Verwesung

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • New York: Bantam Press, 2010, Titel: 'The calling of the grave', Originalsprache
  • Berlin: Argon, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Johannes Steck

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Wolfgang Franßen
Von den Wurzeln des Todes

Buch-Rezension von Wolfgang Franßen Dez 2010

Nachdem David Hunter in Leichenblässe sein Mordgeschehen von London auf die Body Farm nach Knoxville, Tennesse, verlagert hatte, um uns mit Exhumierungen von Leichen, thantophilen Mördern, Larven von Sumpflibellen zu schockieren, erfahren wir zu Anfang von Verwesung mehr über den Verlust seiner Frau Kara und seiner Tochter Alice.

Beckett verlässt sich auf das, was Die Chemie des Todes neben der schockierenden Beschreibung von Leichen ausgezeichnet hat: auf das Psychogramm eines von einem Schicksalsschlag gezeichneten Forensikers, der sich selbst zu entfliehen versucht, weil er glaubt, am Tod seiner Familie Schuld zu sein.

Aus Eifersucht hat er vor acht Jahren eine Ausrede erfunden, um seine Tochter nicht abholen zu müssen. An seiner Stelle kam seine Frau Kara und wurde auf dem Heimweg in einen todbringenden Unfall verstrickt. Seitdem plagt sich Hunter mit der Frage herum: Was wäre gewesen, wenn er statt Kara Alice abgeholt hätte? Wäre der Unfall dann auch geschehen?

Gegenstand seiner Eifersucht war damals Terry Connors. Ein DI, der im Verlauf von Verwesung noch eine entscheidende Rolle spielen wird. Der Mann trinkt, spielt sich als Frauenheld auf und war bis zu jenem schicksalhaften Tag vor acht Jahren, mit Hunters Familie befreundet. Ausgerechnet Connors fühlte sich zu einem alkoholisierten Mobbing zu Kara hingerissen, während Hunter mit dem Entsetzen der Massengräber in Bosnien zu kämpfen hatte. Bei Hunters Rückkehr ist Kara auf Grund von Terrys ungehobelten Verhalten verstört, was ihren Mann umtreibt, bis es zum verhängnisvollen Unfall kommt.

Simon Becketts Romanserie um David Hunter heftet man allzu gern das Etikett düster an. Er wird für ihren detailverliebten Schrecken gelobt. Den Suspense bezieht der Autor vor allem daraus, dass David Hunter in auswegslose Situationen gerät, die er nie unbeschadet übersteht. In Kalte Asche wird gar auf ihn eingestochen werden und die Täterin spurlos verschwinden.

In Verwesung verlässt sich der Autor leider mehr auf das schaurige Ambiente eines sumpfigen Moors, der klaustrophobischen Angst unterirdischer Gänge und rührenden Szenen in verlassenen Minen, in denen Todgeweihte, festgeklemmt in einer Bergspalte im letzten Moment gerettet werden.

Das eigentliche Verbrechen um das Hunters Vergangenheit gestrickt ist, dreht sich um Jerome Monk, einem Serienmörder und Vergewaltiger, der die Morde an drei jungen Mädchen gestanden hat. Das erste Mal trifft Hunter ihn, als er gebeten wird, sich an der Identifizierung der Leiche von Tina Williams in Dartmoor zu beteiligen. Monk bietet sich an, bei der Suche zu helfen, weil er sich angeblich nicht mehr erinnert kann, insgeheim jedoch die Gelegenheit zu einem Fluchtversuch zu nutzen plant. Dies alles geschieht acht Jahre vor Monks Ausbruch aus dem Gefängnis.

Wie immer herrschen bei Beckett Uneinigkeit und Arroganz im Ermittlungsteam. War es in Leichenblässe der Professor und Profiler Irving, der für seine Arroganz abgestraft wurde, ist in Verwesung Leonard Wainwright gleichfalls Professor und forensischer Archäologe, derjenige der nicht nur Hunters Erkenntnisse als seine ausgibt, sich auch höhnisch über Monk auslässt. Auch er wird abgestraft werden.

Jerome Monk wird zum Knotenpunkt all jener, deren Schicksal viele Jahre später erneut zusammen geführt werden. Auch das von Sophie Keller, einer Beraterin, die anhand von psychologischen Erkenntnissen eines Täters, Strategien für Verhöre erstellt und mögliche Grabstellen mittels Orientierungspunkten in der Landschaft ausfindig macht.

Dass bei genauem Lesen, sich der eigentliche Schuldige wegen seiner Überzeichnung ziemlich schnell zu erkennen gibt, fängt Beckett durch glänzend formulierte Momente auf, die Menschen in ihrem persönlichen Abgleiten zeigen. Selbst seine Antihelden wie Wainwright oder Terry Conners versprühen dabei eher die Hilflosigkeit eigener Schwächen, als dass sie mutwillig agieren.

Wenn Beckett seine Figuren auf diesem Weg folgt, ergibt sich ein faszinierendes Tableau von Ermittlern, Verdächtigen und einem Mörder, die alle auf ihre Weise nur eines tun: Im Wasser um sich schlagen, um bloß nicht unterzugehen.

Vielleicht Becketts ehrgeizigster Thriller, weil er beinah ganz auf das wohldosierte Abseitige und den krassen Schrecken verzichtet, um seine Figuren in einem unausweichlichen Netz zu verspinnen.

Verwesung

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Letzte Kommentare:
27.09.2015 10:11:00
TochterAlice

Rückblende: Auf den Spuren von Jerome Monk befindet sich David Hunter zu Beginn des vorliegenden Falles - dieser mutmaßliche Serienmörder sitzt seit einem Jahr in Haft, obwohl man bisher keine Leiche gefunden hat: abgesehen von der, bei deren Ermordung er quasi in flagranti ertappt, wenn auch nicht gleich gestellt wurde - seit dies endlich gelang, schweigt er sich bezüglich möglicher Fundorte der Opfer aus. Hunter wurde zu einem Leichenfund in Dartmoor gerufen - man hofft, endlich eines von Monks Opfern aufgespürt zu haben. Es stellt sich heraus, dass er von einem alten Bekannten empfohlen wurde - einem Ermittler, den er privat kennengelernt hat und der nicht gerade zu seinen liebsten Mitmenschen zählt. Es stellt sich jedoch heraus, dass auch innerhalb des lokalen Ermittlerteams, mit dem Hunter nun zusammenarbeiten wird, nicht gerade die beste Stimmung herrscht. Nichtsdestotrotz gelingt es, das gefährliche Monster hinter Gitter zu bringen.

Acht Jahre später - Hunter hat Frau und Kind bei einem Verkehrsunfall verloren und lebt nur noch für die Arbeit - ist Jerome Monk ausgebrochen und rächt sich an allen, die ihn damals dingfest machen konnten. Es gibt ein Wiedersehen mit allen Akteuren von damals, auch die Animositäten unter den damaligen Kollegen kommen wieder zum Vorschein. David Hunter versucht ihn zusammen mit der früheren psychologischen Ermittlungsberaterin Sophie Keller dingfest zu machen, kann ihn jedoch vor weiteren Schreckenstaten nicht abhalten.

Eine ungeheuer spannende Story? Nur bedingt: Simon Beckett schreibt zwar gekonnt und faszinierend und schafft es allein dadurch, den Leser in seinen Bann zu bringen, es gelingt ihm aber inhaltlich nicht ganz, den vielversprechenden Aussichten auf einen spannenden Thriller gerecht zu werden. Ein wenig gemahnten mich die gelesenen Zeilen an die ähnlich beindruckenden Sowjetthriller "Kind44" und "Kolyma" von Tom Rob Smith, auch finden sich Parallelen zu Jeffery Deavers Erzählstil mit immer neuen, überraschenden Wendungen, doch ahnt der Leser früh, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Nicht gerade das Highlight der Serie um David Hunter, doch in diesem Kontext trotzdem ein Muss für Freunde dieser anspruchsvollen Spannungsliteratur!

