Dampfnudelblues

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Der Audio Verlag, 2011, Seiten: 4, Übersetzt: Christian Tramitz

Couch-Wertung:

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

6 x 91°-100°
2 x 81°-90°
1 x 71°-80°
1 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:89.9
V:9
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":1,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":1,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":1,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":1,"97":0,"98":1,"99":0,"100":4}
Jürgen Priester
A rechter Schmarrn

Buch-Rezension von Jürgen Priester Feb 2011

Der Dampfnudel-Blues könnte auch "Die Albernheiten des Franz Eberhofer" heißen und ein Stück aus dem Komödiantenstadl sein. Sollten der Vorgänger Winterkartoffelknödel und das im Herbst drohende Schweinskopf al dente ähnlichen Kalibers sein, dann hat Autorin Rita Falk im Krimi-Genre nichts zu suchen und sollte schnellstens ihren Platz auf der Krimi-Couch räumen. Das würde den Rezensenten auch von der undankbaren Aufgabe entbinden, über diesen Schmarrn wohlfeile Worte zu finden. Aber wenn´s denn sein muss.

Ein Titel wie Dampfnudel-Blues sollte eigentlich als Warnhinweis ausreichen, dass mit einem ernstgemeinten Krimi nicht zu rechnen ist. Aber auch Krimi-Parodien haben durchaus ihren Reiz und können recht unterhaltsam sein. Erwartet und unerwartet ist der Dampfnudel-Blues weder das eine noch das andere, sondern seichte Unterhaltung (das Wort Literatur kommt mir nicht in die Tastatur) in bayrischer Mundart ohne Dialekt, so dass es auch nördlich des Weißwurstäquators verstanden werden kann, wenn es denn etwas zu verstehen gibt.

In Dampfnudel-Blues erzählt der Eberhofer Franz, der unglücklicherweise Polizist ist, aus seinem ereignislosen Leben, das zwischen Mahlzeit und Brotzeit, zwischen Bett und Büro pendelt und einen ekstatischen Höhepunkt beim Feierabendbier in der Dorfkneipe findet. Als hätte er nicht schon genug Stress am Hals, wird doch glatt der Rektor der Realschule umgebracht. Aber der war wirklich ein Garstiger. Wie das wohl in Niederbayern so üblich ist, kümmert sich nicht eine Mordkommission um den Fall, sondern der jeweilige Dorfpolizist, also der Franz. Der hat eh von Nichts eine Ahnung, deshalb versucht er es halt mit seinen beschränkten Mitteln, in steter Hoffnung, dass dem Täter sein schlechtes Gewissen so sehr drückt, dass er sich hoffentlich selber stellt. Ob der das tut oder nicht, wird natürlich nicht verraten. Wenden wir uns lieber der einzig spannenden Frage zu. Nein, nein, nicht was am Abend auf den Tisch kommt, sondern kriegt der Franz am Ende seine Susi, denn die hat Reißaus vor ihm genommen. (Wer könnte sie nicht verstehen).

Geschmäcker sind verschieden und darüber streiten kann man auch nicht. Die viel zitierten Binsenweisheiten treffen umso mehr auf den Humor zu. Wir möchten dem Kollegen Franßen, der den Winterkartoffelknödel" besprochen hat, gerne glauben, dass er dort bissigen Witz und leicht anarchischen Humor entdeckt habe, nur im Dampfnudel-Blues ist nichts davon zu lesen. Sollte die Autorin ihr humoristisches Feuerwerk schon im ersten Teil abgebrannt haben? Nichts davon, wenn man die vielen begeisterten Leserkommentare anderswo berücksichtigt. Es muss am Rezensenten liegen, der, wie man munkeln hört, auch fast alle deutschen Comedians zum Kotzen findet. Der wendet jetzt ein, das es hier auf der Krimi-Couch doch um Krimis geht und nicht um Quatsch-Comedy à la Ätzend Schröder. Platte Witzchen erzählen – gut und schön – aber bitte woanders.

Wenn ihm schon die Geschichte selbst kein Lächeln abringen konnte, so hat der Rezensent sich wenigstens über das angehängte Glossar und über Omas Rezepte köstlich amüsiert. Das 19-Wörter-Glossar verklärt u.a. so ur-bayrische Begriffe wie Kelly Family oder Schniedl in der romaneigenen Schlichtheit, dass man eigentlich wieder ein Glossar bräuchte.... aber lassen wir das. Durch Schlichtheit zeichnen sich auch Omas Rezepte aus, die ohne weiteres aus der Hand eines Gourmetkoches, wenn nicht gar aus Dr. Oetkers Kochbuch für Anfänger stammen könnten. Das ist ein Surplus, das jeden Euro mehr für das Softcover rechtfertigt.

Dampfnudel-Blues ist als großformatiges Softcover (Klappenbroschur) zu erwerben. Schon die äußere Gestaltung des Buches lässt auf ein folkloristisch heiteres Interieur schließen. Es verwundert nur ein bisschen, dass der Deutsche Taschenbuch-Verlag (dtv) dafür seine Premium-Serie desavouiert, die bisher auch für inhaltliche Qualität stand. Aber Akzeptanz und Verkaufszahlen geben dem Verlag im Nachhinein Recht. Was macht es schon, dass das Krimigenre mit solchen Machwerken weiter in Verruf gebracht wird. Profit ist heute. Und Dampfnudeln muss man essen, solange sie heiß sind – sonst bekommt man den Blues.

Frau Falks Speisekarte lässt einiges zu wünschen übrig. Das Angebotene ist selbst bei unterkühlten 5° kaum genießbar, deshalb sollten alle Krimi-Gourmets die Finger davon lassen.

Dampfnudelblues

Dampfnudelblues

Deine Meinung zu »Dampfnudelblues«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
31.08.2017 10:49:06
Vivianne Schoenen

Ich muss mich der Meinung, der Leserkommentare zuvor anschließen!

Herr Priester wird mit seiner Rezension der Autorin und dem Krimi nicht gerecht, der mit typisch bayrischen Charme gar nicht den Anspruch hat ein Grisham oder Follett zu sein.

Figuren, Szenerie und Plott sind hervorragend und mit viel Liebe zum Detail herausgearbeitet - und der dtv hat hier eine sehr talentierte Autorin entdeckt!

Und wenn dem Zensor bayrische Kost nicht schmeckt, sollte er demnächst woanders essen gehen.

07.06.2017 21:24:46
Hans Jürgen Möller

Der Kommentar ist keineswegs peinlich, es ist schlicht und einfach alles richtig. Nur, den Komödienstadl muss man in Schutz nehmen. Diesen Vergleich hat er (seine Autoren) nicht verdient. Humor ja, das aber ist keine witzige Hausmannskost, sondern es sind dumpfe Altmännerwitze, halt eben von einer Hausfrau. Es gibt so viele gute Krimis.

11.01.2017 10:54:23
Wolfgang Seckler

Diese Rezension ist megapeinlich. Wenn man schon zum lachen in den Keller geht, sollte man besser Rosamund Pilcher rezensieren. Dann noch Seitenhiebe auf den Rezensenten des ersten Buches vom Stapel zu lassen, ist dann der Gipfel der rezensorischen Inkompetenz.
Am besten, Herr Priester, Sie schreiben ab jetzt Kritiken über päpstliche Enzykliken, das dürfte Ihrer Art Humor(den es offensichtlich nur rudimentär gibt) angemessen sein.

