Tod im Schärengarten

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Forum, 2009, Titel: 'I den innersta kretsen', Seiten: 318, Originalsprache
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2011, Seiten: 368, Übersetzt: Dagmar Lendt

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Konzentrierte Spannung vor dem Start zur berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln. Alle erwarten, dass das neue Boot von Oscar Juliander vorne liegen wird - doch fällt es gleich nach dem Startschuss zurück. Juliander, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft, ist erschossen worden - zeitgleich mit dem Startschuss und vor den Augen des Regattapublikums. Kommissar Thomas Andreasson hatte sich darauf gefreut, bei der bekannten Segelregatta hautnah dabei zu sein - doch nun ist er Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen führen ihn ins Milieu der Vornehmen und Reichen, der Yachtbesitzer und Adeligen. Warum musste Juliander sterben? Motive gibt es zuhauf: Juliander betrog seine Ehefrau, er düpierte seine Partner und spielte mit Mandanten Katz und Maus. Während sich Thomas an der vornehmen Gesellschaft die Zähne ausbeißt und auch privat nicht alles rund läuft, hat Nora, seine Freundin aus Kindertagen, andere Probleme: Sie möchte das gerade ererbte Haus auf Sandhamn behalten, das ihr Mann unbedingt verkaufen will. Während ihre Ehe zu zerbrechen droht, geschieht ein neuer Mord.

Tod im Schärengarten

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Letzte Kommentare:
14.06.2016 15:43:48
trafik

Auch ich finde den Schreibstil von Viveca Sten sehr sehr gut. Für mich ein klassischer Krimi mit all den Vorzügen den diese Krimirichtung besitzt.
Auch das zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Ein typischer Sommerkrimi, den man richtig gut in dieser Zeit lesen kann.
Hoffe die nächsten Fälle sind wieder so spannend wie dieser.

22.03.2016 18:06:01
Darts

Viveca Sten - erneut eine schwedische Autorin, die mich mit ihrem Schreibstil begeistert hat.

Ich fühlte mich beim Lesen richtig in den Sommer nach Schweden versetzt.

Beim Start einer Regatta wird der Anwalt Oscar Juliander erschossen. Den Täter zu finden wird ein hartes Stück Arbeit für das Kriminalteam um Thomas Andreasson und seine Kollegin Margit (über die man im Buch nur recht wenig erfährt). Auch taucht die Jugendfreundin Nora wieder in einer größeren Nebenrolle auf(auch bezogen auf Band 1, den ich selbst leider noch nicht gelesen habe). Es tauchen viele Verdächtige auf und zum Schluß gelingt es durch Spürsinn und Zufall, den Fall mit einem überraschenden Ende zu lösen.

Der Schreibstil und die Übersetzung war flüssig. Die Kapitel kurz und übersichtlich und die Tagesangaben sehr hilfreich.

Ich werde mir schnell Band 1 besorgen und lesen und dann auf weitere spannende Bände hoffen.

26.10.2015 13:34:56
TochterAlice

Stilvoll geht die (heile) Welt zugrunde
..aber nicht ohne einen ordentlichen Drink!

Thomas und seine Kollegin Margit - dem geneigten Leser der eher leichteren schwedischen Krimiliteratur bereits aus "Tödlicher Mittsommer bekannt - ermitteln diesmal unter der Haute Volee von Sandhamn. In diesem schwedischen Urlaubsparadies ein Kriminalfall den nächsten: nach den Mittsommermorden trifft es nun ein gestandenes Mitglied der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft, ihren ersten Vizevorsitzenden, den Rechtsanwalt Oscar Juliander, einen nicht allzu sympathischen Zeitgenossen, der die bevorstehende Hochseeregatta gewinnen will - komme, was wolle. Doch parallel zu deren Startschuss wird seinem Leben ein Ende gesetzt.