24.05.2015 23:17:45
Becki

Alle Hunter-Bücher sind gigantisch. Jedes einzelne hatte ich in kürzester Zeit durch, weil es mich so enorm gefesselt hat und ich mit David Hunter mitgelebt habe. Bei de Nicht-Hunter-Büchern war es leider nicht so. Sie waren nicht schlecht, aber nicht so grandios wie die mit David Hunter.
Deshalb: Wann erscheint denn ein neuer Hunter-Fall??

21.05.2014 21:14:42
herbstmeier1806

Auch den vierten Fall von Dr. David Hunter habe ich innerhalb von nur wenigen Tagen durchgelesen. Da ich diesen Thriller direkt im Anschluss an den vorherigen Roman gelesen habe, fand ich es sehr auffällig, dass in beiden Romanen zwischen Dr. Hunter und dem jeweiligen weiblichen Nebencharakter eine romantische Beziehung mehr oder weniger angedeutet wird.
Wie auch schon beim Vorgänger, fand ich den Fall sehr unterhaltsam und bis zur letzten Seite spannend. Auch die ständigen Selbstzweifel, die in der Kritik hier immer wieder angeprangert werden, fand ich durchaus angebracht und nachvollziehbar. Aus meiner Sicht gibt es nur einen einzigen Kritikpunkt: zu wenig Humor. Der ein oder andere Gag aus Situationskomik gibt auch einem Thriller für mich den ganz besonderen Reiz.
Mein Fazit: ein spannender Thriller, den man gelesen haben sollte.

25.04.2014 23:13:53
Lesetroll

Das Buch ist wie von Beckett bekannt sehr gut geschrieben. Es ist auch durchgehend interessant und hat sehr gute "WOW - ah krass!"-Effekte. Allgemein würde ich es aber als sehr guten Krimi beschreiben - eher wie der 2. Teil der Hunter Reihe (nicht wie der 1. und 3.) - kein Psychothriller. Trotzdem lesenswert!

05.12.2013 13:10:19
rolandreis

Man kann Simon Beckett nicht nachsagen, dass er es nicht fertigbringt, Spannung zu inszenieren. Auch wenn der Spannungsbogen relativ flach ist, so ist er doch vorhanden. Routiniert schreibt er seine Geschichte runter, verbringt aber zu viel Zeit damit, eine sich anbahnende Romanze zu beschreiben. Die erstreckt sich nicht nur über unnötig viele Seiten, sie ist auch noch so nötig, wie ein Loch im Kopf. Das Ende ist dann schnell abgearbeitet. Leider ist es nicht überraschend. In Summe ein durchschnittlicher Krimi und nicht mehr.

03.12.2013 11:09:28
Laurent Schürch

Ich fand das Buch sehr gut!
Ich muss zugeben ich lese nicht viele Bücher, der Grund ist, weil ich lieber unterwegs bin, jedoch dieses Buch: Verwesung
war super.
Es wurde immer interessanter und es hat mich richtig gefangen, ich wollte es umbedingt fertig lesen!
Ein grosses Lob von mir!!
Das Buc ist sicher weiter zu empfehlen udn ich werde jetzt alle anderen bücher lesen!

11.08.2013 13:51:44
Toyota

Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Nachdem ich die ersten 3 regelrecht verschlungen hatte, habe ich bei diesem Buch lange gebraucht, um mich damit anzufreunden. Die Geschichte zieht sich unheimlich in die Länge und die gewohnte Spannung und der Nervenkitzel haben bei diesem Buch gefehlt. Am Schluss bin ich nur noch über die Seiten gefolgen und war froh, als ich es gelesen hatte.

10.03.2013 15:32:38
Stürzenbaum Adolf

Nur weil in dieser Erzählung ein paar Leichen vorkommen, hat dies noch lange nichts mit einem Krimi, geschweige denn einem Thriller zu tun. Es ist eine Erzählung aus dem Leben des Protagonisten; Spannung und lebhafte Handlung ist nicht zu finden. Es ist die Erzählung einer nicht geglückten Liebesbeziehung, aber auf keinen Fall ein Thriller.

19.02.2013 12:04:04
Diana Wagner

Dies war mein erstes Buch der Hunter Serie und mir hat es eigentlich ganz gut gefallen. Auf jedenfall werde ich noch weitere lesen. Nur dass man die ganze Zeit das Gefühl hatte, Monk ist am Ende nicht der Täter (mir ging es so), fand ich etwas langweilig.
Gut gefallen hat mir aber die Tatsache, dass am Ende aus der Liebesbeziehung nichts wird. Denn eigentlich erhofft man sich das immer, aber wenn es nicht klappt, ist es mal was anderes.

14.12.2012 11:28:35
Barbara

Die David-Hunter-Bücher sind für mich so etwas wie die Tatort-Krimis am Sonntagabend oder eher noch wie früher die Wallace-Verfilmungen: Sie unterhalten mich, mehr nicht. Positiv sei angemerkt, dass der Stil der Bücher sehr flüssig und gut lesbar ist, ohne dabei trivial zu sein. Trivial aber ist leider der Inhalt aller Bände ebenso wie die Zeichnung der Charaktere. Sehr flach wirkt v.a. im 4. Band die Figur des Monk mit dem altbekannten Muster von der verletzten Seele im Monster. Die mehr oder weniger überraschenden Wendungen findet man in allen Beckett-Titeln, im Band "Verwesung" ist es besonders unglaubwürdig, weil die Tat des Schuldigen überhaupt nicht zu seiner vorher geschilderten Persönlichkeit passt (immerhin ist dieser Charakter recht gelungen ausgeleuchtet). Aber eigentlich ist es auch egal, irgendeiner der Beteiligten wird zum Schluss als Haupttäter aus dem Hut gezaubert, es könnte jedoch jeweils auch ein anderer sein. Bei Hunter selbst findet keine Entwicklung statt, das einzige, was etwas in die Tiefe geht, ist der Verlust seiner Familie -als alleiniger Anker für die Charakterisierung einer Person über vier Bände hin viel zu wenig.
Fazit: Trivialliteratur mit gutem Stil, entspannend und führt als Hörbuch dazu, dass man länger bügelt als sonst.

17.11.2012 00:25:00
J.Jochmann

Der Anfang ist interessant,verliert sich dann aber in einem eher langweiligen Mittelteil.Von der Arbeit des Dr.Hunter ist in diesem Buch nicht wirklich etwas zu lesen,statt dessen hofiert er schon fast devot eine Ex-Kollegin.Die letzten 50-100 Seiten reissen es nicht mehr heraus und ich hoffe,dass das nächste Buch wieder ein wenig spannender wird.Wäre das mein erster Hunter Roman,hätte ich die anderen wahrscheinlich nicht gelesen.

12.10.2012 16:56:25
Gerlinde Eißler

Mir gefiel das Buch sehr gut. Es entspricht dem typischen Stil der Kommissar Hunter Reihe. Flüssig geschrieben nicht zu trivial. Außerdem fand ich ebenfalls interessant die Geschichte der Familie von David Hunter. Der Autor hat das Szenario gut umgesetzt; erst die Vergangenheit dann der Sprung in die Gegenwart.
Ebenfalls anrührig fand ich die Beschreibung der Charactere - Jerome Monk -. Alles in allem empfehlenswert und ich freue mich auf ein neues Buch dieser Reihe des David Hunter.

24.09.2012 22:31:48
meuniucic

Aus der David Hunter - Reihe der bislang schwächste Roman. Eine weitestgehend anspruchslose Strandlektüre - nicht schlecht, aber auch nur leicht über grauem Mittelmaß. Habe im direkten Anschluss daran "Kein Kinderspiel" von Dennis Lehane gelesen, das sind Welten. Ich verstehe den Hype um Simon Beckett nicht so ganz.

06.09.2012 19:51:59
Maximilian Krämer

Ich habe die vier David Hunter Bücher mindestens 3mal durchgelesen. Noch besser kann man meiner Meinung nach keine Krimies Schreiben! Dieser Mann ist ein Genie, ich hoffe auf ein neues Buch der David Hunter Reihe! Das darf jetzt nicht das Ende der Reihe sein das wäre in meinen Augen nicht gut, da gibt es noch so viel was man daraus machen könnte.

