sind bezw noch etwas Leben und Persönlichkeit aufweisen. Das passt doch wunderbar ins Konzept, und in den USA sind Kinder schon lange eine Hautkonsumentengruppe für Psychopharmake. So haaben auch sämtliche "wahnsinnigen jugendlichen Attentäter" eine ausgiebige Behandlungszeit mit eben solchen Mitteln hinter sich. In der Bildzeitung wird man darüber (vorerst) nichts finden. Umso wertvoller finde ich Geschichten, die es verstehen, neben Unterhaltung und Spannung auch Aufklärung und Information zu vermitteln. Mit Sicherheit werde ich die anderen Krimis auch lesen. Etwas cheesy finde ich die Beziehungskiste von Dengler und Olga: in jedem von Männern verfassten Krimi gibt es eine Superfrau, die sexy, intelligent, und permanent zum Vögeln aufgelegt ist, und der Held fragt sich, wie er das denn verdient habe. aber das sei angesichts der vielen positiven Elementen verziehen.

24.04.2014 16:28:10
Peter Schneider

Sehr geehrter Herr Schorlau,vor einiger Zeit las ich Ihren "Siebten Fall" und fand ihn langweilig.
Nun las in den letzten Tagen "Die letzte Flucht" und mußte festellen, dass Sie außerordentlich schlecht recherchierten und einseitig argumentierten.In dem Buch wird die z.T. berechtigte Kritik an den Pharmafirmen bunt mit Stuttgart 21, Porno ("Dildomaschine" und einem" dunkelrot angelaufenen Penis")vermengt und "pikant verbösert".
Ich war vor meiner Zeit Toxikopathologe in der Pharmaindustrie. Meine Kollegen und ich hatten uns regelmäßig den Kontrollen der "Food and Drug Agency", der FDA, zu unterziehen. Das ging soweit,dass sogar mikroskopische Präparate in Größe und Form mit den durch u.a. Formalin oder einer alkohl. Lösung haltbar gemachten Organproben der Versuchstiere verglichen wurde. Wir waren verpflichtet, nach den "Good Laboratory Practices",den GLPs zu arbeiten.Die klinischen und pathologischen Maßnahmen sowie die diesbezüglichen Berichte werden von in-und ausländischen Behörden streng geprüft. Von all dem haben Sie nichts erwähnt.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Peter Schneider
www.dr-peter-schneider.de

10.02.2014 15:43:26
Schlaumeier

Die Krimihandlung finde ich jetzt nicht so spannend. Für mich sind auch zu viele Themen reingepackt, S21 wäre ja schon ein eigener Krimi wert. Fast schon für ein Drehbuch beschreibt er manche Szenen, die das so gar nocht benötigen. Und dann hätte auch gereicht, wenn Voss nicht immer auf so spektakuläre Weise die Polizei überrumpelt hätte. Sowas wie Angst, Verzweiflung,Schmerzen fehlen mir bei ihm. Letztendlich ist er ja ein hundsnormaler kranker Mensch. Die Dialoge teilweise viel zu gestelzt aber das mit dem Gesundheitssystem ist super recherchiert und höchstwahrscheinlich erschreckend war.
Fazit: Lieber ein Brennpunktthema, gute dynamisch geschriebene Geschichte drumrum und weniger exotische Details,( ich sage nur Domina, das war ein Erzählstrang, den hätte man jetzt wirklich nicht so aufbauschen müssen, um Dengler zu verstecken).
Krimis müssen einen Zug haben, Wolfgang Schorlau war da für meine Verhältnisse teilweise viel zu verschnörkelt, sozusagen Rokoko...

25.11.2013 17:39:09
manni

Die letzte Flucht habe ich an einem Wochenende verschlungen, wie alle Vorgänger auch. Diesmal kommt der Autor direkt zur Sache und das tut dem Krimi gut. Ich war fassungslos wie simpel sich das Deutsche "Gesundheitssystem" darstellt, sehr spannend wie das in die Handlung eingebaut wurde (und sehr gut recherchiert). Das Thema ist zur Koalitionszeit sehr aktuell, die wenigsten Bürger werden über die Geldabschöpfung an der Stelle etwas wissen. Wie und ob die verschiedenen Handlungsstränge zusammen hingen wurde auch erst zum Ende hin klar. Es gab aber genug zwischedurch zu rätseln. Wenn Schorlau noch ein literarisches anspruchvolles Finale hinbekommt, dann ist er in der ersten Liga angekommen. Die schriftstellerischen Zwischentöne, auch bei einem Krimi, das kann er noch nicht richtig beschreiben, das kommt leicht bemüht daher und der Schluss wirkt wie einzelne Szenen eines Drehbuches. Dann will er fertig werden, hat es eilig und das schmälert leider doch sein Können. 80° allemal !

