Natchez Burning

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • New York: William Morrow, 2014, Titel: 'Natchez Burning', Seiten: 791, Originalsprache
  • Berlin: Rütten & Loening, 2015, Seiten: 1007, Übersetzt: Ulrike Seeberger

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Michael Drewniok
Ol' Man River ist Herr über viele Leichen

Buch-Rezension von Michael Drewniok Mär 2015

Wenige Monate, nachdem Hurrikan "Katrina" über die US-Südstaaten gebraust ist und ganze Landstriche verwüstet hat, scheint man Ende 2005 in Natchez, einer Kleinstadt in Mississippi, allmählich zur Tagesordnung überzugehen. Bürgermeister Penn Cage hat den Kampf gegen Filz, Rassismus und Vetternwirtschaft wieder aufgenommen, da beschuldigt man seinen Vater, Dr. Thomas Cage, des Euthanasie-Mordes an der ehemaligen Krankenschwester Viola Turner, die tödlich an Krebs erkrankt nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt zurückgekehrt war. Penn Cages Gegner ergreifen die Gelegenheit, sich am Bürgermeister zu rächen, der ihnen schon viele krumme Geschäfte und Machtspiele verdorben hat: Über den verehrten Vater können sie es dem Sohn heimzahlen!

Mit einer kleinen Schar zur Gegenwehr entschlossener Gefährten nimmt Penn den Kampf auf. Ihre Ermittlungen wecken den Widerstand ihrer Kontrahenten erst recht, denn dabei werden die Wurzeln einer Verschwörung freigelegt, die vor fünf Jahrzehnten in Natchez ihren Anfang nahm. Brody Royal, ein bis ins Mark rassistischer, krimineller und mit der Mafia verbandelter "Geschäftsmann", gründete 1964 die "Doppeladler", eine kleine, noch rechts des Ku-Klux-Klans stehende Terrorgruppe, die nicht nur "freche Nigger", sondern vor allem Bürgerrechtler und letztlich sogar Männer wie Robert Kennedy oder Martin Luther King ins Visier nahm.

Die "Doppeladler" sind seit den 1970er Jahren im Quasi-Ruhestand bzw. haben ihre kriminelle Energie anderweitig eingesetzt. Wie Royal Brody sind sie jedoch weiterhin präsent und so gefährlich wie immer, zumal sie korrupte Juristen und hohe Polizeibeamte auf ihrer Seite wissen. Der Kampf gegen Brody wird zum Wettlauf zwischen Hase und Igel, denn wohin sich Penn und seine Freunde auch wenden, stehen die Schergen des alten Brody schon bereit ...

Explosionen

Man sollte vorsichtig mit Vermutungen aus der Ferne sein. Das fällt schwer, wenn ein Autor, der bisher unterhaltsame Dutzendware lieferte, plötzlich ein Niveau erreicht, mit dem zumindest dieser Rezensent nie gerechnet hätte. Greg Iles schrieb bis 2008 Thriller, die sich allzu eng am Mainstream-Geschmack orientierten, d. h. möglichst den größten gemeinsamen Nenner suchten, in theatralischen Gewaltszenen schwelgten und dabei niemanden vor den Kopf stoßen wollten. "The Devil's Punchbowl" (dt. Adrenalin) war der traurige Höhepunkt einer vordergründig erfolgreichen Autorenkarriere, die immer seitenstärkere aber inhaltsschwache Romane hervorbrachte.

Da Adrenalin außerdem der dritte Band der Cage-Penn-Serie war, hielt sich die Erwartung bezüglich einer Fortsetzung in Grenzen. Doch Natchez Burning stellt in beinahe jeder Hinsicht eine Offenbarung dar: ein Thriller, dessen 1000 engbedruckte Seiten man nicht durchhält, sondern zunehmend gebannt eine Handlung verfolgt, die über die volle Distanz fesselt.

Auf der Suche nach einer Erklärung für dieses Mirakel stößt man in der Biografie des Verfassers unweigerlich auf den 7. März 2011. An diesem Tag wurde Iles in seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit gerammt. Beinahe sämtliche Rippen wurden zerschmettert, das rechte Bein so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es unterhalb des Knies amputiert werden musste. Bis Iles die Folgen dieses Unfalls überwunden hatte, vergingen Jahre, in denen er kaum schriftstellerisch tätig war bzw. tätig werden konnte.

