Ein allzu schönes Mädchen

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Jumbo, 2004, Seiten: 4, Übersetzt: Miroslav Nemec, Bemerkung: Texteinrichtung: Franziska Paesch. Produktion & Regie: Ulrich Maske
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 479, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006, Seiten: 478, Originalsprache
  • Berlin: Argon, 2010, Seiten: 4, Übersetzt: Miroslav Nemec

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Sabine Reiß
Ein Start, der Lust auf mehr macht

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2004

Robert Marthaler hat Urlaub. Er hat jedoch keine Chance, auch überhaupt nur den ersten Tag zu genießen, weil ihn ein Anruf erreicht, der ihn zurück in den Dienst ruft. Im Stadtwald zwischen Neu-Isenburg und Frankfurt hat ein Radfahrer eine Leiche gefunden, die aufgrund fehlender Papiere nicht identifiziert werden kann. Der Kriminaltechniker bietet ihm zunächst nur eine Spur: die Reste einer Tankquittung. Marthaler entschließt sich kurzfristig, zusammen mit einem Kollegen zu der Tankstelle in der Nähe von Bruchsal zu fahren, von der die Quittung stammt. Der Neffe der Tankstellenbesitzerin erinnert sich, das Opfer mit zwei anderen Männern und einer jungen Frau in einem metallicgrünen Fiat Spider gesehen zu haben. Und er kann ihnen sogar ein Teil des Kennzeichens geben. Bei drei in Frage kommenden Haltern suchen sich die Polizisten gleich jenen aus, der schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, aber der hat laut Aussage seines Bruders das Auto gerade verkauft. Eine Antwort, die sie der Identität des Toten nicht näher bringt, ehe sie nicht mit dem Vorbesitzer selbst sprechen können, dessen Aufenthaltsort jedoch unbekannt ist. Dann wird ein Bräutigam als vermisst gemeldet, der nicht zu seiner Hochzeit erschienen ist. Marthaler geht dieser Anzeige nach...

Ein europäischer Krimi

Als Jan Seghers alias Matthias Altenburg Krimis von Henning Mankell las, wusste er laut eigener Aussage, wie ein europäischer Krimi aussieht. Dass die Presse damit aus seinem Helden Robert Marthaler gleich einen deutschen Kurt Wallander macht, ist klar, aber meines Erachtens ein wenig übertrieben. Da wäre ja jeder alleinstehende Polizist gleich ein zweiter Wallander. Zugegeben, unser Held hier ist vielleicht einsam, ein bisschen kauzig, aber so melancholisch wie sein schwedischer Kollege nun doch nicht. Seine Einsamkeit ist nicht selbst gewählt, seine über alles geliebte Frau Katharina starb vor vielen Jahren als Geisel bei einem Banküberfall. Nach diesem traumatischen Ereignis entschied er sich für den Polizeidienst und zog nach Frankfurt. Eine sympathische Figur.

Eine zweite Aussage des Autors ist, dass ein Krimi vorwiegend aus Schauplätzen besteht und dass eine gute Recherche sehr wichtig ist. Dies spürt man ohne Zweifel bei der Lektüre, in der wir sehr viele Details über Frankfurt erfahren, minutiös verfolgen, auf welcher Route Marthaler sich durch die Stadt bewegt und wie wir mit seinem Auge alles beobachten. Vielleicht fällt es mir auch speziell auf, weil ich ihn Frankfurt wohne. Aber auch vor den Menschen macht die genaue Beschreibung nicht halt, glücklicherweise aber vor wirklich banalen Dingen.

Kein Erstlingsroman, aber ein Erstlingskrimi

Insgesamt ist der Stil recht prägnant, mit kurzen und eindringlichen Sätzen, die bei der Lesung von Miroslav Nemec sehr angenehm waren und auch ansonsten für einen guten Lesefluss sorgen.

All diese Vorzüge machen eines deutlich: "Ein allzu schönes Mädchen" ist kein Erstlingsroman, er ist sprachlich ausgefeilt und wäre ungetrübtes Lesevergnügen, wenn der Plot ebenso ausgefeilt wäre. Die Geschichte ist durchschaubar, was an sich kein großes Problem wäre, aber das Ende erscheint mir ein missglückter Versuch, das Ruder herumzureißen. Wo sich der Autor am Anfang noch viel Zeit ließ, wird es am Ende leider ein wenig wirr. Trotzdem, Jan Seghers macht mit seinem Start Lust auf mehr, sein zweiter Krimi ist schon in Arbeit.

