Blutrausch - Er muss töten

Erschienen: August 2018

Bibliographische Angaben

Original-Titel: The Gallery of The Dead
Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger.

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80°
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Andreas Kurth
Tiefsinnige Botschaften auf nackter Haut

Buch-Rezension von Andreas Kurth Jan 2019

Robert Hunter und Carlos Garcia haben einen neuen, wieder einmal beunruhigenden Fall zu lösen. Das ist für die beiden Sonderermittler der Polizei von Los Angeles nichts besonderes. Sie bilden schließlich die Ultra-Violett-Einheit, das Team für besonders brutale Gewaltverbrechen und Morde. Und um solch einen Fall handelt es sich hier ohne jeden Zweifel.

Der Mörder hat die Leiche seines Opfers wie ein Kunstwerk drapiert. Linda Parker wurden die Hände und die Füße abgetrennt, ihr Körper gehäutet - bis auf ein kleines Areal auf dem Rücken. Dort wurde ein lateinischer Spruch in die Haut geschnitten: “Schönheit umgibt sie.”  Um die Verwirrung komplett zu machen, liegt im Kühlschrank eine schwarz-weiße Katze.

Wie gewohnt tragen Hunter und Garcia zunächst die Fakten zusammen und recherchieren im Umfeld von Linda Parker. Die These, der Täter habe mit dem Arrangement der Leiche ein Kunstwerk schaffen wollen, findet Captain Blake, die Vorgesetzte von Hunter und Garcia, ziemlich gewagt.

Der deutsche Titel des Romans ist völlig irreführend

Von Kritikern wird Chris Carter gerne mal vorgeworfen, seine Romane seien einerseits zu brutal, andererseits sprachlich zu schlicht. Dazu mögen Literaturwissenschaftler ihre ganz spezielle Meinung haben. Für mich ist Carter weit vom Splatter-Niveau entfernt, zumal bei ihm die exzessive Gewalt keineswegs im Vordergrund steht. Die negativen Urteile werden möglicherweise durch die in aller Regel ziemlich reißerischen deutschen Titel der Romane befördert.

Hier wird allerdings - mutmaßlich von der Marketing-Abteilung des Ullstein-Verlags  - durch eine unpassende Titelwahl aufs Verkaufen gesetzt, weniger auf Korrektheit bei der Übersetzung. “Gallery of the Dead”, also “Galerie der Toten”, gibt den Inhalt des Buches deutlich besser wieder, als “Blutrausch”. Davon kann nämlich gar keine Rede sein, wie sich bei der Lektüre ziemlich schnell herausstellt.

Aufbahrung der Leichen hat eine ganz besondere Bedeutung

Die Detectives finden vielmehr heraus, dass Augen, Hände oder Füße bei den verschiedenen Opfern - es gibt weitere Tote - post mortem entfernt wurden. Und Linda Parker wurde auch erst gehäutet, als sie bereits tot war. Die Opfer werden jeweils erstickt, nachdem sie betäubt wurden. Es handelt sich also um eine eher schonende Tötung, wenn man es so ausdrücken will.

Die Aufbahrung der Opfer, und die lateinischen Sprüche, die bei allen in die Haut auf dem Rücken eingeritzt werden, haben eine spezielle Bedeutung, dessen sind sich die Forensiker schon bald sicher. Es dauert allerdings einige Zeit, bis die Ermittler herausfinden, was es mit der Präsentation der Leichen auf sich hat.

Plötzlich tauchen die “großen Jungs” vom FBI auf

Wenn sich die “großen Jungs” vom FBI, also der amerikanischen Bundespolizei, in einen Fall einklinken, gibt es in aller Regel Frust bei den lokalen Ermittlern und in der Folge entsprechenden Zoff. Als es wegen der Morde in Los Angeles Alarm bei einer Sondereinheit des FBI gibt, verläuft es nicht anders. Hunter reagiert zurückhaltend, als die Bundesagenten auftauchen, Garcia fühlt sich auf den Schlips getreten. Es ist aber spezieller als sonst, denn es gibt eine persönliche Betroffenheit bei Adrian Kennedy, dem Leiter der Sondereinheit. Und weil er und Hunter sich gut kennen, raufen sich die Ermittler des LAPD und des FBI schneller zusammen, als das sonst üblich ist. Das klingt alles glaubwürdig, denn persönliches Vertrauen hilft immer dabei, Animositäten und Zuständigkeitsstreitereien zu überwinden.

Die Bundesagenten nennen den gesuchten Serienmörder den “Chirurgen”, weil er offenbar medizinische Fachkenntnisse hat. Das hat sich zumindest aus den forensischen Untersuchungen ergeben. Die akribische Untersuchung der Tatorte und der Leichen spielt - wie in den Romanen von Chris Carter üblich - eine überaus wichtige Rolle bei der Ermittlungsarbeit.

Wer hoch-literarische Krimis sucht, ist bei Carter falsch

Schon in meiner Rezension zu “Death Call” habe ich angemerkt, dass Chris Carter von meinen auf hohe literarische Ansprüche fixierten Kollegen heftig verrissen wurde. Die Leser sehen das im Durchschnitt anders, die jüngsten Werke wurde alle mit 80 Grad und mehr im Durschnitt bewertet. Einige ältere Bücher lagen um 70 Grad. “Blutrausch” hat von den Lesern überwiegend mehr als 90 Grad bekommen, dem kann ich mich allerdings bei diesem Werk nicht ganz  anschließen.

Aber spannend und kurzweilig ist das Buch, auch wenn es möglicherweise wieder zu “stromlinienförmig” ist, zu viele Klischees bedient, und nur auf den Erfolg der Serie orientiert geschrieben wurde. Wer nur hoch-literarische Kriminalromane lesen möchte, ist bei Carter sicherlich falsch. Aber es gibt eben auch viele Leser, die mit einer spannenden und kurzweiligen Geschichte einfach unterhalten werden wollen.

