Partitur des Todes

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Jumbo, 2008, Seiten: 4, Übersetzt: Nemec, Miroslav
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2009, Seiten: 475, Originalsprache

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Sabine Reiß
Fall Nummer drei für Marthaler

Buch-Rezension von Sabine Reiß Dez 2007

Die Geschichte beginnt in Paris. Der ehemalige Varieté-Besitzer Georges Hofmann offenbart in einem Interview im Fernsehsender arte einen Teil seiner Vergangenheit, den er die ganzen Jahre tief in seiner Erinnerung vergraben hatte. Er wurde als Jude in Frankfurt geboren. Es ist das Jahr 1941, seine Eltern ahnten anscheinend, dass ihre Deportation kurv bevor stand und schickten ihren Sohn zu Nachbarn, Georg kam nach Frankreich und sah seine Eltern nie wieder. Nach Ausstrahlung der Sendung erreicht den Sender eine mysteriöse Nachricht. Eine Dame meldete sich, die einen Brief für den alten Herrn aufbewahrt hat. Valerie, die Journalisten, die das Interview führte, wittert eine tolle Fortsetzungsstory und begleitet Georg zur Briefübergabe. Absender der Papiere ist sein Vater, als Ort des Schreibens ist Auschwitz angegeben, im Briefumschlag ist eine bisher unveröffentlichte Partitur von Jacques Offenbach - eine Sensation.

Monsieur Hofmann ist nicht zu überzeugen, mit Valerie nach Frankfurt zu fahren, um dort mit einigen Interessenten zu verhandeln, doch er willigt schließlich ein, dass sie alleine nach Deutschland aufbricht. Kurz nach ihrer Ankunft werden auf einem Restaurantschiff am Main fünf Personen grausam ermordet, der Restaurantbesitzer kann sich retten, liegt jedoch im Koma und kann nicht vernommen werden. Hauptkommissar Robert Marthaler und sein Team stehen vor einem Rätsel. Nach zähen Ermittlungen erhalten die Polizisten die Information, dass Valerie ebenfalls auf dem Schiff war, doch sie ist verschwunden.

Robert Marthaler hat in diesem Buch seinen dritten Auftritt. Mittlerweile hat man sich mit dieser Figur vertraut gemacht, sie gewinnt immer mehr an Kontur. Doch auch wer die beiden Vorgängerbände nicht gelesen hat, freundet sich schnell mit dem einzelgängerischen Polizisten aus Frankfurt an. Einen Vergleich mit Mankells Wallander, der nur allzu gerne von der Presse herangezogen wird, muss Marthaler respektive Jan Seghers eigentlich nicht antreten. Der Protagonist ist ein eigenständiger Typ, sympathisch, wenn auch in zwischenmenschlichen Dingen zuweilen etwas unbeholfen, was die Beziehung zu seiner tschechischen Freundin Tereza offenbart. Auch alle anderen Figuren aus seinem Team, mit Ausnahme der neuen Chefin, sind realistisch und nachvollziehbar gezeichnet.

Jan Seghers Auseinandersetzung mit der Naziherrschaft in Deutschland erscheint etwas weniger intensiv als es zum Beispiel in Krystyna Kuhns Roman Wintermörder, der ebenfalls zum großen Teil in Frankfurt spielt. Obwohl in Partitur des Todes im Grunde genommen viel Bezug auf die Zeit im Konzentrationslager Auschwitz genommen wird, trifft die Geschichte eigentlich erst am Ende den Nerv, dafür stehen vorher die Ermittlungen der Polizei zu sehr im Vordergrund. Eine Tatsache, die man neutral bewerten sollte, es sei denn, der Autor habe etwas anderes beabsichtigt. Als eine Art Nebenhandlung gibt sie der Geschichte dennoch einen Nachhall, der nach dem Zuklappen des Buches eigentlich mehr wirkt, als während der Lektüre. Ob die Auflösung realistisch ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Nicht nur Leser aus Rhein-Main können sich an den Beschreibungen der Schauplätze erfreuen. Der Autor findet dabei genau den richtigen Mittelweg, um Detailtreue zu garantieren und andererseits nicht zu einem einfach Regio-Krimi zu verkommen. Wie bisher auch sprachlich ausgefeilt, nie übertrieben und sehr gut lesbar bietet Jan Seghers mit seinem dritten Krimi gute Unterhaltung auf hohem Niveau, wenn auch nicht ganz ohne Kritikpunkte. Ein kritischer Rezensent findet fast immer ein kleines Haar in der Suppe, so wie hier, dass die Story an manchen Punkten etwas schneller vorangetrieben werden könnte. Dennoch gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung für die Fortsetzung der Serie um den Frankfurter Hauptkommissar Robert Marthaler, von dem man in dieser Qualität auf jeden Fall mehr lesen möchte.

