Gegenwind

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Berlin: audio media, 2016, Seiten: 6, Übersetzt: Christiane Blumhoff

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Mamma Carlotta engagiert sich als freiwillige Helferin beim alljährlichen Syltlauf, als ein junger Sportler plötzlich tot zusammenbricht. Dio mio! Schon vor dem Start soll der Siebzehnjährige angeschlagen gewirkt haben — war Doping im Spiel? Tatsächlich wird in seinem Blut ein Medikament nachgewiesen, doch das deutet auf Mord hin! Als Carlottas Schwiegersohn, Kriminalhauptkommissar Erik Wolf, im Umfeld des unscheinbaren Schülers ermittelt, kommt er einer tragischen Geschichte auf die Spur, die bald ein weiteres Opfer fordert …

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Letzte Kommentare:
13.11.2017 18:09:42
kritikaster

dies ist mein fünfter oder sechster syltkrimi, und langsam bekomme ich das gefühl, dass die autorin ihre protagonisten nicht mehr so richtig mag,
der plot verkommt zu einer familien- und koch-show schreibt eine heike strate. da hat sie mehr als recht. harmlose krimikost ist ja an sich nicht schlechtes, es muss nicht immer das blut in strömen fließen.
aber hier wird ein dröger, begriffsstutziger, lahmarschiger kommissar beschrieben, der ohne die hilfe seines adlatus sören noch dröger, begriffsstu´tziger und lahmarschig wäre und was gegen seine taffe staatsanwältin hat, die mit recht der ansicht ist, dass er alleine nicht zurechtkommt. und mamma carlotta entwickelt sich zunehmend zu einer penetrant lauten, lügenden und dauerkochenden jnervensäge. mitunter wünscht man sich, sie möge nach italien zurück- und niemals wiederkehren. das mordmotiv ist ohnehin äußerst dünn.
nein - liebe frau pauly - aufhören! suchen sie sich einen andern kommissar. schreiben können sie ja. das muss man zugeben. aber der dröge erik und seine schwiegermutter sind ausgelutscht.

26.05.2017 22:13:15
Edith Sprunck

Ein Krimi im herkömmlichen Sinne ist dies nicht. Dennoch bietet die Aufklärung mehrerer Morde à la Gisa Pauly köstliche Unterhaltung, bei der es einiges zu lachen gibt. Mamma Carlotta, die italienische Schwiegermutter von Hauptkommissar Erik Winter, hat das Zepter mal wieder in jeder Beziehung in der Hand. In gewohnter Manier versucht sie selbst, die Fälle zu lösen und ist ihrem Schwiegersohn dabei mehr als einmal eine Nasenlänge voraus, was dieser aber nicht wissen darf. Ansonsten bekocht sie wie immer mit Inbrunst die gesamte Sippschaft samt Arbeitskollegen des Schwiegersohns, diesmal sogar die von ihm verabscheute Staatsanwältin. Auch kümmert sie sich begeistert in anderer Weise um alles und jeden in ihrem Umfeld. Mamma Carlotta ist mir in all den Vorgängerbänden ans Herz gewachsen. Im realen Leben würde sie mir womöglich oft den letzten Nerv rauben mit ihrem nie versiegenden, überschwänglichen Redefluss und ihrem Talent, dabei vom "Stöckelchen aufs Steinchen" zu kommen. Aber ihre warmherzige, lebensfrohe Art, ihre Spitzfindigkeiten und pragmatische Lebensweisheit machen dies wieder wett. Gisa Pauly nimmt auch in dieser Folge mit spitzer Feder, viel Humor und jeder Menge bildreicher Situationskomik elegant die kleinen und großen Schwächen ihrer Figuren auf die Schippe. Diesmal ist auch für viel tierisches Vergnügen im wahrsten Sinne des Wortes gesorgt. Der Kriminalfall gerät bei all diesen Aktivitäten nie ins Hintertreffen. Die Handlung ist logisch aufgebaut und durch kuriose Wendungen bis zum Ende spannend. Leider präsentiert Hannelore Vetter in ihrem Kommentar den Mörder. Ich rate deshalb dringend davon ab, diesen Kommentar vor dem Krimi zu lesen, da dann jegliche Spannung dahin ist.

22.02.2017 17:02:43
Hannelore Vetter

Es war mein erster Gisa Pauly-Krimi und
ich bin total enttäuscht. Dieses Hin+Her und Heimlichgetue ist nicht mein Ding.
Die Rezepte sind sicherlich gut und Mama
Carlotta kocht mit guten, frischen und teuren Zutaten. Alles sehr gewollt, den
angeblich behinderten Mörder hatte ich schon sehr früh verdächtigt. Das soll jetzt nicht heißen, ich habs gewusst.
Die ersteren Sylt-Krimis sind vielleicht besser.
Vielleicht halte ich mich weiter an die Ostfriesen und Klaus-Peter Wolf.

02.08.2016 13:39:31
Heike Strate

Die Idee, einen Sylt-Lauf-Teilnehmer zum Mordopfer werden zu lassen, ist an sich nicht schlecht. Allerdings zieht sich die Geschichte etwas und wirkt darum bemüht, auch ja viele Rezepte und Schrullen von Mama Carlotta und ihrer Sippe unterzubringen. Kurzum: Der Plot verkommt zur Kulisse einer Familien- und Koch-Show. Wer Gisa Paulys Krimis jedoch genau wegen dieser amüsant und liebevoll gezeichneten Typen liest und gerne ein Hauch Bella Italia im stürmisch-kalten Februar auf Sylt miterleben will, bekommt von dieser harmlos-leichten Krimi-Kost bestimmt keine Bauchschmerzen.