Carters Geschichten sind spannend, und seine Beschreibung der kniffligen Überlegungen der Ermittler in “Blutrausch” finde ich bemerkenswert. Möglicherweise sind seine Bücher im Laufe seiner Arbeit als Autor durchdachter und besser geworden. Irgendwie muss sich sein Studium der forensischen Psychologie ja mal auswirken. Völlig egal - wer einen rasanten und spannenden Thriller sucht, ohne Poesie und sonstige literarische Höhenflüge, der wird hier mehr als gut bedient.

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Letzte Kommentare:
23.11.2018 18:31:04
Carlos

Grundsätzlich ein spannend und fesselnd geschriebener Roman, wie eigentlich immer bei Chris Carter.
Den positiven Gesamteindruck trüben allerdings mindestens drei gravierende handwerkliche Fehler, die mir bislang (bin jetzt bei Seite 324) aufgefallen sind:
1.) Bei einer der "Inschriften" auf dem Rücken einer Leiche spricht der Autor von zunächst 6, dann 8, dann noch zweimal 8 Buchstaben - macht also in der Summe 30. Zählt man aber die Buchstaben des von Robert Hunter ermittelten lateinischen Satzes zusammen, so kommt man auf 32 Lettern (Seite 149).
2.) Der Reporter, der zum Tatort reist, hat nach eigenen Angaben "genau zweieinhalb Stunden Zeit" dafür - er startet um 2.31 Uhr, kommt um 5.38 Uhr am Haus an - und hat "noch 25 Minuten Restzeit". Da stimmt ja wohl gar nichts, geht eher Richtung drei Stunden plus x...
3.) Als Hunter die Tatortfotos des Journalisten durchblättert, kommt er erst auf 14, dann auf 11, dann auf 5, die ihn näher interessieren. Schlussfolgerung auf der nächsten Seite (290): "Es war ein 36-er Film. Die letzten 5 Bilder sind nicht belichtet." Wieder super gerechnet...
Das ist einfach Schlampigkeit, die den guten Gesamteindruck trübt.
Auch die Rolle von Captain Blake ist etwas befremdlich: Klar, dass Hunter und Carcia immer wieder Sachverhalte erläutern, um sie dem Leser/der Leserin näher zu bringen. Die Einwürfe von Blake sind aber oft dermaßen infantil und begriffsstutzig, dass man ihr die Rolle als Vorgesetzte einfach nicht abnimmt - zumal Hunter ja als ausgesprochen scharfsinniger und kluger Charakter daher kommt. Er hätte sie ergo nach normalen Maßstäben längst in der "Hackordnung" überflügeln müssen.
Insgesamt also eine 3,5 für das Buch. Schade, es wäre wesentlich mehr drin gewesen...

30.10.2018 21:40:31
Nijura

Extrem spannend!
Blutrausch ist der 9. Fall der Sonderermittler Robert Hunter und Carlos Garcia des LAPD. Da die beiden in besonders extremen, an Brutalität kaum zu überbietenden Fällen arbeiten, hat ihre Einheit den Namen UV (ultra violent = extreme Gewalt) erhalten.
Auch diesmal bleibt den Ermittlern die Luft weg, als sie den Tatort betreten. Der Täter hat den ganzen Raum in Blut getränkt, dem Opfer – einer jungen Frau – Hände und Füße abgetrennt und sie anschließend gehäutet. Und sie wird nicht das einzige Opfer bleiben.
Diesmal mischt sich auch das FBI ein. Zusammen versuchen die Ermittler den Täter zu stoppen, was sich als lebensgefährlich erweist.

Meine Meinung:
Dies ist bereits das 9. Buch der Thrillerreihe und was soll ich sagen, Chris Carter hat wieder einen Thriller der Extraklasse hingelegt. Spannend von Anfang an bis zum fulminanten Ende.
Während sich Carlos Garcia immer wieder mit Agent Erica Fisher anlegt, bleibt Robert Hunter ruhig und konzentriert, trotz seiner Hyposomnie (Schlaflosigkeit). Ich finde die Charaktere wieder total gelungen und die Querelen mit dem FBI nachvollziehbar.
Der Fall ist undurchsichtig, immer wieder ergeben sich neue interessante Wendungen und teilweise wird die Handlung aus der Sicht des perfiden Täters geschildert.
Wie immer ist der Schreibstil des Autors sehr eingängig und bildhaft. Die kurzen Kapitel, haben mich dazu verleitet immer weiter zu lesen.
Natürlich ist auch dieser Thriller von Chris Carter sehr grausam und brutal, trotzdem hat er mir persönlich wieder extrem gut gefallen.
Man kann den Thriller sehr gut lesen, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Fazit: Extrem spannend, nichts für zartbesaitete Leser, für alle anderen: absolute Leseempfehlung!

22.10.2018 18:24:23
c-bird

Hunter jagt wieder

Ein Mord an einer jungen Frau, einem Model, das grausam verstümmelt wurde. Der Raum in dem sie liegt ist in Blut getaucht. In ihre Haut wurde eine Botschaft geritzt. Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia vom LAPD jagen erneut einen Serienkiller. Denn schnell wird klar: Das Model war nicht das erste Opfer…

Es ist bereits der neunte Fall für das Ermittler-Duo Hunter und Carcia. Wer Chris Carter kennt, weiß, dass er zu einem der härtesten aus diesem Genre gehört und nicht mit brutalen Szenen spart. Auffällig waren in diesem Band die vielen Cliffhanger am Enes eines jeden Kapitels. Man ist geradezu begierig darauf weiterzulesen, um zu erfahren, welche Grausamkeit sich der Autor jetzt wieder ausgedacht hat. Zum Ende gibt noch noch einen ganz bösen Cliffhanger, der geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Insgesamt ultraspannend und unheimlich gut.