22.11.2016 17:57:13
trafik

Auch ich fand die Bewertung von Jürgen Priester nicht ganz gerecht.
Der Schreibstil ist ja bewust witzig angelegt. Ein typischer bayrischer Krimi der unterhält und wo man oft schmunzeln muß. Auch dies braucht man öfters.
Fünf Punkte sind wirklich Zuwenig lieber Jürgen Priester!
Die Abwechslung ist das tolle beim Krimilesen!

13.04.2016 10:22:45
Maren78

Da ich den Vorgänger von "Dampfnudelblues" nicht gelesen habe, tat ich mich anfangs mit dem Buch etwas schwer. Doch als ich erstmal angefangen hatte, konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Witzig und humorvoll wird das Leben des Polizeikommisar Franz Eberhofer geschildert.

Nachdem jemand an die Hauswand des Realschuldirektors "Stirb du Sau" gepinselt hat, fängt der eifrige Franz bereits an zu ermitteln. Als der Realschuldirektor dann kurze Zeit später auch noch spurlos verschwindet, steckt Franz ganz in seinem Element. Endlich mal wieder ein Kriminalfall im sonst so ruhigen Niederkaltenkirchen.

Franz ist sonst eher ein Eigenbrötler. Er lebt bei seinem Vater und seiner Oma. In seinem Heimatdorf kennt jeder jeden. Da ist es kaum verwunderlich das jeder mal in die Ermittlungen von Franz einbezogen wird.

Alles in allem eine nette Lektüre, bei der ich das eine oder andere Mal herzhaft schmunzeln konnte.

30.12.2015 00:00:52
Mati_liest_Krimis

Schade, dass hier vom "Fachmann" so ein Schmarrn an Rezession verzapft wurde!
Sowas passiert leider immer dann, wenn Menschen innerlich steif und rostig werden.
Nur eine Richtung geht für sie...sich auf etwas Neues einzulassen, auch mal Schräges genießen zu können.das ist Kunst. Und ich erwarte schon von einem Kritiker, dass er fähig ist Neues, Unbekanntes zuzulassen.
Tja, mancher geht zum Lachen in den Keller, oder kann es gar nicht!
Ich liebe die Krimis von Rita Falk. Sie hat ihren eigenen köstlichen Stil zu schreiben und Menschen eben auch nur Menschen sein zu lassen-überzogen, überspitzt, aber herrlich komisch und wunderbar zu lesen!
Lassen wir den "Meister der Rezession" zum Lachen in den Keller gehen, sauere Gesichter ziehen.unser Mitleid ist ihm gewiss, er kann halt nicht anders! Und wir, wir lesen und genießen jeden dieser lecker-köstlichen Krimis von Rita Falk!!! Mahlzeit!

09.12.2015 21:47:53
Leseratte

Die Rezension von Jürgen Priester ist keine Rezensiom. Es ist eine Beleidigung.

Seine "Bewertung" gehört in die Tupperdose von der Oma, damit sie sie einfrieren kann. Der Papa sollte ihm vorher noch einmal ins Gesicht "kiffen", damit er drinnen auch wirklich still ist und nicht mehr redet.

Die Bücher vom Eberhofer Franz & Konsorten sind allesamt supergeil und absolut lesenswert. Hammermäßig würde der Franz sagen und recht hat er.

11.10.2015 14:57:14
j. weiler

Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. (Es fehlten noch 200+ Zeichen, um den Kommentar zu füllen. Also dann. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Dieser Rezensent kommt sich wichtig vor. Ein selbstgefälliger Depp isser.)

31.08.2015 07:09:06
Pascal

SUPER BUCH! Unbedingt geniessen!!! Ganz schlechte Rezension von Krimi Couch der Kritiker scheint ein Mordentusiast zu sein...man kann doch evtl lange Cusslers und Rita Falk lesen und geniessen. Diese yreihe ist genial unterhaltsam mit spontanen Lachattaken!! Blut fliesst zum Glück wenig, höchstens am Svhlachtfest inm Wirtshaus...

20.04.2015 14:24:04
Tina

Als ich vor kurzem gefrustet in der Bücherei stand, fielen mir zufällig die Bücher von Rita Falk auf. Eigentlich stehe ich ja mehr auf richtig harte PsychoThriller a la Futter oder Franz. Aber da ich von denen schon alle Bücher kenne, dachte ich mir. ich leih sie mir mal aus. ..einfach weil die Titel lustig klangen. Seit dem ersten Band bin ich Fan der Bücher, weil sie so herrlich schräg sind und mich total zum lachen bringen. Ich komme aus Niedersachsen, freue mich aber total über die schrägen derben Ausdrücke und die genialen Rezepte am Ende der BücherWeiter so. ..ich bin schon süchtig.

19.01.2015 13:30:58
vandusen

Zufälligerweise habe ich das Hörbuch - gelesen von Christian Tamitz - in die Hände bzw. Ohren bekommen.
Ich muss sagen, das ist das Beste, was ich in letzter Zeit gehört oder gelesen habe.
Lustig, leicht verdauende Kost. Hervorragend vorgetragen von Chr. Tramitz.

Daumen hoch..!

Die restlichen Bücher werden auch gleich bestellt.

10.01.2015 17:39:12
Winster

milohund zu Rita Falk
Immer wieder erstaunlich und verwundert ist festzustellen, das es wirklich eine Leserschar gibt, welche manche Bücher fürn Schmarm halten und dann man glaubst nicht, solch viele Wörter verschwenden. Unentspannt fällt mir dazu nur ein. Da kann ich mich andern Lesern nur anschließen und ich freue mich nach vielen Stunden anstrengender Arbeit auf wirklich entspannte Lektüre, bei dem gelacht werden kann und eben nicht alles sooo furchtbar genommen wird.
Ich habe bis jetzt alle Bücher mit einem Augenzwinkern gelesen und war entspannt und konnte lachen. Muss man immer ach allzu viel und immer zu hochgeistig denken, lesen, schreiben und reden. Ich möchte es nicht und deshalb gehe ich mir jetzt das leider erstmal letzte Buch von Rita Falk holen und freuen mich auf einige Stunden lesen mit einem Augenzwinkern.Auf neue Rezepte, auf neue unspektakuläre Ereignisse mit all den doch irgendwie liebenswerten Bewohner von Niederkaltenkirchen und vor allem der schwerhörigen Oma und ihrer Tupperdose.

13.12.2014 22:10:21
Erika Billinger

Ganz offenichtlich torpediert hier ein Herr Priester eine spritzige und erfolgreiche Autorin, die glücklicherweise eine breite Zuhörerschaft hat, die bis jetzt jeden Franz Eberhofer-Krimi begeistert verschlungen hat. Diese Art von Humor versteht natürlich nicht jeder, wäre auch zuviel verlangt. Das Genre Lokalkrimi ist eben lokal. So hat das Allgäu seinen Kluftinger und Sizilien seinen Montalbano. Niederbayern hat sein Niederkaltenkirchen und seinen Franz.Dampfnudelblues ist einfach gelungen und eigenet sich als heitere Lektüre genauso wie als Hörspiel im Auto. Für mich eine klare 100° - Sache!

14.08.2014 21:39:12
Bärbel Kamp

Ich bin durch Zufall auf die Eberhoferkrimis gestoßen. Bin jetzt beim dritten Buch. Ich könnte mich schlapp lachen. Die nächsten Eberhofer werde ich ganz bestimmt auch noch lesen. Es ist einfach entspannend nach einem langen Arbeitstag die Bücher zu lesen, da es so lustig ist. Sicherlich steht hier die Kriminalistik nicht im Vordergrund, aber ich freue mich schon jetzt was weiterhin rund um den Eberhofer passiert.

