Der Metzger sieht rot

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Graz: Leykam, 2008, Seiten: 319, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2009, Seiten: 319, Originalsprache

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Jochen König
Eine humorige Holzhammerattacke

Buch-Rezension von Jochen König Jul 2008

Da lässt sich der Restaurator Metzger, Willibald Adrian mit Vornamen, von seiner Freundin, der fußballbegeisterten Danjela Djurkovic zum Besuch eines Fußballspiels der "Kicker Saurias" überreden und wird gleich zum Zeugen eines Todesfalls. Der ungeliebte, dunkelhäutige Torwart Kwabena Owuso bricht während der zweiten Halbzeit tot auf dem Fußballballfeld zusammen. Noch vor dem Metzger wittert die Danjela eine finstere, tödliche Intrige hinter dem Zusammenbruch. Als sie nachforscht, wird sie selbst das Opfer einer üblen Begegnung mit einem Baseballschläger. Krank von Grippeviren und Sorge macht sich der Willibald zusammen mit der besten Freundin seiner Danjela und dem Kommissar Pospischill auf die Suche nach den Tätern und mutmaßlich fremdenfeindlichen Hintergründen. Dabei gerät er in die Quere einer kunstbeflissenen Killerin, deren teilweise unsittlichen Avancen sich der Willibald nur schwer und mit Blessuren entziehen kann. Am Ende werden einige Handlanger entlarvt, während die Drahtzieher vermutlich weiter ihre Kreise ziehen.

Eigentlich ist das Thema Fußball - besonders im deutschsprachigen Kriminalroman - geradezu prädestiniert: Leidenschaft, Missgunst, Kampf, Intrigen, Profilneurosen, Neid, Erfolgsdruck und vor allem eine Menge Geld - wie geschaffen für literarische Reisen in verbrecherische Abgründe. Doch sind derartige Bücher rar gesät - gute zum Thema natürlich besonders. Und auch Thomas Raabs Der Metzger sieht rot wird sich nicht mit Glanz und Gloria einreihen.

Zwar spielen Fußball und Vereinsmeierei eine Rolle, doch noch mehr ist Raabs Roman eine Liebesgeschichte und eine nahezu willkürliche Ansammlung von Alltagsbetrachtungen. Die Liebesgeschichte zwischen dem leicht verklemmten Willibald und seiner kroatischen, komatösen Wuchtbrumme Danjela ist recht warmherzig ausgeführt, leidet aber an der gleichen Geschwätzigkeit wie die mitunter seitenlangen Bonmots, die Raab mit Vorliebe zum Besten gibt. Manch einer ist sogar gelungen, besonders wenn Thomas Raab den österreichischen Kulturbetrieb karikiert (was aber vermutlich jeder österreichische Humorist im Schlaf beherrscht), doch meist plätschert der Text umständlich dahin, beschreibt nicht nur einen Weg, den man längst kennt, sondern auch noch Hölzchen und Stöckchen am Wegesrand und wie sie dort hingeraten sind. Das ist bestenfalls sanft erheiternd, das gesamte Buch kommt sowieso eher daher wie das Soloprogramm eines mäßig begabten Komödianten, denn als ironischer Kriminalroman mit einem marginalen Hauch von Spannung.

Jetzt könnte das Herumtändeln ja seinen eigenen Witz haben, diese Verweigerungshaltung gegenüber einer stringenten Handlungsführung und einer Spannungsentwicklung. Wenn denn die pittoresken Exkursionen eines Willibald Adrian Metzger und seiner Mitmenschen mehr wären als selbstgefällige Erläuterungen des Offensichtlichen - bis auf wenige Ausnahmen. Aber das Buch leidet unter einem Erklärungswust, der noch ausführt, das man als Balljunge dazu angehalten ist, "diverse verirrte Pässe per Hand oder Fuß zurück ins Spielfeld zu befördern". Da wäre der Leser möglicherweise auch alleine drauf gekommen.

