Das zweite Leben des Herrn Roos

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 2008, Titel: 'Berättelse om herr Roos', Seiten: 510, Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Dietmar Bär
  • München: btb, 2011, Seiten: 525

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

7 x 91°-100°
3 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
9 x 1°-10°
B:50.421052631579
V:18
W:{"1":9,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":2,"84":0,"85":0,"86":1,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":1,"99":1,"100":5}

Ein Fall für Inspektor Barbarotti Ante Valdemar Roos, 59 Jahre alt, ist der Prototyp des Langweilers: grau, unauffällig, in zweiter Ehe mit Alice verheiratet, seit mehr als zwanzig Jahren als Ingenieur in einer Firma beschäftigt, die mittlerweile nur noch Thermoskannen herstellt. Roos ist unzufrieden mit sich, dem Leben, seiner Ehe, weiß aber keinen Ausweg. Doch eines Tages geschieht ein kleines Wunder - er gewinnt im Toto, das er seit dem Tod seines Vaters spielt. Anstatt seine Freude groß hinauszuposaunen, beginnt er ein Doppelleben in einem abgelegenen Häuschen im Wald. Dort macht er bald eine neue Bekanntschaft, die er in seinem ersten Leben so nie für möglich gehalten hätte. Roos freundet sich mit einem jungen Mädchen an, das aus einem Heim für junge Drogenabhängige ausgerissen ist und nun verzweifelt eine Zuflucht sucht. Doch schon bald stört ihr Exfreund die Idylle - und Inspektor Barbarotti hat einen Mordfall zu klären...

Das zweite Leben des Herrn Roos

Das zweite Leben des Herrn Roos

Deine Meinung zu »Das zweite Leben des Herrn Roos«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
01.10.2019 15:32:56
Örner

Habe es als Hörbuch gehört und fand die Geschichte sehr gut. Ein guter Nesser. Wer Blut braucht sollte Tess Gerritsen lesen.

31.03.2018 22:26:34
Eselsohr

Vielleicht ein Buch, für das man auch ein paar Jahre auf dem Buckel haben sollte.
Herr Roos hat mich jedenfalls nicht unberührt gelassen.
Nebenbei auch ein Lehrstück, wie schnell man mit Vorurteilen und Vorverurteilungen in die Irre geht.In jedem Fall lesenswert und auch wenn das mancher bestreiten mag überaus spannend.

27.06.2017 22:05:19
Winfried Winkel

Das Buch ist sehr gut geschrieben, leider sind zu viele Nebenschauplätze Teil der Geschichte. Zum Beispiel die Sprayer hätte man aussparen können. Durch die Nebenschauplätze wird die Spannung genommen. Ich habe das Buch bis zu 2/3 komplett gelesen. Danach habe ich mir ein paar Artikel ausgespart. Bis zum Schluss hat man allerdings nicht gewusst, wie das Ende aussieht. Trotzdem: Nette Lektüre

07.12.2016 22:09:08
kritikaster

beim lesen der bislang 21 kommentare kam mir der gedanke, dass man krimis irgend ein siegel aufdrücken sollte, damit man diejenigen, die nur auf action, blut und viele leichen stehen vorm lesen warnt.
nesser ist kein richtiger krimiautor, er ist viel mehr. ein philosoph, ein betrachter des menschlichen und er ist großartig darin.
aber eben nur für leser, die dies zu schätzen wissen. ein bisschen ist es, wie mit knoblauch - entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht und wenn man weiß, dass knoblauch im essen ist, dann kann man die finger davon lassen.
99 punkte

09.05.2014 06:20:10
Lexa

Was für ein umwerfendes Buch, nur ganz selten hat mich eins so gut unterhalten. Diese Sprachgewalt, diese Einfallskraft, diese lebensechten Gestalten, einfach grandios. Und die Handlung so nachvollziehbar und unausweichlich. Absolut kein Thriller, dafür ein Buch aus dem echten Leben, von mir gibt es dafür 95 Punkte

