Der nasse Fisch

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Argon, 2007, Seiten: 6, Übersetzt: Groth, Sylvester
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2008, Seiten: 528, Originalsprache

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Jörg Kijanski
Großartiger Kriminalroman, der den Leser in das Jahr 1929 entführt

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Sep 2007

Die ständige Diskussion, warum deutsche Krimiautoren im internationalen Vergleich zumeist schlecht abschneiden, dürfte durch Volker Kutschers Buch Der nasse Fisch neue Nahrung gewinnen. Einmal mehr überzeugt ein einheimischer Autor auf ganzer Linie und dies trotz eines Titels, hinter dem man nicht unbedingt einen Krimi erwarten würde.

Schwere Unruhen, verursacht von den Kommunisten, die den 1. Mai für ihre Zwecke ausnutzen wollen und einer Polizei, der die Situation zunehmend entgleitet, erschüttern Berlin und Gereon Rath, neuer Kommissar bei der Inspektion E, steckt mittendrin. In Köln erschoss der ehrgeizige Polizist im Dienst ausgerechnet den Sohn eines einflussreichen Zeitungsherausgebers und wurde nach einer medialen Hetzkampagne durch die Beziehungen seines Vaters nach Berlin versetzt. Da in der dortigen Mordkommission kein Platz frei ist, muss er nun für die Sitte arbeiten und dabei helfen, einen Pornoring auszuheben. Als zur selben Zeit im Landwehrkanal die Leiche eines schwer misshandelten Mannes gefunden wird, sieht Rath seine Chance. Er will den Fall auf eigene Faust lösen um so in die Inspektion A, die Mordkommission, zu gelangen.

Seine Recherchen führen ihn ins Berliner Nachtleben, wo er schon bald einigen einflussreichen Leuten sowie einem der mächtigen Ringvereine auf die Füße tritt. Er wird beschattet und als er seinen Verfolger zur Rede stellen will, löst sich bei einem Handgemenge ein Schuss aus Raths Waffe worauf der Mann stirbt. Erinnerungen an den Kölner Vorfall werden wach. Rath versucht zwar noch, die Leiche unauffällig verschwinden zu lassen, doch diese wird wenig später gefunden. Aufgrund eines starken Personalmangels wird Rath in die Mordkommission versetzt und soll dort den von ihm selbst verursachten Todesfall auflösen...

Kriminalroman und Bestandsaufnahme einer hochinteressanten Zeit

In seinem Buch Der nasse Fisch spannt Volker Kutscher einen großen Bogen. Die Geschichte spielt zwischen dem 28. April und dem 21. Juni des Jahres 1929 und wird recht minutiös vorgetragen. Der Tote aus dem Landwehrkanal kommt aus Russland und war offenbar als Kurier tätig. Dabei hatte er mit zwei anderen Russen Kontakt, die seitdem untergetaucht sind. Offenbar versuchten diese, eine Goldmenge im Wert von 80 Millionen Mark nach Deutschland zu schaffen, um damit zum Kampf gegen Stalin zu rüsten. Währenddessen halten die Kommunisten mit ihren Straßenunruhen vor allem die Politische Polizei auf Trab und bei der Kriminalpolizei häufen sich die Leichen. Ehemalige Stahlhelmer aus dem 1. Weltkrieg mischen in der Geschichte ebenso mit wie Mitglieder der aufstrebenden SA und das halbe Verbrechermilieu Berlins ist selbstredend auch mit von der Partie. Ein gefundenes Fressen für die nicht unzimperliche Presse, die es auf den Polizeipräsidenten abgesehen hat.

Die Hauptfigur des Gereon Rath ist hervorragend gezeichnet, wenngleich der Einzelkämpfer mit seinem zumeist recht eigensinnigen, egoistischen Verhalten nicht alle Lesern/innen sympathisch sein wird. Ein charakterstarker Ermittler, der aus dem üblichen Rahmen fällt, ist Rath aber allemal und allein von daher von Interesse. Dass Rath, der zu Unrecht den Ruf genießt, dem Polizeipräsidenten in den Allerwertesten zu kriechen, mit einigen Kollegen aneinander gerät ist verständlich. Hier findet sich allerdings eine der ganz wenigen kleinen Schwächen der Geschichte. Dieser Aspekt hätte konsequenter ausgeführt werden müssen, denn hier wird zu oberflächlich, lediglich andeutungsweise erzählt. Was soll es, wird man nach Ende der Lektüre sagen, denn der Gesamteindruck dieses eher ruhig vorgetragenen Buches ist absolut überzeugend.

Zu dem überaus positiven Gesamteindruck trägt sehr stark bei, dass es Volker Kutscher ausgezeichnet gelungen ist, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. So erhält man neben einer spannend erzählten, lupenreinen Kriminalgeschichte bei der sogar das Finale stimmig ist auch noch einen ordentlichen Schuss Geschichtsunterricht vermittelt.

An dieser Stelle würde ich gerne auf die Geschichte noch näher eingehen, denn der Inhalt oben ist - zugegebenermaßen - doch sehr stark gekürzt wiedergegeben, allerdings würde ich hierbei Gefahr laufen, vor Begeisterung zu viel zu verraten und das wäre sehr schade. Für Leser/innen, denen viele Namen und der dosiert  eingebaute Berliner Dialekt keine Probleme bereiten, sollten sich dieses knapp 500 Seiten starke Werk nicht entgehen lassen. Hält Volker Kutscher dieses Niveau, steht ihm eine rosige Zukunft bevor.

Der nasse Fisch

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Letzte Kommentare:
09.02.2019 14:49:26
Mabel

Fast hätte ich die Romane von Volker Kutscher nicht gelesen, weil ich nicht viel von der Glorifizierung von Berlin und schon gar nichts von dem Berlin der 1920er Jahre halte. Ich bin froh, dass mich die KrimiBestenlise dennoch davon überzeugt hat, es mit der Gereo Rath-Reihe zu versuchen.
Großartige Romane, weniger Klischees, als erwartet und vor allem eine vielschichtige Story, die zum Ende hin intelligent aufgelöst wird: 95°

