Memento

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Michael Joseph, 2006, Originalsprache
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007, Seiten: 6, Übersetzt: Burghart Klaußner, Bemerkung: gekürzte Lesung
  • Reinbek bei Hamburg: rororo, 2008, Seiten: 315
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010, Seiten: 315

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Eva Bergschneider
Mauern des Schweigens

Buch-Rezension von Eva Bergschneider Mär 2007

Da sind sie wieder - die Detectives Leo Magozzi und Gino Rolseth, sowie die coole IT-Crew von Monkeywrench. Viele Krimi-Fans schätzen bereits die Qualitätsmerkmale dieser Reihe: skurrile Typen, witzige Dialoge und unfassbare Verbrechen mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Was hat sich das kreative Mutter-und-Tochter-Duo nun wieder ausgedacht, um ihre Leser zu begeistern und in Atem zu halten?

Was der Schnee verbergen kann...

Der Schneemann-Wettbewerb für Kinder, den die Polizei von Minneapolis jährlich veranstaltet, nimmt ein jähes, schreckliches Ende, als die Leichen zweier Männer in den lustigen Gestalten gefunden werden. Es sind Cops, der Polizeibeamte Tommy Deaton wurde aus nächster Nähe erschossen, sein Partner Toby Myerson erhielt eine Kugel ins Rückenmark und starb bei vollem Bewusstsein langsam erfrierend einen grausamen Tod.

Im tief verschneiten, nördlichem Dundas County wird der nächste Tote im Schneemann entdeckt. Dort hat die ehemalige Englischlehrerin Iris Rikker gerade ihr Amt als Sheriff angetreten, fühlt sich hoffnungslos überfordert und hofft, dass Rolseth und Magozzi denselben Mörder suchen.

... gelangt doch an die Oberfläche

Dieser mutmaßliche Mörder hatte sich ausgerechnet die Scheune auf dem Grundstück von Iris Farmhaus als Unterschlupf gewählt. Dort fand er Schneeschuhe und warme Kleidung von Iris Ex-Ehemann, was ihm die Fortsetzung der Flucht durch die Eiswüste ermöglichte. Sheriff Rikker, Magozzi und Rolseth folgen dem Flüchtigen zu einer hermetisch abgesicherten Siedlung mit Geschäfts- und Wohngebäuden, wie sie die beiden erfahrenen Detectives aus der Stadt noch nie zu sehen bekommen haben.

Inzwischen stoßen die cleveren Monkeywrench-Netzhacker auf eine alarmierende Botschaft aus einem Chat-Room, dessen Firewall sogar für sie außergewöhnlich schwer zu knacken ist. Welche Schicksale und Geheimnisse verbergen sich hinter diesem virtuellen und dem realen Bollwerk?

Stereotypen vom Feinsten

Die Autorinnen haben einfach ein Händchen für Charaktere. Ihnen gelingt es, sowohl die bereits etablierten, als auch neue Figuren immer wieder exzellent in Szene zu setzten.

Wie viele Ermittler in der amerikanischen Krimi-Szene, frotzeln Gino und Magozzi sich ständig mit flapsigen Sprüchen an, halten aber dennoch zusammen wie Pech und Schwefel und bilden ein sich perfekt ergänzendes Team. P.J. Tracy verstehen sich auf die richtige Mischung zwischen Klischee und Charisma. Die beiden Ermittler können ihren Job, machen aber auch Fehler. Sie wollen nicht die Welt verbessern, sondern einfach nur ihren Täter schnappen. Das alles macht die Beiden nicht nur sympathisch, sondern unwiderstehlich.

In Memento kommt Rolseth besonders gut zur Geltung, ein Brummbär, der seine Vorurteile pflegt aber das Herz am richtigen Fleck hat. Gino ist der "Rauhe-Schale-weicher Kern-Typ", hier ein wenig sentimentaler und verwundbarer. Ebenso ist die Figur des Sheriffs Iris Rikker etwas klischeehaft und dennoch glaubwürdig gezeichnet. Sie mausert sich von der unselbständigen Anfängerin zur sensiblen und klugen Polizistin, die zur richtigen Zeit am richtige Ort ist.

Etwas ruhiger, eine Nuance düsterer

Wieder einmal haben P.J. Tracy sich nicht gescheut, ein heikles Thema an zufassen. Über Generationen ereignet sich ein entsetzliches Drama, welches die Opfer nachhaltig prägt. Die verhängnisvollen Reaktionen darauf lassen sich nicht in Kategorien wie gut oder böse, richtig oder falsch einordnen. Daher verschanzen sich die Betroffenen hinter undurchdringlichen Mauern, sie schützen sich vor einem Unrecht, dass überall geschieht und viel zu oft ungestraft bleibt.

