Furie

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • München: Limes, 2007, Seiten: 384, Übersetzt: Fred Kinzel
  • München: Blanvalet, 2008, Seiten: 384

Couch-Wertung:

80°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
1 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:74.333333333333
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":1,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":1,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Jörg Kijanski
Ein zeitgemäßer, weiblicher Hannibal Lecter

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mär 2007

"Gretchen Lowell - neben ihr ist Hannibal Lecter ein blutiger Anfänger" wirbt der Limes-Verlag - und hat Recht.

Zehn lange Jahre jagte die Soko "Beauty Killer" die gefährlichste Serienmörderin der USA, Gretchen Lowell, und nur ein Polizist war die gesamte Zeit dabei. Detective Archie Sheridan hielt als einziger durch, doch kurz bevor er den Fall lösen konnte lief er Gretchen geradewegs in die Falle. Zehn Tage konnte sich die Psychopathin an Archie auslassen, doch statt ihn wie alle anderen Opfer letztendlich umzubringen stellt sich Gretchen plötzlich überraschend der Polizei. Archie überlebt wie durch ein Wunder schwer verletzt, aber sein Leben liegt in Trümmern. Seine Familie hat er verlassen, stattdessen zieht es ihn, zwei Jahre nach der Verhaftung von Gretchen noch immer zu seiner Peinigerin. Jeden Sonntag besucht er Gretchen im Gefängnis und zur "Belohnung" erhält er immer wieder detaillierte Hinweise, wo weitere ihrer angeblich insgesamt 200 Opfer zu finden sind und was mit diesen vorher passiert ist.

Als ein neuer Serienmörder, der es auf jugendliche Mädchen abgesehen hat, die Stadt Portland unsicher macht, entscheidet sich Archie zu seiner Einheit zurückzukehren und die Leitung der wieder ins Leben gerufenen Soko zu übernehmen, obwohl er seit dem Vorfall von damals krank geschrieben ist. Die Zeit drängt, denn ein viertes Mädchen wurde soeben entführt und die anderen drei starben alle kurz nach ihrem Verschwinden. An Archies Seite ist neben seinem Team die junge Journalistin Susan Ward, die als ständige Pressevertreterin die Ermittlungen begleitet und eine Story über Archie schreiben soll. Doch damit beginnt für sie nicht nur die Jagd nach einem Mörder, sie gerät auch in Gretchens Visier...

Der Debütroman von Chelsea Cain kann es problemlos mit Thomas Harris´ Das Schweigen der Lämmer aufnehmen, wobei die Autorin dem aktuellen Zeitgeist folgt. Je mehr Brutalität desto besser, doch ganz so drastisch wie noch vor kurzer Zeit bei Die Blutlinie (Cody Mcfadyen) kommen die Gewaltszenen hier nicht beim Leser an. Auch wenn Gretchen ihrem Liebling Archie die Milz herausoperiert, um seinem Partner Henry Sobol ein Lebenszeichen zukommen zu lassen, oder ihm viele andere Verletzungen und Schmerzen zufügt, Chelsea Cain hat es geschafft, trotz aller Brutalität den Roman lesbar zu halten. Vielleicht hat man sich aber auch schon zu sehr an derartige Darstellungen gewöhnt.

 

"Was mich erstaunt, ist, dass die Leute aufstehen, zur Arbeit gehen und wieder nach Hause kommen und nie jemanden töten. Sie tun mir leid, denn sie leben nicht. Sie werden nie erfahren, was es heißt, ein Mensch zu sein."
(Gretchen Lowell)

 

Furie folgt im Wesentlichen einem dreigliedrigen Aufbau. Die Ermittlungsarbeit von Archie bzw. der Soko wird detailliert und lebensnah dargestellt, daneben die Figur von Susan sauber eingeführt und ihre Arbeit an dem Artikel über Archie begleitet und - wie sollte es anders sein - zu guter Letzt betritt Gretchen ("Die Königin des Bösen") immer wieder die Bildfläche. In zahlreichen Rückblenden wird das Martyrium von Archie ausführlich geschildert. Dabei nehmen zwei zentrale Themen des Buches immer mehr Raum ein: Kontrolle und Obsession.