Raab nimmt seine Leser an die Hand und lullt sie ein, damit niemand merkt, wie viel heiße Luft sich hinter all dem gemütlichen Schmäh und den schalen Witzen verbirgt. Da dürfen Vereinsvorsitzende "Fürst" und "König" heißen und die kaltblütige Killerin - mit einer leichten Aversion dagegen, Frauen zu töten - sich "Dominique Nemesis" nennen. Nicht, dass sich aus der Namensgebung Konsequenzen ergeben, es ist einfach ein weiterer belangloser Witz in einem belanglosen Buch.

Zwar steigert sich Der Metzger sieht rot auf den letzten hundert Seiten, wenn die Handlung für Momente Oberhand über die endlosen Vergleichsketten gewinnt, die meist banal sind und oft genug aus falschen Tönen bestehen - schon mal von "der Wucht einer Intensivstation" erschlagen worden? - aber er bleibt trotzdem eine humorige Holzhammerattacke, die im Gewand einer feinsinnigen Kriminalsatire daherkommt.

Wer über Begriffe wie "Herumgeballerunterhaltung" oder "Popischill-Fallauflösung" herzlich lachen kann, der ist beim Metzger gut aufgehoben. Ich wende mich ab mit Grausen und denke eher daran in die DVD-Ausgabe der Mittsiebziger Serie "Hallo Hotel Sacher... Portier" mit Fritz Eckhard zu investieren, die Raabs Werk an leicht hinterfotzigem Schmäh, Esprit und Klugheit locker in den Schatten stellt.

PS.: Nicht über die Artikel vor den Namen der Protagonisten zu Beginn der Rezension wundern. Nur ein kleiner Vorgeschmack auf die aufgeblasene Attitüde des Romans.

Der Metzger sieht rot

Der Metzger sieht rot

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Letzte Kommentare:
04.09.2016 19:42:36
walli007

Artikulationsnotstand

Frisch verliebt ist der Willibald Adrian Metzger, so richtig weiß er nur noch nichts damit anzufangen. Aber dennoch hat er sich von seiner Danjela ins Fußballstadion locken lassen. Da sitzt er nun eingezwängt zwischen fanatischen Fans, die dem Ersatztorwart, den neben seinem begnadeten Talent auch eine dunkle Hautfarbe auszeichnet, ihren Unmut wegen seiner Hautfarbe lautstark bekunden, und fühlt sich ausgesprochen unwohl. Als der Willibald zu Beginn der zweiten Halbzeit dann auch noch den Torwart erbleichen und sein Leben aushauchen sieht, ist der Tag für ihn gelaufen. Mit einer satten Erkältung legt sich der Metzger ins Bett ohne die Danjela. Diese wird Tags darauf zusammengeschlagen gefunden und liegt nun mit schwersten Verletzungen auf der Intensivstation.

Das Leben kann manchmal schon grausam sein, gerade erst hat der Willibald seine Danjela gefunden, da soll sie ihm doch nicht etwa schon wieder entrissen werden. Und wieso hatte sie überhaupt begonnen Nachforschungen zu dem verstorbenen Torwart anzustellen. Willibald Adrian Metzger begibt sich auf Danjelas Spuren und das erste, was sich herausstellt, der bedauernswerte Fußballer hat sein Leben nicht einfach so dahin gehaucht. Gemeinsam mit seinem Freund und Polizisten Pospischel kommt der Metzger einer ganz unheimlichen Sache auf die Spur. Doch seine Sorge um Danjela lässt das eigentlich zu Nebensache werden.

Schon im Jahr 2009 ist dieser Roman erschienen, wenn man allerdings einige Sätze bezüglich der Gewollten oder nicht Gewollten so liest, dann hat sich in der Zwischenzeit leider nichts geändert, eher sind die Ungewollten noch ungewollter und die Depperten noch depperter. Man möchte eine neue Art erfinden, die Menschheit taugt nicht wirklich was. Gäbe es nicht die Danjelas, Metzgers, Pospischels und noch einige andere, die die Bücher und auch die Welt bevölkern. Gekonnt hält Thomas Raabe seinen Lesern einen Spiegel vor, unterhaltsam verpackt zwar, aber doch sehr treffend und bissig manchmal. Der Metzger inzwischen auch aus dem TV bekannt, ist eine Figur, die man nicht mehr missen möchte. Anrührend skurril und immer wieder gern gelesen.