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Letzte Kommentare:
12.07.2017 13:12:26
trafik

Der dritte Fall in dieser Krimiserie hat mir am besten gefallen. Spannende Handlung und der Aufbau des Krimis ist gut gelungen.
Vorallem gefällt mir der Schreibstil von Jan Seghers. Auch der geschichtliche Hintergrund hat mir sehr gut gefallen. Lese bald den nächsten Fall in dieser Serie. Weiter so Jan Seghers!.

08.11.2015 12:16:42
wampy

Buchmeinung zu Jan Seghers – Partitur des Todes

„Partitur des Todes“ ist ein Krimi von Jan Seghers, der 2008 im Wunderlich Verlag erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe, die 2009 im Rowohlt Verlag erschienen ist.

Klappentext:
Sechzig Jahre lang wollte Georg Hofmann alles vergessen: seine Kindheit, seine Eltern, sein Land. Doch dann wird auf einem kleinen Schloss bei Paris ein geheimnisvoller, alter Umschlag entdeckt. Darauf ein Name und als Absender das Wort: Auschwitz. Wenige Tage später geschieht in Frankfurt ein grauenhaftes Verbrechen. Fünf Leichen werden auf einem Boot am Mainufer gefunden. Eine junge Journalistin verschwindet in den Wäldern des Taunus. Und ein Mann taucht auf, den alle für tot gehalten haben. Während Hauptkommissar Marthaler fieberhaft ermittelt, erfährt er von seiner Freundin Tereza eine Neuigkeit, die sein Leben gründlich verändern wird …


Meine Meinung:
Hauptkommissar Marthaler hat es mit einem fünffachen Mord zu tun. Gleichzeitig tritt seine neue Chefin ihren Job an. Marthaler eckt bei jeder Gelegenheit an, egal mit wem er es zu tun hat. Seine Kanten und sein Spürsinn machen ihn sympathisch, aber als Kollege und Freund macht er Probleme. So findet er keine Gelegenheit, sich mit seiner Freundin auszusprechen, die ihm etwas wichtiges mitzuteilen hat. Generell gibt es viele Nebenhandlungen und Erzählstränge, die nicht unbedingt die Handlung voranbringen. Darunter leidet ein wenig die Spannung, aber die Geschichte wirkt dadurch echter. Auch ist das Team nicht vor Fehlern gefeit und man spürt den wachsenden Druck, der auf den Ermittlern lastet und auf die Stimmung drückt. Gefallen haben mir viele Kleinigkeiten, die der Autor bei der Schilderung von Begegnungen oder Gesprächen einfließen läßt. Auch die Geschichte um den Superbullen, der zur Unterstützung zugeteilt wurde, ist gelungen. Andererseits läßt der Autor auch keine Gelegenheit aus, Kritik am Polizeiapparat zu üben. Diese wirkt sich aber negativ auf den Spannungsbogen aus.

Fazit:
Dieser Fall hat mich nicht überzeugt. Es gab einfach zu viele Nebenschauplätze, die sich insgesamt negativ auf die Spannung ausgewirkt haben. Auch die Verbrechen wirkten irgendwie überdimensioniert. Die Stärken des Autors mit seiner kantigen Hauptfigur und ihrem unorthodoxen Verhalten kommen dadurch nicht so gut zur Geltung. Meine Wertung lautet drei Sterne, auch wenn das Potential für mehr vorhanden ist.

