Das Ende aller Dinge

Erschienen: Januar 2001

Bibliographische Angaben

  • London: Pocket Books, 1997, Titel: 'Silent Witness: Strange Screams of Death', Seiten: 352, Originalsprache
  • Köln: vgs Egmont, 2001, Seiten: 343, Übersetzt: Christian Rendel

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Jörg Kijanski
Gemessen am Vorgänger eine Enttäuschung

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Okt 2009

Ein Serienmörder schlägt in England zu

Auf dem Stützpunkt Leeminghall der US Air Force in der Nähe von Cambridge findet in einem der riesigen Flugzeughangars eine große Feier statt. Derartige Veranstaltungen führten schon immer dazu, dass manch junge Engländerin mit einem adretten US-Soldaten anbändelte. Auch die Gerichtspathologin Dr. Samantha Ryan amüsiert sich prächtig mit Major Bob Hammond. Doch kaum ist sie wieder zuhause angekommen, werden sie und ihr Freund DI Tom Adams aus dem Bett geklingelt. Die junge Mary West aus einem der benachbarten Orte wurde grausam ermordet aufgefunden und von ihrem Geliebten, dem US-Airman Ray Strachan, fehlt jede Spur.

Hinter einem Hangar finden sich neben dem Slip der ermordeten Mary West auch Blutspuren. Wurde Mary von Strachan womöglich vergewaltigt und anschließend von ihm ermordet? Nein, denn eine nähere Untersuchung zeigt, dass es sich um die Blutgruppe des verschwundenen Airman handelt. An der Kleidung von West entdeckt Ryan zudem ein Pollenkorn von einer Pflanze, die fast ausschließlich in Amerika vorkommt. Eine seltene Fischschuppe die am Tatort gefunden wird weist auf eine Fischart hin, die ebenfalls nahezu ausnahmslos in Amerika beheimatet ist. Von dort sind derweil die FBI-Agenten Edward Boyle und Catherine Solheim in Leeminghall eingetroffen, denn es gibt auffällige Parallelen zu einer Mordserie in Amerika. Sollte ein amerikanischer Serienmörder jetzt sein Unwesen in England treiben? Und warum werden die Leichen immer in der Nähe von US-Militärstützpunkten gefunden??
Die Konflikte zwischen den US-Ermittlern und der britischen Polizei sind vorprogrammiert und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt verschwindet Adams Chefin, Superintendent Harriet Farmer&

FBI und US-Militär schalten sich in die Ermittlungen der englischen Polizei ein

In Das Ende aller Dinge finden sich fast alle Figuren aus "Denn grün ist der Tod" wieder. Bereits am Ende des ersten Teils der Serie nahm Nigel McCrery eine der Hauptfiguren aus der Handlung heraus und setzt hier diese Entwicklung auf sehr drastische Weise fort. So zieht er insbesondere eine Figur aus der Handlung, die noch beim Vorgänger für herrliche verbale Scharmützel mit Dr. Samantha "Sam" Ryan zuständig war. Auch durch das Eingreifen der amerikanischen Ermittler begibt sich McCrery auf dünnes Eis, denn FBI, US-Militär und britische Polizei sind bekanntlich sehr eigenständige Welten. Das bei einem echten Fall vermutlich entstehende Kompetenzgerangel wird hier nur schwach angedeutet. 

Sex & Crime & Sex. Alle haben sich ganz doll lieb

Nach dem überzeugenden "Denn grün ist der Tod" enttäuscht Das Ende aller Dinge zunächst sehr, denn in den ersten beiden Dritteln treffen zumeist attraktive Männer auf ohne Ausnahme super aussehende  Frauen, was zu einem Balzverhalten erster Güte führt. Nicht das sexuelle Eskapaden grundsätzlich stören würden, aber sie müssen in einer Story auch passen. Hier gehen Autor McCrery aber offensichtlich die Gäule durch, denn jeder Mann findet jede Frau begehrenswert (umgekehrt gilt beinahe das Gleiche) und so kommt es zu ebenso unzähligen wie überflüssigen Bettszenen. Sex sells, so heißt es, aber in einem Krimi eben nur dann, wenn es glaubhaft wirkt beziehungsweise Einfluss auf die Handlung hat. Hier aber entsteht der Eindruck, dass in exorbitanter Weise Seiten geschunden werden sollen, was McCrery sicher nicht nötig hat.

Nicht weniger Platz nimmt das Privatleben von Sam ein. Im allgemeinen Liebestaumel trennt sich DI Adams von ihr und beginnt eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Mitarbeiterin. Zudem stirbt Sams Mutter und ihr tollpatschiger Neffe Ricky will mit seiner Freundin auf Weltreise gehen. Immerhin gibt es einen positiven Aspekt, denn Sam und ihre Schwester Wyn finden - nach "Denn grün ist der Tod" völlig überraschend, um nicht zu sagen fast ausgeschlossen - wieder zueinander.

Das letzte Drittel ist (endlich) solide Krimikost

Richtig gut wird Das Ende aller Dinge auf den letzten hundert Seiten. Die sexuellen Gelüste aller Beteiligten haben sich plötzlich auf Null reduziert und stattdessen starten endlich die Ermittlungen. Dies geschieht vor allem durch eine neue Einheit am Stabs-College, dessen Computersystem dem des amerikanischen Vi-Cap-Computers ähnelt, nur - natürlich -  wesentlich besser ist. Ketzerisch könnte man anmerken, dass ein neuer Super-Star die Bühne betritt. Mehrere Tatverdächtige werden aufgebaut, bevor es beim Finale zu einer leider nicht seltenen Form der Auflösung kommt.

Das Ende aller Dinge

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