20.10.2018 09:45:47
kkarin

"Schönheit kann tödlich sein ..." oder "Chris Carter, Meister des Cliffhanging"

Es ist mein erstes Buch von Chris Carter und somit habe ich auch jetzt erst Robert Hunter und Carlos Garcia kennen-, aber sofort schätzen gelernt!
Auch ohne Vorkenntnisse ist man schnell mit den beiden Ermittlern vertraut und hechelt von Hinweis zu Hinweis auf der Spur des Täters mit den beiden mit.

Besonders auffällig ist Carters spannungsgeladener, unaufgeregter Schreibstil, der es vermag, an jedem Kapitelende einen Cliffhanger zu platzieren, der es einem kaum ermöglicht, das Buch aus den Händen zu legen bzw. kurz zu verschnaufen.
Dabei wechseln sich die Kapitel mal aus Sicht der Ermittler, mal aus Sicht des Täters, mal LAPD, mal FBI ab, was zusätzliche Perspektiven eröffnet.

Und als man sich am Ende des Buches wähnt und denkt, nun in ruhiges Fahrwasser zu tauchen, knallt einem Chris Carter den nächsten Cliffhanger vor die Nase, der einem die Haare zu Berge stehen läßt und einen sofort auf einen schnellen Erscheinungstermin des Nachfolgebandes hoffen läßt.
Bis dahin werde ich mir hoffentlich die Vorgängerbände "reingezogen" haben!

Bei all dem Glanz gibt es auch ein wenig Schatten:
Nervig empfand ich den wiederkehrenden Hick-hack zwischen LAPD-Detective Carlos Garcia und FBI-Agent Erica Fisher. Wo blieb da deren Professionalität bzw. Anspruch, zu den "Besten der Besten" zu gehören?

Unglücklich gewählt finde ich den deutschen Buchtitel "Blutrausch", denn im Original erschien das Werk unter "Gallery of the dead", was viel besser eine Mordserie suggeriert.

Fazit:
Spannende amerikanische Profiler-Kost, die einem von Cliffhanger zu Cliffhanger in Atem hält. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

05.10.2018 21:48:55
Maren Richter

Für mich mitlerweile bereits der neunte Chris Carter aus der Ermittlerreihe Hunter/Garcia.
Ich habe mich darauf gefreut ihn lesen zu dürfen und jetzt jammer ich mal auf hohem Niveau, fand das dies der schwächste der Reihe war.
Wie immer kam man sehr gut in die Geschichte. Teilweise geht es ja schon fast nicht mehr grausamer.
Hunter und Garcia werden zu einem Mord gerufen, bei dem die Leiche grausam und bestalisch gehäutet wurde. Der Mörder wird bald als Künstler eingestuft und ein interessante Suche beginnt.
Carter versteht es immer wieder neue Erkenntnisse für die Leser bereit zu halten, so dass man sich nie sicher sein kann ob man auf der richtigen Spur ist.
Teilweise kam mir hier jedoch die Ermittlungen zu kurz, daher meine Behauptung das es sich hierbei um den schwächsten der Thriller handelt.
Trotzdem konnte ich das Buch natürlich nicht so schnell aus der Hand legen.

27.09.2018 21:43:01
Petra Sch.

Wie gewohnt ein blutrünstiger Pageturner


4,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
Die beiden Detectives von der Spezialeinheit UV (Ultra violent) des LAPD, Robert Hunter und Carlos Garcia, werden an einen Tatort gerufen, an dem eine weibliche Leiche in ihrem eigenen Bett liegt. Arme und Beine am Körper, Hände und Füße fehlen, komplett gehäutet. Das ganze Zimmer ist mit Blut verschmiert und auf dem Rücken befindet sich auf der einzige Stelle, wo noch Haut ist, eine eingeritzte Botschaft: "Schönheit umgibt sie".
Kurz darauf schaltet sich das FBI ein, da es vor einigen Monaten ebenfalls zwei Leichen mit ähnlichen, in den Rücken geritzten Nachrichten, gab.
Der Täter, vom FBI "der Chirurg" genannt, versteht sich als Künstler und erschafft seine eigenen Galerie der Toten.
Bald gibt es einen viertes Opfer - und FBI und LAPD müssen nun zusammenarbeiten, um den Täter zu finden, bevor er weiter töten kann!


Meine Meinung:
"Blutrausch" ist der 9. Fall für den Profiler Robert Hunter und seinen Kollegen Robert Garcia. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden.
Der Schreibstil ist wie gewohnt schnell und flüssig zu lesen. Die kurzen Kapitel und die Cliffhanger am Ende der Kapitel lassen einen nur so durch das Buch fliegen. Wie immer lassen einen viel Blut und Brutalität die Gänsehaut aufkommen.
Leider war mir der Showdown zu schnell, zu unlogisch, und nicht authentisch. Das Motiv hingegen war für mich glaubwürdig.
Fix ist, dass es auf jeden Fall noch mindestens einen neuen Fall für Robert Hunter geben wird, denn die Geschichte ist: to be continued...

Das Cover ist eher aussagelos, lässt aber aufgrund der Gestaltung und der Schrift sofort einen Chris Carter Thriller erkennen.
Leider ist der Titel grottenschlecht gewählt und hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Im Gegenteil! Er ist rundum falsch! Denn der Täter hat in diesem Fall keinen Blutrausch, sondern möchte sich Schönheit erhalten. Der englische Titel "Gallery of the dead" - Gallerie der Toten - passt hingegen perfekt. Warum hat man das nicht eins zu eins übersetzt??


