Verheißung

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Kopenhagen: Politikens Hus, 2014, Titel: 'Den grænseløse', Originalsprache
  • München: Der Audio Verlag, 2015, Seiten: 2, Übersetzt: Wolfram Koch , Bemerkung: ungekürzte Lesung

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Jürgen Priester
Keine Verheißung

Buch-Rezension von Jürgen Priester Nov 2014

Jussi Adler-Olsen hat es geschafft, er hat den Goldesel-Status erreicht. Alles, was er geschrieben hat und schreibt, findet sich alsbald in den höheren Regionen diverser Bücher-Verkaufscharts wieder. Es ist ein Phänomen (besonders) unserer Zeit, das auch für viele andere Lebensbereiche gilt: ein Name wird gekauft, nicht der Inhalt. Im Krimi-Bereich gibt es viele Beispiele dieses undifferenzierten Kaufverhaltens. Man erinnere sich an Simon Beckett, der mit zwei ganz passablen Kriminalromanen aus der David-Hunter-Reihe (Die Chemie des Todes und Kalte Asche) einen Kaufrausch auslöste, der sich auf die Nachfolgeveröffentlichungen übertrug. Hunter III und IV zeigten einen deutlichen Qualitätsabfall, wurden trotzdem Bestseller, ebenso wie die im Nachhinein veröffentlichten, dubiosen Frühwerke Becketts. Eine ähnliche Veröffentlichungsstrategie und ein ähnliches Kaufverhalten ist jetzt bei Jussi Adler-Olsens Romanen festzustellen. Über die "Qualitäten" seiner Frühwerke (Das Alphabethaus und Das Washington-Dekret) ist an entsprechender Stelle schon geschrieben worden. Die hier relevante Carl-Mørck-Sonderdezernat-Q-Serie ist seit Band vier Erwartung auf einem absteigenden Ast, verkauft sich aber weiter bestens. Der vorliegende 6. Band Verheißung – Der Grenzenlose ist nur noch Durchschnittsware und wird vom Rezensenten mit mäßigen 70° abgestraft. Nett zu lesen, aber den Begriff "Spannung" scheint der Autor aus seinem Kanon gestrichen zu haben.

Diesmal kommt der neue "alte" Fall für das Sonderdezernat Q nicht aus dem übervollen Archiv, sondern von außerhalb. Carl bekommt einen Anruf von einem Kollegen bei der Schutzpolizei auf der Insel Bornholm. Dieser bittet ihn um Unterstützung in einem Fall, an dem er sich bisher die Zähne ausgebissen hat. Carl wimmelt ihn ab. Tags darauf erschießt sich der Kollege vor versammelter Mannschaft. Das ist nun doch Grund genug für Carl, dort vorbeizuschauen. Zusammen mit Rose und Assad macht er sich auf nach Bornholm. Dort angekommen, erfährt das Q-Team, dass der verschiedene Habersaat sich unentwegt mit einem siebzehn Jahre zurückliegenden Fall beschäftigt hatte. Damals war Alberte Goldschmid, eine Schülerin an einer Bornholmer Volkshochschule, bei einem Unfall ums Leben gekommen. Sie war mit ihrem Fahrrad unterwegs, wurde von einem Auto erfasst und in einen Baum geschleudert. Der Fahrer entkam unerkannt. Tödlicher Unfall mit Fahrerflucht – so ordnete die Polizei den Vorfall ein. Nur Kollege Habersaat sah das anders. Er war überzeugt, dass Alberte einem Mordanschlag zum Opfer gefallen war. Seine teilweise privaten Ermittlungen, deren Unterlagen über die Jahre sein ganzes Haus füllten, waren wohl nicht von Erfolg gekrönt. Das Q-Team, das seinen unüberschaubaren Nachlass sichtet, stößt auf eine Vielzahl von Spuren. Eine davon weist auf eine Hippie-Kommune, die damals in der Abgeschiedenheit Bornholms hauste. Die sind ja per se verdächtig.

