Aufstand der Gerechten

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 2010, Titel: 'The rising', Seiten: 357, Originalsprache
  • Köln: DuMont, 2012, Seiten: 384, Übersetzt: Alice Jakubeit

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Wolfgang Weninger
Ein Smoothie von Kriminalroman

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jun 2012

Das vorliegende Buch Aufstand der Gerechten aus dem Dumont Verlag ist der mittlerweile vierte Roman des irischen Schriftstellers Brian McGilloway, der sich auf 300 Seiten mit den Erlebnissen von Inspektor Devlin beschäftigt und von Alice Jakubeit ins Deutsche übersetzt wurde.

Wo genau Inspektor Devlin Dienst tut, konnte ich noch nicht ermitteln, denn er wohnt in einem 3000-Seelen-Dorf am River Foyle, das zum County Donegal gehört, aber auch nach Derry ist es nicht weit und oft genug treibt es den Inspektor ins County Sligo. Er ist also ein Wanderer zwischen Irland und Nordirland und genau in diesem Grenzgebiet, den Borderlands, scheinen sich mittlerweile erbitterte Revierkämpfe zwischen rivalisierenden "Geschäftsleuten" abzuspielen, die mit dem Tod eines Drogendealers starten.

Bei seinen Ermittlungen trifft der Polizeiermittler auf eine Art Bürgerwehr mit dem Namen The Rising, und so ist auch der Originaltitel des Buches. Die Mitglieder der Bürgerwehr sind kampferprobte Ex-Söldner, die laut deren Aussage nichts lieber möchten, als die Straßen frei von Rauschgift zu machen, aber deren Anführer Morrison ist auch kein unbescholtenes Weichei, sondern soll in anderen Counties für den Suchtmittelumsatz sorgen.

Zudem ist dieser ominöse Mr. Morrison für Devlin ein Dorn im Auge, denn Devlins Tochter geht mit Morrisons Sohn in die Schule und die beiden sind sich nicht unsympathisch, auch wenn Devlin vor diesem Kontakt eindringlich warnt. Aber er kann nicht verhindern, dass genau aus dieser Konstellation seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden ...

Wer die Landschaft in den Borderlands kennt, die eigentlich ruhig und verschlafen mit ihren geschichtsträchtigen Gebäuden auf grünen Wiesen und Hügeln liegt, der wird sich auch nicht wundern, wenn es in diesem "Meisterkrimi" (O-Ton Irish News) recht beschaulich zugeht. Auch die Sprache McGilloways hat nichts Aufregendes an sich. Er erzählt gelassen und fast spannungslos seine Geschichte, als säße er in einem Pub und hätte gerade nichts Anderes zu tun. Selbst die Dialoge zwischen den Kontrahenten haben nie auch nur den Ansatz von Feindseligkeit, da geht es viel zu gesittet und gemächlich zu, um den Leser zu beunruhigen.

Inspektor Devlin ist ein bäriger Typ von Landpolizist, den man mit seinen Sorgen einfach gernhaben muss. Unspektakulär, aber unbeirrt stellt er sich dem Verbrechen entgegen und zornig wird er erst, wenn es um das Leben seiner Familie geht. Da wird er zum Berserker und gelegentlich auch auf einem Auge blind, aber das verzeiht man dem Protagonisten. Devlin ist die Verkörperung des arbeitenden Polizisten, der sich nicht auf Zufälle und forensische Spitzfindigkeiten versteift, sondern nach alter Schule seine Aufgaben auf der Straße erledigt. Fast möchte man sagen, er verkörpert den "British Way of Crime".

Aufstand der Gerechten wird seinen eigenen Leserkreis finden. Wer eine Affinität zu ruhigen Romanen aus Irland, Schottland, Wales, Cornwall usw. hat, der fühlt sich in diesem Buch sofort wohl und für denjenigen kann man eine Leseempfehlung abgeben, aber Vertreter der etwas härteren Krimikost sollten möglichst die Finger davon lassen, denn McGilloway schreibt so sanft, wie es die (nord)irischen Hügel sind. Das Erzeugen von Spannung gehört dabei nur in minimalstem Umfang zu seinem Metier.

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