07.02.2019 10:46:00
chargesheimer

Ich bin auf Volker Kutscher nicht durch "Babylon Berlin", sondern durch ein Radiointerview gestoßen und wurde neugierig auf ihn als Schriftsteller.
Auf "Babylon Berlin" will ich garnicht eingehen, der "Nasse Fisch" hat fast nichts mit der Serie zu tun und das stört mich überhaupt nicht.
Wer historische (Berlin-) Krimis schreibt wird zwangsläufig immer Vergleiche mit Philip Kerr aushalten müssen. Kerr war ein begnadeter Erzähler und Literat und wahrscheinlich historisch nicht so bewandert wie Kutscher, aber ich fand seine Bücher sehr spannend und unterhaltsam. Viel mehr (aber auch nicht weniger) erwarte ich von Kriminalromanen.
Ob und wieweit ein geschildeter Fall realistisch ist, hat nichts mit der Kunst des schreibens zu tun, Krimis haben so gut wie nie etwas mit Realismus zu tun!
Bei mir verliert Kutscher im Vergleich mit Kerr deutlich. Zumindestens im "Nassen Fisch" gibt es erzählerisch sehr viele Längen die das Lesen zum Teil sehr mühselig machen. Es ist gähnend langweilig, wenn bis ins Detail z.B. irgendwelche Autofahrten mit Straßennamen usw geschildert werden, sie sind für die Geschichte absolut überflüssig und eher lähmend für die Spannung. Als Lektor hätte ich Herrn Kutscher das Buch wieder zurückgeschickt und ihm empfohlen, aus den über 500 Seiten nicht mehr als 400 zu machen, besser noch 300 Seiten.
Der Plot ist ja nicht uninteressant und sein historisches Wissen respektabel, aber er benötigt zuviele Worte, um seinen Stoff zu erzählen. Es gibt zuviele unnötige Fülsel!
Vielleicht hat er in diesem ersten Roman noch "geübt", aber ob ich das in den nächsten Romanen überprüfen werde, glaube ich nicht.

04.11.2018 12:10:37
Annelein

Die Kriminalromane von Kutscher sind wie
Geschichtsbücher. Allerdings muß man sich auch für Geschichte interessieren.
Ich glaube, dass kaum noch ein junger Mensch weiß, was sich zwischen dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Beginn der Naziherrschaft passiert ist.
Wir haben die Bücher verschlungen und auch die Serie im Fernsehen verfolgt. Allerdings muß ich zugeben da die Verfilmung nur zu gut verfolgen war, wenn man die Bücher gelesen hat.

23.10.2018 12:21:22
Hanseat

Ein aus meiner Sicht auf ganzer Linie enttäuschender Krimi. Die Personen werden nicht in die Tiefe gehend charakterisiert und das vermutlich aufregende, pulsierende Berlin der 20er Jahre in keiner Weise auch nur annähernd beschrieben. Mit Sicherheit mein erster und letzter Krimi aus dieser hochgelobten Reihe.

21.10.2018 23:16:08
Faustino

Bisher nur die Serie gesehen.Sie setzt wohl ganz andere Akzente als das Buch.Nach 16 Folgen sind Rath und Ritter kein Paar.Auch sonst deutlicge Abweichungen,aber dem Autor wird es neben Einnahmen sicher ejne größer e Verbreitung sichern.Die filmische Adoption war ueberwiegend ueberzeugend,die letzte Folge leider ziemlich unglaubwürdig,aber auf Fortsetzung angelegt

02.10.2018 10:20:47
Joachim Drell

Die Stärke dieses Buchess liegt in der präzisen Widergabe der Konflktlinien und Risse in der Gesellschaft. In diesem Kriminalroman verdichtet Kutscher diese undmacht auch deutlcih, wie sich der Polizeiapparat in Berlin unter dem Druck des erstarkenden Nationalsozialismus verändert. Es ist ein spannendes Werk, weil es eine gelungene Mischung der Einbettung in gesellschaftlicher Entwicklungen und Verwicklung der handelnden Personen in die(se) Geschichte bietet. Ich habe das Buch genossen ebenso wie die entsprechende Serie von Phillip Kerr mit seinem Ermittler Bernhard Günther statt Gereon Rath die Endzeit der Weimarer Republik und die Entwicklung einer unmenschlichen Diktatur ebenso ausgezeichnet skizziert.

10.07.2018 10:13:32
Erhard

Es sind bestimmt mehr als Tausend Bücher, die mich gequält haben, oder die ich maltretiert habe...an Ihre Art mir etwas erzählen zu wollen, komme ich nicht ran, tut mir leid. Vielleicht sind Ihre Erzählungen auch besser Videoerträglich...aber literarisch schwer erträglich und kein Gweinn. Diese, von Ihnen versuchte genaueste Wiedergabe einer fiktiven Geschichte, machte einfach schon nach der dritten Seiten keinen Spass und ist mühsehlig, auch wenn der Autor sich bemühte, habe ich keine Lust, diesen Bemühungen zu folgen. Mann gab mir dieses Buch, ich habe es mir nicht ausgesucht...

11.02.2017 18:33:14
mikes

Auch wenn mir dieser Roman insgesamt nicht schlecht gefallen hat, kann ich doch die Euphorie des professionellen Rezensenten nicht vollständig nachvollziehen. Richtig ist zunächst einmal, dass es Kutscher - soweit man das als Nicht-Zeigenosse überhaupt beurteilen kann - ziemlich gut gelingt, die damalige Atmosphäre einzufangen. Seine Hauptfigur ist zudem nicht unbedingt nur sympathisch, sondern eher egozentrisch und trotz der Seitengeschichte mit dem tödlichen Schuss in Köln ganz schön von sich eingenommen. Wenig glaubwürdig sind auch seine ständigen Alleingänge, die in der preußischen Polizei der zwanziger Jahre wohl stikum zum Rausschmiss geführt hätten, Protektion von höchster Stelle hin oder her. Was aber überhaupt nicht überzeugt, ist das Ende der Geschichte. Hier kommt jede Logik abhanden. Das der Tod eines (korrupten) Polizeibeamten vertuscht wird, das mag noch hingehen. Das dann aber ein Polizeibeamter das ganze aus der Sicht eines Dritten aufschreibt und in einer Zeitung veröffentlicht, das glaubt - mit Verlaub - kein Mensch. Daher nur 70“.

11.02.2017 17:18:43
Peter Hyra

Da ich eine Vorliebe für historische Krimis hab, habe ich mir Volker Kutschers Romane gekauft und alle gelesen.
Meine Meinung darüber ist etwas gespalten.
Hier agiert ein Kriminalkommissar, der an die Vorbilder aus den USA und Frankreich der 50 er Jahre erinnert. Gereon Rath ist eine Figur in Romanen in denen die Helden nur etwas weniger böse sind als die Bösen.
Natürlich gibt es auch die Liebesgeschichte, damit es nicht zu langweilig wird. Nur wird sie und auch die daraus entstehenden Probleme zu lange behandelt. Irgendwann überblättert man diesen Handlungsstrang. Es gelingt auch nicht die weibliche Hauptperson richtig in die Handlung einzubinden.
Wenn auch einige Dinge unglaubwürdig sind-Homosexuelle in den 30 er Jahren beider Polizei - sind alle Romane durchaus lesenswert. Wenn man die Geduld hat, sich durchzuarbeiten, wird man nicht entäuschjt

24.01.2017 06:36:55
Arne Mick

Dans ich in Frankreich wohne und meine Stadt bibliothèque wenig deutschsprachige Romane anbietet musste ich V. Kutscher wählen zwischen Namen wie Heine oder Goethe. Pech gehabt, denn dies ist nun wahrhaft ein Dreigroschenromanschreiber der trotzdem auffällt. Wie Schade, denn es lohnt sich nun wirklich nicht weiterzulesen. Bei seinem zweiten Roman hat sich nichts geändert, der gleiche stumpfe, unangenehme Stil mit einem Hauptcharakter, den auch meine Grosseltern auf keinen Fall hätten walten lassen. Ein sehr schlechtes Leseerlebnis. Vielleicht hängt sein Erfolg am Aufschwung des Wunsches einiger mal wieder in dieser Zeit zu leben, aber dann lesen Sie besser was anderes. Das ist keine, aber absolut kein zeitgenössischer Roman. Nur Gefasel.

