Der Totschläger

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • London: Simon & Schuster, 2013, Titel: 'One by one', Originalsprache
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2014, Seiten: 6, Übersetzt: Uve Teschner

Couch-Wertung:

80°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

11 x 91°-100°
2 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
2 x 1°-10°
B:83.4
V:14
W:{"1":2,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":1,"82":0,"83":1,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":1,"92":0,"93":0,"94":1,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":9}
Andreas Kurth
Ein Killer - brutal, clever, gnadenlos

Buch-Rezension von Andreas Kurth Nov 2013

In seinem Büro erhält Detective Robert Hunter einen Anruf, der ihn in einen echten Horror-Fall führt. Er wird aufgefordert, eine Internet-Seite aufzurufen, und dort über die Todesart für eine gefangene Person zu entscheiden. Die Hoffnung, es handele sich um eine geschickte Fälschung, zerschlägt sich. Der Mörder versucht Hunter und seinen Partner zu manipulieren, und die Ermittler sind nach dem Vorfall recht schnell ebenso ratlos wie verzweifelt. Schon bald wird deutlich, dass der Killer ebenso brutal wie clever ist. Über das Internet lässt sich seine Spur nicht zurückverfolgen, selbst das FBI, mit dem die Polizei von Los Angeles - zunächst widerwillig - zusammenarbeitet, stößt hier an seine Grenzen. Als die Leiche des grausam ermordeten Mannes gefunden wird, ist den Detectives endgültig klar, dass sie es hier mit einem gefährlichen Psychopathen zu tun haben. Robert Hunter und sein Team suchen fieberhaft nach dem Killer und seinem Motiv, bis plötzlich wieder das Telefon klingelt. Ein weiterer Mord wird live im Internet zelebriert – und jetzt sind schon mehr Menschen an der gruseligen Abstimmung beteiligt. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, denn es wird deutlich, dass der Mörder weitermachen wird - offenbar verfolgt er eine Mission.

Carter hält sich nicht mit Vorgeplänkel auf

Um es vorweg zu sagen: Der Totschläger von Chris Carter ist ziemlich heftiger Lesestoff, ein Thriller der härteren Art. Wer gedrechselte Wortakrobatik oder einen literarisch anspruchsvollen Kriminalroman lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Wer dagegen atemlose Spannung bevorzugt, und dabei nicht unbedingt darüber nachdenken möchte, wie wahrscheinlich die ganze Geschichte am Ende tatsächlich ist, wird von diesem Roman bestens unterhalten. Durch den dynamischen Beginn wird der Leser hier sofort von der Handlung gefesselt, Chris Carter hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf. Gleich der erste Mord macht überaus deutlich, dass es Robert Hunter und seine Mitstreiter mit einem perfiden Killer zu tun haben, der sich dabei auch noch über die Ermittler lustig macht. Es gibt hier zwar kaum Zweifel in Bezug auf die Überlebenschancen der Opfer, aber die Spannung wird durch ganz andere Faktoren erzeugt und ständig hoch gehalten. Man kann nie voraus ahnen, wann und wie der Mörder wieder zuschlägt. Oder ob die Ermittler ihm bis zum nächsten Opfer bereits näher kommen. Die Schilderung der Tötungsakte rückt den Roman ziemlich nahe an das Genre Horror heran, aber es bleibt in meinen Augen doch ein Thriller, der dem Bereich Spannungsliteratur zuzuordnen ist.

Realistischer als man sich wünschen möchte

Der Leser hält öfter mal den Atem an, der Fortgang der Handlung ist nicht wirklich zu erahnen – jedenfalls nicht in den Einzelheiten. Die Unterteilung in kurze, knackige Kapitel führt in meinen Augen dazu, dass man kaum das Lesen unterbrechen möchte. Manche zunächst losen Fäden werden im letzten Drittel des Romans geschickt miteinander verknüpft, und man bekommt langsam einen Überblick über die gesamten Zusammenhänge. Chris Carter macht seinen Lesern nachhaltig deutlich, wie überaus grausam Menschen mit einem entsprechenden Motiv werden können. Dabei geht es nicht nur um einen abseitigen Psychopathen, sondern auch die Nutzer der modernen Kommunikationsmedien, die ohne irgendwelche Skrupel, ohne nachzudenken, an einer Abstimmung über die Tötungsart für einen offensichtlich hilflosen Menschen teilnehmen oder sich an dessen unendlichem Leid ergötzen. Ich fürchte, diese Aspekte kommen der Realität näher, als wir alle es uns vielleicht wünschen mögen.