18.10.2015 20:10:02
uknig

Dieser Roman mit dem eigenwilliger Restaurator Willibald Adrian Metzger ist nach meinen Informationen noch nicht verfilmt, aber wäre dazu durchaus geeignet. Zumal der grandiose Robert Palfrader eine hervorragende Besetzung ist. Der Fall – ein Mord im Fußball-Milieu – ist ein wenig dünn und spielt nur eine untergeordnete Rolle, viel interessanter sind Schmäh und Witz. Raab schreibt ganz lustig, aber im Film kommt das noch besser. Und an manchen langen Satz muss sich der Leser erst gewöhnen.

20.11.2012 16:24:43
Bernie Baer

Mein zweiter Roman von Thomas Raab nach dem "Nachsitzen".

Der Wortwitz und Sakasmus des Autors gefällt mir außerordentlich gut.

Leider fällt die Story dieses Romans aber deutlich zum 1. Buch ab.
Auch fand ich den Schluß nicht sehr befriedigend.

Ist natürlich alles Geschmackssache aber ich werde auch noch die Fortsetzungen - allein schon ob des Humors - kaufen und lesen.

Für diesen Roman bleibt es aber "nur" bei 72 Grad.

13.11.2010 09:06:42
top28

Alsso, wer humorvolle etwas brave Krimis mag, sollte den Raab probieren. Zuerst muss der Leser sich aber mit den langen, verschraubten Sätzen abfinden. Dann gelingt die Freude an den kleinen Arabesken des gekonnt schreibenden Autors um so mehr. Der Krimi ist dahinter weniger wichtig, die Hauptfigur, der Möbelrestaurator ist merkwürdig genug um einem schöne Leseabende zu bescheren. Raab schreibt immer appetitlich und wen die kriminellenMachenschaften im Profifussball interessieren, der dürfte viele Parallelen entdecken.

07.08.2008 11:54:37
Karl Rochus

Erstaunt über die wirklich schlechte Rezi zum Metzger, bin ich durchwegs vergnügt über die Kommentare hier. Mein Kompliment an den Autor, der hier selbst sehr neutral Stellung nimmt. Geschmäcker sind halt verschieden.
Die Art und Weise, seinen Geschmack kundzutun, spricht auch immer für sich.
DAZU: Ich konnte mich über "der Metzger sieht rot" prächtig amüsieren. Und dass die Geschichte vielleicht gelegentlich etwas langsam voranschreitet, ist in Anbetracht der feinen humoristischen Klinge des Autors und der enorm breit gefächerten Thematik des Buches ganz leicht zu verkraften.
Für den Metzger braucht man Zeit und Muße. Und das ist durchaus ein Qualitätskriterium.

10.07.2008 11:17:52
Jochen

Lieber Herr Raab,

danke!
Es hätten sogar ein paar Grad mehr sein können, ich stehe mit der Punktwertung etwas auf Kriegsfuß.
Jetzt bin ich doch glatt versucht, es nochmal mit ihrem nächsten Werk zu probieren;-) Oder lieber nicht?

10.07.2008 10:46:07
Thomas Raab

Liebes crimi-couch Team, lieber Jochen König!

Mit Verwunderung lese ich heute Morgen die Kommentare zur Rezension von Herrn König. Menschen die Bücher schreiben, und mit dem Glück gesegnet sind, einen Verlag zu finden, stellen sich damit Menschen. Und das Wunderbare an den Menschen bitte, ist ihr Reichtum an verschiedenen Gesinnungen, Meinungen, Geschmäckern, Geschichten, ...
Die Abhandlung von Johann König hat also aus SEINER Sicht absolut Berechtigung.
Ich danke ihnen, lieber Herr König, dennoch für die immerhin 38 Grad, das
hätten ja auch weniger sein können.
Den untergriffigen Stil rund um das Thema „Metzger“ samt Wortgefechte empfinde ich als äußerst befremdlich, Mensch, das ist ja nur ein Buch, ebenso nicht nachvollziehen kann ich Verschwörungstheorien, dass Verlage oder Autoren keine Kritik vertragen, du meine Güte!!!