Juliander war ein Unsympath und ist von vielen anderen Unsympathen umgeben - die Reichen von Sandhamn und auch andere Akteure in diesem Umfeld haben es faustdick hinter den Ohren! Jeder verfolgt eigene Interessen, was in der Regel nicht ohne ordentlichen Alkoholkonsum vonstatten geht. Wer es jedoch so weit getrieben hat, dass es zu den Mordfällen kam - der an Juliander bleibt nicht der einzige - das bleibt ein Geheimnis. Zumindest für den größten Teil des Krimis - im letzten Drittel zeichnet sich die Lösung doch ein wenig zu offensichtlich ab.

Doch nicht nur die Krimihandlung vermag zu fesseln: Auch von Nora, die der Leser bereits in Viveca Stens Erstling "Tödlicher Mittsommer" kennen- und liebengelernt hat, gibt es Neues. Der Kommissar und die Juristin sind Kindheitsfreunde, die einen großen Teil ihres Lebens auf der beschaulichen Schäreninsel Sandhamn vor Stockholm verbracht haben und immer noch verbringen. Wieder gibt es Einblicke in Noras Privatleben, an das man sich aus dem ersten Band als einen mit zahlreichen Komplikationen behafteten Fall erinnern mag, was vor allem an ihrer schwierigen Ehe mit Henrik liegt. Wie geht es hier weiter? Aufgrund der Wiederaufnahme dieses Themenstrangs kann eine vorangehende Lektüre von "Tödlicher Mittsommer" nicht schaden, wenngleich sie für den eigentlichen Kriminalfall nicht von Bedeutung ist.

Zu all diesen Ränken und Windungen zwischenmenschlichen Miteinanders kommen Beschreibungen einer wunderschönen nordischen Landschaft - einfach toll!

Kleine Abstriche gibt es durch die etwas durchsichtige Entwicklung des Kriminalfalls sowie dem etwas unlogischen Fallenlassen einiger Erzählstränge - doch Fans von eher gemütlicher skandinavischer Krimiliteratur können erwartungsvoll einem erneuten Lesevergnügen entgegenblicken! Eine ideale Lektüre zum Entspannen - sowohl an einem ruhigen Wochenende als auch im Urlaub.

01.07.2013 13:42:56
Darix

Ich stimme dem zu, der 2. Fall ist wesentlich schwächer als der Erste.
Der Schreibstil beinhaltet überwiegend einfache, leichte Unterhaltungskost, erinnert ein wenig an die Freitagabend Sendungen in der ARD. Ein wenig Ehestreit, die beiden Kommissare unter Stress stehend, hinzu die schöne Natur der Schärenlandschaft vor Stockholm, fertig ist das Drehbuch,(oder eher ein wenig wie Rosemunde( wahrscheinlich wird es ja noch.
Wer unbeschwerte Lektüre bevorzugt liegt hier richtig.

18.07.2012 14:00:50
snakefishhunter

Der 2. Fall von Ermittler Andreasson im schönen Stockholmer Schärengarten beginnt super und die Geschichte entwickelt eine tolle Spannung. Die Figuren entwickeln sich weiter und man bekommt als Leser erneut wunderbare Beschreibungen der Umgebung und Schauplätze der Handlung.
Aber leider nimmt diese qualitativ nach und nach ab. Einzelheiten, die als Leser hinterfragt werden kommen nicht -oder zu spät- zur Sprache und die komplette Schlussphase war bereits nach 3/4 des Buches klar.
Ich finde den ersten Teil definitiv gelungener und werde mich dem dritten Fall widmen.

25.05.2011 14:37:46
subechto

Tod im Schärengarten 2

Der 2. Band mit dem sympathischen Kommissar Thomas Andreasson und seiner Jugendfreundin Nora Linde hat mir sehr gut gefallen, sogar noch besser, als „Tödlicher Mittsommer“, denn Viveca Sten hat sich hier noch steigern können und ihre beiden Helden weiterentwickelt.

Doch worum geht es: Ein reicher Rechtsanwalt und Vorsitzender eines mondänen Segelclubs wird beim Start einer bedeutenden Segelregatta an Bord seiner neuen Yacht erschossen. Er wird nicht der Einzige sein...

Der Autorin ist erneut ein richtig schöner Schwedenkrimi gelungen. Da er wieder im Sommer spielt, ist er auch gar nicht düster, wie so viele andere Skandinavier, sondern macht Lust auf Sommer, Sonne, Urlaub und Meer.