30.03.2014 06:40:26
DeGeischt

Manchmal graute mir vor dem Weiterlesen, weil das Unheil so unausweichlich schien. Aber trotz seiner Liebe zum Detail bleibt Hakan Nesser human: Gewaltszenen werden nicht ausgemalt, sondern aufs Notwendigste beschränkt. Nette kleine Literaturexkurse zwischendrin, die z.B. die Anlehnung des Hauptstrangs andeuten. Wer die Feinheiten nicht versteht, könnte das langweilig finden. Ich war von der ersten Seite an gefangen und kann das Buch sehr empfehlen.

06.03.2014 08:34:19
uknig

Mein erster „Skandinavier“, mein erster Hakan Nesser. Aber nicht unbedingt der große Krimi, sondern eher ein Psycho-Drama über Krisen, verpasste Chancen und Fluchten aus dem Alltag. Doch langweilig war es eigentlich nie – trotz über 500 Seiten Umfang.
Nesser beschreibt den wesentlichen Protagonisten Valdemar Ross mit großer Präzision und viel Sympathie. Die Geschichte ist gerade im ersten Teil sehr lebendig, obwohl eigentlich wenig passiert. Nesser mag seine Hauptdarsteller. Und das ist eine der großen Stärken dieses Buchers. Hinzu kommt der sehr gute Schreibstil. Ich bin jedenfalls neugierig auf andere Werke des Autors.

01.10.2013 04:57:17
kianan

Wahrlich kein Krimi für Fans von aktionsreichen Geschichten. Eigentlich empfand ich die Geschichte selber weniger als Krimi, denn als eine einfühlsame Humorsatire über den Alltag, insbesondere dem Ehealltag und dem des Erwachsenwerdens. Die Charaktere wurden entsprechend liebevoll und treffend beschrieben. Daher kam zunächst ein wenig Enttäuschung auf. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, wird das Buch mögen!!! - auch wenn es leider ein paar Längen hat. Allen anderen Lesern würde ich eher davon abraten.

26.11.2012 22:24:43
Meltem

Also ich bewerte ja ungern Bücher, die ich nicht fertiggelesen habe, aber ich weiß nicht, ob ich dieses Buch fertig lesen kann. Krimi, hieß es, soll das sein.
Stattdessen endlose Rückblenden aus dem Leben der beiden Hauptfiguren und ewig Beschreibungen. Nee, also Spannung scheint dem Autor ein Fremdwort. Das ist mein zweites Buch von ihm. Das erste hatte ein komisches Ende, das da... hm mal sehen. Bis jetzt ist es eher Kaugummi. Ich würd mal sagen, 200 Seiten weniger hätten dem Buch nicht wehgetan. Also, man kann gut mal überblättern. So ist man wenigstens schneller durch.

Übrigens Ulrich, ich finde es nicht nett von dir, wenn du sagst, wer dieses Buch nicht gut findet, liest grundsätzlich nicht. Ich lese gerne, aber ich bin nicht verpflichtet, dieses Buch oder irgendwas von Hakan Nesser gut zu finden.

08.11.2012 02:37:05
Ulrich Leive

Wenn ich hier so manche "Kritik" lese, dann frage ich mich, wer sich da ins Bücherregal verirrt hat.
Nesser ist ein vorzüglicher Autor mit Subtilität und literarischem Anspruch. In seinen Romanen geht es nicht um reißerische Spannung und "Action", es geht um Schilderungen von Menschenschicksalen, die mit Kriminalität verweben, nolens volens oft sogar.
"Das zweite Leben des Herrn Roos" ist eine solche Geschichte. Wer das nicht wertschätzen kann, braucht Bücher nur zum Fliegenklatschen...