Eine gesellschaftskritische Note

Das Finale wird aus Gründen, die ich hier natürlich nicht verraten werde, nochmals dramatischer. Der Leser hat schon einige Überraschungen erlebt, aber das wird durchaus noch getoppt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Meinungen über diesen Roman, wie schon bei anderen Werken von Chris Carter, durchaus geteilt sein werden. Deshalb nochmal: Wer mit hoher Spannung unterhalten werden möchte, liegt hier richtig. Literaturwissenschaftler mögen das Buch in die Ecke feuern – aber das ist ja nun mal nicht der Maßstab. Und die in den Roman deutlich spürbar eingeflochtene Kritik an der zuweilen hirnlosen Nutzung des Internets gibt der Geschichte auch noch eine gesellschaftskritische Note – wenn man das denn registrieren möchte. Ich habe das Buch jedenfalls mit großem Genuss gelesen, und es wird nicht das letzte von Chris Carter gewesen sein.

Der Totschläger

Der Totschläger

Deine Meinung zu »Der Totschläger«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
21.06.2018 21:25:38
ThrillyBilly

Der Anfang hat mich fasziniert und gefesselt. Der Mörder erklärt die Denkweise des Detectives. Und ich habe weiter gelesen - gebannt.
Doch der Klappentext "Doch Mord ist kein Spaß für Hunter - Zug um Zug wird er zum Spielverderber" hat zuviel versprochen. Bis Seite 350 habe ich mich gefragt, was der Detective eigentlich macht, außer die Anweisungen des anonymen Anrufers zu befolgen. Die Auflösung ist dann auch plötzlich schnell und das Ende schwach.
Ich war enttäuscht. Ich werde kein Buch mehr von ihm lesen.

08.09.2016 13:40:39
Thrillerfan

er Klappentext gibt eine gute Einleitung.
Er sagt, du hast keine Wahl. Er sagt, du kannst nur zusehen. Es liegt nicht in deiner Macht, die Morde zu verhindern.

Detective Robert Hunter erhält einen Anruf. Spiel mit mir, sagt die anonyme Stimme. Doch Mord ist für Hunter kein Spaß - Zug um Zug wird er zum echten Spielverderber.

Mit diesem Anruf beginnt das Grauen, denn nach Information des Anrufers soll sich Hunter im Internet eine Seite aufrufen. Und nach Öffnen der Seite muss er ein Video ansehen, in dem zu sehen ist, wie ein Mensch grausam ermordet wird. Garcia, der Partner von Hunter, wird einbezogen um schnellstens den Ort des Verbrechens zu finden und damit Erkenntnisse zu bekommen, wer der Verbrecher ist.
Aber es wird schwer und undurchsichtig. Und noch schlimmer, das Morden geht weiter und Hunter und sein Partner sind über Video dabei und können nicht helfen.
Es müssen noch viele andere Organisationen bei den Ermittlungen einbezogen werden. Aber trotzdem läuft alles ins Leere. Erst sehr sehr spät werden Hinweise gewonnen, wer dahinter stecken könnte.
Und nun wird es auch noch gefährlich für die Hunter und Garcia persönlich. Die Zeit läuft.

Ein außergewöhnlicher Thriller, der zwar sehr genau die Verbrechen darstellt, aber durch gute Schreibweise die Spannung bis zur letzten Seite hält. Man möchte das Buch eigentlich in einem Zug fertiglesen.
Aber für schwache Nerven ist das Buch nicht geeignet. Ein Thriller ist eben kein Liebesroman.

Die anderen Romane von Carter werde ich bestimmt lesen.