08.08.2012 13:59:39
M-L

Naja, es liest sich flüssig und ist auch stellenweise spannend, aber das war es auch. Die ersten beiden Bände der David-Hunter-Reihe gefielen mir, aber haben mich auch nicht vom Hocker gehauen. Ich wusste sehr schnell, wer tatsächlich der Täter ist. Sehr gut gefielen mir die Beschreibung der Landschaft, da wurde das Kopfkino gut bedient.

29.04.2012 07:05:11
schroeder48

Ja, es geht auch anders!
Nachdem sich in "Leichenblässe" die Körper Verstorbener buchstäblich gestapelt haben, verzichtet Beckett in seinem neuesten Werfk weitgehend auf schockierende Einzelheiten. Dies tut aber der Spannung keinen Abbruch; es ist eben einfach anders gut.
Interessant fand ich, Neues über den tragischen Tod seiner Frau und seiner Tochter zu erfahren.
Ebenfalls gelungen ist die Darstellung des Jerome Monk mit den doch vielschichtigen Aspekten seiner Seele.
In einigen Passagen des Buches fühlte ich mich gewissermaßen an die Edgar-Wallace-Romane erinnert, die in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts verfilmt wurden.
Insgesamt für mich eines seiner besten David-Hunter-Romane und absolut lesens-und empfehlenswert!

08.04.2012 20:52:58
Dante.

Inhalt:
David Hunter, forensischer Anthropologe wird bei einem heiklen Fall um Hilfe gebeten. Im Dartmoor wurde von Wanderern ein Grab entdeckt. Alles scheint auf den Serienmörder Jerome Monk, der die Morde an insgesamt vier Frauen gestanden hat, dessen Leichen jedoch nie gefunden wurden zu deuten. Im Moor angekommen machen sich David und das Ermittlerteam bestehend aus DI Terry Connors, DC Bob Roper, dem forensische Archäologen Leonard Wainwright, der psychologischen Ermittlungsberaterin Sophie Keller an die Bergung. Es gelingt ihnen den Leichnam als Tina Williams, Monks drittes Opfer zu identifizieren.

Jerome Monk, der überaschenderweise seine Hilfe bei der Suche nach den Opfern angeboten hat gibt jedoch plötzlich an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Sophie Keller die sich anhand bestimmter Landschaftspunkte potentielle Ablageorte ableiten kann, will ihm zu Hilfe kommen und hat eine wage Ahnung über den potentiellen Fundort. Monk nutzt jedoch eine günstige Gelegenheit zu einem Fluchtversuch. Nach diesem Desaster verläuft die weitere Suche erfolglos und wird letztendlich eingestellt. Acht Jahre später flieht Mink aus dem Hochsicherheitsgefängnis. Terry Connors stattet David einen Besuch ab um ihn vor Monk zu warnen, da er befürchtet, das sich dieser auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen das damalige Ermittlerteam befindet.

Fazit:
Der Roman liest sich angenehm und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Mit David Hunter schafft der Autor einen Protagonisten der auf Anhieb sympathisch und durch Ecken und Kannten sehr lebensnah erscheint. Wie alle Romane der David Hunter Reihe ein absolutes Lesevergnügen!

26.01.2012 09:25:09
schredder66

„Verwesung“ wird seit seinem Erscheinen als Beckett´s bisher ambitioniertester Roman der David-Hunter-Reihe gehandelt.Das kann ich, nach dem Lesen des Buchs, nicht wirklich bestätigen.Wie auch seine drei Vorgänger, ist „Verwesung“ leicht zu lesen – der Schreibstil ist einfach, aber nicht profan. Die Kapitel sind relativ kurz und verwirren nicht mit immer neuen Finten, falschen Fährten oder neuen, aber für die Geschichte unwichtigen, Protagonisten.Was der Geschichte fehlt ist Spannung. Die letzten 100 – 150 Seiten erzeugen so etwas wie Neugier und man wagt sich kaum, das Buch zur Seite zu legen. Auch Spannung kann Beckett an der ein oder anderen Stelle erzeugen. Insgesamt betrachtet ist das letzte Drittel des Buchs das beste und interessanteste.Interessant ist ebenfalls zu Beginn von „Verwesung“ zu erfahren, was es mit dem Tod von Hunter´s Frau und Kind auf sich hatte – wie es zu diesem Schicksalschlag kommen konnte.Danach flacht die Geschichte ab und dümpelt vor sich hin. Es kommt zwar keine Langweile auf, aber ich hatte den Eindruck, dass sich das Geschehen nicht wirklich weiterentwickelt. Ausserdem kam ich ziemlich schnell dahinter, wer der tatsächliche Täter ist. Und das, obwohl ich mich in Sachen Vorhersehen eher zu den Begriffsstutzigen zähle.Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen Spannungslosigkeit und dem hauptsächlichen Ort der Handlung. Die (gut beschriebene) Moorlandschaft sowie der ständige Nebel und Regen schlugen irgendwann auf mein Gemüt – aber es brachte der Geschichte keine Vorteile in Sachen Spannung oder Thrill. Wie beim zweiten Roman der Reihe „Kalte Asche“.Schade finde ich auch, dass die (tragische) Figur des Jerome Monk nicht tiefergehend ausgearbeitet wurde. Die wenigen Seiten gegen Ende des Buchs wurden diesem Protagonisten leider nicht ganz gerecht.Insgesamt ist „Verwesung“ kein wirklich schlechtes Buch. Aber eines, das keinen bleibendem Eindruck hinterlässt. Neben „Kalte Asche“ für mich das bisher schwächste Werk der David-Hunter-Reihe.Maximal 70° würde ich „Verwesung“ zugestehen.

21.01.2012 18:28:54
Sergej

Das Buch ist ihm, als vierter Teil, leider nicht so gelungen.
Die ersten Seiten beginnen spannend.Nach dem Aufenthalt im Moor wird das Buch aber träger.Am Ende jedes Kapitels gibt es immer einen Satz,der einen interessiert daran macht weiter zu lesen.
Es kommen nicht so viele Schockmomente wie in den Teilen davor.
Trotzdem ist es noch gut um es mit Spannung zu lesen und die Reihe fort zu setzen.
Ich hoffe,dass der nächste Teil den ersten drei Teilen ähnlicher wird und mehr forensische Antropologie,überraschende Kertwendungen und Spannung vorhanden ist.

07.12.2011 20:55:02
Sarah_Ch

Bis auf einige kurze Fakten zum Verwesungsprozess am Anfang hatte das Buch nicht so viel mit forensischer Anthropologie zu tun. Ganz anders als die drei Vorgängr dieser Reihe. Das fand ich ein bisschen schade.

An sich fand ich die Idee super über David Hunters Vergangenheit zu schreiben, allerdings war es ziemlich merkwürdig ständig von Frau und Kind zu lesen, wo sie in der Gegenwart doch schon tot sind.

Obwohl einige Dinge vorhersehbar waren fand ich "Verwesung" super spannend geschrieben. Endlich mal ein Buch, was nicht die typische Serienmördergeschichte beinhaltet.

Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Simon Beckett. Mir gefallen Schreibstil und Thematik bei ihm immer besonders gut.

25.11.2011 05:21:02
filodu

Beckett muss man mögen-und ich liebe ihn! Zugegeben, manche Passagen wirken ziemlich platt und könnten einer Soap-Opera Pate stehen, allerdings gelingt es Beckett immer wieder rechtzeitig die Kurve zu bekommen, so dass alles in allem eine echt spannende Geschichte erzählt wird. Ich habe nur einen Kritikpunkt- es wäre schön, wenn im nächsten Teil mal kein Hund dran glauben muss.

13.10.2011 12:31:31
Jule

„Verwesung“ ist der vierte Teil der David Hunter Reihe und unterliegt somit großen Erwartungen. Einerseits wurden diese erfüllt, aber Andererseits wird der Leser etwas enttäuscht.