20.07.2015 15:05:54
Karin

Hallo,
ich finde den Krimi gut - wie alle mit Kommissar Marthaler - aber leider habe ich doch eine Kritik: Im Film wurde das Ortsschild "Wiesenthal" gezeigt zu einer Autofahrt durch den Ort "Kransberg". Dies entspricht nicht der Realität. Wie kann man diese beiden Orte nur "vermischen"?! Es gibt sicher noch mehr Zuschauer, die beide Orte kennen... Sehr schade dass dieser an sich so authentische Krimi zum Schluss noch so unglaubwürdig rüber kommt - zumindest für Ortskundige.
Ich würde mich sehr freuen, wenn bei der nächsten Marthaler-Verfilmung auf solche Details geachtet wird.

16.07.2015 22:11:20
Ruziczka

Warum bitte wurden alle 5 Gäste erschossen und der Koch angeschossen??? Wie kam die Journalistin in die Gewalt des Portiers. Was wollte der alte Nazi mit der Partitur anfangen ? Muss die Polizei nicht immer "Achtung hier ist die Polizei " rufen bevor sie schießt? Warum war der schulkollege von marthaler bei den opfern. Wieso hatte der Täter diese seltene Waffe?

15.10.2014 19:46:37
Edith Sprunck

Der Krimi bietet als interessantes Thema den Holocaust als Hintergrund. Er ist spannend und flüssig geschrieben, auch wenn der Autor seinen Stoff immer wieder mit Wegbeschreibungen und detaillierter Darstellung der Ermittlerarbeit "auffüttert".
Ich erlebe das Buch als eine gute Erzählung zweier Familiengeschichten, elegant versponnen mit dem kriminellen Geschehen. Bei der einen Familie handelt es sich um die eines älteren Juden, bei der anderen um die des Kommissars (Marthaler). Für letzteren stellt sich für mich die Mordkommission mit ihren Mitgliedern als seine Familie dar.
Dabei nutzt Jan Seghers feine Charakterzeichnungen, die sich fast unbemerkt ins Geschehen einschleichen, bzw. durch die gut beschriebenen Verhaltensweisen der Personen zu Tage treten. Die Familiengeschichten und das kriminelle Geschehen sind geschickt, mit "groben Luftmaschen" dazwischen, miteinander verhäkelt. Ein lesenswertes Buch!

15.02.2014 15:04:57
Bibo

Ein dritter Teil einer Serie, na hoffentlich ist der einzeln lesbar.
Ja, es scheint einzeln lesbar aber: Drei Anfänge! Muss das denn sein?
Immer wenn man gerade denkt, jetzt geht die Handlung los, wird ein neues Fass aufgemacht und bis Seite 66 ist nicht mehr passiert, als das sich ein Polizist mit Ketchup bekleckert hat. Ist nicht meins.

05.02.2012 01:20:25
helene

Kurz und knapp:
Die Figur des Kommissars Marthaler finde ich nach wie vor langweilig.
Die Handlung ist sprunghaft und die einzelnen Handlungsstränge laufen ins Leere.
Der Autor verbrät ein Klischee nach dem anderen - besonders ärgerlich, wie er Monsieur Hofmann, alias Georg Hofmann darstellt: er war Besitzer eines Revuetheaters und trägt einen Strohhut - vive la France! Auch die Beschreibung des Monsieur Hofmann zu seiner Lebensgefährtin ist wenig originell und ich werde das Gefühl nicht los, dass der Autor hier irgendwo abgekupfert hat.Und ein solches Thema wie Auschwitz und die dortigen medizinischen Experimente in eine solch zusammengestückelte Handlung einzubinden empört mich geradezu.Nach diesem Krimi von J.Seghers ist mir klar: auch wenn die Figur des Langeweilers Marthaler ausbaufähig ist (er wird ja jetzt Vater),dieser Autor wird es nicht schaffen, seinen Figuren etwas mehr Profil zu geben und in eine Handlung einzubauen, die den Leser durchgehend fesselt, nicht nur punktuell. Er sollte die Finger von diesem Genre lassen - ich jedenfalls lasse die Finger von seinen Krimis.

