Schmerzlos

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • London: Hodder & Stoughton, 2005, Titel: 'Crosscut', Seiten: 343, Originalsprache
  • München: Heyne, 2008, Seiten: 507, Übersetzt: Bea Reiter

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Jochen König
Ein einziges Desaster

Buch-Rezension von Jochen König Sep 2008

Als Evan Delaney am Klassentreffen zum fünfzehnten Jahrestag ihres Schulabschlusses teilnimmt, stellt sie erstaunt fest, dass bereits übermäßig viele ihrer ehemaligen Mitschüler den endlichen Weg alles Irdischen gegangen sind. Als im Laufe der freudlosen Veranstaltung zwei weitere Klassenkameradinnen auf gewaltsame Weise aus dem Leben scheiden, wird schnell deutlich, dass etwas ganz und gar im Argen liegt. Ein nahezu übermenschlicher Killer, Deckname "Coyote", ist unermüdlich damit beschäftigt, die ehemalige Klassengemeinschaft radikal zu verkleinern. Sollten diese Tötungsakte etwas mit dem missglückten militärischen Experiment zu tun haben, in das Evan und ihre Schulkollegen unfreiwillig während eines Klassenausflugs geraten sind? Handelt es sich bei den seriellen Morden gar um sanktionierte Säuberungsaktionen? Schmerzlich muss sie am eigenen Leib erfahren, dass dem wohl so ist. Glücklicherweise gibt es besorgte Eltern und einen aufrechten Verlobten - wenn er auch im Rollstuhl sitzt, die ihr in Stunden der Not beistehen.

Es ist immer wieder schön, wenn sich Vorurteile bestätigen. Sobald ein Sticker aufgeregt verkündet, dass Stephen King ein Buch oder eine Reihe ganz toll findet, ist dies eher als abschreckende Warnung zu verstehen. Das gilt doppelt, wenn zusätzlich Elizabeth George als Laudatorin auftritt, wie im vorliegenden, hoffnungslosen Fall.

Schmerzlos ist ein einziges Desaster. Hilflos pendelnd zwischen aufgeregter Schmonzette voller stereotyper zwischenmenschlicher Anekdötchen, pseudowissenschaftlichem Politthriller und hyperbrutaler Metzelorgie, fällt schwer zu entscheiden, welcher Part der schlechteste ist.

Der dämlichste ist eindeutig jener Zweig, der sich mit dem missglückten militärischen Experiment beschäftigt. Gardiner will uns tatsächlich weismachen, dass ein Bus voller unbedarfter Schulausflügler mitten in eine streng geheime Operation platzen kann, um so Teil von etwas zu werden, das die Zukunft der meisten Beteiligten ziemlich negativ beeinflusst. Da dürfen Zivilisten versuchen, laufende Experimente abzubrechen, während neugierige Teenager Sandkastenspiele, direkt neben Aktivitäten höchster Geheimhaltungsstufe, betreiben. Das Militär mag ja mitunter eine Ansammlung nicht besonders heller Ignoranten sein, aber jeder, der aus Zufall schon mal in die Nähe eines durchschnittlichen Übungsmanövers geraten ist, weiß, wie paranoid Uniformierte reagieren, wenn man ihre Kreise stört. Selbst bei kaum vorhandener Sicherheitsstufe sind sie ziemlich ungehalten.

Nun gut, wenn man denn unfreiwillige Versuchstierchen hat, will man auch damit experimentieren. Doch wie soll ein mögliches Experiment aussehen? Es gibt kein wissenschaftliches Studium, keine Isolierung, was vollkommen verwundert, da dem "South Star" genannten Versuch, schmerzunempfindliche Soldaten zu produzieren, ein gewisses Infektionsrisiko zugestanden wird. Nicht nur durch Vererbung, sondern auch durch Luftübertragung. Seltsamerweise erkrankt aber niemand, der sich nicht in der Nähe der ursprünglichen Explosion befand.