Schon im Vornherein wurde angedeutet, dass sich Beckett mehr mit der Vergangenheit von Hunter beschäftigt. Viele Details und Fragen aus den vorigen Teilen würden somit geklärt und für den Leser verständlich gemacht. Auch erfährt man jetzt die Umstände des Todes seiner Frau und seiner Tochter und wieso er sich die Schuld an dem Unfall zuweist.

Die Einleitung ist typisch Beckett mit Beschreibungen des Todes und dem Abbau und der Zersetzung von Zellen und Muskeln. Leider war es das dann auch mit dem typischen Beckett-Eigenschaften.



Mein schlimmstes Manko allerdings ist, das das Ende ab ca. der Mitte abzusehen war. Das finde ich richtig enttäuschend. Ein typisches Beckett Buch macht kurz vor Schluss noch einmal eine riesen Kehrtwende. Nicht so hier. Denn noch war es eine Interessante Geschichte, die sich gut lesen und nach zu verfolgen lässt.



Zu dem optischen Aufbau passt es super zu den vorigen drei Teilen, obwohl ich ein Hardcover nicht bevorzugt hätte. Beim ersten Anblick denkt man das Buch hat 600+x Seiten, da es so dick ist und man freut sich schon auf viel Lesestoff. Doch nach kurzen Überprüfen stellt man fest: gerade mal nur 480 Seiten und viel Papierverschwendung. Da ich meine Bücher oft auf Reisen lese (2-mal die Woche 4 Stunden), lege ich großen Wert auf kleine und vor allem leichte Bücher, aber ohne Inhaltseinbuße.



Mir ist aufgefallen, dass viele Rezessionen für das Buch sehr sehr schlecht ausgefallen sind. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass „Verwesung“ auf gar keinen Fall schlecht ist! Im Gegenteil, es ist besser als so mancher „Möchtegern-Krimi“, nur die Erwartungen der Leser waren einfach zu hoch, so auch leider bei mir.

Es war von vorn herein klar, dass dieser Teil anders sein wird als die Letzten. Wie schon oben erwähnt, ist die Vorabsehbarkeit das größte Problem.

Empfehlen würde ich das Buch nicht, aber nur für „Beckett-Neulinge“. Wer die vorigen Teile kennt, wird auch Spaß am Lesen bei diesem Band haben und viel über die Vergangenheit erfahren.

12.10.2011 19:52:34
€nigma

Simon Becketts vierter Roman um David Hunter ist in zwei Teile gegliedert. Der erste, relativ kurze Teil geht 8 Jahre (falsche Angabe in der Kurzbeschreibung bei amazon) in die Vergangenheit zurück. Damals wurde im Moor eher zufällig eine weibliche Leiche gefunden, die als eins von drei vermissten jungen Mädchen identifiziert wird. Jerome Monk, der bereits inhaftiert ist, seitdem er neben der Leiche einer anderen jungen Frau erwischt wurde, hat auch die Morde an den drei vermissten Teenagern gestanden. Er soll nun die Polizei zu den Gräbern der zwei noch vermissten Leichen führen, behauptet jedoch, sich nicht erinnern zu können. Damit verläuft die Suche im Sande.
Der zweite Teil des Romans spielt in der Gegenwart. David Hunter wird von damals an der Suche beteiligten Kollegen über die Flucht von Jerome Monk aus der Haft unterrichtet. Der Serienmörder hat es jetzt anscheinend auf die Mitglieder des Polizeiteams abgesehen. Besonders Sophie, die damals mit der Polizei zusammenarbeitete, bittet David um Hilfe. Als er in Sophies abgelegenem Haus in der Nähe des Moores eintrifft, findet er sie niedergeschlagen und bewusstlos im Bad vor. David bleibt in den folgenden Tagen bei Sophie, die sich trotz der Bedrohung durch den Verbrecher beharrlich weigert, ihr Haus zu verlassen und wird in eine rasante Mörderjagd verwickelt, die ihn wieder mal zu 150% fordert und mehrfach in Lebensgefahr bringt...

Dieser Roman, der erste der Reihe, den ich im englischen Original gelesen habe, ist sehr einfallsreich konstruiert und extrem spannend. Die Örtlichkeiten, in denen sich ein Großteil der Handlung abspielt (ein nebelverhangenes Moor, ein abgelegenes Haus in dessen Nähe und ein Tunnelsystem unterirdischer alter Minenschächte) sorgen für eine gruselige Atmosphäre. Die Kapitel sind relativ kurz und verleiten dadurch zu zwanghaftem Weiterlesen, zumal auch die Sprache unkompliziert und flüssig gehalten ist. Bei den Spannungseffekten greift der Autor manchmal etwas zu sehr in die Trickkiste und die Protagonisten ähneln in ihrer Widerstandfähigkeit im Hinblick auf Verletzungen und langwährenden Schlafmangel manchmal einer Katze mit 9 Leben. Wenn man sich daran nicht weiter stört, hat man jedoch einen äußerst fesselnden Krimi vor sich, der erst gegen Ende hin etwas vorhersehbar wird.
Die forensischen Details, die in den ersten drei Bänden der Reihe sehr detailliert dargestellt wurden, werden hier kürzer abgehandelt, was mich persönlich nicht gestört hat.
Ich vergebe für "The calling of the grave" /"Verwesung" 4 Sterne.

13.09.2011 20:04:49
dottie62

Ein stiller David-Hunter-Krimi. Der Forensiker und Ich-Erzähler ist durchgängig in die recht einspurige Handlung involviert, aber eher als Zuhörer und Retter in der Not denn als Leichenbeschauer.
Die zunächst so offensichtlich erscheinende Geschichte um einen scheinbar geisteskranken Mörder gewann immer mehr an Tiefe und hielt mich bis zum Schluss in vibrierender Spannung.
Der Spannungsbogen wurde immer weiter ausgebaut, bis es mir einfach nicht mehr möglich war, das Buch noch aus den Händen zu legen. Das Buch wartet mit einem derart überraschenden Ende auf, dass ich nicht anders kann, als mich zu fragen, wie es wohl mit David Hunter weitergehen wird.

13.09.2011 20:04:44
dottie62

Ein stiller David-Hunter-Krimi. Der Forensiker und Ich-Erzähler ist durchgängig in die recht einspurige Handlung involviert, aber eher als Zuhörer und Retter in der Not denn als Leichenbeschauer.
Die zunächst so offensichtlich erscheinende Geschichte um einen scheinbar geisteskranken Mörder gewann immer mehr an Tiefe und hielt mich bis zum Schluss in vibrierender Spannung.
Der Spannungsbogen wurde immer weiter ausgebaut, bis es mir einfach nicht mehr möglich war, das Buch noch aus den Händen zu legen. Das Buch wartet mit einem derart überraschenden Ende auf, dass ich nicht anders kann, als mich zu fragen, wie es wohl mit David Hunter weitergehen wird.

30.08.2011 14:48:44
jadzia_dax

der vierte Band der Dr Hunter - Reihe zeichnet sich vor allem durch die Hintergrund Informationen über die Vorgeschichte von Hunter aus - man erfährt die Begebenheiten die dazu geführt haben, dass er seine Familie verloren hat

der eigentliche Kriminalfall um den es im Buch geht ist eine weitaus weniger blutige Angelegenheit als in vielen anderen Krimis da es sich um 3 Mordfälle aus der Vergangenheit handelt die nun aufgeklärt werden

nichts desto trotz hat mir das Buch gut gefallen auch wenn es nicht ganz so mitreißend wie die ersten beiden Bände war - aber der leicht lesbare Schreibstil ist natürlich ideal für die sommerliche Urlaubslektüre!!!

28.07.2011 07:37:19
Maike

Also ich fand das Buch wirklich klasse! Ich fand es auch besser als seine Vorgänger, weil im ersten, wie im zweiten immer der "Gute" bzw. die "Gute" der/die Mörder/in war. Es ist recht einfach zu lesen, was aber nicht bedeutet, dass das Buch schlecht ist!