Verdichtungen

Zwischen Adrenalin und Natchez Burning liegen deshalb fünf Jahre, in denen Iles nur die Cage-Novelle "The Death Factory" veröffentlichte. Womöglich liegt es tatsächlich an der erzwungenen Muße, die den Verfasser zwang, intensiver als sonst an sich und seinem Werk zu arbeiten. Jedenfalls fällt schon nach kurzer Lektüre auf, wie dicht Iles dieses Mal sein lokalhistorisches Wissen in die Handlung integriert. Er hält keine belehrenden Vorträge mehr, sondern treibt eine ohnehin faszinierende Story zusätzlich voran.

Die traurige Geschichte eines Rassenkonflikts, der nicht nur aber vor allen in den Südstaaten der USA seit mehr als 200 Jahren entweder tobt oder schwelt, ist kein Ruhmesblatt, weshalb Teflon-Politiker sich geschmeidig um das Thema drücken und Betroffenheit höchstens vorgeben, weil es die Wählerschaft fordert. Als europäischer Leser meint man zwar die Mechanismen eines Alltags, in dem Rassismus seinen festen Platz einnimmt, verstehen zu können. Dass dem nur oberflächlich so ist, vermag Iles auf deprimierende Weise zu verdeutlichen; ein weiterer Grund, diesen Thriller, der sein Genre ansonsten nie verleugnet, wegen seiner realistischen Untertöne zu loben.

Beeindruckend ist die Spannbreite eines Geschehens, das in den 1960er Jahren einsetzt, um bis 2005 fortgesetzt zu werden: Iles zeigt, wie nur verdrängte, vertuschte, ungelöste Konflikte dafür sorgen, dass Jahre und Jahrzehnte ihre mildernde Wirkung verlieren: Natchez schwelt in dieser Geschichte seit 1964, weshalb die Glut fünf Jahrzehnte später ungehindert auflodert, als sie neue bzw. altbewährte Nahrung erhält.

Überlebensmethoden

1.000 Seiten stellen nicht nur einen beachtlichen Umfang, sondern auch ein Risiko dar: Wie kann der Autor seine Geschichte erzählen, ohne ins Schwafeln zu geraten? Greg Iles war in dieser Hinsicht durchaus anfällig. Dieses Mal fordert aber der Plot sein Recht. Ohne dem Thema neue Erkenntnisse zu bieten - die Fakten stehen ohnehin fest -, nimmt sich Iles die Zeit, ein nicht nur brisantes, sondern auch schlüpfriges Thema nach allen Regeln der Schriftsteller-Handwerkskunst unter die Lupe zu nehmen.

Natchez Burning spielt einige Monate nach dem Hurrikan "Katrina", der im August die Südostküste der USA mit verheerender Wucht traf. In Erinnerung bleibt die Katastrophe auch deshalb, weil die unzureichenden, quasi systematisch vernachlässigten Dämme um die Großstadt New Orleans brachen und die Stadt überschwemmt wurde. Die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen waren auf kommunaler, bundesstaatlicher und schließlich nationaler Ebene unzureichend und belegten zudem eine beschämende Missachtung der ärmeren Bürger, die nicht grundlos zu dem Schluss kamen, dass konservative Kräfte in "Katrina" einen "Besen" sahen, der den "Unrat" - die lästige, auch den Tourismus störende Unterschicht - aus New Orleans beseitigte. (Iles fasst dies in Natchez Burning als Vision eines Rassisten von einem "reinen", d.h. "weißen" New Orleans zusammen. Ihm gelingt auf wenigen Seiten eine atemberaubend stimmige Darstellung dieser bösartigen Wunschvorstellung.)

