Der Sandmann

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 2012, Titel: 'Sandmannen', Seiten: 517, Originalsprache
  • Köln: Lübbe Audio, 2014, Seiten: 6, Übersetzt: Wolfram Koch
  • Köln: Bastei Lübbe, 2015, Seiten: 576, Übersetzt: Paul Berf

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Stockholm. Ein junger Mann wird taumelnd auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Wie sich herausstellt, wurde er vor 13 Jahren - noch als Kind - gekidnappt. Der Serienmörder Jurek Walter hat ihn damals entführt. Der sitzt nun aber schon seit sieben Jahren in der Psychiatrie in Isolationshaft. Für Kommissar Joona Linna heißt das: Es muss einen Komplizen geben! Joona bittet eine Kollegin, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen, denn jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen.

Der Sandmann

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Letzte Kommentare:
05.06.2017 16:30:35
Praetorius

Nein, nein und nochmals nein.
Für Menschen, die den Kopf nicht nur zum Kämmen haben - also die meisten, die interessiert solche Kritiken auf Krimi-Couch lesen und verfassen - ist dieses Buch eine Beleidigung. Jenseits eines tatsächlich ab und zu aber selten rasanten Plots tut sich auch bei nicht verstärkt genauerem Hinsehen eine Sinnfreiheit auf, die ihresgleichen sucht.
Da ist dieser in ganz Schweden bekannte, extrem gefährliche Serienmörder. Er sitzt im Gefängnis. Das Gefängnis ist eigentlich auch noch eine Krankenstation für schwer therapierbare Menschen. Und ein Hochsicherheitstrakt. Um an eine Information zu gelangen, wird eine extrem attraktive Polizistin ( die übrigens auch noch Scharfschützin, Fallschirmspringerin und Nahkampf – Spezialistin ist) in diesen Hochsicherheitstrakt eingeschleust.
Ein großer Teil des Buches fokussiert dann auf den Psychoterror, der sich nun dort drinnen entspinnt. Spannend, wenn man sich auf einen solchen Humbug einlassen will: ein Hochsicherheitsgefängnis, das einen Aufenthaltsraum hat, eine Fitnessabteilung und Räume, bei dem die Gefangenen sich gegenseitig besuchen können. Spätestens als die attraktive Polizistin auf den Serienmörder trifft und sich dann auch noch mit ihm anfreundet, und der Serienmörder pikante Details aus der Vergangenheit der Polizistin quasi wie ein Gedankenleser herausfindet, beginnt sich die Leserin oder der Leser zu fragen, ob man hier einen Kiosk – Groschenroman vorliegen hat. Die Liste solcher Beispiele ließe sich beliebig verlängern. Und eigentlich hätte man damit allein ja noch kein Problem. Es gibt ja schließlich spannende Bücher, die auch mit einer hanebüchenen Handlung dennoch überzeugen können durch Witz unter Selbstironie. Aber genau dies sucht man vergeblich. Auf jeder einzelnen Seite, auf jeder Zeile und in jedem einzelnen Wort nimmt sich dieses Buch begräbnismässig ernst. Zuviel des Narzissmus!
Das Ehepaar Ahndorli, das hinter dem Pseudonym Lars Kepler steht, ist auf den Schnellzug der skandinavischen Kriminalromane aufgesprungen, der immer mehr Autor/-innen Platz bieten musste in den letzten 20 Jahren, seit Henning Mankell auf die Bildfläche getreten ist. Nach der Lektüre dieses Buch wünscht man sich, dass die "Keplers" nicht zugestiegen wären.