09.11.2015 12:46:29
Musa Castur

gut gut gut gute ware Die ständige Diskussion, warum deutsche Krimiautoren im internationalen Vergleich zumeist schlecht abschneiden, dürfte durch Volker Kutschers Buch Der nasse Fisch neue Nahrung gewinnen. Einmal mehr überzeugt ein einheimischer Autor auf ganzer Linie und dies trotz eines Titels, hinter dem man nicht unbedingt einen Krimi erwarten würde.

Schwere Unruhen, verursacht von den Kommunisten, die den 1. Mai für ihre Zwecke ausnutzen wollen und einer Polizei, der die Situation zunehmend entgleitet, erschüttern Berlin und Gereon Rath, neuer Kommissar bei der Inspektion E, steckt mittendrin. In Köln erschoss der ehrgeizige Polizist im Dienst ausgerechnet den Sohn eines einflussreichen Zeitungsherausgebers und wurde nach einer medialen Hetzkampagne durch die Beziehungen seines Vaters nach Berlin versetzt. Da in der dortigen Mordkommission kein Platz frei ist, muss er nun für die Sitte arbeiten und dabei helfen, einen Pornoring auszuheben. Als zur selben Zeit im Landwehrkanal die Leiche eines schwer misshandelten Mannes gefunden wird, sieht Rath seine Chance. Er will den Fall auf eigene Faust lösen um so in die Inspektion A, die Mordkommission, zu gelangen.

Seine Recherchen führen ihn ins Berliner Nachtleben, wo er schon bald einigen einflussreichen Leuten sowie einem der mächtigen Ringvereine auf die Füße tritt. Er wird beschattet und als er seinen Verfolger zur Rede stellen will, löst sich bei einem Handgemenge ein Schuss aus Raths Waffe worauf der Mann stirbt. Erinnerungen an den Kölner Vorfall werden wach. Rath versucht zwar noch, die Leiche unauffällig verschwinden zu lassen, doch diese wird wenig später gefunden. Aufgrund eines starken Personalmangels wird Rath in die Mordkommission versetzt und soll dort den von ihm selbst verursachten Todesfall auflösen …

24.03.2015 21:29:16
Leselöwin

Ich muss meinem Vorredner Orlan beipflichten: die begeisterten Kritiken kann auch ich nicht nachvollziehen.
Dieser Krimi ist schlicht und einfach langweilig, obendrein auch noch völlig unglaubwürdig. Kein subalterner Beamter würde sich trauen, derart gegen die Vorschriften zu verstoßen wie der Protagonist Gedeon Rath und falls doch, nicht so einfach damit durchkommen wie hier.

17.12.2014 16:59:34
Orlan

Ich habe mir das Buch wegen der vielen euphorischen Kritiken besorgt und ich habs bereut.
Es ist ein mittelmäßiger Krimi aus dem Berlin des Jahres 1929. Lokalkolorit ? Hat jeder Harz-,Köln-,Uckermarkkrimi genausoviel,wenn nicht mehr.Ich habe Berlin-Krimis gelesen,vorzugsweise damals von DDR-Autoren,de schlagen den hier um Längen.
Weiter werde ich keine Worte über den "Nassen Fisch" verlieren,lohnt sich einfach nicht.

22.11.2014 20:03:17
Sagota

Auf viele Empfehlungen hin habe ich kürzlich den ersten Krimi von Volker Kutscher gelesen - und habe es nicht bereut!
Das Cover passt sehr gut zum Histo-Krimi und wie hier bereits festgestellt wurde, versteht es der Autor durch gute Recherche und seine Sprachgewandtheit (inklusive Dialogen im Berliner Dialekt, die mir besonders gut gefielen :-)), den Zeitgeist und die politischen Umstände im letzten Stadium der Weimarer Republik einzufangen und dem Leser nahe zubringen: Gereon Rath, der ermittelnde Kommissar und Hauptprotagonist des Krimis, wird "strafversetzt" von Köln nach Berlin und muss sich in der Großstadt und - zuvor als Mordermittler tätig - nun erstmal bei der Abteilung "Sitte" profilieren. Durch seine Vorerfahrungen, seine Intelligenz und auch sein Durchsetzungsvermögen gelingt es ihm, auch in Berlin einen Mordfall als leitender Kommissar aufzuklären, mit dem er - in eher privater Hinsicht - bereits verwickelt ist.
Die Charaktere und die Hintergründe der handelnden Personen sind glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt; die Hierarchie in den Polizeirevieren und unter den Beamten sowie der aufkeimende Antisemitismus und die aufstrebende NS-Diktatur, die 4 Jahre später durch die Gleichschaltung die Macht an sich reißt, sind sehr gut dargestellt. Gerade die politische Zerrissenheit, die Arbeitslosigkeit und das Gedankengut der älteren Protagonisten, die den 1. Weltkrieg erlebten und Ängste in sich tragen, von den "Sozis" und den "Roten" überrollt zu werden, fand ich sehr beeindruckend. Dieser Teppich bzw. Wegbereiter in der Bevölkerung, die das Gewaltregime erst ermöglichte, spielt eine nicht eben untergeordnete Rolle in dem Krimi, der ihn für mich - historisch betrachtet - zu einem Besonderen werden lässt. Auch der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und anspruchsvoll, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Krimi ist in 3 Kapitel unterteilt und sachlich sehr stimmig aufgebaut. Er kommt nun nicht sehr blutrünstig daher, sondern eher in gemächlichem Tempo, das sich aber im letzten Drittel dann doch steigert: Der Plot ist dann doch sehr fulminant und der vermeintlich "Gute", dann aber doch der Bösewicht, den Rath als einziger in ihm erkennt - stirbt eines unrühmlichen Todes, nachdem er sich ungewollt einer tödlichen Säure ausgesetzt sieht, hierin könnte man auch eine Metapher sehen, das Korrupte und wahrhaft "Böse" doch noch auszumerzen.
Ich werde definitiv die Folgebände auch noch lesen und kam nicht umhin, die geschilderten alten Autos mal zu googeln (Maybach, Horch 350 u.a. aus dem Jahre 1929) - ich finde sie alle schön und mag einfach alte Autos: Diesen Charme hat das KFZ längst verloren, schade!
Ich freue mich auf die "Akte Vaterland" und "Märzgefallene" sowie zuerst "Goldstein" und kann diesen historischen Krimi sehr empfehlen!
Von mir gibt es 92 Punkte und 4,5 Sterne!