Solide Ermittlertätigkeit, statt Gewalt und Action. Teamarbeit, statt One-Man-Shows. Dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz, durch eingestreute Kapitel, bei denen der Leser lange nicht weiß, um wen es geht. Auch das Motiv bleibt bis zum Schluss unklar.

Tod im Schärengarten ist ein sehr empfehlenswerter, atmosphärisch dichter Kriminalroman, aus der Welt der Reichen und Schönen vor idyllischer Kulisse. Und so bin ich schon gespannt, wie es privat mit Nora und Thomas weitergeht... 5*

20.05.2011 19:27:28
enzian

Segelregatta in den Tod

Für den Rechtsanwalt und Vizevorsitzenden der Königlich Schwedischen Seglergemeinschaft, KSSS, Oscar Juliander, endet der Startschuss zu einer Segelregatta tödlich. Zeitgleich hat ein unbekannter Schütze auf ihn geschossen. Der Kriminalkommissar Thomas Andreasson wollte der Regatta nur zuschauen und bekommt sofort Arbeit. Gemeinsam mit seiner Kollegin Margit Grankvist beginnt er die Ermittlungen, die ihn in die Welt der Oberschicht führen. Schnell wird klar, dass Rechtsanwalt Juliander trotz seines beruflichen Erfolges ein unangenehmer Zeitgenosse war. Er hat gern Mandanten und Geschäftspartner übervorteilt und und illegale Deals durchgeführt. Zudem hatte er etliche außereheliche Affären. Mordmotive gibt es genügend, dennoch kommen die Ermittler nicht richtig weiter. Da geschieht ein zweiter Mord. Das Opfer ist wieder ein Vorstandsmitglied der KSSS. Die Ermittler beginnen von vorn und endlich kommen sie der tatverdächtigen Person auf die Spur.
In einem Nebenstrang lernen wir Nora Linde und deren Familie kennen. Nora ist eine Jugenfreundin von Thomas und hat von ihrer Tante eine alte Villa geerbt. Dadurch kommt es zu Streitigkeiten mit ihrem Ehemann.
Ein weiterer Handlungsstrang hat die nicht unproblematische Entwicklung eines siebenjährigen Jungen bis ins Erwachsenenalter zum Inhalt. Welche Rolle spielt diese nicht namentlich genannte Person in der Handlung?

In dem zweiten Band der Reihe von Sandhamn-Krimis mit Kriminalkommissar Thomas Andreasson und Juristin Nora Linde entführt Viveca Sten ihre Leser in den Schärengartens vor Stockholm.
Es handelt sich um einen durchaus fesselnden Krimi, eingebettet in die idyllische schwedische Inselwelt.
Das Buch besticht durch einen flüssigen Schreibstil und sympathische Protagonisten, die ich gleich mag. Die Autorin vermittelt den Eindruck, dass Nora und Thomas alte Bekannte sind. Wir lernen beide nicht nur beruflich, sondern auch privat näher kennen. Diese Nebenhandlungen wirken sich beim Lesen nicht störend aus, sondern runden das Geschehen angenehm ab.
Die Autorin hat es verstanden, die einzelnen Charaktere detailliert darzustellen. So kann sich der Leser eine genaue Vorstellung der handelnden Personen machen. Es hat mir gefallen, bei den Lagebesprechungen des Ermittlerteams dabei zu sein. Die Atmosphäre wirkte authentisch, es kam in dem Fall zu immer neuen Wendungen. Erst kurz vor Ende des Krimis kam ich auf die Lösung.
Viveca Sten hat mit ihrem Buch ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, dass es keiner brutalen Szenen bedarf, um einen spannenden Krimi zu schreiben.