27.08.2015 21:26:39
Kerstin

Teil 5 der Serie um die beiden Detectivs Robert Hunter und Carlos Garcia. Auch dieser Teil ist wieder brutal, genial durchdacht und hat ein super Ende. Hunter wird angerufen und soll entscheiden auf welche Weise ein Mord verübt werden soll. Verbrennen oder Ertrinken… und so verläuft das Buch weiter, natürlich werden mehrere Morde auf eine noch brutalerer Weise geschehen. Aber ich möchte hier an dieser Stelle dann doch nicht zu viel verraten. Schließlich soll die Spannung nicht genommen werden. Bei seinen Büchern oder speziell in diesem Buch ist ja nicht nur die spannende Frage wer ist der Mörder, Tatverdächtige tauchen ja genügend während des Buches auf, sondern wie werden die weiteren Morde verübt und die ganze Entwicklung. Auch geht es wieder ein bisschen in das privat Leben der beiden, was mir aber persönlich langsam zu extrem wird. Obwohl ich ihre „Macken“ gegenüber anderen Kommissaren noch sehr harmlos finde. Trotzdem wird das Schicksal oder eher das „Glück“ der beiden immer wieder rausgefordert.
Man kann wirklich sagen, er schafft es klasse eine Spannung über das komplette Buch aufzubauen. Es wird an keiner einzigen Stelle langweilig. Es passiert ständig etwas und irgendwelche neuen Verwicklungen tauchen auf. Wir lernen zu dem Leute vom FBI kennen denen wir bestimmt auch in einem der nächsten Teile begegnen werden. Weil trotz des Endes hoffe ich auf weitere gute Bücher von ihm die mich über Tage fesseln und mich das Buch einfach nicht zur Seite legen lassen. Wenn man fertig ist und weiß wer der Mörder ist, könnte man fast sagen man ist enttäuscht, da man nicht weiterlesen kann bzw darf.
Nicht zu empfehlen ist dieses Buch für Leute die es nicht brutal und ekelig mögen. Er beschreibt die Sterberituale sehr genau und geht auf viele, leereiche, Einzelheiten ein. Persönlich mag ich dies sehr gern sollte aber bei der Wahl des Buches beachtet werden.
Im Großen und Ganzen wieder ein sehr gutes Buch, und der Autor kann damit gut an seine Vorgänge anknüpfen.

15.03.2015 10:47:46
Tom Wilder

Ich bin enttäuscht von Chris Carter - diese Geschichte hat er schlichtweg geklaut und sich nicht einmal sonderlich viel Mühe gegeben viel zu verändern. Im Grunde ist "Der Totschläger" ein Plagiat zu dem Film "Untraceable" von 2008 mit Diane Lane als FBI Agentin, geschrieben von den Drehbuchautoren Mark Brinker, Allison Burnett und Robert Fyvolent.

Ich hoffe, dass ich beim nächsten Hunter-Roman mal wieder etwas selbst entwickeltes von Chris Carter serviert bekomme.

27.11.2014 20:22:04
Judith_2107

Einer der besten Thriller, die ich jemals gelesen hab. Spannend ab der ersten Seite und bis zur letzten Zeile. Dieses Buch hat von Wut über Angst bis hin zu Trauer wirklich alle Emotionen in mir ausgelöst. Sogar ein Tränchen musste ich verdrücken. So muss ein Thriller sein. Weltklasse. Chris Carter ist für mich einer der besten, wenn nicht DER beste Thriller-Autor...einfach FESSELND!

21.11.2014 10:44:21
rolandreis

Auch der fünfte Band aus der Hunter & Garcia Reihe steht seinen Vorgängern in nichts nach. Wer den Autor kennt, weiß auch, dass die Todesarten und die Beschreibung oft sehr detailliert und hart sind. In diesem neuen Fall nun bekommen die Ermittler schonungslos vor Augen geführt, in was für einer verkommenen Welt wir leben. Im Internet wird ein Mensch ermordet und die Welt sieht zu, sie stimmt sogar noch ab wie dieser sterben soll. Doch so weit hergeholt ist diese Theorie gar nicht, auf YouTube kann man schon heute so etliches an Videos sehen. Letztendlich ist Carter hier wieder ein Thriller gelungen, der sehr spannend ist, aber nichts für Leser mit schwachen Nerven.