05.10.2014 19:15:38
citrus bempf

Eine mir unverständliche lobende Kritik für einen Krimi, der anscheinend mit dem Finger der Berliner Strassenkarte folgend, von einem Pennäler geschrieben sein könnte ! Dazu lauer Hauptstadt Humor den man in der Art schon von Emil und den Detekiven kennt - viel mehr Lokalkolorit wird auch nicht geboten. Hinzu kommt noch die geschlechtsorientierte, chauvinistische Art des Helden, vom Autor auch noch in epischer Breite mit jedem Gedankengang erläutert - trauen deutsche Krimiautoren ihren Lesern keine Kombinationsgabe, keine Phantasie, keine Lust auf Suspense zu ?
Alles in allem mühsam und somit nicht empfehlenswert !

29.05.2013 10:11:03
angelika thugut

Ich war so gespannt auf das Buch, bin aber doch irgendwie ziemlich enttäuscht. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass der Autor durch zB die präzisen Streckenbeschreibungen, wenn Rath durch die Stadt geht oder fährt und wenn er immer wieder, manchmal mehrfach in 3 aufeinander folgenden Sätzen, die kompletten Strassennamen ausschreibt, seinen Roman möglichst dick werden lassen wollte. Das nervt undglaublich ... sehr viele "Füllsätze", damit nur ja noch eine Seite mehr dazukommt ... das ist oft fast schlimmer als bei Donna Leon ...
Die Geschichte ist eigentlich spannend, auch wenn der Zeitsprung in die späten 20er dem Autor teilweise nicht wirklich gelungen ist und sich manches streckenweise wie ein Schulaufsatz liest.

14.01.2013 18:07:46
braun manni

Welch eine Enttäuschung ! Das liest sich wie ein Groschenroman, ohne Tiefe, ohne irgend einen Anflug von Spannung. Dann die nervigen Wegbeschreibungen/Straßennamen um die Spielorte einzukreisen. Völlig überflüssig. So kann man auch einen Roman füllen, es jagt eh ein Berlin-Klischee das nächste. Schade, viel Wind um ein (fast)Nichts. Obige Kritik ist völlig daneben.
Auf Seiten 79 ging es in die Tonne!Fehlkauf!

28.11.2012 17:23:58
PMelittaM

Gereon Rath ist von Köln nach Berlin zwangsversetzt worden. In Berlin ist er zudem nicht bei der Mordkommission sondern beim Sittendezernat gelandet. Als er in einen merkwürdigen Kriminalfall verwickelt wird, ermittelt er heimlich auf eigene Faust, in der Hoffnung, sich dadurch einen Platz in der Mordkommission zu erarbeiten. Doch es läuft zunächst überhaupt nicht so, wie erhofft. Auch sein Liebesleben lässt zu wünschen übrig. Als er sich in Charlotte Ritter, die Sekretärin bei der, um über sie an Insiderinformationen zu kommen. Das tut allerdings der Beziehung gar nicht gut. Und so verstrickt sich Gereon immer mehr in ein Lügengebilde …

Nachdem ich das Pferd von hinten aufgezäumt hatte und mit Volker Kutschers neuestem Roman um Gereon Rath begonnen hatte, wollte ich unbedingt noch die vorherigen Bände lesen. Und wie erwartet, hat mir auch dieser erste Band der Reihe sehr gut gefallen.

Volker Kutscher gelingt es, den Flair der Zeit, in dem der Roman spielt, wunderbar einzufangen, man meint selbst Ende der Zwanzigerjahre in Berlin unterwegs zu sein. Berlin zu dieser Zeit, aber auch die politische Lage in Deutschland sind gut eingefangen und ja auch hoch interessant.

Gereon Rath ist kein leichter Charakter und sicher auch kein Ermittler, wie er im Buch steht. Nein, er kocht immer auch sein eigenes Süppchen und fällt dabei auch in die eine oder andere Grube, die er selbst gegraben hat … und man greift sich schon manchmal an den Kopf und fragt sich, wie er da wohl wieder herauskommen will. Aber Gereon wäre nicht Gereon, wenn er das nicht irgendwie schaffen würde.

Auch die Figur der Charlotte Ritter gefällt mir gut, schon sehr emanzipiert, weiß sie, was sie will. Und auch sonst wimmelt es von interessanten und teilweise skurrilen Gestalten und bei einigen ist man sehr erstaunt, was sich hinter den Kulissen versteckt.

Der Kriminalfall ist dabei ebenfalls sehr interessant und spannend, mit einer Auflösung, die teilweise überrascht und dennoch logisch durchdacht ist. Das Ende ist rund, alle losen Fäden werden zusammengeführt.

Alles in allem ein sehr lohnender Roman und ein toller Einstieg in die Serie, die bisher vier Romane umfasst. Ich hoffe, dass Volker Kutscher noch einige mehr folgen lässt.

20.11.2012 15:02:26
AgathaC

Ich habe das Buch ganz toll gefunden. Die Story ist nicht alltäglich, sondern einfach mal etwas anderes. Es wird hier auch nicht wie sonst in Krimis meist üblich schwarz - weiß gemalt (schwarz die Verbrecher, weiß die Polizisten), denn Gereon Rath hat auch keine ganz weiße Weste. Die Milieuschilderungen sowie das Bild der späten 20er Jahre in Berlin sind für mich auch sehr interessant gewesen. Als Wienerin habe ich mich ein bisschen vor dem Berliner Dialekt gefürchtet, der wird jedoch selten eingesetzt und war für mich verständlich. Ich freue mich auf den nächsten Band!

01.07.2012 16:08:29
Fabienne Corbineau

Ich bin fast vertig mit der Lesung der Nasse Fisch. Ich finde die Beschreibung der Stadt und die Atmosphere sehr realistisch obwohl ich habe nicht diese Periode erlebt.Das ist genau so wie ich hatte mich Berlin damals vorgestellt. Das ist genau was ich in der deutsche Atmosphere mag.
Ich bin aus Frankreich und durch die Spannung der Geschichte habe ich dieses Buch mit Lust gelesen trotz die Schwerigkeiten der Sprache.Gibt es schon ein Filmversion von dieses Buch?