Fazit:
Ein typischer Carter, der beim Lesen fesselt, aber im Nachhinein etliche Fragen aufwirft und einiges unlogisch erscheinen lässt. Trotzdem super spannend, daher diesmal 4,5 Sterne.

26.09.2018 16:04:42
leseratte

Auch ich fand, dass es bisher Chris Carters schwächster Roman ist. Guter Anfang, ein wenig schleppender Mittelteil. Dieses ewige Geplänkel zwischen FBI und LAPD ist ein wenig zähflüssig und nervt. Aber ist vielleicht so gedacht? Jedenfalls hat das Ende einen wieder entschädigt. Um was es im 10. Teil gehen wird,
dass ist doch wohl klar, lasse ich mir nicht entgehen.

24.09.2018 16:13:13
nobi

Kann mich den vielen guten Kritiken nicht ganz anschliessen. Das war eher einer der schwächsten, wenn nicht der schwächste Roman von ihm. Was gut anfing, lief dann fast 300 Seiten zäh weiter, auch das Finale war dann nicht so berauschend. Die kurzen Kapitel u. den Schreibstiel hingegen fand ich gut. Ein Fehltritt sei ihm gegönnt, hoffe die nächsten werden wieder wie die Vorgänger.

10.09.2018 16:57:07
isa21

Wie immer ...
Schon seit „Jahren“ habe ich auf die Fortsetzung der Reihe um Hunter und Garcia gewartet und gleich am Erscheinungstag des Romans gekauft und gelesen.
Das Buch begann überaus spannend, auch wenn die Darstellung des Tatorts nicht unbedingt etwas für schwache Nerven ist. Auch im weiteren Verlauf des Buches tauchen immer wieder grausame und brutale Beschreibungen auf. Das Ende des Buches mit dem Ausbruch eines Häftlings aus dem Hochsicherheitstraktes finde ich allerdings kaum glaubwürdig (aus diesem Grund auch nur 4 Sterne) – ist aller Voraussicht als Cliffhanger für Band 10 zu sehen.
Chris Carter hat auch dieses Mal wieder einen sehr spannenden Roman, mit immer wieder unerwarteten Wendungen geschrieben.
Ich warte schon gespannt auf Band 10 der Reihe – auch dieser wird mit 99%iger Wahrscheinlichkeit dann in meinem Bücherregal zu finden sein.

10.09.2018 16:10:01
Odenwaldwurm

Ein Killer mit Künstlerseele. Das Los Angeles Police Department ist aufgeschreckt. Ein neuer Fall für Robert Hunter und seinen Partner Garcia. Die härtesten Profiler der Welt!
„Seit 37 Jahren bei der Truppe, und das Einzige, was ich vergessen möchte, ist das, was in diesem Zimmer ist.“ Ein Polizist vom LAPD warnt die Sonderermittler Robert Hunter und Carlos Garcia vor dem schockierenden Anblick. Die beiden Detectives sind auf Morde spezialisiert, bei denen der Täter mit extremer Brutalität vorgegangen ist. Im Morddezernat intern als ultra violent, kurz „UV“ eingestuft. Hunter und Garcia, ausgebildete Kriminologen und Psychologen, sind die UV-Einheit, und der neue Fall sprengt selbst für sie alle Grenzen des Verbrechens. Sie jagen einen Serienkiller, der die Welt einlädt, seine Galerie der Toten zu besichtigen.
Der 9. Fall für Hunter und Garcia: ein Mega-Thriller von Bestsellerautor Chris Carter. (Klappcovertext vom Buch)

Ich bin sehr gut in den Thriller gekommen. Obwohl ich bisher noch keine der 8 anderen Bände mit Hunter gelesen habe. Der Schreibstil ist gut und sehr flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sehr gut und bildlich dargestellt. Ich war total von Hunter und Garcia begeistert. Besonders Garcias Humor gegen über dem FBIs fand ich toll und lockerte die Story immer wieder auf. Gleich von Anfang an bringt der Autor eine super Spannung in die Story. Eigentlich hatte Hunter etwas anderes vor und dann schellte sein Handy und er musste zum Tatort. Und was das für ein Tatort war, die Leiche wurde die Haut abzogen und noch vieles mehr. Aber mehr will ich hier nicht verraten. Aber die Spannung bleibt das ganze Buch auf hoher Stufe. Ich war sprachlos als am Schluss die Spannung noch einmal erhöht wird, das fast nicht machbar war. Ich bin total begeistert wie der Autor die Ermittlungen beschreibt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Hunter und dem FBI finde ich sehr gelungen. So das ich das Buch nur kaum aus den Händen legen konnte. Aber der Höhepunkt war dann doch noch einmal der Schluss.

Ich kann den super spannenden Thriller nur jedem empfehlen zu Lesen. Aber er sollte keine schwachen Nerven haben. Ich freue mich schon auf den nächsten Band von Hunter. Da es schon eine Andeutung auf einen geflohenen Gefangenen gibt. Aber sicherlich werde ich noch einige der 8 anderen Fälle von Hunter nachlesen. Da ich sehr gespannt bin was er schon alles erlebt und ermittelt hat.

10.09.2018 11:49:50
PMelittaM

Robert Hunter und Carlos Garcia bekommen es mit einem recht untypischen Serienmörder zu tun, er scheint seine Befriedigung nicht aus der Qual seiner Opfer zu schöpfen, hat offenbar kein einheitliches Beuteschema und mordet in verschiedenen Bundesstaaten. Letzteres führt dazu, dass die beiden mit dem FBI zusammenarbeiten müssen, eine Zusammenarbeit, die nicht immer glatt läuft.