Entsprechend ist dieses mal der Grundton des Romans etwas dunkler, die Stimmung eine Spur leiser. Die etwas ernstere Atmosphäre tut dem Unterhaltungswert allerdings keinen Abbruch. Der Leser darf weiterhin über Situationskomik und genialen Wortwitz schmunzeln, wird aber häufiger nachdenklich werden. Es ist dem Autoren-Team überzeugend gelungen, dieser humorvollen Krimi-Reihe mit schrillen Charakteren, etwas mehr Tiefe zu verleihen.

Ein großes Ja und ein ganz kleines Aber

Memento ist zweifellos Pflichtlektüre für P.J. Tracy Fans und eine dicke Empfehlung für alle Krimi-Liebhaber, die diese geniale Reihe der beiden Schriftstellerinnen bisher nicht kennen gelernt haben.

Kenner dieser Serie werden sich vielleicht fragen, ob den Charakteren, vor allem ihren Beziehungen zueinander, etwas mehr Weiterentwicklung gut getan hätte. Auch ein bewährtes, funktionierendes Konzept bedarf manchmal kleiner Erneuerungen.

Trotz des kleinen Aber, ist auch Memento ein spannender und außergewöhnlicher Krimi, der bis zum ungewöhnlichen Ende schwungvoll geschrieben ist, brillant unterhält und gleichzeitig betroffen macht.

Memento

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Letzte Kommentare:
08.01.2011 18:47:24
Sonnenschein

Wie auch die vorhergehenden Bücher, habe ich Memento gerne gelesen. Aber dieses Mal wurden mir die Stereotypen und Klischees manchmal ein bißchen viel - die Guten waren etwas zu gut und dadurch vorhersehbar. Die Thematik geht unter die Haut, und wie meine Vorredner schon bemerkten, gerät man ins Grübeln über seine eigenen Moralvorstellungen. Das ist einer der besten Effekte, die ein Buch haben kann, finde ich.
Die gewohnten Scharmützel der liebgewonnenen Hauptpersonen sind amüsant wie immer, und die neu hinzugekommenen Personen sind gut beschrieben und passen ins Bild.Fazit: Ich freue mich auf den nächsten Band.

14.10.2010 13:17:46
realsatiriker

Ein Buch mit einem ungewöhnlichen, mutigen Ende, welches durch klare Sprache und Kurzweiligkeit überzeugt.

Es zwingt einen geradezu, bestimmte Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und etliche Dinge - hinsichtlich derer man sich eigentlich bezüglich der eigenen Einordnung eigentlich sicher war - innerlich, moralisch noch einmal zu überprüfen.

Wer sind hier die wirklich Bösen ? Was ist eigentlich -aus Sicht der Polizei - ein Erfolg ?

Mich hat das Buch eher nachdenklich gestimmt denn gefesselt. Insofern ist es für mich nicht, der im Kladdentext angekündigte "knallharte Thriller". Dennoch ein wirklich gelungenes Buch.

KC: 82 °

02.08.2010 13:49:14
Jansen

Ich habe bis jetzt alle Bücher von P.J. Tracy mit Vergnügen gelesen.

Die Bücher, einschliesslich Memento, sind einfach super.

Besonders die Charaktere sind besonders interessant.

Was ich an den Büchern auch gut finde ist, dass in jedem Buch die gleichen Charaktere bleiben. Deshalb kann ich es als kaum erwarten, bis endlich das nächste Buch erscheint.

Im September 2010 erscheint nun endlich ein weiteres Buch.

12.04.2010 22:41:35
JaneM.

Nach Lektüre der drei Vorgänger finde ich,dass das Buch vorallem von der Schilderung der Charaktere und der Hintergründe des "Frauendorfes" lebt. Eva Bergschneider hat mit ihrer Meinung recht, dass insbesondere der Charakter von Gino Rolseth hier richtig gut zum Tragen kommt, während in den anderen Werken eher Leo Magozzi die Hauptperson ist. Die Suche nach dem/ den Täter/n ist eher unwesentlich. Herrlich auch Iris Rikker, die Frau, die eher aus Dickköpfigkeit für das Sheriff-Amt kandidiert und tatsächlich gewonnen hat! Plötzlich steht sie vor dem Berg an Verantwortung und ist dem- entgegen ihrer eigenen Erwartung auch gewachsen. Schade ist nur, dass das monkeywrench-Team nur eine Nebenrolle spielt. Besonders den verrückten Charlie habe ich doch vermisst.