20.06.2012 23:29:46
Bong

sehr laaangatmig. ich hatte das Buch vor gut einem halben Jahr angefangen, bis zur Mitte gelesen und dann bis vorgestern weggelegt. Was soll ich sagen? Ich habe erst jetzt ab Kapitel 20 weitergelesen und wenn man die 1-2 wichtigen Dinge der ersten Kapitel behalten hat (mehr ist für die Story und Atmosphäre nicht relevant) wird der Bogen oft genug ausgeholt, damit man auch ja auf alles mit der Nase gestupst wird. Charaktere und deren Herkunft werden zu oft genau beschrieben. Der Fundort des Goldes ist bis auf ein winziges Detail eigentlich schon lange vorher klar.
Dennoch ist die 2. Hälfte des Buches sehr viel besser und dieses ist eigentlich auch erst wirklich lesenswert. Es gibt sogar ein paar Überraschungen. Insgesamt hätte man das Buch also um mind. die Hälfte kürzen können.

17.06.2012 18:44:24
Krimitante

langweilig,langatmig. statt der, hier vielgepriesenen, atmoshäre nur nervige ortsaneinandereihungen, strassennamenaufzählungen und dröge restaurant-kneipenbeschreibungen.keinerlei spannung. flache figuren. eine arg konstruierte handlung. und warum gerade 1929? ich vermute weil es noch keine krimis, die zu dieser zeit spielen, gab. ich kann den hype um diesen "krimi" jedenfalls gar nicht verstehen. deshalb wandert mein exemplar auch zu oxfam.

19.02.2012 22:43:20
WUHMR

So - nun habe ich also als letzten Roman aus der Gereon Rath-Reihe den "Nassen Fisch" gelesen. Den Inhalt spar ich mir.
Denn der wurde schon gut aufbereitet.
Ich mach`s kurz: alle drei Romane der Reihe sind toll. Kutscher ist ein hervorragender erzähler, der nie hektisch aber dennoch temporeich erzählt. Er zeichnet mit Worten seine Charaktere. Schade, dass ich die 3 Bücher alle gelesen habe.

14.02.2012 04:32:37
Juan Luis Manso Villalon

Ich finde dieses Buch ausgezeichnet. Ich habe in ein paar Tagen das Buch gelesen, es war sehr spannend. Wenn ich dachte jetzt hat Gereon Rath der Mörder gefunden war immer etwas los und noch einmal zurück. Wann kommt der nächste? Ich freue mich auf den nächsten Kommissar für Forschung.
Segenswünsche an Volker Kutscher.
Grüße aus Chile.

18.12.2011 18:21:07
JuleusW

Ich hatte zugegeben ein bisschen mehr erwartet, aber insgesamt ist dem Autor das Einbetten der Handlung in die damalige Zeit gut gelungen. Der Plot selbst ist gut durchdacht, die Personen glaubwürdig (manche Wendung nicht so recht) und Gereon Rath irgendwie unsympathisch, ohne dass dies – was mir gefallen hat – nun dauernd ausdrücklich erörtert wird. Das „mehr“ bezieht sich dann doch auf die Atmosphäre, die manchmal etwas aufgesetzt und angelernt daher kommt – so richtig eintauchen konnte ich nicht. Und besonders im ersten Drittel fand ich es schlicht zu lang, ohne dass diese Länge irgendeinen Sinn macht. Trotzdem: ich hab‘s insgesamt gern gelesen und freue mich schon auf die anderen zwei.

21.11.2011 11:24:43
vifu

Habe soeben den "Nassen Fisch" ausgelesen. Da ich vorab "Den stummen Tod" las, fand ich die Personeneinführung nun doch etwas langgezogen. Aber die Atmosphäre Berlins in diesen "Umbruchjahren" ist schon düster und angesichts der momentanen braunen Ermittlung deprimierend. Frau bekommt einen skizzenhaften Eindruck des Großstadtlebens, auch wenn manch liebevolles Detail unglaubwürdig ist (Wohnen, Finanzierung von Nachtleben).
Wie auch beim 2ten Rath-Krimi gewinnt er ab Mitte an Spannung und Fahrt. Unbedingt lesenswert!

02.11.2011 00:17:05
mylo

Das Berliner Milieu der 30er wird hervorragend inszeniert, die Personen sind allemal interessant und gekonnt gezeichnet ,die Story verlangt vom Leser schon Aufmerksamkeit um den Wendungen in der Geschichte folgen zu können. Etwas mehr Spannung hätte dem Buch mit Sicherheit gut gestanden, ebenso ein paar Seiten weniger. Ein recht guter Auftakt einer Reihe, die ich mit Sicherheit zumindest mit dem nächsten Buch verfolge. Rundum aber stimmig und für einen deutschen Krimi wahrlich nicht schlecht. Aber ganz so hoch wie Jörg Kijanski will ich das Buch nun doch nicht beurteilen, denke mit 80 Punkten ist es recht gut bedient.

11.06.2011 16:54:59
DrWatson

Gereon Raths erster Fall in Berlin liest sich spannend, wenn man auch an geschichtlichem und politischem Hintergrund des Berlins der angehenden 30er Jahre interessiert ist. Der Fall ist anspruchsvoll, aber für den geübten Leser nicht komplett undurchschaubar - aber es ist ja auch ein gutes Gefühl, die richtige Nase gehabt zu haben ...

Der Held ist tatsächlich kein Strahlemann, sondern ein Egoist, der seine Ziele auch mal mit etwas unsauberen Mitteln erreicht. Allerdings bereitet ihm dies zumindest auch mal Gewissensbisse.

Als Berliner findet man sich in den zahlreichen Ortsbeschreibungen schnell zurecht und läßt im Kopf die Bilder dazu laufen.

Fazit: Ein gelungener Auftakt zu einer hoffentlich umfangreichen Serie um Kommissar Gereon Rath.

27.03.2011 13:48:35
Torsten

Die ganz großen Erwartungen die die bisher abgegebenen Wertungen wecken, konnte das Buch bei mir nicht erfüllen.
Nicht nur, dass Gereon Rath merkwürdig distanziert bleibt - er ist nicht nur wie von anderen beschrieben nicht sonderlich sympathisch, sondern vor allem aufgrund seines Egoismus, seinen Alleingängen und seiner ganzen Art Ermittlungen zu führen schlicht ein schlechter Polizist.
Auch der Fall an sich war nicht gerade sonderlich spannend, dafür aber umso verwinkelter mit immer neuen Wendungen. Ein gewisses Grundwissen, was Stalinismus, Zarismus, Bolschewismus und diverse andere "ismen" angeht, kann beim Lesen nicht schaden.
Auch das Berlin der 20er und 30er Jahre wird nicht sonderlich lebendig beschrieben, ich finde es ist eine ziemliche Anhäufung von Stereotypen, vor allem die ständigen (Nacht-)Lokale betreffend.
Trotzdem liest sich das Buch irgendwie doch ganz flüssig, wenn auch vielleicht 200 Seiten weniger mehr gewesen wäre. Die nächste Folge hat auf jeden Fall eine Chance verdient.