Freu mich zwar über die „mir“ zuteil gewordene Aufmerksamkeit, möge das
Buch zerrissen, gelobt, oder was auch immer werden, wenn das mit Respekt
und Esprit passiert, noch schöner, bitte aber dennoch, alle mit Würde ihre Arbeit tun zu lassen, sowohl die Kritiker, als auch uns Autoren.

Liebe Grüße aus Wien ins weite Netz
Thomas Raab

09.07.2008 23:49:22
Jochen

Liebe Frau Kundra, ich denke Lars Schafft bezog sich nicht auf ihre Kommentare, die legitim und recht konstruktiv sind. Dazu sind Kommentare schließlich da, auch anderslautende Meinungen zum besprochenen Buch loszuwerden.

Lieber Lars Nussbaum, danke für die erklärenden Worte, ich sehe das genau wie sie; gewisse Kommentare, die unterstützend für ein nicht allzu positiv besprochenes Werk gemeint sind, diskreditieren sich in erster Linie selbst und möglicherweise auch einiges darüber hinaus.
Und keine Bange, ich nehme das amüsiert zur Kenntnis, bin allerdings verblüfft, welch große Kellen da manchmal ausgepackt werden (menschenverachtend etc.). Und das Huckepack aus einem ganz anderen Bereich dieses großen, weiten Netzes, sowohl thematisch wie adressmäßig.

09.07.2008 23:47:23
Jochen

Liebe Frau Kundra, ich denke Herr Schafft, bezog sich nicht auf ihre Kommentare, die völlig legitim und recht konstruktiv sind. Dazu sind Kommentare schließlich da, auch anderslautende Meinungen zum besprochenen Buch loszuwerden.

Lieber Lars Nussbaum, danke für die erklärenden Worte, ich sehe das genau wie sie; gewisse Kommentare, die unterstützend für ein nicht allzu positiv besprochenes Werk gemeint sind, diskreditieren sich in erster Linie selbst und möglicherweise auch einiges darüber hinaus.
Und keine Bange, ich nehme das amüsiert zur Kenntnis, bin allerdings verblüfft, welch große Kellen da manchmal ausgepackt werden (menschenverachtend etc.). Und das Huckepack aus einem ganz anderen Bereich dieses großen, weiten Netzes, sowohl thematisch wie adressmäßig.

09.07.2008 22:55:49
Rhea Kundra

Lieber Lars S.!

Seien sie bitte so lieb und scheren sie nicht auch die Menschen über einen Kamm. Nur weil sie von mir keine Mailadresse bekommen, das ist doch freiwillig ODER?, und nur weil ich noch keinen Kommentar geschrieben habe, bin ich weder ein Raab-Pilz, der aus der Erde schießt, noch ein wütender Raab-Fan, und nur weil da offenbar irgendwer falsch recheriert, warum schreiben sie; hervorragend recheriert liebe Raab fanS, plural? was soll da jemand denken, der heir reinliest und den metzger gerne gelesen hat?

entwürdigen sie doch nicht auch noch selbst die quulität der krimi-couch seite...
Meinungsfreiheit darf übrigens nicht nur für ihre Rezensenten gelten, und da bin ich mit Herrn Lars N. einer Meinung, das muss ein Plattform, wie die ihre, eine Herr König, ... schon aushalten können, besonders, wenn sie auch gerne, was ja nicht schlecht ist, wilde stiere loslässt.


Herzliche Grüße, und sich bitte anderen Dingen widmen

Rhea Kundra

09.07.2008 22:45:40
Nussbaum

Und noch eines: Zu diesem Zeitpunkt 4 Wertungen, insgesamt 80 Punkte im Durchschnitt. Eine Wertung kennen wir (J. König, 38 Punkte).
Um auf einen 80-er Schnitt zu kommen (=320 Punkte) fehlen also noch 282 Punkte... geteilt durch 3... also jeweils 94 Punkte von den anderen Bewertern...

Mäusken, ick hör dir trapsen...