Aber das sind Kleinigkeiten in einem Machwerk, dessen dramaturgische und inhaltliche Plattitüden, weder ironisch, noch halbwegs gekonnt, wieder und wieder aufgekocht werden. Hier sind die bösen Menschen so richtig böse, fies und gemein; leiden im Fall von Coyote neben andauernder Schmerzunempfindlichkeit, auch noch an einer geschlechtlichen Desorientierung, die auf's zarte Gemüt schlägt. Demgegenüber sind die Guten untadelig bis zum Erbrechen. Was im Falle Evan Delaneys wörtlich zu verstehen ist. Ihr Gerenne zur Toilette hätte eigentlich einen eigenen Roman verdient, mindestens aber eine Kurzgeschichte. Wenn ihr gerade mal nicht schlecht ist, bewundert sie ihren Verlobten, den bestausehendsten Mann der Westküste, gering gehandicapt durch eine Querschnittslähmung. Macht sich gut für die Tränendrüse und heizt die Spannung auf in den Action-Szenen. Denn wie soll so ein Krüppel einer stahlharten und skrupellosen Kampfmaschine schon Paroli bieten? Jener Kampfmaschine, die etliche Gelegenheiten auslässt, Evan vom Leben in den Tod zu befördern, nur damit der unglaubwürdige Showdown stattfinden kann. Man braucht keine großartigen Literatur- oder sonstigen Kenntnisse, um zu erahnen, wie der ungleiche Kampf ausgehen wird.

Schmerzlos ist von vorne bis hinten vermurkst, alleine nach Motivationen zu fragen, käme einer Sisyphosarbeit gleich. Nie wird erklärt, warum Coyote ausgerechnet nach rund 20 Jahren derart auffällig und dilettantisch mordet, dass die halbe Welt stutzig wird. Vorher haben er und seine Auftraggeber munter mitgemischt, ohne dass Außenstehende und Involvierte misstrauisch wurden. Weder der wackere Polizist Tommy Chang, Evans früherer Love-Interest, noch die beflissenen Organisatorinnen der Klassenzusammenkunft, geschweige denn die rührige Journalistin Evan Delaney wurden zu einem früheren Zeitpunkt hellhörig.

Das ganze Buch hindurch wird gerannt, gerettet und geflüchtet, vermutlich um von der gedanklichen Leere abzulenken, die den kompletten Roman durchweht wie Wüstenwinde die militärische Peripherie China Lakes.

So ergibt sich ein sinnloses Nebeneinander, überflüssige brutale Gewaltausbrüche treffen auf heiße Liebesschwüre und halbgare paranoide Schübe messen sich mit pubertären Konflikten auf Poesiealbum-Niveau. Eltern, die den Waltons alle Ehre machen würden und ein Arsenal an Figuren, das so glaubwürdig ist wie die mitternächtlichen Weissagungen einer abgewrackten Mentalistin am untersten Ende der Senderskala, geben dem gebeutelten Buch den Rest.

Schmerzlos ist ein unsägliches, auf über 500 Seiten aufgeblähtes Nichts, das seine Leser beständig für dumm verkauft, in dem es so tut, als hätte der ständig herrschende hysterische Aktionismus irgendeine Bedeutung, außer sich selbst zu befriedigen. Im Vertrauen: hat er nicht.

Schmerzlos

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Letzte Kommentare:
22.10.2016 10:52:56
Svenja

Vielen Dank, Herr König, für Ihre treffende Bewertung. Ich habe nur den Anfang des Buches gelesen und selbst bis zu diesem Punkt ist es voller Plattitüden und Albernheiten, darüber hinaus überhaupt nicht spannend. Natürlich ist es nur ein Krimi bzw. Thriller, aber gewisse literarische Ansprüche sollte meiner Meinung nach jeder Roman in gewisser Weise erfüllen. Sonst kann ich ja gleich Comics lesen... 3 Grad gibt von mir.

12.01.2015 13:25:15
Hartmasa

Die ersten 3 Bücher mit Evan Delaney haben mir wirklich gut gefallen. Aber dieses Buch nahm einfach kein Ende. Anfangs noch spannend, empfand ich es zunehmend als verworren und unrealistisch. Die in der Ich-Form geschriebene Handlung schwankte zwischen witzigen Bemerkungen und extrem brutalen Szenen. Da ich das Buch auf meinem EBook-Reader las, konnte ich an der Prozentanzeige meinen Lesefortschritt verfolgen und war erleichtert, als ich endlich bei über 90 % angelangt war.
Hoffentlich ist das 5. Buch über Evan Delaney wieder etwas bodenständiger.

22.04.2013 18:05:53
DasBonni

Eine hervorragende Vorlage für einen Splatterfilm der B-Kategorie! Popcorn knuspern, an den richtigen Stellen "Iiih" schreien und sich angewidert abwenden, aber nur keine logischen Zusammenhänge suchen.
Der Grundtenor des Buches ist durchaus ansprechend, leider ist die Umsetzung des Themas völlig realitätsfern geraten. Ein fiktives Land hätte der Geschichte besser zu Gesicht gestanden und ihr mehr Glaubwürdigkeit angedeihen lassen als ein Amerika des 21. Jahrhunderts.
Da hier mehrfach erwähnt wurde, dass "Schmerzlos" eines der besten Bücher- wenn nicht gar das beste - von Meg Gardiner sein soll, muss ich mir diesen Namen also nicht merken.

