Ich bin die Nacht

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Köln: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2013, Seiten: 400, Übersetzt: Dietmar Schmidt
  • Stamford/Connecticut : Story Plant/Fiction Studio, 2011, Titel: 'The shepherd', Seiten: 326, Originalsprache

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Michael Drewniok
Mörderjagd außerhalb lästiger Gesetzesfesseln

Buch-Rezension von Michael Drewniok Apr 2014

Von seinem Vater, einem verrückten Wissenschaftler, wurde Francis Ackerman jr. systematisch in den Wahnsinn getrieben. Er entwickelte sich zu einem gänzlich gnadenlosen Serienkiller, der seine Opfer scheinheilig die Chance bietet, ihr Leben im Rahmen eines ´Spiels' zu retten. Selbstverständlich achtet Ackerman darauf, dass der Vorteil ausschließlich bei ihm bleibt. So zieht er seit seiner Flucht aus einer Anstalt für geistesgestörte Kriminelle eine breite Blutspur durch die USA.

Marcus Williams ist ein ehemaliger Cop, der zum Henker an einem besonders abscheulichen Schurken wurde und von dieser Tat verfolgt wird. Aktuell versucht er den Neuanfang und hat sich eine kleine Farm etwas außerhalb des Städtchens Asherton gekauft. Sogar zwischenmenschlich blüht Marcus auf, seit er die hübsche Kellnerin Maggie vor einer Horde geiler Säufer retten konnte. Zwar ist sie die Tochter des örtlichen Sheriffs, doch dem gefällt, wie Marcus mit den Strolchen umgesprungen ist.

Die kleine Welt zerbricht, als Ackerman nach Asherton kommt. Er schlachtet Marcus' Nachbarin ab, lässt sich aber von Sheriff Hill erwischen, der ihn jedoch nicht an die Justiz weiterreicht. Marcus kommt ihm auf die Schliche. Hill offenbart sich ihm als Mitglied einer Vigilantentruppe, die Kapitalverbrecher jagt und richtet, wenn diese dem Gesetz durch die Maschen schlüpfen. Marcus verweigert solcher Selbstjustiz seine Zustimmung. Es kommt zum Kampf mit Hill, dem Marcus knapp entwischt, während Ackerman sich befreit und seinen Amoklauf fortsetzt.

Nun ist auch Marcus auf der Flucht. Trauen kann er niemand, denn nicht nur der Sheriff, sondern auch seine Leute gehören zu den Vigilanten, die zudem Rückendeckung und Hilfe durch hohe Regierungsmitglieder erfährt. Das FBI ist allerdings informiert und ermittelt bereits. Marcus gerät zwischen die Fronten, und auch Ackerman will wissen, was und wie ihm geschieht ...

Blut - Tempo - Spannung ... Logik!

Mit diesen vier Worten und in genau dieser Reihenfolge lässt sich rekonstruieren, was Debüt-Autor Ethan Cross durch den Kopf gegangen sein muss, als er sich entschloss, nicht nur einen Thriller zu schreiben, sondern im Alleingang die Neuschöpfung dieses Genres zu versuchen. Andere Autoren beschränken sich auf einen Serienkiller, eine Verschwörung oder einen Handlungstwist. Cross beschließt, alle Mittel gleichzeitig zum Einsatz zu bringen.

Das Ergebnis ist ein Roman, der den Ehrgeiz des Verfassers mindestens so deutlich werden lässt wie sein Scheitern. Ich bin die Nacht ist die Bestätigung der alten Weisheit, dass ein gut gezielter Schuss meist besser trifft als eine in die Dunkelheit geschickte Breitseite. Cross erzählt weniger eine Geschichte. Er versucht sich an der Kombination von Einfällen, die sich einer stringenten Handlung verweigern. Man kann leicht erkennen, welche Kapitel dem Verfasser den meisten Spaß bereitet haben. Gleichzeitig offenbart sich ebenso deutlich, wo er leeres Stroh drosch, um lust- und ideenlos einen roten Faden zu stricken, der diese Ideeninseln miteinander verbindet.

