In weißer Stille

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Ullstein, 2010, Seiten: 443, Originalsprache

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Ein stürmischer Oktoberabend: In seinem Wochenendhaus am Starnberger See wird ein pensionierter Kinderarzt tot aufgefunden. An eine Heizung gefesselt, ist er langsam verdurstet – ein qualvoller Tod. War es Rache oder doch nur ein Raubmord? Kommissar Konstantin Dühnfort enthüllt nach und nach den dunklen Charakter des Toten und stößt auf ein Drama, das seine längst erwachsenen Kinder bis heute verfolgt.

In weißer Stille

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Letzte Kommentare:
07.08.2017 14:08:33
trafik

In weißer Stille ist der zweite Krimi dieser Reihe. Auch dieser war ausgezeichnet für mich. Das gröste Plus war die Handlung. Spannend und durchgehend gut erzählt. Die Hauptkommissare kommen sehr sympatisch rüber.
Das einzige negative war vielleicht das kuriose Ende des Krimis. So muß man den dritten Teil lesen.
Gesamtgesehen wieder hervorragend gelungener Krimi aus Bayern.

10.11.2014 19:34:05
Edith Sprunck

Es hat verhältnismäßig lange gedauert, bis ich diesen Krimi zu Ende gelesen habe.Vielleicht lag es daran, dass ich zwischendurch die von der Autorin immer wieder kredenzten Mahlzeiten verdauen musste. Dabei war das Thema durchaus interessant und bot Abwechslung zu den sonst üblichen. Kernpunkte sind Familiensysteme und wie es zur Entgleisung derselben kommen kann (oder in diesem Falle kommen muss). Die große Rolle, die die Erziehung von Kindern für ihre spätere Entwicklung spielt, wird gut dargestellt - auch im Verhältnis zur genetischen Veranlagung. Ein komplexer Bereich, der für sich so spannend ist, dass diese Nebenschauplätze wie häufige Mahlzeiten als "Verpackungsmaterial" nicht nur unnötig sind, sondern die Spannung eher schmälern.

11.02.2012 17:18:21
Krimitante

ein soldider, guter krimi. nette unterhaltung, wie auch schon der erste teil. kommissar dühnfort trinkt wieder zu viel (weiss-)wein und kocht vor sich hin, dabei sinnt er über sein liebesleben nach. seine assistentin trägt wieder cargo-hosen (und ist still in dühnfort verliebt) und der assistent schicke anzüge. auch diesmal weiss man, als aufmerksamer leser, recht bald, wer der täter ist. das schmälert aber nicht den unterhaltungswert. die story ist, mit ihren verschiedenen handlungssträngen, gut aufgebaut und das offene ende bewegt einen zum kauf des nächsten bandes.alles in allem lesenswert. gut um vor dem einschlafen ein paar seiten zu schmökern. schlaflose nächte bereitet dieses buch einem allerdings nicht...

16.02.2011 08:48:39
rolandreis

In weißer Stille ist der zweite Teil einer Krimi-Reihe um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort, die in der Umgebung Münchens angesiedelt ist. Mir gefällt besonders gut, das es bei den Darstellern einfach menschelt. Häppchenweise erfährt man Privates der Ermittler, sowie Gedanken und Hintergründe im Umfeld des Verbrechens. Ich werde mit Sicherheit auch den dritten Fall lesen, empfehle aber die Bücher in der richtigen Reihenfolge der Bände zu lesen, da wie z.B. die Beziehung von Agnes und Dühnfort da weitergehen, wo der erste Band endete. So ist es auch hier. Das Ende ist wie ein Cliffhänger für Band 3 aufgebaut. In Summe ein solider Krimi ohne viel Blutvergießen. Von mir 80 von 100 Punkte.

12.02.2011 21:40:39
Moehrchen

Solider Krimi

Der Kinderarzt Albert Heckeroth findet seinen Vater, in dessen Wochenendhaus am Starnberger See, tot auf. Zunächst sieht alles nach einem Raubmord aus, doch Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort glaubt nicht so recht daran und macht sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen.

Der zweite Teil um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Neben seinen Kollegen Gina Angelucci und Alois Fünfanger trifft man auch Agnes wieder - Leser des ersten Teiles werden sich sicher noch an sie erinnern. Man erfährt so einiges aus dem Privatleben Dühnforts aber dies rückt zu keiner Zeit in den Vordergrund und ist dadurch auch nicht störend, sondern trägt zusätzlich zur Spannung bei. Ab und an begleitet man Dühnfort durch die Straßen Münchens, was - wie ich finde - gut zum Roman passt. Es macht den Roman irgendwie menschlicher und transportiert sehr viel Lokalkolorit rüber.