31.07.2012 15:43:50
Katja G.

leider kann ich der Rezension auch nur zustimmen
Haarstäubend und sinnlos blutrünstig udn Brutal.
habe auch mühsam bis zum Ende durchgehalten, aber das war dann wohl meiner 2. und letzter Ausflug zu Evan Delaney
Schade, aus der Geschichte hätte man durchaus mehr machen können mit glaubwürdigeren Akteuren und weniger abstrusen Geschichten.

28.04.2011 14:03:57
HeJe

Ich habe gerade mit Meg Gardiner angefangen und Schmerzlos gelesen. Ich finde, dass es von Vorteil gewesen wäre, die ersten Werke zuerst zu lesen, da vieles nicht wirklich aufgegriffen wurde, was bereits in früheren Werken passiert ist. Daher fand ich es etwas mühsam.

Prinzipiell bin ich positiv überrascht! Ich habe es so empfunden, dass es wichtig war, sehr aufmerksam zu lesen. Der Inhalt ist sehr speziell und man sollte nicht zu flüchtig lesen, sonst versteht man nichts :)

Wenn sich alle Werke von Frau Gardiner so auszeichnen, dann lese ich bald mehr von ihr. Aber Achtung: Nichts für schwache Nerven! Das Buch ist brutal, fast schon bestialisch! Ich liebe es :) Albträume garantiert!!!

90 Grad

02.10.2010 13:32:30
Evanfan

Ohne dem Herrn König zu nahe treten zu wollen bin ich schon schokiert, wie man ein Buch so auseinandernehmen und so schlecht machen kann.natürlich sollte jeder seine persönliche Meinung haben und vertreten. Dazu wohnen wir ja in Deutschland. (...und in anderen Ländern.) Fakt ist meiner Meinung nach, dass ein Buch nicht nach seiner Glaubwürdigkeit beurteilt werden sollte. Solange man alles gut \'verpackt\' kann auch darin stehen, dass Evan Delaney einen Drachen tötet. Das einzig wichtige bei einem Buch sollte (meiner Meinung nach) sein, dass der Leser in den Bann gezogen wird. Das er alles vor seinem inneren Auge sieht und mit der Hauptfigur mitfiebert. Um dann zum Schluss bei einigen Stellen zu weinen, zu lachen oder zu schwitzen vor Angst. Ein gutes Buch ist es nur dann, wenn man es gar nicht mehr weglegen will, sondern bis spät in die Nacht liest, nur um zu wissen, was passiert. Und so ging es mir bei allen bisherigen Büchern von Meg Gardiner. Meiner Meinung nach ist sie eine brilliante Autorin und \'Schmerzlos\' ist ein buch, welches man unbedingt lesen sollte, falls jemand sich noch auf oben beschriebenes freuen sollte!

17.09.2010 11:03:55
Rakchi

Also spannend war das Buch wirklich. Zugegeben, die Handlung ist schon haarsträubend und brutal. Aber es lässt sich leicht und schnell auslesen.
Hr. König: Bücher und Filme sind zur Unterhaltung gedacht und müssen nicht Tatsachenberichte sein. Es ist nicht realistisch, wenn mann Krimis/Thriller mit der Wirklichkeit vergleicht!

Meine Wertung 75 Grad.

08.08.2010 17:06:00
bibifog

Ich fand das Buch sehr gut und spannend geschrieben auch wenn ich zugeben muss, das es teilweise sehr brutal war!
Aber wie schon öfter erwähnt liest man Bücher um an was anderes zu denken als an die reallität!Ich gebe 85 grad!
Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Evan!Und auch wie es privat bei ihr weitergeht!

16.04.2010 10:17:19
Marplekrimi

So eine Geschichte zu erfinden ist schon ziemlich utopisch, ich finde sie zu krass. Das Buch ist eigentlich ein einziges Gemetzel und auf keinen Fall etwas für Leute die ziemlich leicht beseitet sind. Ansonsten muß man einfach sagen, es gibt natürlich bessere Bücher, aber wenn man ein paar spannende Leseabende haben möchte ist dies genau das Richtige. Spannung und Action sind in diesem Buch durchaus gegeben, aber nichts für zarte Gemüter.