19.07.2014 14:19:58
Georg Halbedl

Ich habe alle Eberhoferkrimis gelesen und war begeistert, denn wenn man einmal anfängt zum lesen dann kann man nicht mehr aufhören. Bitte behalten sie den Schreibstil bei.
Die Filme sind durch den bayrischen Dialekt amüsant und immer wieder mit vergnügen an zu sehen. Ich finde wer keinen Humor hat sollte sie nicht an sehen.
Bitte die Kritiken von Herrn Priester einfach ignorieren.

09.12.2013 08:18:10
Pfui!

Wer das Buch kennt, oder besser noch das Hörbuch, das in excellenter Manier von Christian Tramitz vorgelesen wird, wird kotzen, wenn er diesen Film sieht. Keinem dieser Schauspieler ist seine Rolle abzunehmen, wie sie im Buch angelegt wurde. Eberhofers Hund Ludwig hat man gleich ganz weggelassen. Hoffentlich werden die anderen Teile nicht ach noch verfilmt.

28.08.2013 22:11:53
xlight

also ich fand den film mehr als nur gut. es war kein genial ausgefeilter krimi, das haette auch fuer einen tatort gereicht. es war auch kein pointen kracher in serie, dafuer gibts andere genres. der film hat etwas rueber gebracht was einem bayern das herz aufgehen laesst. und wer das nicht versteht wird die bayern nicht verstehn. "und wie schmeckts?" , "ja SCHEISSE schmeckts!", "ja, dann is ja recht!" .

25.07.2013 14:18:22
Nadja

Ich habe die bisher erschienen Romane gelesen und habe mich sehr gut dabei amüsiert. Auf den neuen Roman der im Herbst erscheinen soll bin ich auch schon sehr gespannt.Leider wird im Film der Eberhofer nicht von Ch. Tramitz gespielt und auch der Dialekt ist nicht unbedingt sehr niederbayrisch bzw. sogar österreichisch. Zumindest im Trailer kann es so rüber.
Ich werde mir wahrscheinlich anschauen.

09.07.2013 00:52:23
Evelyn Kainz

Danke für dieses erfrischende Buch. Mit so vielen guten Figuren, die im Hörbuch von Ch. Tramitz hervorragend INTERPRETIERT WIRD.
Die Geschichten möchten man oder frau einfach immer wieder lesen. DienFangemeinde hofft, dass diese Serie noch viele Folgen hat.
Die im Trailer gezeigten Schauspieler sind genial. Beim Hörbuch im Auto habe ich Schwierigkeiten auszusteigen, wenn die Fahrt beendet ist, weil man wie beim guten Eseen auch schlecht aufhören kann.

25.05.2013 16:49:25
Thomas Lenz

Ich habe alle Eberhoferkrimis gelesen und bin beigeistert. So herzerfrischenden Witz und nebenbei eine spannende Handlung findet man selten. Bitte behalten Sie Ihren Schreibstil bei. Ich freue mich schon auf den nächsten Krimi mit Franz Eberhofer, den es hoffentlich geben wird. Einen Herrn Priester bitte einfach ignorieren!

12.12.2012 08:57:45
rolandreis

Ich habe diesen Krimi als Hörbuch gelauscht, gelesen von Christian Tramitz. In erster Linie muss man bei Falk's Krimis sagen, dass mit Sicherheit die Komik im Vordergrund steht und der Krimi nur Rahmenhandlung ist. Dafür kann man aber auch so richtig mal wieder lachen. Dafür sorgt sicherlich der niederbayerische Humor mit dem schrulligen Helden Eberhofer, aber auch sicherlich der Sprecher Tramitz, der genau diese Figur hervorragend darstellt. Ich konnte mir richtig gut den Eberhofer bei all seinen Aktivitäten vorstellen und musste echt mehrmals richtig ausgiebig über ihn lachen. Dafür für die lustige Unterhaltung gebe ich gern mal wieder die volle Punktzahl. Man sollte sich aber nicht einen richtigen Krimi erwarten, sondern eine Geschichte zum Lachen.

23.11.2012 18:44:44
Elke

Ich bin ein Preusse und finde die Bücher von Rita Falk klasse. Ich bin absolut kiein Krimifan, aber so lasse ich mich gerne darauf ein...Denn eins tuen auch die "Saupreissen"gerne...lachen, und ich verstehe den Bayrischen Witz und Charme sehr gut, da er den Friesischen garnicht so unähnlich ist...Viel Spaß mit den hervoragenden Büchern

17.11.2012 09:43:29
Jürgen_Priester

"Scheißdreck" - welch garstig` Wort, Herr Robel. Ich hoffe, es hat Ihnen gut getan, Ihrem Herzen Luft gemacht zu haben. Ich mag es auch nicht, wenn jemand das runtermacht, was mir gut gefällt, auch wenn die Kritik vielleicht auch ein winzig Körnchen Wahrheit beinhaltet.Kritik am Kritiker ist schon ok, durchaus auch mal kräftiges Wort, das es auf den Punkt bringt. Was ich indes von Ihnen vermisse, ist ein Wort oder auch zwei zum Buch. Was hat Ihnen denn (besonders) gut gefallen? Jetzt schreiben Sie nicht, sie hätten sich gekringelt vor Lachen. Das lass ich nicht gelten. Sie sind zwar in guter Gesellschaft, aber unser Thema ist "Krimi", nicht "Komik".

16.11.2012 21:42:54
Werner Robel

Ich weiss ja nicht was Herr Priester gelesen hat. "Dampfnudelblues" hat er jedenfalls nicht gelesen. Die Rezension ist ein einziger Schmarrn und ein rechter "Scheissdreck" wie schon Monaco Franze gesagt hat. Ich hoffe, dass Frau Falk noch einen Niederbayernkrimi nachschiebt - schon jetzt ein Danke! Und - Herr Priester - schreiben Sie künftig Kritiken über den aktuellen Wetterbericht. Da können nicht einmal Sie was falsch machen!

07.10.2012 17:56:26
Schnippi

Mein erster "Krimi" der Autorin, aber betimmt nicht der letzte. Ein Geschenk meines Mannes...mit den Hinweis "ein etwas anderer Krimi" ---und er hat Recht. Blutrünstige Tate und Verbrechen ohne Ende sucht man vergeblich. Dafür begegnet man (wenn man die Bayern kennt), dem ein oder anderen Charakter (Mitten aus dem Leben) mit Witz und Charme. Während andere Romane zu Gänsehaut verleiten zaubert dieser teilweise ein Schmunzeln in das Gesicht des Lesers...an der ein oder anderen Stelle sogar ein lautes Lachen. So sind sie halt die Bayern. Empfelenswert für jeden, der einmal leichte und unterhaltsame Kost zulassen will.

30.09.2012 23:11:39
Baghirra1997

Ich finde die "Krimi´s von der Rita Falk als Niederbayerisches Madl echt gut.Hab bis jetzt alle Bücher gelesen.Den Witz und den Hintergrund versteht wahrscheinlich nur ein Bayer. Wie sie auch schreibt, kann es jeder Ort in Niederbayern sein. Die bayerische "Normalität" kommt hier sehr gut rüber.Ein Preusse kann damit nicht´s anfangen. Preissen hoid.

