Am zwölften Tag

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2013, Originalsprache

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:77
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":1,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}

Georg Denglers Sohn Jakob ist verschwunden. Bereits seit drei Tagen! Denglers geschiedene Frau macht ihm die Hölle heiß: Finde unseren Sohn! Aber nicht nur Jakob ist unauffindbar. Auch Laura Trapp, die in Jakobs Parallelklasse geht, ist verschwunden. Ebenso Julian und Tim, zwei seiner Freunde. Georg Dengler, der Stuttgarter Privatermittler, macht sich auf die Suche nach seinem Sohn und dessen Freunden. Er findet bei Jakob zu Hause Aufkleber, wie sie Unbekannte in den letzten Wochen auch in den Tiefkühltruhen von Supermärkten angebracht haben. »Dieses Fleisch stammt aus Massentierhaltung. Sie vergiften damit sich und ihre Familie«, steht darauf. Auf Jakobs Computer findet er Fotos und Filme aus Hühner- und Putenmastanlagen. Widerliche Fotos, eklige Filme, die das Elend der Tiere dokumentieren. Ist sein Sohn ein radikaler Tierschützer geworden? Bereitet er mit seinen Mitstreitern eine große Aktion vor? Oder sind sie den Betreibern der Tierfarmen in die Quere gekommen und jetzt in Gefahr? Wieso weiß er nichts darüber? Wieso kennt er seinen Sohn so wenig? So lernt Georg Dengler auf der Suche nach Jakob seinen Sohn erst wirklich kennen – und kommt den mörderischen Methoden von Massentierhaltung und Lebensmittelindustrie auf die Spur.

Am zwölften Tag

Am zwölften Tag

Deine Meinung zu »Am zwölften Tag«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
27.06.2018 09:15:42
Chargesheimer

Wer hier als Kommentator Schorlau "Gewaltpornografie" vorwirft, lebt wahrscheinlich in einer "Musikantenstadl" heilen Welt, also in einer Illusion.Ich erwarte von Schorlau keine große Erzählkunst und keinen Stil a la Tennessee Williams. Dennoch halte ich diesen Krimi literarisch für mißlungen.Das liegt zum einen an der wirklich sehr sprunghaften Erzählung mit irgendwoher kommenden Monologen eines Fleischfabrikanten und zum anderen an der arg konstruierten Handlung. Da überlegte auch ich, ob ich mir das wirklich antun soll und dieses Buch bis zum Ende lese. Ich habe es bis zum Ende gelesen und bereue es nicht. Meine Bewertung für dieses Buch fällt ziemlich ambivalent aus. Als Krimi ist dieses Geschichte für mich einwandfrei durchgefallen.Aber als "Aufklärung" oder Information im klassischen Sinne ist das Buch allemal lesenswert, weil Schorlau in seiner ungeschminkten drastischen Art schlicht die brutale Realität schildert. Die Realität ist hier vollkommen skurpelloses Gewinnstreben auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher und der ausbeuterischen Beschäftigung der in der Branche ihr Geld Verdienenden. Von einem ethischen Umgang mit Tieren als Lebewesen ganz zuschweigen.
Wer in diesem Zusammenhang die angedeutete Korruption in unserer Gesellschaft und Politik Schorlau als "linkslastig" vorwirft, der lebt in einer Scheinwelt.
Schorlau kann allerdings literarisch mehr als er in diesem Buch gezeigt hat. Das hat er beweisen. Vielleicht hätte er sich etwas mehr Zeit lassen sollen, vielleicht war auch mit seinem Buch, was zu gleichen Zeit (2013) erschien, zu sehr beschäftig.Die "Botschaft" (und nicht irgendeine eine Spannung) des Buches hat mich bis zum Ende weiterlesen lassen. Das schwache Ende erinnerte mich stark an die Bücher von Enid Blyton aus meiner Kindheit und zeigten mir mal wieder, das in "Krimis" für Kinder oder Jugendliche als handelnde Personen kein Platz sein sollte. Es war etwas sehr aufgesetzt und roch schon sehr nach Jugendliteratur.Aber wie ich schon schrieb, ich empfinde ambivalent und rate trotz all der Schwächen trotzdem zum lesen dieses Buches.