Ich bin die Nacht soll wie ein Donnerschlag am Thriller-Himmel hallen. Man erkennt an, dass Cross sich mächtig ins Zeug legt. Enthusiasmus allein ersetzt dennoch weder eine solide Handlungsstruktur noch eine konturenstarke Figurenzeichnung. In beiden Bereichen legt Cross Bauchlandungen hin. Die Handlung bockt und springt wie ein gereizter Hammel. Es beginnt mit einer breit ausgemalten Splatter-Szene, die Ackerman beim Tücken zeigt. Dann lässt Cross seinen Killer im Regen stehen und beginnt noch einmal: Markus Williams tritt auf. Ihn formt der Autor offenbar nach dem Vorbild des Einzelkämpfers und modernen Ritters Jack Reacher. Wo dessen geistiger Vater Lee Child durch straffe Plots und entsprechende Spannungsbögen glänzt, reicht es bei Cross nur zum Imitat mit verlagsseitig behauptetem Event-Charakter. (Dem wird auch und gerade hierzulande mit einer Ausgabe Rechnung getragen, die u. a. durch ein schwarzes Cover mit schwarzem Buchstabenaufdruck und einen geschwärzten Buchschnitt um Aufmerksamkeit heischt.)

Ein Skizzenblock ist kein Roman

Im Mittelteil flüchtet Marcus ausgiebig vor Sheriff Hill und seinen Schergen. Immer wieder tappt er ihnen in die Falle, kann aber entkommen stets entkommen. Als künstliches Element der Spannungssteigerung führt Cross Marcus' Verweigerung des Schusswaffengebrauchs ein: Seit er die Kontrolle über sich verlor und einen üblen Drecksack hinrichtete, kann Marcus Lumpen nur noch verprügeln; gebrochene Knochen heilen wieder, so seine "Begründung". Diese Argumentation kennt man von besonders eindimensionalen Comic-Helden. Auch im B- oder besser C-Movie treten solche "Helden" auf. Natürlich kommen sie in höchster Not und gerade rechtzeitig zur Besinnung. Dann holen sie nach, was sie bisher unter dem Hohngelächter ihrer Gegner abgelehnt hatten, und rotten erst recht aus, was sich ihnen in den Weg stellt.

Diese infantile Eindimensionalität prägt das Gesamtgeschehen, das Cross so gern komplex gezeichnet sähe. Mit Begeisterung zieht er immer wieder neue Kaninchen aus dem Hut - so zahlreich, dass sie den Leser über den Haufen rennen. Überraschende Wendungen müssen gut vorbereitet werden und sollten die Handlung bereichern, statt sie zu ersetzen. Cross versucht, Twist auf Twist zu häufen. Wie erwartet ist das Resultat keine atemlose Spannung. Stattdessen bleibt dem Leser die Luft weg, weil Cross schamlos jede Logik hinter sich lässt. Er ist kein Jeffery Deaver oder Ridley Pearson, sondern nur ein James Patterson oder Steve Alten - Autoren, die Cross auf seiner Website als Vorbilder nennt.

Realitätssinn ist sicher keine Verpflichtung, der ein Thriller-Autor unterliegt. Selbst außerhalb jeder Bodenhaftung muss er jedoch den Anschein des Möglichen wahren. Cross schert sich entweder nicht darum, oder er hat keine Ahnung, wann er einen Gang zurückschalten muss. So werden seine Einfälle immer absurder, was umso peinlicher wirkt, als er seine Geschichte mit jenem Bierernst erzählt, der leicht in Lächerlichkeit umschlägt.

Kopie mit Kontrastverstärkung

Cross dankt vielen Personen, die ihn bei der Niederschrift seines Romanerstlings unterstützt haben. Gerade aus dem Verlagswesen habe er viel Unterstützung erfahren. Da fragt sich der Leser, was man dort in Cross gesehen hat. Möglicherweise ist er der ideale Autor für ein Publikum der eher simpel gestrickten Art. Mit grobschlächtigen "Torture-Porn"-Thrillern sind beispielsweise Chris Carter oder Anthony Zuiker erfolgreich. Hier wie dort ist die windschiefe Plot-Konstruktion nur provisorisches Fundament für grelle Effekte und bluttriefenden Schrecken mit Geisterbahn-Hautgout. Dafür gibt es Leser, und sie haben Geld in den Taschen.

