Blutgold

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 2009, Titel: 'Bleed a river deep', Seiten: 297, Originalsprache
  • Köln: DuMont, 2011, Seiten: 272, Übersetzt: Alice Jakubeit

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Sabine Bongenberg
Trotz und Rebellion, aber kaum spannende Unterhaltung

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Mai 2011

Mucho trabajo!

In seinem dritten Devlin-Roman bürdet Brian McGilloway seinem Helden Ben Devlin eine umfassende Agenda auf. Nicht nur dass Devlin wegen seiner Ermittlungen nach einem Raubüberfall mit tdödlichem Ausgang in der Schlepper-Szene ermittelt, nicht nur dass er die Sicherheit eines umstrittenen US-Senators bei dessen Irland Besuch sicherstellen muss, nicht nur, dass er einen und dann einen zweiten Mordfall untersucht, nicht nur, dass er einem Umweltskandal auf die Spur kommt und zuletzt – nicht nur, dass er sich immer wieder die Frage stellen muss, was von seinen Jugendidealen eigentlich übrig geblieben ist. Natürlich kann ein Mann, der auf so vielen Hochzeiten tanzen muss, nicht alle dienstlichen Regeln und Vorschriften beachten. Daher trifft der Leser auch hier wieder auf den oft und gerne in Krimis eingesetzten Rebell in Uniform, der die Regeln der Polizeiarbeit - vorsichtig formuliert - zu "seinen Gunsten" auslegt. Leider ist diese Charakterisierung keine Erfindung von Brian Gilloway sondern eine Eigenschaft, die oft und gerne in Krimis verwendet wird. Vermutlich wäre eine Geschichte über einen Inspektor, der sich an die Dienstvorschriften und vor allem an die Gesetze hält, mittlerweile eine literarische Sensation.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft?

Dennoch geht aus diesem Buch klar hervor, dass die Vielzahl der Verstrickungen eingeführt werden musste, weil ein Einzelthema nicht genügend Stoff für die Geschichte geboten hätte. Durch die Gruppierung der verschiedenen Elemente ist das zwar grundsätzlich gelungen, dennoch kann das Ergebnis nicht überzeugen. Fügt man diverse fade Zutaten in einen Eintopf, darf man keine kulinarische Sensation erwarten. Bei allen Bemühungen, die McGilloway darin legte, seinen Helden als Trotzkopf und Rebell darzustellen, bleiben Devlins Ermittlungen insbesondere eines: Belanglos. Die Problematik illegaler Einwanderer und ihrer Schlepper ist mittlerweile regelmäßig aufgearbeitet worden, ebenso weitere Handlungsstränge, die die Umweltverschmutzung und die zunehmende Gleichgültigkeit ehemaliger Umweltaktivisten beschreiben. Hier wird also nicht Neues erzählt und leider auch nichts Altbekanntes spannend neu aufbereitet. Fragwürdig und eindimensional bleibt dabei auch die Figur des Helden: Sicher, er will helfen, aber als Polizist müsste er erkennen, dass seine Vorgehensweisen nicht geeignet sein kann, die Opfer der Schlepperkette zu schützen und er mit seinen Vorgehensweisen nur noch mehr Leid über die ohnehin Gebeutelten bringt. Mehr als un-glaubwürdig ist auch eine Sequenz, bei der McGilloway seinen Helden im Beisein seines Vorgesetzten ein wertvolles Schmuckstück als Geschenk annehmen lässt. Vielleicht ist das Beamtenrecht in Irland ja lockerer gefasst, dennoch würde man eine solche Geste vermutlich auch dort als Vorteilsnahme bzw. – bei strenger Betrachtung - als Bestechung bezeichnen und diese dann – zumindest im Beisein seines Chefs – tunlichst unterlassen.

Was bleibt?

Festzuhalten bleibt, dass es McGilloway trotz der Vielzahl von Ereignissen, die regelrecht auf seinen Helden einprasseln, nicht gelingt, seine Leser tatsächlich zu fesseln. Im Gedächtnis haften bleibt lediglich eine ansprechende Idee zum Auslöser eines Goldrauschs und zu dessen Motiven, aber auch hier bleibt es bei einer Randnotiz. Trotzige und rebellische Inspektoren sind leider kein Garant für spannende Unterhaltung.

Blutgold

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