16.12.2011 16:36:03
RiaKlug

Zwar las ich das Buch schon vor längerer Zeit, aber mir sind noch ein paar Dinge im Gedächtnis geblieben, weil sie bleibenden Eindruck hinterließen.
Die Story ist durchaus gut und vielschichtig angelegt, dünnt sich jedoch leider über die 477 Seiten allzusehr aus.
Für meinen Geschmack walzt Seghers einige Nebenhandlungen über Gebühr aus. Das verlangsamt das Tempo und nimmt von der Spannung weg.
Daneben störten mich einige Dialoge: Wo sich die Polizisten über frühere Fälle unterhalten, tun sie es so, dass die Leserin alle Infos geliefert bekommt. Aber würden sie sich in Wirklichkeit gegenseitig mit Details langweilen, die sie doch alle sattsam kennen? An dieser Stelle waren der Autor und sein Mitteilungsbedürftnis leider viel zu sichtbar.
Ansonsten: Gute Unterhaltung, wenn man Geduld aufbringt.

27.02.2011 14:21:22
Kblitz

Habe alle vier Bücher des Autors gelesen. auch dieses Buch ist spannend mit detaillierter Kriminalarbeit, wenn man das mag. Mir ist der Hauptkommisar als Figur sehr sympatisch.
Das Thema ist mal aus einer anderen Sicht interessant verarbeitet.
Auch wenn man Mitte des Buches ahnen kann, was hinter den Morden steckt, bleibt die Spannung bis zum Schluss

27.05.2010 09:55:50
Toyota

Dieses Buch hat ein sehr heikles Thema aufgegriffen, war aber sehr spannend geschrieben und hat wieder mal sehr deutlich klar gemacht, das einen die Vergangenheit immer wieder einholt, egal wie lange diese schon her ist und das am Schluss alles ganz anders ist, als am Anfang geglaubt. Ich bin jetzt schon auf den nächsten Teil von Seghers gespannt.

16.05.2010 16:39:56
Dr.Dieter Rohnfelder

Ich bin erst sehr spät zur Lektüre gekommen und bin begeistert. So spannend schreibt kein anderer deutscher Autor! Die Story ist im Wesentlichen stimmig, die Lösung eine überzeugende Mischung aus Kriminaltechnik, "Beinarbeit", Intuition und Zufall. Warum der Mörder all 5 Gäste des Restaurantschiffs getötet hat, wird durchaus deutlich. Nicht deutlich genug werden mir die Motive für den "Alleingang" des "Superbullen" Frantisek.
Die neue Kommissariatsleiterin ist wirklich eine Karikatur einer Karrierefrau, das "FDJ-Kennenlernspiel" allerdings zum Brüllen komisch. Die KZ-Problematik wird gut in die Handlung integriert. 88 Grad - weiter so!!

02.11.2009 13:55:00
Catalina

Ulli S ich muss Ihnen zustimmen, da habe ich bei weitem besseres gelesen. Den Freund den Tereza am Flughafen trifft fand ich total überflüssig, alles war zu Sprunghaft und die Lösungen zu schnell und zu einfach erklärt. Das Ende scheint doch noch spannend zu werden und dann ist es mit einmal vorbei. Ich glaube da ist die Luft draussen. Bin überrascht das viele hier so positiv berichten.

10.08.2009 08:23:59
Conny66

Das war mein dritter Roman mit Hauptkommissar Marthaler, und ich muss sagen, dass ich ihn und seine Kollegen schon lieb gewonnen habe. Auch wenn immer mal der ein oder andere Kommissar kommt und geht.

Die Erzählung war in drei größere Teile aufgeteilt, wobei der erste in Paris gespielt hat. Beim zweiten Teil war man dann schon in Frankfurt beim Mord und den Ermittlungen; und der dritte Teil hat ebenfalls von den Ermittlungen gehandelt, wobei auch die Thematik „Auschwitz“ und „Juden“ behandelt wurde.

Der Roman hat sich sehr schön und flüssig lesen lassen. Ich hatte immer das Gefühl mitten im Geschehen und bei den Ermittlungen dabei zu sein.
Die Spannung hat sich auf einem gleichmäßig hohen Niveau gehalten. Gegen Ende hat sich allerdings die Dramatik rapide gesteigert, sodass ich unwillkürlich auch schneller gelesen habe.
Der Showdown hat in einem Kugelhagel geendet. Die Geschichte um Kommissar Marthaler hat dann aber noch mit einem ruhigen Ende aufgehört.