Ethan Cross hat womöglich nicht unbeholfenes Mittelmaß fabriziert, sondern eine Nische gefunden, in der er sich festsetzen und gedeihen kann. Für den notwendigen Dünger hat er gesorgt: Zwar gibt es eine monumentale Duell-Szene zwischen Marcus und Ackerman, der dabei den Kürzeren zieht. Erwartungsgemäß klingelt im Epilog Marcus' Telefon: Ackerman ist quicklebendig und muss weiter gejagt werden. Da Cross auch die "Special-Agent-Pendergast"-Serie von Douglas Preston & Lincoln Child studiert hat, munkelt er bedeutungsschwanger von einem unsichtbaren Band, das Marcus und Ackerman verbindet. Die Auflösung bleibt einem der Fortsetzungsbände um die ebenfalls etablierte "Shepherd Organization" - eine Art S.H.I.E.L.D., unter dessen Schutz engagierte Lynch-Henker zusammenfinden - vorbehalten.

An diesem Punkt wird's hässlich. Cross produziert lautstark moralheiße Luft, wenn er Marcus Williams als geläuterten Mann einführt, der bereut, das Gesetz in die eigene Hand genommen zu haben. Als solcher macht er Sheriff Hill immer wieder Vorwürfe und fällt ihm in den mörderischen Arm. Doch als Marcus erkennt, wer zur "Shepherd Organization" gehört, ändert er seine Meinung: Wenn ehrenwerte Männer die Lynchjustiz befürworten, kann sie nicht falsch sein. Dieser Prozess wird in der Tat so plump beschrieben, wie er hier skizziert ist. Redet Cross denen das Wort, die der realen Politik, der Justiz und ihren Hütern Schwäche und Parteilichkeit vorwerfen? Falls dem so ist, wird der Erfolg durch eine Gesamtgeschichte torpediert, die nicht trivial genug ist, um als Trash zu unterhalten.

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Letzte Kommentare:
20.09.2018 15:15:00
Julia

Ich bin große Liebhaberin von Thrillern. Ethan Cross wurde mir von einem Bekannten empfohlen.
Die Schnelligkeit der Handlungen hat mich von Anfang an sehr überzeugt. Keine detailverliebten Beschreiben sondern kurz und knackig - genau das Richtige!
Ab und an fehlt die das Spannungsmomentum. Das Ende war leider wie bereits oben beschrieben ein bisschen zu viel des Guten.
Trotzdem bin ich gespannt wie sich die Charaktere in den folgenden Büchern entwickeln.

Größtenteils kann ich die Kritik nicht verstehen. Wenn man nicht erkennt ob es sich um Ackermann oder Marcus handelt, sollte man an seinen geistigen Fähigkeiten zweifeln.

22.08.2018 00:00:57
ElBe

Gequirlte Kacke!
Die Lynchjustizmoral der "guten" verbrecherischen Geheimorganisation ist einfach nur ekelerregend bigott.
Wenn denn schon einer das Böse vernichten muss, warum hat er nicht gleich noch dieses Buch mit in die Hölle geschickt?

An der Hörbuchversion ist die Stimme von Thomas Balou Martin das Beste. Wie ein rostiges Gartentürchen!

06.07.2018 16:30:00
CARLSOAK

...ich war selten so verwirrt:Kann mir jemand erklären, warum ich Ackerman und Marcus für dieselbe Person hielt...ich war weder betrunken , noch stand unter Drogen , als ich immer wieder zweifelnd, in der Mitte aufgab.nein mehr Zeichen fallen mir nicht ein, ein Mix aus SAW und science fiction, in der Pampa sind auf einmal alle Bullen korrupt.passt nicht.

07.03.2018 21:53:08
Egal

Das Buch ist von vorne bis hinten SCHLECHT!!! Nichts passt zusammen oder ist nachzuvollziehen. Eine Aneinanderreihung von scheinbar unerwarteten Wendungen soll das Buch spannend machen, trieb mir aber nur die Stirnfalten ins Gesicht. Als hätte der Autor sämtliche amerikanische Krimiserien verarbeitet. Schade um das Geld und die Zeit!!!

15.11.2017 21:52:43
A. Peters

Also ich kann mich dem Verfasser der Kritik nur anschließen. Ich habe das Buch grad eben zu Ende gelesen und bin sowas von enttäuscht von dem surrealen Ende. Normalerweise mag ich unerwartete Enden, aber das?? Sorry ich muss hier einfach mal Dampf ablassen. Ich fand die Geschichte echt gut und spannend zu lesen. Auch die kurzen Kapitel konnte man gut eins nach dem anderen verschlingen. Aber dann der Twist zum Ende, das ist doch wohl ein schlechter Scherz gewesen? Wie kann eine Figur von jetzt auf gleich alles was sie vorher verachtet hat auf einmal gutheißen und sich der Organisation auch noch anschließen? Und ein psychopathischer Serienkiller der sich mittels Meditation auf einmal unter Kontrolle hat? Ich lese normalerweiser Thriller von Fitzek, die sind spannend und haben unerwartete Wendungen ohne dass dabei die Logik flöten geht. Ich bin froh, dass ich Ich bin die Nacht geschenkt bekommen hab, anderenfalls würd ich mich wegen dem rausgeschmissenem Geld echt ärgern.