17.10.2012 01:33:51
Peter

Ich habe zahllose Krimis aus Skandinavien gelesen und das hier ist auch meinx-tes Buch von Nesser, aber ich habs nicht mehr über Seite 200 hinaus geschafft. Zu verträumt, zu langatmig. Scheinbar wird hier in Herrn Roos ein Wunsch vieler reflektiert. Ein Wunsch nach Ruhe, Idylle und Wechsel. Vielleicht nehm ichs nochmal in die Hand, aber beschwören will ichs nicht. Dann doch lieber den neuen Adler-Olson. ;-)

15.01.2012 21:46:50
Simon

Mir hat gerade der erst Teil am besten gefallen, ein Mann der ausbrechen will weil er den Kanal mit den drei Weibern voll hat. Und tun wir uns das nicht alle fragen, wenn wir abends gelangweilt auf dem Sofa sitzen und denken "Ist es das was das Leben sein soll?". Valdemar, wird so gut beschrieben in diesem Buch, das man fast selber nach Lograna fahren will um seinen Gedanken lauf zu lassen. Hakan Nesser hat den Nagel auf den Kopf getroffen, dieses Buch hat mich tief beeindruckt und wird wohl ein Leben lang in meinen Gedanken schwirren. Er hat es fasst geschafft eine innere Seele reden zu lassen, und das koennen nicht viel Schriftsteller. Danke Herr Nesser Hut ab.

22.12.2011 08:48:11
Reinhard Luckau

Wer dieses großartige Buch mit "Träumerei" betitelt, hat es nur oberflächlich gelesen und nichts von der Poesie dieses Werkes und der Auseinandersetzung mit dem >zweiten Leben< mitbekommen. Ich habe mehr als zehn Bücher von Hakan Nesser gelesen und das hier ist sein bestes. Ein älterer Mann ist auf der Suche nach einem alternativen, besseren Dasein und hat mit seinen ersten Schritten zunehmend Erfolg.
Doch dann begegnet ihm ein junges Mädchen, das auf der Flucht ist. Dieses ungleiche Paar schmiedet einen Plan, denn was sie verbindet ist der Wunsch, ein neues Leben zu beginnen und aus ihrer schrecklichen Realität auszubrechen. Wäre da nicht ein Mord ...
Ein Buch dessen Spannung sich immer mehr steigert - bis zum erlösenden Finale. Unbedingt lesen! Und danach den Barbarotti-Band: Eine ganz andere Geschichte.

17.10.2011 14:12:10
w.werner

Eigentlich hätte dieses Buch auch "Träumerei" heißen können, denn auf jeder zweiten Seite wird geträumt bzw. von Träumen berichtet. Das ist etwas öde und einfallslos. Ansonsten ist dieser Roman mit spannender Handlung (ein Krimi ist es eigentlich nicht) gut zu lesen und die Charaktere liebevoll beschrieben. Lesenswert!

11.08.2011 22:48:24
mabo63

"wie ein korken der sinken will, aber nicht kann, dachte er dann, ungefähr so ein gefühl war das. es gab den schlaf da unten in der tiefe, den guten, den kräftigen schlaf, aber oben auf der glatten, wachen oberfläche, da trieb waldemar roos unher und wusste sich keinen rat"

einfach wunderbar wie hakan nesser beschreibt wie der hauptadrsteller nicht einschlafen kann während dem dieser sich so langsam in sein "2.leben" aufmacht.
ganz grosses kino, hut ab!

10.08.2011 22:39:42
hankypaf

So einen Ermittler wie Barbarotti hats tatsächlich noch nie in der Krimi-Literatur gegeben.Nesser hat eine Kunstfigur geschaffen. Barbarotti ist ein richtig netter Kerl, beschäftigt sich kollegial mit den Problemen seiner Mitmenschen, hat aber in drei Romanen bisher noch nie irgendetwas ermittelt. Er genießt das Leben, trinkt Wein oder vögelt, während der Fall noch längst nicht gelöst ist. Hat er mal eine Idee (Kameraaufzeichnungen am Tatort Rastplatz), kommt nichts, aber gar nichts raus, auch weil der Gedanke einfach mal nicht mehr verfolgt wird. Und als er dann endlich, endlich mal glaubt, einen Fall gelöst zu haben (Graffiti-Täter), wars gar nicht Barbarotti selbst. Wer hats herausgefunden? Die Tochter!! Barbarotti ist Clouseau der Zweite, nur nicht dusselig , sondern sympathisch.