Auf einer anderen Ostseeinsel – es ist Öland, nahe dem schwedischen Festland – siedelt eine esoterische Gemeinschaft, die sich "Akademie für die Vereinigung von Mensch und Natur" nennt. Ihr geistiger Führer Atu Abanshamash Dumuzi, vormals Frank, hatte sich mit einigen Getreuen vor ziemlich genau siebzehn Jahren hier niedergelassen, um ein Meditations- und Seminar-Zentrum aufzubauen, das mittlerweile als durchaus florierend zu bezeichnen ist. Atu ist nicht nur der Guru des von ihm selbst kreierten Sonnenkults, sondern auch ein großer Verehrer der Damenwelt. Sehr zum Verdruss seiner langjährigen Weggefährtin Pirjo, die mit harten Bandagen um ihren angestammten Platz kämpft.

Die beiden skizzierten Handlungsstränge, die - man ahnt es natürlich – miteinander in Verbindung stehen, werden alternierend erzählt. Während das Q-Team in seinen Ermittlungen voranschreitet, erlebt man an einem anderen Ort den langsamen Untergang einer gedemütigten Frau. Der erste Handlungsstrang skizziert detailliert die Polizeiarbeit, der andere ist eher wie ein Thriller angelegt. An sich eine gute Kombination, die für abwechslungsreiche Spannung sorgen kann. Doch...

Die Aufklärung des mutmaßlichen Mordes an Alberte zieht sich wie Kaugummi. Rückblickend betrachtet, gibt es zu ihrem Unfall keine konkreten Anknüpfungspunkte. Man fragt sich, wie es kann, dass der Polizist Habersaat ein ganzes Haus voll Unterlagen zusammengetragen hat. Selbst wenn man diesen Umstand wohlwollend als Metapher für eine "große Menge" ansehen will, scheint es eine der Übertreibungen des Autors, zu denen er diesmal mehrmals neigt, zu sein. So ziellos wie die Sonderdezernenten den Fall angehen, so willkürlich ist auch das Resultat. Es entsteht der Eindruck, der Kriminalfall diene nur dazu, Carl, Rose und Assad eine Bühne zu errichten, auf der sie ihre Frotzeleien zum Besten geben können. Dazu ein Eigenzitat des Rezensenten zu Erwartung (Band 5):

"Es ist Geschmackssache, ob man von ihren kalauernden Gesprächen und Gedanken begeistert ist oder sie für entbehrlich hält. Dem Rezensenten kommt die Fallanalyse und die Aufklärung als Herzstück eines Kriminalromans einfach zu kurz. Da stimmt die Gewichtung nicht mehr."

Es ist eigentlich traurig, dass man das gleiche kritisieren muss wie beim Vorgängerroman. Jussi Adler-Olsen hat sich auf die Stufe des Unterhaltungsromans mit Krimi-Attitüde begeben. Der Body Count ist zwar ziemlich hoch, aber der hat noch nie die Güte eines Kriminalromans bestimmt. Von Spannung fehlt leider weiterhin jede Spur. Selbst der obligatorische "dramatische Höhepunkt" fällt diesmal bescheiden aus.

Verheißung ist wirklich nur was für eingefleischte Carl-Rose-Assad-Fans, die wissen wollen, was ihr Dreigestirn gerade so treibt. Krimi-Freunde, die nach einem spannenden Plot suchen, sollten sich woanders umschauen.

Verheißung

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Letzte Kommentare:
20.09.2018 21:52:46
Biggi M.

Der dänische Thriller „Verheißung – Der Grenzenlose“ ist der 6. Fall vom Sonderdezernat Q, besetzt mit Kommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Rose und Assad. Jussi Adler Olsen hat mich auch mit diesem Band spannend unterhalten, obwohl dieser Thriller eher eine ruhigere Version ist. Hier stehen die Ermittlungen und die Sonderdezernat Q – Charaktere im Vordergrund, die sehr unterhaltsam sind.