Das Thema Auschwitz und die Menschenversuche wird mich allerdings noch eine Weile beschäftigen.

Auf den vierten Teil mit Kommissar Marthaler und seinem Team von Jan Seghers (Die Akte Rosenherz), der am 16. Januar 2010 erscheint, bin ich schon sehr gespannt!

Ich gebe der „Partitur des Todes“ 5 von 5 Sternen.

14.02.2009 21:45:27
Schrodo

Mehrfache Morde auf einem Restaurantschiff muß, der Held der Geschichte, Robert Marthaler diesmal aufklären. Der Hintergrund des Buches begibt sich in die Zeit des Nationalsozialismus. Eine unbekannte Operette von Offenbach taucht unvermutet auf, damit beginnt die Story.
Herr Seghers hat einen tollen Krimi geschrieben bei dem es an nichts fehlt. Spannung ist reichlich vorhanden. Es werden mehrere Handlungsstränge am Ende gut miteinander verknüpft. Wenn auch das Ende etwas zu schnell kommt und für meine Begriffe zu kurz ist, so kann man dieses Buch jederzeit weiterempfehlen.

06.02.2009 21:11:34
Juergen

Wenn es noch nicht so früh im Jahr wäre, ließe ich mich glatt zum Urteil "Krimi des Jahres" hinreißen: Jan Seghers dritter Roman um den Frankfurter Hauptkommissar Robert Marthaler ist nämlich ein Ereignis!

Hier stimmt einfach alles: Eine ausgeklügelte Story, in der mehrere Stränge im Lauf der Geschichte zusammenlaufen. Ein Kommissar, der nicht "Everybodies Darling" ist und dem Leser vielleicht darum so sympathisch wird. Und ein eindringlich geschildertes Stück Vergangenheitsschuld - das Ganze in einem Stil, der den Leser nicht nur von den ersten Seiten an begeistert, sondern auch so packt, das man möglichst nur dann mit dem lesen beginnen sollte, wenn man weiß, das am nächsten Morgen kein Wecker klingelt -- denn "Partitur des Todes" verspricht schlaflose Nächte!

Die Geschichte beginnt mit einem Arte-Interview in Paris. Der alte Georges Hofmann betrieb dort über Jahrzehnte einen kleinen Tingel-Tangel, ist so etwas wie ein Original. Er soll etwas über sein Leben berichten und erzählt erstmals von seinem Schicksal. Als Kind musste er mit ansehen, wie seine Eltern aus Frankfurt verschleppt wurden und ins KZ kamen, er selbst wurde über die französische Grenze geschmuggelt. Sein Geburtsland hat er seitdem nie mehr besucht.
Nach der Sendung bekommt er einen geheimnisvollen Umschlag zugespielt, der eine wertvolle Partitur von Jaques Offenbach enthält. Gegen seinen Willen reist die Redakteurin der Arte-Sendung nach Frankfurt, um mehr über diese Partitur zu erfahren, sie eventuell auch für Hofmann zu verkaufen.
Am selben Tag werden dort auf einem Restaurantschiff fünf Menschen brutal hingerichtet.
Robert Marthaler und sein Team stehen fassungslos vor diesem kaltblütigen Verbrechen und finden lange Zeit kein Motiv für die Tat.
Gleichzeitig ahnt Georges Hofmann, das er sich nun den Schatten der Vergangenheit am Ort des Geschehens stellen muss...

Und Robert Marthaler? Ihn plagen private Sorgen. Seine Liebe zu Tereza steht vor einer schwierigen Zerreißprobe und erneut macht er sich mit seinen eigenwilligen Ermittlungsmethoden in seinem Team nicht nur Freunde...

"Partitur des Todes" macht den Leser wirklich zum Seitenfresser. Mit jedem Kapitel wächst die Spannung und so kann man das Buch wirklich kaum zur Seite legen.
Alle, die Freude an genau geschilderten, lebendigen Charakteren haben, werden hier auf ihre Kosten kommen!