09.01.2015 02:58:30
Philip

Einfach ein Schrott habe es nach knapp 100 Seiten aus der Hand gelegt. Nicht nur das mit der leicht linkslastige Schorlau , seit Brennende Kälte auf den Sack geht, nein es wird auch immer unrealistischer. Brennede Kälte als Denglers Freundin 2 Typen vom BKA mit der Hilfe von Wodka und Wassermelonen ausser Gefecht setzt, war schon sehr konstruiert, aber jetzt das Bikermillieu und Fleisch "mafia" miteinander zu verweben halte ich für Blödsinn!! Zudem wird das Wort Mafia mittlerweile dermassen inflationär benutzt, das es den eigentlichen Sinn verfehlt. Was hat ein Bauer der seine Tiere quält und auf unmenschliche Art und Weise Mästet mit Mafia, also mit OK zu tun? NIX! Das es in den landwirtschaftlichen Betrieben sehr hart und unmenschlich gegenüber den Tieren zu geht wissen wir Alle, dafür bedarf es keinem Schorlau. Dem kann ich nur raten, back to the roots! Blaue List war und ist - bsiher - der beste von Ihm gewesen. Hoffentlich besinnt er sich mal in absehbarer Zeit wieder auf disen Roman und kommt mit einem richtig guten Dengler zurück und evtl auch mal ohne Melonen, ohne Olga , nervigen Sohn und nervige Ex, das wäre doch was!

26.12.2014 10:53:39
vifu

Obwohl ich mich über die Fleischmachenschaften für aufgeklärt hielt, hab ich dies Buch jetzt in1,5 Tagen "gefressen". Der Plot ist dermaßen spannend aufgebaut, daß die kleinen logischen "Webfehler"nicht ins Gewicht fallen. Mein Glück, daß der Weihnachtsbraten bereits gegessen war!
Aber nur solch ein Buch kann die Augen an der Fleischtheke öffnen und den Fleischkonsum vielleicht wieder in die vernünftigere Richtung bringen. Ich werde nicht zur Vegetarierin, aber frei aufgezogenen Tiere müssen ihren berechtigten Preis erzielen können.
Ausserdem ist es dringend notwendig, die Wertigkeit der eigen Arbeitswelt auf andere Arbeitsbereiche zu übertragen.
Wie kann sonst in unserer heilen Arbeitswelt solch eine Sklavensparte toleriert werden!
Hoffentlich findet Dengler bald wieder ein drängendes Thema!

22.12.2014 23:20:24
jonny

Am Inhalt keine Kritik, das passt so. Schreiben kann Schorlau auch.

Aber zwei Dinge fallen negativ auf:
Als Etagen-Brandschutzbeauftrager weiß ich, dass für einen Menschen kaum noch eine Überlebenschance besteht, wenn er sich in einem Raum aufhält, der bereits so verraucht ist, dass man kaum noch etwas sehen kann. Ebenfalls hat ein Mensch keine Chance, seine Fesseln an einem Feuer zu lösen, das bereits eine mit Benzin übergossene Doppelbetthälfte entflammt hat. Auch wenn am Ende offen bleibt, ob Frau Zemke überlebt.prinzipiell ein wenig zuviel dichterische Freiheit bei der Beschreibung eines Großbrandes und der Möglichkeiten, seine Folgen zu überleben!
Und als jemand, der 40 Jahre Handball gespielt hat, kann ich nur sagen, dass die Passage auf S. 134 über die handballerischen Aktivitäten Cems und Simons von kompletter Unkenntnis zeugt. Da wird von Cem als "begnadeter Dribbler" bezeichnet, der in seiner Rolle als Kreisläufer "Gegner schwindelig spielen kann". Und Simon als Mittelspieler wartet auf die Flanke, springt hoch, fängt den Ball und (mit der besseren Wurfhand) . - Tor!
Dribbeln ist kein Handballbegriff. Da geht man 1 gegen 1 (gegen oder mit der Wurfhand), zieht 2 Gegenspieler auf sich etc. Allerdings niemals als Kreisläufer, sondern als Rückraumspieler (z.B. als Mittelspieler). Als Kreisläufer setzt man eine Sperre und setzt sich ab, oder man hinterläuft eine Abwehspieler, um angespielt zu werden.
Ebensowenig ein Handballbegriff: die Flanke. Beim Handball spielt man ab oder man passt. Auch Zuspiele sind bekannt. Dann gibt es den Kempa-Trick (Anspiel in den Kreis, ein Angreifer nimmt den Ball im Sprung an und verwandelt, bevor er wieder landet). Aber Flanken gibt es beim Handball nicht, und schon gar nicht vom Kreisläufer auf den Mittelmann. Solches Zuspiel gibt es nur, wenn der Kreisläufer selbst nicht zum Wurf kommt und den nachsetzenden Mittelmann anspielt. Aber das ist schon höhere Handballkunst.