Gut gefällt mir auch die Art, wie Inge Löhnig schreibt. Man begleitet nicht immer nur Dühnfort bei seinen Ermittlungen, sondern erfährt auch, was die Familienmitglieder des Ermordeten bewegt und wie sie zu dem Toten standen.

Was mich etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass ich leider schon sehr früh wusste, wer der Täter ist. Entschädigt hat mich die Tatsache, dass ich auf die genauen Umstände nie gekommen wäre und damit gab es doch noch einen Überraschungseffekt.

Ein solider, deutscher Krimi mit kleinen Schwächen.

08.12.2010 15:23:00
Aenna

Mit "In weisser Stille" liegt nunmehr der Nachfolgeroman von Inge Löhnigs Erstling "Der Sünde Sold" vor.
Wieder ermittelt das Team um Hauptkommissar Konstantin Dühnfort.
Zunächst steht der Mord an Wolfram Heckeroth, einem gutsituierten Kinderarzt im Ruhestand, im Vordergrund.
Heckeroth wurde in seiner Hütte am Starnberger See, an einen Heizkörper gefesselt, seinem Schicksal überlassen und ist elendig verdurstet.
Er hinterlässt drei erwachsene Kinder, wobei einer der Söhne sich bald als Hauptverdächtiger erweist.
Bei Dühnforts Ermittlungen zeigt sich, dass der Tote nur der Öffentlichkeit seine liebenswürdige Seite offenbart hat. Es tun sich erschreckende Abgründe auf, nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht, die sich bis weit in die Vergangenheit erstreckt.

Detailgetreue Beschreibungen der Protagonisten und deren Lebensumstände lassen den Leser schnell mittendrin im Geschehen sein.
Inge Löhnig schreibt sehr flüssig, die Geschichte fesselt von Anfang an. Dies liegt sicherlich auch daran, dass dem Leser vor Augen geführt wird, dass auch der nette Doktor von nebenan ein Doppelleben führen kann...
Die Autorin leitet uns auf verschiedene Spuren und lässt uns dann langsam die Wahrheit erkennen.
Die Spannung reißt dabei zu keinem Zeitpunkt ab.
Nebenbei erhalten wir Einblicke in die Beziehung zwischen Konstantin und Agnes, welche sich als komplizierter erweist als von manchem Leser gewünscht.

Fazit: Ich habe den Roman regelrecht verschlungen! Da der Schluss gewissermassen offen bleibt, erwarte ich mit Spannung Teil 3!

03.11.2010 18:36:50
Kitkatkati

Die Geschichte beginnt sehr fesselnd, ein Junge wird scheinbar in einem Keller festgehalten und soll eine Entscheidung treffen, erst wenn er diese getroffen hat, darf er wieder aus dem Keller hinaus, als der Junge endlich seine Wahl trifft und halb verdurstet aus dem Keller kriecht, bricht er auf halben weg zusammen und die Geschichte wechselt zu dem Ermittler Konstantin Dühnfort.
Dieser wird zu einem Leichen Fund beordert und schnell wird klar, dass der einstieg über die Geschichte mit dem jungem im Keller und dem gefundenem Kinderarzt, der Dehydriert in seinem Wochenendehaus gefunden wurde, unmittelbar miteinander verbunden sind. Jedoch ist noch völlig unklar in welchem Zusammenhang die beiden Ereignisse zueinander stehen. Außerdem bleibt die Zeit, in welcher sich das erste Ereignis abgespielt hat, völlig unklar, man kann nicht sagen wie lange die beiden schrecklichen Situationen auseinander liegen.Der Erzählstil wechselt häufig zwischen mehreren Schlüsselcharakteren, dadurch lernt man die vielen verschiedenen Personen schnell und gut kennen. Leider werden ziemlich Häufig irgendwelche Straßen und bekannte Plätze erwähnt, die eine gewisse Ortskenntnis voraussetzen, die ich nicht besitze. Es tut der Geschichte keinen Abbruch, aber anstrengend ist es schon und man kommt sich leicht orientierungslos vor.
Die Ermittlungen laufen immer wieder in verschiedene Richtungen und auch wenn man sich noch so sicher ist die Lösung zu kennen, gerät man immer wieder ins Schwanken und ist am Ende dann doch völlig überrumpelt. Stellenweise dachte ich -Das war ja jetzt klar.- aber es passte trotzdem gut in die Geschichte und alle Charaktere und Situationen wirken trotzdem glaubwürdig, fast wie aus dem realen Leben gegriffen.
Der Kapitelaufbau gefiel mir auch sehr gut, die Abstände waren weder zu kurz, noch zu lang, man gelang an jeder Stelle wieder zügig in die Story und wenn ein Schreibstilwechsel vorgenommen wurde, dann nur mit dem beginn eines neuen Kapitels.
Im Nachhinein wurde mir bewusst, dass dieses Buch bereits das zweite einer Reihe ist und die immer wiederkehrenden Anspielungen im ersten Buch ihre Lösung finden. Es fiel mir nicht schwer den Inhalt auch ohne die Kenntnisse vom ersten Teil nachzuvollziehen, jedoch bin ich sehr gespannt auf den ersten. Ich werde ihn mir definitiv zulegen, den die Geschichte die im zweiten Teil mehrmals grob angeschnitten wird, klingt sehr spannend und die gesamte Reihe um Konstantin Dühnfort ist sehr gut geschrieben und lässt auf mehr hoffen.Fazit:
Das etwas offene Ende legt die Vermutung nahe, das es noch einen weiteren Fall für den sympathischen Ermittler geben wird. Und auch dieses werde ich mit Begeisterung lesen.