18.04.2012 15:04:15
Ursula Schmitz Dipl.-Kfm

Ich lese langsam und habe trotzdem in der Mitte nochmals angefangen. Wer einen Krimi will oder ein Buch zum Überfliegen sucht, hat den Sinn nicht verstanden. Für meine Begriffe bei aller augenscheinlichen Blödelei eine hochprofessionelle Schreibkunst. Der Witz liegt in den kleinen, oft beiläufigen Formulierungen, die erst beim Nach-Denken zu Tage treten. Das ist banaler Alltag hautnah formuliert. Wer kann das schon so treffend! Man sieht die handelnden Figuren , als wenn sie in der Stube säßen.

04.02.2012 19:01:02
Schnagg

"Dampfnudelblues" hat mit seiner Mordgeschichte zwar keinesfalls anknüpfen können an "Winterkartoffelknödel", jedoch führte die Autorin mit Witz & Charme durch die Lektüre. Die "alten" Bekannten waren wieder zugegen u. man musste oftmals schmunzeln. Wer einen Krimi mit Gänsehautfaktor oder irrsinniger Spannung sucht ist hier fehl am Platz. Wer jedoch etwas zum schmunzeln möchte u. gegen ein paar Lacher nichts einzuwenden hat ist hier gut aufgehoben. Ich bin nun auf Schweinskopf al dente gespannt u. hoffe der Mordfall an sich wird wieder etwas spannender. Die Geschichten um die Dorfbewohner sind ja stets amüsant. Natürlich möchte man auch wissen wie es mit Susi weitergeht :-) Fazit: Ein humorvoller Krimi der gute Laune macht.

28.01.2012 17:38:30
fridolinie

Das Buch "Winterkartoffelknödel" habe ich nach wenigen Seiten in die Ecke gelegt - der Stil war mir denn doch zu einfach. Dann legte mir jemand das HÖRBUCH nahe. Und das fand ich dann köstlich. Den Dampfnudelblues habe ich mir folgerichtig gleich als Hörbuch besorgt und bin wieder begeistert. Wieder wunderbar gelesen - wie er sich über die Susi aufregt! Frau muss einfach grinsen.
OK, es ist kein Kriminalroman, der einem die Gänsehaut den Rücken hinunter treibt, aber muss das denn immer sein? Die ach so hoch gelobten Kobr/Klüpfel-Krimis tun das auch nicht.
Wer reisserische Spannung sucht, wird hier wie dort enttäuscht sein. Wer aber auch einmal schmunzeln will, sollte es sich nicht entgehen lassen. Aber bitte als Hörbuch.

27.01.2012 03:53:36
hanna wild

wunderbar bairisch ist die sprache der rita falk und des traumatisierten franz eberhofers!der humor ist psychologisch vom feinsten!
es braucht eine frau, die sich in das brutale dorfleben im tiefsten niederbayern so dermaßen gut einfühlen kann. natürlich ist das für zugereiste nichtbayern schwer verdaulich weil das verständnis fehlt für das unausgesprochene, das zwischen den zeilen steht. das ist halt nur für eingeborene zu erspüren:-)

05.01.2012 15:09:09
Daniela

Schon Rita Falks Krimidebut mit "Winterkartoffelknödel" habe ich an einem Tag geradezu verschlungen. Nicht anders ging es mir mit ihrem neuen Buch "Dampfnudelblues". Nach der langen Wartezeit bis zur Veröffentlichung war ich geradezu süchtig den Krimi zu lesen und mich in die urbayrische Welt des grantigen Franz Eberhofers zu vertiefen.

Was die Welt um die eigentliche Krimigeschichte angeht, hat mich Rita Falk auch diesmal keineswegs enttäuscht. Mit viel Witz und Charme erlebt der Leser wieder die typischen Dorfcharaktere, die man schon aus dem ersten Band kennt. Da gibt es die schwerhörige Oma von Franz, die so gut kochen kann, den gehassten Bruder, der nun die Uschi - oder auch Sushi genannt - als Tochter hat. Den Beatles hörenden Vater, den Freund Rudi, der beim Ermitteln hilft wo er nur kann, die Stammtische im Dorflokal oder auch die Beziehung zur Susi. Bei all diesen so typisch bayrischen Charakteren bleibt das Schmunzeln beim Lesen nicht aus und es kommt keine Langeweile beim Lesen auf.

Warum ich diesem Buch allerdings keine volle Punktzahl für die Bewertung geben kann, liegt an der etwas mauen Kriminalgeschichte. Auch wenn die eigentliche Mordgeschichte bei diesem Buch nicht die Hauptrolle spielt, fand ich die Idee und Auflösung des Mordfalls ein bisschen zu flach: der unbeliebte Lehrer in Niederkaltenkirchen findet sein Haus mit den Worten "Stirb Du Sau" beschmiert vor und stirbt ein paar Tage später. Verdächtige gibt es genug, findet man doch niemandem im Dorf, der den Lehrer mochte. Doch Franz Eberhofer schafft es auch diesmal mit viel Witz und Charme den Fall zu lösen. Ob die Idee und der Ausgang des Mordfalls dabei realistisch sind, spielt daher auch keine so große Rolle.

Wer also Bayern und seine kulinarischen Schmankerl mag, auf ländlichen Witz und Charme steht, sowie gern Krimiliteratur liest, der kann mit dem Kauf dieses Buches nichts falsch machen.

12.09.2011 14:35:08
Helga Wienhold

Liebe Rita Falk!

Einfach wunderbar unterhaltsam Ihre Bücher!
Ich hoffe, es geht mit Franz und Susi weiter..?!
Luca Toni könnte ja schwul werden oder an einer Nudel verrecken. Das würde Franz bestimmt gefallen!! Einwandfrei..!

Ich freue mich schon auf das dritte Buch.

Herzlichen Gruß aus Hamburg
Helga Wienhold :-D

22.08.2011 19:16:59
anyways

Erst wird auf den allseits unbeliebten Rektor der kleinen Kaltenkirchener Schule ein fieser Farbanschlag auf die bis dato schneeweiße Fassade seines Heimes verübt, und dann wird derselbige ein paar tage später via Zug aus dem Leben gefahren.

Nun hat Kaltenkirchens Dorfsheriff Eberhofer alle Hände voll zu tun, denn nicht nur der Unfall des Rektors muss aufgeklärt werden, nein nebenbei muss sich Eberhofer noch um die bucklige Verwandtschaft, allen voran sein ungeliebter Bruder und dessen Frau und Tochter, kümmern. Zu allem Übel streicht auch seine Langzeitfreundin Susi die Segel und brennt samt italienischem Lover durch. Ein Glück das er noch ein paar freunde und seinen Hund hat….und natürlich Oma und deren legendären Kochkünste, wenn sie gut gelaunt ist.



Die Autorin zeichnet einen wirklich schrulligen Dorfmacho der trotz seiner Eigenarten bzgl. Des weiblichen Geschlechts sympathisch wirkt.

Lustige Anekdoten, wie die Streitschlichtung wegen einem Außenthermometers, und allein die Mundart lassen einen oft schmunzeln. Lokalkolorit, Lebens- und Denkweisen der Dorfgemeinschaft sind fabelhaft skurril wiedergegeben. Ein wunderbar kurzweiliger Krimi der durchaus Kultstatus erlangen kann. Einfach weil er sich von der Masse abhebt. Die Rezepte und Erklärungen typisch gebräuchlicher Floskeln am Ende des Buches werten es noch zusätzlich auf. Hier bin ich jetzt schon gespannt auf den nächsten Fall.