02.05.2011 22:01:00
allegra

Nach Viveca Stens Erstlingswerk “Tödlicher Mittsommer“ ist der vorliegende Krimi der zweite Teil der Reihe um Kommissar Thomas Andreasson. Es gibt auch ein Wiedersehen mit seiner Jugendfreundin Nora Linde, die eine Villa geerbt hat, die ihr Ehemann Henrik unbedingt verkaufen möchte. Darüber entbrennt ein Streit, unter dem ihre Beziehung sehr stark leidet. Die Aufklärung des Mordfalls von Oscar Juliander und die Entwicklung einer ausgewachsenen Ehekrise zwischen Nora und Henrik bilden die beiden Haupterzählstränge des Krimis. Dazwischen wird Martin Nyren, ein Vorstandskollege im KSSS von Juliander, vorgestellt, der alleinstehend ist, aber offensichtlich eine Affäre hat aus den vornehmeren Kreisen Sandhamns. Ein weiterer Strang bilden kurze eingeschobene Kapitel, in denen ein vorerst Unbekannter seinen Werdegang aus seiner ganz persönlichen Sicht schildert.Während den ersten 250 Seiten plätschert der Krimi vor sich hin, erfüllt mit solider Polizeiarbeit, familiärer Hintergrund von Thomas und Nora und wunderschönen Beschreibungen der sommerlich schwedischen Landschaft im Schärengarten. Erst gegen Ende gewinnt der Krimi noch mal richtig an Fahrt und die scheinbar zusammenhangslosen Enden fügen sich zu einem Ganzen zusammen.Die Kapitel sind teilweise sehr kurz gehalten, was die Spannung und Leseaufmerksamkeit zwar erhöht, aber mich teilweise auch etwas am Lesefluss gestört hat. In den ersten 50 Seiten wird sehr schnell Spannung aufgebaut und die einzelnen Personen und Schauplätze werden anschaulich eingeführt. Danach hat sich der Krimi für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen, um dann aber zu einem sehr angenehmen Ende mit unerwarteten Wendungen zu finden.Für mich bildet dieser Krimi einen angenehmen Kontrapunkt im Vergleich zu anderen Skandinavienkrimis, die manchmal doch arg trübsinnig und düster sind. Die heitere und sommerliche Ferienstimmung hat mir gut gefallen. Die Sprache ist leicht lesbar aber trotzdem abwechslungsreich.Insgesamt hat mir „Tod im Schärengarten“ recht gut gefallen, ich ziehe aber einen Stern ab für den etwas langatmigen Zwischenteil und einen weiteren dafür, dass die Hauptpersonen zwar glaubwürdig dargestellt sind, aber in diesem Teil keine Entwicklung durchgemacht haben, obwohl man das immer wieder erwartet hätte. Somit vergebe ich 3 von 5 Sternen.

26.04.2011 10:24:08
Spatzanny

Inhalt:
Der Start zur berühmten Gotland Runt Regatta vor den schwedischen Schäreninseln steht kurz bevor. Bei herrlichstem Sommerwetter haben sich auch viele Zuschauer am Start eingefunden. Mit Spannung erwarten alle den Startschuss.
Als dieser verklungen ist, fällt jedoch das favorisierte Boot des Rechtsanwaltes Oscar Juliander und Vorstandsmitglied des Königlichen Schwedischen Seglervereins, zurück. Juliander ist blutend hinter dem Steuerrad zusammengebrochen. Zeitgleich mit dem Startschuss wurde auf Juliander geschossen. Er ist sofort tot.

Kommissar Thomas Andreasson, selbst Zuschauer vor Ort, ist Zeuge eines Morde geworden und beginnt unmittelbar mit seinen Ermittlungen. Jedoch gehen diese sehr langsam voran. Was mag wohl das Motiv für den Mord sein, die Alibis möglicher Verdächtiger sind wasserdicht und alle Ermittlungen verlaufen anfangs irgendwie ins Leere. Somit müssen Andreasson und seine Kollegen gedanklich weiter ausholen um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Im zweiten Handlungsstrang wird die Geschichte von Nora Linde erzählt, Jugendfreundin von Thomas Andreasson. Sie hat eine wertvolle, alte Villa auf Sandham geerbt und überlegt seit Wochen, was damit geschen soll. Dabei hat sie sich vor allem mit ihrem Mann, der Profit aus einem Verkauf schlagen will und ihrer eigenen Verbundenheit mit dem Haus und der Vorbesitzerin, auseinanderzusetzen.
Diese Geschichte baut auf dem Vorgängerroman "Tödlicher Mittsommer" von Viveca Sten und erstem Fall von Kommissar Andreasson auf.