26.10.2010 18:05:42
HeJe

Leider ist das Buch genauso langweilig wie das erste Buch von Inge Löhnig. Bin total enttäuscht.

Ihre Bücher sind nichts für Leute, die spannende, fesselnde oder blutige Thriller suchen. Der Klappentext verspricht viel mehr. Schon früh ist klar, wer der Täter ist. Mehr passiert dann auch schon nicht mehr.

Schade. Nur 30 Grad

19.10.2010 20:50:40
lieschen1

Habe das Buch gerade im Urlaub sozusagen verschlungen!!
Konnte gar nicht aufhören, zu lesen.

War mein erstes Buch von der Autorin.
Wurde mir von einer Freundin empfohlen.
Werde das andere, Der Sünd Sold, sicher auch noch lesen.
Fand es sehr fesselnd, sehr gut geschrieben, die Charaktere waren toll.
Von mir gibt es 95 °

14.10.2010 10:24:53
horrorbiene

In weißer Stille ist der zweite Teil einer Krimi-Reihe um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort, die in der Umgebung Münchens angesiedelt ist. Der Vorgänger ist unter dem Namen "Der Sünde Sold" erschienen.
In seinem zweiten Fall wird Dühnfort zu einer Leiche gerufen, die im Wochenendhaus an einer Heizung verdurstet ist. Schnell wird die Richtung, in die er ermittelt klar: Einer der Söhne musste immer einstecken. Zerbricht so das so akkurate Bild der heilen Familie Dr. med. Heckeroth?
Mit von der Partie sind die aus dem ersten Teil bekannten Kollegen, wie z.B. Gina und Alois als auch Agnes. Die Figuren werden identisch dem ersten Teil beschrieben und auch auf deren Entwicklung hin wird Bezug genommen. Das bedeutet, dass man das Buch auch ganz entspannt lesen kann, ohne vorher den Vorgänger zu kennen. Und für die, die es kennen, sind die Wiederholungen so schön kurz, das sie beinahe gar nicht auffallen. Dies ist auch sehr gut, wenn die Abstände, in denen man das Buch liest, etwas größer sind.
Obwohl eigentlich sehr schnell klar war, in welcher Umgebung der Mörder zu suchen war, schafft es die Autorin, dass der Leser sich nicht allzu schnelle eine Figur herauspicken kann, die der vermeintliche Mörder war. Unklar bleibt auch lange, wer der Junge im Prolog ist, der beinahe verdurstet ist. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die die Ermittlung für Dühnfort anstrengend machen, für den Leser jedoch spannend. Die Nebenhandlungen z.B. die um Gina, sind gut gestrickt und stellen die Protagonisten als Menschen dar. Die letzte Szene mit Dühnfort deutet eine Entwicklung an, die schon im ersten Teil etwas hervorgeblitzt hat. Wir dürfen gespannt sein.
Die Hauptperson ist wie so oft nicht einer heilen Welt entsprungen, sonder hatte in der Vergangenheit auch an einigen Problemen zu knabbern, die er allmählich versucht zu lösen. Seine Handlungs- und Denkweise lassen ihn für den Leser sympathisch erscheinen und auch die Frauen, die er unterwegs z.B. in einer Buchhandlung trifft, sind von seiner Erscheinung auch angetan. Nun ist er 41, immer noch ledig und sein größter Wunsch ist es, die Frau für\'s Leben zu finden und eine Familie zu gründen. Doch ob das eine so gute Idee ist? Sieht er doch so häufig gestörte Familien - wie auch in diesem Buch.
Fazit: Mir hat das Buch - wie auch der erste Teil - wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig (sporadisch taucht sogar etwas Mundart auf) und die Protagonisten sind sympathisch. Es wird genau das richtige Maß an Details zur Polizeiarbeit eingearbeitet, so dass diese Handlungen authentisch wirken, ohne jedoch mit Fachvokabeln zugepflastert zu sein. Perspektivwechsel (Dühnfort, Schwiegertochter und Tochter des Opfers) machen aus dem Buch ein Lesevergnügen, da der Leser so z.T. mehr weiß als Dühnfort. Ein schöner Krimi, den man wirklich gut lesen kann. Das Buch und diese Reihe kann ich wirklich weiterempfehlen.