29.08.2010 14:04:59
GAP

KUTSCHER zeichnet Milieu und Stimmung des Berlin im Jahre 1929 ziemlich detail- getreu. Allerdings hieß der "Schlesische Bahnhof" - auch "Katholischer Bahnhof" - erst ab 1950 "Ostbahnhof". Auch standen Fichten eher im Weihnachtszimmer. GEREON ist erfreulicherweise kein Saubermann. Sowie auch die Theater- und Kino-Charaktere von damals (dargestellt z. B. von Peter Lorre, Erich von Stroheim oder Edward G. Robinson) nicht sympathisch waren . In jede Suppe gehört halt etwas Salz. Ich freue mich auf den nächsten RATH im "Stummen Tod".

13.08.2010 12:01:20
KP

Alles in allem ein total spannendes Buch mit vielen interessanten Infos zu dieser Zeit, dass man auch weiterempfehlen kann. Allerdings hat der Krimi auch ein paar Schwachpunkte:1) Auch ich bin der Meinung, dass Gereon Rath nicht gerade sympathisch ist. Einerseits ist es ja gut, dass er auch Ecken und Kanten hat. Es gibt nichts Schlimmeres als die Saubermänner-Polizisten in amerikanischen Krimis.Allerdings ist es bei Gereon Rath schon zuviel des Guten. Ein Mann, der Informationen zurückhält, Beweise manipuliert und absolut nicht teamfähig ist, ist bei der Polizei fehl am Platz. Da kann man nur hoffen, dass Herr Rath eine Ausnahme bildet.2) Zum Ende hin wirds langweiliger. Am Schluß hat man fast den Eindruck Herr Kutscher will die Geschichte noch in die Länge ziehen. Das Ende selbst macht einen nicht ganz glücklich. Es lässt einen ein bisschen ratlos zurück.Ansonsten ist das Buch aber flüssig zu lesen, man muss sein Hirn anstrengen, da sehr viele Personen in der Handlung vorkommen, und man mitdenken muss, wer nun wer ist (was ich nicht schlecht finde). Ich habe mir bereits den Folgeband gekauft, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit Herrn Rath weitergeht.

18.07.2010 21:41:46
Barbara Röder

Lese gerade das Buch und finde die ewigen
Geschichtsbelehrungen nervig. Was hat er nur gegen Blockflöten spielende Damen. Bin Musikerin und Journalistin. Volker Kutscher ergänzt meine Fantasie.Führt zu viel aus. Kurz und knackig ohne den Oberlehrerzeigefinger brächten mehr Spannung. Mir fehlt der doppelte Boden...beste Grüsse B.Röder

09.07.2010 00:32:29
anath

Spannend und fesselnd. Als Berlinerin war es für mich natürlich noch zusätzlich interessant, den Wegen des Gereon Rath durch Berlin zu folgen. Der Mann selbst ist mir bedingt sympathisch, zu ehrgeizig und verbissen,zu aalglatt im Amt um meine volle Zuwendung zu erlangen. Dennoch : Respekt vor der gut funktionierenden Schnüffelnase, der Kriminalfall war verzwickt genug um Spaß zu machen. Und wie Rath an die Lösung heranging hat mir auch gut gefallen. Immerhin bot das Buch ein breit gefächertes Bild Berlins in den zwanziger Jahren von russischen Immigranten bis zur Gangsterszene im Friedrichshain. Zwei Punkte allerdings haben mir Kopfzerbrechen bereitet. Punkt 1 : Da sucht die Polizei jede menge Fichtenwälder rund um Berlin ab, aber wo zum Teufel nehemen sie die Fichtenwälder her ? Ich kenne hier nur Kiefernwälder, und ich kenne die Umgebung Berlins ganz ausgezeichnet. Punkt 2 : Da schwirrt eine hochgradig emanzipierte junge Dame durch die Buchseiten,Stenomäuschen bei der Kripo, ein faktisch berufsbegleitendes Jurastudium - ermöglicht durch eine Art inoffiziellen Frauenförderplan des Kripochefs , dazu ein relativ ungezwungenes Sexualleben...Ich glaube, diese Dame kommt etwa 30 Jahre zu früh. Allerdings paßt sie ganz gut zu Gereon Rath, und insofern ist sie vielleicht doch genau richtig.

Sehr gut gefiel mir, daß Kutscher die zahlreichen politischen Probleme der Zeit nicht einfach nebenbei abgehandelt sondern sie ganz gezielt in die Handlung eingebaut hat. Ich hoffe, daß das auch bei evtl. geplanten weiteren Büchern aus dieser Reihe so bleibt. Dieses Buch jedenfalls ist eins, das ich weiter empfehle.

10.06.2010 14:26:08
Claudia

Wir haben im Urlaub das Hörbuch gehört - gelesen von Sylvester Groth. Ich nehme an, dass das etwas gekürzt war - aber man hatte nicht den Eindruck, dass etwas fehlt. Der Sprecher macht seine Sache außerordentlich gut - besonders beim Berliner Dialekt und bei Frauenrollen (nicht übertrieben). Stundenlange Autofahrten sind mit diesem Hörbuch kein Problem. Uns hat besonders die Beschreibung der politischen Lage in Berlin 1929 gefallen. Das war ja offenbar ein Pulverfass. Alles in allem wirklich zu empfehlen - im nächsten Urlaub werden wir den zweiten Teil "Der stumme Tod" anhören!!!

17.05.2010 12:50:02
GSA

Habe den nassen Fisch auf einem Langstreckenflug in die USA verschlungen. Das Buch hat mich in allen Bereichen fasziniert und nicht losgelassen. Spannung, Historie, Liebe, Sprache, Humor. Es gefallen die Handlung, die Informationen über die letzten Tage der Weimar Republik, die Charaktäre.

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut.

30.12.2009 09:37:02
Torsten H.

Ein Lesevergnügen. Endlich ein Buch, das von Anfang bis Ende Spass macht. Die Mischung aus Lokalkolorit, Geschichtsbezügen, Aktion und Detektivgeschichte ist stimmig und bereitet viel Freude beim Lesen. So was kennt man von deutschen Autoren sonst kaum. Ich freu mich schon auf die nächste Story mit Gereon Rath.

08.09.2009 23:38:08
Christian Gerlach

Zugegeben, als Berliner ist man beim Lesen dieses Buches klar im Vorteil. Wenn Orte und Straßen beschrieben werden beginnt der Film im Kopf und man verfolgt den Herrn Rath auf Schritt und Tritt.
Vieles ist schon gesagt worden, dem ich nur zustimmen kann. Hier und da hätte die Story etwas glaubhafter sein können, da ist an einigen Stellen für meinen Geschmack ein kleines Stück zu sehr konstruiert.aber Schwamm drüber.
Was noch nicht gesagt wurde:
Ich wünsche jeder Stadt einen Autor wir Volker Kutscher, der mit seiner guten Grundlagenarbeit mich zu erst an das Buch gefesselt, und dann dazu gebracht hat, mich näher mit meiner Stadt und der Zeit zwischen den beiden Kriegen zu beschäftigen.
Ich freue mich schon auf das Lesen des neuen Buches.