19.10.2016 23:01:36
Sky

Ich hab erstmal "Ich bin die Nacht" gelesen, da es mir empfohlen wurde mit den Worten "Die Bücher sind wirklich toll"! Ich hatte hohe Erwartungen und hab mich anfangs gefreut das Buch zu lesen. Der Anfang war für mich etwas verwirrend, aber das fand ich nicht so schlimm, da ich angenommen hab, dass man da alles noch erfährt. Mir hat der Anfang zwar nicht so gut gefallen, ich hab allerdings die ersten 100 Seiten gelesen, ohne bemerkt zu haben das ich schon so weit bin! Gegen Ende wurde mir alles ein bisschen zu surreal und ich war ein bisschen enttäusch vom Ende, wobei ich das Buch trotzdem weiterempfehle! Ich freu mich auch schon den nächsten Teil zu lesen, da der Klappentext sehr vielversprechend klingt!

18.07.2016 11:09:09
Lisa Doe

Wer gerne Thriller liest hat allein schon an der Aufmachung und dem Klappentext des Buches seinen Spass, wirklich vielversprechend das Ganze!
Und dann geht es auch schon los: ein Serienkiller dem es Spass macht zu töten. Der kreativ tötet. Der wahllos tötet.
Was für eine Freude für alle Fans dieses Genres!Der Killer names "Francis Ackermann" unterscheidet sich im ersten Eindruck nicht wirklich von den anderen Psychopathen den der fleißige Leser aus zahlreichen anderen Büchern kennt. Brutal, skrupellos, gefühlslos... ganz so wie er sein soll.
Recht schnell erfährt man aber dass bei diesem einen speziellen Mörder etwas ganz anderes ist.
Ob dies dem Leser nun gefällt... Geschmackssache.Aber erstmal weiter!
Denn für einen richtig großen Showdown braucht man natürlich auch den "Guten". Der heißt in diesem Fall Marcus Williams und ist (wie sollte es anders sein): brilliant und traumatisiert. Er hat durchaus einen Plan für sein Leben: Frühere Erlebnisse vergessen und in Frieden weiterleben. Kaum ist dieser Plan ausformuliert steckt er auch schon mitten drin in den Psychospielchen.
Aber nicht nur Francis und Marcus spielen. Schnell wird klar: auch die Regierung hat die Finger mit im Spiel. Und dieser dritte Charakter alias "die Regierung" lässt es sich wirklich nicht lumpen mitzumischen.Alles in allem hatte ich als Leser so meine Probleme. Sympathien konnte ich für keinen der Charaktere wirklich aufbauen, so sehr ich es auch versucht habe. Teilweise ganz im Gegenteil: der Autor hat den Versuch unternommen den Mörder als ein Opfer seiner Vergangenheit darzustellen. Mitleid und vielleicht auch in einem gewissen Teil Verständnis für die Taten sollen beim Leser geweckt werden.
Dies gelingt leider nur so mäßig. In meinem persönlichen Fall war ich eher genervt. Gernervt davon dass das "Hassobjekt" vermenschlicht wird. Hier wird es dann wirklich schwierig noch mitzufiebern ob denn der Gute den Bösen am Ende erwischt.
Der Versuch von Herrn Cross war dennoch mutig, das muss man ihm lassen.Das Ende kommt wie es kommen muss (Hier Freiraum für eigene Interpretationen)Alles in allem hat das Buch seine Höhen und seine Tiefen. Die Höhen liegen defintiv darin dass der Autor einen flüssigen und angenehmen Schreistil hat der so dass sich das Buch gut "runterlesen" lässt.
Die Tiefen liegen liegen defintiv in der Characterisierung der einzelnen Personen. Zu klischeehaft und gleichzeitig auch unlogisch flanieren diese durch das ganze Geschehen. Sicherlich haben Thriller die Aufgabe alles ein wenig überspitzt darzustellen- sonst wird es auch schwierig mit der Spannung. Betrachtet man am Ende des Buches aber die Aufklärung des Ganzen (vor allem im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit der Rolle der Regierung) so ist Cross doch etwas über das Ziel hinausgeschoßen.Vollständigkeitshalber möchte ich noch anmerken dass Teil 2 und 3 auch bereit liegen, allerdings mehr aus dem Grund dass alle zusammen gekauft wurden. Wo wir wieder am Anfang und bei der gelungenen und zum Kauf motivierenden Aufmachung des Buches wären.