Wozu gibt es eigentlich ein Lektorat? Solche Schnitzer sollten dort eigentlich behoben werden!

29.07.2014 16:08:51
Edith Sprunck

Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre in den Schulen werden. Es zeigt auf, wie aufnahme- und begeisterungsfähig junge Menschen sind, wenn es um wehrhaftes Verhalten gegen Verachtung und Misshandlung jeglicher Kreatur geht. Dort, wo die Erwachsenen sich oftmals gedankenlos mit Tatbeständen abfinden (und sie fördern), hinterfragen die Jüngeren sie und rebellieren dagegen. Sie haben noch genug Enthusiasmus, um sich für Veränderungen einzusetzen - und überzeugen letztendlich damit die Erwachsenen.
Manch einer wird sich durch die Lektüre dieses Krimis b ei den drastischen Schilderungen über die Vorgehens- und Denkweise der Fleischmafia überlegen, ob er nicht besser seinen Fleischkonsum verändert. Die Medien berichten zwar immer wieder über diverse Vorkommnisse, aber dies bleibt nicht so haften wie ein solch exzellenter Krimi, in dem einen die Verbrechen gegen Mensch und Tier regelrecht anschreien. Der Plot war so spannend und erschütternd, dass ich immer wieder Pausen einlegen musste, um mich zu beruhigen.
Ich hoffe sehr, dass Georg Dengler in weiteren Krimis ermitteln wird.

17.07.2014 16:07:55
Susanne Müller

Tolles Buch!! ... das ich bereits 8 mal verschenkt habe... an Menschen mit Gewissen, und solche die noch lesen (können).Ich hatte Angst, dass das Buch zu brutal und traurig ist... unbegründet. Es besticht durch sehr gut recherchierte Fakten und einer kurzweiligen Rahmenhandlung.
Es zeigt, welch´ Moloch diese Fleisch- und Milchindustrie in Wahrheit ist.Danke Herr Schorlau!

15.06.2014 15:39:04
nobbe

Schorlau hat mal richtig gute Krimis geschrieben, die immer ein gesellschaftliches Problem zum Thema hatten. Darum herum hat er spannende Fälle mit manchmal durchaus "herben" Szenen gebaut. Diese Krimis hab ich gerne gelesen. Aber schon die letzten Fälle wurden immer brutaler.
Dieses Buch nun habe ich nach 60 Seiten in den Papiermüll geschmissen, denn genau dort gehört es hin! Schorlau scheint mittlerweile seine "Aufhänger" nur noch mit brutaler Gewalt zu Papier bringen zu können.
Was man dort zu lesen bekommt, ist keine Literatur mehr, sondern nichts als Gewaltpornograhie, die auch der vermeintlich "edle Zweck" in keiner Weise rechtfertigt. Zum Kotzen!
Herr Schorlau, ich halte so eine Schreibe für behandlungsbedürfig!!

14.06.2014 21:17:50
pidder

Das ist mit Abstand der brutalste Schorlau, den ich gelesen habe bisher - und ungeheuer spannend, man kann das Buch schlecht aus der Hand legen. Seine Montage-Technik der parallel verlaufenden Handlungsstränge ist für meinen Geschmack etwas zu ausgeprägt, der Plot wird zuweilen etwas sprunghaft. Das ändert aber nichts daran, dass das Buch einen großen Zorn hinterlässt, dass solche Verhältnisse, wie hier beschrieben, so oder so ähnlich hierzulande möglich sind. Im Prinzip und im auch Detail mögen die Schweinereien der Fleischindustrie bekannt sein, ich gehe seit der Lektüre trotzdem mit anderen Augen durch den Supermarkt.