Auch in Natchez hat "Katrina" große Verwüstungen angerichtet. Statt die Bevölkerung zusammenzuführen, betont die Katastrophe nur die historischen Verwerfungen. Der gemeinsame Neubeginn bleibt aus. Die miteinander versippte, verschworene, sowohl das Gesetz als auch die Moral mit Füßen tretende Oberschicht hat längst damit begonnen, die Zerstörung zum eigenen Vorteil zu nutzen. Erschreckend ist dabei die Geschmeidigkeit eines Apparates, der seine Effizienz ungeachtet einer eher verkündeten als wirklich durchgesetzten Gleichberechtigung beibehalten hat.

Royal Brody steht sowohl für die Vergangenheit als auch für die Gegenwart. In jüngeren Jahren hat er "dreiste Nigger", die sich ihm und seinesgleichen nicht beugen wollten, persönlich niedergemetzelt. Heute geht er subtiler vor und verlässt sich auf ein dicht gewobenes Netz von Gesinnungsgenossen und Helfershelfern, die Justiz und Ordnungsmacht auf allen Ebenen unterwandert haben. Das perfide gebrochene bzw. instrumentalisierte Gesetz ersetzt den ursprünglichen Terror, der nichtsdestotrotz direkt weiterhin unter der ruhigen Oberfläche lauert.

Kontrollmechanismen

Lange vermeidet Iles jene gerechte Empörung, die den bedrängten US-Helden üblicherweise zur Selbstjustiz greifen und den Übeltäter direkt angehen lässt. Nicht tiefgründig aber mit teuflischer Kunstfertigkeit beschreibt er, wie Penn Cage und seine Gefährten gegen Gummiwände laufen und immer wieder zurückprallen: Was immer sie sich ausdenken, um ihre Gegner zu entlarven, wird von denen gekontert, ausgehebelt oder ins Gegenteil verkehrt. Dabei gibt es keine Berührungsängste. Einst die Mafia, heute das global organisierte Verbrechen: Das waren oder sind die Bundesgenossen der scheinheiligen "Ehrenmänner".

Iles dringt dabei unangenehm tief unter die Haut dieser "Herrenmenschen", die sich oft eine Maske als Geschäftsmann und Philanthropen geschaffen haben. Sie manipulieren Politiker, infiltrieren die Medien, machen sich die Hände nicht mehr selbst schmutzig, sondern bedienen sich des frustrierten "white trashes" - jener armen, perspektivenfreien Unterschichtler, die ihre Frustrationen auf die schwarzen Mitbürger richten.

Ihre Sündenböcke haben die Südstaaten-Rassisten noch in den 1950er und 60er Jahren buchstäblich geschlachtet. Iles nimmt in der Beschreibung solcher Gräuel kein Blatt vor den Mund. Um dem alltäglichen Horror ein wenig Größe einzuhauchen, bedient er sich bei jenen Verschwörungstheoretikern, die hinter den Attentaten auf John F. und Robert Kennedy, Martin Luther King oder Malcolm X das reaktionäre Establishment im Bund mit dem organisierten Verbrechen vermuten. Solchen Talmi-Glitter hat diese Geschichte nicht nötig, doch Iles war stets ein Autor, der auf Nummer Sicher geht.

Belagerungszustand

Eine tolle Story, wirkungsstarke Kulissen, erschreckend überzeugende Gegner: Natchez Burning, dieses Monument eines Buches, wirft nur kurze Schatten. Sie stellen zudem eine Hypothek dar, die Iles nicht abwerfen konnte. Die "Helden" sind - Penn Cage an der Spitze, gefolgt von seinem Über-Vater Tom (von Iles dem eigenen Vater nachgezeichnet), der Old-Fashioned-Edelfeder Henry Sexton und der Karrierejournalistin/Fastgattin Caitlin Masters - erschreckend flach gezeichnete, langweilige Gutmenschen, denen Iles Profil verleihen möchte, indem er sie von einem Gewissenskonflikt in den nächsten stürzt. Penn zweifelt an Tom, Caitlin ringt mit ihrer Liebe zu Penn, die ihr die Story ihres Lebens kosten könnte, Tom leidet nicht nur unter den Folgen eines Herzinfarktes, sondern auch an den Erinnerungen eines Lebens, dessen unschöne Seiten er bisher vor seiner Familie und der Welt verbergen konnte, und Sexton will manisch nichts Geringeres als alle Strolche in und um Natchez hinter Gitter zu bringen.