28.12.2010 11:31:47
Nicole

Ein Geschenk für Nesser-Fans - danke, danke, danke für dieses Kunstwerk!

Wer bei Nesser atemlose Spannung erwartet, hat wohl noch keines seiner Bücher gelesen. Auch "Das zweite Leben des Herrn Roos" zeichnet sich mehr durch feinst gezeichnete Charaktere und den Aufbau einer ganz besonderen Atmosphäre aus, als durch Pathologen, Leichen und Verfolgungsjagden. Ein wunderschöner Roman, der mich am Ende sogar zum Weinen gebracht hat. Nie hätte ich gedacht, dass Van Veteren einen würdigen Nachfolger bekommen könnte - Barbarotti hat mich vom Gegenteil überzeugt. Selten nimmt man aus Krimis etwas mit für´s alltägliche Leben. Barbarottis Zwiegespräche mit Gott enthalten aber immer wieder erinnernswerte Weisheiten - und sehr viel Humor. Unbedingt lesenswert!

17.12.2010 23:11:05
Lars M. Pohle

Ein sehr, sehr intelligentes Buch. Okay, es ist nicht so actiongeprägt wie andere seiner Bücher, dafür aber psychologisch raffiniert wie nur wenige andere Autoren es vermögen. Ich frage nur: Anfangs des Buches, was denken Sie vom Herrn Roos? Und am Ende, hat sich da etwas geändert? Und: Was steckt sich eigentlich hintern einem Mord? Und was steckt sich eigentlich hinter unserer Façade? "Axel" hat "Unkrimi" gesagt, was vielleicht nicht falsch ist, doch beim Lesen dieses Buches bekommen unseren geliebten Krimis eine weitere Dimension und der Autor hat es geschafft einen anderen, psychologisch intelligenten Weg zu betreten.
Für mich, zweifelslos auf der Top 10 Liste.

24.11.2010 14:54:19
Tina

also für mich war es zu "unkrimi"... es ist schon gut geschrieben und lässt sich gut lesen. aber ein fünkchen spannung kommt erst auf seite 240. und das hat mich dann aber auch nicht unbedingt mitgerissen. nach den ersten beiden babarotti fällen bin ich etwas enttäuscht. aber das nächste buch werde ich mir trotzdem wieder kaufen :)

07.08.2010 14:16:47
Axel

Es ist ein wunderbares Buch, einfach brilliant. Es ist toll zu lesen, man fiebert mit dem Herr Roos mit, hadert mit seinem Schicksal. Das schöne ist, das es eben kein richtiger Krimi ist (auch wenn ein paar Leichen drin vorkommen).
Einfach nur großartig, was Nesser da geschrieben hat. Absolut empfehlenswert.

Gratulation und Danke!

15.01.2010 23:21:32
christa frittum

wie bei den anderen fällen des gunnar barbarotti ist die einführung zu langatmig. wenn der erste teil um die hälfte reduziert wäre, wäre der aufbau der spannung von anfang an gegeben. erst in dem teil wo barbarotti´s auftritt beginnt wirds interessanter. alles in allem sehr langatmig, obwohl ich eindeutig ein nesser fan bin und sogar seine jugendbücher lese.

24.09.2009 20:26:10
Diana Zimmer

Leider hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Aber lesbar!

Anfangs zu detailverliebt, zu langatmig - ein Hauptcharakter, der in sich nicht schlüssig ist und mit seinem irrationalen Tun im zweiten Teil des Buches "auf der Flucht" einfach unglaubwürdig erscheint.

Die Darstellung von Barbarotti wie immer sehr gelungen, stringent, wenn auch in diesem Buch mit zu wenig Beachtung.