Und Jan Seghers gebührt ein Platz in der ersten deutschen Krimi-Liga, die man ja mit Fug und Recht derzeit als meisterhaft bezeichnen kann.

16.11.2008 08:46:17
Leo81

Leider habe ich die ersten beiden Bücher von ihm NOCH nicht gelesen... Das Buch "Partitur des Todes" hat mir sehr gut gefallen. Eine Geschichte mit Verwickelungen und Hintergründen, die das Buch spannend und interessant machen. Das Ende war allerdings ziemlich einfallslos.
Irgendwie ist wohl dem Autor nichts bessers Eingefallen...

01.11.2008 14:58:48
Carmen Wöhler

Ich habe mich sehr über diesen dritten Band gefreut - wie ich schon bereits jetzt wieder auf den nächsten warte! Marthaler ist im Umkreis meiner ehemaligen Arbeit unterwegs und neben der packenden Story habe ich mich auch immer wieder über Ortschaften und Details in der Wetterau gefreut. Daneben hat mich der Krimi selbst überzeugt und Marthaler und sein Team im weißen Haus finde ich klasse!

23.09.2008 18:32:48
Robin

Wir haben das Buch auch in der Schule gelesen und ich fand es eigentlich sehr spannend und interessant geschrieben.Die Morde waren sehr gut erklärt und man konnte in das Geschehen eintauchen.Und das Gute ist die Kommissare kommen aus meiner Nachbarstadt(Wolfhagen).Ich persönlich kann das Buch nur empfehlen.

29.08.2008 17:05:03
Anja

Das Dritte Buch von Jan Seghers und es toppt sogar noch die ersten beiden!
Ein Muss für alle die bereits die ersten beiden Bücher von ihm gelesen haben, ich war nach 2 Nächten mit dem Buch fertig und freue mich auf die nächsten,...Marthaler ist durch und durch sympathisch und es verlangt nach mehr!

12.08.2008 19:13:00
Stefan Stecher

Ein schönes Buch.
Eine spannende, fesselnde Geschichte...
fast, bis auf das Ende.
Jan Seghers wußte beim Schreiben wohl noch nicht genau wie er enden sollte. Die Erklärungen und Auflösungen waren mir zu sehr konstruiert und vieles war nicht logisch. Warum z.B. musste der Killer fünf Menschen töten? Das hätte er einfacher haben können.
Trotzdem, es war das Beste was ich in der letzten Zeit gelesen habe.

30.07.2008 14:22:33
Ulli S.

Seine ersten beiden Bücher haben mir sehr gut gefallen und ich habe mich darum mit Begeisterung auf dieses dritte Buch gestürzt. Leider wurde ich enttäuscht... die Handlung war ganz und gar nicht mein Ding.

Einzig die Tatsache dass alles wie immer in meiner Heimatstadt Frankfurt spielt hat mich davon abgehalten es zur Seite zur legen.

22.07.2008 11:51:50
Monika Janssen

Hallo,
hier in der Wetterauer Zeitung wurde der Roman abgedruckt. Hetzt habe ich alle Fortsetzungen ausgeschnitten und wollte lesen, leider fehlen mir drei seiten. Bis zu den Seiten fand ich den Krimi-Roman sehr spannend, nun komme ich leider nicht weiter.

15.07.2008 18:39:41
Gobli

Bisher habe ich alle Krimis von Jan Seghers gelesen, aber dieser ist mit Abstand sein Bester. Der Plot wirkt bis ins kleinste Detail ausgetüftelt. Es kommt nie wirkliche Langeweile auf, auch wenn man an manchen Stellen denkt, wozu jetzt diese Abschweifung. Zum Schluss fügt sich alles zusammen und auch wenn für manchen der Rückgriff in die Zeit des zweiten Weltkriegs abgedroschen wirkt, ist er hier so glaubhaft und zum Teil erschütternd realistisch dargestellt, das man sich dem nicht entziehen kann.
Alles in allem eine absolute Leseempfehlung für jedes Alter.