Bereits der 9. Band der Reihe, scheint mir dieser etwas zu schwächeln. Der Roman ist, auch wenn es der Täter nicht zu sein scheint, eher durchschnittlich es fehlt ihm zwischendurch an Spannung und Überraschungen, die Zänkereien zwischen den Ermittlern der beiden Behörden gehen ein bisschen auf die Nerven, ebenso eine der Charaktere. Richtig gut wird der Roman erst gegen Ende, wo er mich dann doch überraschen kann.

Hunter und Garcia kennt man ja bereits aus den Vorgängerbänden, viel mehr gibt es hier über die beiden nicht zu erfahren, außer vielleicht, dass Hunter sich einer Beziehung zu nähern scheint, man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickeln wird. Die FBI-Agenten, vor allem Erica Fisher, erscheinen fast als Karikaturen. Als Nicht-Amerikanerin kann ich vielleicht „den Ernst der Lage“ nicht ausreichend erkennen, aber alleine, dass die beiden sich schon optisch auffällig unauffällig geben, die Sonnenbrillen zu jeder Tageszeit und an jedem Ort, und die Überheblichkeit machen vor allem die Agentin zu einem puren Klischee. Dumm nur, dass sie sich dann nicht auch so zeigt, sondern sich leicht übertölpeln lässt und zu unbedachtem Handeln neigt. Sie will die beste sein, kommt aber an Hunter nicht heran, der es selbst nicht nötig hat, sich übermäßig zu profilieren. Hier hätte jedenfalls weniger mehr sein können.

Gut gefallen hat mir, wie immer, Chris Carters Erzählstil, recht sachlich, mit viel Hintergrundwissen (seine eigene Biografie sorgt dafür, dass er weiß, wovon er spricht), besonders aber die verschiedenen Perspektiven, zu denen auch die des Täters und einiger der Opfer gehört. Letzteres ist für den Leser besonders „tragisch“, lernt er diese doch recht gut kennen, ihr Tod nimmt ihn daher mehr mit als es bei „anonymen“ Opfern der Fall wäre. Die Kapitel sind recht kurz, und größtenteils mit einem Cliffhanger ausgestattet, so dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte, dann noch eins usw. So wird der Roman schnell zum Pageturner, auch wenn manche dieser Cliffhanger etwas aufgesetzt wirken.

Der Fall ist interessant und lässt den Leser miträtseln – nicht, wer der Täter ist, sondern warum er tötet und was er damit „sagen“ will. Auf die Lösung werden wohl die wenigsten kommen, dennoch macht es Spaß, ein bisschen zu spekulieren, und die Auflösung ist durchaus zufriedenstellend. Etwas ärgerlich finde ich allerdings, dass der deutsche Buchtitel so gar nicht zum Roman passt, da wäre eine Übersetzung des englischen Titels sinnvoller gewesen. Ganz am Ende des Romans wird offenbar der nächste Band vorbereitet, hier darf man wirklich gespannt sein!

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich den Roman gespannt gelesen und mitgefiebert, Chris Carter versteht sein Handwerk und hat auch hier einen lesenswerten Thriller vorgelegt, Genrefans können bedenkenlos zugreifen. 82°

07.09.2018 07:34:58
anyways

Detective Hunter ist mitten in einer Vorlesung, vor nicht weniger als 150 Studenten, als ihn ein Anruf auf dem Diensthandy erreicht. Als Leiter der UV-Einheit des LAPD kann es sich nur um einen neuen Fall handeln und genau darüber wird er informiert. Hastig verlässt er den Hörsaal und begibt sich zum Tatort. Als er dort, zusammen mit seinem Partner Carlos Garcia eintrifft, werden beide von einem Polizisten vorgewarnt… ihnen stehe ein schockierender Anblick vor. Die Grausamkeit des Täters ist selbst für die beiden erfahrenen Ermittler schwer zu ertragen. Im Schlafzimmer des Hauses finden sie eine Leiche vor, der Hände, Füße, Augen und Haut fehlen, dafür sind die Wände mit Blut beschmiert. Mit was für einem bizarren Mörder habe es Hunter und Garcia dieses Mal zu tun? Sie sind jedenfalls sehr überrascht, das innerhalb weniger Stunden das FBI vor der Tür steht und sich diesen Fall schnappen will, nach einigem hin- und her wird aber eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von den Vorgesetzten festgelegt. Die hat durchaus Vorteile, denn das FBI verfügt über wesentlich mehr Ressourcen.

Der 9. Fall für Hunter und Garcia und der Autor Chris Carter weiß, wie er seine Leser bis zur letzten Seite fesseln kann. Er ist für mich einfach ein Garant für gute Spannung und äußersten Nervenkitzel. Einer der wenigen Autoren, deren neue Bücher ich immer unbedingt lesen muss, auch ohne mich vorher weiter zu informieren. Durch seinen beruflichen Werdegang verfügt Carter natürlich über ein hohes Maß an Hintergrundwissen, dieses in einen spannungsreichen und dramatischen Thriller zu verwandeln gelingt dem Autor bei jedem neuen Buch perfekt. „Blutrausch“ besticht durch eine einfallsreiche Story mit verschiedenen Wendungen und meisterhaft gesetzten Spannungsbögen. Besonders gefallen hat mir, dass das Leben des Opfers detailliert (oft in Rückblenden) beschrieben wird. Nur weniges trübt ab und an mein Lesevergnügen, in diesem Buch waren es die allzu stereotyp beschriebenen FBI-Agenten. Klar die Pilotenbrille muss wohl sein, dass Frauen in Führungspositionen aber jedes Mal so äußerst zickig und unbeherrscht sind, sogar oft falsch liegen in ihren Entscheidungen, wage ich zu bezweifeln.

Fazit: Geballte Spannung von einem Meister seines Faches.