27.10.2014 15:09:46
ralf

Ich habe das Buch zufällig beim Einkaufen mitgenommen ohne vorher Kritiken zu lesen. Durch dieses Buch habe ich das Lesen wieder für mich entdeckt. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Man muss einfach weiterlesen. Habe lange kein Buch mehr gelesen das so spannend ist. Absolute Lese-Empfehlung!! Top-Thriller!! Allerdings nix für schwache Nerven, da sehr detailliert beschrieben wird. Das Buch ist wie ein Magnet und selten habe ich ein Buch verschlungen wie dieses. Nachdem ich es gelesen habe, habe ich mir die anderen Teile der Robert Hunter Reihe bestellt.

21.10.2014 22:49:32
Carina

Das Buch fesselt einen ab der ersten Seite und lässt einen auch nach dem Lesen nicht mehr los! Ehe man sich versieht, hat man es auch schon durchgelesen, weil man einfach nicht anders kann als weiterzulesen. Allerdings ist es auch sehr brutal und nichts fur schwache Nerven- an einigen Stellen hab ich unbemerkt das Gesicht verzogen, sodass ich gefragt wirde ob alles gut sei!
Für mich das spannendste Buch das ich je gelesen habe

14.09.2014 13:11:56
Oldman

Das ist ein geradezu klassischer Serienkillerkrimi, den ich bei 30 Grad im Schatten im Urlaub gelesen habe. Dabei konnte ich die Abkühlung durch einige Gänsehautattacken genießen bei den sehr detailliert geschilderten unterschiedlichen Arten, die der Täter ausgewählt hat, um seine Opfer zu eliminieren. Das ist wirklich der perfideste Killer der letzten Jahre ! Spannende Geschichte, sympathische Ermittler, ein weitgehend logisches Ende. Carter bleibt seinem Stil und seiner Qualität treu. Ist nun ganz nah bei den TOP Five meiner Lieblings-Krimiautoren.

11.09.2014 20:58:59
Tilia-Cell

Ich lese soeben das dritte Buch von Carter. Es sind spannende und blutrünstige Psychothriller. Ich mag das grundsätzlich. Keine anspruchsvolle Lyrik, kein all zu grosser Tiefgang. Was wiederum ein wenig enttäuschend ist, ist der Autor doch selbst studierter Psychologe. Wie bereits meine Vorredner schreiben, ist es Massenware für blutrünstiges Publikum mit einem angenehmen Spannungsbogen. Die Bücher sind zweifellos Pageturner und man liest rasch, zügig und ohne grossartige Verständnisprobleme. Die Bücher liessen sich bestimmt prima verfilmen. Nach dem dritten Buch allerdings ist die Luft dann auch eindeutig raus, man kennt die Vorgehensweise, jede Geschichte folgt dem gleichen Muster. Fazit: gute Ferienlektüre und das neuste Buch, der Totschläger, hat mir doch am besten gefallen. Die Morde sind kreativ und das gefällt.

24.08.2014 20:07:48
Gianna

Ich hab gerade den dritten Mord gelesen und brauch erstmal eine Pause. Sehr Brutal, aber auf jeden Fall lesenswert. Liebes das Buch jetzt schon, wie auch alle anderen von Chris Carter. Das zeigt auch wirklich mal wie Komplex das inet ist. Das man, wenn man sich einigermaßen auskennt, alles mögliche machen kann um anonym zu bleiben. Andererseits aber auch zu was die Gesetzeshüter imstande sind dagegen zu tun. Find es unglaublich spannend und bin wirklich ,,gespannt'' darauf, was für ein geisteskranker ,,mensch" zu so etwas fähig ist.

20.07.2014 12:40:03
Jannett_D

Ich fand das Buch toll. Besonders weil wieder mal ein Thema aus der heutigen Zeit angesprochen wird. Internetkriminalität kommt immer häufiger vor. Die Folter,-Gewaltszenen sind ziemlich brutal.Was aber zeigt wie brutal so manche Phantasie dann im wahren Leben ausgelebt wird z.B.übers Internet wo man die eigene Identität ausblenden kann. Die Detctive zeigen aber auch das es schon viele Methoden gibt um die wahre Identität herauszufinden.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Ich habe alle Bücher von Chris Carter gelesen und bin schon gespannt auf das nächste Buch. Und hoffe nicht so lange darauf warten zu müssen.