06.03.2010 18:49:49
Kasia

Mein erster P. J. Tracy-Roman.
Wenn ich darüber nachdenke, dann ist es ein relativ interessanter Roman gewesen.
Eine nette Story, die zur Jahreszeit passt, sympathische Charaktere.
Leider hat mich das Buch nicht so gepackt. Ich hab es mir schwer gemacht mit dem Lesen. Der Funke ist nicht übergesprungen.
Jetzt, wo ich das Ende kenne, finde ich die Geschichte fesselnd und unterhaltsam, weiß aber nicht, ob es so was wirklich geben könnte, wie "Bitterroot".
Wer es lesen möchte, sollte es tun. Ich würde nicht sagen, dass es das Beste ist, was ich je gelesen habe, aber es war nicht das schlechteste Buch.
50°

06.02.2010 21:58:05
Julia-Papa

Bis etwa 20 Seiten vor Schluß hätte ich dem Buch glatte 100 Grad gegeben. Klasse Story, Spannung, Humor und alles war vorhanden.

Aber dann? Irgendwie konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß den Autorinnen urplötzlich eingefallen ist, daß sie nun zum Schluß kommen müssen. Quasi aus voller Fahrt wurde eine Vollbremsung hingelegt. Das offene Ende (das ich für gar nicht so offen halte) hat mich dabei gar nicht mal gestört. Der Mörder wird zwar nicht namentlich genannt, aber die Hinweise in eine bestimmte Richtung sind schon sehr stark.

Wie gesagt - es war eher das abrupte Ende des Romans, das mich gestört hat. Dennoch kann ich das Buch nur empfehlen und hoffe, daß P.J.Tracy bald wieder schreiben...

30.11.2009 09:13:45
KP

Ich finde dieses Buch war das schwächste der ganzen Serie.

Das Ende ist absolut unbefriedigend und langweilig. Wenn ich einen Krimi lese, möchte ich zum Schluss auch wissen, wer der Mörder ist. Das ist leider nicht rausgekommen.

Ich finde Mortifer ist das beste Buch der beiden Autorinnen, danach kommt Spiel unter Freunden, der Köder und dann mit Abstand das schlechteste Buch "Memento".

29.11.2009 13:46:43
Annina

*~*~*Die Autorin*~*~*
P.J. Tracy ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter und Tochter.
Sie begannen als Drehbuchautorinnen und erzielten mit ihrem Krimidebüt „Spiel unter Freunden“ einen Überraschungserfolg, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde.
Seitdem sind P.J. Tracy zu internationalen Bestsellerautorinnen geworden.
(Infos aus dem Buch selber)

*~*~*Kurzinhalt Buchrücken*~*~*
Schneemannwettbewerb in Minneapolis.
Auch die beiden Detectives Leo Magozzi und Gino Rolseth bauen fleißig mit, als plötzlich ein Kind wie am Spieß zu schreien beginnt.
Die Mittagssonne hat einen Schneemann zum Schmelzen gebracht und sein makabres Innenleben enthüllt – einen toten Polizisten!
Als einen Tag später ein weiterer Toter in einem Schneemann in Dundas County entdeckt wird, machen sich die beiden Detectives inmitten eines Blizzards auf den Weg nach Norden.
Dort, am gefühlten Ende der Welt, entdecken sie mehr, als ihnen lieb ist …

*~*~*Inhalt*~*~*
Iris Rikker wird spontan zum Sheriff in Dundas County gewählt.
Sie war früher mal Englischlehrerin und ist ihrem Mann zuliebe in das abseits gelegene Städtchen gezogen.
Doch die beiden trennten sich und Iris lebte allein weiter in dem gemeinsamen Häuschen.
Sie begann ihre Arbeit an der Zentrale der örtlichen Polizei, als Telefonistin und Empfangsdame.
Doch als der amtierende Sheriff ihr zu Nahe kommt tritt sie bei der bevorstehenden Wahl gegen ihn an, da sie nichts mehr zu verlieren hat.
Überraschenderweise gewinnt Iris mit einem knappen Vorsprung die Wahl, doch sie kann sich nicht erklären, woher die Stimmen kommen, denn alle in ihrem Umfeld treten ihr eher skeptisch entgegen.
So beginnt ihr erster Arbeitstag als Sheriff nicht gerade perfekt, da sie keinerlei Hintergrundwissen hat.
Und dann taucht an diesem ersten Tag noch eine Leiche auf und Iris ist überfordert.