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Letzte Kommentare:
14.02.2019 08:40:53
Hunkeler

Mir wurde das Buch empfohlen. Es kann auf keine Art und Weise mit Mankell mithalten. Die Beschreibungen Frankfurts gehen meist nicht über das Aufzählen von Strassennamen hinaus, es entsteht keine Atmosphäre. Die Beziehung zwischen Robert und Tereza ist geradezu hanebüchen: Er beobachtet sie beim Duschen, sie kocht für den "mutigen Ritter", der Altersunterschied spielt auch keine Rolle...
Langatmig und unrealistisch. Leider nur 15 Grad.

07.02.2018 18:31:54
trafik

Ein allzu schönes Mädchen war mein erstes Buch von diesem Autor. Ich war nicht so begeistert davon. Die Geschichte ist sehr verwirrend. Sie kommt auch kaum in die Gänge.
Es gibt aber auch ein paar positive Punkte. Der Hauptkommissar ist sehr gut gelungen. Ein wenig grantig, trotzdem liebenswert. Eines ist auch noch entscheident. Ich lese immer noch ein zweites Buch von einer Reihe und das ist gut so. Diese Reihe wird immer besser. Das kann ich vorweg schon verraten..

07.08.2017 17:47:44
Gisela Cordes

Dieses Buch "Ein allzu schönes Mädchen habe
ich noch nicht gelesen, dafür lese ich gerade
"Partitur des Todes" und bin auf Seite 367,
am liebsten würde ich das Buch heute, trotz des schönen Wetters, bis zum Ende lesen.
Ich finde es ausserordentlich spannend
und angenehm lesbar. Ausserdem überrascht
mich die totale Nähe zu meinem Wohnort
"Bad Nauheim". Ich möchte es gerne weitergeben, jedoch nur an Jemandem, der es zu schätzen weiß

04.02.2016 19:49:16
Susanne Harke

Meine Meinung?. Langweilig und der Schreibstil ebenso.
Ich musste mich aufraffen, den Krimi zu Ende zu lesen, habe auch teilweise einige Abschnitte übersprungen.

Na gut, jetzt soll ich noch mehr schreiben. Am Anfang war es noch einigermaßen interessant zum Weiterlesen , aber im Laufe des Buches wurde es immer weniger spannend. Schade. Ich habe das Buch geschenkt bekommen, mit den Worten: Den musst du unbedingt lesen! Meine Erwartungshaltung war dementsprechend hoch.

07.09.2014 11:47:20
Edith Sprunck

Beim Lesen des Krimis kam ich mir vor, als sitze ich bei langatmigen, sich dahin schleppenden und -plätschernden Plauderstunden mit Kommissar Marthaler. Das von mir ersehnte Ende fand ich dann, wie im Grunde genommen die gesamte Handlung, ziemlich unspektakulär.
Dennoch, die Beschreibung der Charaktere und mitmenschlichen Beziehungen sind für meine Begriffe gelungen. Aber auch nicht mehr.
Da ich mir die Fortsetzungen bereits zugelegt habe, werde ich sie auch lesen, in der Hoffnung, dass der Autor und seine Figuren sich weiter entwickeln.

15.01.2014 15:46:08
fluffi

Puh endlich geschafft.

Zuerst das Positive: es war toll, die Beschreibungen der Orte zu lesen, ich komme aus Frankfurt, habe lange in Sachsenhausen gewohnt und arbeite nun nur noch in FFM. Viele der Beschreibungen haben also ein wahres Kopfkino ausgelöst, der Götheturm, Sachsenhausen ansich, Oberrad, die Innenstadt herrlich die Orte zu kennen. Der Kommisar eine durch und durch symphatische Person, gut ausgearbeitet, macht Lust auf mehr. Der Inhalt und die Schreibweise des Buches dagegen.hm der Anfang unnötig lang gezogen und verwirrend, hab ewig gebraucht um da durch zu komen, der Mittelteil etwas spannender aber immer noch zu träge, der letzteTeil interessanter, aber nicht genug um mich wirklich zu fesseln. Ich war meißtens gelangweilt wärend des Lesens und habe mich wirklich zwingen müssen um das Buch fertig zu bekommen. Sorry von mir nur nett gemeinte 40 Grad

28.09.2013 13:47:39
mettlyle

Ich finde das Buch ganz gut und mitreißend, vor allem war mir der Herr Kommissar von Anfang an sehr sympathisch.
Mehr und mehr spitzte sich die Lage so sehr zu, das das Ende hingegen sehr schnell und knapp dargestellt wurde.