03.09.2018 18:19:32
Kerstin

Auch in dem aktuellen Chris Carter Buch enttäuscht uns der Autor überhaupt nicht. In diesem Teil ermitteln Hunter und Garcia gemeinsam mit dem FBI und versuchen einem Serienmörder auf die Spur zu kommen. Wie immer bekommen wir am Anfang die sehr brutalen Morde im genauesten beschrieben, im jetzigen Teil meint der Mörder ein Künster zu sein, und die Leichen besonders in Pose zu setzen. So jedenfalls die Theorie der Ermittler. Dann stürzen wir uns in den Fall. Lernen den Täter kennen und seine Praktiken.
Auch findet diesmal Hunters Privatleben eine große Rolle in dem Buch, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich hoffe das wir über die beiden noch viel mehr erfahren.
Das Ende wie immer mit großen Showdown. Und der Vorfreude auf den nächsten Band.

03.09.2018 14:36:38
leseratte1310

Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia werden zu einem Mordfall gerufen. Sie gehören einer besonderen Einheit des Morddezernates namens ultra violent (UV) an. In ihrem Job werden sie immer wieder mit Grausamkeit und Brutalität konfrontiert, aber dieser Fall ist besonders schockierend. Wenn sie zu diesem Zeitpunkt nur schon wüssten, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben, der aller Welt seine Galerie der Toten präsentieren möchte.
Dies ist der neunte Band aus der Reihe um Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Es ist nicht mein erstes Buch von Chris Carter, daher wusste ich, was mich erwarten würde. Seine Thriller sind nichts für schwache Nerven. Aber er hat einen sehr flüssig zu lesenden Schreibstil und Spannung von Anfang an ist garantiert.
Der sympathische Hunter ist ein intelligenter Mann mit einem fotografischen Gedächtnis. Er versteht es sehr gut, sich in die kranken Gedankengänge der Täter hineinzuversetzen. Oft kommt er fast schon zu perfekt rüber. Sein Kollege Garcia ist ein Familienmensch. Die beiden sind ein tolles Team und verstehen sich sehr gut. Garcias Humor sorgt dafür, dass die düstere Atmosphäre auch mal aufgelockert wird.
Die Geschichte ist brutal, beängstigend und spannend. Man hat Bilder im Kopf, die man eigentlich lieber nicht sehen würde. Bei diesem Fall muss sich Hunter auch noch mit dem FBI abfinden, das seine eigenen Methoden hat. Die Ermittler tappen lange im Dunkeln herum und mir erging es nicht anders. Es gibt immer wieder Wendungen, sie dafür sorgen, dass die Spannung erhalten bleibt und am Ende gibt es noch einen furiosen Showdown. Der Plot ist wieder gut durchdacht und schlüssig. Allerdings bleiben am Ende Fragen offen, so dass sehnsüchtig auf den nächsten Band hofft.
Ein sehr spannender Thriller.

02.09.2018 13:01:16
buchleserin

„Blutrausch“ ist der 9. Fall der Hunter-und-Garcia-Reihe von Chris Carter.
Ein schockierender Tatort. Linda Parka, ein junges Model wurde umgebracht. Hunter und Garcia sind die UV-Einheit (ultra violent) des LAPD für besonders brutale Mordfälle. Die beiden sind hinter einem Mörder her, den sie anfangs den „Künstler“ nennen. Es ist jedoch nicht sein erster Mord. Das FBI schaltet sich ein und übernimmt die Ermittlungen. Hunter und Garcia sind zur Unterstützung jedoch mit im Team.
Wieder ein neuer Fall für Hunter und Garcia. Ich mag diese beiden Ermittler sehr, ein sympathisches Duo. Der Thriller beginnt ziemlich spannend. Der Tatort ist schockierend. Die nachfolgende Handlung konnte mich diesmal jedoch nicht ganz so fesseln, wie bei den anderen Büchern dieser Reihe, die ich bisher gelesen habe. Der Anfang war spannend, wieder ein ungewöhnlicher Mordfall, doch die Ermittlungen und der weitere Verlauf der Handlung waren etwas zäh. Die Agents Fisher und Williams vom FBI leiten die Ermittlungen, Hunter und Garcia sind zur Unterstützung dabei. Direktor Adrian Kennedy wollte Robert Hunter unbedingt dabei haben.
Ich fand diesen Thriller auch gut, aber diesmal irgendwie nicht ganz so rasant und packend. Dieser Band war diesmal etwas anders. Es gab natürlich auch unerwartete Wendungen. Das letzte Drittel war auch wieder spannender, die Ereignisse überschlugen sich und ganz plötzlich wussten die Ermittler wer der Täter ist. Nicht nur Captain Blake hatte sich gewundert, ja, ich mich auch. Die Handlung endet schließlich mit einem Cliffhanger und macht neugierig auf das nächste Buch.
„Blutrausch“ ist für Chris Carter Fans natürlich ein Muss. Ich finde diesen Band jedoch etwas schwächer als seine Vorgänger.

28.08.2018 15:31:38
Dasgab

Ein typischer Chris Carter. Ein wirklich sehr guter Krimi, voller Sapnnung bis zur letzten Seite. Die Spannung bleibt immer im oberen Level. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Voll empfehlenwert, ein super Roman. Wie immer bei einem Krimi von Chris Carter
Doch das aller Beste ist Schluss. Fortsetzung folgt.