Ich hab es verschlungen und kann es nur weiterempfehlen!

27.07.2011 15:23:39
Crossover

Meiner Ansicht war dieser sein schwächster Roman. Bisher verlegte Beckett seine Handlungen an interessante Orte, die er ausgezeichnet stimmungsvoll zu beschreiben wusste, völlig beiläufig aber Atmosphäre schaffend. Sehr interessant und letztlich auch Markenzeichen war natürlich stets, wie er anhand der Spuren an den Leichen dem Mörder nahe kam. Häufig gab es gegen Ende noch eine unerwartete Wendung und man wollte unbedingt den Folgeroman in die Hände kriegen.
Von alledem war in diesem vergleichsweise übrigens sehr dünnen und kurzen Buch nichts mehr zu erkennen. Mühsam stolpert Dr. Hunter von einem unspektakulären Schlüsselereignis zum nächsten. Zu schnell erkennt man, was es mit Monk wirklich auf sich hat, der wahre Täter zwängt sich einem ab der Hälfte bereits förmlich auf und am Ende bleiben Überraschungsmoment noch bleibender Eindruck völlig aus. Ohne die halbwegs interessante Beschreibung von Dr. Hunters früherem Leben wäre das Buch vermutlich als Heft durchgegangen. Im Vergleich zu den Vorgängern halte ich dieses Buch für halbherzig und zu eilig dahingeschrieben.

25.07.2011 13:23:13
Milva_CH

Ich habe das Buch auch in kurzer Zeit durchgelesen, das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich es gut fand. Habe es rasch gelesen, weil es von der Schreibweise her einfach zu lesen ist (kurze Sätze, verständliche Wortwahl) und der Spannungsbogen gut aufgebaut ist, und man doch immer noch hofft, dass irgendwie der Hammer zuschlägt, eine nichtvorhersebahre Wende kommt. Aber da war leider nix dergleichen. wer Jo Nesbo gelesen hat, für den sind die Bücher von Simon Beckett leider nur lauwarme Lesekost.

Muss trotzdem noch erwähnen: Habe das Buch mit 60 % bewertet, da verglichen mit anderen Beckett-Bücher dieses hier doch noch das Beste zu bieten hatte (im Gegesatz zu Flammenbrut und Obsession)

24.06.2011 19:11:08
Svenja

Halli Hallo,

ich muss leider sagen,dass ich froh bin das ich mir das Buch nur ausgeliehen habe!
Die ersten Bücher waren definitiv spannender und fesselnder als das letzte!
Am Anfang dachte ich mir " Okay,les mal weiter,mal sehen was passiert,vielleicht wirds ja noch spannend",aber am Ende war ich schon dabei Seiten zu überspringen!
Habe es zwar auch zügig gelesen in 4-5 Tagen,weil ich gehofft habe das noch was kommt,dem war aber leider nicht so!Und ja,doofer Schluss!Ich hoffe das klärt sich im nächsten Buch auf,wer ihn da angerufen hat!Lesen werde ich es auf jedenfall ;) denn die Hoffnung stirbt zuletzt ;)

23.06.2011 22:31:15
Käthe

Nur zu empfehlen! Man kann es kaum aus der Hand legen, so dass es in kürzester Zeit ausgelesen ist!
Allerdings hatte ich den eigentlichen Mörder der Zwillinge irgendwann im Verdacht und war dann nicht ganz so überrascht. Monks Charakter und der Umgang der Menschen im Allgemeinen mit "solchen" Personen war schon eine gute Sozialstudie: es ist ja klar, dass nur so einer die Mörde begangen haben kann!
Eine weitere Andeutung über Hunters Anruf zuletzt wäre schön gewesen,... .
Fazit: Hoffentlich kommt bald der nächste Band!!

04.06.2011 12:30:46
huwilerd

Das der Titel nicht mehr ganz so in Details der der forensischen Anthropologie blicken lässt, stört überhaupt nicht. Schon ab der ersten Seite erkennt man die typisch leichtfüssige, flüssige Schreibweise, die dafür sorgt, dass man noch schnell die nächste Seite lesen möchte obwohl einem bereits die Augen zufallen... und sich plötzlich am Ende des Kapitels befindet, ohne wirklich aufhören zu wollen ! . Einfach gut !

26.05.2011 07:12:35
HeJe

Klasse! Ich bin echt begeistert. Dieses Beckett Buch lässt sich trotz seiner Dicke einfach von der Hand weg lesen. Zwar fehlen die üblichen Ekelfaktoren, aber dieses Werk ist gut durchdacht, sprachlich auf sehr gutem Niveau und von der Handlung her mal wieder etwas Neues. Klar ist es für Dr. Hunter-Fans irgendwie nicht so spannend, weil der typisch beckett\'sche Ekelfaktor nicht so ausgeprägt ist, wie in den Werken zuvor. Doch wenn man ohne große Erwartungen an dieses Buch heran geht, ist es ein gelungenes Buch.

85 Grad

22.05.2011 19:24:46
Nora

Nach den ersten 3 Bändern habe ich mich sehnsüchtig auf das vierte gefreut.
Jedoch muss ich gestehen, dass ich die vorigen besser gefunden habe, da in diesem Teil von Anfang an auf Monk spekuliert wird und dass sich alles nachher in 40 Seiten aufklärt. Da waren Band 1-3 spannender.
Was mich auch sehr störte war der Schluss. Wer hat Hunter angerufen. Ich frage mich ob dies noch aufgedeckt wird im nächstem Band.
Obwohl ich dieses Band nicht so sehr mochte, freue ich mich schon sehr auf das nächste. ;)

14.05.2011 22:35:12
Thrillerfan

Klasse, genial, fantastisch! Das Buch war echt klasse und manchmal echt gruselig. Zwischendurch bin ich aufgestanden und habe das Fenster zugemacht und die Tür 2 x abgeschlossen.
ABER:

Wer hat David am Schluss angerufen?
Ich will das unbedingt wissen, bitte helft mir!
Ich war so enttäuscht und fassungslos, das das Buch so plötzlich aufgehört hat. Und ich wollte doch so unbedingt wissen, wer ihn angerufen hat
Weiß es jemand???
:)

03.05.2011 21:30:51
Axel

Also, ich will es mal so sagen. Den Pulitzer Preis wird Simen Beckett mit dem Buch nun mal nicht abräumen, aber der Roman ist bei weitem nicht so schlecht, wie er von vielen gemacht wurde. Auch kann ich den Verriss, der oft in der Presse zu lesen war, nicht zustimmen. Gut, er ist nicht ganz so grausam wie die Vorgänger, aber doch sehr spannend und gut zu lesen und wie es einer der Vorschreiber schon ganz richjtig geschrieben hat...Simon beckett fängt mal nicht mit einer Aufklärung über die Stadien von Maden bei der menschlichen Verwesung an.Also, solide Handarbeit, gute Unterhaltung und allemal von mir 80° Grad. Ich bleibe ein treuer Simon Beckett - Leser und freue mich auf den nächsten David Hunter Roman

02.05.2011 20:31:56
Kuschelbu

Voller Vorfreude habe ich mich ans Lesen des neuen Simon Beckett Buches "Verwesung" gemacht.

Diesmal ging es um einen Serienmörder, der vor 8 Jahren vier Mädchen umgebracht hat. Der Schuldige, ein soziopathisches Monster namens Monk, sitzt dafür im Gefängnis, aber nur eine Leiche konnte gefunden werden. Nun nach acht Jahren bricht Monk aus dem Gefängnis aus und die Suche nach den Leichen wird wieder aufgenommen und Dr Hunter ist wieder mitten drin in den Ermittlungen.

