Hunkelers Geheimnis

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Zürich: Diogenes, 2015, Seiten: 208, Originalsprache

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Ein prominenter Banker stirbt im Krankenhaus unter merkwürdigen Umständen. Hat sein Tod etwa mit dem weltweiten Druck auf Schweizer Banken zu tun, oder geht es um andere dunkle Seiten der Eidgenossenschaft? Peter Hunkeler ist im Ruhestand, das geht ihn eigentlich alles nichts an. Nur hat er zufällig etwas gesehen, was ihm keine Ruhe lässt.

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Letzte Kommentare:
23.05.2018 13:56:47
pele

Einmal mehr: Die ersten 150 Seiten dieses Buches versprechen mehr, als die letzten 50 halten können. Aber dies ist ja bei den meisten (nicht allen!) Krimi-Autoren der Fall.
Immerhin: Hansjörg Schneider ist ein feiner Schriftsteller, der es versteht, den Basler-Alltag und -"Daig" sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Und wenn man sich beim Lesen immer wieder das Bild von Mathias Gnädinger als Kommissar Hunkeler vor Augen hält, dann läuft das Buch als zum Schmunzeln anregender Film ab.

30.04.2017 12:42:20
Andreas Ruppert

Die Stärke des Buchs liegt in den Schilderungen der Stimmungen der Landschaften, Häuser und Menschen in jenem schönen Grenzgebiet von Basel, Elsass und Markgräfler Land. Anrührend sind auch Hunkelers Erinnerungen an frühe Parisreisen, die Mentalität eines Pensionärs ist sehr stimmig beschrieben. Wenn nur der "Fall" nicht wäre bzw. seine unsinnige, nicht nur nicht überzeugende, sondern ärgerliche Auflösung. So einen Unsinn kann man doch nicht ernsthaft schreiben, auch wenn man im Krimi irgendeine Lösung anbieten muss. Manchmal sollte ein Autor seinen Helden auch mal im Ruhestand belassen. Schneider ist aber nicht der einzige Autor, dem das sichtlich schwer fällt.

26.01.2016 20:24:40
Wolfgang G. Peters

Hunkeler ist Hunkeler. Basta! Ihn zu lesen ist wie Zurücklehnen in dem alten Sessel, hier ist er bereits etwas abgewetzt, dort durchgesessen. Das weiß man seit Jahren. Ich lese den Hunkeler von Schneider nicht um mit scharfen Neuigkeiten überrascht zu werden, sondern wegen seiner Fahrten zu seinem Haus, den Katzen und der Ruhe, die Bilder des (trügerischen) Friedens, und sein Autor weiß das doch und seine einfache und doch präzise Sprache ist ein Genuss - für den, der das schätzt. Keiner muss dem Hunkeler folgen und hoffentlich wird das zehnte Buch wieder etwas dicker. Man kann dreißig Jahre pasta asciutta essend sich doch daran freuen. Und eim Hunkeler vergisst man gerne die aufgeregten Amerikaner mit ihren Grausamkeiten und ihren Drei-Worte-Sätzen.

01.11.2015 20:11:11
Peter Faesi

Alte Autoren sollten einmal mit Schreiben aufhören und pensionierte Ermittler sollten sich ihrem Ruhestand widmen, meinetwegen im Elsass Ziegen hüten, Fichten fällen oder Bücher über Karl den Grossen lesen. Das Krimi-Schreiben und das Ermitteln sollten sie aber Jüngeren überlassen. „Hunkelers Geheimnis“ ist etwa so geschrieben wie ein Sek-Schüler-Aufsatz: „mit schneidender Stimme“, „was verschafft mir Ehre“, „am Samstag, wenn es Ihnen beliebt“, „es traf ihn ein kühler, scharfer Blick“, „zum Kotzen ist das alles.“. Das Ganze garniert mit Gejammer über die Schweiz, wie es am Stammtisch mag angebracht sein, nicht aber in etwas reingehört, was sich „Roman“ nennt: „Irgendwo in den Ämtern sassen ein paar Spezialisten, die über das Steuergeld der Leute verfügten … Die Leute selbst wurden nicht gefragt.“ Hoffen wir, dass der neunte Fall auch der Letzte ist – dem Autor, dem Ermittler und dem Leser wär’s zu gönnen.

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