Dies sind nur die fließkräftigsten Strömungen, die unseren Kämpfern gegen das Böse zu schaffen machen. Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass: Immer wieder schreckt Iles davor zurück, Penn & Co. tatsächlich elementares menschliches Versagen demonstrieren zu lassen. Das ist ermüdend, wird theatralisch breitgetreten und zieht sich vor allem im Verlauf einer Handlung, die gern atemberaubende aber jederzeit nachvollziehbare Wendungen einschlägt.

Letztlich kehrt Iles zu bewährten bzw. abgegriffenen Spannungsmethoden zurück: Im Finale stehen sich Gut und Böse selbstverständlich nicht im Gerichtssaal, sondern im Geheimversteck des Oberschurken gegenüber. Penn muss Kaitlin und sich sowie die gerechte Sache (in dieser Reihenfolge) retten und dabei wenig überzeugend eine vom Verfasser allzu perfekt konstruierte Todesfalle überlisten. Immerhin bricht anschließend nicht die Dämmerung einer Friede-Freude-Eierkuchen-Zukunft an, in der sich Weiß und Schwarz in den Armen liegen. Nach 1.000 Seiten sind längst nicht alle Schufte ausgeschaltet. Im US-Original hat Iles die unmittelbare Fortsetzung von Natchez Burning bereits veröffentlicht: "The Bone Tree" zählt stolze 865 Seiten, während man in der deutschen Übersetzung erneut mit (sogar höherer) Vierstelligkeit rechnen darf. Sollte Iles das Niveau von Natchez Burning halten können, ist dies zur angenehmen Abwechslung ein Grund zur Vorfreude.

Natchez Burning

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Letzte Kommentare:
06.12.2016 17:30:23
Bernhard Grau

Habe die beiden Natchez Bücher als Hörbücher genossen (Uve Teschner macht das fabelhaft), möchte jedoch empfehlen mit dem Buch "Unter Verschluss" zu beginnen, da es die Ankunft von Penn Cage in Natchez und deren Hintergrund beschreibt. Abgesehen davon wird der Inhalt von "Unter Verschluss" in den Natzchez Romanen öfter mal zitiert und man weiß somit worum es geht.
Ich lege grundsätzlich mehr Wert auf den Unterhaltungsfaktor, als auf Authentizität und der kommt hier keinesfalls zu kurz. Bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung warte ungeduldig auf den Abschluß der Trilogie.

25.08.2016 04:39:36
Werner Bolliger

In über 90% aller Morde an Schwarzen in den USA werden Schwarze als Täter dingfest gemacht (und es werden ca. 30mal mehr Weisse durch Schwarze ermordet als umgekehrt). Ist statistisch erwiesen. In den political correctness-verseuchten USA sollte man diese Realitäten aber besser nicht in einen Krimi einbinden, sonst hat man die Gesinnungs-Polizei am Hals und wird zum Rassisten gemacht. Also müssen wieder einmal der Ku Klux Klan und andere rassistische Geheimbünde herangezogen werden (Merke: Weisse sind einfach von Natur aus böse und rassistisch, geborene Herrenmenschen), um diese Räuberpistole von Greg Iles am Leben zu erhalten. So erhält man natürlich viel Lob aus den üblichen Kreisen und darf sich noch viele Stories ähnlichen Kalibers aus dem Kreuz leiern. Gut für Iles, weniger gut für Leser wie mich, die sich beim Lesen dieses Schinkens zu Tode gelangweilt haben (obwohl ich "Southern-Stories" über alles mag). Vielleicht gibt es ja mal einen Krimi (glaube es aber nicht), der uns ein bisschen über die schwarzen Rassisten erzählt, die in den von ihnen eroberten Wohngebieten in den grossen Städten Amerikas Leute anderer Ethnien einfach abknallen, wenn sie einen Fuss ins Revier setzen. DAS ist nämlich heute das grosse Problem in Sachen Gewalt in den USA und nicht der Ku Klux Klan, dessen Mitglieder selbstverständlich viel Schuld auf sich geladen haben, aber heute, wenn überhaupt, vorwiegend aus Rentnern besteht, die schon mit einem Bein im Grabe stehen. Für mich ist Greg Iles kein Chronist der amerikanischen Geschichte, ganz im Gegensatz zum Grossmeister James Ellroy, der sich niemals eine nur auf politisch-korrekte Wirkung bedachte Story leisten würde.