27.08.2018 13:31:32
HexeLilli

Von hexelilli
Ich muss schon sagen, Chris Carter gelingt es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Dies ist der mittlerweile 9. Fall für die Sonderermittler Robert Hunter und seinem Kollegen Carlos Garcia.
Gemeinsam mit zwei FBI Agenten jagen sie einen Serienmörder der sich für einen Künstler und Sammler hält. Perfekt in Szene gestellt plant er seine Taten. Gelingt es dem Team ihn zu stoppen?
Das Buch war super spannend zu lesen, mit teils grausamen Details, also nichts für zart besaitete Leser. Die Kapitel wurden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Einmal die Arbeit der Ermittler, dann kurze Infos über die Opfer und Gedankengänge und Vorbereitung aus Sicht des Täters. Die meisten Kapitel endeten mit einer neuen Erkenntnis. So fiebert man den nächsten Zeilen entgegen um die Auflösung zu erfahren. Der Spannungsbogen wird so hoch gehalten. Punktabzug gab es für den Schluss.
Fand ich teilweise zu unrealistisch. Außerdem hatte ich das Gefühl, das gab es schon mal irgendwo.
Alles in allem hat mir das Buch einige fesselnde und unterhaltsame Stunden beschert. Für Leser die nicht zimperlich sind kann ich den Thriller nur empfehlen.
Dank an Vorablesen.

27.08.2018 11:44:30
Karschtl

Dieser Autor wurde mir schon sehr empfohlen, daher habe ich auch zugegriffen als ich seinen neuesten Band der Krimireihe um die Special Detectives Hunter und Garcia entdeckte.
Der erste Blick ins Buch hat mich auch sehr begeistert und neugierig gemacht. Ich fand prinzipiell die Idee des Krimis nicht schlecht. Die Motive für die Morde, und wie alles zusammen hängt, das war durchaus interessant. Aber leider gab es doch zahlreiche Dinge, die mich gestört haben, so dass ich am Ende nur 2,5 Sterne von 5 vergeben mag.

Am nervigsten waren die Dialoge zwischen den einzelnen Ermittlern.
Zum einen war da ein wiederholtes Geschwafel, vorzugsweise um Kunst und Kunstwerke und wie die einzelnen Tatorte interpretiert werden können. Spätestens bei der 3. Diskussion darüber hab ich nur mit den Augen gerollt. Vor allem weil ermittlungstechnisch ja auch so gar nichts weiter gegangen ist. (Was ist zB mit dem Handy des Opfers, das wir zuerst kennen lernen? Sie macht ja ein Selfie von sich, auf dem auch der Täter zu sehen ist. Hat der Täter das Foto gelöscht, das ganze Handy mitgehen lassen, wieso wird dazu nie wieder was erwähnt??)
Am meisten gestört hat mich allerdings, dass mehrmals die Ermittler als quasi 'minderbemittelt' dargestellt werden, ohne dass der Autor das beabsichtigt hat. Aber es kam bei mir so eben an. Denn wenn sie in ihren Gesprächen auf Dinge zurückkommen, die sie schon mal besprochen hatten, dann fragten sie das Gegenüber immer sowas wie "du hast gestern xy gesagt, erinnerst du dich?" oder auch "weißt du noch, dass wir das und jenes festgestellt hatten". Na klar erinnert er (oder sie) sich, das ist ja gerade mal ein paar Stunden her!! Und diese Art der Gesprächsführung zieht sich eigentlich komplett durch. Die andere Variante ist, wenn jemand was sagt und jemand anderes dann "Häh" oder "Wie meinst du das?", so dass sich Ersterer dann veranlasst sieht das Ganze nochmal klar und deutlich zu erklären. Oder es gibt eine klare Anweisung, und trotzdem fragt die Ermittlerin "Wovon reden Sie?". Als ob sie schwer von Begriff wäre...
Ein Beispiel für einen solchen unnötigen Dialog: ~~"Ich glaube wir haben einen Fehler gemacht", begann Hunter, sobald sich alle um seinen Schreibtisch geschart hatten. "Einen Fehler?" wiederholte Agent Fisher. Ihre Unsicherheit spiegelte sich in Garcias und Williams' Mienen. "In Bezug auf was?"~~ Hätte sie ihn doch einfach mal weiterreden lassen, dann wären wir alle schon sehr viel schneller schlauer gewesen.

Mir ist schon klar, dass beides (das Wiederholen von schon mal gesagtem sowie das genaue Erklären) wahrscheinlich vom Autor deshalb so geschrieben wurde, um auch dem Leser die Chance zu geben den Ermittlungen genauesten zu folgen. Aber es ist halt nun mal nicht so, wie ich mir authentische Gespräche zwischen Super-Detectives vorstelle (denn wir reden hier nicht von irgendwelchen Deputies vom Dorfe, sondern es sind ja angeblich die Besten der Besten). Der einzige der noch einigermaßen gut wegkommt, ist Robert Hunter - weil er auch die meisten Thesen und Interpretationen beisteuert und seinen Kollegen dann erklärt, und daher braucht er nicht so viel nachzufragen.
Ich glaube, der Autor hätte hier besser mit einem auktorialen Erzähler gearbeitet, um dem Leser die wichtigen Details zu vermitteln anstatt die angeblichen Experten sich so unterhalten zu lassen, als ob sie ihren Job erst seit gestern machen würden.

Vorsicht, leichter SPOILER
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Auch an einer anderen Stelle verhalten sich Hunter und Garcia total unprofessionell. Sie wollen ein Haus, wo sie einen Verdächtigen vermuten, geräuschlos betreten und machen sich sogar Sorgen um quietschende Türangeln und knarrende Dielenbretter. Aber trotzdem reden sie beide ziemlich viel miteinander, auch über so belanglose Dinge wie den Namen ihrer Waffen. Ein Knarren könnte eine Person also aufschrecken, ihre Stimmen aber nicht? Profis hätten sich da wohl überhaupt nur mit Handzeichen verständigt. Als sie später Schüsse hören, denken sie "da ist etwas gewaltig schief gegangen!" Wieso? Sie sind da, weil sie einen Verdächtigen fassen wollen. Kann es nicht sein, dass ihr Kollegenteam diesen gerade gestellt hat und es deshalb Schüsse gab? Wieso gehen sie sofort vom Schlimmsten aus?