11.08.2011 14:45:31
Chris

Kurz und knapp:
Mir hat das Buch "saugut" gefallen. Eine wunderbare Gelegenheit einmal die Seele baumeln zu lassen und abzuspannen. Laut zu Lachen ist für mich ohnehin der beste Begleiter durch mein Leben und hierzu habe ich in beiden Büchern von Rita Flak bisher ausreichen Gelegenheit gehabt.
Aus diesem Grund kann ich die Rezension von Jürgen Priester auch nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich empfinde für diesen Text genau die gleichen Gefühle, wie Hr. Priester für das Buch.
Ich hoffe, dies durfte noch schreiben ohne gleich von der hocheiligen Rezendentenschar auch noch verrissen zu werden.

22.07.2011 14:58:49
detno

Zum Glück habe ich mich nicht von den schlappen 5° verleiten lassen, einen Bogen um das Hörbuch zu machen.

Auf die Handlung einzugehen erübrigt sich, da meine Vorschreiber/innen schon alles gesagt haben. Klar gibt es Krimis mit erheblich stärkerer Handlung, aber nur wenige, die einem spontan die Lachtränen in die Augen treiben. Voraussetzung natürlich, man hält dieses Werk für einen Krimi. Wo aber ist da die Grenze?

Dieser "Komödiantenstadl" (Zitat Rezension) wird jedenfalls hervorragend von Christian Tramitz gelesen.

Soll ich mich nun mit dem Drücken der "abschicken"-Taste als Nicht-"Krimi-Gourmet" outen?

Mach\' ich und spendiere 89°

17.07.2011 14:05:46
Darix and friends

Ein schnodriger, überzogener Regionalkrimi aus Niederbayern.
Der unbeliebte Schulrektor Höpfl wird ermordet, der „Dorfpolizist Franz E.“ ermittelt im Stile eines amerikanischer Proll-Cops.
Susi, Franz` Freundin verlässt ihn Richtung Italien, sein Bruder Leopold nervt mit seiner kleinen Tochter. Die Oma nötigt ihn zu Schnäppchen Fahrten und fordert ihn auf Susi zurück zu erobern. Insgesamt viel Provinztheater, zusätzlich ein überzogen agierender Dorfpolizist, Niveau wie in einem Film des privaten Vorabend TV, unterdurchschnittlich eben.
Keine Handlung, Blödeleien ersetzen diese. Wem dies reicht der soll die weiteren Bände sich zu Gemüte führen.
Der Resenzion von Jürgen Priester ist nichts hinzu zu fügen, trifft den Kern.

17.07.2011 12:18:07
Gisela Meyer

Schade, fand die Rezensionen sonst sehr hilfreich, aber das hier ist echt das Letzte. Darf ein Krimi nicht einfach mal schräg und unblutig und einfach nur amüsant sein? Man sollte das Genre nicht sooo eng sehen, wie Herr Priester es offensichtlich tut. Dampfnudelblues ist einfach sagenhaft komisch und immer einige vergnügliche Lesestunden wert

06.07.2011 07:24:27
d.p.r.

Willkommen in Deutschland, dem einzigen Land, das sich hochernst über Unterschiede zwischen Humor und Komik streitet. Kein Wunder, dass wir keine Monty Pythons haben. Wie Jochen schon sagt: Der Rezensent begründet seine Meinung und man muss dem nicht folgen. Ihm allerdings zu unterstellen, er verreiße ein Buch nur deshalb, weil "alle anderen" (echt?) es loben, das geht einfach nicht. Hieße doch konsequenterweise, dass man in Zukunft kein Buch mehr negativ sehen darf, weil alle anderen es positiv sehen? Dann können wir gleich ganz mit der Kritik aufhören. Sind irgendwie weißrussische Verhältnisse dann, oder?

06.07.2011 07:23:34
d.p.r.

Willkommen in Deutschland, dem einzigen Land, das sich hochernst über Unterschiede zwischen Humor und Komik streitet. Kein Wunder, dass wir keine Monty Pythons haben. Wie Jochen schon sagt: Der Rezensent begründet seine Meinung und man muss dem nicht folgen. Ihm allerdings zu unterstellen, er verreiße ein Buch nur deshalb, weil "alle anderen" (echt?) es loben, das geht einfach nicht. Hieße doch konsequenterweise, dass man in Zukunft kein Buch mehr negativ sehen darf, weil alle anderen es positiv sehen? Dann können wir gleich ganz mit der Kritik aufhören. Sind irgendwie weißrussische Verhältnisse dann, oder?

06.07.2011 01:25:19
Jochen

Lieber Georg, ein bisschen Quatsch ist das schon, was du schreibst. Ich mag z.B. Thomas Mann und Herrn Dostojewski. Bin ich deshalb ungeeignet für eine Rita-Falk-Rezension? Gleichzeitg schätze ich aber auch Oskar Maria Graf, Ludwig Ganghofer, Pu den Bären und sogar Hans Gustl Kernmayr. Bin ich jetzt wieder im Rennen? Macht einen ein Faible für Politthriller gleichzeitig zur Persona Non Grata, was komödiantische Kriminalromane angeht? Ist das ein anerkanntes Ausschlussverfahren, schwachbrüstige Brachialkomik betreffend? Kann man dafür gar zu wenig wissen? Und was ist so schlimm an Wut? Manche Bücher lösen die halt aus. Nicht zu Unrecht. Ich mochte bspw. die ersten beiden Romane Jörg Maurers. Den dritten nicht. Bin ich jetzt ein Hassprediger? Jürgen Priester begründet in seiner Rezension, warum er "Dampfnudelblues" für ein katastrophales Werk hält. Dem muss man nicht folgen; tun die wenigsten Kommentatoren hier. Aber so richtig widerlegt sehe ich ihn bislang auch nicht. Schon gar nicht, wenn man das Buch kennt. Und leider auch nicht von dir/ihnen, lieber Georg, Herr Frohmader.

Ach übrigens, ich bespreche auch CDs. Von klassischer Avantgarde, über Pop, Jazz, RIO, schrägem und geradem Art Rock bis hin zu Death Metal. Es geht. Tatsächlich. Außer bei Verrissen. Da kommt immer einer um die Ecke und sagt: "So nicht!" Egal, um welches Genre es sich handelt. Die Begründungen wechseln, die Tiraden bleiben immer die gleichen. Langweilig.

05.07.2011 23:16:56
Ulli

Ich bin eher zufällig an dieses Buch geraten habe es aber nur widerwillig aus der Hand gelegt um das zu tun was ich tagsüber so tun muss, nämlich arbeiten. Das Buch war aus dem Leben gegriffen. Nun nicht grad die Handlung selbst (obwohl - weiss mans?) aber alles drumherum hat gepasst. Die Sprüche, der Dialekt, die Leute... ich habe mich direkt in mein Dorf nahe Regensburg zurückversetzt gefühlt in dem ich aufgewachsen bin. Weil mir das Buch so gut gefallen hat hab ich mir glatt den ersten Band auch gekauft. Und ich freu mich auf den nächsten.

05.07.2011 20:17:46
Georg Simader

Eine schnelle Antwort auf d.p.r. Ich werfe Rezensenten naturgemäß nicht ihren Broterwerb vor, sondern ich mag keine Hassrezensionen von Leuten, die sich nicht in der Materie auskennen. Einer, der in Free-Jazz bewandert ist, soll ja auch nicht Klassik rezensieren, gell? Bestes Beispiel: Wer in seiner Kritik den Unterschied von Comedy und Humor nicht sieht und versteht, der hat\'s schlicht nicht ganz durchschaut. Das da oben war eben keine Rezension, sondern Wutgeschrei. By the way: Dass ich mich nicht hinter einem Pseudonym verstecke, sondern meinen Namen und meinen Job offen benenne, das ist kein Armutszeugnis, sondern genau das Gegenteil desselben. Und gut ist\'s meinerseits.

