Spinnennetz

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • London: Simon & Schuster, 1998, Titel: 'The Spider's Web', Seiten: 400, Originalsprache
  • Köln: vgs Egmont, 2002, Seiten: 339, Übersetzt: Thomas Ziegler
  • München; Zürich: Piper, 2003, Seiten: 338, Übersetzt: Thomas Ziegler

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Jörg Kijanski
Silent Witness zum Dritten. Erneut ein ordentlicher Pathologie-Krimi

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Okt 2009

Auf einer abschüssigen Straße in den Herdan Hills verliert der siebzehnjährige Simon Vickers offenbar die Kontrolle über ein zuvor gestohlenes Fahrzeug, kommt in einer Kurve von der Straße ab und prallt mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Wagen explodiert, es bleiben nur noch Trümmer zurück. Für den Pathologen Trevor Stuart sowie die Polizei ist der Fall schnell klar. Der junge Mann war total betrunken und somit war es ein Unfall mit tödlichem Ausgang, womöglich sogar einer mit Selbstmordabsichten. Also kein Grund zu ermitteln, was die Eltern von Simon jedoch ganz anders sehen und daher die Pathologin Dr. Samantha "Sam" Ryan, um eine zweite Autopsie bitten. Diese will ihrem Kollegen Stuart nicht ohne weiteres in den Rücken fallen und stellt zunächst eigene Ermittlungen an.

 Dabei fallen ihr einige Dinge ins Auge. So zum Beispiel der Umstand, dass Simon bekanntlich keinen Alkohol trank und als Umweltaktivist Autos hasste. Und woher soll er die Kenntnisse gehabt haben, um eines der modernsten Sicherheitssysteme gegen Autodiebstahl zu knacken? Als Sam den Unfallort besichtigt trifft sie dort unvermutet auf einen Wilderer, der sich als Unfallzeuge zu erkennen gibt. Demnach hat Simon kurz vor dem Aufprall nicht reagiert, was selbst bei einem Selbstmörder als Reflex geschehen würde, es sei denn er wäre betrunken eingeschlafen.

 Sam entschließt sich sehr zum Verdruss ihres Kollegen zu einer zweiten Autopsie und stellt dabei fest, dass Simons Zungenbein gebrochen ist, ein typisches Anzeichen für eine Strangulation. Aber die Polizei weigert sich beharrlich, eine kostspielige Ermittlung aufgrund von Sams Verdachtsmomenten aufzunehmen und so ermittelt Sam weiter auf eigene Faust. Ihre Spur führt sie geradewegs in einen Computerkurs, an dem ihr Neffe Ricky teilnimmt&

 "Spinnennetz ist eine der besten Folgen der Serie"

Nach den Folgen "Denn grün ist der Tod" und "Das Ende aller Dinge" ist "Spinnennetz" der dritte im vgs-Verlag erschienene Band aus der "Silent Witness"-Reihe, einer der erfolgreichsten TV-Produktionen der BBC. Wie bereits bei den Vorgängern geht auch im dritten Teil der Autor mit seinen Hauptfiguren recht ruppig um, was deren Verbleib in der Serie betrifft. So dreht sich das Personalkarussell munter weiter, wobei Tom Adams wieder zur Polizei zurückgekehrt ist und dies gleich als neuer Superintendent. Das der ehemalige Lebensgefährte von Sam deren Ansichten mitunter sehr brüsk zurückweist, irritiert diese in zunehmenden Maße, zumal Tom immer mehr Charakterzüge seiner Vor-Vorgängerin Harriet Farmer anzunehmen scheint. Diese lieferte sich bitter-ironische Schlagabtausche mit Sam, doch bei Tom ist es eher eine unberechtigte Arroganz, denn als große "Leuchte" trat er in den bisherigen Fällen nie in Erscheinung. Im Gegenteil, dort folgte er nahezu blind Sams Bauchgefühl und war damit auf der Seite des Siegers.

Krimi in bester englischer Tradition

Nach dem schwachen "Das Ende aller Dinge", der durch all zu viel Liebesgeplänkel und einem unausgegorenen Duell zwischen FBI und englischer Polizei eher negativ auffiel, kann Nigel McCrery mit "Spinnennetz" wieder ordentlich punkten. Zwar entwickelt sich auch hier das Liebesleben der beiden Protagonisten Sam und Tom weiter, aber damit hat es sich denn. Stattdessen steht der Krimiplot selber im Vordergrund und der wird in bester englischer Manier vorgetragen. Soll heißen, es gibt viel Landschaft, einige Tote, mehrere Verdächtige und noch mehr Tee.

 Das Privatleben der Protagonisten schreitet weiter voran

 Das direkte Duell zwischen Sam und Tom erscheint ein wenig zu dick aufgetragen, denn das am Ende der Sieger ohnehin nur Sam heißen kann, ist ja von vornherein klar. Sie ist der unumstrittene Star der Serie, was auch ihr Kollege Trevor Stuart alsbald einzugestehen hat, denn dieser hatte den Bruch des Zungenbeins schlicht übersehen. Vielleicht deswegen, weil der alte Schwerenöter in eine zwanzig Jahre jüngere Frau verliebt ist und beabsichtigt eine Familie zu gründen. Damit nicht genug steht noch ein Jobwechsel an, doch keine Bange, er bleibt der Serie erhalten.
Weniger erhalten zu bleiben scheint Sams Geruchssinn, ein typisches Krankheitsbild bei Pathologen. An eine Berufsaufgabe ist jedoch nicht zu denken, denn außer ihrem Job und ihren Pflanzen hat Sam keine Hobbies. Gar von einem Privatleben zu reden wäre übertrieben, denn dies besteht zurzeit nur aus ihrer Schwester Wyn und dem schon angesprochenen Ricky, der einmal mehr nicht so recht erwachsen werden will. 

Wie schon erwähnt gibt es weitere Leichen, die untersucht werden wollen und zudem mehrere tatverdächtige Personen. Zahlreiche Blindspuren sorgen für die nötige Spannung.

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