Mord auf Malta

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Kopenhagen: Borgen, 1982, Titel: 'Mord på Malta', Seiten: 223, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 2004, Seiten: 316, Übersetzt: Christel Hildebrand

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Sabine Reiß
Flotter dänisch-amerikanischer hardboiled Krimi

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2004

Er ist Journalist. Das Telefon weckt ihn nach einer durchzechten Nacht und er erfährt, dass seine geschiedene Frau Helle auf Malta tot aufgefunden wurde, in ihrem Ferienbungalow erstochen. Ausgerechnet Malta, dort hatten die beiden ihre Flitterwochen verbracht. Polizeiinspektor Ehlers soll als Vertreter der dänischen Polizei die Ermittlungen auf Malta begleiten und unser Reporter soll die Leiche identifizieren. Die beiden haben sich bei einer Ermittlung kennen gelernt.

Auf Malta angekommen, passiert recht bald das Ungeheuerliche. Sie durchsuchen Helles Appartement und finden einen Zettel mit der Nachricht: "Muss mit dir sprechen. W." sowie auf einer Karte einen gekennzeichneten Ort, der jedoch nur aus fünf Häusern besteht. Helle war dort in einer Bar mit einem großen Mann gesehen worden. Auf dem Rückweg von Valletta fahren Ehlers und sein Begleiter wieder dort vorbei und entdecken unter der Statue des hl. Franziskus einen toten Körper, den der Barbesitzer als jenen Mann erkennt, der mit Helle zusammen Gast bei ihm war. Eilig wird der Tote in die Apotheke nahe der Hotelanlage gebracht, weil sich dort der Gerichtsmediziner bei seinem Freund, dem Apotheker, aufhält. Wie es der Zufall will, kommt eine Kundin in den Laden, die den Arzt konsultieren will und sie identifiziert das Opfer als William Hausschildt, ihren Chef bei Scan-Ad, der Werbeagentur, bei der auch Helle als Art-Director beschäftigt war. W und William - wieder ein Zufall?

Bei der Durchsuchung der beiden Appartements von Hausschildt und seiner Sekretärin stoßen Ehlers und sein journalistischer Helfer auf zwei Typen, die alles auseinandergenommen haben. Wonach haben die beiden gesucht? Alsbald gibt es einen weiteren Toten...

 

"Wenn das ein Kriminalroman wäre, würde jeder denken, dass die Handlung nicht richtig zusammenhing. Aber im Leben hängen die Handlungen nie zusammen." (S. 304)

 

Der Mann ohne Namen

Der Autor hat unserem Journalisten keinen Namen gegeben. Seltsam, denn obwohl man alles aus seiner Perspektive erlebt, schafft diese Tatsache eine eigentümliche Distanz zum Leser. Man erfährt zwar eine ganze Menge aus seinem Leben mit Helle, aber ansonsten wenig. Er scheint fast eine gescheiterte Existenz zu sein (vielleicht selbst gewählt), zumindest konsumiert er Unmengen von Whisky und Hopleaf (dem maltesischen Bier) und lehnt eine Festanstellung beim "Bladet" ab. Ein Tag ohne Alkohol ist die Ausnahme, da wechselt er dann sogar mal das Hemd. Er ist ein guter Beobachter, tut das, was wir alle mal tun: Er lästert innerlich, amüsiert sich über seine Mitmenschen und ist genervt von ihrem Verhalten. Dabei stellt er aber fest:

 

"Ich war kurz davor zu kotzen. Aber ich wusste nur zu gut, dass das meine eigener Fehler war... Man kriegt genug von den Menschen. Man ist selbst ein Mensch, und diese Bürde allein ist schon schwer genug zu tragen. Wenn man dann zusätzlich noch mit anderen dieser Rasse belastet wird..." (S. 131)

 

Ein dänischer hardboiled Krimi

Obwohl der Autor Däne ist, wirkt die Story sehr amerikanisch, ganz im Stil und der Tradition der amerikanischen hardboiled-Krimis. Dabei vergisst man leicht, dass der Protagonist gar kein richtiger "Privatschnüffler" ist, wie er auf dem Buchrücken bezeichnet wird. Abgesehen davon ermittelt er gar nicht, sondern ist "nur" als Beobachter dabei. Auf jeden Fall ist "Mord auf Malta" absolut keine typisch skandinavische Kriminalliteratur und das liegt noch nicht mal am Schauplatz Malta.

Da hat Turèll allemal flotte dänisch-amerikanische Unterhaltung geliefert, mit ganz schön vielen Toten, wo zwar nicht richtig auf die Auflösung hingearbeitet wird und alles mehr oder weniger zufällig geschieht, aber: So ist das Leben!

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