19.11.2009 11:04:58
Mariahsjack

Ich kann meiner Vorschreiberin nur zustimmen und Herr König nur Widersprechen. Klar ist die Geschichte wohl sehr an den Haaren herbeigezogen, aber wenn ich was reales will, dann schaue ich Nachrichten. Ich will bei einem Buch abschalten und mich ablenken lassen und das ziemlich kurzweilig und spannend. Und das war hier durchaus gegeben. Spannung ist vorhanden. Der Wechsel zwischen den bekannten Charakteren und dem Killer sind gut gelungen. Auch neue Charaktere werden kurz aber vollkommen Bildlich dargestellt.
Also von mir bekommt "Schmerzlos" 95°
Charaktere Top
Spannung Top
Kurzweiligkeit Top
Story Naja, wenn man nichts glaubwürdiges haben muss ist sie gut :-)

05.09.2009 22:11:21
Tempe

Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden!
Ich teile die Ansicht von Jochen König überhaupt nicht, klar es ist kein Literaturklassiker, aber super spannend und echt gut geschrieben.
Vor allem ist die Schreibweise einfach super, mann bekommt immer zu Spüren was Evan denkt und tut, aber auch die/der Killer/in darf aus ihrer Perspektive erzählen!
Die Karaktere des Killers wird vor allem stück für Stück aufgezeigt!
Von mir bekommt diese Buch eine 100% Leseempfehlung!

16.07.2009 18:07:32
krimifan

Ich habe das Buch gekauft, weil sich die geschilderte Geschichte spannend anhörte. Aber, ich habe selten so einen Blödsinn gelesen. Trostlose Dialoge, flache Anekdoten, nicht nachvollziehbare Handlung. Ich habe ständig mit mir gerungen, das Buch einfach ins Altpapier zu bringen. Zwar habe ich bis zum Ende durchgehalten, war aber froh, dass es endlich vorbei war. Absolut vergeudete Zeit und schade um die wirklich rausgeschmissenen 9,95 €. Nie wieder Meg Gardiner!!!

10.06.2009 18:05:59
TM

Anlässlich eines Klassentreffens habe ich mir gedacht hier eine thematisch passende Lektüre zu finden - hätte ich mal vorher die Rezension von KC gelesen, dann hätte ich mir das Buch ersparen können.
Das einzige was ich nicht verstehe ist, wie Jochen König auf 19Grad kommt - das sind mindestens 15 zuviel.
Ein Krimi muss ja nun nicht realistisch oder wahrscheinlich sein - aber ein derart hanebüchener Blödsinn übersteigt jede Grenze.
Die Handlung pendelt zwischen absolut unterirdischem Blödsinn (die ganzen Szenen mit der merkwürdigen Cousine) und völlig unglaubwürdigem "Showdown".
Dazu noch völlig unnötige und kaum erklärte lose Fäden (Jax z.B.)
Vergeudete Zeit.

08.04.2009 12:26:58
Londra

Endlich spricht mir eine Rezension aus dem Herzen. Ich habe nach sehr anstrengenden 200 Seiten das Buch frustriert in die Ecke gelegt. Hahnebüchene Story, unsympathische Charaktere - nicht gerade der Mix, der mich ans Buch fesselt. Da war ich auch nichtmehr auf die Auflösung gespannt. Außerdem war eine Menge aus dem Zusammenhang gerissen, weil es nur in Deutschland die erste Veröffentlichung war, während in den USA schon ein Buch vorher erschienen ist.

12.03.2009 14:44:16
thola

Eine Klasse vom aussterben bedroht! Evan Delaney muss bei Ihrem Klassentreffen entsetzt feststellen daß sehr viele ihrer mitschüler in kurzer Zeit gestorben sind, als während des Klassentreffens die nächste Klassenkameradin auf brutale Weise ermordet wird,stellt sich die Frage warum...Als sie heimlich einen Tip erhalt daß Evan ihren Vater fragen soll was er von einem geheimen Projekt namens South Park weiß, fängt die Geschichte richtig an.
Ein sehr spannendes und vor allem gut geschriebenes Buch. Nichts für zarte Gemüter da es recht brutale Szenen beinhaltet.Dieses Buch überschreitet das logische Denken und ist weit von der Realität entfernt was das Experiment angeht, aber es ist eine sehr gut ausgedachte Story, die es so bestimmt noch nicht gibt. Sollte mal verfilmt werden.