Inhalt mit meinen Worten:
Sonderdezernat Q: Das Team (Assad und Rose) um Carl Mørck bearbeitet ihren 6. Fall. Christian Habersaat, ein Bornholmer Polizist, steht kurz vor der Pensionierung. Er möchte Carl Mørck einen alten Fall zur Lösung übergeben. Carl übernimmt den Fall erst, als sich Habersaat bei seiner Abschlussfeier selbst erschießt. Ein vermeintlicher Unfall eines jungen Mädchens vor 17 Jahren, stellt sich als Mordfall heraus. Dieser Fall hat Habersaats komplettes Privatleben ruiniert. Carl und Assad sind bald auf den Spuren einer Hippie – Sekte und geraten selbst in Lebensgefahr. Während den Ermittlungen verschwinden weitere Frauen, die mit dieser Hippie – Sekte und ihrem Anführer in Kontakt stehen.

Obwohl die Mörderin sehr früh bekannt ist, nimmt es keineswegs die Spannung im Buch. Am Ende gibt es noch einen Überraschungseffekt, den ich so nicht erwartet hätte.

Ich habe 596 Seiten in einem Rutsch durchgelesen. Bewertung von mir: sehr gut. Dieser Thriller zählt nicht zu den Besten von Jussi Adler Olsen, aber für mich als Fan absolut topp!

11.04.2018 16:36:42
trafik

Auch das 6. Buch in dieser Krimireihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut. Gerade die esoterischen Personen treffent beschrieben. Ebenso blieb das Buch bis zum Schluß sehr spannend.
Das Beste an den Büchern von Jussi Adler Olsen sind aber noch immer die Sondergruppe um Carl Mork. Einfach geniale Hauptfiguren.

16.10.2017 22:47:43
nebbomuck

Die ersten drei Bände habe ich schnell durchgelesen, Band vier dann mehrere Monate Lesezeit, Band 5 schon fast 6 Monate.kann mich der Meinung des Rezensenten anschließen, ebenso wie die Meinung zu Simon Beckett.was soll man denn noch lesen ? Woran lag es, mit den ersten Romanen zu begeistern und dann langweiliger zu werden ? Weiß es wirklich nicht. Die Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen ist wohl auch auf D und andere Länder übertragbar.

10.04.2017 18:52:11
blaubaerin

Ich bin eigentlich nach Buch 5 sehr zufrieden gewesen - mich hat das Schicksal von Marco sehr gefesselt. Bei Band 6 fand ich die Sekten-Mechanismen ganz interessant geschildert, aber war vom Rest auch eher enttäuscht: Zu viel wird bei Carl, Rose und Assad seit den ersten Büchern immer nur angedeutet, ohne dem Leser mal ein bisschen Entspannung mit etwas Auflösendem zu liefern - die Handlungsstränge ziehen sich wie Kaugummi.
ACHTUNG SPOILER:
Trotzdem habe ich mich einfach mal mit der suspension of disbelief in die Handlung fallen lassen und hingenommen, dass niemand merkt, wie Pirjo wirklich drauf ist usw. ABER: Die Frau ist fanatisch verknallt in ihren Sektenguru, will ihm unbedingt ein Kind schenken - und dann ist sie endlich schwanger und riskiert am Ende alles, ohne auf ihren Körper zu hören, so dass sie das Kind verliert? Hallo?! Ich war schwanger, während ich das Buch gelesen habe, und fand dieses Verhalten absolut unrealistisch. Das hat für mich wirklich das letzte Drittel/Viertel komplett versaut.