09.07.2008 22:39:09
Nussbaum

Lieber Lars Schafftt,

wozu lesen? Mal einfach so provokant gefragt... Die 38° lassen einem (Verleger/Lektor/Autor/Freund/Frau/Nachbarn/Mitschüler) doch schon die Hutschnur hochgehen. Und dann liest man zwei Absätze an, die diese Tendenz belegen und peng!

Sicher, Sie haben die Verantwortung für den Inhalt dieser Seite, Sie entscheiden, was Sie hier dulden können und was nicht. Aber dieses Geplänkel ist doch harmlos und als Kritiker sollte Herr König das auch abkönnen. Oder?

Rezensenten-Bashing führt doch eher dazu, einen Bogen um ein Buch zu machen, als eine schlechte Rezension selbst. Ich fühle mich immer köstlich unterhalten, wenn ich sowas lese. Viele andere sicher auch. Bitte weiter machen lassen.

Und noch eines in eigener Sache: Ich hinterlasse im Internet aus Prinzip nicht mehr meine E-Mail. Hoffe aber, inzwischen einigen geneigten Lesern hier hinlänglich bekannt zu sein. :-)

Lars N.

09.07.2008 22:11:44
Lars@Krimi-Couch

Klasse, so viele Kommentare und alles von Lesern, die nichtmals ihre E-Mail-Adresse hinterlassen, aber gerne auf Herrn König eindreschen, die Rezension aber offensichtlich gar nicht genau gelesen haben.

Weitere Kritik unter der Gürtellinie werde ich hier nicht mehr dulden, Beschwerden darüber bitte direkt an chefredaktion@krimi-couch.de

Es spricht nebenbei für sich, dass hier eine König-Rezension zitiert wird, die gar nicht auf der Krimi-Couch erschienen ist - hervorragend recherchiert, liebe Raab-Fans!

09.07.2008 22:07:49
Nussbaum

Lieber Jochen König,

ich empfehle Ihnen eine Portion Gelassenheit, so wie es auch immer wieder mir gut tut. Ich kenne diese Gefechte auf der Krimi-Couch inzwischen gut (siehe z.B. bei Frau Volks' Cafe Größenwahn) und auch Sie als noch recht frischer Kritiker hier sollten sich daran gewöhnen, dass gerade bei deutschsprachigen Autoren die in kleinen Verlagen publiziert werden, keine schlechten Besprechungen abgeliefert werden dürfen.

Ansonsten wecken Sie nämlich eine Schar empörter "Leser", die Ihnen die Qualifikation zur Meinungsäußerung in Abrede stellen wollen. Beeindruckend, dass es sich auch hier wieder um enthusiastische Fans handelt, die aus den Untiefen des Forums urplötzlich in Rudeln auftauchen. Niemand hat je zuvor von Ihnen auch nur einen Kommentar vernommen, aber kaum ist der neue Bericht erschienen, erinnern sie mich immer an kleine Champignons, die kurz nach Veröffentlichung der Rezension aus dem Boden schießen.

Insofern, lassen Sie die Leute hier einfach meckern. Es wird irgendwo im Nirvana verhallen. Machen Sie weiter mit Ihren bissigen Kritiken, mit denen Sie vielleicht ja doch den ein oder anderen Einheitsbreikonsumenten wachrütteln können.

Und zum kritisieren "Tonfall" von Herrn König: Wo sind wir denn hier? Das ist doch nicht die Literaturkritik in der ZEIT oder sonstwo... Zur Krimi-Couch passt es sehr gut, dass Sie, Herr König, keine Hand vor den Mund nehmen und auch mal unfein Ihre Meinung ausdrücken.

Es grüßt an einem trüb-regnerischen Sommerabend ergebenst
Ihr Lars N.

09.07.2008 21:35:44
sven sighart

sinnloses geschwafel hier, echt.
"der metzger sieht rot" ist ein echt gutes buch, daran wird eine schlechte rezension und vor allem dieses lächerliche kommentar hin und her geschiebe auch nichts ändern.