14.10.2010 10:23:58
horrorbiene

In weißer Stille ist der zweite Teil einer Krimi-Reihe um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort, die in der Umgebung Münchens angesiedelt ist. Der Vorgänger ist unter dem Namen "Der Sünde Sold" erschienen.
In seinem zweiten Fall wird Dühnfort zu einer Leiche gerufen, die im Wochenendhaus an einer Heizung verdurstet ist. Schnell wird die Richtung, in die er ermittelt klar: Einer der Söhne musste immer einstecken. Zerbricht so das so akkurate Bild der heilen Familie Dr. med. Heckeroth?
Mit von der Partie sind die aus dem ersten Teil bekannten Kollegen, wie z.B. Gina und Alois als auch Agnes. Die Figuren werden identisch dem ersten Teil beschrieben und auch auf deren Entwicklung hin wird Bezug genommen. Das bedeutet, dass man das Buch auch ganz entspannt lesen kann, ohne vorher den Vorgänger zu kennen. Und für die, die es kennen, sind die Wiederholungen so schön kurz, das sie beinahe gar nicht auffallen. Dies ist auch sehr gut, wenn die Abstände, in denen man das Buch liest, etwas größer sind.
Obwohl eigentlich sehr schnell klar war, in welcher Umgebung der Mörder zu suchen war, schafft es die Autorin, dass der Leser sich nicht allzu schnelle eine Figur herauspicken kann, die der vermeintliche Mörder war. Unklar bleibt auch lange, wer der Junge im Prolog ist, der beinahe verdurstet ist. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die die Ermittlung für Dühnfort anstrengend machen, für den Leser jedoch spannend. Die Nebenhandlungen z.B. die um Gina, sind gut gestrickt und stellen die Protagonisten als Menschen dar. Die letzte Szene mit Dühnfort deutet eine Entwicklung an, die schon im ersten Teil etwas hervorgeblitzt hat. Wir dürfen gespannt sein.
Die Hauptperson ist wie so oft nicht einer heilen Welt entsprungen, sonder hatte in der Vergangenheit auch an einigen Problemen zu knabbern, die er allmählich versucht zu lösen. Seine Handlungs- und Denkweise lassen ihn für den Leser sympathisch erscheinen und auch die Frauen, die er unterwegs z.B. in einer Buchhandlung trifft, sind von seiner Erscheinung auch angetan. Nun ist er 41, immer noch ledig und sein größter Wunsch ist es, die Frau für\'s Leben zu finden und eine Familie zu gründen. Doch ob das eine so gute Idee ist? Sieht er doch so häufig gestörte Familien - wie auch in diesem Buch.
Fazit: Mir hat das Buch - wie auch der erste Teil - wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig (sporadisch taucht sogar etwas Mundart auf) und die Protagonisten sind sympathisch. Es wird genau das richtige Maß an Details zur Polizeiarbeit eingearbeitet, so dass diese Handlungen authentisch wirken, ohne jedoch mit Fachvokabeln zugepflastert zu sein. Perspektivwechsel (Dühnfort, Schwiegertochter und Tochter des Opfers) machen aus dem Buch ein Lesevergnügen, da der Leser so z.T. mehr weiß als Dühnfort. Ein schöner Krimi, den man wirklich gut lesen kann. Das Buch und diese Reihe kann ich wirklich weiterempfehlen.

27.04.2010 07:58:37
Koffeinfrei

Im zweiten Buch von Inge Löhnig haben mich wieder der sympathische Kommissar Dühnfort und seine Ermittlungsarbeit aber auch die stimmige Atmosphäre überzeugt. Der Inhalt ist hier schon ausreichend dargestellt worden. Inge Löhnig beschreibt sowohl Charaktere als auch deren Handlungen nachvollziehbar und spannend. Ihr Erzählstil macht es dem Leser leicht, Seite für Seite zu erkunden und der Auflösung entgegen zu fiebern. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von ihr.