15.05.2014 11:37:26
E.Bentel

Ich finde das buch unglaublich erschreckend. Mich hat es sehr erschüttert. Man weiß natürlich, wenn man nicht allzu naiv ist, das es kein gutes Fleisch sein kann, wenn es billig ist. Daher kann ich auch nur als nicht-Vegetarier mein Fleisch ausschließlich bei einem Metzger meines Vertrauens mit eigener Schlachtung einkaufen, in Restaurants oder Imbissen bestelle ich immer öfter Gemüsebereiche. Was ich aber in diesem Buch, das wie immer gründlich und glaubhaft recherchiert wurde, lesen musste, ist so grauenhaft und furchtbar, ich hatte tränen in den Augen . und mich ekeln die Menschen die aus reiner Habgier so etwas mit Tieren und auch Menschen tun , absolut an,im übrigen auch die Regierung, die das mit Sicherheit weiß und nichts tut. Wie kann jemand, der die Macht hat etwas zu verändern, da noch ruhig schlafen?
Ein ausgezeichnetes Buch,das jeder schon in der Schule lesen sollte!

14.04.2014 21:11:46
uli völker

Schorlau bleibt sich in Stil, Lokalkolorit und Thematik treu. Und das ist gut so. Wer Schorlau/Dengler will, will dann nicht Tennessee Williams.
Das wichtigste bzw. beeindruckendste an diesem Buch war für mich dennoch das Nachwort, genauer gesagt, die erschreckende Erkenntnis des alltäglichen Realitätsbezugs.

12.02.2014 16:57:00
Marius

Die Fleischmafia

Er hat es wieder getan: in seinem neuen Krimi „Am zwölften Tag“ legt Wolfgang Schorlau wieder den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft. Diesmal schickt er seinen Privatdetektiv Georg Dengler auf eine persönliche Mission. Sein Sohn Jakob ist verschwunden. Offensichtlich hatte sich dieser in Angelegenheiten der fleischverarbeitenden Industrie herumgeschnüffelt.

Nun liegt es an Dengler, seinen Sohn wieder zu finden und die Geheimnisse der Fleischindustrie zu ergründen.

Die Krimihandlung von „Am zwölften Tag“ mag etwas an den Haaren herbei gezogen sein beziehungsweise wenig Neues bieten. Dennoch funktioniert das Buch hervorragend, da die Stärke des Buches in meinen Augen weniger auf dem Krimi als in seiner Verbindung mit dem brisanten Thema des Fleischkonsums und der Fleischherstellung steht. Schorlau schaut dahin, wo wie lieber unsere Augen abwenden: Wollen wir wirklich wissen, was das Schnitzel in der Kühltheke war, bevor es dorthin kam? Wollen wir wirklich wissen, wer unser täglich Fleisch herstellt und wie die Arbeitsbedingungen der Menschen sind, die täglich in Schlachtereien ihren Dienst versehen?

Zwar ragt in einigen Passagen der moralische Zeigefinger Schorlaus etwas überhöht auf, dennoch schmälert das die Qualität des Buchs keineswegs. Es regt zum Nachdenken an und lässt uns unsere Ernährungsgewohnheiten hinterfragen. Müssen wir wirklich sieben Tage in der Woche Fleisch verzehren, das im Laden zu obszön billigen Preisen angeboten wird?

Ein Krimi, der auch ein Debattenbuch ist und der uns wieder klar macht, wie wir leben beziehungsweise wie wir leben wollen – stark!

31.01.2014 18:11:23
manni

Wieder eine interessante Geschichte um Dengler, wie immer brandaktuell. Diesmal stimmt auch das finale Timing, Fans der Serie werden nicht enttäuscht. Das es bei Schorlau nicht zum großen literarischen Wurf kommt liegt an seinem Doku Stil. Nach sieben Anläufen sollte ihm doch auch mal ein in sich schlüssiger , stimmungsvoller Kriminalroman gelingen. Das Talent hat er, schaun wir mal. 70°

22.01.2014 14:19:55
Shogoth

Wie immer gut recherchiert und ich möchte an der Botschaft und der Kritik gar nicht rum mäkeln - wohl aber am Krimi selbst.