05.07.2008 17:27:19
ninawue72

Es ist das dritte Buch, das ich von Jan Seghers gelesen habe. Ich war sehr gespannt, was das dritte Buch zu bieten hatte.
Ein allzu schönes Mädchen fand ich damals nicht ganz so spannend, wie es angekündigt wurde. Die Braut im Schnee gefiel mir da schon besser. Umso mehr war ich auf diesen Band gespannt.
Er hat mir sehr sehr gut gefallen und ich fand die Story in sich sehr schlüssig. Konnte das Buch heute Nacht gar nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt zum Ende kommen.
Mir gefällt auch gut, wie sich die schon bekannten Charaktere immer weiterentwickeln.
Deshalb freue ich mich schon auf einen weiteren Band von dem Autor.

23.06.2008 10:14:14
vveeteren

Lange habe ich auf das neue Buch von Jan Seghers gewartet. Das warten hat sich gelohnt..ich wurde nicht enttäuscht. Jan Seghers hat sich an ein brisantes Thema gewagt und er hat es gut umgesetzt. Wer "Ein allzu schönes Mädchen" und "Die Braut im Schnee gelesen hat" sollte unbedingt auch dieses Buch lesen. Allen anderen kann man nur empfehlen, das sie was verpassen, wenn sie noch keinen Krimi von Jan Seghers gelesen haben.
Die Bücher lesen sich sehr fließend. Die Handlungen passieren in und um Frankfurt. Man merkt das der Schriftsteller von dort kommt :), denn er kann alles super beschreiben. Ein Muss für alle Krimifans.

16.03.2008 20:34:57
Anja S.

In der "Zeit" wurde dieses Buch als Meisterwerk propagiert. Dem wuerde ich mich nun nicht anschliessen, aber das Buch ist schon deutlich ueberdurchschnittlich, vielleicht manchmal etwas ueberbordend in seinen Handlungsstraengen. Ich werde auch noch weitere Buecher von Herrn Seghers lesen.

20.01.2008 15:01:37
HerrHansen

Nach „ein all zu schönes Mädchen“ und „Die Braut im Schnee“ ist Jan Seghers mit „Partitur des Todes“ erneut ein wirkliches gutes Werk gelungen. Schon der Gedanke daran, dass mit dem Thema Auschwitz ein Thema aufgegriffen wird, dass die deutsche Geschichte deutlich geprägt hat, schreckt viele Leseinteressierte heutzutage ab, weil die Thematik einfach unelegant in die Handlung integriert wird. Nicht so bei Jan Seghers. Im Gegenteil, der alte Umschlag aus Auschwitz und sein Inhalt ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und verbinden die Handlungen.

Die Handlung beginnt in Paris, die junge Journalistin Valerie entlockt Moniseur Georges Hofmann, einem alten Varieté-Betreiber, seine Lebensgeschichte. Er musste mit ansehen wie seine jüdischen Eltern in Franfurt verschleppt wurden und seitdem nie wieder etwas von ihnen gehört, ist nach Frankreich geflüchtet und hat seine Eltern und seine Kindheit verdrängt. In Folge des TV-Interviews meldet sich jemand beim Fernsehsender Arte und Georges Hofmann erhält einen alten Umschlag mit dem Absender Arthur Hofmann, Ausschwitz – seinem Vater, darin enthalten ist die Originalpartitur von „Das Geheimnis einer Sommernacht“ von Jacques Offenbach.

Wenige Tage später stehen und Polizei und Kommissar Martahler nach einem blutigen fünffachen Mord auf einem Restaurantboot in Frankfurt vor einem schwierigen Fall. Zudem versucht Marthalers Freundin Therza ihm eine Neuigkeit zu erzählen, die sein Leben wohl verändern wird – aber vor ihm erfahren es natürlich wieder viele andere…

Wie in den vorherigen Werken bleibt es natürlich nicht bei den anfänglich fünf Opfern…

Bleibt zu hoffen, dass es mit dem nächsten Buch in naher Zukunft weitergeht, damit alle erfahren wie Marthaler seine neue Herausforderung meistert…

Alles in allem - Auf jeden Fall lesenswert und wahrscheinlich eine DER Neuerscheinungen 2008, die die Messlatte nun entsprechend hoch gelegt hat!