04.07.2011 20:46:05
d.p.r.

Dass Sie sich damit selbst ein Armutszeugnis ausstellen, ist Ihnen aber schon klar, mein lieber Herr Simader? Ja sicher ist es das... Einem Rezensenten seinen Broterwerb vorwerfen, aber mit dem eigenen schwadronieren - hm, ich weiß nicht. Und wer politische Romane mag, darf nur politische Romane besprechen? Lecker. Und wie war das mit dem Feuilleton? Da kommt Frau Falk drin vor? Wusst ich jetzt nicht...

04.07.2011 18:49:55
Georg Simader

Nein, lieber Herr Priester, das ist eine wenig hilfreiche Rezension, die Sie da verfasst haben.
Wenn man, wie in Ihrem Rezensentenportrait zu lesen steht, ein Faible für politische Kriminalromane hat, dann sollte man sich auch politische Kriminalromane vornehmen. Und wenn man ein Naturkostfachgeschäft betreibt, dann sollte man sich nicht an einem Roman verbeißen, in dem Leberkässemmeln und Schweinshaxen eine große Rolle spielen - den Rezeptteil zu kritisieren, dieses Recht spreche ich Ihnen schlichtweg ab. Als Nichtraucher schreibt man ja auch nicht über den Geschmack von Zigaretten, gell? Oder? Oder doch?
Mir drängt sich bei Ihrer Rezension ein schlimmer Verdacht auf: Dass da einer am Werk war, dessen Besprechung man als Feuilletonistenpositionierungsgehabe abtun muss. Feuilletonistenpositionierungsgehabe? Das gibt\'s immer dann, wenn sehr viele Leser oder andere Rezensenten ein Werk besonders gelungen finden. Und sich dann gerne einer findet, der dagegen schießt - weil er damit aus der Masse hervorsticht, weil er plötzlich wahrgenommen wird oder wahrgenommen werden will. Dieses Feuilletonistenpositionierungsgehabe wird dann besonders lächerlich, wenn der Feuilletonist Jürgen Priester gegen einen Rezensenten aus dem eigenen Stall vorgehen kann. In Ihrem Fall gegen den Krimicouch-Rezensenten Wolfgang Franßen, der ja Rita Falks ersten Roman in hohen Tönen gelobt hat. (Dass Sie dabei einen Trick angewendet haben, nämlich sich zu fragen, ob die Autorin ihr Pulver verschossen hat, das verfängt bei mir nicht. Denn ich wette, dass Sie den ersten nicht gelesen haben - sonst wüssten Sie, dass der "Dampfnudelblues" noch konsistenter, noch witziger ist.)
Nein, nein, nein. Sie können doch ganz passable Rezensionen verfassen. Nehmen Sie sich doch einfach eines politischen Romanes an - bei dem von mir vertretenen Autor Lukas Erler (ich bin Literaturagent) ist Ihnen das ja auch geglückt. Oder Bernhard Jaumann, Robert Hültner, Wolfgang Kaes - alles politische (und von mir vertretene) Autoren. Aber ach, ich vergaß, es geht Ihnen darum, sich einen Bestseller unter den Nagel zu reißen. Ein Armutszeugnis.

04.07.2011 13:33:03
Eva-Lotte

Habe mich köstlich amüsiert und viel gelacht. Wenn das bei einem von vornherein als nicht "ernsthafter" Krimi erkennbaren Buch nicht zählen soll, dann weiß ich auch nicht. Ich bin selbst in einem 1000-Seelen-Dorf aufgewachsen, allerdings in Norddeutschland, daher erkannte ich schon so einiges wieder.

Jedenfalls freue ich mich auf den dritten Teil.

30.06.2011 21:06:08
Nanni

EIGENE MEINUNG:

Und auch während des neuen Provinzkrimis von Rita Falk, in dem es weniger um die Kriminalistik als um das Leben des Polizeibeamten Franz Eberhofer geht, musste ich wieder herzhaft lachen. Das passiert mir beim Lesen eher selten. Wenn ich mal ein leises Schmunzeln rausbekomme, dann ist das schon das höchste der Gefühle. Aber wenn der Eberhofer loslegt, der mit dem Charme eines afrikanischen Wasserbüffels an keinem Fettnäpfchen vorbei kommt, dann kann ich einfach nicht anders. Denn nicht nur seine Art, sondern auch seine Ermitllungsmethoden sind anders als die der anderen...

Autorin Rita Falk kann sich so gut und authentisch in die Rolle des Franz Eberhofer hineinversetzen, dass man das Gefühl hat der eigenbrödlerische Mittdreißiger, der sich immer noch von Oma bekochen lässt und zwar gern mit Langzeitfreundin Susi kuschelt, sie aber nicht heiraten will, würde die Geschichte wirklich selbst erzählen.

Das beste am Provinzkrimi ist wirklich die Provinz. Dieser dörfliche Flair, der für Vetternwirtschaft, Tratsch und Traditionen steht, macht die Geschichte so lesens- und liebenswert. Ich fühl mich fast wie daheim, wenn mich der Franzl mit zum Simmerl in die Metzgerei oder zum Wolfi in die Kneipe.

Dennoch ist es nirgends so schön, wie beim Franz daheim, wo der Papa den ganzen Tag Beatles hört und die Oma leckere Speisen kocht oder die Angebotsblättchen durchschaut. Ungemütlich wird’s erst, wenn der Leopold zu Besuch kommt. Dem Franz sein großer Bruder, der sich immer beim Papa ein schleimt. Seit neustem hat er seine dritte Ehefrau, die gerade volljährig ist und nur englisch spricht, weil sie aus Thailand kommt. Ihr Kind heißt Uschi, aber weil so auch schon die verstorbene Mama heißt, nennt der Franz die kleine Sushi. Passt ja auch viel besser...

Mit Herzlichkeit und ein wenig Sarkasmus nimmt Autorin Rita Falk nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch Franz Eberhofers Polizeiarbeit auf die Schippe. Locker, leicht und lustig lässt sich der Krimi in einem durchlesen und ich war fast ein bisschen traurig als ich aus Niederkaltenkirchen bei Landshut abreisen musste. Aber zum Glück erscheint im Dezember schon Eberhofers neuer Fall „Schweinskopf al dente“ im Deutschen Taschenbuch Verlag.

Als besonderes Extra gibt’s im Glossar eine Übersetzung niederbayerischer Ausdrücke und, wie immer, Omas Rezepte der Gerichte, die sie im Buch zubereitet.

FAZIT:

Bei schlechter Laune: „Dampfnudelblues“ lesen!! Herzhaftes Lachen und gute Laune garantiert!!

http://fantasie-und-traeumerei.blog.de

22.06.2011 13:50:46
Brudercconrad

Lieber Herr Priester!Über Sie selbst finde ich im Rezensenten-Porträt den folgenden Satz: "Am liebsten sind ihm Krimis oder Thriller mit politischem Hintergrund." Das ist "Dampfnudelblues" ganz bestimmt nicht - von daher verwundert es mich auch nicht, wie wenig angetan Sie vom neuen Rita-Falk-Krimi sind. Was ich am Krimi schätze, ist seine unheimliche Bandbreite: Vom Polit-Thriller über den Forensik-Schocker bis hin zum Comedy-Krimi ist alles mit dabei und alles hat auch seinen Platz und seine Fans.
Deshalb: Priester, bleib bei Deinen Schäfchen und lass uns doch den Spaß an einem wirklich unterhaltsamen, harmlosen aber dennoch mehr als lesenswerten Niederbayern-Krimi. Und auf den nächsten freu\' ich mich schon!