13.01.2017 11:48:36
Kasia

Ich habe bisher alle Bücher von Lars Kepler gelese und muss sagen, dass "Der Sandmann" nach "Der Hypnotiseur" in dieser Reihe für mich herausragt.
Die Geschichte und die Ereignisse in dieser waren so spannend, dass ich am Liebsten direkt die nächste Seite gelesen hätte, damit ich weiß, wie es weitergeht.
Mein Mann sagt ohnehin, dass er nicht glaube, dass ich ALLES lese, so schnell, wie sich Seite um Seite blättern. Ich muss jedoch sagen, dass sich dieses Buch wegen der sehr einfachen Sprache wie von selbst liest. Als würde ich einen Film schauen...
Ich versinke regelrecht in der Geschichte, habe manchmal auch Angst, wenn ich das Licht lösche oder höre "unheimliche" Geräusche im Treppenhaus, so sehr bin ich in dem Ganzen drin. Letztendlich: Ende gut, alles gut!
Das ist es, was den Krimi-/Thrillerleser doch am Weiterlesen hält!
Jonna Linnas Charakter ist super! Sein Zugang zu Menschen, seine Wertschätzung den anderen gegenüber ist bewundernswert.
Auch Saga, die schöne Prinzessin, die als stark beschrieben wird und doch innen drin verletzt und bedürftig ist.
Kompliment an die Autoren zu den beschriebenen Charakteren, die man mit jedem Buch der Reihe immer besser kennenlernt.
Dieses Buch gehört für mich gelesen. Klare Empfehlung!!!

04.01.2017 23:44:47
Doris

Also ich fand den Sandmann sehr spannend und gut geschrieben. Die kurzen Kapitel und "Szenenwechsel" haben mir persönlich gut gefallen, denn so musste ich mich nicht lange bis zum nächsten Kapitel quälen, wenn meine Augen schon schwer wurden.

Ein paar Einzelheiten haben mich zwar ein bisschen genervt, weil sie einfach nur unlogisch waren. Zum Beispiel - Der Sohn kann nach 13 Jahren fliehen und hat so gut wie keine "Schäden" davongetragen. Nach 13 Jahren Dunkelheit, Schweigen und kaum Bewegung? Ääh ja ok. Und dann hat er noch eine Krankheit, die seine Schwester auch haben könnte und deswegen war es wichtig sie schnell zu retten, weil sie sonst daran sterben könnte? Die Krankheit hatten sie ja nicht erst seit gestern, somit verstand ich nicht, wie sie davon ausgehen konnten, dass sie daran stirbt, wenn sie nicht schnell gerettet wird. Immerhin war die schon 13 Jahre weggesperrt.

Vielleicht hab ich etwas falsch verstanden und es kann mich jemand aufklären!? xD

@Regina: bei Flammenkinder hat er seine Familie "gefunden", aber da Jurek Walter noch am Leben war konnte er es nicht riskieren, bei ihnen zu bleiben. Und bei der Sandmann war es ein "Rückblick", wie es damals war als sie Jurek wegsperrten.

15.10.2016 17:32:27
Anke

Unheimlich spannend, fantastisch als Hörbuch geeignet, da der Vorleser mit seiner Stimme sehr variiert. Ich hörte stundenlang wie gebannt zu und riss mich erst weit nach Mitternacht aus dem Geschehen.Ein Ausnahmekrimi.Ein paar weniger Tote hätten allerdings der Spannung keinen Abbruch getan!
Hinter das Geheimnis des angeblichen Komplizen kam ich aber recht bald. Man kommt beim Hören nicht zur Ruhe. Der Blutdruck sinkt nicht. Kurz vor Schluss glaubt man als Hörer aufathmen zu können.Irrtum.

24.09.2016 12:02:14
Christiane

Ist noch niemandem aufgefallen, dass Joona im Sandmann seine Frau u. Tochter wegbringt, Disa stirbt. In Flammenkinder findet er seine Familie, Disa lebt. Flammenkinder endet mit dem Anfang vom Sandmann.
Ich habe extra nachgelesen als ich beide gelesen hatte. Oder habe ich etwas falsch verstanden ?Flammenkinder ist 2011 erschienen, der Sandmann 2012.