Während die Vater-Sohn-Thematik noch ausreichend ausgearbeitet, kann ich den Krimi-Plot nur als ungenügend bewerten

Neben allen anderen Logiklöchern bleibt für mich die größte Frage (ACHTUNG SPOILER):

Wieso brennt ein Stall nicht, wenn es regnet?

Der Monolog des selbst ernannten Putenkaisers widerum möchte ich ausdrücklich loben, gefällt mir auch im Sprachstil sehr gut.

Insgesamt finde ich "Am 12. Tag" als lesenswert, werde es meinen Freunden aber ausleihen und keine Kaufempfehlung aussprechen.

15.01.2014 16:24:30
RolfWamers

Als Krimi nicht so besonders weil allzu vorher sehbar, aber darauf kam es dem Autor wohl auch nicht an.
Für mich die entscheidende Frage: WARUM (fr)essen wir das verseuchte Fleisch, WARUM dulden wir es, das die Masttiere vom ersten bis zum letzten Tag ihres (viel zu kurzen) Lebens gequält und ihnen unnütze Schmerzen zugefügt werden? Wischt der Geiz-ist-geil-Niedrigpreis alle Skrupel beiseite ? Ich fürchte die Antwort ist "ja" - ein Armutszeugnis für uns Wohlstandsbürger.

Selten war ich nach der Lektüre eines Buches so deprimiert.

13.01.2014 22:50:36
Rudolf Kisch

Bravo Herr Schorlau für diesen Politkrimi. Er ist so etwas von aktuell, kam doch heute Abend im Heute Journal ein arbeitsloser rumänischer Werksabeiter aus Cloppenburg, der wegen ausstehendem Gehalt in die Öffentlichkeit ging, gerade als ich mit dem Buch fertig war. Dabei habe ich starke Ähnlichkeiten mit Kimi festgestellt. Manche Jriminalfälle sind eben nicht so spektakulär, für mich trotzdem logisch durchdacht und der Schluss genial. Ist doch äußerst selten, dass sich ein Kaiser selbst in die öffentlichen Niederungen begibt. Ein lesenswerter Krimi mit viel Erwartung an den achten Fall und dann bitte wieder mehr Herzblut mit Olga.

06.01.2014 11:51:21
Bois Gilbert

Irgendwie fällt es mir schwer das Buch so euphorisch zu sehen, wie die meisten Leser.
Wie schon in einigen TV-Dokus gesehen, nimmt sich Schorlau in seinem neuen Buch den Skandal der Massentierhaltung und der billigen osteuropäischen Arbeitskräfte vor.
Der Skandal „stinkt“ zum Himmel, da sind sich wohl Alle einig. Aber leider hält dies bei vielen nur bis zur nächsten Fleischtheke wenn das Kilo Hackfleisch dann nur 3,99€ kostet ist alles wieder vergessen.

Es gibt sehr gute Momente in dem Buch, wie der Vater seinen unbekannten Sohn kennen lernt, dennoch bewerte ich das Buch als Krimi und nicht als Doko/Sachbuch,
Das Buch ist zwar flüssig lesbar, jedoch leider viel zu vorhersehbar, kaum etwas Überraschendes – und die letzte Szene im „Arbeitsraum“ ist peinlich.

Da ich bisher alle „Dengler“ gelesen habe empfehle ich auch dieses Buch und erwarte mit Spannung das nächste Buch, in der Hoffnung, dass sich Schorlau nicht nur dem „Thema“ widmet, sondern auch dem Kriminalfall drum herum.

03.01.2014 13:13:38
Ingrid Köpnick

Das neue Buch von W. Schorlau ist unbedingt zu empfehlen. In einer spannend geschriebenen Erzählung setzt er sich mit Massentierhaltung aus Profitgier auseinander. Ein lebendiges Stück Zeitgeschichte.
Ein Buch nicht nur für Vegetarier, obwohl
einem beim Lesen die Lust auf Fleischspeisen abhanden kommen kann.
Leider ist dieses Buch nicht nur eine Geschichte, sondern zeigt drastisch die Realität auf, in der wir leben und "essen".