23.10.2016 18:42:59
Erwin

Immer neuen Adler Olsen Büchern entgegengefiebert und sie mit Genuss verschlungen. Die Fälle waren gut aufgebaut, das Verhältnis der drei Kollegen herrlich beschrieben. Bei diesem Buch habe ich aber während dem Lesen die Lust verloren. "Langweilig", die Höchststrafe für einen schlechten Krimi.
Sehr schade!!

29.09.2016 19:27:32
Jossele

Jussi Adler-Olsen: Verheissung
Adler-Olsen gelingt wieder ein spannender Krimi, der auf zwei Ebenen erzählt wird, die zum Ende hin, nicht überraschend bei ihm, miteinander verschmelzen. Zum einen sind das die Ermittlungen, die Carl, Assad und Rose beschäftigen, nämlich ein Jahre vergangener Mord, den ihnen der Polizist Christian Habersaat sozusagen als Vermächtnis hinterlässt und zum anderen das Leben in einer Sekte, das hauptsächlich aus der Sicht der „guten Seele“ der Sekte erzählt wird. Überraschend und gelungen fand ich die Aufklärung des Falles, der jedoch nicht über einige Schwächen in der Logik hinwegtäuschen kann. Nicht zuletzt verletzt Adler-Olsen auch die Grenzen des körperlich Machbaren. Die meisten Vorgängerbände waren aus meiner Sicht besser. 65°

10.08.2016 09:34:45
Tischler Wolfgang

Die "Eigenheiten" eines Carl waren zu Anfang , na ja, amüsant, seine "Unlust" aber mittlerweile extrem nervig, seine Ermittlungen sind, auch, na ja, so so, aus dem geheimnisvollen Assad könnte man mehr machen, aber...--wie bei einigen anderen Schreibern auch, hat nach starkem Beginn, ein starker Abfall eingesetzt, und, eine ständige Repetitio est nicht Mater Studiorum sondern langweilig, siehe auch eine ständige Betonung einer Lesbischen Vorliebe (Nichte Lucy !) ist schlicht ätzend.

06.05.2016 16:16:50
tassieteufel

Siebzehn Jahre hat Polizeikommissar Christian Habersaat vergeblich versucht, den Unfalltod einer jungen Schülerin, die kopfüber in einem Baum hängend gefunden wurde, aufzuklären. Darüber ging seine Ehe in die Brüche und sein ganzes Leben hat darunter gelitten, dass er den Fall nicht aufklären konnte. Kurz nach seiner Pensionierung und nachdem er Carl Mørck um Hilfe gebeten hatte, nimmt er sich das Leben. Als Carl und sein Team nach Bornholm fahren, führen sie ihre Ermittlungen zu einer merkwürdigen Sekte.

Während ich die Vorgängerbände alle ungemein spannend und sehr bewegend fand, ist bei mir beim 6. Teil der Funke nicht wirklich übergesprungen. Es dauert ziemlich lange, bis in den Fall überhaupt so etwas wie Spannung herein kommt. Bis sich Carl für den Fall erwärmen kann, vergeht reichlich Zeit und die immer wieder selben Details, die bei den Nachforschungen zu Tage treten, führen auch nicht dazu, dass es interessanter wird. In einem 2. Handlungsstrang, der auf Öland angesiedelt ist, erfährt der Leser etwas über die »Akademie für die Vereinigung von Mensch und Natur« eine esoterische Sekte und deren Mitglieder. Hier ist beileibe nicht alles so harmonisch wie es sein sollte und dieser Handlungsstrang ist am Ende auch der interessantere von Beiden.
Da hier das Schema genau wie in den anderen Büchern gleich ist, weiß man als Leser natürlich genau, dass beide Handlungsstränge miteinander in Verbindung stehen, der Täter vermutlich auch bei dieser Sekte zu suchen ist. Zudem fand ich die Ermittlungen des Q-Teams reichlich ziellos, so unmotiviert wie Carl diesmal ist, ist auch der Fall. Bis es wirklich spannend wird, ist man dann auch schon auf den letzten 100 Seiten angekommen!
Unterhaltsam sind wieder die kleinen Geplänkel zwischen Carl, Rose und Assad, aber auch hier nutzt sich der Charme langsam ab. Bei Carls Privatleben scheint es ähnlich konfus zu zugehen wie beim Krimifall. Mona taucht aus der Versenkung auf, ohne dass das zu etwas führt, von seinem Cousin wird Carl erneut beschuldigt, beim angeblichen Mord an dessen Vater geholfen zu haben, auch hier läuft diese Szene in den Sand, ebenso neue Hinweise zum Druckluftnagler fall, irgendwie wird vieles angerissen, aber nicht zu Ende geführt oder löst sich in Luft auf und das ist am Ende enttäuschend und zusammen mit dem recht zähen Krimifall trübt es das Lesevergnügen doch deutlich.

