Und das ewige Licht leuchte ihr

  • BLT
  • Erschienen: Januar 2008
  • London: Headline, 2007, Titel: 'Rattling the bones', Seiten: 280, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: BLT, 2008, Seiten: 363, Übersetzt: Axel Merz
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Ines Dietzsch
45°

Krimi-Couch Rezension vonFeb 2008

For Fans only

Die 22jährige Francesca Varady, Möchtegern-Schauspielerin mit magyarischen Vorfahren ist Serienheldin der britischen Erfolgsautorin Ann Granger. Im vorliegenden Band "Und das ewige Licht leuchte ihr" stolpert Fran bereits in ihren siebten Kriminalfall.

Wiedersehen mit einer alten Bekannten

Da war sie wieder. Die kauzige Stadtstreicherin Edna, die Fran als ihre Nachbarin aus vergangenen Tagen kennt und von der sie glaubte, sie niemals wieder zu sehen. Voller Stolz berichtet die ehemals obdachlose Edna von ihrer neuen Unterkunft in einem Seniorenwohnheim, als sie plötzlich unruhig wird und verschwindet. Fran ahnt sofort, dass etwas nicht stimmt und bemerkt einen Mann, welcher ihre Freundin beobachtet und der alten Dame Angst einjagt. Wer könnte ein Interesse an der verwirrten Alten haben, deren liebste Gesellschaft die Katzen auf dem Friedhof sind?
Es wäre nicht Fran gewesen, wäre es ihrem detektivischen Spürsinn nicht gelungen, den Verfolger zu stellen. Doch bevor die Hobbyschnüfflerin herausbekommt, warum diese Person hinter Edna her ist, wird sie ermordet. Die Leiche liegt ausgerechnet im Büro der Duke Agency, einer Privatdetektei, für die Fran ab und an Jobs erledigt. Und wieder einmal schlittert Fran unfreiwillig in einen Kriminalfall.

Gepflegte Langeweile

Die Geschichte um die Detektivin wider Willen ist nicht neu. Einmal mehr kämpft die quirlige Fran um das Wohl derer, die sich selbst nicht helfen können. Mutig setzt sich die junge Frau unter Gefahr für Leib und Leben für die Schwächeren ein. Immer an ihrer Seite steht ihr indischer Dauerfreund Ganesh, der sich ständig um sie sorgt und Fran erfolglos mahnt, sich aus allem heraus zu halten.

Ein erster Blick auf das Cover und die erfindungsreiche Titelkreation des deutschen Verlages (im Original "Rattling the Bones") ließen mich einen traditionellen Landhauskrimi erahnen. Ich habe die Lektüre nicht ganz frei von Vorurteilen begonnen, die sich nur zum Teil bestätigten.
"Und das ewige Licht leuchte ihr" ist routiniert und flüssig geschrieben. Gefällige Schauplätze, gut eingeführte Protagonisten und doch stellt sich gepflegte Langeweile ein. Die Handlung ist unspektakulär und schnell durchschaubar. Spannung war nicht wirklich auszumachen. In der Nachbetrachtung bleibt es mir ein Rätsel, was ich bei diesem mageren Plot über 360 Seiten lang gelesen habe und wie es der Autorin gelungen ist, den Stoff so aufzublähen.

Sicher werden eingefleischte Fans der Serie, die Fran und ihr Hündchen in den vorhergehenden Bänden ins Herz geschlossen haben, auch diesen Roman gerne lesen. Es könnte jedoch sein, dass die vielen Rückblicke auf die Vorgeschichte ein wenig ermüden.

"Ann Granger hat den klassischen englischen Detektivroman modernisiert" schreibt die Birmingham Post. Nicht mehr als ein netter Versuch.

Und das ewige Licht leuchte ihr

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