05.08.2016 12:34:20
Karl Schmitz

die ganze Geschichte ist völlig an den Haaren herbeigezogen und zudem viel, viel zu lang - Iles bedient sich einer Sprache, die theatralisch und lächerlich rüberkommt und eine absolute Frechheit ist der (in allen Handlungssträngen) offen gelassene Schluss. E.R.O.S. war vielleicht Mainstream hat mir aber gefallen - in den Folgeromanen füllt Iles (m.M.) nur möglichst viel Papier!

01.09.2015 09:15:29
boadicea

der sohn ist ein weichei, wie der ein erfolgreicher Politiker werden konnte, ist mir ein rätsel, seine journalisten-Freundin geht über leichen, die ganze Familie wird trotzdem als wahnsinnig moralisch dargestellt, also alle zusammen überzeichnete und unsympathische Gutmenschen, nur die bösen sind toll und die geschichte an und für sich recht spannend

04.06.2015 18:35:01
Anja S.

Gre Iles schreibt superspannende Bücher, die zumeist in den Südstaaten spielen, so auch dieses hier. Es geht hauptsächlich um die ungelösten Morde der Bürgerrechtsbwegeung in den 60ziger Jahren, die noch immer ihre Schatten auf die in Natchez lebenden Personen werfen. Vieles bleibt ungelöst, einiges sogar noch in dem Folgeroman "The bone tree", so dass ich hoffe, dass noch ein weiteres Buch folgen wird.
Einzig die Figur der Catilin Masters ist unglaubwürdig bzw. es ist unverständlich, warum Penn Cage diese unsympathische, karrieregeile Ziege nicht zum Teufel schickt.

06.05.2015 17:00:06
manni

Wo James Lee Burke mit "Sturm über New Orleans" aufhört, schreibt Greg Iles mit "Natchez Burning" - spielt neun Wochen nach dem Hurrican Kathrina - eine andere Geschichte weiter. Auch hier wird das Thema Rassenhass gründlich beleuchtet, eingebettet in eine spannende Familientragödie um Penn Cage und seinen Vater. Die vielen Namen sind ein wenig verwirrend, es ist einiges an Personal am Start. Aber die Story ist sehr flott geschrieben, vielleicht nicht so bildgewaltig beschrieben wie bei Burke, aber Iles treibt die Geschichte permanent vorwärts, da muß man dran bleiben. 85°!

05.05.2015 17:30:55
Heinz Ludden

Die amerikanische Originalausgabe ist für deutschsprachige Leser recht einfach zu lesen, ähnlich wie Lee Child, Grisham o.ä. Der Plot ist sehr spannend, teilweise etwas weitschweifig, aber immer wieder kommt Iles zum Punkt. Einige Handlungsstränge werden nicht zu Ende verfolgt; das lässt für zukünftige Penn Cage-Bücher von Iles was erwarten. Seine Spezialität ist offenbar, die Spannung bei aller Länge (800 Seiten in der amerikanischen Fassung) hoch zu halten. Du kannst irgendwann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und lehrreich ist die Beschäftigung mit dem rassistischen Süden; mir war gar nicht mehr bewusst, dass die unselige Rassentrennung noch gar nicht so lange her ist. Mein erster Iles - weitere werden folgen.

28.03.2015 18:20:41
Manuela Heywinkel

Das Buch ist sehr spannend! Die Verknüpfung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist äussert mitreissend, der Leser (oder noch intensiver: der Hörbuch-Hörer!) lebt mittendrin und fühlt hautnah mit! Die Fortsetzung erscheint hoffentlich in Kürze: ich warte bereits begierig darauf zu erfahren, wie es in Natchez und mit Penn Cage und seiner Familie weitergeht!