Der Autor war aber auch an anderen Stellen sehr geschwätzig. So beschreibt er die äußerliche Erscheinung eines Pathologen sehr detailliert, obwohl die absolut irrelevant ist. Wenn überhaupt, hätte man vielleicht ein signifikantes Merkmal für diese Person, die nur auf 2 Seiten vorkommt, anführen können. Auch der Autopsie-Raum wird genau beschrieben, und am Ende kommt dann sowas wie "bis auf den Grundriss unterschied sich der Raum nicht viel von anderen dieser Art". Ja wieso sollte er denn auch? Ich schätze es, wenn ein Autor dem Leser das Setting oder auch die auftretenden Personen beschreibt, aber manches ist dann auch einfach nur überflüssig.

Dann sind da auch noch die ausführlichen inneren Monologe des Täters, in denen es vorwiegend um seine Gefühlswelt und seinen Erregungszustand geht, immer wieder gespickt mit rhetorischen Fragen, wann und wie das FBI seine Genialität erkennen würde.

Die zeitlichen Sprünge, die mehrfach auftauchten, fand ich ebenfalls den Lesefluss störend. Immer wieder passierte es, dass ein Kapitel nicht dort anknüpfte wo das vorherige aufgehört hatte, sondern zu einem früheren Zeitpunkt einsetze, um das Zustandekommen der Szene auch aus der anderen Sichtweise zu schildern. Allerdings war einem nicht immer ganz klar, ob es sich nun um einen solchen Zeitsprung handelte, und wenn ja wie lange vorher das spielte. Das war manchmal eine Stunde, manchmal nur ein paar Minuten. Aber man brauchte immer wieder einen kurzen Moment, um sich gedanklich zu sortieren, und das Gelesene richtig einordnen zu können.

Das Ende passt für mich dann zeitlich auch so gar nicht zusammen.
Vorsicht, großer SPOILER!
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Hunter sagt, er hätte 1h nachdem der Krankenwagen da war, den Anruf mit dem Namen und Adresse erhalten. Selbst wenn Kennedy gleich reagiert, so ist die SWAT-Einheit nicht in 5min bei selbiger, sondern braucht eine Weile. (Und wie bitte haben sie eigentlich so schnell die Sicherheitsfirma ausfindig machen können, um das Alarmsystem zu deaktivieren? Und wieso baut sich so ein Super-Computerexperte nicht einfach seine eigene, sondern beauftragt mit sowas eine Fremdfirma?? Nie im Leben!). Der Täter allerdings geht relativ rasch nachdem seine Monitore ausgefallen sind, zu seiner Geisel. Was bitteschön machte er dann die nächsten mindestens 2h dort noch?
Und noch eine zeitliche Ungereimtheit: erst 2 Tage später will die Chefin von Hunter wissen, wie er denn eigentlich auf die Spur des Täters gekommen ist! 2 Tage!


Den Titel finde ich auch nicht sehr passend zum Inhalt und vor allem Motiv des Täters. Da ist der englische Originaltitel weitaus treffender.

Insgesamt findet die Handlung des Buches innerhalb weniger Tage statt. Aber aufgrund all der aufgezählten erzählerischen Mängel war es für mich keineswegs was man einen fast-paced thriller nennt. Schade, dabei hatte ich mich wirklich auf das Buch gefreut.
Ich habe bereits ein früheres Buch aus dieser Reihe, und werde das sicher auch nochmal lesen. Denn offensichtlich gefällt dieser Autor ja so vielen anderen LeserInnen. Und ich bin jetzt schon sehr neugierig, ob das eine einmalige Sache gewesen ist, oder tatsächlich sein Erzählstil. Falls es letzteres sein sollte, dann ist Chris Carter wohl eher nichts für mich.

23.08.2018 00:05:18
niggeldi

Gewohnt grausam und gewalttätig, aber einfach genial!

In ihrem neunten Fall treffen die Detectives Hunter und Garcia auf einen Killer, der sich der Kunst verschrieben hat und seine Opfer wie in einer Ausstellung darbietet. Auch in Sachen Liebe in Bezug auf Robert gibt es einige Neuigkeiten...

Endlich mal wieder ein richtig cooles Cover! Die der letzten zwei Bände fand ich nicht so berauschend, sondern etwas langweilig. Da freut es mich umso mehr, wieder eine kleine Augenweide in den Händen zu halten! :)

Schreibstil und Kapitellänge sind wie bei den acht Teilen zuvor schön knackig! Man rätselt jedes Mal mit den beiden Detectives mit und fiebert regelrecht der Auflösung entgegen. Auch die charakterliche Entwicklung der Hauptpersonen ist gut nachvollziehbar und somit authentisch.
Chris Carter hat es auch hier wieder einmal geschafft, einen Täter mit völlig neuen Methoden und Motiven zu erfinden; das hat mich schon beim Vorgänger “Death Call“ in Erstaunen versetzt! Ich hoffe, das geht bei den Folgebänden ebenso weiter, das Ende von “Blutrausch“ lässt einen nämlich wie einen Verdurstenden zurück, der noch viel mehr braucht! Nicht im Sinne eines unbefriedigenden Fall-Abschlusses, - dieser ist in der Tat wieder gekonnt umgesetzt - sondern mit einem Verweis, um was es im nächsten Buch wohl gehen könnte. :) Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. :D

Ich kann dieses Buch nur empfehlen (es sei denn, man steht nicht auf detailliert beschriebene, brutale Szenen xD), aber würde jedem “Neueinsteiger“ in die Reihe raten, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da dies den Lesegenuss maximiert. 5 Sterne!