Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Hongkong: Chameleon Press, 2003, Titel: 'The Feng Shui Detective’s Casebook', Originalsprache
  • Zürich: Unionsverlag, 2005, Seiten: 288, Übersetzt: Ursula Ballin

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Eines der humorvollsten Ermittlerpärchen geht in die dritte Runde: C.F. Wong, der Geomant aus Singapur, und seine Praktikantin Joyce McQuinnie stellen sich furchtlos großen und kleinen Rätseln des Alltags. Vom Geschäftsführer der East Trade Industries werden sie zu verschiedenen Niederlassungen des Konzerns im asiatisch-pazifischen Raum geschickt, um das Feng-Shui der jeweiligen Räumlichkeiten zu bewerten. Nachdem Autor Nury Vittachi mit dem zweiten Teil der Reihe einen kompletten Roman vorgelegt hat, kehrt er mit "Der Feng-Shui-Detektiv und der Computer-Tiger" wieder zu den Wurzeln zurück und bietet hier einige knapp 40-seitige Kurzkrimis.

Ein Häppchen auf die Schnelle

Im Prolog wird C.F. Wong in einen Supermarkt gerufen, wo sich ein weißer Tiger aufhält. Während er denkt, der Tiger sei eine Porzellanfigur, die ungünstig postiert ist (jeder weiß schließlich, dass Tiger nur außerhalb von Gebäuden aufgestellt werden dürfen), stellt er im Supermarkt fest, dass der Tiger an der Fleischtheke erstaunlich lebendig ist. Findet Wong durch Fengshui einen Ausweg?

Die anrüchige Wohnung

Ein Makler will seine Wohnung nach Fengshui Kriterien bewerten lassen. Da Wong ihn als Fisch- und Aquarienfreund kennt, schickt er seine in Ungnade gefallene Assistentin Joyce in die Wohnung. Da in letzter Zeit viele Fische in Singapur gestohlen wurden, soll sie auch die Sicherheit der Aquarien beurteilen.

Fit auf Gedeih und Verderb

Im australischen Perth sind binnen kurzer Zeit mehrere Besucher von Fitness-Studios während des Trainings gestorben. Da eines der Studios einem Gesellschafter der East Trade Industries gehört, sollen Wong und McQuinnie überprüfen, ob schlechtes Fengshui am Tod der alten Leutchen schuld war. Oder war es doch eher ein komplett fehlinterpretierter Trainingsplan?

Fliegende Automobile

Ein reicher Industrieller bittet Wong um eine Fengshui Analyse seiner Garage. Er ist Autonarr und drei seiner Oldtimer sind in den letzten Wochen spurlos verschwunden. Kann Wong auch das Fengshui eines dreistöckigen Parkhauses bestimmen und dem Geheimnis der vom Erdboden verschluckten Automobile auf die Schliche kommen?

Ein paar Computerprobleme

Zusammen mit dem indischstämmigen Berufsmystiker Dilip Singha besuchen Wong und Joyce das indische Hyderabad, wo ein Büroraum in einem Gebäude der East Trade Industries nach einem Bombenanschlag komplett ausgebrannt ist. Nachdem Joyce das einzige Opfer als Versender von Spam-Mails identifiziert, brüsten sich bei der Polizei urplötzlich hundertfünfzig Menschen damit, dem Spammer die Bombe geschickt zu haben. Auf der Suche nach der Wahrheit finden Wong und Joyce einen Ort mit perfektem Feng Shui.

Schulische Leistungen. ungenügend

Joyce soll das Appartement eines Direktors einer internationalen Schule analysieren. Sie bringt in Erfahrung, dass an der Schule eine Lehrerin aus dem Fenster eines Klassenraums in der ersten Etage gestürzt ist. Vermutlich ein Raum mit ganz schlimmem Sha. Sie zieht für Wong den Auftrag an Land, auch diesen Raum analysieren zu dürfen.