07.09.2009 12:08:30
Milou

Die hier vielgelobte Recherche zum Thema Berlin der 20er Jahre wird von Volker Kutscher auf genauso langweilige Weise in das Buch eingebaut wie bei Ian Rankins Edinburgh-Romanen. Ständig geht jemand von der sowieso-Straße in die sowieso-Allee, ständig werden zeitgenössische Besonderheiten erwähnt, um den Leser in die Epoche zu zwingen. Das ist nicht flüssig, sondern sehr gewollt.
Gelungen scheint mir die Beschreibung der internen Auseinandersetzungen im Berliner Polizeiapparat, trotzdem kann ich mich dem guten Urteil meiner Vorgänger nicht anschließen und sehe höchstens 70°.

22.04.2009 14:02:47
John

Ein mitreissender Krimi, der es dem Leser schwer fallen läßt, das Buch aus der Hand zu legen. Sicherlich an einigen Stellen etwas langatmig, aber sicherlich nicht, um das Werk auf eine höhere Seitenzahl zu dehnen.
Ausgezeichnet gefallen mir die Beschreibungen Berlins dieser Zeit, in die wir uns als glückliche Nachkriegsgeneration schwärmerisch hineinversetzen können: Vom Auf- und Absetzen von Herrenhüten, dem Ausziehen langer Mäntel, der tausendfach in Berlin Krimis vorkommenden "ersten?" Verkehrsampel am Potsdamer Platz, etc...kein berliner Klischee der Zwanziger Jahre bleibt unbedient. Aber: das ist gerade toll an dem Krimi von Volker Kutscher, dass es nicht nur Blut und Fakten gibt sondern Personen wie der oft genannte Gennat in seinem verstaubten Büro mit seiner Kuchensucht und seinem durchgesessenen Sofa, was übrigens beides Fakt ist.
Leider blieb mir der Kommisar Rath bis zum Ende unsympatisch, da er seine eigenen Verfehlungen vertuscht und auch vom Autor am Ende noch dafür aus dem Zusammenhang begnadigt wird, von seiner eigentümlichen Beziehung ganz abgesehen.
Fazit: Kaufen und lesen, wenn man gerne Berlin Krimis liesst...und wer sich gerne gedanklich im Berlin der Zwanziger mit Fedora Hut und langem Mantel im Regen am Potsdamer Platz oder dem Alex aufhalten möchte, wird jede Seite aufsaugen.
Ich werde mir auch den 2. Band mit Kommisar Rath kaufen, in der Hoffnung, dass er sich ändert.

17.04.2009 10:15:26
mo

Gerrade in Berlin zu Besuch, habe ich mir diesen Krimi mit Berlin-Hintergrund zugelegt. Die Beschreibung der Örtlichkeiten hat mich sehr interessiert . Hier hat der Autor sicher gut recherchiert. Die ganze Handlung ist stimmig, wenn auch etwas sehr langatmig. Was mir nicht stimmig erschien ist die Beschreibung der Frauenhauptfigur- das Verhältnis des Helden zu seiner Liebsten - so ungezwungen gings da in Vorzeiten der Pille wohl in diesen Kreisen nicht zu? Auch das Jusstudium um Polizistin zu werden klingt weit hergeholt. Aber was solls, das sind Kleinigkeiten - kann das Buch wärmstens empfehlen.

14.04.2009 12:17:17
Michael Bolien

Für mich als Berliner ist dieser Krimi einer der besten, die ich je las.

Die Story selbst zieht sich hin, aber das macht ja gerade den Reiz dieses Buches aus. Wer sich darauf einläßt, erlebt eine spannende Zeitreise ins alte Berlin, in die Wirren der Weimarer Republik, trifft Originalcharaktere an Originalschauplätzen.

Wie oft kommt ein Autor - selbst wenn er in Berlin geboren ist / lebt, nicht mit dem Berliner Jargon zurecht?

Bei Volker Kutscher ist's stimmig, bestens recherchiert - ganz großes Lob, "Chapeau"!

26.01.2009 19:45:06
tassieteufel

Berlin Ende 20ger Jahre, ein Toter mit grausamen Folterspuren wird aus einem Auto aus dem Landwehrkanal gezogen. Obwohl die Polizei sofort zu ermittel beginnt, gelingt es nicht, die Identität des Toten zu klären, geschweige denn wer ihn ermodet hat.
Kommissar Gereon Rath, neu in Berlin und eigentlich dem Sittendezernat zugeteilt, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Das Buch läßt mich ein wenig zwiespältig zurück, einerseits hat mir gut gefallen, wie der Autor hier den historischen Hintergrund schildert, zum einen das schillerde Nachtleben mit
illegalen Nachtclubs,Kokain und Prostitution und im Gegensatz dazu die Straßenschlachten die sich Kommunisten mit der Polizei liefern und die Anfänge des Nationalsozialismus.
Der Krimifall war allerdings ein wenig enttäuschend für mich, so spannend und vielversprechend er auch begann, so sehr zieht er sich dann in die Länge. Im Prinzip mag ich es ja, wenn man einen Fall nicht gleich zu Anfang durchschaut und sagen kann, in welche Richtung er steuert und da bietet der Autor ja auch jede Menge Möglichkeiten zum Rätseln, aber der eigentliche Fall verstrickt sich zu sehr in Nebenschauplätzen, die zwar nicht un-
interessant sind, aber dem "Hauptfall" auch nicht weiterhelfen. Auf Seite 300 weiß die Polizei immer noch nichts und der für sich ermittelnde Rath hat auch kaum mehr herausgefunden, als er am Anfang schon wußte.
Zum Ende hin wird das Buch allerdings recht spannend, bis auf ein paar kleine Ungereimtheiten werden alle losen Fäden recht gekonnt miteinander verdröselt und Kommissar Rath,
der mir anfangs noch nicht so recht sympathisch war,hat mich dann doch noch überrascht
Fazit: orginelle Story mit einem toll geschilderten historischen Hintergrund, man fühlt sich geradezu ins Berlin Ende der 20ger Jahre versetzt, obwohl der Krimifall für mich am Anfang doch einige Längen hatte, wird's zum Ende hin noch richtig spannend und Gereon Rath ist auf jeden Fall eine Person mit Potential für weitere Teile.

31.12.2008 18:13:51
Norbert Cischinsky

orbertWas ist eigentlich ein „nasser Fisch“? Es ist ein unerledigter Fall. Unerledigte Fälle passen aber nicht in die Erfolgsbilanz der ehrgeizigen Abteilung „Mordermittlung“ im Berliner Polizeipräsidium.

