Ein Mord erster Klasse

Erschienen: Januar 1966

Bibliographische Angaben

  • London: Victor Gollancz, 1962, Titel: 'A Murder of Quality', Seiten: 189, Originalsprache
  • Wien; Hamburg: Zsolnay, 1966, Seiten: 211, Übersetzt: Hans Bütow
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1970, Seiten: 122
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1984, Seiten: 208
  • München: Heyne, 1990, Seiten: 185
  • Wien: Zsolnay, 1995, Seiten: 206
  • München: dtv, 1997, Seiten: 185
  • Augsburg: Bechtermünz, 1999, Seiten: 206
  • Berlin: List, 2004, Seiten: 185
  • Berlin: List, 2005, Seiten: 175

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Ich weiß, dass mein Mann versucht, mich zu töten.Ein unerhörter Skandal erschüttert das vornehme Internat von Carne: Stella, die Frau eines jungen Professors, wird ermordet aufgefunden. Der erste, schwere Verdacht fällt auf den Ehemann. Sowohl Stella als auch ihr Mann stammen aus einfachen Verhältnissen und sind der elitebewußten Gesellschaft der Nobelschule ein Dorn im Auge. Für die meisten scheint der Fall ziemlich klar. Da taucht George Smiley auf, ein pensionierter Polizeibeamter.

Ein Mord erster Klasse

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Letzte Kommentare:
05.10.2011 11:40:56
Pela

Es ist erschreckend, wie John Le Carré bereits vor einem halben Menschenleben in der Lage war, gesellschaftliche Vewerfungen zu skizzieren und dabei tiefe Weisheiten zu benennen, die in unserer immer mehr verfallenden Gesellschaft um so mehr ihre Gültigkeit habe.

So auch bei diesem Roman, dessen Modernität für das relativ prüde Großbritannien der Vor-Beatles-Ära unglaublich modern ist. Le Carré legt auch hier den Finger in die Wunge, brandmarkt die vermeintlich helfende, jedoch scheinheilige und sich selbst spinnefeinde Gesellschaft einer Schule für höhere Söhne. Da wird ausgenutzt und ausgegrenzt, dass man als Leser fast schon aufspringen und "Schluss!" rufen möchte!

Großartig, wie er den provinziellen, jedoch elitären Mief zwischen wehenden Talaren und Morgenandacht beschreibt und damit zeigt: ein bösartiges Flüstern hinter vorgehaltener Hand kann effektiver töten als der laute Schuss einer Feuerwaffe. Fast zuckt der Leser zusammen, wenn dann plötzlich wie aus dem Nichts das Wort "Air Force" - ein Wort wie aus einer anderen Welt - auftaucht.

Thriller-Leser sollten sich bewusst sein: Cliffhangerszenen gibt es hier nicht und auch das Ende überrascht geübte LeCarré-Leser weniger. Doch dafür gibt es eine zeitlos gültige Gesellschaftsstudie par exellence, die diesen Roman absolut lesenswert macht!

30.01.2008 14:10:29
Florida

Das Buch ist auf deutsch bereits 1966 bei Zsolnay / Wien erschienen.
Stelle ist nicht die Frau eines Professors, sondern ihr Mann unterrichtet in Carne als Hilfslehrer. Smiley schließlich ist keineswegs ein pensionierter Polizeibeamter, sondern ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes.