Dunkle Verhältnisse

Erschienen: Januar 1995

Bibliographische Angaben

  • London: Hodder & Stoughton, 1994, Titel: 'An Air that Kills', Originalsprache
  • München: Goldmann, 1995, Seiten: 319, Übersetzt: Barbara Schmitz- Burkhardt & Caroline Einhäupl
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 319

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Sabine Reiß
Einblick in ein englisches Dorf und auf eine Familientragödie in der Vergangenheit

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2003

Bauarbeiten in Lydmouth: Die Arbeiter finden in einem Latrinengraben eines zum Abruch vorgesehenen Hauses eine Holzkiste, in der sich nach erster Bewertung die Knochen eines Babys, ein silbernes Medaillon in der Form eines Knotens der Liebe sowie ein Schnipsel einer Zeitung befinden. Detective Inspector Richard Thornhill nimmt den Fall ernst und beginnt sofort mit den Ermittlungen, obwohl alles darauf hindeutet, dass das Skelett schon vor vielen Jahren an diesen Ort gelangt ist. Thornhill ist erst seit kurzer Zeit in dem kleinen Ort, wo Auswärtige schwer Zugang zur Gemeinschaft finden. Er wendet sich zwecks Identifizierung des Zeitungsteils an die Herausgeberin der örtlichen Gazette, Charlotte Wemyss-Brown. Da der Zeitungsausschnitt schon recht alt zu sein scheint, verweist sie ihn wiederum an Major Harcutt, einen alten Kriesgsveteranen, der viel über das Lydmouth des 19. Jahrhunderts weiß. Er erzählt ihnen von den früheren Bewohnern des Viertels, aus dem der Fund stammt. Die Tochter des ansässigen Wirthausbesitzers soll ein männermordendes Frauenzimmer gewesen sein und ihr wird eine ungewollte Schwangerschaft durchaus zugetraut.

Kein typisches Ermittlerpaar

Die Reporterin Jill Francis ist zu dieser Zeit gerade zu Besuch bei ihren Freunden, den Wemyss-Browns, wodurch sie unwillkürlich in die Geschichte hineingezogen wird. Als es zu einem Streit zwischen dem vorbestraften Bauarbeiter Charlie Meague, der die Knochen gefunden hat, und dem Major kommt, und dieser daraufhin von einem Auto angefahren wird, kümmern sich Charlotte und Jill um den alten Mann. Aber nicht nur dieser scheint etwas zu verbergen zu haben, sondern auch Charlie Meague...

Die Story ist einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt, genauer kann man den Zeitpunkt leider nicht bestimmen. Dementsprechend wirkt der Roman wenig modern, aber die Schilderungen scheinen authentisch und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Interessant sind die wechselnden Perspektiven, einmal begleitet man Jill Francis, ein anderes Mal den Inspector, einen Schritt voraus ist man durch diese Tatsache den Ermittlungen jedoch nicht. Wobei, so richtige Ermittlungen finden eigentlich gar nicht statt. Es ist zwar erfrischend, dass Thornhill und Jill Francis kein typisches Ermittlerpaar abgeben, aber sie stolpert eigentlich nur durch Zufall ins Geschehen, ähnlich wie Ann Grangers Helden Mitchell und Markby. Ob sich hier eine ähnlich langatmige Liebesbeziehung entwickeln wird, vermag ich nicht zu sagen. "Dunkle Verhältnisse" ist der erste Band der Reihe und (noch) ist Thornhill verheiratet. Aber die Ehe scheint nicht so glücklich, sie leben nur noch nebeneinanderher und seine Gedanken schweifen immer wieder zu der bezaubernden Reporterin. Potenzial für mehr ist also durchaus vorhanden.

Zu wenig Spannung für einen Krimi

Wie gesagt, Miss Francis ermittelt eigentlich nicht, wie der Klappentext einem suggerieren möchte und auch ansonsten halte ich das Buch weniger für einen Krimi, dazu fehlt es einfach an Spannung. Schnell wird klar, was ihr widerfahren ist und auch, was es mit dem Knochenfund auf sich hat - ja, bis auf ein kleines Detail vielleicht, das die Geschichte aber spannungsmäßig auch nicht herausreißt. Wenn Die Zeit über Andrew Taylor auf dem Einband urteilt: "Ein Meister des Grauens", dann können sie bestimmt nicht dieses Buch gemeint haben. Der Autor wirft stattdessen einen Blick in ein englisches Dorf und auf eine Familientragödie in der Vergangenheit, mehr aber auch nicht.

Dunkle Verhältnisse

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Letzte Kommentare:
15.12.2006 13:25:38
Viciousvanessa

nettes buch,das aber bis auf die letzten seiten keinerlei spannung hat,es kommt zu einem etwas überraschenden ende,aber eher mittelmässig.gibt bedeutend bessere bücher