03.11.2013 06:41:51
KlausChrist

Nun ja…gelesen habe ich alle vorher erschienenen Denglers. Sehr gut gelungene Verbindungen zwischen Plots und sachlichen Infos. Jetzt, im vorliegenden Buch, setzt sich leider die Tendenz, die ansatzweise schon im M-Komplott erkennbar war, fort: Sehr viele – zu viele – Infos, unter Vernachlässigung der Handlung. Eigentlich Schade. Wohlgemerkt: Ich habe überhaupt nix gegen eine Einbindung von politisch/gesellschaftlich relevanten Themenkomplexen in spannende Thriller-Handlungen – ganz im Gegenteil. Aber ich lese auch – vielleicht vor allem - zur Unterhaltung, und die findet hier kaum mehr statt. Wohl aus diesem Grund habe ich W. Schorlau aus den Augen verloren und nun eher zufällig bemerkt, dass es um Weihnachten 2013 rum einen neuen Dengler geben wird: Massentierhaltung/Lebensmittelindustrie…Mahlzeit. Werde ich auch lesen – vielleicht schmälert die Lektüre meinen Appetit auf Weihnachtsbraten und Sylvestermenü und ich bin anschließend Vegetarier ;-) .

23.06.2013 17:19:07
Cervezero

Han das Buch auch an 2 Tagen durch-das vielzitierte S21 hat mich nicht gestört-warum soll ein Autor die aktuellen Geschehnisse nicht mit einbeziehen.
Ich fand jedoch starke Parallelen zu Dr.Richard Kimble-ähnl.Struktur-hat mich schon stark daran erinnert.
Wenn das nächste Werk besser wird habe ich nichts dagegen.Also 80° finde ich angemessen, da richtiges Gänsehautfeeling kaum vorhanden war, bzw.die Entführung auch nichts zur Handlung beitrug.

19.02.2013 11:58:33
vifu

Eigentlich könnte ich mich der Kritik von sonja kantig einfach anschließen. Aber so in der Rückschau auf die Abläufe bis heute um Stuttgart21 bringt´s mich schon wieder in Rage! Und was die Weißkittel so an Gesundheitspolitik produzieren lassen ist ja wohl Hohn!
Für mich hat W. Schorlau in all seinen Dengler-Romanen besonderes Gewicht, da er immer Politik in spannende Krimiplots ein wickelt. Ich hoffe dies animiert die nicht so politisch interessierten Leserinnen,-er!
Unbedingt empfohlen und mit 93° bewertet.

10.11.2012 12:08:02
sonja kantig

ich habe alle "denglers" gelesen und hoffe, dass es bald den nächsten gibt. die krimiplots fand ich nicht so ganz überzeugend, aber in ihrem kontext spielen sie letzten endes eine nebenrolle - die realität ist von umfassenderen verbrechen gegen das menschsein geprägt als es ein ein einfacher killer hergeben kann. die recherche, die hinter den einzelnen geschichten steckt, ist umfassend und seriös. ich hab extra langsam gelesen, weil ich jedesmal sauer war, wenn ich wieder einen roman durch hatte ... und jetzt fehlt mir der nachschub. chapeau, herr schorlau!

08.05.2012 20:53:17
Carmen Reichert

Sehr gelungener Roman, hatte ihn in einer Nacht durchgelesen und werde die anderen fünf Dengler-Fälle nach und nach auch lesen. Ich hoffe, dass die genauso spannend sind wie dieser.Ich finde die Beschreibung von Stuttgart 21 sehr gelungen und diese passt auch in den Roman.Man darf die Augen vor solchen Themen nicht verschliessen.

30.12.2011 18:06:22
Ulrich

Ich habe alle Bücher von Schorlau gelesen und mir haben alle ausgesprochen gut gefallen. Der Stil und die Handlung waren überzeugend - so auch hier. Das eigentliche Thema (Pharmaindustrie) ist sicherlich bekannt, trotzdem erfährt man noch Neues (ich zumindest). Der Roman ist spannend und die Einbeziehung von Stuttgart 21 finde ich persönlich sehr gut. Sie hat zwar mit der eigentlichen Handlung nicht viel zu tun, mit der Thematik aber schon! - Also ich finde: ein empfehlenswertes Buch!

18.12.2011 17:36:56
JuleusW

Ich finde, dass der Autor sich entscheiden sollte, ob er Krimis schreiben will (und auf den ersten 30 Seiten und später auch zwischendurch gelingt ihm das vorzüglich); oder ob er Sachbuchautor sein will. Die authentischen Reportagen aus Stuttgart oder aus der Restaurantküche sind ja ganz nett, haben aber mit der Handlung nicht das Geringste zu tun (und sind mir persönlich ihn ihrer Mission auch zu aufdringlich). Das Arzneimittel-Thema ist für jemanden, der sich wie ich tagtäglich damit befassen muss (nein, nicht in der Industrie), ziemlich abgestanden, ganz abgesehen davon, dass man dann lieber gleich die Originalliteratur (z.B. von Markus Grill) lesen sollte, aus der der Autor ja durchgehend zitiert. Das Ende ist 100 Seiten vor Schluss absehbar. Und eigentlich ist die ganze Krankheitsgeschichte einer Hauptperson ziemlich aufgesetzt – damit es alles passt. Insgesamt eine gute Idee, phasenweise gelungene, auch temporeiche Ausführung, aber die Mischung, bei der man den Eindruck hat, der Kriminalroman dient nur als Vehikel, um des Autors Überzeugungen an die Leute zu bringen, hat mir nicht gefallen.

22.11.2011 18:48:05
Mazi

Das war mein erster Schorlau-Krimi, aber nicht der letzte! Auch Krimis mit Lokalkolorit können spannend sein! Die Methoden der Pharmaindustrie, die aus Rundfunk und Presse zwar bekannt sind, wurden hier auf unterhaltsame und spannende Weise beschrieben und in Erinnerung gebracht. Es bleibt die Frage, warum lässt sich unsere Gesellschaft von der Pharmaindustrie so auf der Nase herumtanzen, ärgert sich und lässt sich trotzdem das Geld aus der Tasche ziehen. Gut gefallen hat mir, dass der Krimi ohne brutale Szenen auskommt. Auf die Stuttgart 21-Problematik hätte ich allerdings verzichten können.

08.11.2011 19:10:04
RolfWamers

"Geld regiert die Welt", sagte schon meine Oma - das ist also nichts Neues. Der normale "Spiegel"-gebildete Leser weiß ja, dass die Pharma-Industrie eine schlagkräftige Lobby hat, dass kaum noch neue innovative Medikamente entwickelt werden, dass die Pharma-finanzierten "Studien" wissenschaftlich gesehen nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen und trotzdem den Arneimittelmarkt beeinflussen, dass Ärzte auf die verschiedensten Weisen geködert werden alles irgendwie bekannt. Aber erst in Schorlaus komprimierter Darstellung werden die Verzahnungen untereinander sichtbar, die Gefährlichkeit für die Patienten erkennbar.

Alles bekannt, und nichts ändert sich. Aber dafür ist Wolfgang Schorlau nun wirklich nicht verantwortlich.

28.09.2011 19:05:45
Bernie Gunther

Wie Pit Gulpino schon schrieb: Der beste Schorlau. Dicht komponierte und aktuelle Handlung, interessante und auch mal witzige Personen. Raffiniert ist der Kniff mit den verschiedenen Zeitebenen und die letztendliche Auflösung dieses Plots. Betroffen macht nicht nur die Krimihandlung, sondern auch die Beschreibung der Geschehnisse um "Stuttgart 21" am 30.September 2010.

26.09.2011 11:29:27
Pit Gulpino

Für mich bislang der beste Schorlau. Wie immer brilliant recherchiert, zeigt Schorlau die Machenschaften der Pharmaindustrie auf, die einen wahrlich das Gruseln lehren können. Objektive Möglichkeiten, sich über Krankheitsursachen und deren Bekämpfung zu informieren werden durch die Lobby der Pharmaindustrie umso mehr erschwert, je mehr Geld auf dem Spiel steht. Dass sogar hinter vermeintlichen Selbsthilfegruppen häufig die Pharmaindustrie steckt, ist erschreckend. Die Politik erweist sich hier als zahlloser Tiger und belastet lieber den Patienten, der sich schließlich nicht wehren kann.

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