Der Tote wurde von seinem Mörder als Schneemann verpackt und an einem See vor dem Polizeigebäude als Angler positioniert.
Iris weiß nicht, wie sie den Fall angehen soll.
Ein Kollege weist sie darauf hin, dass in Minneapolis ebenfalls zwei Schneemänner mit toter Füllung gefunden wurden.
Iris setzt sich mit den dortigen Beamten in Verbindung und die beiden machen sich auf den Weg in das verschneite Dundas County.
Doch noch ist nicht klar, ob es sich um einen Serienmörder handelt, oder ob in Iris‘ Revier ein Trittbrettfahrer am Werk war.
Die Schneemänner von Minneapolis gingen immerhin Tage durch die Medien.

Iris kommt, dank der Hilfe der beiden Kollegen, dem Fall Stück für Stück näher.
Sie kann eine Bindung zu ihrer Arbeit aufbauen und mache es immer besser.
Und irgendwann führen sie die Spuren nach Bitterroot, eine umzäunte Fabrik, in welcher aber komischerweise nur Frauen arbeiten und leben, bis auf die kleinste Ecke bewacht.

Haben die Frauen etwas mit den Schneemännern zu tun?
Kann Iris den Fall lösen?
Oder handelt es sich doch um einen Serienmörder, der durchs Land zieht?

Lest selbst …

*~*~*Leseprobe*~*~*
„Sie stieg rasch aus dem Wagen, kämpfte sich durch den kniehohen Schnee und trat das Eis weg, das sich bereits unter der Tür gebildet hatte.
Nachdem sie es so weit entfernt hatte, dass die Tür sich wieder schließen ließ, trat sie hinein in die dunkle Höhle und tastete nach ihrer Taschenlampe, die natürlich noch aus dem Beifahrersitz des Wagens lag.
Sie fluchte leise, beschloss dann aber, dass sie einen so großen Gegenstand wie das Bett auch im Dunklen finden würde, und tastete sich langsam voran.
Sie hörte das Rascheln der Stiefel im Stroh, das Knarzen der alten Bodendielen als Antwort auf einen neuen Windstoß, den sie hier drinnen nicht spürte, und das zufriedene Gurren der Tauben oben auf den Dachbalken.
Sie hörte auch das Knacken und Stöhnen der alten Holzplanken, die sich über den Wind beschwerten, und versuchte, einen Wohlklang darin zu finden, dock im Grunde war es nur wie die gänsehauterregende Tonspur zum Spukhaus in einem Horrorfilm.
Schließlich spürte sie das Bett unter den Händen, die dicken Umzugsdecken, die noch fest um die Beine gewickelt waren, die Matratze abdeckten und sich um die Seitenteile schmiegten.
Rasch hatte sie die Stelle gefunden, wo der Wind das dicke Sackleinen verschoben und ein Stück Matratze freigelegt hatte.
Sie zog einen Handschuh aus und atmete erleichtert auf, als sie merkte, dass die Matratze noch trocken war.
Dann zog sie die Abdeckplanen an ihren Platz zurück und machte sich auf den Rückweg zu ihrem Wagen.
Hinter ihr in der Scheune, unter den Schichten von Sackleinen auf dem Bett, öffneten sich zwei Augen in der Dunkelheit.
(Kapitel 9, S. 87/88)

*~*~*Mein Fazit*~*~*
Das Cover versprach etwas Düsteres und Mystisches in Richtung Kult, Satanismus oder generell Psychothriller.
Aber es geht in eine komplett andere Richtung und ist eher ein guter Krimi.

Die Persönlichkeiten in dem Buch sind alle sehr gut gewählt.
Durch kleine Nebengeschichten verraten uns die Autorinnen etwas über das Privatleben der diversen Cops, was die Sache etwas persönlicher gestaltet und sich sehr positiv auf das Buch auswirkt.