Auch der neue Band von Simon Beckett liest sich sehr schnell und spannend ist die Handlung auch, aber irgendwie kann die Geschichte meiner Meinung nach nicht mit "Chemie des Todes" oder "Kalte Asche" mithalten. Vielleicht lag es daran, dass einem schneller als sonst klar war, wie das Buch enden würde. Kleine Überraschungen gab es natürlich trotzdem wieder, aber keine wirklich erstaunenden. Wie immer gab es einen gewissen Kreis an Personen, die alle ihre möglichen Motive haben könnten, aber insgesamt war es doch sehr durchschaubar. Vielleicht erwartet man von Simon Beckett mittlerweile zu viel nach seinen bisherigen Erfolgen, das Buch war trotzdem spannend und den nächsten Band um Dr Hunter werde ich auch wieder sofort lesen, wenn er rauskommt.

30.04.2011 20:11:59
Kritikerin

Meinem Vorredner kann ich leider absolut nicht zustimmen! Simon Beckett hat wieder mal bewiesen, dass er zu den Besten gehört! Auf jedenfall lesenswert. Ich war wieder mal überrascht, wie schnell sich doch alles ändern kann. Die Rückblenden waren meines Erachtens schön kurz gehalten, sodass man nicht gelangweilt wird. Leider wurde mir ein bisschen zu wenig an forensischen Untersuchungen usw eingebracht, was dem Buch aber nicht negativ schadet...

Fazit:
Für alle Fans von Dr. Hunter ein absolutes MUSS!

28.04.2011 18:39:06
Briddel

Ich mache es ganz kurz. Wer die vorherigen Teile gelesen hat wird sicherlich ein wenig enttäuscht sein. Ich bin einfach froh dass das Buch sehr gut zu lesen war. Ein Hit war es sicherlich nicht.
Jetzt kommt mein positives ABER:
Sehr schön sind die Rückblenden wo man endlich etwas über seine Frau und Tochter erfährt! So bringt dieses Buch einen wenigstens im Punkt "David Hunter" weiter! Ich freue mich auf den nächsten Teil der sich ja glücklicherweise schon zum Schluss ankündigt!
Ich bin mir ganz sicher:
Der nächste Fall wird wieder besser!

28.04.2011 16:34:56
Christa Fritum

Ich bin ein ausgewiener Simon Beckett-Fan. Vom ersten Buch (Die chemie des Todes) war ich von seinem Stil begeistert. Sehr aufschlußreich waren die forensischen Erklärungen und zwar so dass auch Laien, wie ich alles verstehen konnten, wobei diese Erklärungen tadellos in die Handlung eingefügt waren, ohne die Logik aus den Augen zu verlieren. Das habe ich bei diesem Buch schmerzlichst vermisst. die Handlung selbst ist ziemlich seicht. Bereits ab dem Kapitel *die gegenwart*, keimte in mir der VErdacht auf den wahren Mörder auf und wie sich am Schluß zeigen sollte habe ich recht behalten. Dass auch Sophie nicht ganz Koscher ist, war mir spätestens ab Kapitel 11 klar. Ansonsten war die Handlung recht flüssig, aber wie gesagt nichts überraschendes. Bevor ich das nächste Buch von Beckett kaufe, werde ich erst mal schaun, ob es eine Leseprobe gibt.

21.04.2011 21:41:42
Catalga

Ich fande Verwesung nicht schlecht. Nur mittlerweile "kenne" ich den Stil von Beckett. Mir is mittlerweile klar, dass am Ende jemand dahinter steckt von dem man es "gar nicht" erwartet. Ich dacht von Anfang an an Terry oder Roper...Letzendlich hatte ich mit meiner Vermutung recht. Und das finde ich schade. Ich will wieder schockiert sein. Bei "Chemie des Todes" ahnte ich nichts, bei "Kalte Asche" war ich fix und fertig mit den Nerven, weil ich DAMIT überhaupt nicht gerechnet habe und bei "Leichenblässe" wusste ich schon, dass es jmd bekanntes sein muss. An *** dachte ich zwar nicht speziell, aber es lag nahe, dass es wie immer jmd sein muss, der eig nur eine "kleine" Rolle im Buch hatte... Bei "Verwesung" war es eben ähnlich... Die Ideen von Beckett sind grandios, aber irgendwann eben schon nichts neues mehr. Trotz allem würde ich mir jedes neue Buch kaufen und immer bis zum Schluss lesen...

20.04.2011 09:52:23
V.Terbeck

Ich fande das Buch super.
Es war schön mal zu lesen das Simon Beckett nicht wieder mit der ganzen Fliegen und Marden angefangen hat.

Es war auch wesentlich einfacher gelesen als die vorherigen Bände.

Ich finde es ist eine gute Fortsetzung von den vorherigen Büchern.

Doch trotzdem freue ich mich auf das nächste Buch wenn David Hunter wieder richtig ermitteln darf ;)

4 von 5 Sternen würde ich geben

13.04.2011 10:22:08
LG

Während mir der erste und zweite Band der David Hunter Reihe sehr gut gefallen hat, fand ich schon den dritten nicht mehr so gut. Verwesung hat mich nur enttäuscht, so einen "Schmarrn" habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Langweilig, konstruiert und vorhersehbar. Kurzzeitig habe ich überlegt, das Buch gar nicht zu Ende zu lesen.

07.04.2011 07:00:40
steffi88

Das Buch kommt von der Handlung nicht an die drei vorhergehenden Teile der David-Hunter-Reihe heran.
Die Handlung ist trotzdem nicht schlecht und am Ende des Buches erfolgt wie immer (in seinen Büchern) der sogenannte "Überraschungseffekt" (eventuell sogar schon ein bisschen vorhersehbar).
Alles in allem ist das Buch trotzdem super spannend geschrieben und echt lesenswert.
Langeweile kommt meiner Meinung nach nicht auf.

04.04.2011 08:09:05
Lineswelt

Ich hatte mich so wahnsinnig auf diesen vierten Teil der Hunter Reihe gefreut...die Messlatte lag hoch. Für mich war das lesen dieses Buches aber leider nur durchwachsen. Im Vergleich zur Chemie des Todes und auch zu Leichenblässe, konnte mich dieser Band nicht ganz so fesseln. Teilweise hatte ich den Eindruck, es war ein wenig in die Länge gezogen, und auch etwas übertrieben-wenn auch, zum Ende hin sehr überraschend...sicherlich lesenswert, aber in meinen Augen wie gesagt nicht annähernd so gut wie Band 1.

01.04.2011 21:00:13
Sonea84

Dr. David Hunter wird zu einem Fall hinzugezogen, der sich anders entwickelt als gedacht!



Jerome Monk hat vier junge Frauen ermordet und drei davon im Moor vergraben. Als eine der Frauenleichen gefunden wird, beginnt die Suche nach den Verbleibenden. David Hunter erlebt man zu diesem Zeitpunkt noch mit seiner Familie, denn all dies geschieht acht Jahre vor den eigentlichen Ereignissen.

Monk, der schon fast übermenschliche Kräfte zu haben scheint, bricht nach eben diesen acht Jahren aus dem Gefängnis aus und alle die damals an den Ermittlungen teilnahmen scheinen in Gefahr zu sein. Zudem wird David gewungen sich seinen eigenen persönlichen Dämonen der Vergangenheit zu stellen.



Der Roman ist atmosphärisch und recht düster. Die Umgebung des Moores und die Verlassenheit geben der Stimmung etwas gruseliges! Man hat die ganze Zeit das Gefühl den Nebel zu sehen.

Klar, hat jeder, der die drei Bände zuvor gelesen hat, eine gewisse Erwartungshaltung.

Dieser Roman ist ein spannender Thriller, welcher durchaus einige Schockmomente inne hat. Was mir persönlich fehlte, war die forensische Seite der David Hunter Romanen. Hunter agiert hier eher als Privatmensch. Trotzdem konnte mich die Geschichte fesseln! Es ist ein verdammt guter und leicht zu lesender Thriller! Und es gibt Irrungen und Wendungen mit denen man so nicht rechnet. Das man die Hauptperson schon "kennt" macht die Sache noch etwas persönlicher und spannender.

Das Ende ist mal wieder so gestaltet, dass man am liebsten sofort den nächsten Teil lesen möchte.

Also, ich für meinen Teil, war begeistert, auch wenn sich dieser Roman anders verhält als zuvor erwartet!