13.09.2016 13:01:39
Regina

Das beste Buch was ich seit langem gelesen habe! Eber! Kenne alle Bücher von ihnen aber mit Abstand das großartigste. Meine Tochter hat es auf Englisch gelesen, ich auf Deutsch und war genauso begeistert wie ich! Habe es auch rundherum weiterempfohlen und auch alle anderen waren begeistert! Weiter so und Bravo. Regina aus Wien

31.08.2016 12:58:33
trafik

mich war dieses Buch von Lars Kepler wieder einmal Weltklasse!
Die Handlung sehr spannend und der Schreibstil flüssig. Bei jedem spannenden Thriller ist die Handlung unrealistisch. So wirds kaum im echten Leben ablaufen.
Trotzdem ein super Thriller vom Autorenduo aus Schweden. Mich muß ein Buch unterhalten, aber nichts anderes.
Hoffe es kommen noch viele Bücher von Lars Kepler!
d

16.08.2016 19:52:50
Ulfert Jäger

Habe das Buch der Sandmann nur durch
Zufall entdeckt. Dachte na ja Schweden
krimi klingt nicht schlecht.
Am Anfang war ich von dem Buch nicht so
sehr begeistert. Je weiter ich kam desto
spannender wurde es.
Habe mich dann selbst in die Lage von
Joona Linna versetzt.
Je mehr das Buch sich dem Ende näherte
desto weniger konnte ich es aus der Hand
legen. War Spannung pur.
Hatte die Hoffnung das es davon noch
einen Nachfolger gibt.
Scheint mit "Ich jage Dich" so zu sein.
Werde ich mir auf jeden Fall holen.

24.05.2016 22:25:42
Janosch79

Insgesamt ist der vierte Band der Serie um Kommissar Joona Linna wieder gelungen. Doch die ersten 250 Seiten trüben zunächst die Stimmung.

Inhalt: Stockholm. Ein junger Mann wird taumelnd auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Wie sich herausstellt, wurde er vor 13 Jahren - noch als Kind - gekidnappt. Der Serienmörder Jurek Walter hat ihn damals entführt. Der sitzt nun aber schon seit sieben Jahren in der Psychiatrie in Isolationshaft. Für Kommissar Joona Linna heißt das: Es muss einen Komplizen geben! Joona bittet eine Kollegin, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen.


Leider konnten mich die ersten 250 Seiten nicht richtig fesseln, aber da mich die Reihe bislang begeistern konnte, habe ich natürlich weitergelesen. Danach geht es auch wirklich zur Sache und die Spannung wird bis zum Schluss gehalten.

Ein klarer Pluspunkt sind die kurzen Kapitel mit vielen Wechseln der Perspektive. Der Schreibstil fängt die Atmosphäre in der Psychiatrie sehr gut auf und lässt den Leser bis zum Ende bangen. Fürs Kopfkino wird einiges getan.
Die Lösung des Falles wird langsam und präsentiert und sorgt dabei für genügend Spannung beim Lesen.


Die vorherigen Fälle von Joona Linna habe ich auch gelesen und muss sagen, dass es eigentlich zum ersten Mal passiert ist, dass mich der Anfang nicht fesseln konnte. Vielleicht wird dies im 5. Band wieder besser.


Ansonsten kann ich dieses Buch jedem Krimi-Fan mehr als empfehlen.

03.11.2015 15:19:30
Uli

Ich kann vor allem Marlies Kommentar unterschreiben, spannend ja, aber (unnötig) viel Blut und Gewalt/Brutalität. Hinzu kommt, dass es hier auffällig viele Brüche gibt, ohne die man die Dramaturgie nicht hinbekommen hätte. Als Beispiel möchte ich das auch schon genannte Verhalten der "Betreuer" in der Psychatrie nennen. Und - auch wenn wir in Deutschland auch negative Beispiele haben - dass es dort NULL Kontrolle geben soll, glaube ich nicht. Dass das Einschleusen eines Maulwurfs total undercover und ohne Einbindung der (auch staatlichen) Institution erfolgen muss, schon gar nicht.

