Zorn - Kalter Rauch

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Argon, 2015, Übersetzt: David Nathan, Bemerkung: ungekürzte Ausgabe

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Es regnet Fische auf die Stadt. Erst landet eine kleine Elritze in der Dachrinne der Kirche auf dem Hasenberg, kurz darauf klatschen Aale und Lachse auf die nächtlichen Straßen und Wege. Bei Morgengrauen wird das Ausmaß des ungewöhnlichen Phänomens sichtbar. Doch während der Aufräumarbeiten kommt etwas viel Seltsameres zutage: Ein künstliches Hüftgelenk liegt im Mülleimer unter einer glitschigen Rotfeder. Zorn und Schröder ermitteln, dass es einer Frau eingesetzt wurde. Doch diese Frau ist verschwunden. Die beiden Kommissare treffen nur ihren Mann Gregor Zettl an, der, wie Schröder feststellt, vor Jahren ein gefeierter Popstar war. Je mehr Zorn und Schröder ermitteln, desto mehr Fragen tauchen auf: Warum ist Zettls Frau verschwunden? War sie in dunkle Machenschaften verstrickt? Warum kann Gregor Zettl den Ermittlern keine Informationen liefern? Ist er wirklich der unwissende Ehemann, der er vorgibt zu sein? Ist Zettls Frau tot?

Zorn - Kalter Rauch

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Letzte Kommentare:
13.04.2018 14:09:19
M.Reinsch

Fazit: Trotz nervigem Nebenschauplatz, ein sehr wichtiger Meilenstein in der „Zornreihe“, die den Charakteren wesentlich mehr Tiefe verleiht, als in den bisherigen Büchern… Ich bin sehr gespannt, wie es in Band 6 weiter geht!
Ein, in einem Abfalleimer, gefundenes, künstliches Hüftgelenk bildet den Auftakt eines „Mordfalles“ ohne Leiche, in der die beiden Hauptprotagonisten mehr aus ihrem Leben preisgeben, als in allen vorhergehenden Romanen…
Da hat sich Stephan Ludwig einen schwierigen Drahtseilakt ausgesucht. Einerseits wollte er die gewohnt lässige Art seiner Krimis beibehalten, anderseits wollte er aber seinen beiden Hauptprotagonisten einen großen Schub, persönlicher Tiefe geben. So ist es nicht verwunderlich, dass der eigentliche Krimi eher am Rande verläuft und auch am Ende noch einige Fragen offen bleiben. Ganz nebenher bekommt der Leser einen „Schnellkurs“ in Sachen „Depressiver Angstneurosen“ und dem Handwerk eines „Berufskillers“, der mit allen Wasser gewaschen scheint. Wobei diese Nebenhandlung manchmal mehr als Unverständlich und sehr langatmig sind. Aber das Hauptaugenmerkt liegt eindeutig auf Julius Zorn und seinem „Chef“ Schröder. Beide Figuren haben schwer an ihrem Schicksal zu tragen und gehen ganz unterschiedlich damit um. Interessant ist vor allem, die Wandlung, die die Beiden im Laufe der Geschichte durchmachen.

07.11.2017 17:52:12
KlausA

Es war mein erstes Buch von Zorn und Schröder und soviel ist sicher, auch mein letztes. Eine meiner Meinung nach völlig unlogische, an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die mit herabfallenden Fischen anfängt (was nie aufgeklärt wird, wo diese herkommen) und was ununterbrochen so weitergeht. Ein eiskalter Auftragskiller, der sich von einem psychisch fertigen ehemaligem Star reinlegen lässt. Der psychisch Kranke wird zum Mörder, seine Frau ebenfalls, der Auftragskiller sowieso und aufgeklärt wird nichts. Dafür haben alle Komissare ebenfalls psychische Probleme, arbeiten dafür aber ununterbrochen (oder gar nicht). Alles in allem ein Buch, bei dem ich mich bis zu Ende durchgequält habe, aber der jetzt den Reiter bekommt "auf keinen Fall davon noch eins".

22.05.2017 23:24:11
Marie-Luise Goerke

Ich habe das Buch vor zwei Monaten gelesen, aber auch mit Abstand muß ich mich "oldman" weitestgehend anschließen.
Das Buch war einfach enttäuschend, langweilig und sehr konstruiert.
Es wird mich aber nucht davon abhalten, den nächsten Fall von Zorn -Wie du mir- zu lesen.
Stephan Ludwig erhält noch eine Chance.

08.05.2016 15:10:54
oldman

Dies ist der 5.Roman der Zorn-Reihe, gelesen habe ich sie alle. Anfänglich war ich der Auffassung, hier würden deutsche Krimi-Kultfiguren entstehen, zumal es ja auch einen starken Push durch die Fernsehfilme gab. Leider ein Irrtum. Die letzten beiden Bücher waren Durchschnitt, dieses hier nun leider richtig schlecht. Eine wünschenswerte Entwicklung der beiden Protagonisten findet nicht mehr statt. Und die Bücher leben von Ihnen, nicht der dünnen Story, die hier schlicht langweilig ist. Die handelnden Personen sind entweder lethargisch oder nervig. Ein auftretender Killer soll wohl dämonisch sein, ist er auch, ungefähr so wie das Sandmännchen. Eine Komponente der Geschichte liest sich zu Beginn spektakulär, ist aber völlig irrelevant und wird noch nicht einmal aufgeklärt. Auch die Lösung des Falls bleibt unbefriedigend. Mit der abnehmenden Qualität der Bücher wurde hier m.E. eine große Chance vertan, eine kultige Krimiserienfigur zu erschaffen. Künftige Zorn-Bücher werde ich in der Buchhandlung belassen.