Der Krieg, die Pest, der Tod

Erschienen: Januar 1990

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Galgenberg, 1990, Seiten: 154, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1993, Seiten: 153, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1997, Seiten: 153, Originalsprache

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Lakonie lässt das Elend viel deutlicher hervortreten

Buch-Rezension von Hyby Hyby Mai 2003

Die meisten werden schon mal was von St. Pauli und der Reeperbahn gehört haben. Viele dürften damit ein bunt schillerndes, frivol bis versautes El Dorado verbinden (sie irren sich gründlich - aber das nur am Rande). Man könnte diese Region allerdings wirklich dafür halten, wenn man sie mit jenem schmuddelig-trostlosen Autostrich um die Süderstraße vergleicht - eine kahle, platte Ebene mit dahin rostenden Kleinindustrie-Anlagen, Schrebergärten und trüben Seitenkanälen: Hamm-Süd, ein vergessenes Areal an der östlichen City-Peripherie Hamburgs.

Unter den Zuhältern der Süderstraße gärt es: eine ihrer Süßen will aussteigen - und sie hat Ernst gemacht: sie ist weg. Das ist doppelt fatal, denn einige der Jungs haben großformatige Pläne: sie wollen Hamm-Süd mit seinem winkligen Kanälchen zu einem Drogen-Umschlagplatz machen - und die Flüchtige weiß davon. Aber die Kerle machen sich nicht selbst auf die Socken - sie heuern einen finsteren Killer an mit dem Auftrag: Objekt aufspüren und umlegen.

Die junge Frau ist in der Gartenlaube ihrer Großeltern untergetaucht und hält sich dort versteckt. Die Großmutter ahnt immerhin die Gefahr, die ihre Enekelin umgibt und sieht sich nach Hilfe um. Und so führt sie ein Blick ins Branchentelefonbuch aus Hamm-Süd nach Övelgönne am Elbstrand zur Privatdetektivin Bella Block. Die läßt sich zunächst nur schwer begeistern für das Milieu, dochschließlich ringt sie sich zum Handeln durch - und kommt zu spät: der Killer hat die Entflohene schon längst aufgespürt und ihr einen Goldenen Schuss verpaßt.

Aber nicht nur deswegen beginnt die kleine, miese Halbwelt namens Süderstraße zu vibrieren - mittlerweile sind ganze Legionen mehr oder weniger glücklich getarnter Zivilfahnder in die Region eingesickert, denn eine Hamburger SoKo hat Großes vor. Und ihr junger, aufstrebender Leiter namens Beyer, Bellas Ex-Lover, dürfte bei erfolgreichem Abschluß der Aktion die Karriereleiter nachdrücklich hinaufpurzeln, wenn..ja, wenn die Dinge nicht so furchtbar ins Rutschen gekommen wären...

Wie schon in den früheren Bella-Block-Romanen wird auch diesmal der leser eher beiläufig in ein Milieu hineingeführt, in dessen Schattennischen sich der Schrecken verbirgt. Wir haben es hier nicht mit einem klar umrissenen Fall - begrenzt durch Tat und finaler Aufklärung - zu tun, sondern mit einer Welt, in der auch die perverseste Untat ganz selbstverständlich möglich erscheint. Und dabei verzichtet die Autorin ganz weise auf jede Dramatisierung - Lakonie läßt das Elend, das Grauen viel deutlicher hervortreten. Hamm-Süd ist sicher nicht die Bronx - aber es reicht.

Der Krieg, die Pest, der Tod

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Letzte Kommentare:
29.04.2009 12:27:48
lasina

die pest ist sehr tödlich und gefärlich!!
sie war echt shräcklich und kinder und erwachsene wurden in gassen eingespärt die,die pest hatten, und die pest kranken mussten mit einem weißen stock rum laufen,auch die,die sich einem pest kranken genährt hatten!
die leute dachten das dass eine strafe gottes währe und beteten offt und taten alles um die pest zu verscheuchen ALLES!

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