20.09.2015 14:11:24
dani.p

Für mich ein sehr fesselnder Thriller - spannend und man kann es kaum aus den Händen legen. So mag ich das! Sofort im Geschehen, gleich mittendrin. Ohne, dass ich bereits ein Buch von dem Autorenpaar gelesen habe war ich gleich dabei. Natürlich ist die Handlung einwenig überzogen, aber mich hat das nicht gestört. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

09.06.2015 08:13:24
Margit

Ich gebe ja zu, dass das Buch teilweise sehr spannend ist, aber leider viel zu unglaubwürdig. So ein superintelligentes, böses, brutales und menschenmanipulierendes Monster welches total abgeschirmt hinter Gittern sitzt und weiter "mordet kenne ich nur unter dem Namen "Hannibal Lecter ". Zuviel Blut, zuviel Grausamkeiten und zuviele Ungereimtheiten machen das Buch nicht lesenswerter. Dann endet alles noch mit einem Cliff-Hangar! Taucht der Böse jetzt im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf oder gibt es sogar einen Drilling? Für mich ist klar: kein weiteres Machwerk von "Kepler und Co."

25.02.2015 17:55:58
krimimadame

Ein toller Krimi, der aber auch sehr von seinen Vorgängern bzw der Vorgeschichte zerrt, also besser in der richtigen Reihenfolge lesen. Auch wenn die Logik manchmal etwas leidet, ist es dennoch ein sehr spannendes Buch. Endlich erfährt man auch mehr über die Vorgeschichte des Kommissars und das Buch endet so, dass ich jetzt sehr gespannt auf den nächsten Teil bin.

30.10.2014 20:43:58
Mike

Gerne schliesse ich mich Markises Meinung an. Die Handlungsstränge sind zwar sauber abgearbeitet, die Spannungsbögen sind jedoch teilweise massivst überspannt. Des Bösewichts Charakter ist ein wahrer Ausbund an Bösem. Da sind gleichzeitig übermenschliche Kräfte, eine unglaubliche Suggestionsgabe und ein Voraussehen und -denken, die der Geschichte einen fast komischen Touch geben.
Wurde Walter während der ersten drei Bände langsam aufgebaut und mit geschickten Rückblenden immer wieder in die Handlungsstränge eingebaut, wird seine Figur hier so eintönig und mordmaschinengleich dargestellt, dass sie kaum an Gestalt gewinnt und seine Motive fast gänzlich im Dunkeln liegen.
Schade darum. Sicher mein letzter Keppler.

11.05.2014 12:03:26
markise

Ein Thriller, geschrieben rein um der Spannung willen - das ist mir zu wenig. Verglichen mit vielen anderen skandinavischen Krimis fällt "Der Sandmann" ab. Weil ich nichts weiter erfahre über ein aktuelles Problemfeld. Die Story ist derart an den Haaren herbeigezogen, wieder einmal greift man zu der Zwillings-Lösung (Der Täter sitzt in Haft? Kein Problem - mordet eben der Zwilling weiter...). Ich schätze es, wenn ich bei der Krimilektüre gleich noch einiges erfahre über Wirtschaftskriminalität, über Menschenhandel, politische Themen usw. Der einzige Ansatz dazu im "Sandmann" wäre das Thema der Fremdarbeiter in Schweden, worüber aber in keiner Weise recherchiert worden wäre. Schade! So bleibt wohl viel Spannung, am Schluss aber ein seitenlanges Gemetzel, das denn doch nur noch unglaubwürdig wirkt.

08.05.2014 13:03:02
wendelin

Stockholm. Ein junger Mann taumelt schwer verletzt über die Gleise. Er wurde vor 13 Jahren entführt. Sein Entführer sitzt seit vielen Jahren in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie und er hat noch mehr Menschen entführt, von denen keiner jemals wieder aufgetaucht ist. Wie konnte der Junge so lange verschwinden, wie konnte er entkommen und kann seine ebenfalls spurlos verschwundene Schwester noch gerettet werden? Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Selten habe ich ein Buch gelesen, dass von Anfang an eine so dichte Spannung und unheimliche Atmosphäre aufbauen und diese auch bis zum Schluss halte konnte. Lars Kepler, alias das schwedische Ehepaar Alexandra und Alexander Ahndoril, beherrschen das Spannungs-Genre sehr professionell. „Der Sandmann“ ist bereits der 4. Teil der Serie um den finnisch stämmigen Ermittler Joona Linna und lässt sich problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Joona Linna und seine taffe Kollegin Saga Bauer sind starke Persönlichkeiten, sympathisch und kompetent und mit genug eigener Problematik um sie glaubhaft erscheinen zu lassen. Auch die Nebenfiguren sind toll charakterisiert. Allen voran der unheimliche Serienmörder Jurek Walter – skrupellos, intelligent und absolut böse. Aber auch das Klinikpersonal hat einen echten Gruselfaktor.

