Wer mit Schuld beladen ist

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • New York: Thomas Dunne Books/St. Martin's Minotaur, 2006, Titel: 'All Mortal Flesh', Seiten: 322, Originalsprache
  • München: Knaur, 2009, Seiten: 509, Übersetzt: Frauke Cwikla

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Wolfgang Weninger
Schwachbrüstige Serienkost

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jun 2009

Zum fünften Mal entführt uns Julia Spencer-Fleming in Wer mit Schuld beladen ist in den Norden des Staates New York, wo in der Kleinstadt Millers Kill Sheriff Russ Van Alstyne und die Pastorin Clare Fergusson wegen ihrer anhaltenden Romanze gerade richtig Zoff haben. Auf gut 500 Seiten, die wieder Frauke Czwikla aus dem amerikanischen Original All Mortal Flesh übersetzt hat, geht die platonische Liebesgeschichte aus dem Knaur Taschenbuchverlag in die deutschen Buchläden.

 Russ Van Alstyn ist bei Muttern untergekommen, nachdem ihn seine Frau wegen der Liebesbande mit der Pastorin vor die Tür gesetzt hat. Pastorin Clare nimmt sich eine Auszeit in einer Berghütte, um über ihre Zukunft nachzudenken. In der Zwischenzeit findet eine Nachbarin im Haus des Sheriffs eine weibliche Leiche, die unzweifelhaft als desen Frau Linda identifiziert wird.

 Russ hat zweifellos ein Motiv für die grauenvolle Bluttat, die mit einem Spezialmesser begangen wurde, wie es der Chief besaß, und muss nun froh sein, dass man ihn nicht sofort in einer Zelle braten lässt. Aber er wird vom Dienst suspendiert und seine Kollegen müssen, unter der Leitung des hinzugezogenen Investigatoren Jensen von der Internen Abteilung, die Ermittlungen gegen ihn aufnehmen.

 Derweil hat man auch der Pastorin eine Frau zur Seite gestellt, die sich intensiv um die Kirchengemeinde kümmern soll, und so hat Clare in der, wie immer winterlich stürmischen Stadt an der Algonquin Bay, Zeit, sich um die Entlastung des Sheriffs zu kümmern. Aber die Verdachtsmomente gegen ihn werden immer erdrückender.

 Nichts Neues unter der amerikanischen Wintersonne könnte man meinen, wenn man sich in den neuen Schmöker aus der Feder der Bestsellerautorin hinein liest. Von Vorteil ist allerdings, wenn man die vorangegangene Entwicklung mitbekommen hat. In Amerika ist 2008 bereits der sechste Band der Serie unter dem Titel I Shall Not Want erschienen. Auf dessen deutschsprachiges Erscheinen darf man nach dem unerwarteten Ende von Wer mit Schuld beladen ist wirklich gespannt sein.

 Weniger spannend ist allerdings das, was uns Frau Spencer-Fleming hier für eine Story auftischt. Diese unterscheidet sich von den Vorgängern nur durch die Tatsache, dass diesmal die Frau des Sheriffs massakriert wurde, und er selbst in die Räder der ermittelnden Justiz gerät. Aber sturer Bock, der er nun mal ist, arbeitet er auf eigene Faust weiter und findet natürlich auch Erkenntnisse, die der Leser allerdings schon um einiges früher errät. Sonderlich stark konstruiert ist die Story nicht, und was dem Kriminalfall an sich abgeht, findet sich in den zwischenmenschlichen Konflikten auf zu vielen Seiten ausgebreitet.

 Das gilt im Wesentlichen auch für die Pastorin Clare Fergusson, die gewissenhaft zwischen Schuld und Sühne wankt und glaubt, das Ihre zur Unterstützung ihrer Schäfchen beitragen zu müssen, egal wie das Wetter gerade umschlägt. Sonderlich originell treibt sie sich nicht in der winterlichen Eiswüste herum; und die Personen, die sie begleiten, hätten zwar Potential ein wenig Humor in die ausgekühlte Stimmung zu bringen, aber das lässt die Autorin nicht zu.

 Und so ist auch der fünfte Band aus dieser Serie langatmig und bis zum finalen Showdown eher schwachbrüstig aufgezogen. Zu keinem Zeitpunkt kann Wer mit Schuld beladen ist den Elan des Erstlings von Spencer-Fleming erreichen. Dass sie jedoch einen Schluss gewählt hat, der eigentlich das Ende der Serie hätte sein können, lässt, wie schon erwähnt, mit Spannung auf die Fortsetzung warten, die hoffentlich wieder aus dem schreiberischen Mittelmaß heraus weist, in das die Autorin seit Band 2 beständig abgerutscht ist. Empfehlen kann man diese Lektüre nur der- oder demjenigen, der unbedingt wissen will, wie sich Sheriff und Pastorin weiterentwickelt haben. Wer noch keinen der vorhergehenden Bände gelesen hat, braucht auch hier nicht zugreifen.

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Letzte Kommentare:
07.09.2011 14:41:59
Helena

Ich habe bisher 3 Bände von Julia Spencer Fleming gelesen, bin mittlerweile ein Fan. Ich bin auch immer dankbar für Bewertungen, die ich hier lese.Aber eine Bitte: Für Leute, die ein Buch noch lesen wollen, ist es nicht wirklich hilfreich, schon den kompletten Inhalt oder zuviel Inhalt zu kennen ;-).

19.11.2010 10:36:20
Motlau

Eigentlich bin/war ich ein Fan von J.S.F. und ihrer durchaus spannenden Geschichten um den Polizisten Russ Van Alstyne und Pastorin Clare Fergusson. Aber was in diesem Buch an Handlungssträngen angeboten wurde, ist teilweise abstrus,
bzw. einfach unglaubwürdig. Und dazu ständig dieses halb zog sie ihn, halb sank er hin...Fast hätte ich aufgehört zu lesen. Der Schlusss des Buches hat mich bestätigt!
Sie geht ins "Kloster"-sprich in die Kaserne
zurück und er tritt wieder seinen Dienst an, so als wäre nichts geschehen...
Wars das jetzt eigentlich, oder kommt da noch ein Buch/Vortsetzung?!

17.08.2010 16:12:27
Steffi

Schwachbrüstige Serienkost? Nein...da kann ich mich nicht anschließen! Die Van Alstyne/Fergusson-Bücher sind kurzweilig und spannend. Das reinste Lesevergnügen. Alle Charakteren sind äußerst sympathisch und man kennt sie einfach inzwischen! Ich habe bereits I Shall Not Want gelesen und erwarte jetzt bereits mit Spannung und größter Vorfreude One Was A Soldier. I Shall Not Want ist bereits jetzt für mich das beste Buch der Reihe...warum wird hier noch nicht verraten! Mrs. Spencer-Fleming geht Buch für Buch immer mehr auf die einzelnen Charakteren ein und ich hoffe, dass es noch viele Fortsetzungen geben wird. Ich glaube ich habe mich sogar selbst etwas in den Chief verliebt :-) Also Daumen hoch...eine Top Krimi-Reihe, die man gelesen haben sollte!

17.03.2010 23:21:22
Mariahsjack

Serienkost? Ja
Schwachbrüstig? Ne, nicht wirklich. Zumindest aus meiner Sicht.

Es war mal wieder reinstes Lesevergnügen. Spannend, kurzweilig und wie immer sympatische Charaktere (sogar die Unsympatischen). Und das Ende? Das hat echt noch mal rein gehauen. Ich will bloss hoffen, dass der Nachfolger nicht allzulange auf sich warten lässt.