Ansonsten lässt sich das Buch wirklich gut lesen und man empfindet keine Langeweile.

Ich werde den darauffolgenden Kriminalroman von Jan Seghers auch lesen, sobald ich ihn bekomme, denn ich bin gespannt darauf, was mit Robert und Tereza noch alles passiert...

25.02.2013 02:05:08
Beelzebub

Ich habe nun diese Buch am heutigen Abend beenden können. Noch schwanke ich zwischen gut und ok. Meinem Erachten nach war der Anfang der Geschichte etwas zu verwirrend oder besser gesagt, schwergängig. Im Gegensatz hierzu ist das ende zu schnell und wirkt belanglos.
Jedoch hat sich der ermittelde Kommissar Marthaller irgendwie in meinem Kopf verfestigt.
Ich freue mich auf einen weiteren Titel dieser Serie und hoffe das der Lesefluß nicht abreißen wird. Dies war bei diesem Titel leider ab und an der Fall.

11.07.2012 20:32:39
marco24

also ich finde das buch wirklich sehr gut. die story fand ich spannend und auch die beziehung des kommissars zu seinen mitmenschen. wenn man ein wenig emphatie besitzt und die geschichte marthalers durchdenkt, weiß man anzufangen warum sich der kommissar manchmal so merkwürdig verhält. auch finde ich es gut dass seghers die schauplätze so detailliert schildert. oftmals dachte ich das buch ist ein film weil man wirklich alles so vor augen hat (na gut ich wohne auch in frankfurt daher kenne ich die örtlichkeiten). rundum war ich sehr gefesselt, vom ende aber etwas enttäuscht da es sehr unreal ist und im prinzip niemand zur rechenschaft gezogen wird.

12.09.2011 16:15:10
Berlin-Krimi

Sympathisch. Der Kommissar, Marthaler, ist sympathisch. Er fährt Fahrrad. Er ist beziehungsgestört. Er hat überhaupt eine tiefe Verletzung... herrlich sympathisch.

Am schönsten fand ich aber, dass Jan Seghers alias Matthias Altenburg einen so schönen Handlungsstrang zu Beginn des Buches dargestellt hat. Wie ein Märchen wird dort das Dorf und der Bauernhof dargestellt, die Liebesgeschichte und das rätselhafte Wesen der "allzu schönen Mädchens".

Ich konnte mich kaum von diesem ersten Teil lösen - dachte ich, doch schon nach einem Absatz war ich "drin" und habe mit Freude auch den Szenenwechsel akzeptiert und den eigentlichen Krimi gelesen, der erst später und nur fragmenthaft wieder auf das "allzu schöne Mädchen" überblendet, bis...

...bis zu einem schlüssigen und befriedigenden Ende der Story.

Lyrisch und romantisch lässt Seghers den Krimi ausblenden.

Wirklich gut gemacht.