Die Geschichte ist gut konstruiert, hat aber auch ein paar schwächen, über die ich gerne hinwegsehe. Am plastischsten standen mir die Szenen in der Psychiatrie vor Augen. So intensiv ist die bedrohliche Atmosphäre beschrieben, dass mir der Kalte Schweiß ausgebrochen ist. Dass gegen Ende nicht alle Fäden entwirrt wurden und ein paar wichtige Fragen offen blieben ist dem action- und temporeichen Finale geschuldet, in dem Jonna zu bester „Dirty Harry“ Form aufläuft. Der fiese Cliffhanger zum Schluss ist natürlich ein Anreiz für mich, dem 5. Teil entgegenzufiebern. Und auch die Vorgänger sind bereits auf meine Wunschliste gelandet.

Fazit: Auch wenn‘s mit der Logik an machen Stellen hapert ist „Der Sandmann“ ein Krimi, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

03.04.2014 16:53:53
Miss_Eliza

Der "Sandmann" ist, wie auch schon die 3 Vorgänger-Bände, wieder ein sehr fesselnder Thriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat zu lesen. Schnitzer in der Logik sind mir schon bei den anderen Bänden aufgefallen, es passt nicht immer alles zusammen, und die Auflösungen sind teilweise etwas arg konstruiert (besonders im 2. Teil), aber dem Lesevergnügen tut das eigentlich keinen Abbruch. Es ist halt ein fiktives Werk, und man kann sich darauf einlassen oder auch nicht. Wahnsinnig spannend ist das Buch auf jeden Fall, es hat keine Längen oder unnötige Abschweifungen und die Handlung wird in hohem Tempo vorangetrieben. ich finde, "Der Sandmann" ist auf jeden Fall empfehlenswert für alle, die kurzweilige Spannung suchen und nicht allzu empfindlich sind.

19.02.2014 17:21:15
nati

Das Buch „Der Sandmann“ ist der vierte Band des Autorenpaares Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen, so dass man auch ohne Vorkenntnisse dieses lesen kann.

Reidar Frost ist selbstmordgefährdet. Vor dreizehn Jahren verschwanden sein 10jähriger Sohn Mikael und seine jüngere Tochter Felicia. Seine Frau kam mit dieser Situation nicht klar und hat bereits Selbstmord begangen. Doch nun taucht plötzlich Mikael wieder auf. Ein Lokführer entdeckt ihn im Schneegestöber auf den Bahngleisen. Vor dreizehn Jahren hatte Joona Linna vermutet, dass Jurek Walter für diese Entführung verantwortlich sei, doch Jurek sitzt seit dieser Zeit in Isolationshaft und gilt als schlimmster Serientäter von Schweden. Für Joona Linna steht fest, das Jurek einen Komplizen haben muss. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn nach Aussage von Mikael lebt seine Schwester Felicia noch und wird von einem Sandmann gefangen gehalten. Doch wer ist dieser Sandmann? Um vom Jurek Walter weitere Hinweise zu bekommen, bittet Joona seine Kollegin Saga sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Wird sie es schaffen, das Vertrauen des Serientäters zu erlangen, um den Aufenthaltsort von Felicia zu erfahren?

Ab der ersten Seite wird durch den tollen Schreibstil ständig Spannung erzeugt. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und durch den ständigen Wechsel der Schauplätze und der Erzählperspektiven ist die Geschichte sehr abwechslungsreich. Der Ermittler Joona Linna war mir schon aus den Vorgängerbüchern bekannt und gefällt mir sehr gut. Er wird nicht als Superheld dargestellt, sondern hat auch einige Probleme und Sorgen. Das Buch liest sich wie ein Drehbuch zu einem Actionfilm, so dass ich die Szenen vor dem inneren Auge sehen konnte. Ich fühlte mich gefesselt und wollte unbedingt weiterlesen. Aufgrund des flüssigen Schreibstils war das Lesetempo sehr hoch.