Die Story ist meiner Meinung nach sehr gut.
Die Toten in den Schneemännern, bei denen es sich um Polizisten handelt.
Und dann ein weiterer Schneemann in der Pampa, mit dem sich Iris an ihrem ersten Tag rumschlagen muss und direkt an ihre Grenzen kommt.
Die kompletten Ermittlungen und Fortschritte sind sehr spannend aufgebaut und werden immer wieder von den kleinen privaten Einblicken unterstützt.
Die ganze Geschichte ist auch sehr vielseitig, dem mit dem Fortschritt der Ermittlungen lernt man als Leser auch immer mehr Leute und Geschehnisse kennen.
Man bildet sich mit der Zeit so sein eigenes Bilde und fängt selber an zu ermitteln, was meiner Meinung nach sehr geschickt gemacht ist.

Die komplett eigene Story über Bitterroot hat mir in dem Buch sehr gut gefallen.
Und die Verbindung zu der eigentlichen Sache wird sehr schleichend eingeleitet.
In dem Zusammenhang taucht auch wieder die IT-Firma Monkywrench (oder so ähnlich auf), die mir noch von „Spiel unter Freunden“ bekannt war.
Die Verknüpfung ist absolut klasse und passend.

Aber ich bin nicht ganz zufrieden.
Der Schreibstil, die Story, die ganzen Entwicklungen usw. gefallen mir alle total gut.
Ich habe das Buch sehr gerne und auch recht zügig gelesen.
In 3 Tagen war ich durch und es hätte noch schneller gehen können.
Aber das Ende hat mich ein wenig enttäuscht.
Es ist alles einleuchtend, macht Sinnen, man wird nach und nach darauf gebracht.
Aber ich fand es irgendwie langweilig und der aufgebaute Spannungsbogen in dem Buch fiel daher mit den letzten Seiten abrupt ab.
Ein wenig enttäuschend und ich hatte den Eindruck, dass die Autorinnen keine Lust mehr hatten und ein schnelles Ende finden wollten.

Dennoch kann ich euch meine Empfehlung aussprechen und vergebe hier auch 4 von 5 Punkten.
Denn bis auf das Ende hat das Buch wirklich Spaß gemacht.

24.02.2009 11:09:47
mimikrimi

Memento hat mich absolut fasziniert.Zwei tote Polizeibeamte,welches Sakrileg.Natürlich muß sofort alles daran gesetzt werden,um die Mörder zu erwischen.Nur im Laufe der Ermittlungen werden die weißen Westen der Toten recht schmutzig.Das Thema Gewalt in der Familie ist hier mal gut umgesetzt und Selbstjustiz in einem Rechtssystem nicht erwünscht,aber hier gut umgesetzt und irgendwie hat es mir gefallen,das Ende.
Schöne Grüße mimikrimi

23.02.2009 20:47:02
sahlmann

Memento ist mein erstes Buch von den Tracy Damen gewesen - und ganz sicher nicht das letzte. Ich rätsel' immer noch, was der deutsche Titel "Memento" eigentlich soll, denn ich kann mich nicht erinnern, dass dieses Wort irgendwo im Roman auftaucht. Der Originaltitel ist Snowblind, also Schneeblind... was Sinn macht.
Und das war es auch schon, was ich zu meckern habe.
Ein sehr guter, kleiner Thriller! Interessante Charaktere, ein toller Plot, ein wenig Humor und sehr viel Spannung. Die hier mehrfach kritisierten Handlungsebenen empfinde ich nicht als verwirrend. Man fragt sich vielleicht an ein oder zwei Stellen, was nun dieses kleine, eingeschobene Kapitel soll, aber das stört nicht und am Ende löst sich alles logisch auf
Ich kann Memento jedenfalls uneingeschränkt empfehlen. Sicher ist es nicht die Neuerfindung des Genres, aber auf alle Fälle ein gut geschriebener und spannender Krimi! Daumen hoch!
Herzliche Grüße

05.01.2009 10:32:45
Christina

Memento war das erste Buch dass ich von P.J. Tracy gelesen habe. Ich fand es auf Anhieb so super dass es mittlerweile zu einem meiner Lieblingsbücher wurde. Das Buch ist super geschrieben und auch wenn das Ende offen ist, ist es immernoch ein Top-Buch! Ich werde mir auch bald die anderen Bücher von P.J. Tracy kaufen soviel steht fest.