Gereon Rath, die Hauptfigur des Romans, ist Mordermittler aus Leidenschaft. Nach beruflichen Schwierigkeiten in seiner Heimatstadt Köln, erhält er eine zweite Chance bei der „Sitte“ in Berlin. Seine neuen Aufgaben übernimmt er eher lustlos, und als er eher zufällig in eine Mordermittlung gerät, ergreift er seine Chance – zuerst ohne Wissen seiner Vorgesetzten auf eigene Rechnung, nach seiner Versetzung in die Mordermittlung ganz offiziell.

Rath ist ein außergewöhnlicher Ermittler im preußischen Beamtenapparat, seine Methoden sind manchmal am Rande der Legalität, ja sogar illegal. Er manipuliert Untersuchungen, lässt Beweismittel verschwinden, gibt Erkenntnisse nicht weiter.

Rath ist ein Egomane, getrieben von der Sucht nach Erfolg, aber auch der Suche nach der "Wahrheit".

Um die Figur Rath herum hat Kutscher eine gute Story geschrieben, spannend, kurzweilig und mit Anspruch. Kutscher zeichnet vor dem Auge des Lesers ein vielschichtiges Bild des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens im Berlin des Jahres 1929. Kutschers Figuren haben Charakter, Motive und Ziele. Kutscher ist ein Meister im Schreiben von Dialogen. Darin entwickelt er seine Figuren und treibt die Handlung voran. Ein spektakulärer Schluss – wie es sich für einen Krimi gehört – macht Lust auf mehr.

Der nächste Kutscher steht schon auf meinem Einkaufszettel.

23.12.2008 19:47:29
Thomas71

Volker Kutschers Roman "Der nasse Fisch" ist meiner Meinung nach sehr gut. Dass er "nur" sehr gut, nicht aber großartig ist, liegt an einigen Kleinigkeiten, die Kutscher hoffentlich in seinem zweiten Roman um den Kölner Kriminalkommissar Gereon Rath, den es nach Berlin verschlagen hat, besser macht. Großartig ist meiner Meinung nach die Idee, einen historischen Kriminalroman in die Zeit des Zerfalls der Weimarer Republik zu verlegen, ist es doch eine der spannendsten Epochen der neueren deutschen Geschichte und unserer eigenen Zeit gar nicht einmal so unähnlich. Berlin steht am Rande eines Bürgerkrieges, Sozialdemokraten und Kommunisten ringen um die Macht, hinter der nächsten Ecke lauern schon die Faschisten, die nur auf ihre Chance warten, als lachende Dritte zu triumphieren. Das pulsierende Nachtleben der Berliner Halb- und Unterwelt bildet die Kulisse für den Roman. Und genau da offenbahrt der Roman seine Schwäche. Denn die Berliner Szenerie wirkt in vielen Phasen wirklich wie eine Kulisse und nicht wie eine lebendige, pulsierende Stadt beim Tanz auf dem Vulkan. Dennoch schafft es Kutscher mit der Figur des Gereon Rath, der auch historische Persönlichkeiten wie den Kriminalrat Ernst Gennat, den Begründer der Berliner Mordkommission, trifft, den Leser zu fesseln. Sollte er es noch schaffen, Berlin und die Zeit Ende der Zwanziger Jahre lebendiger werden zu lassen, so steht uns mit seinem zweiten Gereon-Rath-Roman ein echtes Highlight ins Haus...

14.10.2008 08:41:58
detno

Den Kommentar von SusanneHogl (vom 8.10.2007) kann ich nur doppelt unterstreichen!!!
"Der nasse Fisch" ist ein Spitzenkrimi, der im Jahre 1929 in der pulsierenen Hauptstadt Berlin spielt.
Von OK (in Form der sog. Ringvereine) über russische Migranten bis hin zu korrupten Polizisten, von Straßenschlachten zwischen der Polizei und der KPD bis zu den Braunhemden, vom kulturellen Glimmer und Glanz der Metropole über verräucherte Kneipen bis zu den Arbeiterbehausungen in Neukölln und Wedding spannt sich der Bogen, der Einblick in den Alltag vor 80 Jahren bietet.
Die Straßenangaben stimmen haargenau und lassen den Berlin-Kenner hautnah als Schatten dabei sein, wenn Gereon Rath auf der Suche nach der Lösung "seines" Falls durch die Straßen der Stadt zieht. Kleiner Hinweis: Den U-Bahnhof "Friedrichstadt" hat es tatsächlich von 1924 bis 1936 gegeben. Es ist der heutige Kreuzungsbahnhof "Stadtmitte".

Einziger "Minuspunkt": Es gibt leider noch keinen Fortsetzungsroman vin Kommmissar Rath.
Ich warte.

30.09.2008 22:54:54
Brengel

Eine spannende Zeit, eine packende Story, eine fesselnde Hauptfigur, die zwischen Sympathieträger und Arschloch schwankt - die Mischung stimmt und begeistert zudem durch einen sehr gut lesbaren Schreibstil. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen herbst und ein Buch, das Lust macht auf mehr Bände mit Gereon Rath.

27.02.2008 01:11:08
Rolf.P

Ich empfinde den Roman über weite Strecken als sehr langatmig geschrieben, weil häufig über die Begleitumstände der Zeit berichtet wird und nicht die Story vorangetrieben wird.
An manchen Stellen war die Geschichte schon sehr durchschaubar und der Spannungsbogen war nicht immer toll gespannt, aber die Geschichte hat einen durchaus gefesselt.

06.11.2007 09:07:35
Thomas Dobler

Ich bin auf das Buch im Zug bei der Lektüre des Bahn-Magazins "mobil" gestoßen, in dem einige Seiten abgedruckt waren. Das hat Lust auf mehr gemacht. Da ich kein eingefleischter Krimifan bin, hat mich zuerst das Zeitkolorit gefesselt, das in dem Buch sehr schön ausgebreitet wird. Die Geschichte spielt in Berlin Mitte und da Volker Kutscher viele Straßennamen nennt kann man mit einem Stadtplan bewaffnet die Bewegungen der Figuren nachvollziehen - und dabei die Hauptstadt kennen lernen. Mir hat das Spaß bereitet. Die Story (ich bin noch nicht ganz durch) ist geheimnisvoll und verschwörerisch und hat viel von einem Thriller, bei all diesen politischen Intrigen und Verwicklungen, die da eine Rolle spielen. Alles in allem ein dickes Plus für das Buch.

08.10.2007 11:56:48
SusanneHogl

Für mich ein absolutes Highlight in diesem Leseherbst. Eine dichte Story, mit unzähligen Haupt- und Nebendarstellern, einer sehr umfangreichen Handlung und einem sympathischen, unverbrauchten, mutigen Ermittler. Ein kleiner Schuß Erotik hie und da, aber vor allem ein durch und durch eindrucksvolles Sittengemälde der Ende 20er Jahre. Und was uns Herr Kutscher da zusätzlich zur Handlung an Geschichts- und Politikwissen der deutschen Vergangenheit vermittelt, Hut ab. Hoffentlich gibt es bald mehr von Volker Kutscher und seinem Helden Gereon Rath!