09.07.2014 20:11:21
Edith Sprunck

Ein Thriller, wie es viele auf dem Markt gibt. Die üblichen Zutaten: ein Serienmörder, der sein Unwesen treibt, zwei fähige, aus den vorherigen Krimis von Chris Carter bekannte Ermittler, Chefs, die nerven und höhere Vorgesetzte, die ihren Senf dazu geben müssen und natürlich die Presse, die die ohnehin schwierige Lage nicht vereinfacht und abgewimmelt werden muss. Eine relativ neue Komponente ist das unberechenbare Internet mit all seinen Vorteilen und Gefahren. Beigemengt wird diesmal eine gute Zusammenarbeit mit dem FBI. Nicht zu vergessen sind die ausführlichen Wegbeschreibungen mit zahlreichen Verkehrswegen, die die Seiten mit füllen.
Ich fand den Krimi insgesamt gesehen spannend, auch wenn phasenweise Langeweile bei mir auszubrechen drohte, allerdings nicht lange anhaltend. Besonders ausgeprägt fand ich die äußerst brutalen Schilderungen der Taten des Serienmörders. Dadurch wird der Leser mit zum Voyeur, je nach Persönlichkeit begeistert oder angewidert.
Das Thema "Der Mensch als Bestie, auch wenn er kein Serienmörder ist" wurde für meine Begriffe gut getroffen.

28.06.2014 17:46:22
wendelin

Hoher Ekelfaktor meets wenig Spannung

Was denken sich Verlage eigentlich bei der Auswahl der Titel für ihre Bücher? Bei „Der Totschläger“ - im Original übrigens „One by one“ betitelt - bin ich zu der Überzeugung gekommen NICHTS! Hauptsache reißerisch und nichtssagend. Es scheint auch obligat zu sein, dass der Leser wirklich so gar keinen Bezug zum Inhalt feststellen kann. Dafür kann man Chris Carter nicht verantwortlich machen, deshalb also nun zum Buch.

Es ist ein typischer Carter. Viel Blut und detaillierte Beschreibung von grausamen Tötungsmethoden, das will das Publikum, danach lechzt es. Mit persönlich ist das nicht so wichtig, es stört mich allerdings auch nicht. Was ich aber erwarte, ist eine wendungsreiche Geschichte mit einem spannenden Plot. Genau hier hapert es aber. Die Story war nicht wirklich neu, was ich noch verzeihen kann, wenn sie wenigstens gut umgesetzt ist. Aber damit tut sich Chris Carter schwer. Es ist mal wieder nur eine atemlose Jagd – der Name „Hunter“ ist da wohl der Vater des Gedankens – mit wenig Spannung.

Schauen wir uns die Protagonisten an, fällt auf, dass sie merkwürdig konturlos sind. Ich könnte Hunter und Garcia nicht mal beschreiben, geschweige denn mir ein Bild von ihnen machen. Und das, obwohl ich tatsächlich alle 5 Bücher gelesen bzw. gehört habe. Die beiden haben auch bislang keine nennenswerte Entwicklung durchgemacht. Zwei Sunnyboys ohne Ecken und Kanten – langweilig und überhaupt nicht sexy. Das hat natürlich den Vorteil, dass es völlig egal ist, in welcher Reihenfolge ich die Bücher lese.

Mei Fazit: Absolut billige Massenware, nur für ein blutgeiles Publikum, das keinen Wetr auf eine gute Story legt.

28.06.2014 17:45:54
wendelin

Hoher Ekelfaktor meets wenig Spannung

Was denken sich Verlage eigentlich bei der Auswahl der Titel für ihre Bücher? Bei „Der Totschläger“ - im Original übrigens „One by one“ betitelt - bin ich zu der Überzeugung gekommen NICHTS! Hauptsache reißerisch und nichtssagend. Es scheint auch obligat zu sein, dass der Leser wirklich so gar keinen Bezug zum Inhalt feststellen kann. Dafür kann man Chris Carter nicht verantwortlich machen, deshalb also nun zum Buch.