16.06.2011 02:41:45
Angela

In der Art, doch eine gewisse niederbayrische Spannung ist das Buch (nach dem ich das Hörbuch Winterkartoffelknödel beim Lesen die Stimme vom Christian Tramitz noch im Ohr hab) sehr viel zu Schmunzeln. Man darf nur die Arbeit der Polizei nicht so ernst nehmen dass die Arbeitsweise in der heutigen Zeit so möglich wäre.

Beide Bücher eine Empfehlung Krimis leichter Art..

04.06.2011 22:22:32
Stefan

Mann muss es einfach lesen. Es ist so schön gerschrieben. Ich habe es von meinem Sohn zum Vatertag bekommen. Uns so schnell hab ich noch kein Buch gelesen.
Absolute Empfehlung. Aber wer den ersten Roman gelesen hat kommt sowieso zum Dampfnudelblues.

Ich freu mich schon auf Schweinskopf al dente.

Danke Rita

19.05.2011 20:51:30
enzian

Herzerfrischend heiter, so geht es mit Franz weiter

Noch vor dem Frühstück läutet bei Dorfpolizist Franz Eberhofer das Telefon. "Stirb du Sau" hat jemand an die Hauswand von Schulrektor Höpfl geschrieben. Franz beschließt, erst einmal abzuwarten. Derweil kommt sein ungeliebter Bruder, Leopold, samt Familie zu Besuch. Da wird Franz noch oft als Babysitter für den Nachwuchs eingespannt. Aber zwischendurch gibt es andere Aufgaben für ihn. Erst verschwindet der Höpfl plötzlich spurlos, taucht wieder auf und liegt dann tot auf den Bahngleisen. Verdächtige finden sich schnell, immerhin war der Rektor weder bei den Schülern noch beim Lehrkörper beliebt, im Gegenteil. Mord hin oder her, wenn es um sein leibliches Wohl geht, kennt Franz nichts. Da können die Ermittlungen ruhig einmal warten. Dafür kocht die Oma viel zu gut. Auch sonst ist daheim alles wie gehabt, der Papa raucht weiterhin seelenruhig seine Hanfzigaretten. Dann gibt es noch Ärger mit seiner Flamme, der Susi aus der Gemeindeverwaltung. Diese dampft einfach so nach Italien ab. Selbstverständlich klärt Franz den Mord auf, wieder einmal mit Hilfe seines alten Freundes Rudi Birkenberger.


Die lang ersehnte Fortsetzung von "Winterkartoffelknödel" ist endlich da. Rita Falk lässt uns wieder regen Anteil nehmen am Leben von Franz, seiner Familie und der übrigen Dorfbewohner. Der gewohnt lockere Schreibstil der Autorin begeistert mich auch hier wieder. Witzig, spritzig, mit einer deftigen Prise bayerischen Humors gewürzt, kommt auch dieses Buch daher. Es zeichnet sich gleich ab, dass es für den Dorfpolizisten Franz mit dem ruhigen Leben erst einmal vorbei ist. Dadurch lässt er sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Er findet noch Zeit, die Oma mitsamt ihren Landfrauen auf eine Schnäppchentour zu begleiten. Das ist wieder mal so eine Gelegenheit, für private Zwecke den Dienstausweis zu zücken.
Geschmunzelt habe ich auch über die Spitznamen, die Franz seinen Mitmenschen verpasst, wie Ohrensessel und Säbelzahntiger. Der grummelige Franz kann aber auch ganz anders, wenn er will. Beim Anblick seiner kleinen Nichte, liebevoll von ihm Zwerg Nase genannt, schmilzt er nur so dahin. Die Autorin hat es wieder meisterhaft verstanden, die Charaktere ihrer Protagonisten lebendig zu zeichnen. Die Spannung kommt nicht zu kurz, auch wenn ich schon relativ zeitig geahnt habe, wer der Mörder ist.
Für mich war dieser bayerische Kultkrimi Lesegenuß pur, eine Mordsgaudi, würde Franz sagen. Hoffentlich gibt es für ihn bald den dritten Fall zu lösen, ich freu mich darauf

18.05.2011 16:44:43
HERR MAYR

Ein Vergleich: Dampfnudelblues ist wie Winterkartoffelknödel zuvor schon eher der Musikantenstadl unter den Kriminalromanen. Marianne und Michael, die Wildeckerherzbubn. Wer so etwas mag, für den ist es das Höchste.
Die Sprache wirkt missglückt und ungelenk. Was witzig, humorvoll, hintergründig sein soll ist es nicht. Seichte Unterhaltung.

08.05.2011 02:01:14
bonomania

Franz Eberhofer ermittelt wieder im Provinznest Niederkaltenkirchen.
Diesmal ist es ein unsympathischer Rektor, dem an seiner Hauswand "Stirb Du Sau! mit roter Farbe geschrieben wird.
Als sein Saufkumpane und Lieblingsmetzger Simmerl erfährt, warum der Franzl vom Rektor Höpfl gebeten wird zu ermitteln (wer denn diese Schmiererei an die Wand geschrieben haben könnte) meint dieser nur lakonisch: Da hat sich aber mal einer was getraut. Respekt!

Dieses Mal spielt der eigentliche Kriminalfall eher eine untergeordnete Rolle.
Dafür erfahren wir im 2. Teil etwas mehr über Franz verhassten Bruder Leopold, seiner thailändische Freundin Panida und Zwerg Nase "Sushi". Franz wird von ihr heiß und innig geliebt und hört immer sofort zu schreien auf, sobald er sie ihn seinen Armen hält. Kein Wunder, dass er ab sofort immer häufiger auf Sushi aufpassen darf.

Als der Höpfl plötzlich spurlos verschwunden ist und Tage später als Bahnleich gefunden wird, macht sich der Franz auf, den Mord aufzuklären. Denn Mord war es für Ihn eindeutig, auch wenn Richter Moratschek und die anderen an einen Selbstmord glauben.
Zuerst sucht er die Schwester vom Höpfl auf. Von Ihr erfährt er, das ihr Bruder sogar in der eigenen Familie unbeliebt war.
Zur Aufklärung des Falles bekommt er wieder Hilfe von seinen ehemaligen Kollegen Rudi Birkenberger. Auch Karl Stopfer von der Spurensicherung ist diesmal zur Stelle und so ergeben die einzelnen Puzzleteile bald ein ganzes Bild

Mir hat der Roman wieder sehr gut gefallen, habe ich doch schon den Winterkartoffelknödel mit Freuden und immer mit einem Grinsen im Gesicht gelesen.
Ich mag einfach die schrullige Familie Eberhofer, die schwerhörige Oma, den Beatles begeisterten Vater, den Hund Ludwig und den ewig schleimenden Bruder Leopold. Nicht zu vergessen Franz Freunde Flötzinger und Simmerl beim Stockentenrennen.

Es gibt Stress mit seiner Dauerfreundin Susi, die sich in einen Italiener verliebt und nach Italien zieht.
Gibt es eine Hoffnung für die Liebesbeziehung von Franz und Susi im 3. Teil???

Positiv zu erwähnen ist das Glossar am Buchende und die leckeren bayrischen Rezepte aus dem Kochbuch der Oma anno 1937.

05.05.2011 19:22:06
lenchen_196

Herrlich, sog i dir!