Archie erfährt von Gretchen immer nur soviel, wie sie ihm verraten will und Susan merkt sehr bald, dass ihre Arbeit ebenfalls manipuliert wird. Lehnte Archie in der Vergangenheit jede Auskunft aus seiner Gefangenschaft bei Gretchen ab, erhält Susan nahezu alle Informationen auf Anhieb. Selbst Archies Arzt wird von seiner medizinischen Schweigepflicht entbunden. Das die drei sich immer wieder abwechselnden Handlungsstränge am Ende des Buches miteinander verbunden werden, überrascht dabei nicht, wird allerdings gekonnt umgesetzt.

Furie ist ein mustergültiger Mainstream-Thriller zum Thema "Serial Killer", der lediglich zu Beginn etwas an Tempo vermissen lässt. Die mitunter ermüdende Ermittlungsarbeit nimmt denkbar viel Raum ein, ohne dass die Soko zunächst vorankommt.

 

"Du bist Politiker, Buddy. Du warst immer einer. Denk dir einen Weg aus, ihnen zu erklären, dass wir verdammt noch mal keine Ahnung haben, was gespielt wird, und zwar so, dass es sich anhört, als wüssten wir ganz genau, was gespielt wird."

 

Später, viel später werden dann aber mehrere Tatverdächtige ins Spiel gebracht, so dass Gelegenheit zum Mitraten besteht. Die Hauptcharaktere, allen voran der von Drogen bzw. schmerzlindernden Tabletten oftmals zu gedröhnte Archie, wirken sehr lebendig und runden den insgesamt sehr positiven Eindruck ab, wobei selbstredend auch Gretchen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es ist fast ein wenig schade, dass eine Fortsetzung nicht zu erwarten ist.

Furie

Furie

Deine Meinung zu »Furie«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
05.11.2012 19:49:29
Nicki

Auf Empfehlungen kaufte ich mir dieses Buch und begann voller Vorfreude zu lesen. Diese erlosch aber sehr schnell und ich quälte mich regelrecht durch dieses doch so hochgelobte Buch. Ich bin enttäuscht und frage mich zu gleich, ob ich den zweiten Teil lieber gleich mit dem Ersten verkaufen soll oder ob ich es noch einmal wage, um mich eines Besseren belehren zu lassen. Furie ist für mich ein flach und mit wenig Spannung geschriebenes Buch. Es wechselt stetig zwischen verschiedenen Handlungen hin und her, was das Ganze auch nicht gerade abwechslungsreicher gestaltet.
Alles in Allem...für mich unter ferner liefen abzulegen. Schade drum...

05.07.2011 14:35:56
Khany

Hoch gelobt und für mich tief gefallen ist "Furie".
Ich muss Sonny, Moschi und Mistie erstmal in allen Punkten vollkommen Rechtgeben. Der Spannungsbogen hat was von Norddeutschem Flachland!
Die Figur der Gretchen ist vom Ansatz her gar nicht schlecht. Allerdings vermisse ich ihre Geschichte, das wie und warum, alles wird immer nur in abgehackten Nebensätzen angedeutet. Mrs. Cain hätte sich auf eine Geschichte konzentrieren sollen. Entweder Archie und der neue Serienmörder ODER Archie und Gretchen. Alle Handlungen in einem Buch war einfach zuviel!
Mrs. Cain, da hätten sie aus jeder einzelnden Geschichte ein Buch machen können!
By the way: was sollte die Molly Palmer Story? Hat das jemand begriffen?
Ekel suche ich irgendwie auch immer noch, da hab ich schon wesendlich abartigeres gelesen (die Behandlung, das lied der Sirenen usw.)
Dieses Buch ist meiner Meinung nach das beste Beispiel dafür, wie eine falsche PR ein ganzes Buch die Bach hinunter gehen lassen kann. Denn die Vergleiche mit Dr. Lecter sind mehr als nur an den Haaren herbeigezogen.