06.03.2009 23:19:41
Susi

Ich bin eingefleischter Tess Geritssen Fan und habe verzweifelt nach etwas ähnlichen gesucht, da es kein Buch mehr gibt was ich noch nicht gelesen habe. Ich bin durch Zufall an die Bücher über Evan Delaney gestolpert und kann nur sagen das ich die 3 Bänder fast aufgefressen habe und in kürzerster Zeit verschlungen habe. Nun warte ich schon sehnsüchtig auf das nächste Buch der Reihe. Ich kann nur sagen weiter so, vor lauter Spannung, kann ich die Bücher nicht mehr aus den Händen nehmen. Toll Top !!! Wer Spannung liebt und diese Art an Büchern mag, liest hiermit genau das Richtige. Weiter so Meg Gardiner schreibe schnell weiter an dieser Reihe.

26.02.2009 16:47:19
FreaQ_M

Ich finde das Buch klasse was ich allerdings nicht so toll finde ist, dass alles ins kleineste Detail beschrieben wird. Ich finde es auch etwas kompliziert ich meine, man kann nicht immer so recht folgen. Aber im Großen und Ganzen kann man es nur weiterempfeheln, weil die Spannung nie sinkt an manchen Stellen kann das Buch einen richtig in den Bann ziehen! Auch wenn die Geschichte etwas von der Realität abweicht, wird es einem echt real präsentiert!

30.01.2009 22:32:02
Zoea

Ich persönlich muss sagen, dass ich dieses Buch schon für sehr brutal halte. Dennoch ist diese Spannung, die sie erzeugt wirklich sehr gut gelungen. Wie sie es schafft ist ziemlich beeindruckend. Auch ist das Buch nicht wirklich realistisch, denn diese Züge kann ein Mensch doch nicht in diesem Maße ausleben...dennoch fand ich es ok.

20.01.2009 15:12:09
Alexander_Engel

Um Gottes Willen...hätte es dieses Buch nicht geben dürfen...auch ich habe es weggelegt, und ehrlich, ich habe alles versucht, um dem Buch eine Chance zu geben...Seite für Seite...da ich aber nicht masochistisch veranlagt bin, habe ich kapituliert...Nein, was da zusammengebastelt wurde... schauerliche Rückblenden, schauerliche Darsteller...nur leider kein Schauerroman...nichtmal eine Seifenoper...

03.12.2008 15:43:51
Bio-Fan

Dear Meg Gardiner!
Es tut mir aufrichtig leid, aber ich kann diesen deinen Roman (Thriller?) nicht zu Ende lesen. Eigentlich wollte ich schon nach 100 Seiten aufgeben, aber ihr Amerikaner habt ja gerne eine "Second Chance" und die habe ich dir hiermit gegeben. Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich durchgequält - nun ist BASTA.
"Schmerzlos" ist nun dein 4. Buch dieser Reihe. Mich wundert, daß dir bisher niemand gesagt haben sollte, daß man solchen Unsinn nicht schreiben kann. Oder ist das Ganze nicht so ernst gemeint und die Übersetzerin hat es nicht geschafft, den subtilen Humor widerzugeben?
Wie dem auch sei. Ich verabschiede mich jetzt für immer und alle Zeiten von deinen Werken. Sei nicht traurig. Ich bin nur ein einzelner Kunstbanause, dessen Urteil bei der sonst allgemeinen Zustimmung für dieses Buch kaum ins Gewicht fallen wird.
Es mag auch kein Trost sein, daß "Schmerzlos" mein persönlicher Flop des Jahres 2008 geworden ist.
Hoffen wir gemeinsam auf andere (bessere?) Seiten ;-)
Yours sincerely
Bio

05.09.2008 19:20:50
Schrodo

Wow! Ich bin jetzt Fan von Frau Gardiner. Was dieses Mädel da auf die 508 Seiten geschmettert hat ist an Spannung kaum mehr zu überbieten. (Wo war diese Autorin nur die ganze Zeit?)
Der Plog ist allerdings hart! Dann beginnt die Story…mit einem Klassentreffen. Im weiteren Verlauf taucht ein unschlagbarer Killer (typisch Amerikanisch) auf, der es auf die Klassenkameraden abgesehen hat. Und schon ist man mitten drin in einem Buch das mit einem Finale Furioso endet (und das beginnt schon 150 Seiten vor dem Ende)! Wie es die liebe Meg hinbekommt, dass die Spannung über das gesamte Buch anhält, ist schon bewundernswert. Die Charaktere kommen glaubhaft rüber und ein kleinwenig Liebe ist natürlich auch dabei. O.K., die Aktionen des Killers sind teilweise ziemlich drastisch beschrieben, hat mich aber nicht wirklich gestört. Das war sicher nicht das letzte Buch dieser Autorin das ich gelesen habe.

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