Fazit: für mich der bisher schwächste Band der Reihe! Der Fall zieht sich recht zäh in die Länge und wirkt insgesamt auch etwas unglaubwürdig, bis Spannung aufkommt, ist man auch schon am Buch Ende angelangt. Zwar wird der Krimifall immerhin schlüssig aufgelöst, aber drumherum bleibt zu viel offen und ungeklärt, als das man das Buch am Ende zufrieden schließen könnte.

06.05.2016 16:14:20
tassieteufel

Siebzehn Jahre hat Polizeikommissar Christian Habersaat vergeblich versucht, den Unfalltod einer jungen Schülerin, die kopfüber in einem Baum hängend gefunden wurde, aufzuklären. Darüber ging seine Ehe in die Brüche und sein ganzes Leben hat darunter gelitten, dass er den Fall nicht aufklären konnte. Kurz nach seiner Pensionierung und nachdem er Carl Mørck um Hilfe gebeten hatte, nimmt er sich das Leben. Als Carl und sein Team nach Bornholm fahren, führen sie ihre Ermittlungen zu einer merkwürdigen Sekte.

Während ich die Vorgängerbände alle ungemein spannend und sehr bewegend fand, ist bei mir beim 6. Teil der Funke nicht wirklich übergesprungen. Es dauert ziemlich lange, bis in den Fall überhaupt so etwas wie Spannung herein kommt. Bis sich Carl für den Fall erwärmen kann, vergeht reichlich Zeit und die immer wieder selben Details, die bei den Nachforschungen zu Tage treten, führen auch nicht dazu, dass es interessanter wird. In einem 2. Handlungsstrang, der auf Öland angesiedelt ist, erfährt der Leser etwas über die »Akademie für die Vereinigung von Mensch und Natur« eine esoterische Sekte und deren Mitglieder. Hier ist beileibe nicht alles so harmonisch wie es sein sollte und dieser Handlungsstrang ist am Ende auch der interessantere von Beiden.
Da hier das Schema genau wie in den anderen Büchern gleich ist, weiß man als Leser natürlich genau, dass beide Handlungsstränge miteinander in Verbindung stehen, der Täter vermutlich auch bei dieser Sekte zu suchen ist. Zudem fand ich die Ermittlungen des Q-Teams reichlich ziellos, so unmotiviert wie Carl diesmal ist, ist auch der Fall. Bis es wirklich spannend wird, ist man dann auch schon auf den letzten 100 Seiten angekommen!
Unterhaltsam sind wieder die kleinen Geplänkel zwischen Carl, Rose und Assad, aber auch hier nutzt sich der Charme langsam ab. Bei Carls Privatleben scheint es ähnlich konfus zu zugehen wie beim Krimifall. Mona taucht aus der Versenkung auf, ohne dass das zu etwas führt, von seinem Cousin wird Carl erneut beschuldigt, beim angeblichen Mord an dessen Vater geholfen zu haben, auch hier läuft diese Szene in den Sand, ebenso neue Hinweise zum Druckluftnagler fall, irgendwie wird vieles angerissen, aber nicht zu Ende geführt oder löst sich in Luft auf und das ist am Ende enttäuschend und zusammen mit dem recht zähen Krimifall trübt es das Lesevergnügen doch deutlich.