Es ist ein typischer Carter. Viel Blut und detaillierte Beschreibung von grausamen Tötungsmethoden, das will das Publikum, danach lechzt es. Mit persönlich ist das nicht so wichtig, es stört mich allerdings auch nicht. Was ich aber erwarte, ist eine wendungsreiche Geschichte mit einem spannenden Plot. Genau hier hapert es aber. Die Story war nicht wirklich neu, was ich noch verzeihen kann, wenn sie wenigstens gut umgesetzt ist. Aber damit tut sich Chris Carter schwer. Es ist mal wieder nur eine atemlose Jagd – der Name „Hunter“ ist da wohl der Vater des Gedankens – mit wenig Spannung.

Schauen wir uns die Protagonisten an, fällt auf, dass sie merkwürdig konturlos sind. Ich könnte Hunter und Garcia nicht mal beschreiben, geschweige denn mir ein Bild von ihnen machen. Und das, obwohl ich tatsächlich alle 5 Bücher gelesen bzw. gehört habe. Die beiden haben auch bislang keine nennenswerte Entwicklung durchgemacht. Zwei Sunnyboys ohne Ecken und Kanten – langweilig und überhaupt nicht sexy. Das hat natürlich den Vorteil, dass es völlig egal ist, in welcher Reihenfolge ich die Bücher lese.

Mei Fazit: Absolut billige Massenware, nur für ein blutgeiles Publikum, das keinen Wetr auf eine gute Story legt.

28.06.2014 17:45:19
wendelin

Hoher Ekelfaktor meets wenig Spannung

Was denken sich Verlage eigentlich bei der Auswahl der Titel für ihre Bücher? Bei „Der Totschläger“ - im Original übrigens „One by one“ betitelt - bin ich zu der Überzeugung gekommen NICHTS! Hauptsache reißerisch und nichtssagend. Es scheint auch obligat zu sein, dass der Leser wirklich so gar keinen Bezug zum Inhalt feststellen kann. Dafür kann man Chris Carter nicht verantwortlich machen, deshalb also nun zum Buch.

Es ist ein typischer Carter. Viel Blut und detaillierte Beschreibung von grausamen Tötungsmethoden, das will das Publikum, danach lechzt es. Mit persönlich ist das nicht so wichtig, es stört mich allerdings auch nicht. Was ich aber erwarte, ist eine wendungsreiche Geschichte mit einem spannenden Plot. Genau hier hapert es aber. Die Story war nicht wirklich neu, was ich noch verzeihen kann, wenn sie wenigstens gut umgesetzt ist. Aber damit tut sich Chris Carter schwer. Es ist mal wieder nur eine atemlose Jagd – der Name „Hunter“ ist da wohl der Vater des Gedankens – mit wenig Spannung.

Schauen wir uns die Protagonisten an, fällt auf, dass sie merkwürdig konturlos sind. Ich könnte Hunter und Garcia nicht mal beschreiben, geschweige denn mir ein Bild von ihnen machen. Und das, obwohl ich tatsächlich alle 5 Bücher gelesen bzw. gehört habe. Die beiden haben auch bislang keine nennenswerte Entwicklung durchgemacht. Zwei Sunnyboys ohne Ecken und Kanten – langweilig und überhaupt nicht sexy. Das hat natürlich den Vorteil, dass es völlig egal ist, in welcher Reihenfolge ich die Bücher lese.

Mei Fazit: Absolut billige Massenware, nur für ein blutgeiles Publikum, das keinen Wetr auf eine gute Story legt.