Als Minus bei diesem Buch empfand ich einige Ungereimtheiten zum Beispiel den relativ guten Gesundheitszustand von Mikael nach dreizehn Jahren Gefangenschaft, die unprofessionellen Handlungen der Mitarbeiter in der Psychiatrie. Auch Jurek Walter wirkte auf mich sehr überzogen. Er konnte alle sehr gut manipulieren und war trotz seines Aufenthaltes in der Anstalt den Ermittlern immer einen Schritt voraus.

Wer diese Ungereimtheiten akzeptiert, darf sich auf ein spannendes Buch mit überraschenden Wendungen und auf einen Cliffhanger am Ende freuen.

19.02.2014 07:35:20
gagamaus

(0)
Jurek Walter sitzt seit 13 Jahren in der Psychatrie. Er wurde dafür verurteilt, dass er mindestens drei – wahrscheinlich viel mehr – Menschen entführt und lebendig begraben hatte. Zwei wurde tot gefunden, eine Frau konnte nach zwei Jahren Maryrium gerettet werden. Vermisst werden u.a. noch die Geschwister Mikael und Felicia, die als Kinder entführt wurden und deren Leichen nie gefunden wurden.

Und dann taucht nach 13 Jahre Mikael Frost wieder auf und behauptet, irgendwo würde auch seine Schwester noch vom Sandmann gefangen gehalten. Aber er weiß nicht wo.
Kommissar Joona Linna sucht fieberhaft nach Hinweisen und kommt schließlich auf die Idee, Jurek in der Psychatrie bespitzeln zu lassen. Saga erklärt sich dazu bereit und wird als angeblich Kriminelle eingeschleust. Niemand vom Personal oder den Gefangenen weiß, dass sie in Wirklichkeit von der Polizei ist. Ein gefährliches Spiel beginnt.
Der Thriller lebt von einem sehr hohen Erzähltempo. Man bangt mit Mikael und seinem Vater, man fürchtet um Sagas Gesundheit und kann hautnah miterleben, wie Joona Jagd auf Jureks Komplizen macht. Das Buch hat alles, was ein guter Thriller so braucht. Einen interessanten ungewöhnlichen Fall, symphatische Ermittler und einen extrem gefährlichen Bösewicht. Allerdings fand ich die Beschreibungen von Jureks Taten und seinen Fähigkeiten fast etwas übertrieben. An mancher Stelle holperte die Logik auch etwas und es kam zu der ein oder anderen Stelle, wo ich mir gerne gründlichere Recherche oder genauere Beschreibung gewünscht hätte. Außerdem war am Ende die ein oder andere Wendung vorhersehbar.

Das Autoren-Duo Lars Kepler gehört trotz allem sicherlich zu den lesenswerten Autoren die im Thrillergenre nicht ohne Grund einen guten Ruf haben.