21.06.2016 21:23:06
Maria Lachmann

Ich habe das Buch und auch die Vorgeschichte "Racheopfer"gelesen. Meiner SUBJEKTIVEN Meinung nach gehört es zu den besten Trillern überhaupt.
Francis Ackerman junior wird mir - obwohl er einer der brutalsten Serienkiller überhaupt ist - immer sympatischer.
Ethan Cross schafft es, diesem Protagonisten in seiner ganzen kranken Seele oft mehr Menschlichkeit zu geben, als manche der anderen Protagonisten, die doch der "Guten Seite" angehören je haben werden.
Ich möchte wieder mal betonen, dass es sich hier um meine persönliche Meinung zu diesem Buch handelt, da ich es immer wieder schade finde, das einige Leser ihre "subjektiven Meinungen" in einer Form wiedergeben, die anderen potenziellen Lesern dadurch die Lust nehmen, sich das Buch anzuschaffen und zu lesen. Dabei liegt doch IMMER alles im Auge des Betrachters / Lesers.

20.02.2016 21:27:11
Günter Sänn

Habe bisher nur "ich bin die Nacht" gelesen und bin enttäuscht da die Eleminierung des Serienkillers immer wieder durch unlogische Banalitäten bis ins Uferlose hinausgezögert wurde . Diesen "Thriller" kann ich jedenfalls nicht empfehlen ! Wenn ein ehemaliger FBI-Agent immer wieder abgelenkt wird diesen Unhold zur Strecke zu bringen , dann hat er seinen Beruf verfehlt .

07.02.2016 20:19:10
Caroline

Habe alle 3 Bücher gelesen . Fand sie toll. Wann kommt die Fortsetzung ?
Unser ganze Familie ist von Ackermann Junior und Marcus begeistert.
Bie Bücher fesseln von Anfang bis Ende.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man spürt die Wandlung die die Haupdarstelller durchmachen sehr deutlich.

09.12.2015 06:54:34
rolandreis

Nachdem ich von "Racheopfer", der Vorgeschichte zu diesem Thriller, sehr angetan war, waren meine Erwartungen an dieses Buch hoch. Der Klappentext klang sehr vielversprechend und wer fühlt sich nicht an "Saw" erinnert. Der Thriller startete dann auch ohne langatmiges Vorgeplänkel, denn man befindet sich sofort mitten im spannenden Geschehen. Ethan Cross gelingt es mühelos in den Szenen, in denen Ackerman sich zunächst an seine Auserwählten heranschleicht, um sie dann zum tödlichen Spiel zu zwingen, eine unglaubliche Spannung zu erzeugen. Doch leider nimmt diese im Verlauf des Buches immer mehr ab. Francis Ackermann, der zu Anfang eine sehr spannende Person darstellt, gerät leider immer mehr in den Hintergrund und Marcus, ein ehemaliger Ermittler vom Morddezernat New York, übernimmt in Wildwestmanier das Geschehen. Das Ende war dann wenig überzeugend für mich, hier fehlte mir für einen Thriller einfach der Paukenschlag. Letztendlich ein Actionthriller, der es leider nicht ganz schafft zu überzeugen, aber trotzdem gute Unterhaltung bietet.

18.11.2015 12:42:13
Hermann Wirtz

Ich finde, es gibt Grenzen für die Veröffentlichungswürdigkeit persönlicher Phantasien in Romanform.
Ethan Cross liegt weit unterhalb dieser Grenzen. "Ich bin die Nacht" ist mit Abstand das krankste Buch, mit dessen Lektüre ich je begonnen habe.
Das Schlimme ist, dass ich es aus der öffentlichen Bücherei geliehen habe, wo es mit Steuergeldern angeschafft worden ist.

23.07.2015 16:23:53
Gerhard B.