28.03.2011 13:28:26
Biene1980

Welch eine Freude, von der Erscheinung des endlich 4. Buches zu erfahren. Der Titel perfekt eingegliedert in die Reihe um Dr. David Hunter ließ auf einiges hoffen. Und so war es dann auch. Ich war gefesselt von der Spannung und den einzelnen Charakteren, dies hat auch so einges Licht ins Dunkel gebracht zu den vorhergehenden Büchern. Sophie Keller hat zwischenzeitlich etwas genervt, aber sie hat dazu begetragen die spannende Dramatik dieses Buches zu halten. Auch wenn der Titel gut in die Reihe der Deutschen Titel passt, so wäre der Original Titel " The calling of the Grave" ebenso, wenn nicht sogar treffender gewesen. Schade !! Gesamturteil für alle Beckett-Fans: Sehr lesenswert!!

26.03.2011 16:38:27
Pulverschnee

So sind die Meinungen verschieden: Ich habe alle 4 Bände gelesen und fand "Verwesung" nach "Leichenblässe" und "Kalte Asche" endlich mal wieder grandios. Die Rückblende (Erster Teil) ist richtig gut gelungen und die Verknüpfung mit dem zweiten Teil hat gut gepasst. Dr. Hunter wurde dieses Mal sehr menschlich dargestellt. Frau Brenner ging mir jedoch ein wenig auf den Geist, obwohl sich dies nicht auf den Spannungsquotienten auswirkt.

22.03.2011 12:16:58
allegra

Mit „Verwesung“ hat Simon Beckett den vierten Band in der Reihe um David Hunter vorgelegt. Der Roman ist unterteilt in einen Prolog, einen ersten Teil, der eine Rückblende vor acht Jahren darstellt und einem zweiten, längeren Teil der in der Gegenwart spielt.

Im ersten Teil wird beschrieben wie ein gemischtes Team aus Polizisten, Beratern und einem Archäologen zusammen mit dem Schwerverbrecher, Jerome Monk, in einem Moor in Dartmoor/Devon vergeblich nach Gräbern von jungen Mädchen sucht. Eingeflochten in die Entwicklung des Plots ist David Hunters früheres Familienleben zum Zeitpunkt, als er seine Ehefrau Kara und seine Tochter Alice durch einen tragischen Autounfall verliert.

Der zweite Teil setzt acht Jahre später ein, als es Monk gelungen ist, aus einem Hochsicherheitsgefängnis auszubrechen. Die psychologische Beraterin Sophie Brenner, die beim ersten Vororttermin im Moor schon mit dabei war, ist inzwischen nach Dartmoor gezogen, wo sie sich als Töpferin eine Existenz aufgebaut hat.

Als Schauplatz finde ich das düstere, unheimliche Dartmoor sehr gut gewählt. Die Beschreibungen lassen einen die feuchten Nebelschwaden regelrecht in die Knochen kriechen. Simon Beckett gelingt es, die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln, obwohl die Geschichte an sich leider recht absehbar ist. Die Person von Jerome Monk ist geheimnisvoll, faszinierend und man will unbedingt wissen, was bei diesem augenscheinlich monströsen Menschen dahinter steckt.

Der Roman ist schnörkellos aufgebaut, es werden kaum Personen eingeführt, die für den Plot unnötig gewesen wären. Für mich machen allerdings die Verwicklungen um Terry Connors und Sophie Brenner einen zu konstruierten Eindruck. Ebenfalls finde ich ihre Charakterisierung als flach und unglaubwürdig. Etwas erstaunt hat mich auch der plumpe Cliffhanger am Ende: Das Handy klingelt dreimal, von der gleichen Nummer. Das kann Simon Beckett besser!
Da ich wissenschaftliche Informationen im Zusammenhang mit gerichtsmedizinischen Ermittlungen liebe und mir beim Titel „Verwesung“ und aufgrund des Prologs mehr davon erhofft hätte, bin ich etwas enttäuscht, fühle mich aber durch die zauberhafte Umgebung von Dartmoor mehr als entschädigt.

Insgesamt habe ich mich durch den Roman gut unterhalten gefühlt, obwohl er für mich die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. Beckett hat die Person von David Hunter zwar weitergeführt, aber leider nicht wirklich weiter entwickelt. Die Beziehungen zu Conners und Brenner haben sich als Sackgasse entwickelt, so gesehen ist man wieder gleich weit wie zu Ende des dritten Bandes. Für den stolzen Preis von fast 23.00 € für das Hardcover empfinde ich die Geschichte als zu dünn. Ich hoffe, Beckett findet in seinem nächsten Band wieder zu seiner alten Form zurück.

Ich vergebe diesem vierten Band für sich genommen nur drei von fünf Sternen, aber weil mir die gesamte Reihe außerordentlich gut gefällt, gibt es einen Stern dazu, also insgesamt vier.

21.03.2011 12:53:26
Sophies_Welt

Mir großer Vorfreude habe ich das Buch von "Verwesung" erwartet, mich dann auch noch gefreut, als ich gesehen habe wie dick es ist, doch das war es auch schon. Für seine anderen Krimis habe ich nie mehr als 3 Tage gebraucht, für dies Buch ganze 3 Wochen, weil mich nie die Motivation gepackt hat es weiterzulesen. Ab und zu ist die Story interessant, aber im Allgemeinen finde ich zieht sie sich ziemlich hin. Ehrlich gesagt war ich ziemlich erleichtert, wo ich das Buch endlich durch hatte. Umgehauen hat es mich gar nicht und hätte ich nicht seine anderen Krimis gelesen würde ich nie wieder ein Buch von ihm lesen.

18.03.2011 15:27:35
Manuela Walter

Bisher habe ich alle Hunter Bücher verschlungen. "Verwesung" stellt keine Ausnahme dar - obwohl es nicht die klassische Serie passt. Es ist sehr spannend und man bekommt Einblick in die Vergangenheit - was mit seiner Frau und der Tochter passierte.
Hoffentlich ist das nächste Buch wieder eine echte Ermittlung...

17.03.2011 15:09:14
Christine Preis

Als großer Simon-Beckett-Fan bin ich total enttäuscht. Nachdem ich die ersten drei Bücher verschlungen habe, war meine Vorfreude auf das neue Buch "Verwesung" sehr groß. Aber es ist weit hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Vielleicht bin ich einfach bisher von Beckett\'s Krimis zu verwöhnt gewesen. Schade.

09.03.2011 19:11:22
Gabi09

Ich habe das Buch verschlungen. Auch wenn ich mir unter dem Titel " Verwesung" etwas anderes vorgestellt habe. Das Buch war spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Es mus nicht immer um Blutrausch oder Leichenfunde und Morde im gesamten Buch gehen. David Hunter ist eine sehr interressante Persönlichkeit. Es war klasse etwas von seinem vorherigen Leben zu erfahren. Ich fand die ganze Atmosphäre spannend und düster. Freue mich schon auf das nächste Buch.

09.03.2011 08:59:20
Schlomolutz

Na, da hat es der Autor dieser Buchsprechung aber sehr gut mit Mr. Beckett gemeint, oder? Ich verlasse mich ja immer gern auf die Rezensionen von Krimi-Couch, aber in diesem Fall wäre ich wohl in die Falle getappt. Ich habe das Buch vor der Besprechung gelesen. Das sind nie und nimmer 82%. Die Schwächen, die bereits in den Vorgängerromanen sichtbar wurden, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Zitat aus der Welt: "Naturbeschreibungen sind nicht seine Stärke, und die Handlungen der Figuren im Dartmoor und außerhalb folgen keiner Logik oder Menschenkenntnis, sondern den Nöten der Spannungserzwingung."
Dem kann ich mich leider nur anschließen... ich gehe wohl dennoch zur Lesung! ;-)

08.03.2011 08:21:45
SteffiSch

Ganz im Gegenteil zu meinen Vorrednern muss ich sagen: SUPER!
Es hat mich von Anfang an gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen und Abgründe waren für mich genauso überzeugend und spannend wie die Morduntersuchungen selbst.
Leider ist der anthropologisch forensische Part nicht besonders ausgeprägt, aber ich finde, dass tut dem Ganzen keinen Abbruch.
Der Zusammenhang zwischen Hunters tragischer Vergangenheit und den Mordfällen ist gut dargestellt. Das einzige was vielleicht etwas überreizt wurde, waren die ganzen Besuche im Krankenhaus.
Für mich ein rundum gelungener Krimi und durchaus empfehlenswert.

