In Flammen

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • London: Penguin, 2015, Titel: 'Liar, Liar', Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2016, Seiten: 432, Übersetzt: Karen Witthuhn

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Jörg Kijanski
Actionthriller mit maximalem Tempo

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Aug 2016

Anfang Dezember brechen innerhalb von einer Stunde gleich drei Feuer in Southampton aus. Zwei Gewerbegebäude und ein Wohnhaus gehen in den Flammen unter. Während sich in den Gewerbegebäuden nachts niemand mehr aufhält, befinden sich in dem Wohnhaus eine Mutter mit ihren beiden Kindern. Während sich der Sohn mit einem Sprung aus dem Fenster zu retten versucht, werden die anderen beiden in letzter Minute von der Feuerwehr gerettet. Jedoch zu spät, denn die Mutter verstirbt kurz nach der Ankunft im Krankenhaus.

D.I. Helen Grace übernimmt die Ermittlungen und fordert von ihrem Team höchste Anstrengungen, denn zunächst ist völlig unklar, ob es zwischen den Bränden einen Zusammenhang geben könnte. Nur eine Nacht später wiederholen sich die Ereignisse und den Ermittlern wird klar, dass die Gewerbebrände nur zur Ablenkung der Feuerwehr dienen, derweil in dem Wohngebäude eine weitere Mutter ihr Leben verliert.

Konkrete Spuren sind Mangelware, Zeugen sind nicht aufzutreiben und stattdessen sorgt eine übereifrige Reporterin für unerwünschten Druck. So dauert es nicht lange bis auch die Chefs von Polizei und Feuerwehr aneinander geraten.

In England ein großer Erfolg

Die Serie um D.I. Helen Grace erlebt mit In Flammen bereits ihren vierten Band und erfreut sich besonders in England großer Beliebtheit. Der erste Teil war 2014 der erfolgreichste Debütroman der Jahres. Es mag an dem packenden Schreibstil des erfahrenen Drehbuchautors Matthew Arlidge liegen, aber vermutlich vor allem an seiner nahezu einmaligen Protagonistin.

Helen Grace gilt als beste Ermittlerin, ihre Erfolge sind legendär. Sie motiviert ihre Leute, ist mit einigen Mitarbeiterinnen persönlich befreunde und doch ein recht einsamer Mensch. Sie trauert um den Tod ihrer Schwester, für den sie sich verantwortlich fühlt. Ein Schmerz den sie kaum öffentlich zeigen kann, denn ihre Schwester war eine mehrfache Mörderin. So scheint es ins Bild zu passen, dass Helen keine näheren Kontakte anderer Menschen zu lässt, es sei denn es handelt sich um ihren Dominator bei gelegentlichen SM-Sessions, in denen sie sich auspeitschen lässt.

Beeindruckend wie die Protagonistin ist auch der Schreibstil, der den Drehbuchautor jederzeit verrät. Auf rund 410 großzügig gedruckten Seiten finden sich sage und schreibe 143 Kapitel. Das allein sorgt für reichlich Tempo, wobei Arlidge auch etliche Cliffhanger gekonnt zu setzen weiß. Meist erzählt er die Geschichte aus der Sicht seiner Heldin, die allerdings in diesem Fall einige Fehler begeht, will heißen, voreilige Schlüsse zieht. Sie kommt nicht richtig voran, da verdächtigt man mitunter schon mal die falsche Person. Aber wenn man als Leser das Buch in der Hand hält und gefühlt noch die Hälfte bevorsteht, dann wird schnell klar, wohin die Reise geht. Dass gleich mehrere Verdächtige zu früh und zu offensichtlich ins Spiel gebracht werden, macht es nicht besser.

Die Reibereien mit der übereifrigen Journalistin sowie das Kompetenzgerangel zwischen Polizei- und Feuerwehrchef hätten ebenfalls konsequenter dargestellt werden können. So bleibt hier einiges zu oberflächlich, denn primär zählt nur der Geschwindigkeitsrausch, mit dem die Geschichte nach vorne getragen wird. So muss man denn auch Verständnis dafür mitbringen, dass Helen in einer Szene von einem Lastwagen angefahren wird, um unmittelbar darauf einem Verdächtigem hinterher zu rennen. Bei all den Schrecken die vorfallen, den tragischen Todesfällen und den daraus resultierenden menschlichen wie familiären Tragödien drückt der Autor zudem ein ums andere Mal etwas arg auf die Tränendrüse. Dennoch, In Flammen ist nicht nur für Actionjunkies lesenswert, sondern bietet durchaus spannende Unterhaltung mit einer Auflösung, die womöglich nicht jeder Leser voraussieht.

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