...er hat die Fram nicht gekauft - diese wurde ihm vererbt (zumindest glaubt er das zu wissen). Eine Mischung zwischen "Das Schweigen der Lämmer" und "Saw". Sonst ein tolles Buch - freu mich auf "Ich bin die Angst". Boin gespannt wie sich die GTechicht mit Ackermann weiterentwickelt - Hannibal Lector? Cross könnte (nach J.Deaver) zu meinen liebsten Krimiautor werden. .

19.06.2015 12:10:01
Markus Gerrlich

Ich kann die negativen Einwände nicht ganz nachvollziehen. Ich habe das Buch und den Nachfolger "Ich bin die Angst" geschenkt bekommen. "Ich bin die Nacht" habe ich bereits gelesen und finde es spannend und gut. Sicherlich hätte ich mir auch an einigen Textstellen mehr gewünscht oder erwartet aber dennoch würde ich dieses Buch anderen weiterempfehlen. Ich hätte auch im Buchladen Geld dafür ausgegeben. Auf "Ich bin die Angst" freue ich mich schon jetzt.

14.06.2015 15:27:29
schnecke

auf empfehlung einer buchhandlung hatte ich mir das buch hekauft und nun, wo ich gerade fertig gelesen habe, frage ich mich wo die spannung war, rätsel und verstrickungen.
Ich fand das Buch flach, langweilig, ohne konzept, spannung gleich null, absolut keine tiefe. was als tiefe rüberkommen sollte war flacher als eine pfütze.
Eines der schlechtesten Bücher die ich je gelesen habe... und ich habe das zweite auch gekauft...

19.04.2015 17:17:19
Carsten Baumann

Ich fand den Thriller sehr spannend! Klar kann man alles zerreissen, aber letzlich zu behaupten, dass die 14-jährige Tochter es besser kann. Albern!
Diese Abwertung finde ich schon grenzwertig:
"Möglicherweise ist er der ideale Autor für ein Publikum der eher simpel gestrickten Art."

Ich lese auch die zweite Ausgabe: Ich bin die Angst!

07.04.2015 23:43:49
Darcaron

Ich schließe mich denn meisten Meinungen von oben an. Auch ich musste mich hin und wieder zwingen weiter zu lesen... Sprachlich war das sicher kein Meisterwerk. Spannung und vor allem das Versprechen des Klappentextes konnte das Buch nicht halten.Ich denke, ich werde mir die nächsten Bände dennoch kaufen (Ich hasse es angefangene Bücher/Buchreihen nicht zu beenden), da mich Ackermann fasziniert hat(Das liegt wahrscheinlich daran, dass es einer meiner ersten Romane dieser Art war). Außerdem, und dass muss ich Ethan Croos lassen, hat das Buchmich zum Nachdenken angeregt!!!

25.02.2015 16:24:52
Renate

Ich habe zwar zwei Anläufe gebraucht, dann war das Buch aber rasch gelesen - ich erwarte mir keine großartigen Wortspielereien, wenn ich einen Krimi lese. Da es zu dieser "Reihe" um Francis Ackermann scheinbar noch zwei Bücher gibt, finde ich schade, dass man Nummer 2 und 3 übersetzt hat, Nr 1 und 4 (diese Reihung entspringt meiner "Logik" ) nicht. Wenn es schon eine "Serie" gibt, dann sollte man alle Bände auch auf den deutschen Markt bringen.

29.01.2015 18:08:23
BudSpencer

Sorry, Mister Cross, das war nix!
Gar nichts!

• Plot: So was von überzogen und unglaubwürdig. Eigentlich kan man nur sagen: „Blöd, blöd, blöd…!“
Oder etwas sachlicher (siehe Rezension von Herrn Drewniok): „Die Handlung bockt und springt wie ein gereizter Hammel!“ Das trifft’s perfekt…

• Charaktere: Von Beginn an durchschaubar, Schwarz-Weiß-Malerei.

• Sprache: Einfach schlimm. Bemüht mit unzählig vielen ungenauen Bildern. Da schreibt meine 14-jährige Tochter in den Deutsch-Schlaufgaben besser.

Selten hab ich mich geärgert, Zeit so sinnlos verplempert zu haben…

06.11.2014 21:50:08
Tina

Da muß ich der, anscheinend, allgemeinen Meinung widersprechen. Ich fand das Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Endlich mal ein Thriller, bei dem man nicht aufgrund sich ewig in die Länge ziehender Beschreibungen, die Lust am Lesen verliert. Auch wenn ich mit dieser Auffassung alleine dazustehen scheine, bin ich der festen Überzeugung, daß Spannung und überraschende Wendungen kleinere Defizite in der Sprache oder der 'fachlichen' Umsetzung bei weitem überwiegen.