09.07.2008 20:20:13
Gudrun Kammerer

Herr König beleidigt sehr gerne Leser, nicht nur in dieser Rezi. Hier zum Beispiel ein Auszug aus seiner hasserfüllten Abhandlung zu Karin Slaughters Gottlos:
"Die Verkaufszahlen sprechen Bände, gehecheltes Jauchzen inklusive: es scheint ein LesreInnenklientel zu geben, dass sich im Bett der permanenten Unterforderung behaglich eingerichtet hat. Dort fühlt sich auch Frau Slaughter wohl: zwischen Nichts und nirgendwo und dem traurigen Gefühl, das man ein Buch nicht in den Arsch treten kann, um ihm wenigstens eine lesenswerte Novelle zu entlocken."
Muss das sein??? Wo kommt so viel Menschenverachtung her?? Herr König sollte sich dem Büchern widmen und nicht von oben herab den Geschmack der Menschen beurteilen oder gar, wie er es macht, Menschen untergriffig aburteilen. Das steht ihm nicht zu.

09.07.2008 19:33:40
Rhea Kundra

Sehr geehrter Herr König!

Da mögen sie schon richtig liegen, mit dem seltsamen Auftauchen eines Fehlers in zwei verschiedenen Beiträgen. Da hat sich wohl ein Herr oder Frau XY doppelt verewigen wollen. Ganz ohne find ich aber ihre Diktion auch nicht, denn wenn Sie ein Buch extremst verreißen, und dann am Ende meiner Meinung nach, verzeihn sie, ein bisschen abgehoben auch noch bemerken: "Wer über Begriffe wie „Herumgeballerunterhaltung“ oder „Popischill-Fallauflösung“ herzlich lachen kann, der ist beim Metzger gut aufgehoben. Ich wende mich ab mit Grausen ...", könnte sich ein Leser schon ziemlich angegriffen fühlen und stinkig werden, ob der jetzt Grünefeld oder wie auch immer heißt.

Grüße
Rhea Kundra

09.07.2008 19:29:30
Jochen

Liebe Frau Kundra, mag sein, dass am Ende ein wenig Polemik ins Spiel kommt, aber die bezieht sich auf Begriffe, die Raab selbst benutzt - und die ich alles andere als komisch finde. Das war also durchaus ernsthaft gemeint, das man als Leser mit derartigen Pointierungen etwas anfangen können sollte, um das Buch amüsant zu finden. Ich kann es halt nicht und habe das, zugegeben etwas überspitzt, dargestellt.
Außerdem ist meine Rezension beileibe kein "Extremverriss", denn die Punkte, die ich gelungen finde, habe ich auch als solche erwähnt.
Über die anderen "Kommentare" btaucht man, denke ich, kein Wort mehr zu verlieren.

09.07.2008 18:56:07
Rhea Kundra

Sehr geehrter Herr König!

Da mögen sie schon richtig liegen, mit dem seltsamen Auftauchen eines Fehlers in zwei verschiedenen Beiträgen. Da hat sich wohl ein Herr oder Frau XY doppelt verewigen wollen. Ganz ohne find ich aber ihre Diktion auch nicht, denn wenn Sie ein Buch extremst verreißen, und dann am Ende meiner Meinung nach, verzeihn sie, ein bisschen abgehoben auch noch bemerken: "Wer über Begriffe wie „Herumgeballerunterhaltung“ oder „Popischill-Fallauflösung“ herzlich lachen kann, der ist beim Metzger gut aufgehoben. Ich wende mich ab mit Grausen ...", könnte sich ein Leser schon ziemlich angegriffen fühlen und stinkig werden, ob der jetzt Grünefeld oder wie auch immer heißt.

Grüße
Rhea Kundra

09.07.2008 18:50:43
Rhea Kundra

Sehr geehrter Herr König!

Da mögen sie schon richtig liegen, mit dem seltsamen Auftauchen eines Fehlers in zwei verschiedenen Beiträgen. Da hat sich wohl ein Herr oder Frau XY doppelt verewigen wollen. Ganz ohne find ich aber ihre Diktion auch nicht, denn wenn Sie ein Buch extremst verreißen, und dann am Ende meiner Meinung nach, verzeihn sie, ein bisschen abgehoben auch noch bemerken: "Wer über Begriffe wie „Herumgeballerunterhaltung“ oder „Popischill-Fallauflösung“ herzlich lachen kann, der ist beim Metzger gut aufgehoben. Ich wende mich ab mit Grausen ...", könnte sich ein Leser schon ziemlich angegriffen fühlen und stinkig werden, ob der jetzt Grünefeld oder wie auch immer heißt.