07.01.2011 13:53:12
Detective Scotty

Nach den vielen guten Meinungen habe ich diesen Roman in der Hoffnung angefangen, ein sprachlich ausgereiftes Werk zu lesen. Meine Hoffnung wurde gleich im ersten Teil erfüllt. Voll wunderbarer Poesie wurde das allzu schöne Mädchen eingeführt.
Als dann im 2. Teil der eigentliche Krimi anfing, wirkte der Stil sehr sehr hölzern. Straßenname um Straßenname wurde ohne Not aufgezählt ohne dass dies irgendetwas zum Flair beigetragen hätte. Unglaubwürdige Dialoge voller Trivial-Psychologie (Z. B. Marthaler am Anfang seine Kollegin tröstet). Naive Zufälle und völlig unglaubwürdiges Verhalten (Ich sag nur Junge Kunststudentin und steifer Beamter, und ach wie der Zufall es will, der liebe Gott hilft ein bißchen nach...ihr wisst schon).Die Hauptfigur kann man mögen oder nicht. Auf mich wirkte sie nicht schlüssig und stimmig. Allzu explizit wird seine Persönlichkeit skizziert (z.B. am Anfang seine Schusseligkeit).
Auch wenn das Buch alles andere als spannend war, es lies sich einfach und gut lesen. Und dass Jan Seghers Erzählungen schreiben kann, zeigt der erste Teil. Allerdings ist die internationale Konkurrenz so groß, dass der Krimi Fan nichts verpasst, wenn er auf dieses Werk verzichtet. 60 Points

08.05.2010 08:30:05
Toyota

Es war irgendwie langweilig geschrieben und richtige Spannung wollte nicht aufkommen. Anfängliche Autorenschwierigkeiten? Das Lesen hat sich für mich ziemlich gezogen. Ich bin froh, das ich mit der Braut im Schnee angefangen habe zu lesen (das war klasse!), sonst hätte ich mir kein weiteres Buch gekauft. Ich bin wahrscheinlich Andreas Franz verwöhnt :-)

02.03.2010 16:25:03
Sascha König

Ich habe bewusst nach einem Krimi, der in Frankfurt spielt gesucht. Als ich dann im Internet und im Buchhandel gesucht hatte, bin ich auf Jan Seghers gestoßen. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen! Ich konnte es kaum abwarten, bis sein nächstes Band raus kam. Und so ist auch noch heute... Wunderbarer Schriftsteller!!!

05.09.2009 17:44:22
Dr.Dieter Rohnfelder

Auch ich finde Kommissar Marthaler eine interessante Figur, aber die Story ist völlig unglaubwürdig und konstruiert. Ich kann bei Weitem keine 76 Grad geben wie die Rezensentin von Krimi-Couch.de, sondern - wegen einzelner sehr guter Szenen - nur 60 Grad. Jan Seghers sollte sich besser schlüssige und stimmige Plots ausdenken, schreiben kann er nämlich!

26.12.2008 14:13:48
ines Kretzschmar

Das war eine Empfehlung - erst war ich nicht so begeistert - ein deutscher Krimi - oh je - aber dann folgte eine schlaflose Nacht und der Herr Kommisar wuchs mir an Herz - schöner Schreibstil- kurze ausdruckstarke Sätze - schöne Story wenn das Ende auch etwas zu gemütlich war - ich bin gespannt wie sich der Kommisar entwickelt - im Laufe der nächsten Bücher .
Mir gefällt diese etwas kauzige Figur die Jan Seghers geschaffen hat .
Freue mich auf das Weiterlesen.

15.11.2008 12:36:40
Thorsten F

Ich weiß nicht ganz genau, was ich von diesem Roman halten soll. Er hat mich auf irgendeine Weise fasziniert, so daß ich das Buch mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen habe. Auf der anderen Seite hat er kommt mir aus jetziger Sicht die Story sehr fad vor. Sie ist nicht nur fad, sie wirkt auch total unrealistisch. Dazu kommt die wirklich unbefriedigende Auflösung des Falles. Von dem total verhunzten Epilog möchte ich nicht reden. Das wirkt handwerklich irgendwie unrund. Dazu kommt, daß ich das irgendwie schon mal alles gelesen habe, der depressive Kommissar und seine Probleme mit Beziehungen usw. . Aber wie gesagt, das Buch hat auch eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt, weil die Schauplätze und die Personen sehr anschaulich beschrieben werden. Dies ist handwerklich wieder sehr gut gelungen. Wenn das Buch kein Kriminalroman wäre sondern würde das Leben eines Mittvierzigers in Frankfurt beschreiben, wäre es wirklich ein gelungenes Werk. Nun ja, trotzdem werde ich wohl noch die weiteren Bücher der Kommissar Marthaler Reihe lesen.