26.09.2014 12:09:11
Anne-Rose Hauck

Selten hab ich so einen Mist gelesen.
Ich musste mich praktisch dazu zwingen es fertig zu lesen.
Noch nicht mal die Sprache bereitet einem Vergnügene es ist wie von einem 10 Klässler vom Wortschatz her geschrieben.
Echte Zeitverschwendung.
Gekauft hab ich das Buch wegen seiner Aufmachung und dem Klappentext..aber das ist wirklich schon das beste daran.

28.07.2014 13:26:49
Nikolas Ritscher

Die Geschichte des Buches ist akzeptabel, die Umsetzung eher nicht. Von der Komplexität des Textes erinnert es mich an meine Grundschulzeit.
Mit wenigen Worten: Brutal, einfach geschrieben (dadurch baut sich auch keine richtige Spannung auf), Gut gegen Böse und schnell zu lesen. Eine klassische Urlaubslektüre!

27.07.2014 11:33:20
Hansjürgen Rind

Leider habe ich das Buch noch nicht zu Ende. Es zieht sich und ich muss mich zwingen, weiter zu lesen. Für mich ist ein Buch auch durch die äußere Gestaltung interessant, da man im Buchladen ja nur reinlesen kann. Meineserachtens ein Marketing-Gag, der helfen soll, einen so schlechten Roman noch zu verkaufen.
Sprache und Story sind einfach miserabel. Zuerst dachte ich an einen schlechten Übersetzer, aber vermutlich ist es beides. Dieses Buch sollte man im Laden lassen.

11.05.2014 23:27:41
Charlie Bergmann

Was VOX dazu bewogen hat, diesen Käse als Krimi Tipp zu deklarieren, bleibt dem geneigten Leser ein Rätsel. Angelockt durch diese Empfehlung, den schwarzen Einband und die schwarz gefärbten Seiten, gibt sich der potentielle Leser der Hoffnung hin, spannende Lesestunden zu Ungunsten der Fingernägel zu verbringen. Stattdessen erwartet ihn ein wirres Machwerk, handlungsmäßig platt wie eine Bildzeitung und sprachlich auf üblem RTL2 Niveau, ein Buchsouffle, dem die Luft entweicht, sobald man versucht, die Handlung zu durchdringen. Einzige Nutznießer dieser peinlichen Krimikost sind die ortsansässigen Physiotherapeuten, die die bedingt durch ständiges Kopfschütteln ob der kruden Handlungsstränge gepeinigten Hälse der Leser wieder einrenken müssen. Ich gebe null von 10 möglichen Halskrausen.

07.05.2014 10:09:57
Torsten

Ein Krimi oder gar ein Thriller muss nun wirklich nicht realistisch oder glaubwürdig sein um gut zu sein - aber ein derart hanebüchenes Zeug ist mir noch selten untergekommen.
Es beginnt als stinknormaler Serienmörder-Plot aus dem Baukasten um dann in eine absurde Verschwörungsgeschichte zu drehen und am Schluss nochmal in eine noch absurdere Verschwörungsgeschichte zu kippen.
Das allein wäre ja noch nicht zu schlimm - wenn es wenigstens einigermaßen stimmig wäre. Aber die Geschichte ist in sich einfach zu unlogisch - wenn auch das widersprüchliche Verhalten von Marcus z.B. "erklärt" wird, so ist es einfach schlicht unmöglich, dass diese Geschichte jemals tatsächlich praktisch funktionieren würde.
Geschrieben ist das Ganze in einem teilweise schwer auszuhaltenden Stil, der beser zu Groschenromanen passen würde. Teils moralinsauer bis zur Schmerzgrenze ("Was aus ihm selbst wurde war ihm egal. Wenn er sterben musste um sie zu retten, würde er diesen Weg gehen."), teils kitschig über die Schmerzgrenze hinaus ("Der Wind heulte wie der Schrei einer Todesfee, der nur von denen gehört werden konnte, die dem Schnitter schon ins Auge blickten").
Der zugrundeliegende moralische Konflikt wird dadurch beinahe ins Lächerliche verzerrt und insgesamt ist das ziemlich belanglos geworden.