Fazit: für mich der bisher schwächste Band der Reihe! Der Fall zieht sich recht zäh in die Länge und wirkt insgesamt auch etwas unglaubwürdig, bis Spannung aufkommt, ist man auch schon am Buch Ende angelangt. Zwar wird der Krimifall immerhin schlüssig aufgelöst, aber drumherum bleibt zu viel offen und ungeklärt, als das man das Buch am Ende zufrieden schließen könnte.

22.10.2015 18:32:49
Elke & Helmut Tegge

Mein Mann und ich haben das Buch eigentlich schon mit Spannung gelesen - trotz einiger Kaugummilängen. Auch Unklarheiten. Was uns aber letztlich beide wirklich richtig geärgert hat, war der letzte Teil des Buches. Nämlich, als Pirjo mit ihrem Gummihammer erschien..., ab da war es einfach "sowas von konstruiert und bescheuert, unlogisch und schade um die verlesene Zeit!" Daß letztlich die Ex-Frau Habersaat den Mord aus Eifersucht begangen hat. Gut, damit kann man leben, auch wenn lange Zeit Pirjo in Verdacht war. Auch, daß der Polizist Habersaat wohl eher seinen eigenen Sohn als die eigene Frau verdächtigte, kann man nachvollziehen. Aber im Grunde genommen - bei all dem Kuddelmuddel, was insgesamt herausgekommen ist..., da hätten es evtl. mehrere kleinere Bücher getan. Mit je eigenen Geschichten. Das Buch war zu Dreiviertel ganz anders aufgebaut. Man hat also das Gefühl, daß da mit Macht nochmal "was ganz Dolles, Besonderes" losgetreten werden sollte. Leider ging das voll nach hinten los!!!

21.10.2015 21:37:18
Christine

Sehr langweilig, konstruiert und schleppend erzählt. Kann die vorangestellten Kritiken nur wiederholen. Hatte mich gefreut auf dieses Buch und wurde enttäuscht, zum Glück nur geliehen, sonst hätte ich mich geärgert.
Die Suche nach einem Menschen im Zeitalter google wurde so in die Länge gezogen, völlig unglaubwürdig.
Schade, mehr gibts nicht zu sagen.

19.10.2015 08:29:14
Marianne

Meine Bewertung wäre noch deutlich schlechter. Schade. Die Dialoge der Kollegen Morck und Co entwickeln sich zum Gähnfaktor. Die Entwicklung des Plots ist zäh und die Handlungen der Protagonisten so platt und nicht nachvollziehbar. Das war einmal anders. Ich habe mich regelrecht geärgert.
Schade, Schade, schade.

28.07.2015 20:24:56
Oldman

Das ist halt das Problem mit Serienfiguren. Es stellt sich als ungeheuer schwierig heraus, die Qualität beizubehalten. Der 6. Band ist leider eine Enttäuschung. Die Protagonisten werden vom Autor nach wie vor pfleglich behandelt, die Story aber ist hanebüchen und schlicht und einfach langweilig und ohne Spannung. Schade, vielleicht wirds beim nächsten Buch wieder besser, genug Cliffhanger hat der Autor ja stehen lassen.

28.07.2015 11:19:54
Leseteufel

Den ersten Carl Mørck-Roman habe ich mit atemloser Spannung gelesen, buchstäblich Tag und Nacht. Bei jedem weiteren Roman nahm die Spannung ab, und bei "Verheißung" ist der Tiefpunkt erreicht.
Das Buch ist sterbenslangweilig, die Handlung schleppt sich zähflüssig dahin. Man hat den Eindruck, dass der Autor Zeilen schindet, weil jede Seite das Honorar erhöht.
Adler-Olsen hat sich wohl ausgeschrieben. Es lohnt sich nicht mehr, seine Bücher zu kaufen oder auch nur auszuleihen. Schade!