Mein Fazit:
Der Krimi war solide aufgebaut, eingebettet in eine wunderbare Kulisse, die zu beschreiben Viveca Sten sehr schön in die Handlung eingebunden hat. Ihr Schreibstil gefällt mir gut. Er ist nicht so sehr durch atemlose Spannung geprägt, sondern setzt eher auf die Beschreibung solider Ermittlungsarbeit und die Herausarbeitung der einzelnen Charaktere. Sie schreibt gut und flüssig.
Auch hat mir gefallen, dass fast schon nebenbei die Lebensweise der Schweden, die die Sommermonate in ihren Sommerhäusern auf den Inseln verbringen, erzählt wurde.

Eingestreut in die beiden Handlungsstränge war die Lebensgeschichte einer anonymen Person, deren Identität am Ende des Buches aufgedeckt wurde. Dass diese Person irgendwie in die Begebenheiten verstrickt ist, kann man sich denken und man ist gedanklich immer versucht, diese Person und ihre Bedeutung in der Geschichte herauszufinde.
Dies fand ich einen sehr guten Einfall um die Handlung um die Ermittlungen ein wenig aufzulockern und damit auch eine gewisse Spannung in die Geschichte zu bringen.

Die Nebenhandlung um Nora Linde war ja auf dem Vorgängerroman aufgebaut, dessen Handlung in diesem Buch immer wieder einmal angerissen wurden. Mir hat diese Vorhandlung jedoch nicht gefehlt, man kann dieses Buch sehr gut lesen, auch wenn man das erste Buch nicht kennt.
Jedoch habe ich große Lust bekommen, diesen ersten Roman um Kommissar Andresson im Nachhinein noch zu lesen, was ich sicherlich auch tun werde.

Das Buch ist gute Krimiunterhaltung. Mit hat es wirklich gut gefallen.

24.04.2011 11:00:40
sbbsnl

Autorin:
Viveca Sten ist Juristin und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern bei Stockholm. Tod im Schärengarten ist der Nachfolger von Stens erstem Schärenkrimi „Tödlicher Mittsommer“

Inhalt:
Es geht um den gewaltsamen Tod des Juristen Oscar Juliander, der bei dem Start einer Segelregatta erschossen wird und der Suche nach seinem Mörder. Den Fall übernimmt Thomas Andreasson.
Im zweiten Erzählstrang geht es um Thomas Jugendfreundin Nora und deren Eheprobleme mit Ihrem Mann Hendrik bzw. um die Entscheidung ein geerbtes Haus zu verkaufen oder zu behalten.

Schreibstil:
Viveca Sten schreibt einfach schön, flüssig und etwas blumig. Viel Drumherum sozusagen, aber sehr angenehm für den Leser. Die beiden Erzählstränge passen gut zusammen und bringen Abwechslung in den Fall. Man kann der Such nach dem Mörder gut folgen und das Buch schnell und ohne viel zu grübeln lesen.

Spannung:
Die Spannung steht in diesem Buch für mich nicht im Vordergrund. Natürlich fragt man sich wer geschossen hat und warum, aber Nervenkitzel ist bei mir nicht entstanden. Der zweite Erzählstrang, indem es um den Hausverkauf und die Eheprobleme geht, ist nun auch nicht gerade spannungsgeladen.

Meine Meinung:
Das Buch lässt sich ohne Zweifel gut und angenehm lesen. Mir sind die Charaktere sympathisch und es macht Spaß über sie zu lesen und sie zu begleiten. Für einen Krimi an sich ist es mir zu wenig spannend. Diese endlosen Vorstellungen, der dann hinterher doch nur für den Fall uninteressanten Personen und die Aufarbeitung der Vergangenheit des Oscar Julianders waren etwas langatmig.
Die Geschichte um das vererbte Haus und den dadurch entstehenden Streit zwischen Nora und Hendrik kann man gut lesen. Allerdings sind Eheprobleme und Frauen die sich von ihrem Mann bevormunden lassen nicht so mein Ding. Das ist nun mal eher ein Romanstoff und weniger Krimilektüre. Es wird auch ziemlich vehement auf den ersten Teil hingewiesen. Ich denke man sollte ihn vielleicht doch zuerst lesen, bevor man mit diesem Buch beginnt. Das hat aber keinen Einfluss auf das "Verstehen" des Buches.