In Niederkaltenkirchen geht\'s ja zu! Kaum hat sich der Polizist Franz Eberhofer von seiner spektakulären Aufklärung eines Vierfachmordes in seinem 1000-Seelen-Heimatdorf erholt, ruft ihn der Schulrektor Höpfl zu seiner Mauer. „Stirb, du Sau“ steht es in dicken Buchstaben drauf. Franz tut es erstmal als eine Lapaillie ab, bis der Höpfl kurz darauf verschwindet...

Die meisten Charaktere sind dem treuen Leser schon aus dem ersten Roman von Rita Falk – „Winterkartoffelknödel“ bekannt. Franz, der Polizist, der aus München in seine niederbayerische Heimat, Niederkaltenkirchen bei Landshut, zwangsversetzt wurde, seine Oma, die beste Köchin und bekennende Schnäppchenjägerin, sein Vater, der gerne Beatles hört und dabei ab und zu sogar illegale Drogen konsumiert. Franz hat eine Freundin – Susi, die im ersten Teil höchstens mal als Beischlafgeschichte auftaucht, im „Dampfnudelblues“ aber eine durchaus bedeutende Rolle zugewiesen bekommen hat. Auch Franz\' Freunde sind aus dem ersten Roman bekannt – Simmerl, der Metzger, Flötzinger, der „heizungspfuscher“, und Wolfi, der Wirtshausbesitzer, wo sich die Spezls täglich auf das eine oder andere Bier treffen. Neu ist Panida, die neueste Freundin von Franz\' Bruder Leopold, diesmal eine Thai-Frau, und deren kleine Tochter Uschi, vom Franz jedoch Sushi genannt.

In der gewohnten Art mit viel Humor und unverkennbarer bayerischer Sprachfärbung erzählt Rita Falk über das tägliche Leben von Franz, vom Frühstück mit der Frühstücksgöttin schlechthin (Omi), über kleinere (Schlägerei zwischen bekannten Trinkbolden) und größere (Streit zwischen den Thermometerspannern) Einsätze in seiner Karriere als Polizist bis hin zum abendlichen Verweilen beim Wolfi. Man könnte einen langweiligen, öden Roman vermuten, doch nein, der Schreibstil reißt\'s raus. Man überfliegt Seite für Seite mit einem Lächeln auf den Lippen. Gerade wenn man selber – so wie ich – auf dem Lang in Bayern wohnt, weiß man, dass die Situationen stellenweise wirklich aus dem wahren Leben gegriffen sein könnten.

Sehr gut gefallen hat mir, dass der Kriminalfall diesmal eine bedeutendere Stelle im Roman einnimmt, als beim Erstlingswerk. Auch die Lösung ist spannender verstrickt. Trotzdem muss man nicht auf solche Highlights wie „Leopoldisierung“ der Familie durch den angekündigten Besuch ebendiesen verzichten. oder auf einen Ausflug von Omas „Mädels“clique zum Einkaufzentrum nach Regensburg. Herrlich, sog i dir!

Ich habe „Dampfnudelblues“ mit Vergnügen gelesen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung der Franz Eberhofer-Reihe. Bis dahin kann man ja die vielen Rezepte von der Oma am Ende des Buches nachkochen ;-)

02.05.2011 11:34:31
koepper

Nach den „Winterkartoffelknödeln“ setzt uns Rita Falk nun den „Dampfnudelblues“ vor und ich muss sagen auch das zweite Buch hat mir geschmeckt. Die Zutaten sind sie gleichen wie im Erstlingswerk von Rita Falk: derber Humor, skurrile Gestalten, aberwitzige Dialoge. Der Fall, mit dem sich der strafversetzte Polizist Franz Eberhofer herumschlägt, ist wieder mal ziemlich unspektakulär und eher Beiwerk. Wichtiger und vor allem witziger sind die Geschehnisse in und um Niederkaltenkirchen, dem bayrischen Dorf. Alte Bekannte treten wieder auf, die seltsame Familie von Eberhofer, der Privatdetektiv und Freund Rudi Birkenberger, und vor allem Susi aus der Gemeindeverwaltung und Gspusi (bayr./österr. für Liebschaft) von Frank. Ein Baby kommt auch noch hinzu und dieses Sammelsurium an Gestalten sorgt wieder dafür, dass ich mich köstlich amüsierte und das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Spannung und Anspruch sollte man von „Dampfnudelblues“ nicht erwarten. Wer aber Lust hat sich gut unterhalten zu lassen, wer den ungezügelten, kuriosen Humor von Rita Falk mag, ist mit dem Buch sehr gut bedient.

27.04.2011 20:25:05
enzian

Herzerfrischend heiter, so geht es mit Franz weiter

Noch vor dem Frühstück läutet bei Dorfpolizist Franz Eberhofer das Telefon. "Stirb du Sau" hat jemand an die Hauswand von Schulrektor Höpfl geschrieben. Franz beschließt, erst einmal abzuwarten. Derweil kommt sein ungeliebter Bruder, Leopold, samt Familie zu Besuch. Da wird Franz noch oft als Babysitter für den Nachwuchs eingespannt. Aber zwischendurch gibt es andere Aufgaben für ihn. Erst verschwindet der Höpfl plötzlich spurlos, taucht wieder auf und liegt dann tot auf den Bahngleisen. Verdächtige finden sich schnell, immerhin war der Rektor weder bei den Schülern noch beim Lehrkörper beliebt, im Gegenteil. Mord hin oder her, wenn es um sein leibliches Wohl geht, kennt Franz nichts. Da können die Ermittlungen ruhig einmal warten. Dafür kocht die Oma viel zu gut. Auch sonst ist daheim alles wie gehabt, der Papa raucht weiterhin seelenruhig seine Hanfzigaretten. Dann gibt es noch Ärger mit seiner Flamme, der Susi aus der Gemeindeverwaltung. Diese dampft einfach so nach Italien ab. Selbstverständlich klärt Franz den Mord auf, wieder einmal mit Hilfe seines alten Freundes Rudi Birkenberger.


Die lang ersehnte Fortsetzung von "Winterkartoffelknödel" ist endlich da. Rita Falk lässt uns wieder regen Anteil nehmen am Leben von Franz, seiner Familie und der übrigen Dorfbewohner. Der gewohnt lockere Schreibstil der Autorin begeistert mich auch hier wieder. Witzig, spritzig, mit einer deftigen Prise bayerischen Humors gewürzt, kommt auch dieses Buch daher. Es zeichnet sich gleich ab, dass es für den Dorfpolizisten Franz mit dem ruhigen Leben erst einmal vorbei ist. Dadurch lässt er sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Er findet noch Zeit, die Oma mitsamt ihren Landfrauen auf eine Schnäppchentour zu begleiten. Das ist wieder mal so eine Gelegenheit, für private Zwecke den Dienstausweis zu zücken. Geschmunzelt habe ich auch über die Spitznamen, die Franz seinen Mitmenschen verpasst, wie Ohrensessel und Säbelzahntiger. Der grummelige Franz kann aber auch ganz anders, wenn er will. Beim Anblick seiner kleinen Nichte, liebevoll von ihm Zwerg Nase genannt, schmilzt er nur so dahin. Die Autorin hat es wieder meisterhaft verstanden, die Charaktere ihrer Protagonisten lebendig zu zeichnen. Die Spannung kommt nicht zu kurz, auch wenn ich schon relativ zeitig geahnt habe, wer der Mörder ist. Für mich war dieser bayerische Kultkrimi Lesegenuß pur, eine Mordsgaudi, würde Franz sagen. Hoffentlich gibt es für ihn bald den dritten Fall zu lösen, ich freu mich darauf.