04.04.2010 20:34:58
sapkowski

In seinem zweiten Fall muss Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort den Mord an dem pensionierten Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth aufklären, der gefesselt in seinem Wochenendhaus am Starnberger See aufgefunden worden war.
Neben den Unklarheiten zu diesem Fall muss sich Dühnfort auch noch mit privaten Problemen herumschlagen.
Inge Löhnig schildert Dühnforts neuen Fall „In weisser Stille“ glaubhaft und authentisch. Dabei hat sie eigenständige Charaktere geschaffen, die in der abgestimmten Handlung gut miteinander harmonieren. Die dabei entstandene Atmosphäre erschafft einen unglaublichen Lesefluss bei dem der Leser ein Gefühl des Wohlbefindens gewinnt. Man lässt sich deswegen ganz in der sehr realistischen Handlung fallen und entwickelt Gefühle für die einzelnen Protagonisten, die dadurch ihre Emotionen auf den Leser übertragen. Vor allem Dühnforts Gefühlslage konnte die Autorin gut vermitteln.
Durch immer neue Erkenntnisse und dem spektakulären und packenden Ende ist das Buch durchwegs spannend.
Die weniger spannenden Stellen werden durch den ansatzweise vorhandenen Lokalkolorit und den sehr prägenden Schreibstil der Autorin ausgeglichen. Gerne können die detaillierten Beschreibungen von diversen Orten und Begebenheiten noch vertieft werden, da so zusätzlich noch stimmigere Atmosphäre geschaffen wird. Das ist aber wie immer Geschmackssache.
Gut fand ich auch wieder die Einblicke in Dühnforts Privatleben, welche die Figur Dühnforts noch authentischer und greifbarer machen.
Auch stellt es keinerlei Problem dar, wenn man den Vorgänger „Der Sünde Sold“ nicht gelesen hat. Zwar wird kurz Bezug auf diesen Fall genommen, wichtige Details dabei aber nicht verraten.
Dennoch wäre es nicht schlecht den ersten Fall gelesen zu haben, denn zum einen erfährt man wichtige Einzelheiten zu Dühnforts Privatleben, die zum besseren Verständnis von dessen Charakter dienen. Zum anderen merkt man auch deutlich die positive Weiterentwicklung der Autorin, die ihr Buch dadurch erst so richtig besonders macht.
Mit „In weisser Stille“ konnte mich Inge Löhnig jetzt gänzlich von ihrem Talent überzeugen und ich kann sie als Autorin nur wärmstens empfehlen.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Dühnfort – Krimis, da ich auch durch das relativ offene Ende auf weitere Fälle von ihm schon sehr gespannt bin!

5 von 5 Sternen!

21.03.2010 15:15:25
Nati

Dieses ist der zweite Roman von Inge Löhnig mit dem sympathischen Ermittler Konstantin Dühnfort. Der Einstieg bereitet keine Schwierigkeiten, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat.

In der Familie Heckeroth geschieht etwas Unfassbares, der ehemalige Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth kehrt nach einem Urlaub im Ferienhaus nicht planmäßig zurück. Voller Sorge fährt sein Sohn Albert los und findet seinen Vater im Ferienhaus. Gefesselt an der Heizung und verdurstet, hat er einen qualvollen Tod erlitten. Auch die Geschwister von Albert Bertram und Caroline sind vom plötzlichen gewaltsamen Tod ihres Vaters erschüttert, da sie bereits vor einigen Wochen ihre Mutter verloren haben.

Kommissar Konstantin Dühnfort übernimmt mit seinem Team, Alois und Gina, die Ermittlungen. Lange tappt die Polizei im Dunkeln und versucht in mühevoller Kleinarbeit die Ermittlungen voranzutreiben. Trügt der Schein der nach außen intakten Familie? Und welche Rolle spielt das entdeckte Fotoalbum von Wolfram Heckeroth?

Inge Löhnig hat es geschafft, dass man sich in das Leben der einzelnen Protagonisten hinein versetzen kann. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Vergangenheit der Familienmitglieder. Diese sind gut beschrieben, ohne detaillierte Nebensächlichkeiten. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wird langsam aufgebaut. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und Hintergründe werden offenbart, die zu der Tat geführt haben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

11.03.2010 11:19:07
Malin19

Der pensionierte Kinderarzt Dr. Heckeroth wird von seinem Sohn Albert tot in seinem Wochenendhaus aufgefunden – an die Heizung gebunden und qualvoll verdurstet . Kommissar Konstantin Dühnfort und sein Team glauben zuerst noch an einen Raubmord, doch nach und nach bröckelt die Fassade dieser angeblich so angesehenen und moralischen Familie. Immer mehr falsche Fährten tauchen auf, immer mehr Personen die einen Grund gehabt hätten sich an Dr. Heckeroth grausam zu rächen.
Konstantin Dühnfort als Ermittler gefällt mir unglaublich gut.Endlich einmal nicht diese klischeebehafteten ,obercoolen Machopolizisten . Man erfährt einiges aus seinem Privatleben , das passt sehr gut , es drängt sich niemals in den Vordergrund - es bleibt immer ein Krimi. Die Protagonisten sind mit Menschenkenntnis und Detailliebe ausgearbeitet ,alles wirkt wie aus dem normalen Leben , Personen , Szenen und Dialoge .
Die Spannung kann über weite Strecken gehalten werden, ich wusste bis fast ganz zum Schluss nicht sicher , wer der Täter war. Sehr fesselnd und flüssig geschrieben , ich gebe "In weisser Stille" schon die Höchstzahl .In weisser Stille” von Inge Löhnig ist ein wirklich empfehlenswerter Krimi.Ich warte schon sehnsüchtig auf den dritten Band