21.06.2014 16:21:39
c-bird

Ein mysteriöser Anrufer meldet sich bei Detective Robert Hunter und fordert diesen auf, sich eine bestimmte Internetseite anzusehen. Dort ist ein gefesselter Mann in einem Glasbehälter zu sehen und Hunter wird vor die Wahl gestellt, wie das Opfer sterben soll. Dass der Mann sterben soll ist schon entschieden, es geht nur noch um die Art und Weise. Feuer oder Wasser? Robert entscheidet sich für Wasser und sofort füllt sich der Behälter mit ätzender Natronlauge und Hunter muss hilflos mitansehen, wie sich der Mann aufzulösen beginnt. Nur wenige Zeit später entführt der Täter weitere Opfer, sendet per livestream und lässt die Internet-Community über die Todesart entscheiden. Hunter und Garcia ziehen die Computerspezialisten vom FBI hinzu, um dem Täter näher zu kommen, doch dieser ist zu schlau und einfach nicht aufzuspüren. Kein Zusammenhang zwischen den Opfern ist erkennbar. Ein Fall, der die beiden Detectives an ihre Grenzen führt…
Es ist bereits der fünfte Fall für das sympathische Ermittlerduo Robert Hunter und Carlos Garcia. Und erneut schafft Chris Carter es sich selbst zu toppen und extrem hohe Spannung von der ersten bis zur letzten Seite zu erzeugen. Einmal mit dem Lesen begonnen, kann man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Das Tempo der Geschichte ist rasend schnell, es gibt viele Wendungen und die meisten Kapitel enden mit Cliffhangern. Der Autor spart nicht mit blutigen Details, die Geschichte ist eben in typischer Chris-Carter-Manier geschrieben.
Einziges Manko ist, dass man nicht Miträtseln kann, da dem Leser einfach die Informationen fehlen, die zur Lösung des Falls führen. Doch dies wird wieder durch die temporeiche, spannende Erzählweise wettgemacht.
Ein Thriller, wie er sein muss. Hart, fesselnd, schnell. Einfach nur phantastisch gut. Ich freue mich schon jetzt auf den 6. Fall.

20.06.2014 12:39:02
subechto

Feuer oder Wasser?

Wow, was für ein Einstieg! Detective Robert Hunter vom LAPD erhält einen mysteriösen Anruf: Der anonyme Anrufer sagt ihm, er solle eine Website aufsuchen. Nach Eingabe einer IP-Adresse bekommen Hunter und sein Kollege Garcia ein Snuff-Video zu sehen. Hunter muss entscheiden, wie das Opfer sterben wird: durch Feuer oder Wasser?
Die beiden Freunde und Kollegen bekommen es mit einem kranken Psychopathen zu tun, der ein besonders perfides Spiel mit ihnen treibt. Neben den gewohnt drastischen Folter- bzw. Gewaltszenen greift Chris Carter diesmal die Themen Internetkriminalität und Soziale Medien auf und spart auch nicht mit Gesellschaftskritik.
„Der Totschläger“ ist bereits der 5. Fall für die beiden Detectives aus Los Angeles. Wie immer, ließ sich auch diese Geschichte flott und flüssig lesen. „One by One“, einer nach dem anderen - wie so oft passt der Originaltitel viel besser als die deutsche Übersetzung - ist ein Höllenritt, den der Leser nicht so schnell vergessen wird.

Fazit: „Der Totschläger“ ist ein Hardcore-Thriller mit einem hohen Ekelfaktor, der für meinen Geschmack etwas spannender hätte sein können. Dennoch freue ich mich schon auf den nächsten Fall für Hunter und Garcia.

09.06.2014 13:49:41
Nuigurumi

Dass es Mörder gibt, die es darauf anlegen, dass Detective Robert Hunter in ihrem Fall ermittelt und mit ihm ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel spielen wollen, ist nichts Neues. In diesem Fall treibt es der Täter aber auf die Spitze, indem er erst nur Hunter und seinen Kollegen Garcia, später jeden Menschen mit einer Internetverbindung zusehen lässt, wie er auf grausamste Art und Weise Menschen foltert und tötet. Der Täter ist Hunter und Garcia immer einen Schritt voraus, weiß alles über die beiden und dringt schließlich sogar in ihr Privatleben ein…

Leider hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen wie die ersten vier Bände. Vor allem zum Ende hin merkt man, dass alle Bücher nach genau demselben Schema geschrieben sind. In diesem Band fehlt mir etwas Besonderes. Es sei denn, die extreme Grausamkeit der Morde, die wirklich die Grenze dessen erreicht hat, was ich ertrage, soll diese Besonderheit darstellen, aber darauf kann ich wirklich verzichten. Obwohl in diesem Fall sogar Garcias Privatleben betroffen ist, lernt man über Hunter und Garcia nichts Neues, so oberflächlich war der Autor bisher in keinem Buch. Vieles in dem Buch ist relativ vorhersehbar, vor allem am Ende. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht ist; wer die Serie mag, wird auch diesen Band mögen. Aber es hat mich nicht so mitgerissen und wirkte lieblos geschrieben (von den minutiösen Beschreibungen der Morde abgesehen…).