18.06.2008 09:40:11
Maureen Lutz

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war gut und spannend geschrieben und hat mich positiv überrascht. Das es in meiner Gegend spielt war auch interressant.Das einige Fragen offen blieben und einiges etwas unrealistisch war sehe ich es als schriftstellerische Freiheit an.
Ich hätte auch gerne ein Bild von Manon gesehen.
Ich hoffe er macht weiter in diesem Stil

18.12.2007 19:01:18
HerrHansen

Für viele ist Seghers nur ein Versuch eines deutschen Mankells, aber so ganz passt dieser Ansatz nicht - Mankell liest sich etwas "runder", Seghers Handlung stock so einge Male und die nächsten Schritte sind entweder vorhersehbar oder für de Handlung etwas unangemessen.

Trotzdem ist "Ein all zu schönes Mädchen" ein gutes Buch, das man durchaus gelesen haben kann.

Leider habe ich zuerst "Die Braut im Schnee" gelesen... deshalb war ich etwas enttäuscht - TIPP: erst "ein all zu schönes Mädchen" und dann "die Braut im Schnee" lesen...

26.03.2007 15:44:04
Pascal

Der ungewöhnliche, vertäumte Prolog hat mir am besten gefallen.

Die Story plätschert vor sich hin, nicht schlecht nicht gut. Wallander hatte ich immer vor Augen, besonders durch die kleinen Reibereien in der Ermittlungsgruppe. Ein Buch, welches nach dem Lesen schnell wieder vergessen wird.

Aber, ein Foto hätte ich schon gerne von Manon gesehen!

18.02.2007 16:42:12
Frank H.

Die Story war langweilig erzählt. Das einzig spannende war die Erwartung dass noch etwas aufregendes kommt. Ab Seite 476 hatte ich die Hoffnung aufgegeben.
Der Epilog ist der fantastische Überzug des verzweifelten Autors. Das Ende hat nichts mit deutscher Rechtssprechnung gemeinsam sondern eher mit schwachem Sinn.

26.10.2006 08:48:32
Eric

Ein wirklich spannendes und dicht erzähltes Buch, viele Zusammenhänge und immer neue Möglichkeiten. Ich bin echt begeistert, was sich dadurch ausdrückt, das ich das Buch sehr schnell gelesen habe. Brauche nun dringend "Die Braut im Schnee" - wirklich sehr zu empfehlen!!!

24.07.2006 13:36:02
Cat Deeley

Also ich fand diese buch sehr spannend und wuerde es auch weiter empfehlen, gerade den epilog finde ich gut, da man bei manchen krimis doch recht oft alleine und im dunklem zurueck gelassen wird.

Ich fand auch, dass Seghers es wirklich versteht den leser abzulenken, man vergisst einige Sachen und wird dann ploetzlich wieder darauf hingewiesen und genau das gefiehl mir an dem Buch, verschiedene parts die nicht viel miteinander zu tun hatten etc.

Die Personenbeschreibungen haetten teilweise noch etwas ausgefuellter sein koennen, aber alles in allem ein gutes Buch, dass sich einfach lesen laesst.

03.06.2006 00:06:55
Lilith

Völlig überflüssig meiner Meinung nach der Epilog, in dem in ein paar Sätzen die ganze aus den Fugen geratene Welt wieder in Ordnung gebracht wird. Es fehlte nur noch "... und sie lebten glücklich und zufrieden". Eigentlich fand ich die Story nicht schlecht, aber dieses Schlusskapitel hat einen sehr faden Nachgeschmack hinterlassen. Insgesamt fand ich den Krimi eher mäßig. Der Auftakt und das geheimnisvolle Auftauchen der mysteriösen Schönen hat leider mehr versprochen, als dann gegen Ende gehalten wurde.

02.06.2006 16:14:41
Hans

Ein Bestseller mit solchen Lorbeeren, der dann in Stil und Sprache auf schlichtestem Niveau daher kommt, Protagonisten, die zwar detailliert, aber leider sprachlich hilflos beschrieben sind und deshalb leider hölzern und leblos bleiben müssen.

Die im ersten Viertel parallel laufenden Handlungsstränge (der leicht depressive Kommisar in Frankfurt, die unbekannte Schöne mit dem Kaspar-Hauser-Syndrom in Frankreich), werden spannungslos und ohne Erwartung oder Interesse wecken zu können, ohne Zusammenhänge ahnen zu lassen, dargeboten, der folgende Handlungsverlauf ist ohne Spannungsbogen und durchsichtig.