04.03.2010 21:35:01
Antje Schmalzbauer

Im Prolog geht es um einen Jungen, der in einem Keller liegt und eine Entscheidung treffen soll. Er hat kein Wasser und kurz vor dem Verdursten.
Der pensionierte Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth wird in seinem Wochenendhaus am Starberger See tot und gefesselt von seinem Sohn Albert aufgefunden. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin ergeben, dass der alte Mann einen grausamen und qualvollen Tod erlitten hat: er ist verdurstet. Gefesselt mit Gürteln an den Heizkörper. Wer tut so was? Und aus welchen Grund? Hass, Rache, Raubmord? Auf letzteres deuten die Spuren vordergründig hin. Es stellt sich heraus, dass der alte Heckeroth etwas seltsame sexuelle Vorlieben hatte. Ist das Motiv die Rache einer Frau? Jetzt ist an Kommissar Dühnfort die Spuren zu verfolgen und den Täter zu finden. Aber nicht nur das beschäftigt Dühnfort, auch die Beziehung zu Agnes gestaltet sich schwierig und er macht sich Sorgen um seine Kollegin Gina Angelucci.
Inge Löhnig beschreibt in ihrem Krimi die Abgründe hinter der Fassade der ehrbaren Familie, nach außen heile Welt und innen stinkt’s und fault es. Sie ist präzise und detailliert in ihren Schilderungen und hat intensive Charaktere erschaffen. Der scheinbar immer alles richtig machende Albert, das schwarze Schaf der Familie Bertram und die um Anerkennung kämpfende Caroline. Kinder, die auch als Erwachsene den ständigen Kampf um Lob vom Vater kämpfen. Doch bei diesem Vater kann man nur verlieren. Mein Mitleid mit dem Mordopfer hält sich in Grenzen, nachdem was man alles über ihn erfährt.
Obwohl der Täter schnell entlarvt werden kann, versteht es Inge Löhnig das Warum bis zum Schluss "geheim" zu halten. Ereignisse, die oberflächlich gesehen nichts miteinander zu tun haben, sind genauer betrachtet für die Lösung des Falles äußerst wichtig.
Es gibt einige Nebenhandlungen, die gut eingebaut sind und einem auch das Ermittlerteam näher bringen. Durchweg alle sympathische Charaktere, die manchmal noch Probleme haben im Team zu agieren und zu einander zu finden. Da ist also noch Raum für weitere Krimis.
Der Titel des Buches lässt sich schwer nachvollziehen. Bei genauem Lesen fällt auf, dass das letzte Buch, welches Elli Heckeroth vor ihrem Tod gelesen hat, von Island handelte. Wenn das seltene Wetter eintritt, dass kein Wind weht und die Seeleute nennen das die weiße Stille.
Ich freue mich schon auf den nächsten Dühnfort, allerdings sollte der Schluss dann besser gewählt sein, denn den finde ich diesmal nicht sehr gelungen.

06.02.2010 18:20:17
stjerneskud

War richtig lesenswert, aber mit kleinen Schwächen

Ich bin froh mir nach der Leseprobe nun ein Gesamtbild von der ganzen Geschichte machen zu können und ich bin überrascht davon, dass man nicht davon ablassen kann und in einem fort weiter liest. Anfangs ließ wenig auf einen Krimi schließen und wenn man es nicht besser wüsste, würde man denken, dass man einen Frauenroman zur Hand genommen hat. Die ruhige Erzählweise war eine willkommene Abwechslung und auch, dass es nicht ein großer Fall ist, sondern sich alles auf eine Familie konzentriert und sie genauer unter die Lupe genommen wird. Als übermäßig spannend empfand ich es jetzt nicht, aber es war doch so lebendig geschrieben, dass mir mitunter so war, als ob ich mich mit den Figuren durch München und am Starnberger See bewegen könnte. Allerdings habe ich mich auf Seite 400 gefragt, warum noch 40 weitere folgen müssen, denn es war doch so gut wie alles gesagt und ich hätte eine Raffung sehr begrüßt. Am allerwenigsten bin ich mit den letzten Seiten einverstanden – mir ist dies zu übertrieben und ließen einen mit einem unbefriedigenden Beigeschmack zurück. Entweder ist es jetzt das absolute Ende oder es gibt eine glorreiche Rettung. Lieber erinnere ich mich positiv an ein Buch zurück, denn dann kann ich es kaum erwarten, den nächsten Band in die Hände zu bekommen.

Dahinter gekommen bin ich nicht, aus welchen Gründen der Name eines Feinkostgeschäftes kursiv gesetzt wurde und der eines anderen wiederum nicht.