Gruß

13.10.2008 04:23:11
Faunus

Ich habe mir MEMENTO als Hörbuch reingezogen. Meine erste Erfahrung mit P.J.Tracy. Eine Erzählung bzw. Lesung kommt noch einmal ganz anders rüber. Vorallem ist der Sprecher sehr gut ausgewählt. Er kann mit seiner Stimme die einzelnen Charaktere gut darstellen.
Die Spannung war befriedigend, die Geschichte regt zum Nachdenken an. Natürlich "riecht man den Braten" sehr früh, und ahnt, in welche Richtung es gehen wird. Aber es war nicht schlecht erzählt, auf jeden Fall nicht langweilig.
Die Geschichte führt in CD 4 zu einem vorläufigen Höhepunkt. Das Beste kommt zum Schluß? Leider nein. Das war es schon gewesen. Kein spannendes, überraschendes Ende, keine Wendung. Die Kurve geht steil in den Keller. Schade eigentlich. Mit etwas mehr Phantasie hätte man da schon noch einen "Pfiff" reinbringen können. CD 5 hätte ich mir sparen können. Und das war es jetzt?

Naja. Der Winter kommt. Und Schneemänner sehe ich jetzt mit anderen Augen! Von mir bekommt das Buch 70 Punkte von 100

18.08.2008 22:26:51
FUSTINO

Mittelmäßiges Buch, - aber lohnend!

Das offende Ende enttäuscht sehr stark, aber man selbst weiß natürlich was in wirklichkeit passiert sit, bloß dass ich es schon ab der Mitte an wusste.

Sch**ße, nicht war?

Tja,...damit muss man leben, wenn man Thrillerkenner ist! (lacht)

Aber die Story war interessant und ich war froh es gelesen zu haben und nicht doch ein Buch von Orhan Pamuk geholt zu haben( Habe es aber inzwischen auch wieder geholt. Wenn ich aber das andere Buch geholt hätte, wäre ich nicht dem genuss dieses Buches von P.J. tracy gekommen...)

Weiter so, ihr beiden Supertalente!

KUSSi

Mandy Fustino

30.07.2008 18:37:57
Bubu

Bin gestern abend mit dem buch fertig geworden ich muss sagen das ende ist für ein krimi absolut enttäuschend. was ich allerdings sehr gut fand ist dass ein fall aus mehrern perspektiven behandelt wird. ist man jedoch ein krimi-kenner so ist es sehr schnell möglich das ende hervorzusagen.

von mir gibt es 75%

22.07.2008 12:26:39
Fliege

Ich fand das Buch einfach nur Klasse, jedoch kann ich meinem Vorredner insofern zustimmen, dass einfach viel zu viele Personen vorgestellt werden. Ein Kapitel nach dem anderen aus der Sicht eines anderen, ich habe mich noch nie verwirrt beim lesen eines Buches gefühlt, aber irgendwann ist immer das erste Mal.

11.07.2008 15:49:15
Bio-Fan

Uno Momento!
Die Rezensentin vergibt 82 Grad. Die Leserbewertung liegt bei 88 Grad (59 Stimmen) und ich kann eigentlich nur abraten von dem Buch und werde nur 50 Grad vergeben.
"Memento" ist von der Qualität der beiden ersten Bücher dieser Reihe weit entfernt. Was sich schon bei "Mortifer" andeutete, setzt sich fort. Die Tracy-Damen rücken leider noch weiter vom Monkeywrench-Team ab und verurteilen das geniale Hackerquartett zum Statistendasein. Das Geschehen konzentriert sich jetzt auf die beiden Detectives Rosleth und Magozzi, die weder als Charaktere, noch als Ermittler überzeugen können. Deren dümmliche Konversation soll wohl witzig sein. Ich finde das nur langweilig bis nervtötend.
Die Geschichte selbst startet mit viel zu vielen Handlungsfäden(von Strängen kann man nun nicht wirklich sprechen). Da werden bedeutungsschwanger Personen eingeführt, die für den weiteren Verlauf der Geschichte nur eine untergeordntete Rolle spielen.
Die Story an sich ist recht simpel und bevor richtig Spannung aufkommen kann, ist schon die Lösung in Sicht. Bei dem ganzen Brimborium im Aufbau der Handlung ist das erschreckend dürftig.
Das Ende mag einem unbefriedigend erscheinen. aber vielleicht sitzen ja einige schuldlos in einer Art von Gefängnis bevor sie etwas schuldhaftes getan haben.

06.07.2008 20:28:53
Light

Es war das erste Buch was ich gelesen hab von P:J:Tracy .Ich fand es gut genug um ein zweites zu lesen!Klar am Anfang zog es sich etwas,aber wenn man vorher die Charaktere nicht kannte ist das eigentlich genau richtig.
Ich würds jederzeit weiter empfehlen!