Mein Fazit:
Das Buch bekommt drei Sterne. Das ist ja gut geschrieben und es hat mir auch gefallen.
Das große ABER: Viel zu wenig Krimi, zu wenig Spannung und zu viel Beziehungsprobleme. Als Roman mit dem Nebenstrang einer kleinen Mördersuche ist es gut, wenn man so etwas lesen möchte, aber das erwartet man ja nicht unbedingt.
Grundsätzlich mag ich aber den Erzählstil der Autorin und mir gefallen die Hauptpersonen.
Ich würde mir das nächste Buch auch kaufen, weil ich nicht zuletzt wissen möchte, ob da irgendwann „noch was geht“ zwischen Nora und Thomas….

21.04.2011 15:39:21
enzian

Segelregatta in den Tod


Für den Rechtsanwalt und Vizevorsitzenden der Königlich Schwedischen Seglergemeinschaft, KSSS, Oscar Juliander, endet der Startschuss zu einer Segelregatta tödlich. Zeitgleich hat ein unbekannter Schütze auf ihn geschossen. Der Kriminalkommissar Thomas Andreasson wollte der Regatta nur zuschauen und bekommt sofort Arbeit. Gemeinsam mit seiner Kollegin Margit Grankvist beginnt er die Ermittlungen, die ihn in die Welt der Oberschicht führen. Schnell wird klar, dass Rechtsanwalt Juliander trotz seines beruflichen Erfolges ein unangenehmer Zeitgenosse war. Er hat gern Mandanten und Geschäftspartner übervorteilt und und illegale Deals durchgeführt. Zudem hatte er etliche außereheliche Affären. Mordmotive gibt es genügend, dennoch kommen die Ermittler nicht richtig weiter. Da geschieht ein zweiter Mord. Das Opfer ist wieder ein Vorstandsmitglied der KSSS. Die Ermittler beginnen von vorn und endlich kommen sie der tatverdächtigen Person auf die Spur.
In einem Nebenstrang lernen wir Nora Linde und deren Familie kennen. Nora ist eine Jugenfreundin von Thomas und hat von ihrer Tante eine alte Villa geerbt. Dadurch kommt es zu Streitigkeiten mit ihrem Ehemann.
Ein weiterer Handlungsstrang hat die nicht unproblematische Entwicklung eines siebenjährigen Jungen bis ins Erwachsenenalter zum Inhalt. Welche Rolle spielt diese nicht namentlich genannte Person in der Handlung?

In dem zweiten Band der Reihe von Sandhamn-Krimis mit Kriminalkommissar Thomas Andreasson und Juristin Nora Linde entführt Viveca Sten ihre Leser in den Schärengartens vor Stockholm.
Es handelt sich um einen durchaus fesselnden Krimi, eingebettet in die idyllische schwedische Inselwelt.
Das Buch besticht durch einen flüssigen Schreibstil und sympathische Protagonisten, die ich gleich mag. Die Autorin vermittelt den Eindruck, dass Nora und Thomas alte Bekannte sind. Wir lernen beide nicht nur beruflich, sondern auch privat näher kennen. Diese Nebenhandlungen wirken sich beim Lesen nicht störend aus, sondern runden das Geschehen angenehm ab.
Die Autorin hat es verstanden, die einzelnen Charaktere detailliert darzustellen. So kann sich der Leser eine genaue Vorstellung der handelnden Personen machen. Es hat mir gefallen, bei den Lagebesprechungen des Ermittlerteams dabei zu sein. Die Atmosphäre wirkte authentisch, es kam in dem Fall zu immer neuen Wendungen. Erst kurz vor Ende des Krimis kam ich auf die Lösung.
Viveca Sten hat mit ihrem Buch ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, dass es keiner brutalen Szenen bedarf, um einen spannenden Krimi zu schreiben.