26.07.2015 21:07:05
Eule Buer

Ja, ja, ja, ja! Ach, danke, all ihr Schreiber der Meinungen über "Verheißung" von Jussi Adler Olsen. Auch ich hoffe, daß sein nächstes Buch wieder besser wird. Auch ich hatte mich auf dieses Buch gefreut. Äh, ich bin wie das TV - nur Wiederholungen. Ich wollte euch, die schon vor mir ihre Meinung über "Verheißung" sagen, daß ihr alle meine Meinung wiedergebt. Ist NICHT ironisch gemeint. Ich habe es nur selten erlebt, daß so viele Menschen - auch wenn ich euch alle nicht persönlich kenne - der gleichen Meinung sind wie ich.

26.07.2015 10:53:58
Kblitz

Sckliesse mich den Kommentatoren an, die von dem Buch enttäuscht sind.
Die Hauptstory wird durch die Protagonisten
noch hochgehalten, da man sie durch die anderen Bücher kennt.
Der zweite Erzählstrang wird mit der Zeit langweilig, und es ist klar,dass die beiden Geschichten zusammen laufen. Der Schluss nimmt dann doch noch etwas Schwung auf,
ist aber teilweise unglaubwürdig.
Das nächste Buch wird hoffentlich wieder besser

05.07.2015 21:59:30
Britta

"Enttäuschend!"
Hab mir das Buch zum Geburtstag schenken lassen...und habe für die anderen Bücher aus der Reihe je 2 Tage gebraucht...jetzt lese ich schon 3 Wochen und KEIN Ende in Sicht-schade.
Wenn es SEIN 1 Buch gewesen wäre.adieu Bestsellerliste!
Bin frustriert über die Fade Story..und der verloren gegangengene Spannungsbogen wird durch ASSARDS WortKAPRIOLEN auch NICHT gerettet.
TJA Herr OLSEN.. einfach mal bei LARS KEPLER abgucken der kriegts jedesmal hin!!!

28.06.2015 23:04:57
BELSL

Mich hat das Buch nur gelangweilt, die Geschichte war sehr dürftig , auf Spannung kann ich verzichten wenn die Charaktere gut dargestellt sind, doch noch nicht einmal das war der Fall. Was noch halbwegs interessant war war die Darstellung der esoterischen Gemeinschaft auf der Insel, doch auch hierbei war einges sehr unglaubwürdig.

Wegen der ewig gleichen Scherze zwischen Rose, Assad und Carl Moerck hätte ich das Buch beinahe weggelegt, das ödet mich direkt an.

18.06.2015 14:30:35
Silvia Schröter

Ich habe das gebundene Buch mit in meinen Jahresurlaub genommen. Schon beim Kauf des Buches habe ich mit der Buchhändlerin darüber gesprochen, wie sehr ich mich auf den neuen Fall als des Trios als Urlaubsunterhaltung freue (die Buchhänderlin übrigens auch).
Puh, ist das Buch eine Enttäuschung! Selbst die kleinen "Missverständnisse" zwischen Assad, Morck und Rose sind so unglaublich öde. Die ganze Handlung ist langweililg und schrecklich konstruiert. So viele Stunden habe ich daran gelesen und dann habe ich mich endlich entschieden nur noch bis zur letzten Seite quasi durchzublättern. Selbst das hat sich im Nachhinein nicht gelohnt. Welch eine Zeitverschwendung!

14.06.2015 14:28:47
Hedda Lindhorst

Ich hatte mich sehr auf dieses neue Buch " Verheißung " gefreut, doch was für eine Enttäuschung. Das Buch ist langatmig, spannungsarm und unglaubwürdig. es war vertane Zeit, dieses Buch zu lesen. Einfach nur schade.Sollte ich das nächste neue Buch dieses Schriftstellers lesen wollen, werde ich mich vorher genau informieren und es nicht gleich lesen, nur weil es von Adler Olsen ist. Da gibt es Schriftsteller aus Skandinavien von ganz anderem Kaliber.