06.07.2008 16:12:58
Krimi-Tina

Memento

Magozzi und Rolseth haben einen neuen Fall. Ausgerechnet beim jährlichen Schneemannfest stolpern sie über 2 Leichen. Und eine dritte, die in einem nördlich gelegenen County gefunden wird , zwingt sie zu längeren Touren durchs unter Schneemaßen versunkene Minnesota.
Nachdem ich mit Mortifer sehr lang gequält hatte, bin ich mit einer gewissen Skepsis an das Buch rangegangen. Und habe es in zwei Tagen ausgelesen.
Positiverweise sind die Autorinnen zu ihren Wurzeln zurückgekehrt, ein mutmaßlicher Serienmörder und die Suche danach. Der Versuch mehr Action einzubringen ist ja bei Mortifer ziemlich schief gegangen. Das ist wohl nicht so ganz ihre Welt. Auch die stärkere Konzentration auf Magozzi und Rolseth hat dem Storyfluss gut getan. Es waren einfach zu viele Personen geworden. Die Monkeywrench Truppe kommt sogar fast ein bisschen zu kurz und die neu eingeführte Iris Rikker ist ganz nett, aber ein bisschen arg unglaubwürdig geraten. Innerhalb von 2 Tagen vom Schaf zur besonnenen und fähigen Polizistin.naja
Erfreulich finde ich auch immer wieder, dass die Autorinnen drauf verzichtet haben, unseren Ermittlern die so beliebten völlig unfähigen, ahnungslosen intriganten und Vorgesetzten mitzugeben.
Die Dialoge sind wie immer witzig, insbesondere der permanent Schlagabtausch zwischen den zwei Ermittlern. Das und liebevoll ausgeführte wen auch zum Teile überzeichnete Charaktere ist die eigentliche Stärke der Bücher.
Keineswegs die Stärke ist leider die Logik der Story. Auch diesmal tun sich da wieder scheunentorgroße Löcher auf. Zum Beispiel drängt sich doch die Frage auf, wie wird Bitterroot finanziert und wovon leben die Bewohnerinnen? Kleinere Logikbrüche findet man auch ohne allzu genau hinzusehen permanent.
Fazit: unterhaltsam, einigermaßen spannend, und deutlich besser als der Vorgänger. Nette Zwischendurchlektüre, die man aber wohl mehr wegen der handelnden Personen als wegen des eigentlichen Falls im Gedächtnis behält.

08.06.2008 19:21:58
NickSch

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr Schwer. Die ersten 55 Seiten haben sich für mich wie Gummi gezogen. Ich denke da ich die vorherigen Bücher von diesem Autoren Trio nicht gelesen habe hatte ich so meine Probleme in den Plot einzusteigen. Auch die Vielzahl der verschiedenen Protagonisten hat mich etwas verwirrt. Doch dann hat mich der Plot in seinen Bann gezogen doch das Ende hat mich dann schwer enttäuscht...
Bei einer Kinderveranstaltung bei der es darum ging den besten Schneemann zu kreieren wird unter einem Schneemann ein Toter Polizist entdeckt kurze Zeit später findet man den 2 toten Polizisten in Form eines Schneemannes.
Dann wird auch noch in einem anderen County ein toter im Schneemann gefunden. Hat man es mit einem Serienmörder zu tun.
Die Spur führt die Detectives Magozzi und Gino Rolseth nach Bitterroot.
Und Bitterroot ist ein Zufluchtsort für misshandelte Frauen. Die Detectives fragen sich was dieser Ort mit den toten zu tun.
Und dann ist da auch noch der neue Sheriff auch in Form einer Frau diese überhaupt nicht weiß wie sie als Polizist in dieser Sache vorzugehen hat, und hofft das der Tote in ihrem Bezirk zu den Toten Schneemännern in Minneapolis gehört, so das die beiden Detectives ihn in ihre Ermittlungen mit einbeziehen .
Und der Schluss hat mich absolut gar nicht überzeugt da es mehr oder weniger ein sehr offenes Ende ist. Obwohl der ganze Plot nicht aufgebaut ist das es sich um eine Fortsetzung handeln könnte.
Das ist für mich ein großes Manko. Daher bin ich der Meinung das dieses Buch nicht unbedingt empfehlenswert ist.Wenn das das beste ist was das Genre gegenwärtig zu bieten hat (laut Focus) dann lese ich wohl in nächster Zeit wohl eher ein paar ältere Bücher. Aber wie gesagt dies ist meine Meinung