Sehr gut gefallen hat mir das neue Gesicht, Michelle Kelly, die Leiterin der Abteilung für Cyberkriminalität beim FBI. Da man von Hunter und Garcia außerhalb der Ermittlungstätigkeit nicht viel erfährt, ist sie die interessanteste Persönlichkeit dieses Buches mit ihrer Vergangenheit, ihren aktuellen Fällen und ihrer Hartnäckigkeit auf der Suche nach dem Täter.

Es ist dem Autor auch gut gelungen zu zeigen, wie sehr die Medien – allen voran das Internet – die Menschen verändern und beeinflussen, wie wenig ein Menschenleben im virtuellen Raum zählt und wir dort alle unsere Menschlichkeit verlieren. Das ist beeindruckend und schockierend.

Für den deutschen Titel sollte man dem Verlag das Buch allerdings um die Ohren hauen. Was soll das? In diesem Buch wird niemand totgeschlagen, wie kommt man auf diesen Titel? Natürlich verstehe ich, dass der Verlag die Titelserie gern konsequent weiterführen möchte, aber die englischsprachigen Verlage unterbrechen die Folge von "The XXX" doch auch und das Buch trägt im Original den sehr passenden Titel "One by one" . Ist der Name Chris Carter denn inzwischen nicht publikumswirksam genug, dass der Verlag auf so billige Mittel zurückgreifen muss, zumal die Buchcover sich schon so sehr ähneln, dass es jedem klar sein muss, zu welcher Serie dieses Buch gehört?

08.06.2014 19:39:36
leseratte1310

Detective Robert Hunter wird angerufen und der Anrufer fordert ihn auf, im Browser eine bestimmte IP-Adresse aufzurufen. Erst denkt Hunter an einen Scherz, aber bald wird ihm klar, dass er nicht nur Zeuge eines Mordes werden soll, nein, er soll entscheiden, wie der gezeigte Mensch sterben soll. Er hat die Wahl zwischen Verbrennen oder Ertrinken. Seine Hinhalte-Versuche scheitern, er muss zusehen, wie das Opfer stirbt.Aber es geht weiter. Hunter ist beim nächsten Mord nicht mehr alleine dabei, sondern über soziale Netzwerke wird alles öffentlich. Jeder kann über die Tötungsmethode mit abstimmen.
Wie auch schon bei den vorherigen Bänden, geht es bei Chris Carter wieder sehr brutal zu. Nicht nur die Methoden sind grausam, es ist unmenschlich, entscheiden zu müssen wie ein Mensch stirbt. Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Außerdem erhält man einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen des Internets in einer Form, in der auch Menschen, die nicht Technik-Freaks, verstehen. Es ist beängstigend zu sehen, wie Menschen sich verhalten, die sich durch die Anonymität des Internets sicher sind, ihr Handeln nicht verantworten zu müssen und per Knopfdruck ohne Skrupel über das Leben eines anderen entscheiden.
Für die, die Hunter noch nicht kennen, eine kurze Beschreibung: Er ist intelligent, hat ein fotografischen Gedächtnis und Probleme mit dem Schlafen. Für seinen Kollege Garcia ist die Familie wichtig. Beide sind engagiert und haben ein gutes kollegiales Verhältnis. Dieses Mal erhält Robert Hunter Unterstützung von einer FBI-Agentin, der Hacker-Methoden schon ungewöhnlich sind. Auch diese sympathische Person ist sehr engagiert.
Die Geschichte ist brutal, beängstigend und spannend. Man hat Bilder im Kopf, die man eigentlich lieber nicht sehen würde. Bis zum Ende bliebt der Mörder für mich unbekannt, da er sehr geschickt vorgeht und seine Hinweise recht kryptisch sind.
Gute Unterhaltung, für Leser, die diese Brutalität wegstecken können.