07.03.2011 09:59:28
subechto

Simon Beckett hat es wieder getan!

Ich hatte mich so auf David Hunters neuen Fall gefreut, wurde aber etwas enttäuscht. Dabei startet Verwesung recht vielversprechend mit einer quasi wissenschaftlichen Einführung in die Gerichtsmedizin. Die eigentliche Geschichte beginnt dann mit einem Rückblick, als 8 Jahre zuvor in den Sümpfen von Dartmoor eine Leiche gefunden wird. David Hunter und sein damaliger Freund Terry Connors ermitteln. Der vermeintliche Täter, Jerome Monk, der wegen eines anderen Mordes im Gefängnis sitzt, soll helfen...

Verwesung ist Simon Becketts 4. Roman mit dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter. Nachdem mir der 3. Band, Leichenblässe, nicht so gut gefallen hatte, habe ich gehofft, dass der Autor mit Verwesung zu seiner alten Form zurück gefunden hat.

Leider ist dem nicht so. Der 2. Teil des Romans spielt in der Gegenwart. Eine 08/15 Story mit unsympathischen, naiven Personen. Auch ahnt der Leser schnell, wer der wahre Täter ist. Und so dümpelt die Geschichte dahin, konstruiert und unglaubwürdig, bis zum leidlich spannenden und wenig überraschenden Showdown. Jeder x-beliebige Ermittler hätte den Fall lösen können, denn mit Identifizierung von Skeletten und teilskelettierten Leichen, haben ¾ des Buches überhaupt nichts zu tun. Schade, wo gerade das doch die Stärken der Hunter-Reihe sind.

Lediglich die Person David Hunter vermag zu überzeugen. Ein vom Schicksal gebeutelter Forensiker, auf der Flucht vor sich selbst, weil er glaubt, am Tod seiner Frau und Tochter Schuld zu sein. Auslöser war damals Eifersucht auf seinen Kollegen Terry Connors, mit dem er schon lange nicht mehr befreundet ist, der aber auch jetzt wieder eine Schlüsselrolle spielt.

Dabei kann Herr Beckett flüssig schreiben, seine Romane sind leicht lesbar. Und die ersten beiden waren nicht nur spannend, sondern auch sehr lehrreich: Becketts Beschreibungen von zerfallenden, verwesenden Leichen sind wohl deshalb so ausführlich, detailliert und äußerst fundiert, weil er durch seine frühere Tätigkeit als Journalist Einblicke in die Polizeiarbeit hatte. Schade, dass er diese Chance bei Verwesung nicht genutzt hat. Aber das Buch endet mit einem Cliffhanger und so bleibt mir die Hoffnung, dass der Autor sich im nächsten Band auf seine Wurzeln besinnt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

3 von 5 Sternen für dieses Werk, das mich nicht so recht begeistern konnte.

06.03.2011 21:25:10
lothar

Alle drei bisherigen "Hunter" Krimis begeistern regelrecht. "Verwesung" ist am Ende meiner Erwartungshaltung nicht wirklich gerecht geworden. Lag es an den wenigen Überraschungsmomenten? Oder bin ich von Simon Beckett´s Romanen zu verwöhnt worden? Die Kulisse hätte gepasst. Dartmoor, Nebel, Höhlen.
Aber der letzte Satz des Romans lässt wieder hoffen!!

28.02.2011 12:18:30
K.Bockholt

Enttäuschend!!! Meine Vorfreude auf das neue Buch war riesig. Die ersten 50 Seiten Klasse und der Titel "Verwesung" auch gerechtfertigt. Und dann? Nichts mehr. Keine weiteren Todesfälle, für die der Autor ja berühmt ist. Ein vorhersehbarer Plot mit Dialogen, die einem schlicht die Schuhe ausziehen. Sie könnten auch in einem Groschenroman entsprungen sein. Am Ende noch ein wenig hin und her, wer es denn war und ein bißchen Frauengeschichte, die natürlich schief geht. Nein, Beckett sollte zu seinen Anfängen zurückkehren. Spannende, interessante und ungewöhnliche Todes- und Kriminalfälle will der Leser haben.
Das ist seine Stärke, das sollte er schreiben.

26.02.2011 12:22:49
Philipp.Elph

Die neue Formel der Verwesung ist 1-2-8 und es ist wieder ein grausiger Leichenfund, zu dem der forensische Anthropologe David Hunter ins Moor bei Dartmoor gerufen wird.
Hübsche junge Siebzehnjährige sind vor einiger Zeit verschwunden. Verantwortlich dafür wurde Jerome Monk gemacht, ein Außenseiter der Gesellschaft, der kurz nach einem weiteren Mord an einer jungen Frau am Tatort gefasst wird. Monk wird an Hand von Indizien auch für die mutmaßlichen anderen Morde verurteilt und gilt als Massenmörder . In einem Nebensatz erfahren wir jedoch, dass erhebliche Unterschiede zwischen den drei verschwundenen Mädchen und dem vierten Opfer bestehen.

Bei der Leiche, die ihre Hand aus dem Moor streckte, handelt es sich um die Überreste der einen jungen Frau und Monk erklärt sich bereit, bei der Suche der anderen zu helfen. Die Suche im Moor nutzt er zu einem Fluchtversuch, er wird jedoch dabei überwältigt und wieder ins Gefängnis zurück gebracht, aus dem er acht Jahre später flieht. Der Geflohene versucht , „Kontakt aufzunehmen“ zu denen, die damals auf Ermittlungsseite im Moor bei der Leichensuche dabei waren, insbesondere zu dem forensischen Archäologen Wainwrigth, der diesen Kontakt nicht überlebt, und der psychologischen Ermittlungsberaterin Sophie Keller, die bei einem Überfall in ihrem Haus übel zugerichtet wird.

Der Autor folgt dabei dem Muster der ersten drei Hunter-Thriller und so tauchen bei David Hunter nach etwa zwei Dritteln des Buches Zweifel auf, ob Monk der wahre Täter ist, der für das Verschwinden der drei Schönen verantwortlich ist. Wer die ersten drei Thriller mit David Hunter kennt, spekuliert ab dem Auftritt des Detective Inspectors Terry Connors, einem alten Bekannten von Hunter, ob der Täter der Mädchen sich bereits in der Nähe des forensischen Anthropologen aufhält und diesen irgendwann auch in Lebensgefahr bringen wird.

Nachdem Sophie von Monk in die alten Zinnminen des Moores verschleppt wird und Hunter hilfreich einzugreifen versucht, wird klar, was die vermeintliche Bestie vorhat. In einer spannenden Szene unter Tage wird Hunter weiter erleuchtet.

Und dann kommt es, wie es bei Beckett immer kommt, zum großen Showdown, bei dem der wahre Übeltäter, in diesem Fall der Mörder der drei Verschwundenen geoutet wird. Der Versuch, die Verbrechen zu vertuschen, scheitert und ähnlich wie bei Becketts Obsession findet der Mörder sein Ende in einer bizarren Kulisse, nicht ohne einen weiteren Unsympathen mit in den Tod zu nehmen.

David-Hunter-Anhänger werden begeistert sein von diesem vierten Thriller mit dem Helden, auch wenn dessen Aufgaben im anthropologisch forensischen Bereich dieses Mal recht beschränkt sind. „Verwesung“ ist ein recht spannender Thriller, der an die Klasse von „Die Chemie des Todes“ anknüpft. Dass Simon Beckett auch diesmal wieder nach seinem inzwischen bekannten Muster beim Plot arbeitet, sei ihm daher verziehen.