Metaphern sind dem Autor fremd, gestreckt, wird die simpel gestrickte Handlung mit m.E. unnötigem Detailreichtum und Banalitäten (der Protagonist kauft sich z.B. ein Herrentourenrad in silber-metallic mit Gangschaltung - SUPER!)

Nein Herr Seghers - auch wenn die Grundidee zwar nicht originell und neu, aber doch recht interessant ist, Ihre Ausführung geriet doch leider zu fade.

10.05.2006 22:10:23
aristophanes

Auch deutsche Autoren können unterhaltsame Krimis schreiben, wobei manche Szenen des Romans allerdings allzu sehr nach Verfilmung im ZDF-Abendprogramm heischen. Ein Roman im übrigen auch über das Fahrradfahren in der Großstadt.

04.01.2006 18:53:55
Clemi

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen und es war ohne Probleme in einem Rutsch zu durchlesen. Keine schwere Kost sicherlich, der Stil erinnerte mich hin und wieder an Jaques Bernsdorf, aber in der Tat eine Krimi-Ouverture die Lust auf mehr macht. Das Ende hat mir, im Gegensatz zu meinen VorschreiberInnen, sehr gut gefallen, es menschelt und "Resozialisierung" bekommt einen kleinen Glanz einer nicht allzu sehr moralisierenden Utopie. Man legt das Buch zur Seite und würde vielleicht auch dort in diesem Garten sitzen wollen, mit diesen reizenden, unaufdringlichen Menschen und mit seinen Zehen winken.
Mit kleinen Schwächen ein, wie ich finde, gelungener Krimi-Einstand.

05.12.2005 13:00:17
Nicole

Ich habe "Ein allzu schönes Mädchen" empfohlen bekommen und da es in Frankfurt/Main spielt und hier wohne, kam ich nicht drumerum das Buch zu lesen. Grundsätzlich war das Buch ganz gut, allerdings passt das Ende in meinen Augen absolut nicht zur Story. Den Schreibstil finde ich genau wie bei Andreas Franz und seiner in FFM spielenden Julia-Durant-Krimi-Reihe recht einfach gehalten. Marthaler ist ein echter Kauz, eigenwillig, manchmal auch etwas nervig in seinen Alleingängen und bei weitem nicht so sympatisch wie Ian Rankins Hauptfigur Inspector John Rebus. Wer leichte Krimi-Kost mag, ist mit Jan Seghers "Ein allzu schönes Mädchen" gut bedient. Wer´s etwas ansprunchvoller mag, sollte meiner Meinung nach zu Ian Rankins Krimis greifen.

31.08.2004 21:22:48
Leserin

Jan Seghers hat hier ein tolles Buch vorgelegt! Ich bin eigentlich kein großer Krimifan und war trotzdem gefesselt. Die Charaktere sind sehr schön beschrieben und es bleibt durchweg spannend. Lesen, lesen,lesen!

07.07.2004 18:55:43
Annett Kraut

Jan Seghers ist mit "Ein allzu schönes Mädchen" ein wirklich guter Start gelungen. Die Geschichte ist gut erzählt und da liegt eindeutig die Stärke dieses Buches. Einige der handelnden Personen, insbesondere Robert Marthaler, sind gut beschrieben, bei andern hätte man sich eine genauere Charakterstudie gewünscht. Der Parallele zu Henning Mankell (Frankfurter Rundschau) kann ich nicht folgen und das ist gut so. Der Kommissar ist kauzig, aber nicht in dauernder Depression, wie Wallander. Er hebt sich, was das betrifft, angenehm von Mankell ab. Die Figur des Kommissars ist lebensbejahend, auch wenn er mit der Liebe schon abgeschlossen zu haben schien. Einzig der Plot hätte etwas weniger durchschaubar sein können. Wäre die Erzählung nicht so gut, hätte es wohl nicht zu einem guten Buch gereicht. Mit dem Ende hatte ich so meine liebe Mühe, mir fehlten die Fäden, die zwingend dazu führten.
Nun ja, es ist ein erster Versuch und der macht Lust auf mehr, denn eins war es, ein Vergnügen, das Buch zu lesen.