16.02.2014 11:35:17
Dreamworx

Mikael und Felicia Frost, Kinder des bekannten Autors Reidar Frost, sind vor 13 Jahren spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht, ebenso wie viele andere Menschen, auch im Umfeld von Ermittler Joona Linna. Seit 7 Jahren sind die Zwillinge für tot erklärt, doch dann wird ein junger Mann aufgegriffen, völlig verwirrt und entkräftet. Es stellt sich heraus, dass es sich um Mikael Frost handelt. Bei seiner Befragung durch Joona Linna erwähnt er immer wieder den Sandmann mit den Porzellanfingern und dass er seine Schwester Felicia zurücklassen musste. Joona Linna lässt den alten Fall um den Psychopathen Jurek Walter nochmals aufrollen, um Felicia zu finden. Jurek Walter sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Anstalt in Einzelhaft, weil er als extrem gefährlich und manipulativ gilt. Deshalb schickt Joona eine Ermittlerin getarnt als Patientin in die Psychiatrie, um Jurek Informationen zu entlocken. Doch alle haben Jurek unterschätzt, denn ihm gelingt die Flucht und dabei hinterlässt er jede Menge Tote. Wird Joona Felicia rechtzeitig finden und auch Jurek wieder einfangen können?
Das Autorenduo Lars Kepler hat mit „Der Sandmann“ den vierten Fall um den Ermittler Joona Linna vorgelegt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und rasant, so dass man als Leser ab der ersten Seite bereits gefangen genommen und mitten in die beklemmende und düstere Handlung katapultiert wird, die ihn das Fürchten lehrt. Die kurzen Kapitel bauen sehr schnell die Spannung auf, die durch das Buch konstant sehr hoch gehalten wird. Durch die wechselnden Schauplätze wird der Leser regelrecht mit auf die Jagd nach dem Geheimnis um den Sandmann genommen. Die Protagonisten sind sehr gut gewählt und ausgearbeitet. Joona hat eine eigene Rechnung mit Jurek Walter offen und verfolgt dieses Ziel zäh und ausdauernd. Obwohl sein Beruf ihm viele menschliche Abgründe vor Augen geführt haben, hat er seine Empathie für seine Kollegen und die Opfer nicht verloren. Jurek Walter dagegen ist wie ein Chamäleon, nach außen ruhig und bedacht, wie der nette Onkel von nebenan. Doch seine dunkle Seite ist fürchterlich und kaum zu ermessen.
Den Autoren ist wieder ein sehr spannender Psychothriller gelungen, ein Pageturner mit viel Action, der einen bis zur letzten Seite nicht loslässt. Einige Szenen wirken allerdings recht unglaubwürdig und in sich nicht schlüssig. Auch wenn am Ende die meisten Fäden miteinander verknüpft wurden, werden die Leser mit einem großen Knall zum Warten auf den nächsten Band verdonnert. Dafür gibt es einen Punktabzug, und das Buch bekommt 4 Sterne von 5 möglichen.
„Der Sandmann“ hat Suchtpotential, denn man fiebert regelrecht mit und kann es kaum erwarten, bis Lars Kepler mit dem nächsten Coup aufwarten. Alle Liebhaber von Psychothrillern werden hier bestens bedient. Eine Leseempfehlung verdient dieses Buch auf jeden Fall.

12.11.2013 22:44:14
Susanne Ahlers

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Serie auf 8 Teile angelegt ist. Auch ich warte voller Spannung auf den 4. Teil und kann es kaum erwarten.
Hab die ersten 3 in einem Rutsch durchgelesen und war begeistert.
Ich stimme Dir zu: Bis auf "Herr der Ringe" waren alle Verfilmungen schlechter als die Bücher. Finde ich.

23.08.2013 17:53:38
Viktoria Laubgan

Hoffentlich gibt es einen 5. Teil!
Kann es kaum erwarten bis "Der Sandmann" auf deutsch rauskommt...
Mein persönlicher Favorit war bisher Flammenkinder, Spannung pur. Ich liebe Joona Linna. Den Film "Der Hypnotiseur" werde ich mir allerdings nicht ansehen, da die Verfilmungen meist schlechter als die Bücher sind und somit die Fantasien kaputt machen. Weiß jemand ob ein 5. Teil rauskommt? LG

05.06.2013 11:35:44
Margit

Ich konnte nicht mehr warten und hab mir das Buch in schwedischer Sprache bestellt. Es hat meine Erwartungen weit übertroffen.
Ganz super Klasse! Kann ich jedem empfehlen und ans Herz legen wer ein Krimi- und Thrillerfan ist. Man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen.
Jetzt fiebere ich dem 5. Teil von Lars Kepler entgegen, da ich ein großer Fan von Joona Linna und Saga Bauer bin.

20.05.2013 11:04:20
Stefanie

Unglaublich ! noch bis Februar 2014 muss ich warten um den 4. Thriller von Lars Keppler lesen zu können. Gerade mit den Flammenkindern fertig, zeigt sich am Ende des Buches schon der neue Thriller "Der Sandmann" an.
Man kann einfach nicht zum Lesen aufhören und die Ungeduld steigt ins unermessliche...