Hinter den Kulissen

In einem Theater in Bangkok richten Wong und McQuinnie die Garderobe eines Stars nach optimalem Fengshui ein. Der Star erscheint jedoch nicht zur Premiere, er und zwei Nebenrollendarsteller werden auf der Anreise entführt. Kann die Logik des Geomanten auch hier helfen, die rätselhafte Entführung aufzulösen?

Letzte Meldungen vom Tage

Auf den Philippinen beurteilen Wong und die Wahrsagerin Madame Xu Wohnung und Horoskop einer Journalistin. Sie prophezeien ihr ein langes und reiches Leben. Wenige Stunden später ist die Frau tot. Was steckt hinter dem plötzlichen Ableben ihrer Agentin? Und viel wichtiger, wie konnten sich die beiden Berufsmystiker derart irren? Zusammen mit der Redaktion der verstorbenen Reporterin machen Wong und Joyce eigene Nachforschungen.

Der bereits in den beiden ersten Romanen gepriesene Wortwitz des Autors (und das Vermögen der Übersetzerin, ihn ins Deutsche zu transferieren) wird hier weiter auf die Spitze getrieben. Verschiedenste Dialekte werden kolportiert, wobei deutlich wird, das im Melting Pot Singapur niemand reines Englisch spricht. Somit ist die Kommunikation stets das erste Rätsel, das nicht nur Wong und McQuinnie, sondern auch alle anderen Charaktere in Vittachis Romanen lösen müssen. Herrlich, wie sich auch auf der einen Seite Joyce mit den Gesetzen der alten asiatischen Wissenschaft, auf der anderen Seite der Geomant mit den Herausforderungen des modernen Lebens auseinander setzen müssen.

Die Fälle sind so bizarr wie die Charaktere es erwarten lassen. Insofern wird der Leser in keinster Weise enttäuscht. Vielleicht liegt die richtige Lösung manchmal ein wenig zu sehr auf der Hand, aber das tut der guten Unterhaltung nicht den geringsten Abbruch. Allein schon die gesammelten Sprüche östlicher Weisheit, die jedem Kapitel voranstehen, machen das Buch ausgesprochen lesenswert. Die gute Qualität der ersten beiden Romane über den Fengshui-Detektiv (was sich eigentlich "Fungschwej" und nicht etwa "Fäng-Schuh-ieh" ausspricht) erreicht der Autor problemlos, ja vielleicht überbietet er sie sogar um einen Hauch. Mr.Vittachi, es war wiedereinmal ein Vergnügen. Könnte Mr. Wong im nächsten Roman nicht auch mal meine Wohnung analysieren?

Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger

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Letzte Kommentare:
02.09.2009 19:45:17
K.-G. Beck-Ewe

Zur Zeit ist dies leider mein letztes Buch über den Fengshui-Detektiv, da die nächsten erst herauskommen müssen.

Es gibt wieder mehrere kleine Geschichten in einem größeren Rahmen – und wieder sind es 9: passend zur chinesischen Zahl der Perfektion und des höchsten Glücks, was bei einem Fengshui-Detektivroman überaus passend ist. Und wieder wird jeder neue Fall mit einem Zitat aus C.F. Wongs Weisheitensammlung eingeleitet, was beinahe jedes Mal ein Genuss ist. Auch sind die Sprachspiele aus dem Englischen diesmal in der Übersetzung gut geglückt und so kann man diesen Titel uneingeschränkt empfehlen

24.05.2007 15:36:38
Marion

Mein zweites buch von nury vittachi nach der "fengshui detektiv". die geschichten sind ganz nett, aber nicht wirklich mitreissend - darum gehts aber auch absolut nicht. herrn vittachis bücher leben von seinen skurrilen gestalten und dem manchmal recht eigenwilligen humor.

ich fand das buch witzig, unterhaltsam und kurzweilig, obwohl mir das erste besser gefallen hat - "der fengshui detektiv" zeichnet sich meiner meinung nach vor allem durch seinen erstaunlichen wortwitz (kompliment der übersetzerin!) aus - der humor in diesem hier basiert eher auf slapstick. auch nicht schlecht, aber nicht ganz so intelligent als das erste.

auf jeden fall werde ich "geistheiler" und "shanghai-dinner" auch noch lesen.