24.05.2015 13:06:16
musashi

Habe gerade das Buch ausgelesen und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Es gibt immer wieder Überraschungen und Wendungen mit denen man nicht rechnet. Persönlich finde ich es bis zur letzen Seite spannend.
Die Charaktere sind auch wieder gut getroffen man kann sie sich einfach sehr lebhaft vorstellen. Ich finde ein das es ein sehr gelungenes Buch ist.

21.05.2015 22:16:11
Sus90

Sollte ich Verheißung in einer Skala zwischen 1 und 5 bewerten, wäre es eine solide 3. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, leider war es nicht wie ich es mir erhofft habe. Die Spannung blieb aus, da man bei Zeiten erahnen konnte wer der Täter ist. Die Geschichte an sich ganz okay aber bei weitem nicht so spannend wie bei den vorherigen Werken. Ich hoffe das Herr Adler Olsen wieder zu gewohnten Formen zurück findet. Die drei Hauptcharaktere wurden wieder gut beschrieben, musste des öfteren schmunzeln. Dem ist sich Adler Olsen treu geblieben und das finde ich gut so. An sich gutes Buch aber bei weitem nicht zu vergleichen mit früheren Bücher.

21.05.2015 10:16:03
pema

Für mich ist eine deutliche negative Tendenz bei JAO zu sehen.
War schon der Marco-Effekt unheimlich langatmig, so wird dies jetzt noch schlimmer.
Die Unwahrscheinlichkeit der Situation im Präsidium wird immer höher und die körperlichen Heldentaten einer Hochschwangeren immer unglaubwürdiger.
Schade für die Zeit.

11.05.2015 21:58:58
Thomas Meier

Im Gegensatz zu einigen Rezensionen hier: der Roman ist witzig, spannend, unterhaltsam. Voraussehbar? Absehbar? Warum denn auch nicht? Wir essen ja auch ab und zu wieder die gleichen Dinge. Und freuen uns immer wieder neu daran. Also MIR machte "die Verheissung" Freude. Also: Ich empfehle es mit Vergnügen.

04.05.2015 10:05:44
James_Blond

Jussi Adler-Olsen macht - wie in den 5 Bänden zuvor - auch in diesem Band keine Gefangenen. Wer das Schicksal der "Bösen" aus den ersten 5 Bänden kennt, weiß auch beim 6ten Band schon von der ersten Seite an, wie alles enden wird.

Jussi Adler-Olsen sieht offensichtlich keine Notwendigkeit für Gefängniswärter und Richter.

27.04.2015 23:02:13
Martin

na bitte! wer die ersten 4 bände der carl-morck-reihe verschlungen und mit dem 5. nicht wirklich viel anfangen konnte, kommt mit dem 6. wieder voll auf seine kosten. morck, bzw. adler-olsen, nähert sich wieder seiner hochform! die geschichte scheint vorhersehbar, mehr sei hier nicht verraten. ich lese die morck-bände eigentlich auch nicht wegen der spannung, sondern wegen der schräg-witzigen figur des hauptprotagonisten und dessen mitstreiter und der - in skandinavischen romanen typischen - gesellschaftskritik. 90 grad!

17.04.2015 19:48:04
manulete

Langweilig, langfädig, langatmig. Eine gute Idee verschenkt. Rate total davon ab. Macht den eindruck , als müsste der Autor Zeilen schinden und auf Teufel komm raus eine Story abliefern. War das Alphabet-Haus schon absoluter Tiefbau, schafft es Adler Olsen mit diesem Werk noch ein paar Etagen tiefer. Zum Glück nur ausgeliehen und nicht gekauft...