Die Rettung des Buches ist das Ende - offen!

20.09.2009 09:22:58
Seeblick

Am Anfang dachte ich: "Na ja..." Dann las ich mich rein und konnte nicht mehr aufhören.

Einer der besten Nesser-Krimis. Gerade weil er gar kein "richtiger" Krimi ist.

Sind alle Leute, die wir als Langweiler ansehen wirklich so langweilig, welche Träume verbergen sie, welches Potential? Passen alle Junkies in eine Kathegorie, ist ein Mord ein Mord, Notwehr oder sogar ein gerechtfertigter Mord? Könnte man selbst zum Mörder werden? Was gibt dem Leben die nötige Würze, damit es als gut empfindet? Wann ist der richtige Zeitpunkt, einen neuen WEg einzuschlagen? Wann hat man "den Zug verpasst?"

Die Fragen stellen sich während des Lesens und gut ist es, das man sie nicht beantwortet bekommt. Das muss man selbst tun. Es gibt nie "die" Lösung, nicht in diesem Fall und auch nicht im wirklichen Leben. Die muss man immer selbst finden. Das macht das Leben spannend...und diesen Roman!

08.09.2009 06:43:03
Maexchen

Nesser trifft auch dieses Mal meinen Geschmack, wie kein Zweiter.
Ein literarisch großes Werk, dass weit mehr ist, als "nur" Kriminalroman.
Man erhält soviele Anstöße, die einen das Buch immerwieder zur Seite legen lassen, um nachzudenken und zu reflektieren.

In der Barbarotti-Reihe geht es kaum um polizeiliche Ermittlungsarbeit. Vielmehr wird hier eine Geschichte erzählt, die zeigt, wie ein Leben laufen kann, wie es laufen sollte und wie wenig schiefgehen muss, dass es aus dem Ruder läuft.

Der Inspektor ist der rote Faden, der Nessers neuste Bücher zu einer Einheit verbindet. Er ist weit davon entfernt das Genie zu sein, welches alle Fälle im Alleingang löst. Ebensogut könnte er auch z.B bei der Zeitung arbeiten. Das gefällt mir außerordentlich; ein Mittel zum Zweck eben.

"Das zweite Leben..." kommt ganz nah an "Die Schatten und der Regen" in meiner Ewigenbestenliste heran.

Mit dem Ende spielt Nesser, wie schon bei "Eine ganz andere Geschichte" mit dem Genre und bindet den Leser wieder in die Auflösung ein.

Allesinallem ein Roman, den ich so schnell nicht vergessen werde, der mich außerdem zu einer Nachbereitung animert; ich werde mal schauen, ob ich den Rumänen auch irgendwo erstehen kann ;)

06.09.2009 17:52:21
Spinnenflicker

Besser als jetzt wird das Leben nie mehr.
Niemals besser als jetzt.

Eine tief hängende Lampe war ein gelbliches Licht über die grüne Filzdecke. Ein größerer Topf, mit Münzen, Chips und Scheinen, thronte mitten auf dem Tisch, und Rauchsäulen von Zigarren und Zigaretten stiegen langsam zur Decke auf .

Sie waren drei Spieler. Neben Barbarotti selbst gab es noch zwei andere Herren, deren Gesichter er aber nicht erkennen konnte .

Andererseits: Hatte man ein Full House mit Assen, dann war das nicht schlecht. Er suchte in den Taschen seiner Jacke nach weiterem Geld, um es in den Topf zu werfen, musste aber bald feststellen, dass in der Jacke nur noch abgelaufene, wertlose polnische Zlotyscheine sowie eine Briefmarke von äußert zweifelhaftem Wert waren. . "Es ist Ihre Seele, die Sie setzen müssen, Monsieur Barbarotti", sagte er betont salbungsvoll. "Nichts außer Ihrer Seele."

Ich liebe Hakan Nesser! Und . ich stelle mir vor, es hat mit Spanien geklappt! :-)