Zumindest war ich von dem Krimi so angetan, dass ich früher oder später auch den ersten Band lesen werde.

05.02.2010 14:50:04
Anika

Der ehemalige Kinderarzt Wolfram Eberhard Heckeroth wird tot in seinem Wochenendhaus aufgefunden. Gefesselt an einer Heizung ist er elendig verdurstet. Es gibt viele Spuren, die zu seinem Sohn führen... jedoch stirbt dieser auch kurz darauf. Und was hat es mit dem am selben Tag angefahrenen Mädchen auf sich, was steckt hinter den gefundenen Fotos? Was verschweigt die Familie?


Es war das erste Buch dieser Autorin welches ich gelesen hab. Die Figuren sind sehr lebendig. Jedoch wurde der Roman meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen. Er war nicht fesselnd, ich hab des öfteren das Buch beiseite gelegt. Was mich sehr stark gestört hat, deswegen auch 1 Punkt Abzug, sind die sehr sehr detailierten Wetterbeschreibungen. Nahezu in jedem Absatz wurde ausführlich und intensiv das Wetter beschrieben und das hat mich überhaupt nicht interessiert und war auch nicht wichtig für die Handlungen.

Dennoch hab ich das Buch gern gelesen, es hat mich teilweise überrascht und das mag ich.

30.01.2010 12:32:25
simsa

„In weisser Stille“ von Inge Löhing habe ich direkt nach ihrem Erstling „Der Sünde Sold“ gelesen. Ich muss sagen, auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Abgesehen vom Fall fand ich schön, dass man Kommissar Dühnfort und seine Kollegen noch besser kennenlernt. Man versteht das Handeln einzelner und kann sich in die Gefühlswelt hineinversetzen.
Zum Fall muss ich sagen, dass ich gerade auf den letzten 100 Seiten das Buch nicht mehr weglegen konnte. Und das obwohl ich schon wirklich müde war, aber es ging nicht. Ich hatte so einige Verdächtigungen, wer den Mord begangen haben könnte, war aber dieses Mal auf dem Holzweg. Aber es hat Spaß gemacht zu rätseln und immer wieder über neue Auflösungen zu lesen.
Für mich wirklich lesenswert!

20.01.2010 12:36:52
kleinfriedelchen

Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut. In seinem Ferienhaus wird der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth tot aufgefunden. Er wurde mit Gürteln an eine Heizung gefesselt und ist offenbar qualvoll verdurstet. Zuerst sieht es nach einem Raubmord aus, aber bald schon zeigt sich, dass der alte Mann nicht so ein beschauliches Familienleben geführt hat, wie es zuerst den Anschein hat. Dühnfort findet ein Fotoalbum, das Aufnahmen der verschiedenen Geliebten Heckeroths enthält. Aufnahmen, auf denen die jungen Frauen alle gefesselt waren, manche offenbar auch unfreiwillig. Hat sich etwa eine von ihnen an dem alten Mann gerächt? Aber auch in Heckeroths eigener Familie gibt es Verdächtige. So hat sein Sohn Bertram hohe Schulden und ein hohes Erbe als Motiv. Je mehr Dühnfort nachforscht, desto mehr offenbaren sich die familiären Abgründe der Familie Heckeroth…

Inge Löhnig zeichnet sich für mich durch ihren angenehmen Schreibstil aus. Gekonnt hält sie die Spannung um den Täter bis zum Schluss aufrecht und lässt mich die Seiten regelrecht verschlingen. Die Handlung wird, wie im ersten Band, aus Sicht mehrerer Personen erzählt, wodurch man nicht nur Stück für Stück Einblick in die verschlungenen Handlungsstränge erhält, sondern auch die Charaktere näher kennenlernt. Da wäre Barbara, die befürchtet, ihr Mann Albert könnte es seinem Vater Wolfram gleichtun und sie betrügen; oder Wolframs Tochter Caroline, die sich Zeit seines Lebens um die Anerkennung des Vaters bemüht hat.

Mit Konstantin Dühnfort hat Löhnig einen sehr sympathischen Hauptcharakter erschaffen. Kein übermäßig gutaussehender Draufgänger, sondern ein ganz normaler Typ, der nach Jahren der Entfremdung beginnt, sich mit seinem Vater zu versöhnen, der sich nach einer Familie sehnt und trotz seines harten Alltags als Ermittler an das Gute im Menschen glaubt.
Mein Fazit: ein spannender Fall, ein realistischer Plot und glaubwürdige Charaktere machen dieses Buch für mich zu einem Krimi-Sahnestück. „In weisser Stille“ ist ein toller zweiter Krimi von Inge Löhnig, der mich endgültig zum Fan gemacht hat. Ich warte sehnsüchtig auf Nachschub!