Grüße
Rhea Kundra

09.07.2008 18:17:58
Jochen

Ein "Schreibfehler", der gleich in zwei "unterschiedlichen" Kommentaren zutage tritt? Sehr seltsam dies und natürlich allein deshalb unbedingt erwähnenswert. So böse bin ich nun mal.
Und, liebe Frau Kundra, wo vergreife ich mich denn bitteschön im Ton? Ich habe, weder in der Rezension, noch in meiner Antwort auf die Verbalinjurien, irgendjemand beleidigt. Gekämpft wird auch nicht, sprechen doch die Kommentare schön für sich selbst.

09.07.2008 17:41:01
Rhea Kundra

Was ist denn hier los?
Da scheint ja ein kleiner Kampf entbrannt zu sein. Ich hab "der Metzger sieht rot", noch nicht gelesen, den Ton, sowohl von Jochen König in seiner Rezi und seiner Antwort, und den Ton manch einer Meinung finde ich äußerst fragwürdig.

09.07.2008 17:22:17
Sebastian Grünefeld

Freut mich, dass selbst ein Schreibfehler wie "Rezession", der Bösartigkeit dieses Artikels einen guten Dienst erwiesen hat, wunderbar. Selbstredend.
Ein Mensch, und das ist gar nicht selten, der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

09.07.2008 13:24:12
Jochen

Aggressiv vernichtet? Soso. Das sähe anders aus, sehe ich aber auch nicht als meine Aufgabe. Die ersten beiden Leserkommentare z.B. vernichten sich äußerst aggresiv selbst. Außerdem bin ich an der "Rezession" komplett unschuldig.
Verzweifeln werde ich aber, trotz solch geifernder Attacken, nicht. Und zum "Vollidioten" erklärt habe ich auch niemand. Ich kenne ein paar sehr intelligente Menschen, denen "Der Metzger sieht rot" gefallen hat, und die das auch begründen können, ohne in Häme zu verfallen. Ich sehe das Buch schlicht anders und habe nur ein paar Zitate zur Verdeutlichung bemüht.

09.07.2008 10:40:22
Hans Konrad

Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.
Ich zumindest hab mich am Stil und der Geschichte des Krimis "Der Metzger sieht rot" sehr erfreuen können, und wende mich ebenfalls mit Grausen ab, von dieser verzweifelten Rezi.

09.07.2008 10:39:25
Hans Konrad

Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.
Ich zumindest hab mich am Stil und der Geschichte des Krimis "Der Metzger sieht rot" sehr erfreuen können, und wende mich ebenfalls mit Grausen ab, von dieser verzweifelten Rezi.

09.07.2008 10:30:57
Dr. Klara Weinberger

Das seh ich genauso.
Hab auch den "Metzger" gelesen, weil er in Österreich seit Wochen in allen Bestsellerlisten steht, und mich sehr daran erfreut. Da sind also in Jochen Königs Augen ganz schön viele Menschen, unter anderm Leser der Plattform "krimi-couch" Vollidioten!
Diskriminierung ist ja bekanntlich keine Frage des Intellekts, obwohl dieser dem Rezessenten durchaus abgesprochen werden kann.

09.07.2008 10:24:24
Sebastian Grünefeld

"Der Metzger sieht rot" ist ein äußerst unterhaltsames, mit viel Wortwitz ausgestattetes, gelungens Buch, an dem ich mich als Leser sehr erfreut hab. Mit dieser Rezession fühle auch ich mich angegriffen, intellektuell in den Schmutz gezogen und entwertet. Dass ein Jochen König es dermaßen aggressiv vernichtet, zeigt, wie sehr ihm die eigene Unbedeutsamkeit wohl zu schaffen macht.
Mit solchen schriftstellerisch gescheiterten und nun mit respektlosen Holzhammer kritisierenden Existenzen wird der Literatur und vor allem uns Lesern wirklich kein guter Dienst erwiesen.