02.02.2011 01:07:26
Marv

Chelsea Cains ‚Furie‘ verknüpft drei Handlungsstränge - die besondere Beziehung des Detective Archie Sheridan mit der, nun in Haft sitzenden, (Super-)Serienmörderin ‚Gretchen‘, die ihn gefangen genommen und grausam gefoltert hat, die Arbeit einer Sonderkommission auf der Suche nach einem Mädchenmörder in Portland, deren Vorsitz Archie Sheridan inne hat mit der Geschichte der Reporterin Susan, die während den Ermittlungen ein Portrait von Archie Sheridan erstellen soll - zu einem spannenden Psycho-Thriller. Ein Großteil der Spannung resultiert gerade aus der Verknüpfung dieser Handlungsstränge bis hin zur Zusammenführung am Ende und dem Wechsel in den Perspektiven und Zeiten. ‚Furie‘ hebt sich von anderen Serienkiller-Romanen durch die Gebrochenheit seiner Akteuere ab, folgt jedoch bei der Stilisierung von ‚Gretchen‘ dem gängigen Muster der Überhöhung des psychopathischen Killers hinsichtlich Physiognomie, Intelligenz und Manipulationsfähigkeiten.
Der Roman ist gut geschrieben, flüssig zu lesen und, wie bereits erwähnt, auf seine Art durchaus spannend. Im Genre des der Serienkiller-Romane durchaus einer der Besseren.

27.12.2010 12:53:19
Thierrys-Liebste

Die Furie war ein Buch, welches ich mir kurz nach Erscheinungsdatum, auf Empfehlung meiner Buchhändlerin, gekauft hatte.
Warum auch immer, rutschte es nun über Jahre auf meinem SUB immer weiter nach unten und wurde erst vor kurzem von mir neu entdeckt.
Auch wenn einem, als Leser, am Anfang des Buches, nicht sofort klar ist, worum es geht, finde ich dennoch, daß man sich recht schnell ins Geschehen einfindet.
Der Schreibstil ist flüssig und die Zeitsprünge sind verständlich, durch Kapitel abgeteilt.
Die Hauptfigur, Detective Archie Sheridan, ist sympathisch, unorthodox und voller Leid. Seine Vicodinabhängigkeit lässt an Dr. House erinnern, aber Sheridan ist eindeutig liebevoller, doch deshalb nicht weniger gestört...
Nach seiner Entführung durch die Serienkillerin Gretchen Lowell, leidet er, an dem Stockholm Syndrom. C. Cain ist es gelungen die von Gretchen ausgehende Faszination, gut darzustellen, sodass sie trotz ihr schrecklichen Taten zeitweise mehr fasziniert, als abschreckt. Sie ist schön, klug anziehend und manipulativer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Sheridan ist ihr völlig verfallen.
Dennoch verbeißt er sich in eine neue Mordserie, bei der junge Mädchen einem Serienkiller zum Opfer fallen.
Das Ende ist überraschend und lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Ich kann dieses Buch mit 90° nur weiterempfehlen.

01.07.2010 15:18:16
HeJe

Prinzipiell ein gutes und - so wie ich es bevorzuge - abartiges Buch. Leider fehlt dem Buch gänzlich die Spannung, allerdings tut das der Handlung keinen Abbruch. Diese ist gar nicht schlecht geschrieben und erläutert, auch wenn man selbst als LEser auf die Auflösung am Ende nie gekommen wäre. Das meine ich in diesem Fall negativ, weil man das Gefühl hatte, dass die Autorin einfach nur versucht hat, das eine mit dem anderen zu verbinden, ohne dass es Sinn macht.
Wie Sonny unter mir bereits sagte: "Insgesamt erscheint das Buch als hätte die Autorin mehrere Ideen gehabt, die alle nicht für ein komplettes Buch ausreichen, also hat sie sie zusammen geschmissen." Da kann ich nur zu 100% zustimmen, denn genau das habe ich soeben auch gedacht, als ich das Buch zuende gelesen habe.

Außerdem nervt mich diese "Beziehung" zwischem Sheridan und Gretchen... Stockholmer Syndrom lässt grüßen. Pfui. Irgendwie macht das den Protagonisten ziemlich unsympathisch und ich überlege ernsthaft, ob ich die Fortsetzungen lese. Wenn ich Thriller lese, will ich einen - ich sag\'s mal ganz salopp - starken, coolen Polizisten, der allem Übel trotzt und am Ende der Hero ist. Nun ja.. und nicht so ein emotionales Wrack a la Dr. House, der überspitzter Weise auch noch auf eine mordende Psychopathin steht.

Zu guter Letzt:
Wie gesagt, dass Buch ist gut geschrieben, liest sich flüssig. Leider keine Spannung, sondern nur Ekel (was ja nicht unbedingt schlecht ist) und Protagonisten, die extrem gewöhnungsbedürftig sind.

26.06.2010 01:59:28
Murri

Ich fand das Buch alleine deswegen schon gut, weil es endlich mal nicht- wie in den meisten (Psycho-) Thrillern- von einem bösen, bösen Killer handelt, sondern von einer bösen, bösen Killerin^^
Zwar wird die Geschichte hauptsächlich sehr "blutlastig" und brutal erzählt, trotzdem bleiben die Charaktere meiner Meinung nach nicht auf der Strecke! Besonders die Beziehung (oder eher Abhängikeit) von Gretchen und Archie fand ich sehr interessant und- so bekloppt das jetzt auch klingen mag ;o) - nachvollziehbar! Auch die anderen Charktere wie die irgendwie durchgeknallte aber doch liebenswerte Susan blieben mir nach dem lesen doch in guter Errinerung!
Kann das Buch echt empfehlen!

26.04.2010 14:44:04
Mistie

Mag sein dass ich wie Moschi und Sonny zu einer Minderheit gehöre, aber für mich, nach all den Lobeshymnen, war das Buch eine grosse Enttäuschung: flache, zum Teil unglaubwürdige Charaktere, mässige Spannung die auch nicht durch die Brutalität erhöht wurde sowie eine Geschichte die mir künstlich in die Länge gezogen schien... Fazit: ich war froh als das Buch zu Ende war und bescheidene 45°

23.04.2010 18:08:51
nutellabrot

chelsea cain- furie: ein sehr spannender psychothriller, nichts für schwache nerven! fesselnd bis zur letzten seite geschrieben. faszinierende, zeitweise schon kranke beziehung zwischen den beiden hauptpersonen archie sheridan und gretchen lowell mit grausamen folgen. fazit: zu empfehlen für leute, die gerne psychothriller lesen und trotzdem nachts ruhig schlafen können!

15.04.2010 09:58:17
simsa

Zur Info: Dies ist das erste Buch, der bisherigen Reihe um die Serienmörderin Gretchen Lowell.
Über dieses und die beiden folgenden Bücher habe ich ja bereits einige positive Rezis gelesen und wollte es nun auch selber probieren. Enttäuscht wurde ich nicht, denn dieses Buch fesselt von Beginn an und lässt den Leser nicht mehr los.
Chelsea Cain hat sich mit ihren Buchcharakteren wirklich Mühe gegeben und ich finde das kommt beim Lesen auch so rüber. Dazu muss ich aber auch sagen, dass „Furie“ bisher zu den blutigsten Büchern gehört, die ich je gelesen habe. Also mich persönlich hat es schon recht häufig geschüttelt.
Fazit: Für Leser von spannenden und blutigen Thriller gibt es kein Entkommen. Sie MÜSSEN diese Reihe unbedingt lesen!

17.02.2010 20:01:55
Sonny

Serienkiller-Plot Nr. *11548 (oder so). Zunächst ein mal muss ich Moschi zustimmen. Der Vergleich zu Thomas Harris und seinem Hannibal hinkt gewaltig. Gretchen erscheint nicht annähernd so intelligent und abgrundtief böse. Brutal ja, aber das war es auch schon. Auch stilistisch reichen Cains „Talente“ nicht an Harris heran. Entgegen dem Klappentext tritt Gretchen eher wenig in Erscheinung und dient lediglich als Erklärung warum Archie so kaputt ist. Insgesamt erscheint das Buch als hätte die Autorin mehrere Ideen gehabt, die alle nicht für ein komplettes Buch ausreichen, also hat sie sie zusammen geschmissen. Jeder Handlungsstrang wirkt wie mal eben nebenbei abgehandelt. Spannung kommt dadurch nicht wirklich auf. Selbst der neue Serienkiller war letztlich keine große Überraschung. Fazit für mich: Eins unter Vielen, welches schon so gut wie vergessen ist und garantiert kein Wohnrecht auf Lebenszeit in meinem Regal bekommt. 40 °

07.11.2009 01:01:06
Sonnschein

Eine Frau als Serienmörderin? Noch dazu eine so grausame? Kann man sich so eine Geschichte überhaupt vorstellen? Schon der Klappentext zieht einen gleich in ihren Bann. Wobei ich schon finde, dass er etwas zu viel verrät - für meinen Geschmack.
Der ständige Wechsel zwischen der Vergangenheit von Detective Sheridan, dem letzten Opfer von Gretchen, und der aktuellen Mordserie in der eben dieser Detective ermittelt, fand ich gut dargestellt und schilderte vor allem sehr gelungen die Beziehung zwischen Sheridan und Gretchen.
Fazit: *Furie* ist in jedem Falle ein Thriller der mich gepackt, sehr gut unterhalten und auch etwas angeekelt hat - und mich trotzdem noch überraschen konnte!

09.05.2009 22:27:55
sabrina13582

Da ich ein absoluter Hannibal-Fan bin, musste ich dieses Buch unbedingt haben, da es ja an Hanniball erinnern sollte... Besonders fasziniert war ich, als ich im Klappentext las, es gehe um eine SerienmörderIN (was ja eher nicht alltäglich ist).
Okay, mit Hannibal direkt würde ich jetzt Gretchen nicht unbedingt vergleichen und meiner Meinung nach kommt dieses Buch auch nicht an "Schweigen der Lämmer" oder irgendeinen Teil von Thomas Harris ran, ABER der Schriftstellerin ist trotzdem ein gutes Debüt gelungen. Die Spannung hält sich von Anfang bis Ende und die Personen werden gut charackterisiert. Es kam absolut keine Langeweile beim lesen auf, so dass ich das Buch schon nach 2 oder 3 Tagen durch hatte. Das einzige was mich etwas enttäuscht hat, war, dass ich mir noch mehr Einzelheiten über die Serienmörderin und ihre Opfer gewünscht hätte. Es wird zwar immer kurz angerissen wie sie Archie gefangen hielt und quälte, aber über die anderen Morde wurde kaum was erwähnt. Vielleicht bin ich aber auch mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch rangegangen. Naja, alles in allem ein tolles Buch was eigentlich jeder ThrillerFan in seinem Bücherregal stehen haben sollte!!

31.01.2009 16:53:01
Moschi

Ich kann die vielen Lobeshymnen überhaupt nicht nachvollziehen.
"Gretchen", was für ein bescheuerter Name, reicht an Hannibal Lecter, diesen intellektuellen, gebildeten Serienmörder in keinster Weise heran.
Die Beschreibung von Grausamkeiten erzeugt alleine noch keine Spannung, auch die Charaktere müssen stylistisch und in ihren Handlungsweisen für den Leser nachvollziehbar herausgearbeitet werden. All dies vermisse ich bei Chelsea Cain.
Archie Sheridan, dem "Gretchen" die Milz herausoperiert, ihm literweise Rohrreiniger (Verständnisfrage: Wie überlebt man so etwas??) eintrichtert und der seitdem ein menschliches, pillenabhängiges Wrack ist, küßt seine Peinigerin am Schluß: "Als sich ihre Zungen trafen, überwältigte ihn die Hitze des Kusses vorübergehend.und er schmeckte in ihrem Mund eine Süße, beinahe wie Flieder." Ja wer ist denn hier krank hoch drei "Gretchen", "Archie" oder gar die Autorin?
Wenn es nicht so banal wäre, könnte man fast einen Lachanfall kriegen und des Buch ganz, ganz schnell entsorgen.
Thomas Harris sollte gerichtlich dagegen vorgehen, daß sein Hannibal Lecter mit "Gretchen" verglichen wird
Das grenzt an Rufmord.

27.01.2009 17:33:02
Wilfried

War sehr gespannt auf das Buch, da dieMeinungen darüber ja doch sehr auseinander gehen. Nun, mich wusste es von Anfang an zu fesseln. Sehr gut die Abwechslung von aktuellem Handlungsstrang und Rückblicken. Die Parallele zu "Hannibal Lecter" ist eher minimal und mir während des Lesens auch nie störend in den Sinn gekommen.
Ein düsterer, teilweise verstörender Thriller den man gelesen haben sollte!

14.12.2008 17:41:33
Klaus Kowarsch

Ich lese wirklich sehr viel, aber seit "das Lied der Sirenen" hat mich ein Buch nie wieder so von den Beinen geholt, wie Chelsea Cain`s "Furie".Nur allein die Idee eine Serienkillerin "Gretchen" zu nennen, ist schon den Literaturnobelpreis wert.Genau wie Archie bin ich von Gretchen faziniert, und träume oft davon mich in Ihrer Gewalt zu befinden.Ich glaube viele Männer sehnen sich insgeheim nach einer wunderschönen Opferpriesterin, welche sie erlöst.Meine Lieblingsautoren sind Chelsea Cain, Val Mcdermid und die brilliante Lisa Jackson.Meiner Meinung nach sind Frauen die besseren Schriftsteller, weil alles Böse in der Welt immer von einer Frau ausgeht.100% !!!

06.11.2008 09:56:33
CharlyDD

Nach kurzen Startschwierigkeiten hat es mich dann doch gepackt. Mit "Furie" legt Cain einen Thriller der besonderen Art hin- ein Buch mit einem weiblichen Serienmörder.

Mich faszinierten die Rückblicke zu der Entführung Sheridans und die langsame stetige Entwicklung der Beziehung zwischen ihm und Gretchen. Auch die Ermittlungen in dem Fall des "Heimweg-Würgers" waren spannend aufgebaut. Gestört hat mich dann allerdings die eingeschobene Geschichte über Molly Palmer. War das wirklich nötig? Mich hat das dann teilweise nur noch verwirrt.

Während des Lesens habe ich mich immer gefragt wie krank es sein muss den Kontakt zu seiner Entführerin aufrecht zu erhalten. Sie hat den Mann gefoltert und gebrochen und er rennt jede Woche zu ihr um neue Informationen zu noch offenen Fällen zu bekommen? Naja.

Das Ende hat mich unbefriedigt zurück gelassen und ich hoffe auf Beantwortung einiger offenen Fragen in dem nächsten Buch von Cain.

Fazit: Guter Einstieg in einen Thriller der anderen Art mit ausbaufähigem Potential.

09.10.2008 21:09:02
sue82

Das Buch ist sehr gut geschrieben und wirklich spannend bis zur letzten Seite und auch mal was anderes weil der Mörder eine Frau und das Opfer ein Mann ist. Der traumatisierte, tablettenabhängige Archie Sheridan ist einer der Hauptprotagonisten die meiner Meinung nach gut getroffen wurden.
Auch die "Beziehung zwischen Archie und der Psychopathin Gretchen wurde gut getroffen und erscheint bisweilen dann doch etwas unnormal.
Fazit: Empfehlenswerte 85°

14.09.2008 18:07:44
Falcon

Eigentlich ist Chelsea Cain ganz schön unverfroren. So kupfert sie doch querbeet ab.
Archie könnte gerade zu Tony Hill sein, auch er spricht gerne mit Psychopaten, und Gretchen, was für ein lieblicher Name für ein Monster, kann wirklich als Hanibal Lektor durchgehen. Auch wenn dieser etwas mehr Kultur und Abgedrehtheit mitbringt. Da wär dann noch die pinkhaarige Reporterin Susan, die zuweilen an Stig Larssons Lisbeth Salander erinnert. Nichts neues also? Nein, nur macht das Chelsea Cain ausgezeichnet. Sie bringt eine ungeheure Spannung in die Geschichte. Man kann kaum erwarten, mehr von Gretchen und ihrer abstrusen Greueltaten zu lesen. Ein harter und starker Roman mit sehr guter Figurenzeichnung. Empfehlenswert.

14.09.2008 15:01:31
Maria

Vor zwei Tagen haben meine gute Freundin und ich eine Buchhandlung besucht. Das Buch "Furie" stieß mir auch schnell ins Auge und ohne groß nachzudenken, beschloß ich es zu kaufen. Ein Glück. Dieses Buch ist versellnt wie kein zweites. Ich lese nicht oft und wenn verliere ich schnell die Lust aber ich muss sagen dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen. Nun habe ich es gelesen und ertappe mich dabei, dass ich es bei Google eingebe um Seiten über dieses Buch zu lesen =). DAUMEN HOCH

08.08.2008 14:09:47
Magellan

Mir ging es mit diesem Buch folgendermaßen: Im Rahmen einer nicht gerade angenehmen Schulter-OP war ich einige Zeit außer Kraft gesetzt und da es außerdem hieß, dass ich nicht arbeiten konnte, legte ich mir einige Neuerscheinungen zu und konnte auch das Vorabexemplar von "Furie" lesen. Es war so ziemlich das schlechteste Buch, das ich in meiner "Krimileselaufbahn", die immerhin auch schon knapp 20 Jahre andauert, gelesen habe. Ich habe weder erkannt, dass hier der "weibliche Hannibal Lecter" (wie soll das denn bitte gehen???) am Werk sein soll, noch, dass es eine so gute Bewertung verdient hat. Mein Tipp: Unbedingt dran vorbeigehen und bloß nicht kaufen! Es hält in keinster Weise, was auf dem Umschlag versprochen wird!

27.07.2008 09:27:27
Martin

Ich suchte nach einem Krimi für den Urlaub, da kam mir "Furie" gerade recht. Mit gut 380 Seite die richtige länge um im Urlaub nicht nur zu lesen. Den zweiten Teil wollte ich eigentlich auch gleich noch mitnehmen. Meine Freundin meinte aber "Ließ doch erst mal Teil 1 und wenn es dir gefällt kannst du dir "Grazie" immer noch kaufen."
Es wird ganz sicher bei dem ersten Teil bleiben.
Die nur 380 Seiten zogen sich als wären es 600. Vergeblich suchte ich einen Spaqnnungsbogen oder den Ansatz von Spannung. Alles war recht vorhersehbar und tröpfelte Seite für Seite dahin. Keine Frage, es war nett zu lesen, gerade für nebenbei, sonst hätte ich es wohl nicht zu Ende gebracht. Aber das war dann auch schon alles. Einzig die Brutalität der Szenen mit Gretchen stach heraus. Aber ich frage mich noch heute was das soll. Mir kommt es vor als wolle die Autorin zwanghaft etwas besonderes bringen - über den Weg der brutalen Szenen. Nur leider war es einfach nur brutal, sonst nichts. Selbst diese gemeinten Kapitel konnten kein Schaudergefühl oder dergleichen auslösen weil sie zu konstruiert wirkten, als wolle man von dem unterdurchschnittlichen Rest des Buches ablenken. Und Gretchen selbst - irgendwie blieb es wohl bei dem Versuch dieser Person Leben einzuhauchen - der Vergleich mit Hanibal Lekter ist nicht angebracht. Auch die anderen Personen waren recht blass. Da half es auch nicht Detectiv Sheridan zu einem Webesymbol für die Pharmaindustrie zu machen.
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen.

15.07.2008 15:35:42
Bio-Fan

WOW! Ein Debut der Extraklasse. Selten hat mich eine Geschichte so in den Bann gezogen wie die des Archie Sheridan, der für mich die zentrale Figur des Dramas ist. Ihm zur Seite gestellt zwei Frauen, die das Gute und das Böse symbolisieren:die Reporterin Susan Ward und die Serienmörderin Gretchen Lowell.
Nur weil Jörg Kijanski in seiner Rezension den Namen "Hannibal Lecter" erwähnt, sollte es keinen verführen, eine Parallele zu ziehen. Dazu ist "Furie" viel zu eigenständig und in meinem Dafürhalten auch viel spannender, da Chelsea Cain einfach die bessere Autorin ist.
Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrohlich, gewalttätig, verunsichernd. Die drei Protagonisten verknüpft in einem Wechselspiel von gegenseitigen Manipulationen. Vieles bleibt noch unerzählt und offen, da "Furie" Teil 1 einer Trilogie ist.
Weiterlesen war für mich keine Frage. Mit Teil 2 "Grazie" bin ich auch schon durch.
Für "Furie" gibt es von mir heisse 90 Grad

02.02.2008 23:33:52
Thomas71

Ahja, Gretchen Lowell ist also ein weibliches Pendant zu Hannibal Lecter. Gut, dass das in der Rezension erwähnt wurde. Wäre ich sonst nämlich wirklich nicht draufgekommen. HL hat Charme, Ausstrahlung und ist einfach ein faszinierender Charakter. Gretchen hingegen wird ständig nur als extrem gutaussehend, intelligent und brutal beschrieben. Von Stil keine Spur. Der Vergleich passt genauso gut oder schlecht, als würde man Michael Corleone und Toni Montana vergleichen. Beide sind im Mafiagewerbe, damit enden aber auch schon die Ähnlichkeiten. Genauso ist es bei Hannibal Lecter und Gretchen Lowell. Einzig interessant an dem Buch ist das Verhältnis von Archie Sheridan zu seiner Peinigerin, die im Gefängnis sitzt und ihr ehemaliges Opfer immer noch in ihrer Gewalt hat. Ansonsten ist der Fall banal, die Figuren eindimensional und langweilig. Dazu kommen noch Szenen, die wie aus "Das Schweigen der Lämmer" abgekupfert wirken. So zum Beispiel die Konfrontation Lowells mit der Autorin Susan, die an einer Serie über Archie arbeitet. Dass Gretchen die Reporterin dabei einmal auch mit "Clarice" anspricht, mag als ironische Brechung gedacht sein, wirkt aber nur dumpf anbiedernd. Ständig wartet man auf die Frage: "Haben die Lämmer geschwiegen, Susan?". Der parallel laufende Serienmörderfall des Romanes wirkt uninspiriert und spannungslos. Ob man nach diesem Buch die Fortsetzung "Grazie", die dieser Tage erscheint, überhaupt noch lesen soll, ist für mich mehr als fraglich...

09.01.2008 14:44:46
Carline

Eine weibliche Serientäterin, das hat was. Ich gebe der Autorin Recht, wenn sie ihrer Tochter das Lesen des Romanes erst nach dem 21. Geburtstag erlauben will. Sind schon arg brutale Stellen enthalten, gerade die Folterszenen mit dem Abflussreiniger – uaah.
Alles in allem hat mir das Buch mit seinen interessanten Charakteren sehr gut gefallen. Nach der Lektüre war ich direkt ein bisserl traurig, lies das Ende doch keinen Rückschluss auf eine mögliche Fortsetzung zu. Und nun, welch Freude: Furie ist Teil 1 einer Trilogie, welche bei Limes als Weltpremiere erscheint. Beide Nachfolger werden auf jeden Fall gelesen.

02.10.2007 13:33:38
Robert

Endlich mal ein Thriller mit einer Serienkillerin, wurde auch mal Zeit. Mir hat Das Buch sehr gut gefallen vor allem weil es hier ums zwei Verschiedene Fälle geht wobei der eine schon mehr oder weniger gelöst wurde der andere aber in gewißer Weise noch am Laufen ist. Der Thriller ist erstklassig geschrieben und man möchte das Buch in keiner Minute aus der Hand lassen. Und deswegen gebe ich volle 98%!!

31.07.2007 12:51:06
mausimotte

also ich hatte mir das buch gekauft weil der klappentext spannung verspricht und viele bewertungen gut waren.

allerdings muss ich sagen, selten hatte ich so ein schönes schlafmittel.
kaum 3 seiten und ich bin eingeschlafen.
also mit krimi hat es leider nicht viel zu tun.

so einen roman braucht man nicht wircklich

13.04.2007 20:55:17
Tiddl

Denkt man doch immer Mörder oder Mörderinnen sind auch äußerlich Monster... Gretchen zeigt uns das Gegenteil. Mir hat „Die Furie“ gefallen, auch wenn ich glaube die Autorin hat sich etwas von Val McDermids Tony Hill und seiner Kindermörderin bedient.

21.03.2007 11:14:53
Jürgen Uphoff

Hoffentlich wacht der Autor von Hannibal Lector jetzt langsam auf, wenn er dieses Buch liest. Ich glaube et was spannenderes als dies habe ich lange nicht mehr gelesen. Ein Hoch auf Gretchen. ich hoffe da kommt noch mehr. Das Buch ist jedenfalls sehr empfehlenswert für ein paar schlaflose Nächte.