13.01.2010 14:14:03
Moehrchen

Solider Krimi

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren und studierte dort Grafik-Design. Sie arbeitete sieben Jahre lang in Werbeagenturen, bis sie sich dann schließlich mit einem kleinen Design-Studio selbständig machte. Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in der Nähe von München. Nach "Der Sünde Sold" ist "In weißer Stille" ihr zweites Buch.

Der Kinderarzt Albert Heckeroth findet seinen Vater, in dessen Wochenendhaus am Starnberger See, tot auf. Zunächst sieht alles nach einem Raubmord aus, doch Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort glaubt nicht so recht daran und macht sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen.

Der zweite Teil um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Neben seinen Kollegen Gina Angelucci und Alois Fünfanger trifft man auch Agnes wieder - Leser des ersten Teiles werden sich sicher noch an sie erinnern. Man erfährt so einiges aus dem Privatleben Dühnforts aber dies rückt zu keiner Zeit in den Vordergrund und ist dadurch auch nicht störend, sondern trägt zusätzlich zur Spannung bei. Ab und an begleitet man Dühnfort durch die Straßen Münchens, was - wie ich finde - gut zum Roman passt. Es macht den Roman irgendwie menschlicher und transportiert sehr viel Lokalkolorit rüber.

Gut gefällt mir auch die Art, wie Inge Löhnig schreibt. Man begleitet nicht immer nur Dühnfort bei seinen Ermittlungen, sondern erfährt auch, was die Familienmitglieder des Ermordeten bewegt und wie sie zu dem Toten standen.

Was mich etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass ich leider schon sehr früh wusste, wer der Täter ist. Entschädigt hat mich die Tatsache, dass ich auf die genauen Umstände nie gekommen wäre und damit gab es doch noch einen Überraschungseffekt.

Ein solider, deutscher Krimi mit kleinen Schwächen.

08.01.2010 14:17:21
subechto

Tod im Wochenendhaus

Um es gleich vorweg zu nehmen: In weißer Stille ist Inge Löhnigs zweiter Kriminalroman in der Serie mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und hat mir noch besser gefallen als "Der Sünde Sold". Doch worum geht es?

Das Buch beginnt mit einer Rückblende: Ein kleiner Junge, der sich im Keller eines Hauses versteckt hat und eine schwere Entscheidung treffen muss. Anschließend lernen wir Barbara - genannt Babs - und ihren Mann Alfred, einen Kinderarzt, kennen. Sie haben zusammen zwei Söhne und zwar Zwillinge. Kurz darauf geschieht ein Mord: In einem Wochenendhaus am Starnberger See findet Alfred seinen Vater, der früher ebenfalls Kinderarzt war, tot und an eine Heizung gefesselt auf.

Mal abgesehen davon, dass es anscheinend Eltern gibt, die ihre Kinder nach dem Alphabet benennen: Alfred, Bertram, Caroline... oder Palindrome schön finden: Alfreds Kinder heißen Leon und Noel, ist die Geschichte interessant geschrieben, sind die Figuren stark gezeichnet. Bereits von Anfang an, bröckelt die Fassade der vordergründig heilen Familie, von der Autorin deutlich gemacht durch Einschübe - teils nur einzelne Wörter, teils ganze Sätze - in Kursivschrift. Aber auch mit der Beziehung von Kommissar Dühnfort und seiner Freundin Agnes steht es nicht zum besten...

Gut gefallen haben mir die vielen falschen Fährten, die Frau Löhnig für den Leser auslegt und somit die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Auch sprachlich hat sich die Autorin meiner Meinung nach weiterentwickelt. Das Buch \'lebt\' im wahrsten Sinne des Wortes durch Zitate. So stammt z. B. der Titel "In weißer Stille" aus Islandfischer von Pierre Loti und hat somit nichts mit unserer gegenwärtigen Wettersituation zu tun.

Dafür passt er jedoch umso besser zum Ende des Buches, welches ich hier nicht vorwegnehmen möchte. Nur so viel sei verraten, als dass es sich um einen Cliffhänger handelt, der hoffen lässt, dass die Reihe mit Kommissar Dühnfort fortgesetzt wird. Vielleicht sogar mit einer neuen Liebe? Alles hat seine Zeit.

Bereits mit ihrem Krimi-Debüt "Der Sünde Sold" gelang Inge Löhnig ein kleines Meisterwerk auf dem deutschen Autorenmarkt. Mit "In weißer Stille" kann sie das sogar noch toppen. Lediglich, dass mir ziemlich schnell klar war, wer der Täter ist, nämlich der kleine Junge aus dem Prolog, hat mein Lesevergnügen etwas getrübt.

Dennoch, ich bin begeistert! Aber Sie sollten sich unbedingt selber ein Urteil bilden...

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