01.05.2008 17:09:30
Schrodo

Buch Nr. 4 vom Mama und Tochter Krimischreiberteam P.J. Tracy. Meiner Meinung nach haben die beiden im Verlauf des Schreibens mit jedem Buch leider etwas nachgelassen. Memento handelt von Morden, bei denen die Opfer in Schneemänner eingebettet werden…welch seltsame Idee (wer macht sich denn die Mühe…die legt man in den Wald und gut ist). Im Buch werden zwei Storys erzählt, die am Ende zu einer Geschichte zusammenfinden, was für mich aber nicht sonderlich schlüssig war. Spannung kam, entgegen den früheren Werken der zwei, erst auf den letzten Seiten auf. Gar so schlecht ist das Geschreibsel ja auch nicht, aber man ist von den Beiden eben eher besseres gewohnt.

27.11.2007 23:44:18
martine

Gerade habe ich das Buch ausgelesen und bin schwer enttäuscht. So genial die ersten beiden Bände waren, so schlecht sind die letzten zwei. In Memento geht es drunter und drüber, Spannung kommt einfach nicht auf, auch wenn das Thema ein Buch wert ist.
Mir waren auch die Monkeewrench Charaktere zu wenig vertreten. Diese skurilen Leute waren doch das Salz in der Suppe.

31.10.2007 12:20:39
mase

Nach Mortifer ist mir auch dieses Buch in die Hände gefallen, ohne es gekauft oder gesucht zu haben. Beide Bücher sind für mich in allen Belangen mittelmass. In beiden Büchern wuseln eine Vielzahl von Personen durch die Geschichte und das Autorenpaar schafft es nicht, mir diese nahe zu bringen. Ich schaffe es nicht einmal die beiden Protagonisten auseinander zu halten, da der eine immer mit dem Vornamen genannt wird (Gino) und der andere mit dem Nachnamen (Magozzi). Jedesmal wenn ich eingermassen in der Story drin bin, flieg ich gleich darauf wieder raus. Ich vermutet dann hat die Mutter wieder mit der Tochter abgeklatscht und diese schreibt die nächsten 5 Seiten.
Ich hoffe ich bekomme kein Buch der beiden mehr geschenkt.

21.08.2007 12:43:23
roland woerthwein-mack

ich fand das buch fade und vorhersehbar.
wenn die personen kultartig aufgebaut
werden, stehen bald anspielungen und übertreibungen im buch, die keinerlei spannung mehr beinhalten.
hoffentlich kommt das nächste mal ein besserer plot tzustande.

11.08.2007 21:55:02
C_1991

Also ich fande diese Bucher wieder mal klasse. Einfach gut geschrieben :-) Ich hoffe es kommen noch weiter Bücher von den Beiden raus LOL :-D Ich kann allen nur sagen das sie es umbedingt mal lesen sollten.

12.07.2007 19:40:52
C_1991

Das Buch fande ich einfach nur geil! Ich finde es war spannden geschrieben und logisch wie die andernen Bücher vorher. Also ich würde allen raten es zu kaufen.!!

24.04.2007 10:33:18
Jürgen Uphoff

Das Autorentrio hat wieder zugeschlagen und einen perfekten und spannenden Krimi geschrieben. Tote Polizisten als Schnee- männer und die Geheimnisse dahinter. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand le- gen. Also Krimileser stürzt Euch in dieses Abenteuer und läßt Euch in ein winterliches Abenteuer ziehen. Sehr spannend und empfehlenswert.

31.03.2007 17:11:13
Ellen Walter

Lang ersehnt und jetzt ist er endlich da, der vierte Band der Reihe. Eigentlich ist er gut, ja wirklich, die Dialoge sind wie immer witzig und geistreich, auch die neuen Charaktere sind so, dass ich sie gerne mal treffen würde, der Plot ist spannend, aber trotzdem fehlt mir etwas. Im Gegensatz zu "Spiel unter Freunden" und "Der Köder" erschien mir dieses Buch etwas blutleer - und damit sind nicht die Leichen gemeint. Die Handlung wird vorangetrieben aber die Entwicklung der handelnden Personen kann damit nicht Schritt halten. Bei den vorigen Bänden der Reihe entwickelten sich die Charaktere mit den Fällen weiter. Das fehlt mir hier. Vielleicht habe ich auch zu viel erwartet, aber im Gegensatz zu den drei vorigen Bänden der Reihe fällt dieser ab. Trotzdem ist er besser als die meisten anderen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe.